Behandlung
Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS)
Bei der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) erzeugt eine Spule am Kopf wiederholt Magnetimpulse, die Nervenzellen im Gehirn anregen; Sie sind dabei wach und brauchen keine Narkose. Laut Nationaler VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression kann eine rTMS zusätzlich angeboten werden, wenn ein Antidepressivum allein nicht wirkt, und sie sollte bei therapieresistenten depressiven Episoden angeboten werden. Typisch sind 5 Sitzungen pro Woche über 3 bis 6 Wochen; häufigste Nebenwirkungen sind Missempfindungen an der behandelten Stelle und vorübergehende Kopfschmerzen.

Die repetitive transkranielle Magnetstimulation, kurz rTMS, regt Nervenzellen im Gehirn mit starken, pulsierenden Magnetfeldern an. Sie gehört zu den neurostimulatorischen Verfahren, auch Hirnstimulationsverfahren genannt [1, 2]. Die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Unipolare Depression nennt sie für Menschen, deren Depression auf ein einzelnes Antidepressivum oder auf mehrere Behandlungen nicht angesprochen hat [1]. Eine Narkose ist nicht nötig, Sie sind während der Behandlung wach [1, 2]. Das Patientenblatt der NVL empfiehlt, gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu besprechen, ob eine rTMS für Sie geeignet ist, und sich Nutzen und Nebenwirkungen erklären zu lassen [3].
Wie eine rTMS funktioniert
Bei der rTMS wird eine Spule außen an die Kopfhaut angelegt. Sie erzeugt elektromagnetische Impulse, die wiederholt abgegeben werden; das Magnetfeld entsteht jeweils nur für kurze Zeit, und Sie spüren es laut Patientenblatt nicht [1, 3]. Die Hirnstimulationsverfahren beruhen laut NVL zumindest teilweise auf Kenntnissen darüber, wie psychische Erkrankungen im Körper ablaufen, und zielen unter anderem darauf, Fehlregulationen in bestimmten Bereichen des Gehirns zu normalisieren [1].
Unter dem Begriff rTMS fasst die NVL mehrere Verfahren zusammen. Sie unterscheiden sich darin, welche Hirnregion angeregt wird, und in Frequenz, Stärke und zeitlichem Abstand der Magnetimpulse. Beispiele sind die Stimulation einer bestimmten Region im vorderen Teil der linken Hirnhälfte mit hoher Frequenz oder derselben Region rechts mit niedriger Frequenz, die beidseitige rTMS, die tiefe TMS, die mit einer besonderen Spule auch tiefer liegende Hirnregionen erreicht, und die Theta-Burst-Stimulation mit kurzen Folgen sehr schneller Impulse [1]. Die Verfahren sind laut NVL sehr unterschiedlich und ändern sich schnell. Die Leitlinie trifft deshalb keine Aussage, welches Verfahren gewählt werden soll, und überlässt das den Behandelnden; die Auswahl von Ort und Art der Stimulation soll ein spezialisiertes Zentrum treffen ("soll") [1].
Wann die Leitlinie eine rTMS nennt
Die NVL Unipolare Depression in der Version 3.2 vom Juli 2023 (gültig bis 29. September 2027) gibt an zwei Stellen Empfehlungen zur rTMS. Ihre Empfehlungen lauten "soll" für eine starke, "sollte" für eine abgeschwächte und "kann" für eine offene Empfehlung; ob eine Empfehlung im Einzelfall passt, muss laut NVL in der individuellen Situation geprüft werden [1].
