MedikamenteWirkstoff
Zopiclon
Zopiclon ist ein verschreibungspflichtiges Schlafmittel, zugelassen nur zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen von klinisch bedeutsamem Schweregrad bei Erwachsenen. Bekannt ist der Wirkstoff unter anderem als Ximovan. Weil das Risiko einer Abhängigkeit mit der Behandlungsdauer steigt, sollte die Behandlung so kurz wie möglich sein und einschließlich der schrittweisen Absetzphase 4 Wochen nicht überschreiten; bei Schlafwandeln oder anderem ungewöhnlichem Verhalten im Schlaf brechen Sie die Einnahme laut Packungsbeilage sofort ab und wenden sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Wofür wird Zopiclon eingesetzt?
Zopiclon ist zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen bei Erwachsenen zugelassen, und zwar nur bei Schlafstörungen von klinisch bedeutsamem Schweregrad. Weitere Anwendungsgebiete nennt die Fachinformation nicht. Die Packungsbeilage sagt: Wenden Sie es nicht langfristig an; die Dauer der Behandlung sollte so kurz wie möglich sein, weil das Risiko einer Abhängigkeit mit zunehmender Behandlungsdauer steigt. [1, 2]
Vor Beginn sollten laut Fachinformation Ursachen der Schlaflosigkeit, die sich gezielt behandeln lassen, abgeklärt und behandelt werden. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen nicht mit Zopiclon behandelt werden; Sicherheit und Wirksamkeit sind in dieser Altersgruppe nicht erwiesen. Zur primären Behandlung von Psychosen wird Zopiclon nicht empfohlen. Zopiclon ist verschreibungspflichtig. [1, 2, 4]
Wie wirkt Zopiclon?
Zopiclon ist ein Schlafmittel (Hypnotikum) aus der Gruppe der Cyclopyrrolone. Laut Fachinformation wirkt es beruhigend, schlaffördernd und angstlösend, außerdem muskelentspannend und gegen Krampfanfälle. Es bindet am Rezeptor-Komplex des Botenstoffs GABA, allerdings an einer anderen Stelle als die Benzodiazepine. Laut Embryotox wirkt Zopiclon als Schlafmittel, indem es die hemmende Wirkung des Botenstoffs GABA (Gamma-Aminobuttersäure) verstärkt. [2, 3]
Die Fachinformation ordnet Zopiclon den Benzodiazepin-verwandten Mitteln zu. Die S3-Leitlinie nennt Zopiclon und Zolpidem als die in Deutschland zugelassenen Z-Substanzen: Chemisch sind sie keine Benzodiazepine, sie binden aber an vergleichbare Stellen der GABA-Rezeptoren und ähneln den Benzodiazepinen in klinisch-pharmakologischer Hinsicht weitgehend. Die Leitlinie stammt in der Version 1.1 aus dem Jahr 2021, war laut eigener Angabe nur bis spätestens Ende Juli 2025 gültig und ist inzwischen abgelaufen. [2, 13]
Laut Fachinformation verkürzt Zopiclon die Zeit bis zum Einschlafen, verlängert die Durchschlafzeit und verringert das nächtliche und frühmorgendliche Erwachen. Die Wirkung setzt rasch ein; die höchsten Spiegel im Blut sind 1,5 bis 2 Stunden nach der Einnahme erreicht. Die Halbwertszeit, also die Zeit, in der sich der Spiegel im Blut halbiert, beträgt ca. 5 Stunden, bei älteren Menschen ca. 7 Stunden. Abgebaut wird Zopiclon vor allem über das Leberenzym CYP3A4; auch nach wiederholter Einnahme reichert es sich nicht im Körper an. [1, 2]
Wie sich Zopiclon und Zolpidem unterscheiden, zeigt der Vergleich Zolpidem oder Zopiclon. Einen Überblick über weitere Mittel, darunter Eszopiclon, gibt die Seite Schlafmittel.
Wann wirkt Zopiclon und wie lange wird behandelt?
