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Das Lexikon erklärt über 120 Fachbegriffe, die Ihnen in Packungsbeilagen, Arztbriefen und auf dieser Website begegnen, von Akathisie bis Z-Substanz. Jede Erklärung ist kurz, allgemein gehalten und mit einer Quelle belegt. Auf den Inhaltsseiten sind bis zu sechs dieser Begriffe je Seite markiert; ein Klick oder Antippen zeigt die Erklärung.

Kleiner Stapel leerer Karteikarten mit Bleistift neben einer indigoblauen Tasse auf einem hellen Holztisch
Bild: KI-generiert

Wer ein Psychopharmakon verordnet bekommt, stößt schnell auf Wörter wie Akathisie, Halbwertszeit oder Rezidivprophylaxe: im Beipackzettel, im Arztbrief und auf den Seiten dieser Website. Das Lexikon erklärt über 120 solcher Begriffe in jeweils einem bis drei Sätzen. Es reicht von Wirkstoffgruppen und Botenstoffen über Nebenwirkungen und Krankheitsbilder bis zu Behandlungsverfahren und rechtlichen Begriffen wie Betäubungsmittel oder Fahreignung.

Markierte Begriffe auf den Seiten

Auf den Inhaltsseiten ist das erste Vorkommen eines Lexikon-Begriffs gepunktet unterstrichen, höchstens sechs Begriffe je Seite. Tippen Sie das Wort an oder klicken Sie darauf, öffnet sich ein kleines Fenster mit der Erklärung und einem Link zum Eintrag hier; ohne JavaScript erscheint die Erklärung, wenn Sie mit der Maus auf das Wort zeigen. Überschriften, Links, Tabellen und Quellenangaben bleiben unmarkiert.

Wie Sie die Erklärungen nutzen

Die Erklärungen sind allgemein und nennen keine Dosierungen. Was für Ihr Medikament gilt, steht in seiner Packungsbeilage und auf der Seite des Wirkstoffs unter Medikamente; was Angaben wie "häufig" oder "selten" bedeuten, zeigt das Werkzeug Was heißt "häufig"?. Fragen zu Ihrer Behandlung klären Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.

Hinter jeder Erklärung verweist eine Zahl in eckigen Klammern auf die Quelle im Verzeichnis unten, meist eine Leitlinie, eine Fachinformation, ein Gesetz oder die Seite einer Behörde. Fehlt Ihnen ein Begriff, schreiben Sie uns über die Seite Kontakt.

A

Abhängigkeit
Krankheitsbild mit starkem Verlangen nach einem Stoff, verminderter Kontrolle über die Einnahme, Toleranzentwicklung, Entzugssymptomen beim Absetzen, Vernachlässigung anderer Interessen und fortgesetzter Einnahme trotz schädlicher Folgen. Bei Benzodiazepinen wie Lorazepam besteht laut Fachinformation schon bei täglicher Einnahme über wenige Wochen die Gefahr einer Abhängigkeit, auch im üblichen Dosisbereich. Bei Antidepressiva liegt nach der NVL Unipolare Depression keine Abhängigkeit im Sinne dieser Definition vor, auch wenn beim Absetzen Beschwerden auftreten können.[56][80][53] Machen Psychopharmaka abhängig?
Absetzsyndrom
Beschwerden nach dem Absetzen eines Medikaments, an das sich der Körper gewöhnt hat, besonders wenn das Absetzen zu schnell geschieht. Bei Antidepressiva nennt die NVL Unipolare Depression etwa grippeähnliche Beschwerden, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Übelkeit, Schwindel, stromschlagähnliche Missempfindungen, Angst und Reizbarkeit; sie beginnen meist 36 bis 96 Stunden nach dem Absetzen und bilden sich je nach Halbwertszeit innerhalb von 2 bis 6 Wochen zurück. Ob und wie ein Medikament abgesetzt wird, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[52][53] Absetzsymptome
Agranulozytose
Schwere Störung der Blutbildung: Der Körper bildet zu wenige Granulozyten, weiße Blutkörperchen, die Krankheitserreger abwehren. Dadurch steigt das Risiko für Infektionen bis zu einer lebensbedrohlichen Sepsis. Agranulozytose ist eine seltene Nebenwirkung mancher Medikamente; bei Clozapin sind deshalb regelmäßige Blutbildkontrollen vorgeschrieben.[1][54] Blutbildveränderungen (Agranulozytose)
Akathisie
Bewegungsunruhe vor allem in den Beinen mit einer inneren Anspannung, die sehr stark werden kann: Betroffene schaukeln hin und her, stehen immer wieder auf und setzen sich, treten auf der Stelle oder schlagen ständig die Beine übereinander. Akathisie ist eine Nebenwirkung vor allem von Antipsychotika, kann schon in den ersten Tagen beginnen und geht mit einem erhöhten Risiko für Suizidalität einher. Viele Betroffene sprechen die Unruhe nicht von sich aus an; teilen Sie sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mit.[54] Innere Unruhe und Sitzunruhe (Akathisie)
Anticholinerg
So heißen Wirkungen von Stoffen, die Rezeptoren für den Botenstoff Acetylcholin blockieren. Trizyklische Antidepressiva und niederpotente Antipsychotika haben solche Eigenschaften, die Nebenwirkungen verursachen können; ein höheres Risiko dafür haben laut S3-Leitlinie Schizophrenie unter anderem ältere Menschen und Menschen mit vergrößerter Prostata oder Engwinkelglaukom. Anticholinergika wie Biperiden werden umgekehrt gezielt gegen bestimmte Bewegungsstörungen durch Antipsychotika eingesetzt.[53][54]
Antidementivum
Medikament zur Behandlung einer Demenz. In Deutschland zugelassen sind die Acetylcholinesterasehemmer Donepezil, Galantamin und Rivastigmin bei leichter und mittelschwerer sowie Memantin bei mittelschwerer bis schwerer Alzheimer-Demenz; laut S3-Leitlinie Demenzen behandeln sie die Beschwerden, es sind symptomatische Therapien. Seit 2025 sind in der EU außerdem die Antikörper Lecanemab und Donanemab zugelassen, nur für bestimmte Erwachsene in einem frühen Stadium der Alzheimer-Krankheit mit nachgewiesenen Amyloid-Ablagerungen.[57] Antidementiva
Antidepressivum
Medikament zur Behandlung einer Depression, das auch bei anderen seelischen Erkrankungen wie Angst- und Zwangsstörungen oder bei Schmerzen eingesetzt werden kann. Die rund 30 zugelassenen Wirkstoffe werden nach ihrem Wirkmechanismus in Gruppen eingeteilt, etwa SSRI, SNRI, trizyklische Antidepressiva und MAO-Hemmer; fast alle zielen darauf, die Menge von Serotonin und/oder Noradrenalin zwischen den Nervenzellen zu erhöhen.[52][55][53] Antidepressiva
Antipsychotikum
Medikament, das vor allem gegen psychotische Beschwerden wie Wahn und Halluzinationen eingesetzt wird, außerdem etwa bei innerer Unruhe, Grübeln, Schlafstörungen oder in einer Manie. Alle Antipsychotika besetzen Dopamin-Rezeptoren im Gehirn; die ältere Bezeichnung lautet Neuroleptikum.[54][52] Antipsychotika (Neuroleptika)
Anxiolytikum
Angstlösendes Arzneimittel. Die Fachinformation von Lorazepam ordnet dieses Benzodiazepin der Gruppe der Anxiolytika zu; laut S3-Leitlinie Medikamentenbezogene Störungen wirken alle Benzodiazepine je nach Dosis angstlösend und zugleich beruhigend.[80][56] Beruhigungsmittel
Atypische Antipsychotika
Gruppe neuerer Antipsychotika, die insgesamt seltener Bewegungsstörungen auslösen als die hochpotenten klassischen Mittel. Die Gruppe ist uneinheitlich, viele ihrer Wirkstoffe führen zum Beispiel zu einer Gewichtszunahme; die S3-Leitlinie Schizophrenie spricht lieber von Antipsychotika der zweiten Generation.[54] Atypische Antipsychotika
Augmentation
Verstärkung einer Behandlung durch ein zusätzliches Mittel aus einer anderen Gruppe, zum Beispiel wenn ein Antidepressivum allein nicht ausreichend wirkt. Die NVL Unipolare Depression nennt bei Nichtansprechen etwa die Augmentation mit Lithium oder mit bestimmten Antipsychotika und weist auf ein höheres Risiko für Nebenwirkungen hin.[52][53] Wenn ein Antidepressivum nicht wirkt
Ausschleichen
Ein Medikament schrittweise verringern, statt es plötzlich wegzulassen. Die NVL Unipolare Depression empfiehlt das, wenn ein Antidepressivum am Ende einer Erhaltungstherapie oder einer Rezidivprophylaxe abgesetzt werden soll, um Absetzsymptome und eine sogenannte Rebound-Depression zu vermeiden; wie Sie dabei vorgehen, legen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt fest.[52][53] Absetzen und Ausschleichen