| Situation | Was die NVL empfiehlt | Empfehlungsgrad |
|---|---|---|
| kein Ansprechen auf eine Behandlung mit einem einzelnen Antidepressivum | zusätzlich zum Antidepressivum eine rTMS (Augmentation) [1] | "kann angeboten werden" |
| therapieresistente depressive Episode | eine rTMS [1] | "sollte angeboten werden" |
| Auswahl der rTMS-Methode | Stimulationsort und Stimulationsart durch ein spezialisiertes Zentrum [1] | "soll" |
Wirkt ein erstes Antidepressivum nicht, bewertet die Leitliniengruppe die Aussagesicherheit der Studien zur rTMS als sehr niedrig, weil darin meist nur wenige Menschen mit nur einer Vorbehandlung waren. Die Auswertungen deuten laut NVL übereinstimmend darauf hin, dass die Wirksamkeit mit der Zahl der vorherigen Behandlungen sinkt. Für die rTMS spricht aus Sicht der Leitliniengruppe der schnelle Wirkungseintritt, wobei unklar ist, wie lange die Wirkung anhält. Allerdings ist sie aufwändiger als die meisten anderen Möglichkeiten und wird in Deutschland bisher nur an wenigen Kliniken angeboten. Insgesamt hält die Leitliniengruppe eine offene Empfehlung für gerechtfertigt [1]. Laut Patientenleitlinie weisen Studien darauf hin, dass eine zusätzliche rTMS die Wirkung des Medikaments verbessern kann, die Aussagekraft ist aber sehr niedrig [2]. Die anderen Möglichkeiten in dieser Lage beschreibt die Seite Wenn ein Antidepressivum nicht wirkt.
Bei therapieresistenten Episoden reicht die Aussagesicherheit laut NVL je nach Verfahren von sehr niedrig bis moderat; die besten Belege gibt es für die hochfrequente Stimulation einer bestimmten Region im vorderen Teil der linken Hirnhälfte. Viele Studien wurden nicht oder nicht nur bei therapieresistenter Depression durchgeführt, was die Übertragbarkeit einschränkt [1]. Die Leitliniengruppe sieht die rTMS als eine der Elektrokonvulsionstherapie (EKT) nachgeordnete Möglichkeit an und hat den Empfehlungsgrad auf "sollte" abgeschwächt; die Durchführung ist laut NVL weniger aufwändig als die einer EKT [1]. Wie viele und welche Behandlungsversuche vor einer rTMS nötig sind, legt die NVL nicht genau fest. Sie setzt eine Vorbehandlung nach ihren Empfehlungen voraus, gegebenenfalls einschließlich einer Kombination von Medikamenten und Psychotherapie und der anderen Möglichkeiten bei Nichtansprechen [1].
Wie sich die Hirnstimulationsverfahren zum Nasenspray Esketamin verhalten, ist laut NVL unklar. Für EKT und rTMS ist die Studienlage zwar breiter und die klinische Erfahrung länger, die Behandlung bringt aber Probleme mit, etwa bei der Akzeptanz und der regionalen Verfügbarkeit. Bei der Wahl steht deshalb die gemeinsame Entscheidung mit Ihnen im Vordergrund, nach Abwägung von Nutzen, Risiken und Ihren Vorlieben [1]. Mehr unter Ketamin und Esketamin bei Depression.
So läuft eine Behandlung ab

- VorgesprächIhre Ärztin oder Ihr Arzt bespricht mit Ihnen, ob eine rTMS für Sie geeignet ist; das Patientenblatt der NVL rät, sich dabei Nutzen und Nebenwirkungen erklären zu lassen [3]. Welches Verfahren eingesetzt wird, soll laut NVL ein spezialisiertes Zentrum auswählen [1].
- Ort der BehandlungFür die Behandlung gehen Sie laut Patientenblatt normalerweise in ein Krankenhaus. Es gibt noch nicht überall Kliniken, die sie anbieten; künftig ist eine rTMS auch in einer Praxis durchführbar [3]. Eine ambulante Behandlung hält die NVL grundsätzlich für möglich, wegen des Stimulationsschemas aber für schwierig umzusetzen [1].