Bei älteren oder geschwächten Menschen und bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion oder chronischer Atemschwäche sollte die Behandlung laut Packungsbeilage mit einer niedrigeren Dosis beginnen. Bessert sich die Schlafstörung nach 7 bis 14 Tagen nicht, nimmt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt weitere Untersuchungen vor, um die Ursachen zu klären. [1]
In bestimmten Fällen kann eine Behandlung über 4 Wochen hinaus erforderlich sein; sie sollte laut Fachinformation nicht ohne erneute Beurteilung durch die Ärztin oder den Arzt erfolgen. Wie lange Sie Zopiclon nehmen, legen Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt fest; mehr zur Dauer unter Wie lange werden Psychopharmaka genommen? [2]
- BeginnVor Beginn sollten behandelbare Ursachen der Schlaflosigkeit abgeklärt und behandelt werden. Laut Fachinformation ist es angebracht, Sie zu Beginn über die begrenzte Dauer der Behandlung zu informieren und Ihnen die allmähliche Verringerung der Dosis genau zu erklären. Bei älteren oder geschwächten Menschen sowie bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion oder chronischer Atemschwäche sollte die Behandlung mit einer niedrigeren Dosis beginnen.[1, 2]
- Erste WirkungZopiclon wird schnell aufgenommen; die höchste Konzentration im Blut ist laut Fachinformation nach 1,5 bis 2 Stunden erreicht. Bessert sich die Schlafstörung nach 7 bis 14 Tagen nicht, wird nach anderen körperlichen oder psychischen Ursachen gesucht. Nach wiederholter Einnahme über wenige Wochen kann die Wirkung von Schlafmitteln nachlassen (Toleranz); bei einer Behandlung unter 4 Wochen zeigte Zopiclon keine bemerkenswerte Toleranzentwicklung.[2]
- ErhaltungDie Behandlung sollte so kurz wie möglich sein und einschließlich der schrittweisen Absetzphase 4 Wochen nicht überschreiten. Eine Verlängerung sollte laut Fachinformation nur nach erneuter ärztlicher Beurteilung erfolgen: Zopiclon kann zu Missbrauch sowie zu körperlicher und seelischer Abhängigkeit führen, und das Risiko steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung.[1, 2]
- AbsetzenLaut Fachinformation wird empfohlen, die Behandlung durch schrittweise Verringerung der Dosis zu beenden, weil das Risiko für Absetz- und Entzugserscheinungen nach plötzlichem Beenden höher ist, besonders nach längerer Behandlung. Auch beim plötzlichen Beenden einer kürzeren Behandlung können die Schlafstörungen vorübergehend verstärkt zurückkehren (Rebound), begleitet von Stimmungswechseln, Angst und Unruhe; bei Einhaltung von Dosierung und Anwendungsdauer ist dieses Risiko gering. Wann und wie, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[1, 2]
Nebenwirkungen im Blick
Häufig sind laut Packungsbeilage Benommenheit am folgenden Tag, ein bitterer Geschmack und Mundtrockenheit. Je nach persönlicher Empfindlichkeit und Dosis können vor allem zu Beginn der Behandlung Nebenwirkungen auftreten, besonders solche, die das zentrale Nervensystem betreffen; in der Regel verringern sich diese Beschwerden im Laufe der Behandlung. Selten ist Hinfallen, vorwiegend bei älteren Menschen. [1, 2]
Schlafmittel können zeitlich begrenzte Gedächtnislücken verursachen (anterograde Amnesie): Meist einige Stunden nach der Einnahme führen Betroffene unter Umständen Handlungen aus, an die sie sich später nicht erinnern. Das Risiko steigt mit der Dosis, wenn Sie nach der Einnahme nicht gleich zu Bett gehen oder wenn der Schlaf unterbrochen wird. Was das Risiko verringern kann, steht unter Was Sie bei Nebenwirkungen tun können. [1, 2]
Mit der Häufigkeit "nicht bekannt" führt die Fachinformation unter anderem eine emotionale Dämpfung, Störungen von Erinnerungsvermögen, Aufmerksamkeit und Sprechen, Doppeltsehen, eine Beeinträchtigung der Atmung (Atemdepression), Delirium und Abhängigkeit auf; beim Beenden der Behandlung können dann Entzugs- und Rebound-Erscheinungen auftreten. Zu Schlafwandeln und anderem ungewöhnlichem Verhalten im Schlaf steht mehr unter Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen, zu Absetzbeschwerden unter Einnahme und Absetzen. [2]
Nebenwirkungen im Blick
Höchste Häufigkeitsangabe der Produktinformation für Beschwerden, nach denen bei Psychopharmaka oft gefragt wird.
- MüdigkeitHäufig
- Schlafstörungennicht genannt
- Unruhe und NervositätGelegentlich
- Gewichtszunahmenicht genannt
- Weniger oder veränderte Lust auf SexSelten
- Erektionsstörungennicht genannt
- MundtrockenheitHäufig
- Vermehrtes Schwitzennicht genannt
- ÜbelkeitGelegentlich
- SchwindelGelegentlich
- Zitternnicht genannt
- Bewegungsstörungennicht genannt
- Herzrhythmus und QT-Zeitnicht genannt
- Natriummangelnicht genannt
- AbhängigkeitNicht bekannt
- Sitzunruhe (Akathisie)nicht genannt
"Nicht genannt" heißt: Die Produktinformation führt die Beschwerde nicht als Nebenwirkung mit Häufigkeitsangabe auf; Hinweise ohne Häufigkeit stehen im Text der Seite. Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht. Alle Nebenwirkungen von Zopiclon nach Häufigkeit auf Med-Nebenwirkungen.de.