B

Benzodiazepin
Wirkstoff aus einer Gruppe von Beruhigungs- und Schlafmitteln, die die Wirkung des Botenstoffs GABA verstärken. Benzodiazepine wirken je nach Dosis angstlösend, beruhigend, muskelentspannend und krampflösend; sie können schon bei Einnahme über wenige Wochen abhängig machen.[56][52][80] Benzodiazepine
Betäubungsmittel
Stoffe und Zubereitungen, die in den Anlagen I bis III des Betäubungsmittelgesetzes aufgeführt sind, unter anderem weil sie abhängig machen können. Verschreibungsfähig sind die Betäubungsmittel der Anlage III, darunter Methylphenidat, Lisdexamfetamin, Methadon und Buprenorphin; sie werden auf einem besonderen Rezept verordnet.[62][63][65] Wer verschreibt Psychopharmaka? Arztpraxis, Rezept, BtM-Rezept
Bioverfügbarkeit
Anteil eines eingenommenen Wirkstoffs, der tatsächlich ins Blut gelangt und dort wirken kann. Was über den Darm aufgenommen wird, kommt zuerst in die Leber und wird dort teils schon abgebaut; bei manchen Medikamenten erreicht nur ein kleiner Rest der Dosis den Blutkreislauf (First-Pass-Effekt).[8]
Bipolare Störung
Erkrankung, bei der sich Phasen mit gehobener Stimmung und gesteigertem Antrieb (Manie oder Hypomanie) und Phasen mit gedrückter Stimmung und vermindertem Antrieb (Depression) abwechseln; früher sprach man von manisch-depressiver Erkrankung. Die Diagnose setzt mindestens zwei Krankheitsepisoden voraus, darunter mindestens eine hypomanische, manische oder gemischte.[58][55][52] Bipolare Störung
Blutspiegel
Menge oder Konzentration eines Wirkstoffs im Blut, auch Serum- oder Plasmaspiegel genannt. Bei manchen Psychopharmaka wird der Spiegel gemessen, um die Behandlung abzustimmen (therapeutisches Drug Monitoring).[52][54] Medikamentenspiegel
BtM-Rezept
Dreiteiliges amtliches Formular, auf dem Ärztinnen und Ärzte Betäubungsmittel verschreiben müssen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gibt die nummerierten Formulare an die einzelne Ärztin oder den einzelnen Arzt aus; zwei Teile gehen an die Apotheke, der dritte bleibt in der Praxis.[65] Wer verschreibt Psychopharmaka? Arztpraxis, Rezept, BtM-Rezept

C

CYP-Enzyme
Gruppe von Leberenzymen (Cytochrom-P450-Enzyme), die an der Verstoffwechselung vieler Arzneimittel beteiligt sind. Manche Arzneimittel und Lebensmittel beeinflussen ihre Funktion und können so Wechselwirkungen auslösen; Grapefruitsaft etwa kann den Abbau bestimmter Wirkstoffe hemmen.[28] Essen, Trinken und Psychopharmaka

