ErkrankungenErkrankung
Depression
Eine Depression ist eine psychische Erkrankung mit gedrückter Stimmung, Verlust von Interesse und Freude und vermindertem Antrieb, die mindestens zwei Wochen anhält. Je nach Schweregrad empfiehlt die Nationale VersorgungsLeitlinie niedrigintensive Angebote, Psychotherapie, Antidepressiva oder beides zusammen; was davon für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Psychotherapeutin. Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, gibt es sofort Hilfe, etwa über den Notruf 112 oder die TelefonSeelsorge.

Eine Depression ist eine psychische Erkrankung. Kennzeichen sind laut der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Unipolare Depression eine deutlich gedrückte Stimmung, Interesselosigkeit und verminderter Antrieb über einen längeren Zeitraum; häufig kommen körperliche Beschwerden hinzu. Die Erkrankung beeinträchtigt meist die gesamte Lebensführung: Alltägliche Aufgaben gelingen nicht oder nur schwer, Betroffene leiden unter Selbstzweifeln, Konzentrationsstörungen, Grübeln sowie Schlaf- und Appetitstörungen [1].
Unipolar heißt, dass nur depressive Phasen auftreten. Wechseln sich depressive Phasen mit Phasen auffällig gehobener oder gereizter Stimmung ab, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine bipolare Störung vor, für die eine eigene Leitlinie gilt [1]. Zu den unipolaren Depressionen zählt die NVL unter anderem einzelne depressive Episoden, wiederkehrende und chronische Formen einschließlich der Dysthymie und Depressionen rund um Schwangerschaft und Geburt (Wochenbettdepression). Nach der in Deutschland verwendeten Klassifikation ICD-10 wird eine einzelne depressive Episode mit F32 verschlüsselt, eine wiederkehrende mit F33 [1].
Das Risiko, im Laufe des Lebens an einer Depression zu erkranken, liegt laut NVL bei 16 bis 20 Prozent. In einer bundesweiten Studie hatten innerhalb eines Jahres 8,2 Prozent der Erwachsenen eine unipolare Depression, rund 5,3 Millionen Menschen [1]. Frauen erkranken etwa doppelt so häufig wie Männer, die Hälfte der Betroffenen erstmals vor dem 31. Lebensjahr. Im höheren Lebensalter sind Depressionen die häufigste psychische Störung (siehe Altersdepression) [1].
Anzeichen einer Depression
Fachleute unterscheiden Haupt- und Zusatzsymptome. Für die Diagnose müssen die Beschwerden mindestens zwei Wochen anhalten [1].
| Art | Anzeichen |
|---|---|
| Hauptsymptome | depressive Stimmung in einem für die Person deutlich ungewöhnlichen Ausmaß, die meiste Zeit des Tages, fast jeden Tag, im Wesentlichen unbeeinflusst von den Umständen; Verlust von Interesse oder Freude an Aktivitäten, die sonst angenehm sind; verminderter Antrieb oder gesteigerte Ermüdbarkeit [1] |
| Zusatzsymptome | Verlust des Selbstvertrauens oder Selbstwertgefühls; unbegründete Selbstvorwürfe oder ausgeprägte, unangemessene Schuldgefühle; wiederkehrende Gedanken an den Tod oder an Suizid oder suizidales Verhalten; vermindertes Denk- oder Konzentrationsvermögen, Unentschlossenheit; innere Unruhe oder Verlangsamung; Schlafstörungen jeder Art; Appetitverlust oder gesteigerter Appetit mit Gewichtsveränderung [1] |
Nach der ICD-10 richtet sich der Schweregrad nach der Zahl der Anzeichen: Leicht ist eine Episode bei mindestens zwei Haupt- und mindestens einem Zusatzsymptom (zusammen 4 bis 5), mittelgradig bei mindestens zwei Haupt- und mindestens drei Zusatzsymptomen (6 bis 7), schwer bei drei Haupt- und mindestens fünf Zusatzsymptomen (8 oder mehr) [1].
Laut NVL sprechen Betroffene erfahrungsgemäß selten von sich aus über die typischen Kernsymptome, eher über unspezifische Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Ein- und Durchschlafstörungen oder frühes Erwachen, Appetitverlust, Magendruck, Verstopfung oder Durchfall, diffuse Kopfschmerzen, ein Druckgefühl in Hals und Brust, Herzrasen, Schwindel, Muskelverspannungen, Libidoverlust oder Gedächtnisstörungen [1].