Die häufigsten Nebenwirkungen
- Häufig: Benommenheit am folgenden Tag[1, 2]
- Häufig: Geschmacksstörung (bitterer Geschmack)[1, 2]
- Häufig: Mundtrockenheit[1, 2]
Alle Nebenwirkungen von Zopiclon nach Häufigkeit auf Med-Nebenwirkungen.de
Was Angaben wie "häufig" oder "selten" bedeuten, zeigt der Häufigkeits-Übersetzer. Ausführlicher zu einzelnen Beschwerden: Müdigkeit, emotionale Abstumpfung und Absetzsymptome.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Von Menschen, die Zopiclon eingenommen hatten und nicht vollständig wach waren, wurden Schlafwandeln und damit verbundene Verhaltensweisen berichtet: schlafwandelndes oder übermüdetes Autofahren ("Schlaffahren"), Zubereiten und Essen von Mahlzeiten, Telefonieren und Geschlechtsverkehr, an die sich die Betroffenen später nicht erinnern konnten. Laut Fachinformation kann das nach der ersten oder nach jeder weiteren Einnahme auftreten. Alkohol und andere dämpfende Arzneimittel scheinen das Risiko zu erhöhen, ebenso Dosierungen über der empfohlenen Höchstdosis. Laut Packungsbeilage kann solches Verhalten aber auch ohne Alkohol oder andere müde machende Arzneimittel auftreten, und es kann sein, dass Sie sich am nächsten Morgen nicht daran erinnern. [1, 2]
Bemerken Sie eine dieser Verhaltensweisen, brechen Sie die Behandlung laut Packungsbeilage sofort ab und wenden sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Die Fachinformation begründet den sofortigen Abbruch mit dem Risiko für die behandelte Person selbst und für andere Menschen. Wer nach einer früheren Einnahme von Zopiclon schon einmal so reagiert hat, darf es nicht wieder einnehmen. [1, 2]
Einige Studien zeigen bei Menschen, die bestimmte Schlaf- oder Beruhigungsmittel einschließlich Zopiclon einnahmen, ein erhöhtes Risiko für Suizidgedanken, Suizidversuche und Suizid; ob das durch das Arzneimittel verursacht wird oder andere Gründe hat, ist nicht bewiesen. Wird eine Depression nicht mit Antidepressiva behandelt, können sich die depressiven Beschwerden unter Zopiclon unter Umständen verstärken, und die Suizidgefahr kann dadurch steigen; eine bisher unerkannte Depression kann zutage treten. Treten bei Ihnen Gedanken auf, sich das Leben zu nehmen, wenden Sie sich laut Packungsbeilage unverzüglich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Sofort erreichbar sind auch die folgenden Hilfsangebote. [1, 2]
Was Ihnen in einer Krise hilft und wen Sie anrufen können, lässt sich vorab im Krisenplan festhalten. Mehr zur Erkrankung unter Depression.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Ändern Sie die Dosis nicht selbst. Laut Packungsbeilage nehmen Sie die Filmtablette abends direkt vor dem Schlafengehen unzerkaut mit etwas Flüssigkeit ein und in derselben Nacht keine weitere Dosis. Eine ausreichend lange, ununterbrochene Schlafdauer von 7 bis 8 Stunden und die Einnahme unmittelbar vor dem Schlafengehen können das Risiko von Gedächtnislücken verringern. [1, 2]
Bei Unruhe, gesteigertem Bewegungsdrang, Verwirrtheit, Reizbarkeit, Aggressivität, Wut, Albträumen, Sinnestäuschungen, Wahnvorstellungen oder auffälligem Verhalten informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Solche sogenannten paradoxen Reaktionen kommen laut Packungsbeilage in Einzelfällen vor, meist bei älteren Menschen; in solchen Fällen sollte die Ärztin oder der Arzt die Behandlung beenden. [1, 2]
Benommenheit am folgenden Tag ist häufig. Was das für Autofahren und Arbeit an Maschinen bedeutet, steht unter Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft. Beschwerden und Schlaf können Sie im Stimmungs- und Nebenwirkungstagebuch notieren und mit den Fragen fürs Arztgespräch den nächsten Termin vorbereiten; alle Mittel, die Sie nehmen, hält der Medikationsplan fest. [1]
Kontrollen während der Behandlung
Bessert sich die Schlafstörung nach 7 bis 14 Tagen nicht, sollten Sie laut Fachinformation (gegebenenfalls wiederholt) auf mögliche zugrunde liegende psychische oder körperliche Erkrankungen untersucht werden. Eine Behandlung über 4 Wochen hinaus sollte nicht ohne erneute ärztliche Beurteilung erfolgen. Wer gleichzeitig Opioide nimmt, sollte engmaschig auf Zeichen einer Atemdämpfung und starker Beruhigung (Sedierung) überwacht werden; die Fachinformation empfiehlt dringend, auch Bezugspersonen über diese Zeichen zu informieren. [2]
| Untersuchung | Wann oder warum |
|---|---|
| Prüfung, ob die Behandlung weiter nötig ist | Bei fehlender Besserung nach 7 bis 14 Tagen Untersuchung auf andere Ursachen; vor einer Behandlung über 4 Wochen hinaus erneute ärztliche Beurteilung[1, 2] |
| Engmaschige Überwachung auf Abflachung der Atmung und starke Beruhigung | Bei gleichzeitiger Anwendung von Opioiden[2] |
Welche Kontrollen bei Ihnen nötig sind und wie oft, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
Mehr dazu unter Kontrollen während der Behandlung.