D

Delir
Plötzlich oder innerhalb kurzer Zeit auftretender Verwirrtheitszustand mit körperlicher Ursache im Gehirn: Das Bewusstsein ist gestört und zugleich zum Beispiel Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Denken, Gedächtnis, Gefühle oder der Schlaf-Wach-Rhythmus. Ein Delir kann auch im Entzug auftreten, etwa als alkoholbedingtes Delirium tremens oder nach dem plötzlichen Absetzen von Benzodiazepinen.[60][80] Delir
Depot
Langwirksame Spritze eines Antipsychotikums, die den Wirkstoff über einen längeren Zeitraum abgibt. Als Vorteile nennt die S3-Leitlinie Schizophrenie geringere Schwankungen des Wirkstoffspiegels und die gesicherte Gabe, als Nachteile die Injektion selbst, das Gefühl der Stigmatisierung und eine geringere Steuerbarkeit.[54][8] Depot-Antipsychotika
Depressive Episode
Phase einer Depression, die mindestens zwei Wochen anhält. Typisch sind gedrückte Stimmung, verminderter Antrieb sowie Verlust von Freude und Interesse, oft auch Schlafstörungen, wenig Appetit, Konzentrationsprobleme und Schuldgefühle; je nach Zahl und Schwere der Beschwerden gilt sie als leicht, mittelgradig oder schwer.[58][52] Depression
Dopamin
Botenstoff, der Signale zwischen Nervenzellen weiterleitet. Alle Antipsychotika besetzen Dopamin-Rezeptoren; die Blockade in bestimmten Hirnregionen kann Nebenwirkungen wie Bewegungsstörungen oder einen Anstieg des Hormons Prolaktin auslösen.[52][54]
Dyskinesie
Unwillkürliche Bewegungen. Unter Antipsychotika unterscheidet die S3-Leitlinie Schizophrenie Frühdyskinesien, plötzliche Muskelverkrampfungen in den ersten Tagen und Wochen, und Spätdyskinesien, die oft erst nach Monaten bis Jahren auftreten und bestehen bleiben können.[54] Bewegungsstörungen
Dysthymie
Chronische depressive Verstimmung, die mindestens zwei Jahre anhält, deren Beschwerden aber schwächer sind als bei einer depressiven Episode. Kommt eine depressive Episode hinzu, sprechen Fachleute von einer doppelten Depression (double depression).[58][52] Dysthymie und chronische Depression
Dystonie
Unwillkürliche Verkrampfung von Muskeln. Unter Antipsychotika tritt sie als Frühdystonie meist in den ersten Tagen und Wochen auf, etwa als Krampf der Hals-, Augen- oder Zungenmuskulatur; das Risiko ist bei hochpotenten Mitteln, höherer Dosis, jüngeren Menschen und Männern größer.[54] Bewegungsstörungen

E

EKG
Elektrokardiogramm: Untersuchung, die die elektrische Aktivität des Herzens aufzeichnet und Aussagen über Herzrhythmus und Herzfrequenz erlaubt. Bei manchen Psychopharmaka gehört ein EKG zu den empfohlenen Kontrollen, zum Beispiel um eine Verlängerung der QT-Zeit zu erkennen.[52][53] Kontrollen und Blutwerte
Elektrokrampftherapie
Behandlung, bei der in einer kurzen Narkose mit Muskelentspannung über Elektroden an der Kopfhaut durch kurze Stromimpulse ein Krampfanfall ausgelöst wird; Fachwort Elektrokonvulsionstherapie, kurz EKT. Sie kann bei schweren und hartnäckigen Depressionen infrage kommen. Eine Behandlungsserie umfasst etwa 8 bis 12 Sitzungen; als wichtigste Nebenwirkung gelten Störungen vor allem des Kurzzeitgedächtnisses, die sich innerhalb weniger Wochen zurückbilden.[53][52] Elektrokrampftherapie (EKT)
Embryotox
Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Es informiert unabhängig über die Verträglichkeit von mehr als 400 Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit und berät kostenlos; Entscheidungen über die Behandlung treffen Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[78] Schwangerschaft
Empfehlungsgrad
Angabe, wie stark eine Leitlinie eine Maßnahme empfiehlt. Die NVL Unipolare Depression unterscheidet starke Empfehlungen ("soll"), abgeschwächte ("sollte") und offene ("kann"), jeweils auch als Empfehlung gegen eine Maßnahme ("soll nicht", "sollte nicht").[53]
Entzugssyndrom
Beschwerden beim Absetzen oder Verringern eines Stoffes, an den sich der Körper gewöhnt hat; sie sind typisch für den jeweiligen Stoff, beginnen oft wenige Stunden nach der letzten Einnahme und können Tage bis Wochen anhalten. Nach längerer Einnahme von Benzodiazepinen wie Lorazepam kann ein plötzliches Absetzen schwere, auch lebensbedrohliche Entzugssymptome wie Krampfanfälle auslösen.[56][80] Benzodiazepine und Z-Substanzen absetzen
Erhaltungstherapie
Weiterbehandlung, nachdem die Beschwerden ganz oder teilweise abgeklungen sind, um den Zustand zu stabilisieren und einem frühen Rückfall vorzubeugen. Bei einer Depression soll laut NVL Unipolare Depression empfohlen werden, das Antidepressivum 6 bis 12 Monate über die Remission hinaus weiter einzunehmen.[53][52] Wie lange behandeln?
Extrapyramidale Störungen
Bewegungsstörungen, kurz EPS, die vor allem Antipsychotika auslösen können, weil sie Dopamin-Rezeptoren in den Hirnregionen blockieren, die unwillkürliche Bewegungen steuern. Früh auftretende Formen wie Frühdyskinesien, Parkinsonoid und Akathisie bilden sich zurück, wenn die Dosis verringert oder das Mittel abgesetzt wird, Spätdyskinesien bleiben dagegen oft bestehen. Bemerken Sie solche Beschwerden, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[54] Bewegungsstörungen