Zu einer Depression können Wahnideen oder Halluzinationen hinzukommen, zum Beispiel die Überzeugung, finanziell ruiniert, unheilbar krank oder an allem schuld zu sein; dann sprechen Fachleute von einer psychotischen Depression. Eine Dysthymie ist eine depressive Verstimmung, die seit mindestens zwei Jahren besteht; die Beschwerden reichen nicht für die Diagnose einer depressiven Episode, das Leiden ist wegen der langen Dauer trotzdem beträchtlich [1].
Ursachen und Risiken
Meist kommen laut Patientenleitlinie mehrere Ursachen zusammen [2]. Laut NVL gehen Erklärungsmodelle von einem Zusammenspiel biologischer und psychosozialer Faktoren aus, deren Gewicht von Mensch zu Mensch erheblich schwanken kann. Nach dem Vulnerabilitäts-Stress-Modell entsteht eine Depression, wenn eine erhöhte Anfälligkeit (Vulnerabilität) mit aktuellen seelischen, sozialen oder körperlichen Belastungen zusammentrifft [1]. Als Risikofaktoren nennt die NVL unter anderem [1]:
- Depressionen in der Familie, vor allem bei Eltern, Geschwistern oder Kindern
- körperliche Faktoren wie Stoffwechselstörungen, starkes Übergewicht (Adipositas), Infektionen und chronische Erkrankungen sowie hormonelle Umstellungen in Pubertät, Schwangerschaft, Wochenbett und Wechseljahren
- andere psychische Erkrankungen, vor allem Angststörungen, Suchterkrankungen und Persönlichkeitsstörungen
- Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung oder Verluste in der Kindheit, Krieg und Gewalt
- Vereinsamung, aktuelle Belastungen wie Trennungen oder Todesfälle, chronischer Stress und Überforderung
- höheres Alter, Armut, Rauchen und Bewegungsmangel
Burnout gilt nicht als eigene Krankheit, die behandelt wird; die ICD-10 erfasst es nur als Zusatzangabe. Längere Überforderung bei der Arbeit kann aber das Risiko für eine Depression erhöhen, und Burnout-ähnliche Beschwerden können auf eine Depression hinweisen (siehe Burnout) [1]. Auch Medikamente können depressive Beschwerden mitverursachen oder verstärken; die NVL nennt als Beispiele Mittel gegen Tuberkulose, Blutdrucksenker, höher dosierte Kortikosteroide (Kortison und verwandte Wirkstoffe) und Interferon alpha [1]. Die Patientenleitlinie rät, eine Liste aller Medikamente zum Arztgespräch mitzubringen, etwa einen Medikationsplan [2].
Wie die Diagnose gestellt wird
Ob eine Depression vorliegt, klären Ärztinnen, Ärzte oder Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im ausführlichen Gespräch. Sie fragen gezielt nach Haupt- und Zusatzsymptomen, nach Verlauf und Dauer und danach, ob die Depression zum ersten Mal oder erneut auftritt [1, 2]. Dieses Gespräch nach festen Kriterien gilt laut NVL als Goldstandard der Diagnostik [1].
Fragebögen können einen Verdacht stützen, die Diagnose stellen sie nicht. Als schnelle erste Einschätzung nennt die NVL zwei Fragen: ob Sie sich im letzten Monat häufig niedergeschlagen, traurig, bedrückt oder hoffnungslos gefühlt haben und ob Sie deutlich weniger Lust und Freude an Dingen hatten, die Sie sonst gern tun. Zweimal Ja kann auf eine Depression hinweisen, dann folgt die ausführliche Diagnostik [1, 2].
Depressive Beschwerden können auch bei körperlichen Erkrankungen auftreten, zum Beispiel der Schilddrüse, bei bestimmten Hirnerkrankungen oder Autoimmunerkrankungen [2]. Besteht ein solcher Verdacht, soll laut NVL gemeinsam mit Ihnen abgewogen werden, ob weitere Untersuchungen wie Laborwerte oder Bildgebung sinnvoll sind, insbesondere wenn sie aufwendig oder belastend sind. Abgegrenzt werden außerdem eine bipolare Störung und eine Anpassungsstörung, etwa nach einem Verlust [1]. Bei Trauer gibt es laut Patientenleitlinie oft einen klaren Auslöser, und das Selbstwertgefühl bleibt erhalten [2].