- Die einzelne SitzungWährend der Behandlung sind Sie wach. Eine Narkose ist nicht nötig, ebenso wenig Medikamente zur Muskelentspannung. Eine stromführende Spule wird an Ihren Kopf gelegt und erzeugt für kurze Zeit ein Magnetfeld. Eine Sitzung dauert etwa 20 bis 30 Minuten [1, 2, 3].
- Die BehandlungsserieTypischerweise finden 5 Sitzungen pro Woche über 3 bis 6 Wochen statt; deshalb spricht man von einer Behandlungsserie [1, 3]. Eine Wirkung zeigt sich laut Patientenblatt meist schon in den ersten 2 Wochen [3].
Spricht eine Depression auf ein einzelnes Antidepressivum nicht an, nennt die NVL die rTMS als Ergänzung zur laufenden Behandlung mit dem Antidepressivum [1]. Besprechen Sie jede Änderung Ihrer Medikamente vor oder während einer Behandlungsserie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Nebenwirkungen und Risiken
Eine rTMS ist laut Patientenleitlinie eigentlich schmerzfrei. Während der Behandlung können sich aber die Kopfmuskeln an der behandelten Stelle zusammenziehen, was unangenehm sein kann [2, 3]. Als häufigste Nebenwirkungen nennt die NVL Missempfindungen im Bereich der Stimulation und vorübergehende Kopfschmerzen; sehr selten kann ein epileptischer Anfall ausgelöst werden [1]. Nach der Behandlung fühlen sich laut Patientenleitlinie einige Menschen unwohl oder benommen [2].
In einer von der NVL ausgewerteten Übersichtsarbeit kamen Unwohlsein oder Kopfschmerzen nach einer rTMS häufiger vor als nach einer Scheinbehandlung, traten aber auch dort auf; auch bei Benommenheit war laut NVL ein gewisser Nocebo-Effekt vorhanden [1]. Die Patientenleitlinie erklärt solche Beschwerden nach einer Scheinbehandlung damit, dass möglicherweise negative Erwartungen oder Angst für sie sorgen [2]. Wie oft Menschen die Behandlung abbrachen, unterschied sich in den Studien laut NVL nicht statistisch signifikant von den Vergleichsgruppen [1].
Verfügbarkeit und Kosten
Die rTMS hat in Deutschland laut NVL bisher keinen großen Stellenwert und wird nur an wenigen Kliniken durchgeführt. Das könnte sich aus Sicht der Leitliniengruppe künftig ändern, weil die Vergütung 2021 verändert wurde [1]. Auch die Patientenleitlinie weist darauf hin, dass es noch nicht überall Einrichtungen gibt, die diese Behandlung anbieten [2]. Ob und unter welchen Bedingungen Ihre Krankenkasse die Kosten übernimmt, beantworten die Leitlinien nicht. Klären Sie das vor Beginn mit der Klinik oder Praxis und mit Ihrer Krankenkasse. Mehr zur Behandlung in der Klinik steht unter Klinik und Tagesklinik.
rTMS bei anderen Erkrankungen
Auch die S3-Leitlinie Zwangsstörungen in der ersten Revision (Stand 30. Juni 2022, gültig bis 30. Juni 2027) nennt die rTMS. Bei Menschen mit einer Zwangsstörung, die auf die Verfahren der ersten Wahl nicht ausreichend ansprechen, kann sie mit dem Ziel einer kurzfristigen Linderung der Beschwerden angewendet werden ("kann", Empfehlung 8-1) [4]. Die Belege beziehen sich laut Leitlinie im Wesentlichen auf eine kurzfristige Wirkung über mehrere Wochen; Langzeituntersuchungen fehlen. Mäßige Nebenwirkungen traten in den Studien nur während der Stimulation oder vorübergehend auf, häufig Kopfschmerzen, eine örtliche Reizung der Kopfhaut und eine Reizung des Gesichtsnervs [4]. Mehr zur Erkrankung unter Zwangsstörung.