F

Fachinformation
Die Gebrauchsinformation für Fachkreise: ausführliche Angaben zu einem Arzneimittel für Ärztinnen, Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker, die das pharmazeutische Unternehmen ihnen auf Anforderung zur Verfügung stellen muss. Ihr Inhalt entspricht der bei der Zulassung genehmigten Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels.[10]
Fahreignung
Die Fähigkeit, ein Kraftfahrzeug zu führen, wie sie die Fahrerlaubnis-Verordnung verlangt: Die nötigen körperlichen und geistigen Anforderungen müssen erfüllt sein. Nach Anlage 4 der Verordnung fehlt sie im Regelfall etwa während einer Manie oder einer sehr schweren Depression, ebenso bei einer Dauerbehandlung mit Arzneimitteln, die die Leistungsfähigkeit zum Führen von Kraftfahrzeugen unter das erforderliche Maß senkt.[71][72] Autofahren
Fahrtüchtigkeit
Ob jemand in einer bestimmten Situation sicher fahren kann. Wer ein Fahrzeug führt, obwohl er wegen Alkohol oder anderer berauschender Mittel dazu nicht in der Lage ist, macht sich nach § 316 StGB strafbar; die Bußgeldregel für bestimmte Substanzen in § 24a StVG gilt dagegen nicht, wenn die Substanz aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels stammt.[73][74] Autofahren
Frühwarnzeichen
Erste Anzeichen, dass sich eine neue Krankheitsphase ankündigt, etwa eine Psychose, eine Manie oder eine Depression. Die S3-Leitlinien zu Schizophrenie und zu bipolaren Störungen beschreiben, wie Betroffene ihre persönlichen Frühwarnzeichen erkennen lernen und in einem Krisenplan festhalten, was dann zu tun ist.[55][54] Persönlicher Krisenplan

G

GABA
Gamma-Aminobuttersäure, der im zentralen Nervensystem am weitesten verbreitete hemmende Botenstoff. Benzodiazepine und Z-Substanzen verstärken seine Wirkung am GABA-A-Rezeptor und wirken dadurch beruhigend bis schlaffördernd.[56][52]
Gebrauchsinformation
Die Packungsbeilage oder der Beipackzettel, der jedem Fertigarzneimittel beiliegen muss. Sie trägt die Überschrift "Gebrauchsinformation", muss allgemein verständlich auf Deutsch geschrieben sein und informiert unter anderem über Einnahme, Aufbewahrung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen.[11][12]
Gegenanzeige
Umstand, der gegen die Anwendung eines Arzneimittels spricht, etwa eine Vorerkrankung, das Alter, eine Allergie oder eine Schwangerschaft; Fachwort Kontraindikation. Manchmal muss dann sorgfältig abgewogen werden, manchmal darf das Mittel gar nicht angewendet werden; die Gegenanzeigen stehen in der Packungsbeilage.[13][11]
Gemischte Episode
Krankheitsphase einer bipolaren Störung, in der manische und depressive Beschwerden gleichzeitig vorliegen oder innerhalb weniger Stunden rasch wechseln. Fachleute sprechen auch von einem Mischzustand.[58][55]
Generikum
Arzneimittel mit demselben Wirkstoff in gleicher Menge wie ein Originalpräparat, das nach Ablauf des Patentschutzes andere Hersteller anbieten. Die Hilfsstoffe können sich unterscheiden; auch ein Generikum muss ein Zulassungsverfahren durchlaufen.[14]
Gerinnungshemmer
Medikament, das die Blutgerinnung hemmt, damit sich keine Blutgerinnsel bilden, umgangssprachlich Blutverdünner; ein Beispiel ist Acetylsalicylsäure (ASS). Die Patientenleitlinie Depression nennt gerinnungshemmende Medikamente als wichtige Wechselwirkung von SSRI und SNRI.[52]

H

Halbwertszeit
Die Halbwertszeit gibt an, nach welcher Zeit der Körper die Hälfte eines Wirkstoffs abgebaut hat. Je länger sie ist, desto länger wirkt ein Mittel nach, bei manchen Benzodiazepinen noch am nächsten Morgen; bei Antidepressiva bestimmt sie auch mit, wann Absetzbeschwerden einsetzen und wie lange sie anhalten.[51][53] Halbwertszeit
Halluzination
Störung der Wahrnehmung, die jeden Sinn betreffen kann; am häufigsten sind Halluzinationen des Hörens, etwa Stimmen. Halluzinationen gehören zu den Kernsymptomen einer Schizophrenie und kommen auch bei Manien oder schweren Depressionen mit psychotischen Symptomen vor.[54][59][58] Psychose
Hang-over
Restwirkung eines Schlaf- oder Beruhigungsmittels am nächsten Morgen. Bei Wirkstoffen mit langer Halbwertszeit ist sie wahrscheinlicher als bei kurz wirksamen; bei Lorazepam nennt die Fachinformation Hang-over-Effekte vor allem bei höherer Dosis und zu kurzer Schlafdauer.[51][80] Schlafmittel
Histamin
Botenstoff, der im Gehirn unter anderem den Schlaf-Wach-Rhythmus und den Appetit mitsteuert. Die NVL Unipolare Depression erklärt mit einer Blockade von Histamin-Rezeptoren, warum Mirtazapin und Mianserin müde machen und das Gewicht steigern können; auch die Sedierung durch niedrig- und mittelpotente Antipsychotika geht meist auf diese Eigenschaft zurück.[52][53][54]
Hochpotent und niederpotent
Einteilung der Antipsychotika danach, wie stark sie an Dopamin-Rezeptoren binden. Hochpotente Mittel lösen eher Bewegungsstörungen aus; niederpotente werden oft so dosiert, dass vor allem ihre dämpfende Wirkung genutzt wird, weil bei höheren Dosen vegetative Nebenwirkungen auftreten. Dass niederpotente Mittel eine Schizophrenie schlechter behandeln, ist laut S3-Leitlinie Schizophrenie nicht belegt.[54] Hochpotente klassische Antipsychotika
Hypnotikum
Schlafmittel. Zu den Hypnotika zählen die Z-Substanzen Zolpidem und Zopiclon und einige Benzodiazepine; sie verstärken die Wirkung des Botenstoffs GABA und können abhängig machen.[56][52][51] Schlafmittel
Hypomanie
Leichtere Form der Manie: Über mehrere Tage sind Stimmung, Antrieb und Aktivität gesteigert, oft mit großer Geselligkeit, Gesprächigkeit und weniger Schlafbedürfnis, manchmal auch mit Reizbarkeit. Die Beschwerden führen nicht zum Abbruch der Arbeit oder zu sozialer Ablehnung, und Wahn oder Halluzinationen treten nicht auf.[58][52][55] Bipolare Störung
Hyponatriämie
Zu wenig Natrium im Blut. Sie kann unter anderem unter SSRI und SNRI auftreten, vor allem bei älteren Menschen und bei gleichzeitiger Einnahme von Entwässerungsmitteln; Anzeichen sind etwa Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, Verwirrtheit, Schwäche und Gleichgewichtsstörungen, in schweren Fällen Krampfanfälle.[19][81][53] Natriummangel durch Antidepressiva
Hypotonie
Fachwort für niedrigen Blutdruck. Sackt der Blutdruck kurz nach dem Aufstehen stark ab, sprechen Fachleute von orthostatischer Hypotonie: Schwindel, Sehstörungen, Benommenheit oder eine Ohnmacht können folgen, Hinsetzen oder Hinlegen bessert das rasch. Kreislaufbeschwerden mit Schwindel und Herzrasen beim Aufstehen sind eine mögliche Nebenwirkung mancher Antidepressiva.[20][21][52]