Wechselwirkungen
Zusammen mit Opioiden, also starken Schmerzmitteln, Mitteln zur Substitutionstherapie und einigen Hustenmitteln, steigt das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression) und Koma; das kann lebensbedrohlich sein. Die gleichzeitige Anwendung sollte laut Packungsbeilage nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt. Gegenseitig verstärken kann sich die dämpfende Wirkung mit Schlaf-, Beruhigungs-, zentral wirksamen Schmerz- und Narkosemitteln, Neuroleptika, Antidepressiva, Lithium, Mitteln gegen Anfallsleiden, müde machenden Mitteln gegen Allergien und angstlösenden Mitteln. Zusammen mit Narkoanalgetika, Schmerzmitteln gegen mittelschwere bis schwere Schmerzen, kann sich eine Abhängigkeit schneller entwickeln. [1, 2]
Mittel, die das Leberenzym CYP3A4 hemmen, zum Beispiel Cimetidin, Erythromycin, Clarithromycin, Ketoconazol, Itraconazol oder Ritonavir, können die Wirkung von Zopiclon verstärken. Mittel, die es anregen, zum Beispiel Rifampicin, Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin oder Johanniskraut, können sie abschwächen. Gegebenenfalls muss die Dosis von Zopiclon dann angepasst werden. [1, 2]
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Opioide (starke Schmerzmittel, Mittel zur Substitutionstherapie und einige Hustenmittel) | Höheres Risiko für Schläfrigkeit, Atemdämpfung (Atemdepression) und Koma; kann lebensbedrohlich sein[1, 2] | Gleichzeitige Anwendung nur, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt; Dosis und Dauer begrenzt die Ärztin oder der Arzt; Angehörige können auf die Anzeichen achten |
| Andere dämpfende Mittel: Schlaf-, Beruhigungs-, zentral wirksame Schmerz- und Narkosemittel, Neuroleptika, Antidepressiva, Lithium, Antiepileptika, müde machende Antihistaminika, angstlösende Mittel | Die dämpfenden Wirkungen können sich gegenseitig verstärken[1, 2] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Starke Schmerzmittel aus der Gruppe der Narkoanalgetika | Kann eine Abhängigkeit schneller entstehen lassen[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Muskelentspannende Mittel (Muskelrelaxanzien) | Deren Wirkung wird verstärkt[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Mittel, die das Leberenzym CYP3A4 hemmen, z. B. Cimetidin, Erythromycin, Clarithromycin, Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir | Mehr Zopiclon im Blut, die Wirkung kann sich verstärken[1, 2] | Gegebenenfalls muss die Ärztin oder der Arzt die Zopiclon-Dosis verringern |
| Mittel, die CYP3A4 anregen, z. B. Rifampicin, Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Johanniskraut | Weniger Zopiclon im Blut, die Wirkung kann nachlassen[1, 2] | Gegebenenfalls muss die Ärztin oder der Arzt die Zopiclon-Dosis erhöhen |
| Alkohol | Alkohol kann die Wirkung von Zopiclon unvorhersehbar verändern und verstärken; Fahrtüchtigkeit und Bedienen von Maschinen werden zusätzlich beeinträchtigt, und das Risiko für Schlafwandeln steigt[1, 2] | Während der Behandlung keinen Alkohol trinken |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen anwenden können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Was beim gleichzeitigen Einsatz mehrerer Psychopharmaka gilt, steht unter Psychopharmaka kombinieren; zu Eingriffen mit Narkose unter Psychopharmaka vor einer Operation.
Wer Zopiclon nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Nicht anwenden bei
- Allergie gegen Zopiclon oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Krankhafte Muskelschwäche (Myasthenia gravis)[1, 2]
- Schwere Störungen der Atemfunktion[1, 2]
- Häufiges Aussetzen der Atmung im Schlaf (schweres Schlafapnoe-Syndrom)[1, 2]
- Schwere Leberschäden (Gefahr einer Gehirnerkrankung)[1, 2]
- Schlafwandeln oder andere ungewöhnliche Verhaltensweisen im Schlaf nach früherer Einnahme von Zopiclon[1, 2]
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren[1, 2]
Besondere Vorsicht bei
- Ursachen der Schlafstörung sollten vor Behandlungsbeginn abgeklärt und zunächst behandelt werden; bessert sich der Schlaf nach 7 bis 14 Tagen nicht, sucht die Ärztin oder der Arzt weiter nach Ursachen[1, 2]
- Seelische Erkrankung oder Missbrauch von Alkohol, Drogen oder Medikamenten in der Vorgeschichte: höheres Risiko für Missbrauch und Abhängigkeit. Bei Missbrauch von Alkohol, Drogen oder Medikamenten oder einer Abhängigkeit davon, auch früher, Anwendung nur mit äußerster Vorsicht[1, 2]
- Depression oder von Depression begleitete Angstzustände: Die depressiven Beschwerden können sich verstärken, wenn die Grunderkrankung nicht mit Antidepressiva behandelt wird; eine bisher unerkannte Depression kann zutage treten. Einige Studien zeigen unter bestimmten Schlaf- und Beruhigungsmitteln, einschließlich Zopiclon, ein erhöhtes Risiko für Suizidgedanken, Suizidversuch und Suizid; ob das Arzneimittel die Ursache ist, ist nicht bewiesen[1, 2]