In jedem Gespräch soll laut NVL auch eingeschätzt werden, ob Gedanken an Suizid bestehen. Wer danach gefragt wird, muss nicht befürchten, auf solche Gedanken gebracht zu werden: Metaanalysen sprechen laut NVL dafür, dass das aktive Ansprechen sie nicht auslöst und möglicherweise sogar verringert [1].
Behandlung im Überblick
Die Behandlung gliedert sich laut NVL in drei Phasen: die Akuttherapie, bis die Beschwerden verschwunden oder stark zurückgegangen sind; die Erhaltungstherapie (in der Psychotherapie Weiterführung), die das Rückfallrisiko senken soll; bei hohem Risiko für eine neue Episode die Rückfallvorbeugung (Rezidivprophylaxe), bei Bedarf über Jahre [1]. Welche Behandlung infrage kommt, hängt vom Schweregrad und von der Phase der Erkrankung ab; die Entscheidungen sollen gemeinsam mit Ihnen getroffen werden (partizipative Entscheidungsfindung) [1].
| Schweregrad | Empfehlung | Empfehlungsgrad |
|---|---|---|
| leicht | Maßnahmen mit niedriger Intensität anbieten: angeleitete Selbsthilfe, Gespräche mit psychotherapeutischen Techniken, internet- und mobilbasierte Programme in einem Gesamtkonzept [1] | "soll" (5-1, 5-2) |
| leicht | Psychotherapie anbieten, wenn die Beschwerden trotz dieser Maßnahmen anhalten, wenn früher eine Psychotherapie gut geholfen hat, wenn ein Risiko für eine chronische, mittelgradige oder schwere Depression besteht oder wenn niedrigschwellige Angebote abgelehnt werden oder nicht geholfen haben [1] | "soll" (5-3) |
| leicht | Antidepressiva nicht zur Erstbehandlung vor einer niedrigintensiven Maßnahme einsetzen; unter besonders kritischer Abwägung von Nutzen und Risiko anbieten, etwa wenn die Beschwerden anhalten oder ein Risiko für eine schwerere oder chronische Depression besteht [1] | "sollte nicht" (5-4), "sollte" (5-5) |
| mittelgradig | Psychotherapie oder medikamentöse Therapie gleichwertig anbieten [1] | "soll" (5-8) |
| schwer | Kombination aus Medikamenten und Psychotherapie empfehlen; wird sie abgelehnt, eines von beiden gleichwertig allein anbieten [1] | "soll" (5-13, 5-14) |
| mit psychotischen Merkmalen | Behandlung mit Psychopharmaka anbieten, dabei Antidepressivum und Antipsychotikum kombinieren; nach Abklingen der psychotischen Beschwerden zusätzlich Psychotherapie [1] | "soll" (5-17, 5-19), "sollte" (5-18) |
Zusätzlich kommen unterstützende Angebote infrage, etwa Bewegungs- und Sporttherapie, Lichttherapie und der Austausch mit anderen Betroffenen (Peer Support), bei mittelgradigen und schweren Episoden auch Wachtherapie und bei Einschränkungen im Alltag Ergo- oder Soziotherapie [1]. Ambulant bezahlt die gesetzliche Krankenversicherung Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie sowie Systemische Therapie [1]; mehr unter Psychotherapie und Medikamente.
Bei Depressionen, die auf mehrere Behandlungen nicht angesprochen haben, soll laut NVL eine Elektrokonvulsionstherapie (EKT) angeboten werden, insbesondere im höheren Lebensalter oder bei psychotischen Beschwerden (in kurzer Narkose lösen Stromimpulse über die Kopfhaut einen Krampfanfall aus); eine repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) sollte angeboten werden [1]. Bei Depressionen mit jahreszeitlichem Muster soll ein Versuch mit Lichttherapie angeboten werden, ohne ein solches Muster kann er angeboten werden; die Vor- und Nachteile einer Wachtherapie (gezielter Schlafentzug) sollten gemeinsam abgewogen werden [1]. Zur Behandlung im Krankenhaus siehe Klinik und Tagesklinik.
Medikamente bei Depression
Fast alle Antidepressiva erhöhen auf unterschiedlichem Weg die Menge der Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin, manche wohl auch Dopamin, im Spalt zwischen zwei Nervenzellen. Ob ein Mangel an diesen Botenstoffen die Depression verursacht, ist laut NVL heute umstritten; vermutet werden weitere, noch nicht bekannte Mechanismen (siehe Wie wirken Antidepressiva?) [1]. Eine Behandlung allein mit Medikamenten hält die NVL für nicht ausreichend; sie empfiehlt ein Gesamtkonzept mit Gesprächen und weiteren Angeboten [1].