I

ICD-10
Internationale Klassifikation der Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation in der 10. Fassung. Die an Deutschland angepasste Fassung ICD-10-GM ist die amtliche Klassifikation, mit der Diagnosen in Praxen und Kliniken verschlüsselt werden, zum Beispiel F32 für eine depressive Episode; die Codes stehen unter anderem auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.[75][58]
ICD-11
Elfte Fassung der Internationalen Klassifikation der Krankheiten, verabschiedet im Mai 2019 und seit dem 1. Januar 2022 grundsätzlich in Kraft. In Deutschland bleibt für die Verschlüsselung von Diagnosen bis zu ihrer Einführung, die noch mehrere Jahre dauern wird, die ICD-10-GM gültig; die ICD-11 ordnet einige Krankheitsbilder neu, etwa die Katatonie als eigenständige Diagnose.[76][54]
Indikation
Grund für eine medizinische Maßnahme, bei Arzneimitteln auch das Anwendungsgebiet, für das ein Mittel zugelassen ist. Ohne einen solchen Grund darf eine Untersuchung oder Behandlung nicht stattfinden.[22][23]
Insomnie
Schlafstörung mit zu kurzem oder zu schlechtem Schlaf über längere Zeit, mit Problemen beim Einschlafen, beim Durchschlafen oder mit frühem Erwachen am Morgen. Sie ist ein häufiges Zeichen vieler psychischer und körperlicher Erkrankungen.[61] Schlafstörungen
Institutsambulanz
Psychiatrische Institutsambulanz, kurz PIA: ambulante Behandlung an einem psychiatrischen Krankenhaus oder einer psychiatrischen Abteilung für Menschen, die wegen der Art, Schwere oder Dauer ihrer Erkrankung darauf angewiesen sind. Rechtsgrundlage ist § 118 SGB V.[70][52] Klinik und Tagesklinik

K

Katatonie
Psychomotorische Störung, bei der Bewegungen und Verhalten zwischen starker Erregung und Erstarrung (Stupor) wechseln können; Betroffene verharren zum Beispiel lange in ungewöhnlichen Haltungen. Die ICD-11 führt die Katatonie als eigenes Krankheitsbild, das bei Schizophrenie und bei anderen psychischen Erkrankungen auftreten kann.[59][54]
Kognitive Verhaltenstherapie
Form der Psychotherapie, kurz KVT, die verhaltenstherapeutische und kognitive Ansätze verbindet: Belastende Denk- und Verhaltensmuster werden erkannt und verändert, neue Wege, mit Problemen umzugehen, werden eingeübt. Laut NVL Unipolare Depression ist sie das am häufigsten ambulant untersuchte Psychotherapieverfahren; sie wird einzeln, in Gruppen oder online angeboten.[53][52] Psychotherapie und Medikamente
Kreatinin
Abbauprodukt aus den Muskeln, das die Nieren ausscheiden. Aus dem Kreatininwert im Blut lässt sich abschätzen, wie gut die Nieren arbeiten; die NVL Unipolare Depression sieht diese Kontrolle zum Beispiel vor und während einer Behandlung mit Antidepressiva vor.[24][53] Kontrollen und Blutwerte

L

Leberwerte
Blutwerte, die auf eine Schädigung der Leber hinweisen können, darunter die Transaminasen ALAT (auch GPT genannt) und AST. Die NVL Unipolare Depression sieht bei Antidepressiva Kontrollen der Leberwerte vor Beginn und während der Behandlung vor.[25][26][53] Kontrollen und Blutwerte
Leitlinie
Entscheidungshilfe für die Behandlung, die Fachleute aus Fachgesellschaften und Patientenorganisationen auf Grundlage des besten verfügbaren Wissens erstellen. Anders als eine Richtlinie ist eine Leitlinie nicht verbindlich, in begründeten Fällen kann oder muss davon abgewichen werden; S3 ist die höchste Qualitätsstufe, und für die Depression gibt es eine Nationale VersorgungsLeitlinie mit allgemein verständlicher Patientenleitlinie.[52][53]
Leukopenie
Zu wenige weiße Blutkörperchen (Leukozyten) im Blut, auch Leukozytopenie genannt. Weil das Immunsystem dann geschwächt ist, entstehen Infektionen leichter.[27]