- Psychosen: Zopiclon wird zu ihrer primären Behandlung nicht empfohlen[1, 2]
- Beeinträchtigte Lungenfunktion; bei chronischer Atemschwäche wird mit einer niedrigeren Dosis begonnen[1, 2]
- Störungen der Leber- oder Nierenfunktion: Vorsicht, gegebenenfalls niedrigere Dosis[1, 2]
- Ältere Menschen: Vorsicht und gegebenenfalls niedrigere Dosis; Hinfallen betrifft vor allem ältere Menschen[1, 2]
- Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Tabletten enthalten Lactose[1, 2]
Bei älteren Menschen ist laut Packungsbeilage Vorsicht geboten und gegebenenfalls eine niedrigere Dosis nötig; Hinfallen betrifft vorwiegend ältere Menschen. Mehr dazu unter Psychopharmaka im Alter. [1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Trinken Sie während der Behandlung keinen Alkohol. Laut Fachinformation kann Alkohol die Wirkung von Zopiclon in nicht vorhersehbarer Weise verändern und verstärken; Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, werden durch diese Kombination zusätzlich beeinträchtigt. Alkohol scheint außerdem das Risiko für Schlafwandeln und ähnliches Verhalten zu erhöhen. Mehr dazu unter Psychopharmaka und Alkohol. [1, 2]
Zopiclon hat laut Fachinformation großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen. Am Morgen nach der Einnahme können Benommenheit, eine verlängerte Reaktionszeit, Schwindel, Schläfrigkeit, verschwommenes oder doppeltes Sehen und eine verminderte Aufmerksamkeit die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Auch bei alleiniger Anwendung in den für die Behandlung vorgesehenen Dosen war die Verkehrstüchtigkeit eingeschränkt, und es kam zu schlafwandelndem oder übermüdetem Fahren ("Schlaffahren"). [2]
Laut Packungsbeilage sollten Sie sich nach der Einnahme mindestens 12 Stunden lang nicht in gefährliche Situationen begeben, die Ihre volle Aufmerksamkeit oder Bewegungskoordination erfordern, etwa ein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen; die Fachinformation nennt dazu auch Arbeiten in der Höhe. Über 12 Stunden hinaus gibt es keine Untersuchungen zur Fahrtüchtigkeit, daher kann es bei einzelnen Menschen ratsam sein, solche Tätigkeiten am Tag nach der Einnahme auch länger zu meiden. Das Risiko für Beeinträchtigungen am Folgetag steigt, wenn Sie eine höhere als die empfohlene Dosis nehmen oder wenn andere dämpfende Mittel, Mittel, die den Zopiclon-Spiegel im Blut erhöhen, Alkohol oder Drogen hinzukommen. [1, 2] Nach § 316 StGB macht sich strafbar, wer im Verkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, es sicher zu führen; das gilt auch bei Fahrlässigkeit. [12] Die Ausnahme für bestimmungsgemäß eingenommene, für einen konkreten Krankheitsfall verschriebene Arzneimittel in § 24a Abs. 4 StVG bezieht sich nur auf bestimmte Ordnungswidrigkeiten nach § 24a StVG. [11] Mehr dazu unter Psychopharmaka und Autofahren.
In der Schwangerschaft wird die Einnahme laut Packungsbeilage nicht empfohlen; wenn Sie schwanger sind, es vermuten oder eine Schwangerschaft planen, fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat. Frauen im gebärfähigen Alter sollten laut Fachinformation aufgefordert werden, sich wegen einer Beendigung der Behandlung an ihre Ärztin oder ihren Arzt zu wenden, wenn sie schwanger werden möchten oder eine Schwangerschaft vermuten. Embryotox gibt den Erfahrungsumfang mit Zopiclon in der Schwangerschaft als hoch an; zur Stillzeit liegen dort publizierte Erfahrungen zu 16 Mutter-Kind-Paaren vor. Beenden Sie die Einnahme nicht ohne Rücksprache. Allgemeines unter Psychopharmaka in der Schwangerschaft und in der Stillzeit. [1, 2, 3]
Die Anwendung von Zopiclon kann zu Missbrauch sowie zu körperlicher und seelischer Abhängigkeit führen. Das Risiko steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung und ist laut Packungsbeilage größer, wenn Zopiclon länger als 4 Wochen angewendet wird. Höher ist es auch bei Menschen mit einer seelischen Erkrankung oder mit Missbrauch von Alkohol, Drogen oder Medikamenten in der Vorgeschichte; informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn das auf Sie zutrifft oder früher zutraf. Mehr dazu unter Machen Psychopharmaka abhängig? und Abhängigkeit von Beruhigungs- und Schlafmitteln. [1, 2]
Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft wird die Einnahme nicht empfohlen. Einige Studien zeigen ein möglicherweise erhöhtes Risiko für Lippen- und Gaumenspalten. Bei Einnahme im zweiten und/oder letzten Schwangerschaftsdrittel können beim ungeborenen Kind verminderte Bewegungen und eine verminderte Anpassungsfähigkeit der Herzfrequenz auftreten; bei Einnahme am Ende der Schwangerschaft oder während der Geburt beim Neugeborenen Muskelschwäche, niedrige Körpertemperatur, Ernährungsschwierigkeiten und eine gedämpfte Atmung. Nach regelmäßiger Einnahme im späteren Verlauf der Schwangerschaft kann das Baby körperlich abhängig sein und Entzugserscheinungen wie Unruhe oder Zittern entwickeln; es sollte nach der Geburt sorgfältig überwacht werden.[1, 2]