Die Antidepressiva sind laut NVL weitgehend vergleichbar wirksam. Ausgewählt werden soll das Mittel nach Sicherheit und Wechselwirkungen, nach Ihren Wünschen, der Erfahrung der Behandelnden und Kriterien wie Begleiterkrankungen, anderen Medikamenten, Nebenwirkungen und früheren Erfahrungen mit Antidepressiva [1]. Die Tabelle folgt der Reihenfolge der NVL und ist keine Rangfolge.
| Gruppe | Wirkstoffe | Was die NVL dazu sagt | Typische Nebenwirkungen (Beispiel) |
|---|---|---|---|
| Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) | Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin [1] | die am meisten verordnete Gruppe; zu bedenken sind sexuelle Funktionsstörungen und eine mögliche Verstärkung von Suizidgedanken zu Beginn; EKG vor Beginn und im ersten Monat bei Citalopram und Escitalopram [1] | Sertralin, laut Packungsbeilage sehr häufig (mehr als 1 von 10 Behandelten): Schlaflosigkeit, Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Mundtrockenheit, fehlender Samenerguss, Müdigkeit [3] |
| Selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) | Venlafaxin, Duloxetin, Milnacipran [1] | zu bedenken wie bei SSRI; EKG vor Beginn und im ersten Monat bei Venlafaxin, Blutdruck bei hoher Dosis häufiger kontrollieren [1]; laut Patientenleitlinie langsam ausschleichen [2] | Venlafaxin, laut Packungsbeilage sehr häufig: Schwindelgefühl, Kopfschmerz, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Mundtrockenheit, Verstopfung, Schwitzen einschließlich Nachtschweiß [4] |
| Alpha2-Rezeptor-Antagonisten | Mirtazapin, Mianserin [1] | blockieren zusätzlich Histamin-Rezeptoren, was laut NVL die beruhigende und gewichtssteigernde Wirkung erklärt; bei Mianserin empfehlen die Hersteller in den ersten Monaten wöchentliche Blutbildkontrollen [1] | Mirtazapin, laut Packungsbeilage sehr häufig: verstärkter Appetit und Gewichtszunahme, Schläfrigkeit oder Müdigkeit, Kopfschmerzen, trockener Mund [6] |
| Trizyklische Antidepressiva (TZA) | Amitriptylin, Clomipramin, Doxepin, Imipramin, Nortriptylin, Trimipramin [1] | blockieren zusätzlich weitere Rezeptoren, was weitere Nebenwirkungen erklärt; bei älteren Menschen mit Vorerkrankungen höheres Risiko etwa für Verwirrtheit (Delir), Herzrhythmusstörungen und Harnverhalt; regelmäßige Kontrollen unter anderem von Blutbild und EKG [1] | Amitriptylin, laut Packungsbeilage sehr häufig unter anderem: Schläfrigkeit, Zittern, Schwindel, Kopfschmerzen, Sehstörungen, schneller Herzschlag, Mundtrockenheit, Verstopfung, Übelkeit, starkes Schwitzen, Gewichtszunahme [5] |
| MAO-Hemmer | Moclobemid, Tranylcypromin [1] | hemmen das Enzym Monoaminooxidase, das Botenstoffe abbaut; Tranylcypromin hemmt beide Formen des Enzyms irreversibel. Während der Behandlung damit und zwei Wochen danach gelten Diätvorschriften, weil tyraminhaltige Lebensmittel wie reifer Käse eine Blutdruckkrise auslösen können [1] | laut Patientenleitlinie zum Beispiel Schlafstörungen, Mundtrockenheit und Schwindel beim Aufstehen [2] |
| Weitere Antidepressiva | Trazodon, Tianeptin, Bupropion, Agomelatin [1] | unterschiedliche Wirkweisen: Bupropion hemmt die Wiederaufnahme von Dopamin und Noradrenalin, Agomelatin wirkt an Melatonin- und Serotonin-Rezeptoren, Tianeptin fördert die Wiederaufnahme von Serotonin [1]; bei Agomelatin Kontrolle der Leberwerte vor Beginn und in festen Abständen [8] | Bupropion, laut Packungsbeilage sehr häufig: Schlafstörungen, Kopfschmerzen, trockener Mund, Übelkeit, Erbrechen [7]; Agomelatin sehr häufig: Kopfschmerzen [8] |
| Pflanzliches Arzneimittel | Johanniskraut, nur als Arzneimittel zugelassene Präparate [1] | bei leichten und mittelgradigen Episoden kann nach Aufklärung über Nebenwirkungen und Wechselwirkungen ein erster Versuch angeboten werden ("kann", 5-6, 5-9) [1]; kann die Wirkung anderer Medikamente abschwächen, etwa der Antibabypille [2] | laut Packungsbeilage eines zugelassenen Präparats, Häufigkeit nicht bekannt: allergische Hautreaktionen mit Rötung und Juckreiz, sonnenbrandähnliche Hautreaktionen durch Lichtüberempfindlichkeit, Müdigkeit, Unruhe, Magen-Darm-Beschwerden [11] |
Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Arzneimittels; weitere Angaben stehen auf den Wirkstoffseiten. Je nach Mittel empfiehlt die NVL Kontrollen etwa von Blutbild, Nieren- und Leberwerten, Blutsalzen, EKG, Blutdruck und Gewicht (siehe Kontrollen und Blutwerte) [1].