M

Malignes neuroleptisches Syndrom
Seltene, lebensbedrohliche Reaktion auf Antipsychotika, beschrieben vor allem in den ersten Wochen der Behandlung, in seltenen Fällen auch unter anderen Medikamenten wie Antidepressiva. Anzeichen sind Fieber mit starkem Schwitzen, Muskelsteifigkeit, Bewusstseinsstörungen bis zum Delir sowie Schwankungen von Puls und Blutdruck. Es ist ein Notfall: Wählen Sie bei diesen Anzeichen den Notruf 112.[54][81] Malignes neuroleptisches Syndrom
Manie
Krankheitsphase mit unangemessen gehobener oder gereizter Stimmung, gesteigertem Antrieb, Rededrang, vermindertem Schlafbedürfnis und überhöhter Selbsteinschätzung. Durch den Verlust sozialer Hemmungen kann es zu leichtsinnigem oder riskantem Verhalten kommen; bei einer Manie mit psychotischen Symptomen kommen Wahn oder Halluzinationen hinzu.[58][55] Bipolare Störung
MAO-Hemmer
Antidepressiva, die das Enzym Monoaminoxidase blockieren, das Botenstoffe wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin abbaut; so stehen diese Botenstoffe stärker zur Verfügung. In Deutschland zugelassen sind Moclobemid und Tranylcypromin; wer Tranylcypromin nimmt, muss bestimmte Ernährungsregeln beachten.[53][52] MAO-Hemmer
Medikationsplan
Übersicht über alle Arzneimittel, die jemand anwendet, mit Hinweisen zur Anwendung, auch über Mittel ohne Rezept. Gesetzlich Versicherte, die gleichzeitig mindestens drei verordnete Arzneimittel anwenden, haben Anspruch darauf, dass ihre Ärztin oder ihr Arzt einen Medikationsplan erstellt, auf Papier und elektronisch.[68] Medikationsplan

N

Negativsymptome
Beschwerden bei Schizophrenie, bei denen Antrieb, Gefühlsausdruck und Sprache vermindert sind, etwa Antriebsmangel, verflachte Gefühle oder eine verarmte Sprache. Sie halten oft länger an als Positivsymptome wie Wahn und Halluzinationen.[54] Schizophrenie
Neuroleptikum
Ältere Bezeichnung für Antipsychotikum, aus dem Griechischen abgeleitet und sinngemäß "Nervendämpfungsmittel". Die S3-Leitlinie Schizophrenie verwendet heute den Begriff Antipsychotikum, weil es Mittel gibt, die kaum Bewegungsstörungen auslösen und teils nicht dämpfen.[54][52] Antipsychotika (Neuroleptika)
Neurotransmitter
Botenstoff, mit dem Nervenzellen einander Signale übermitteln, zum Beispiel Serotonin, Noradrenalin, Dopamin oder GABA. Antidepressiva, Antipsychotika und Benzodiazepine wirken, indem sie die Menge oder die Wirkung solcher Botenstoffe verändern.[52][53][54][56] Wie wirken Antidepressiva? Serotonin und andere Botenstoffe
Niedrigdosisabhängigkeit
Abhängigkeit, die sich bei langer Einnahme einer Dosis im üblichen Behandlungsbereich entwickelt, ohne dass die Dosis gesteigert wird oder die Kontrolle verloren geht. Sie zeigt sich durch unangenehme Beschwerden beim Absetzen; die S3-Leitlinie Medikamentenbezogene Störungen beschreibt sie bei Benzodiazepinen.[56] Benzodiazepine und Z-Substanzen absetzen
Nocebo-Effekt
Wer mit Nebenwirkungen einer Behandlung rechnet, kann sie durch diese Erwartung bekommen oder stärker spüren. Diese Wirkung negativer Erwartungen heißt Nocebo-Effekt.[29]
Noradrenalin
Botenstoff im Nervensystem, der auch als Stresshormon wirkt. Einige Antidepressiva, etwa die SNRI, hemmen gezielt die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin in die Nervenzellen.[52][53]

O

Off-Label-Use
Anwendung eines zugelassenen Arzneimittels außerhalb seiner Zulassung, also bei einer anderen Erkrankung oder einer anderen Personengruppe, etwa bei Kindern, wenn es nur für Erwachsene zugelassen ist. Ärztinnen und Ärzte dürfen das nach sorgfältiger Aufklärung über Gründe und Risiken; die Krankenkassen übernehmen die Kosten nur in Ausnahmefällen.[31][23]