Laut Embryotox ist der Erfahrungsumfang in der Schwangerschaft hoch: Studien zu mehr als 1.600 Schwangerschaften ergaben keine Hinweise auf Fehlbildungen nach Einnahme im ersten Schwangerschaftsdrittel. Bei regelmäßiger Einnahme bis kurz vor der Entbindung ist mit Anpassungsstörungen beim Neugeborenen zu rechnen. Wurde Zopiclon in den Wochen vor der Entbindung eingenommen, ist in den ersten Lebenstagen auf Anpassungsstörungen zu achten, bei längerfristiger Anwendung auch auf Entzugssymptome; die Entbindung sollte deshalb in einer Klinik mit Neugeborenenmedizin (Neonatologie) erfolgen. Embryotox hält eine kurzzeitige Anwendung in der Schwangerschaft gegebenenfalls für akzeptabel, wenn die Notwendigkeit kritisch geprüft wurde; besonders in den Wochen vor der Entbindung oder wenn ein Schlafmittel längerfristig nötig ist, sollten laut Embryotox jedoch besser geeignete Mittel ohne Abhängigkeitspotenzial bevorzugt werden. Als Beispiele nennt Embryotox je nach psychischer Grunderkrankung Mirtazapin, Amitriptylin, Quetiapin oder Promethazin. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Obwohl die Konzentration in der Muttermilch sehr niedrig ist, sollte Zopiclon in der Stillzeit nicht angewendet werden.[1, 2]
Laut Embryotox liegen publizierte Erfahrungen zu 16 Mutter-Kind-Paaren vor; meist wurden dabei nach einer einzelnen Einnahme die Wirkstoffmengen untersucht, ohne dass die Kinder währenddessen gestillt wurden. Embryotox hält Stillen bei kurzzeitiger alleiniger Behandlung ohne Überschreiten der zugelassenen Tageshöchstdosis und bei guter Beobachtung des Kindes für akzeptabel; bisher wurden keine Beschwerden bei gestillten Kindern berichtet. Treten beim Kind anders nicht erklärbare Beschwerden wie Schläfrigkeit (Sedierung), Trinkschwäche oder Unruhe neu auf, sollten ein Kinderarzt und Embryotox kontaktiert werden. Ist ein Schlafmittel längerfristig nötig, sollten laut Embryotox besser geeignete Mittel bevorzugt werden. Embryotox nennt dafür je nach psychiatrischer Grunderkrankung zum Beispiel Mirtazapin, Amitriptylin oder Quetiapin. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Trinken Sie während der Behandlung keinen Alkohol: Er kann die Wirkung von Zopiclon unvorhersehbar verändern und verstärken und beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen zusätzlich. Alkohol scheint außerdem das Risiko für Schlafwandeln und ähnliches Verhalten zu erhöhen.[1, 2]
Autofahren und Maschinen
Zopiclon hat großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit, etwa durch schlafwandelndes oder übermüdetes Fahren ("Schlaffahren"). Am Tag nach der Einnahme können Sie benommen, schläfrig, schwindelig oder verwirrt sein, langsamer entscheiden, verschwommen oder doppelt sehen und weniger aufmerksam sein. Für mindestens 12 Stunden nach der Einnahme sollten Sie kein Fahrzeug führen, keine Maschinen bedienen und nicht in der Höhe arbeiten. Über 12 Stunden hinaus liegen keine Untersuchungen zur Fahrtüchtigkeit vor; im Einzelfall kann es daher ratsam sein, solche Tätigkeiten am folgenden Tag auch länger zu meiden. Das Risiko für Beeinträchtigungen am Folgetag, auch der Verkehrstüchtigkeit, ist erhöht, wenn Zopiclon weniger als 12 Stunden vor Tätigkeiten eingenommen wurde, die volle Aufmerksamkeit erfordern, wenn eine höhere als die empfohlene Dosis eingenommen wurde oder bei gleichzeitiger Einnahme anderer dämpfender Mittel, von Mitteln, die den Zopiclon-Spiegel im Blut erhöhen, von Alkohol oder Drogen.[1, 2]
Anwendung
Die Tablette abends unmittelbar vor dem Schlafengehen unzerkaut mit etwas Flüssigkeit einnehmen und in derselben Nacht keine weitere Dosis nehmen. Eine ausreichend lange, ununterbrochene Schlafdauer von 7 bis 8 Stunden kann das Risiko von Gedächtnislücken verringern.[1, 2]
Einnahme vergessen: die versäumte Dosis nicht nachholen, sondern wie verordnet fortsetzen.[1]
Absetzen
Unterbrechen oder beenden Sie die Einnahme nicht, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen. Empfohlen wird, die Behandlung durch schrittweise Verringerung der Dosis zu beenden: Auch beim plötzlichen Beenden einer kürzeren Behandlung können die Schlafstörungen vorübergehend verstärkt zurückkehren (Rebound-Schlaflosigkeit), möglicherweise begleitet von Stimmungswechseln, Angstzuständen und Unruhe.[1, 2]