Antidepressiva wirken nicht sofort. In der Regel beginnt die Behandlung mit einer niedrigen Anfangsdosis, die so schnell wie verträglich auf die empfohlene Standarddosis erhöht werden sollte [1]. Eine erste Besserung kann sich laut Patientenleitlinie nach 2 Wochen zeigen [2]. Ob das Mittel hilft, soll nach Erreichen der Standarddosis mindestens 3 bis 4 Wochen abgewartet und dann gemeinsam beurteilt werden, bei älteren Menschen kann ein längeres Abwarten sinnvoll sein, etwa 6 Wochen; den Termin dafür sollen Sie schon vor Beginn vereinbaren [1]. Mehr unter Wirkungseintritt und Die ersten Wochen; was zu Beginn zu beachten ist, steht unter Wann Sie sofort Hilfe brauchen.
Wenn das erste Antidepressivum nicht ausreichend hilft
Spricht eine Depression nach 4 Wochen nicht auf ein Antidepressivum an, sollen zuerst die Ursachen geprüft werden, etwa die Diagnose, die regelmäßige Einnahme, Dosis und Blutspiegel, Begleiterkrankungen und andere Medikamente. Danach nennt die NVL zusätzlich eine Psychotherapie ("soll"), eine Verstärkung (Augmentation) mit Lithium oder einem Antipsychotikum ("sollte"), die Kombination eines SSRI, SNRI oder TZA mit Mianserin, Mirtazapin oder Trazodon ("sollte") und einen einmaligen Wechsel auf ein Antidepressivum mit anderem Wirkmechanismus ("kann") [1]. Von den dafür genannten Antipsychotika ist Quetiapin zugelassen; Aripiprazol, Olanzapin und Risperidon sind dafür nicht zugelassen (off-label) [1]. Quetiapin wird dabei zusätzlich zu einem anderen Arzneimittel gegen die Depression eingenommen; sehr häufig sind laut Packungsbeilage unter anderem Schwindel, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Schläfrigkeit und Gewichtszunahme [9]. Unter Lithium sind regelmäßige Kontrollen von Blutspiegel, Nierenwerten und Schilddrüse vorgesehen [1]. Laut Packungsbeilage eines Lithium-Präparats sind besonders zu Beginn der Behandlung Zittern, vermehrte Harnausscheidung, Durst und Übelkeit möglich (Häufigkeit nicht bekannt); sehr häufig ist zu viel Kalzium im Blut [12].
Haben mehrere Versuche mit Medikamenten nicht geholfen, sollte auch angeboten werden, die Medikamente auszuschleichen und ohne sie weiterzubehandeln. Bei einer mittelgradigen bis schweren Episode nach mehreren erfolglosen Behandlungsversuchen kann im (teil-)stationären Rahmen zusätzlich zu einem Antidepressivum Esketamin als Nasenspray angeboten werden [1]. Jeden Wechsel und jedes Absetzen entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; ändern Sie nichts eigenständig. Ausführlich dazu: Wenn Antidepressiva nicht wirken, Medikament wechseln und Ketamin und Esketamin.