Andere Verfahren der Hirnstimulation
Neben der rTMS beschreibt die NVL weitere Hirnstimulationsverfahren [1]:
- Bei der Elektrokonvulsionstherapie (EKT) lösen kurze Stromimpulse über Elektroden an der Kopfhaut während einer wenige Minuten dauernden Kurznarkose einen Krampfanfall aus. Bei therapieresistenten depressiven Episoden soll sie laut NVL angeboten werden, insbesondere im höheren Lebensalter oder bei psychotischen Beschwerden ("soll") [1].
- Bei der transkraniellen Gleichstromstimulation (tDCS) fließt über Elektroden auf der Kopfhaut ein schwacher Gleichstrom. Eine Zulassung auf Grundlage eines Wirksamkeitsnachweises bei Depressionen gibt es laut NVL nicht. Weil ihr Stellenwert unklar ist und sie in Deutschland nur als Selbstzahlerleistung in wenigen Einrichtungen verfügbar ist, spricht die Leitliniengruppe derzeit keine Empfehlung dafür aus [1].
- Bei der Vagusnervstimulation regt ein in einer kurzen Operation eingesetzter Impulsgeber einen Nerv am Hals an. Ihren Stellenwert hält die NVL vorerst für unklar und spricht keine Empfehlung aus [1].
- Die Magnetkonvulsionstherapie, eine Weiterentwicklung der rTMS, löst in Vollnarkose mit Magnetstimulation einen Krampfanfall aus. Die NVL zählt sie wie die tiefe Hirnstimulation zu den experimentellen Verfahren [1].
Wann Sie sofort Hilfe brauchen
Einem schwer depressiven Menschen kann laut Patientenleitlinie die eigene Lage manchmal so hoffnungslos erscheinen, dass es ihn drängt, sein Leben zu beenden. Suizidgedanken oder Suizidversuche sind auf jeden Fall ernst zu nehmen; die Patientenleitlinie rät Angehörigen, gemeinsam mit der betroffenen Person die behandelnde Ärztin, den Arzt oder die Psychotherapeutin über solche Gedanken zu informieren [2]. Hirnstimulationsverfahren sind laut NVL weder flächendeckend verfügbar noch in Notfallsituationen schnell genug umsetzbar [1].
Was Sie selbst tun können
- Fragen Sie im Vorgespräch nach Nutzen und Nebenwirkungen, wie es das Patientenblatt der NVL empfiehlt, und danach, welche anderen Möglichkeiten es für Sie gibt [3]. Bei der Vorbereitung helfen die Fragen fürs Arztgespräch.
- Klären Sie vor Beginn mit dem behandelnden Team, ob bei Ihnen etwas gegen eine rTMS spricht, und nennen Sie dabei alle Vorerkrankungen und alle Medikamente, die Sie anwenden.
- Planen Sie die Termine und Wege ein: Eine Behandlungsserie umfasst typischerweise 5 Sitzungen pro Woche über 3 bis 6 Wochen [1, 3].
- Halten Sie im Stimmungs- und Nebenwirkungstagebuch fest, wie es Ihnen während der Serie geht und welche Beschwerden nach den Sitzungen auftreten.
- Behalten Sie den Überblick über Ihre Medikamente mit dem Medikationsplan und nehmen Sie ihn zum Vorgespräch mit.
Quellen
- Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Langfassung, Version 3.2 (AWMF-Register-Nr. nvl-005). Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF (NVL-Programm). Stand 07/2023 (verabschiedet 29.09.2022, gültig bis 29.09.2027). abgerufen am 23.10.2026
- Leitlinie Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Version 3.0. Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF (NVL-Programm). Stand 2024. abgerufen am 23.10.2026
- Leitlinie Patientenblatt "Was ist eine repetitive Transkranielle Magnetstimulation?" (Bestandteil der NVL Unipolare Depression). Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF (NVL-Programm). Stand 2022. abgerufen am 23.10.2026
- Leitlinie S3-Leitlinie Zwangsstörungen, Langversion, erste Revision (Version 2.0, AWMF-Register-Nr. 038-017). Voderholzer U., Rubart A., Favreau M., Kathmann N., Staniloiu A., Wahl-Kordon A., Zurowski B. im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Stand Version 2.0, Stand 30.06.2022 (laut Deckblatt gültig bis 30.06.2027). abgerufen am 23.10.2026
Häufige Fragen
Was ist eine rTMS?