P

Panikattacke
Plötzlicher Anfall starker Angst, scheinbar aus heiterem Himmel, mit körperlichen Beschwerden wie Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Atemnot oder Schwindel. Ein solcher Angstanfall dauert meist nur einige Minuten; wiederkehrende Angstanfälle dieser Art kennzeichnen die Panikstörung, eine Form der Angststörung.[52] Panikstörung
Paradoxe Reaktion
Reaktion auf ein Medikament, die seiner beabsichtigten Wirkung entgegenläuft. Bei Benzodiazepinen nennt die Fachinformation von Lorazepam etwa Angst, Erregungszustände, aggressives Verhalten und Schlafstörungen; damit ist vor allem bei Kindern und älteren Menschen zu rechnen.[80]
Parkinsonoid
Bewegungsstörung durch Antipsychotika, die der Parkinson-Krankheit ähnelt: verlangsamte Bewegungen, Muskelsteifigkeit, Zittern, kleine Schritte, unsicherer Gang und vermehrter Speichelfluss. Laut S3-Leitlinie Schizophrenie wird zuerst versucht, die Dosis zu verringern; ist das nicht möglich, kommen ein Wechsel auf ein Antipsychotikum mit weniger Bewegungsstörungen oder zusätzlich ein Anticholinergikum wie Biperiden infrage.[54][52] Bewegungsstörungen
Photosensibilisierung
Manche Medikamente machen die Haut empfindlicher für Sonnenlicht oder künstliches Licht, gleich ob man sie einnimmt oder aufträgt. Trifft Licht dann auf ungeschützte Haut, kann sie sich röten, anschwellen oder Blasen bilden, manchmal erst Stunden bis Tage danach.[35] Psychopharmaka bei Hitze und Sonne
PHQ-9
Kurzer Fragebogen mit neun Fragen dazu, wie oft bestimmte depressive Beschwerden in den letzten zwei Wochen aufgetreten sind; die deutsche Fassung heißt Gesundheitsfragebogen für Patienten. Laut NVL Unipolare Depression eignet er sich für den Praxisalltag und zur Verlaufskontrolle; das Ergebnis ersetzt keine Diagnose und muss im Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt überprüft werden.[82][53]
Placebo
Scheinmedikament ohne Wirkstoff. In Studien erhält eine Gruppe das zu prüfende Mittel und eine andere ein Placebo, um die Wirkung zu vergleichen; auch ein Scheinmedikament kann Beschwerden lindern, unter anderem durch die Zuwendung, die mit der Behandlung verbunden ist.[36][52]
Positivsymptome
Beschwerden bei Schizophrenie, bei denen Denken, Wahrnehmung und Ich-Erleben gestört sind, etwa Wahn, Halluzinationen oder das Gefühl, dass Gedanken von außen eingegeben werden. Sie treten oft in akuten Krankheitsphasen auf; gemeinsam ist allen Antipsychotika eine Blockade von Dopamin-Rezeptoren in der Hirnregion, die für diese Beschwerden verantwortlich gemacht wird.[54] Schizophrenie
Prolaktin
Hormon aus dem Vorderlappen der Hirnanhangsdrüse. Antipsychotika, die in der steuernden Hirnregion Dopamin-Rezeptoren blockieren, können den Prolaktinspiegel erhöhen; mögliche Folgen sind etwa weniger sexuelles Verlangen, Milchfluss aus der Brust, eine vergrößerte Brust beim Mann (Gynäkomastie), ausbleibende Regelblutungen und eine eingeschränkte Fruchtbarkeit.[54][15] Erhöhtes Prolaktin
Psychoedukation
Strukturierte Information von Betroffenen und Angehörigen über die Erkrankung und ihre Behandlung, die das Verständnis der Krankheit und den selbstverantwortlichen Umgang mit ihr fördern soll. Bei Schizophrenie soll laut S3-Leitlinie strukturierte Psychoedukation zur Rückfallvermeidung angeboten werden; Angehörige oder andere Vertrauenspersonen sollen mit Zustimmung der Betroffenen einbezogen werden.[54]
Psychopharmakon
Medikament zur Behandlung seelischer Erkrankungen. Zu den Psychopharmaka gehören zum Beispiel Antidepressiva und Antipsychotika, außerdem Beruhigungs- und Schlafmittel, Stimmungsstabilisierer und Mittel gegen ADHS.[52][55][56] Was sind Psychopharmaka?
Psychose
Zustand, in dem der Bezug zur Wirklichkeit verloren geht, etwa durch Wahn, Halluzinationen oder Störungen des Denkens. Psychosen kommen bei Schizophrenie vor, aber auch bei Manien und schweren Depressionen, im Entzug oder unter bestimmten Substanzen.[52][59][58][80][54] Psychose
Psychotherapie
Behandlung seelischer Erkrankungen ohne Medikamente, im Einzel-, Paar- oder Gruppensetting. Ambulant bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen vier Verfahren: Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, analytische Psychotherapie und systemische Therapie.[52][53] Psychotherapie und Medikamente

Q

QT-Zeit
Abschnitt der EKG-Kurve, der zeigt, wie schnell sich die Herzströme in den Herzkammern ausbreiten und wie schnell sich der Herzmuskel danach erholt. Manche Psychopharmaka können die QT-Zeit verlängern; das kann auf Herzrhythmusstörungen hinweisen und gefährlich sein, deshalb sind bei einigen Wirkstoffen EKG-Kontrollen vorgesehen.[38][52][53] Herz und QT-Zeit

R

Rebound
Gegenreaktion des Körpers nach dem Absetzen: Beschwerden, gegen die das Medikament half, kehren verstärkt zurück, bei Benzodiazepinen zum Beispiel Angst, innere Unruhe oder Schlaflosigkeit. Bei Antidepressiva beschreibt die NVL Unipolare Depression damit unter anderem eine Rückkehr der Depression in stärkerem Ausmaß als zuvor; von einem Rückfall ist ein Rebound oft schwer zu unterscheiden.[56][80][53]
Remission
Weitgehendes oder vollständiges Abklingen der Krankheitszeichen. Die NVL Unipolare Depression versteht darunter einen weitgehend beschwerdefreien Zustand nach der Akuttherapie; von vollständiger Genesung spricht sie, wenn diese beschwerdefreie Zeit etwa sechs Monate anhält.[53][52]
Response
Ansprechen auf eine Behandlung. Die NVL Unipolare Depression spricht von Response, wenn die depressiven Beschwerden auf einer Symptomskala um mindestens die Hälfte des Ausgangswerts zurückgehen; das ist noch keine vollständige Genesung.[53][52]
Retardform
Arzneiform, die den Wirkstoff verzögert und über längere Zeit freigibt, zum Beispiel durch einen besonderen Überzug. Die Wirkung setzt später ein und hält oft länger an, sodass man seltener einnehmen muss; ob eine solche Tablette geteilt werden darf, steht in der Packungsbeilage.[39][40]
Rezeptfrei
Arzneimittel, die Sie ohne ärztliches Rezept bekommen. Viele davon sind apothekenpflichtig, es gibt sie also nur in der Apotheke oder Versandapotheke; freiverkäufliche Mittel wie Vitaminpräparate oder Arzneitees sind auch in Drogerien oder Supermärkten erhältlich.[32]
Rezeptor
Bindestelle an einer Zelle, an die ein Botenstoff oder ein Wirkstoff bindet und dadurch ein Signal auslöst oder blockiert. Wirkstoffe, die einen Rezeptor ähnlich wie der körpereigene Botenstoff anregen, heißen Agonisten, solche, die ihn blockieren, Antagonisten; Antipsychotika etwa besetzen Dopamin-Rezeptoren, Mirtazapin blockiert sogenannte Alpha2-Rezeptoren.[56][52][53][54]
Rezidiv
Erneute Krankheitsepisode nach einer Zeit ohne Beschwerden. Die NVL Unipolare Depression spricht von einem Rezidiv, wenn eine Depression später als sechs Monate nach der Remission wiederkehrt; kehrt sie innerhalb von sechs Monaten zurück, heißt das Rückfall.[53]
Rote-Hand-Brief
Brief, mit dem ein pharmazeutisches Unternehmen in Abstimmung mit den Behörden Ärztinnen, Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker über neu erkannte, wichtige Risiken eines Arzneimittels und über Gegenmaßnahmen informiert. Das BfArM veröffentlicht die Briefe zu den Arzneimitteln in seiner Zuständigkeit.[41][28]
rTMS
Repetitive transkranielle Magnetstimulation: Eine an den Kopf angelegte Spule erzeugt wiederholt Magnetimpulse, die bestimmte Bereiche des Gehirns anregen oder hemmen; eine Narkose ist nicht nötig. Sie kann bei einer Depression infrage kommen. Typisch sind fünf Sitzungen pro Woche über 3 bis 6 Wochen, häufigste Nebenwirkungen sind Missempfindungen an der Kopfhaut und vorübergehende Kopfschmerzen.[53][52] Magnetstimulation (rTMS)
Rückfallprophylaxe
Weiterbehandlung, die einer neuen Krankheitsphase vorbeugen soll. Die NVL Unipolare Depression nennt sie Rezidivprophylaxe und meint damit die Weiterbehandlung, wenn die Beschwerden schon länger als sechs Monate ganz oder teilweise abgeklungen sind; bei bipolaren Störungen heißt sie auch Phasenprophylaxe.[53][52][55] Wie lange behandeln?