Beruhigungs- und Schlafmittel
Benzodiazepine haben laut NVL keine spezifisch antidepressive Wirkung. Für sie und für Z-Substanzen gilt: Bei leichten Episoden sollen sie nicht eingesetzt werden. Bei mittelgradigen sollten sie nicht eingesetzt werden, außer im begründeten Einzelfall zusätzlich zu Antidepressiva oder Psychotherapie, bei stark belastenden Schlafstörungen oder starker Unruhe, ohne Suchterkrankung in der Vorgeschichte, unter Beachtung der Risiken und für 2, höchstens 4 Wochen; bei schweren Episoden können sie unter denselben Bedingungen angeboten werden [1]. Laut Patientenleitlinie kann sich der Körper schon nach 2 Wochen an ein Benzodiazepin gewöhnen, eine Abhängigkeit kann sich nach 4 Wochen entwickeln (siehe Abhängigkeit) [2].
Wie lange behandeln, Rückfall vorbeugen
Wer eine Behandlung direkt nach dem Abklingen beendet, hat laut NVL ein hohes Risiko für einen frühen Rückfall, auch wenn die Beschwerden ganz verschwunden sind. Die NVL empfiehlt deshalb ("soll"), das Antidepressivum 6 bis 12 Monate über das Abklingen (Remission) hinaus in gleicher Dosis weiter einzunehmen und es danach auszuschleichen, also schrittweise abzusetzen, wenn keine längere Rückfallvorbeugung nötig ist [1]. Wer zwei bis drei oder mehr depressive Episoden und in den letzten fünf Jahren bedeutsame Einschränkungen im Alltag hatte, dem sollte empfohlen werden, das Antidepressivum mindestens zwei Jahre in der Dosis weiter einzunehmen, die in der Akuttherapie gewirkt hat [1].
Nach einer Psychotherapie soll eine angemessene Weiterführung der Behandlung angeboten werden; Menschen mit erhöhtem Rückfallrisiko soll eine längerfristige Psychotherapie angeboten werden. Nach einer Erhaltungstherapie mit Medikamenten kann statt einer medikamentösen Rückfallvorbeugung auch ein Ausschleichen zusammen mit einer Psychotherapie angeboten werden [1]. Wie ein Antidepressivum abgesetzt wird, erklärt Antidepressiva absetzen; mehr zur Dauer steht unter Wie lange behandeln? Setzen Sie ein Antidepressivum nicht eigenmächtig ab: Absetzen und Wechsel geschehen gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Nach einer ersten Episode erkranken laut NVL etwa 40 bis 60 von 100 Menschen erneut, mit jeder weiteren Episode steigt das Risiko; es sinkt, je länger jemand ohne neue Episode bleibt [1, 2]. Kontrolltermine sollten laut NVL in den ersten 4 Wochen einer Behandlung wöchentlich stattfinden, im 2. und 3. Monat alle 2 bis 4 Wochen, danach in längeren Abständen [1].
Selbsthilfe und Alltag

Menschen mit Depression, bei denen nichts gegen körperliche Belastung spricht, sollen laut NVL zu sportlicher Aktivität motiviert werden, idealerweise in einer Gruppe, und zu einem angeleiteten, strukturierten Training [1]. Höchstleistungen sind dafür nicht nötig: In der Patientenleitlinie raten Menschen aus der Selbsthilfe zu kleinen, erreichbaren Zielen wie einem Spaziergang an der frischen Luft oder einer kleinen Radtour [2].
Weitere Ratschläge aus der Selbsthilfe: verordnete Medikamente regelmäßig einnehmen, kleine Aktivitäten wie ein Telefonat oder eine Verabredung planen, gern mit einem Wochenplan als Erinnerung, und Hilfe von Familie und Freunden annehmen [2].
Über Selbsthilfe- und Angehörigengruppen, Beratung durch andere Betroffene (Peer-Counselling) und Genesungsbegleitung sollen Sie laut NVL informiert werden. Zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung soll ermuntert werden; Nahrungsergänzungsmittel sollen nicht empfohlen werden, wenn kein Mangel an Mikronährstoffen vorliegt [1].
Für Angehörige
Eine Depression betrifft auch Partnerschaft, Familie und Freundschaften. Wenn die erkrankte Person einverstanden ist, sollen Angehörige laut NVL in Aufklärung, Information und Behandlung einbezogen werden. Angehörige sind oft selbst überlastet und erschöpft; manche entwickeln Schuldgefühle, andere werden ungeduldig oder ärgerlich [1]. Die Patientenleitlinie gibt Angehörigen und Freunden unter anderem diese Hinweise [2]:
- Niemand trägt Schuld an der Erkrankung, weder Sie noch der erkrankte Mensch.
- Nehmen Sie die Erkrankung ernst, ohne zu dramatisieren, vermitteln Sie, dass Hilfe möglich ist, und unterstützen Sie die Entscheidung, sich professionelle Hilfe zu suchen.