Hat sich eine körperliche Abhängigkeit entwickelt, wird ein plötzlicher Abbruch der Behandlung von Entzugserscheinungen begleitet. Sie können sich in Kopfschmerzen, Herzklopfen oder Herzrasen, Muskelschmerzen, außergewöhnlicher Angst, Anspannung, innerer Unruhe, gesteigertem Bewegungsdrang, Albträumen, Verwirrtheit und Reizbarkeit äußern; in schweren Fällen außerdem in Realitätsverlust, Persönlichkeitsstörungen, Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und Berührung, Taubheit und Kribbeln in Armen und Beinen, beschleunigtem Herzschlag (Tachykardie), Delirium und Sinnestäuschungen. Laut Packungsbeilage können in sehr seltenen Fällen epileptische Anfälle auftreten, laut Fachinformation in schweren Fällen.[1, 2]
Überdosierung
Bei einer Überdosierung oder Vergiftung können Schläfrigkeit, Benommenheit, Sehstörungen, undeutliches Sprechen, Blutdruckabfall, Gang- und Bewegungsunsicherheit, Muskelschwäche und verminderte Muskelspannung auftreten, bei schwerer Vergiftung Tiefschlaf bis Bewusstlosigkeit, Störungen der Atmung und Kreislaufkollaps. Schwere Begleiterkrankungen oder ein sehr schlechter Allgemeinzustand können die Beschwerden verstärken. Bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort den Notruf 112 oder einen Giftnotruf verständigen.[1, 2]
Einnahme und Absetzen
Unterbrechen oder beenden Sie die Einnahme laut Packungsbeilage nicht, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber zu sprechen. Eine vergessene Dosis holen Sie nicht nach; setzen Sie die Einnahme wie verordnet fort. [1]
Empfohlen wird, die Behandlung durch schrittweise Verringerung der Dosis zu beenden, weil das Risiko für Entzugs- und Absetzerscheinungen nach plötzlichem Beenden höher ist, besonders nach einer längeren Behandlung. Auch beim plötzlichen Beenden einer kürzeren Behandlung können die Schlafstörungen vorübergehend verstärkt zurückkehren (Rebound-Schlaflosigkeit), begleitet von Stimmungswechseln, Angst und Unruhe. Laut Fachinformation ist es wichtig, dass Sie um diese Möglichkeit wissen, weil das die Angst vor solchen Beschwerden verringern kann. Werden die Empfehlungen zu Dosierung und Anwendungsdauer eingehalten, ist das Risiko für Entzugs- oder Rebound-Erscheinungen gering. [1, 2]
Hat sich eine körperliche Abhängigkeit entwickelt, wird ein plötzlicher Abbruch der Behandlung von Entzugserscheinungen begleitet, etwa Kopf- und Muskelschmerzen, Herzklopfen oder Herzrasen, außergewöhnlicher Angst, Anspannung, innerer Unruhe, Verwirrtheit und Reizbarkeit. In schweren Fällen können laut Fachinformation unter anderem Realitätsverlust, Persönlichkeitsstörungen, Überempfindlichkeit gegen Licht, Geräusche und Berührung, Taubheit und Kribbeln in Armen und Beinen, Halluzinationen und epileptische Anfälle hinzukommen. [1, 2]
Laut S3-Leitlinie Medikamentenbezogene Störungen soll das Absetzen von Benzodiazepinen und Z-Substanzen nach regelmäßiger, längerer Einnahme schrittweise erfolgen; die Leitlinie war laut eigener Angabe nur bis spätestens Ende Juli 2025 gültig und ist inzwischen abgelaufen. Absetzen und ein Wechsel auf ein anderes Mittel geschehen immer gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Ausführlich: Benzodiazepine und Z-Substanzen absetzen und Absetzsymptome. [13]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage nennt die Tagesdosis für Erwachsene, eine niedrigere Anfangsdosis für ältere oder geschwächte Menschen, bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion und bei chronischer Atemschwäche sowie die Höchstdauer der Behandlung. Die Tablette kann laut Packungsbeilage in gleiche Dosen geteilt werden. Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. [1]
Präparate mit Zopiclon
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Ximovan | ||
| Zopiclon-ratiopharm | ratiopharm GmbH | Filmtabletten mit 7,5 mg, verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Zopiclon-ratiopharm 7,5 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2023. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Zopiclon-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2024. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox: Zopiclon. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
- Gesetz Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Zopiclon. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 10.10.2026
- Gesetz § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): 0,5 Promille-Grenze, Tetrahydrocannabinol-Grenzwert. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
- Gesetz § 316 Strafgesetzbuch (StGB): Trunkenheit im Verkehr. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
- Leitlinie S3-Leitlinie Medikamentenbezogene Störungen, Langfassung, Version 1.1 (AWMF-Register-Nr. 038-025), Kapitel 3.2 (Benzodiazepine und verwandte Substanzen). Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht). Stand Version 1.1, Stand 14.01.2021 (gültig bis Ende Juli 2025). abgerufen am 23.10.2026
Weiterführend Alle Nebenwirkungen von Zopiclon nach Häufigkeit auf Med-Nebenwirkungen.de
Häufige Fragen
Wie schnell wirkt Zopiclon?