Die repetitive transkranielle Magnetstimulation ist eine Behandlung, bei der eine Spule an der Kopfhaut wiederholt Magnetimpulse abgibt und so Nervenzellen im Gehirn anregt. Sie gehört zu den Hirnstimulationsverfahren; eine Narkose ist nicht nötig. Die NVL Unipolare Depression nennt sie für Depressionen, die auf ein einzelnes Antidepressivum oder auf mehrere Behandlungen nicht angesprochen haben.
Tut eine rTMS weh?
Laut Patientenleitlinie ist eine rTMS eigentlich schmerzfrei, und das Magnetfeld spüren Sie nicht. Während der Behandlung können sich aber die Kopfmuskeln an der behandelten Stelle zusammenziehen, was unangenehm sein kann. Nach der Behandlung können vorübergehend Kopfschmerzen auftreten.
Wie lange dauert eine rTMS-Behandlung?
Eine Sitzung dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Typischerweise finden 5 Sitzungen pro Woche über 3 bis 6 Wochen statt; deshalb spricht man von einer Behandlungsserie. Eine Wirkung zeigt sich laut Patientenblatt der NVL meist schon in den ersten 2 Wochen.
Welche Nebenwirkungen hat eine rTMS?
Am häufigsten sind laut NVL Missempfindungen an der behandelten Stelle und vorübergehende Kopfschmerzen; sehr selten kann ein epileptischer Anfall ausgelöst werden. Einige Menschen fühlen sich nach der Behandlung unwohl oder benommen. Solche Beschwerden traten in Studien auch nach einer Scheinbehandlung auf, laut Patientenleitlinie möglicherweise wegen negativer Erwartungen oder Angst.
Hilft eine rTMS bei Depressionen?
Laut Patientenleitlinie finden sich in vielen Studien Hinweise, dass eine rTMS depressive Beschwerden verringern kann. Die NVL bewertet die Aussagesicherheit der Studien je nach Verfahren als sehr niedrig bis moderat. Bei therapieresistenten Episoden sollte laut NVL eine rTMS angeboten werden, nach einem ersten erfolglosen Antidepressivum kann sie zusätzlich angeboten werden. Ob sie für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Zahlt die Krankenkasse eine rTMS?
Ob und unter welchen Bedingungen die Krankenkasse die Kosten übernimmt, beantworten die Leitlinien nicht. Die NVL schreibt, dass die rTMS in Deutschland bisher nur an wenigen Kliniken angeboten wird und sich das wegen einer 2021 veränderten Vergütung ändern könnte. Klären Sie die Kosten vor Beginn mit der Klinik oder Praxis und Ihrer Krankenkasse.
Was ist der Unterschied zwischen rTMS und Elektrokrampftherapie?
Bei der Elektrokonvulsionstherapie (EKT), auch Elektrokrampftherapie genannt, lösen laut NVL kurze Stromimpulse über Elektroden an der Kopfhaut während einer wenige Minuten dauernden Kurznarkose einen Krampfanfall aus. Bei der rTMS gibt eine Spule am Kopf Magnetimpulse ab; Narkose und Medikamente zur Muskelentspannung sind nicht nötig. Bei therapieresistenten depressiven Episoden soll laut NVL eine EKT angeboten werden und eine rTMS sollte angeboten werden; die NVL sieht die rTMS als eine der EKT nachgeordnete Möglichkeit an.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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