- Regen Sie kleine Aktivitäten wie einen Spaziergang oder ein Gespräch an, möglichst zu einem festen Termin. Wird Ihr Vorschlag zurückgewiesen, zielt das nicht auf Sie, es ist der Erkrankung geschuldet.
- Erklären Sie der Person ihre Erkrankung nicht, spielen Sie sie nicht herunter und verzichten Sie auf gut gemeinte Ratschläge.
- Achten Sie auf sich selbst. Auch Angehörige dürfen Hilfe annehmen, etwa in Selbsthilfegruppen für Angehörige, bei sozialpsychiatrischen Diensten oder psychosozialen Beratungsstellen.
Was Angehörige sonst wissen sollten, steht unter Angehörige.
Wann Sie sofort Hilfe brauchen
Gedanken an den Tod oder an Suizid gehören zu den Zusatzsymptomen einer Depression [1]. Laut Patientenleitlinie sind Suizidgedanken auf jeden Fall ernst zu nehmen, und die behandelnde Praxis sollte davon erfahren; eine Depression lässt sich in vielen Fällen erfolgreich behandeln [2]. Bei akuter Gefahr soll gemeinsam mit Ihnen ein Notfallplan erstellt werden [1]; dabei hilft der Krisenplan.
Zu Beginn einer Behandlung mit Antidepressiva können laut NVL innere Unruhe, Schlafstörungen oder Angst das Suizidrisiko erhöhen; als Beispiele für eine mögliche anfängliche Verstärkung nennt sie SSRI und SNRI. Solange die Dosis erhöht wird und die Wirkung noch nicht eingesetzt hat, ist daher eine engmaschigere und besonders aufmerksame Begleitung wichtig [1]. Bei Erwachsenen unter 25 Jahren zeigte eine Auswertung von Studien laut BfArM ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten unter Antidepressiva im Vergleich zu Placebo. Die Packungsbeilagen fordern dazu auf, sofort zur Ärztin oder zum Arzt zu gehen oder ein Krankenhaus aufzusuchen, wenn Gedanken auftreten, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen [3, 10].
Ist ein Mensch in akuter Gefahr, rät die Patientenleitlinie Angehörigen: die Person nicht allein lassen, bis Hilfe eintrifft; zuhören und die Lage ernst nehmen; das Gespräch in Gang halten; den Notruf 112 oder die Polizei unter 110 rufen; gefährliche Gegenstände wegräumen [2].
Alle Hilfsangebote mit Erreichbarkeit stehen unter Hilfe in der Krise.
Quellen
- Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Langfassung, Version 3.2 (AWMF-Register-Nr. nvl-005). Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF (NVL-Programm). Stand 07/2023 (verabschiedet 29.09.2022, gültig bis 29.09.2027). abgerufen am 22.10.2026
- Leitlinie Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Version 3.0. Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF (NVL-Programm). Stand 2024. abgerufen am 22.10.2026
- Gebrauchsinformation Sertralin-ratiopharm 50 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 22.10.2026
- Gebrauchsinformation Venlafaxin-ratiopharm 37,5 mg/75 mg/150 mg Hartkapseln, retardiert. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 22.10.2026
- Gebrauchsinformation Amitriptylin-CT 25 mg Tabletten. AbZ-Pharma GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 22.10.2026
- Gebrauchsinformation Mirtazapin-ratiopharm 15 mg/30 mg/45 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 22.10.2026
- Gebrauchsinformation Bupropion-ratiopharm 150 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung. ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 22.10.2026
- EMA-Produktinformation Valdoxan (Agomelatin, EPAR), Anhang I: Fachinformation, und Anhang III B: Packungsbeilage. Les Laboratoires Servier (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 04/2025 (zuletzt aktualisiert 15.04.2025). abgerufen am 22.10.2026
- Gebrauchsinformation Quetiapin-ratiopharm 50/150/200/300/400 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 22.10.2026
- Behörde Antidepressiva: Erhöhtes Risiko zu suizidalem Verhalten bei Erwachsenen unter 25 Jahren. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 15.02.2008. abgerufen am 22.10.2026
- Gebrauchsinformation Jarsin 300 mg überzogene Tabletten. Cassella-med GmbH & Co. KG. Stand 01/2024. abgerufen am 22.10.2026
- Gebrauchsinformation Quilonorm retard 450 mg Filmtabletten (Österreich). Teofarma S.r.l. (Zulassungsinhaber); veröffentlicht vom Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG), Österreich. Stand 07/2024. abgerufen am 22.10.2026
Weiterführend Depression auf Med-Nebenwirkungen.de
Häufige Fragen
Woran erkenne ich eine Depression?