Laut Fachinformation setzt die Wirkung rasch ein; die höchsten Spiegel im Blut sind 1,5 bis 2 Stunden nach der Einnahme erreicht. Laut Packungsbeilage nehmen Sie die Tablette abends unmittelbar vor dem Schlafengehen ein und in derselben Nacht keine weitere Dosis. Bessert sich die Schlafstörung nach 7 bis 14 Tagen nicht, nimmt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt weitere Untersuchungen vor, um die Ursachen zu klären.
Wie hoch ist die Dosis von Zopiclon?
Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Was die Packungsbeilage für Erwachsene, für ältere oder geschwächte Menschen und bei Leber-, Nieren- oder Atemproblemen nennt, steht im Abschnitt Dosierung laut Packungsbeilage. Ändern Sie die Dosis nicht selbst und nehmen Sie in derselben Nacht keine weitere Tablette.
Ab wann macht Zopiclon abhängig?
Einen festen Zeitpunkt nennt die Fachinformation nicht. Zopiclon kann zu Missbrauch sowie zu körperlicher und seelischer Abhängigkeit führen; das Risiko steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung und ist laut Packungsbeilage größer, wenn Zopiclon länger als 4 Wochen angewendet wird. Höher ist es auch bei seelischen Erkrankungen und bei früherem Missbrauch von Alkohol, Drogen oder Medikamenten. Mehr dazu unter Machen Psychopharmaka abhängig?
Wie setzt man Zopiclon ab?
Nur nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Empfohlen wird, die Behandlung durch schrittweise Verringerung der Dosis zu beenden, weil das Risiko für Entzugs- und Absetzerscheinungen nach plötzlichem Beenden höher ist, besonders nach längerer Behandlung. Auch nach einer kürzeren Behandlung können die Schlafstörungen bei plötzlichem Beenden vorübergehend verstärkt zurückkehren, begleitet von Stimmungswechseln, Angst und Unruhe. Wie das Absetzen bei Ihnen aussieht, legen Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt fest.
Darf ich mit Zopiclon Alkohol trinken?
Nein. Die Packungsbeilage sagt: Trinken Sie während der Einnahme keinen Alkohol. Alkohol kann die Wirkung von Zopiclon in nicht vorhersehbarer Weise verändern und verstärken; Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, werden dadurch zusätzlich beeinträchtigt. Laut Fachinformation scheint Alkohol außerdem das Risiko für Schlafwandeln und ähnliches Verhalten zu erhöhen. Mehr unter Psychopharmaka und Alkohol.
Wirkt Zopiclon am nächsten Tag noch nach?
Das ist möglich: Benommenheit am folgenden Tag gehört laut Packungsbeilage zu den häufigen Nebenwirkungen, kann also bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen. Am Tag nach der Einnahme können Sie sich benommen, schläfrig, schwindelig oder verwirrt fühlen, langsamer entscheiden, verschwommen oder doppelt sehen und weniger aufmerksam sein. Für mindestens 12 Stunden nach der Einnahme sollten Sie laut Packungsbeilage kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen; über 12 Stunden hinaus gibt es keine Untersuchungen zur Fahrtüchtigkeit, und bei einzelnen Menschen kann es ratsam sein, solche Tätigkeiten am Folgetag auch länger zu meiden.
Kann man mit Zopiclon zunehmen?
Gewichtszunahme nennen Packungsbeilage und Fachinformation von Zopiclon nicht als Nebenwirkung. Häufig sind laut Packungsbeilage Benommenheit am folgenden Tag, ein bitterer Geschmack und Mundtrockenheit. Bemerken Sie Veränderungen, die Sie beunruhigen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Darf ich Zopiclon in der Schwangerschaft nehmen?
Laut Packungsbeilage wird die Einnahme in der Schwangerschaft nicht empfohlen. Einige Studien zeigten ein möglicherweise erhöhtes Risiko für Lippen- und Gaumenspalten; nach Einnahme am Ende der Schwangerschaft oder während der Geburt können beim Baby unter anderem Muskelschwäche und Schwierigkeiten bei der Atmung auftreten. Embryotox hält eine kurzzeitige Anwendung nach kritischer Prüfung gegebenenfalls für akzeptabel; besonders in den Wochen vor der Entbindung oder bei längerfristigem Bedarf sollten laut Embryotox besser geeignete Mittel ohne Abhängigkeitspotenzial bevorzugt werden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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