Typisch sind eine gedrückte Stimmung, Verlust von Interesse und Freude und verminderter Antrieb über mindestens zwei Wochen, dazu zum Beispiel Selbstzweifel, Schuldgefühle, Konzentrations-, Schlaf- und Appetitstörungen. Viele Betroffene berichten zuerst über körperliche Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen oder Magendruck. Ob es eine Depression ist, klärt das Gespräch in einer ärztlichen oder psychotherapeutischen Praxis.
Welche Medikamente helfen gegen Depressionen?
Eingesetzt werden Antidepressiva aus mehreren Gruppen, etwa SSRI wie Sertralin, SNRI wie Venlafaxin, Mirtazapin, trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin, MAO-Hemmer sowie Agomelatin, Bupropion, Tianeptin und Trazodon; bei leichten und mittelgradigen Episoden auch zugelassene Johanniskraut-Präparate. Laut NVL sind die Antidepressiva weitgehend vergleichbar wirksam. Welches Mittel zu Ihnen passt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Gibt es Mittel gegen Depressionen ohne Rezept?
Johanniskraut gibt es als zugelassenes Arzneimittel in der Apotheke und daneben etwa als Kapsel oder Tee in Drogerien, deren Gehalt laut Patientenleitlinie sehr unterschiedlich ist. Die NVL nennt nur zugelassene Präparate und nur für leichte und mittelgradige Episoden. Weil Johanniskraut die Wirkung anderer Medikamente abschwächen kann, etwa der Antibabypille, rät die Patientenleitlinie, es nie ohne ärztliche Absprache einzunehmen.
Wie lange dauert die Behandlung einer Depression?
Eine erste Besserung stellt sich laut Patientenleitlinie bei vielen nach 2 bis 4 Wochen ein, bis eine Episode abgeklungen ist, kann es bis zu einem halben Jahr dauern. Antidepressiva sollen danach laut NVL noch 6 bis 12 Monate in gleicher Dosis weiter eingenommen werden, nach zwei bis drei oder mehr Episoden mit bedeutsamen Einschränkungen sollte es mindestens zwei Jahre sein. Nach einer Psychotherapie soll laut NVL eine angemessene Weiterführung angeboten werden.
Kann man eine Depression ohne Medikamente behandeln?
Das hängt vom Schweregrad ab. Bei einer leichten Depression empfiehlt die NVL zuerst Maßnahmen mit niedriger Intensität und bei Bedarf Psychotherapie. Bei einer mittelgradigen sollen Psychotherapie und Medikamente gleichwertig angeboten werden. Bei einer schweren soll die Kombination aus beidem empfohlen werden; wer sie ablehnt, dem sollen Psychotherapie oder Medikamente gleichwertig allein angeboten werden.
Helfen Beruhigungs- oder Schlafmittel bei einer Depression?
Benzodiazepine haben laut NVL keine spezifisch antidepressive Wirkung. Benzodiazepine und Z-Substanzen sollen bei leichten Episoden nicht eingesetzt werden, bei mittelgradigen nur im begründeten Einzelfall zusätzlich zu einer Behandlung, bei stark belastenden Schlafstörungen oder starker Unruhe, ohne Suchterkrankung in der Vorgeschichte und für 2, höchstens 4 Wochen. Laut Patientenleitlinie kann sich nach 4 Wochen eine Abhängigkeit entwickeln.
Hilft Vitamin D gegen Depressionen?
Die NVL empfiehlt, Menschen mit Depression keine Nahrungsergänzungsmittel zu empfehlen, wenn kein Mangel an Mikronährstoffen vorliegt; sie sollen stattdessen zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung ermuntert werden. Ob bei Ihnen ein Mangel besteht, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Gibt es einen Test, ob ich eine Depression habe?
Als schnellen ersten Test nennt die NVL zwei Fragen: ob Sie sich im letzten Monat häufig niedergeschlagen, traurig oder hoffnungslos gefühlt haben und ob Sie deutlich weniger Freude an Dingen hatten, die Sie sonst gern tun. Zweimal Ja kann auf eine Depression hinweisen. Die Diagnose ersetzt ein Test nicht, sie entsteht im ausführlichen Gespräch in einer ärztlichen oder psychotherapeutischen Praxis.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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