S

Schengen-Bescheinigung
Bescheinigung nach Artikel 75 des Schengener Durchführungsübereinkommens, mit der Sie ärztlich verschriebene Betäubungsmittel auf Reisen von bis zu 30 Tagen in andere Schengen-Staaten mitnehmen dürfen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt füllt sie aus, vor der Reise muss die oberste Landesgesundheitsbehörde oder eine von ihr beauftragte Stelle sie beglaubigen; für jedes Betäubungsmittel ist eine eigene Bescheinigung nötig.[77] Reisen
Schizophrenie
Psychische Erkrankung, bei der vor allem Denken und Wahrnehmung gestört sind, mit Beschwerden wie Wahn, Halluzinationen, dem Gefühl, dass Gedanken eingegeben oder entzogen werden, und Negativsymptomen. Bewusstsein und Verstand sind in der Regel nicht beeinträchtigt; der Verlauf ist sehr unterschiedlich, bei vielen Betroffenen verläuft die Erkrankung in Episoden.[59][54] Schizophrenie
Sedierend
Beruhigend und dämpfend, oft verbunden mit Müdigkeit. Eine Sedierung kann erwünscht sein, erhöht aber zum Beispiel die Sturzgefahr; bei Mirtazapin und bei niedrig- bis mittelpotenten Antipsychotika geht sie vor allem auf eine Blockade von Histamin-Rezeptoren zurück.[54][53][52]
Serotonin
Botenstoff, der unter anderem im Gehirn Signale zwischen Nervenzellen überträgt. Fast alle Antidepressiva sollen die Menge von Serotonin und/oder Noradrenalin zwischen den Nervenzellen erhöhen; ob ein Mangel an Serotonin eine Depression verursacht, ist heute umstritten.[52][53] Wie wirken Antidepressiva? Serotonin und andere Botenstoffe
Serotonin-Syndrom
Sehr seltene, möglicherweise lebensbedrohliche Reaktion auf zu viel Serotonin. Anzeichen sind etwa Verwirrtheit, Zittern, Frösteln, Schwitzen, Blutdruckveränderungen, unwillkürliche Muskelzuckungen und weite Pupillen; das Risiko steigt, wenn mehrere Mittel zusammenkommen, die Serotonin erhöhen, zum Beispiel zwei solcher Antidepressiva oder ein Antidepressivum und ein Triptan gegen Migräne. Schwere Formen sind laut NVL Unipolare Depression extrem selten.[52][81][53] Serotonin-Syndrom
SNRI
Selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer, auch SSNRI genannt: Antidepressiva, die gezielt die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin in die Nervenzellen hemmen. Dazu gehören Venlafaxin, Duloxetin und Milnacipran.[53][52] SNRI
Spätdyskinesie
Unwillkürliche, sich wiederholende Bewegungen, die nach Monaten bis Jahren einer Behandlung mit Antipsychotika auftreten können, zum Beispiel Kau- und Schmatzbewegungen, Grimassieren, Zungenbewegungen oder ständiges Blinzeln. Sie können dauerhaft bestehen bleiben; Risikofaktoren sind unter anderem höheres Alter, eine höhere Dosis und eine lange Behandlungsdauer.[54] Spätdyskinesien
SSRI
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer: die in Deutschland am häufigsten verordnete Gruppe der Antidepressiva. Sie hemmen gezielt die Wiederaufnahme von Serotonin in die Nervenzellen; dazu gehören Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin und Sertralin.[53][52] SSRI
Stevens-Johnson-Syndrom
Schwere Erkrankung, bei der das Abwehrsystem zu stark reagiert, etwa auf bestimmte Medikamente, und dabei eigene Zellen schädigt. Auf Beschwerden wie Fieber, Hals- oder Kopfschmerzen folgen schmerzhafte Wunden, zum Beispiel im Mund, und Hautveränderungen mit Blasen; Teile der Haut können absterben.[42][43]
Stimmungsstabilisierer
Medikamente, die bei bipolaren Störungen neuen Krankheitsphasen vorbeugen sollen, auch Phasenprophylaktika genannt. Die S3-Leitlinie Bipolare Störungen zählt dazu Lithium und die Antiepileptika Carbamazepin, Valproinsäure und Lamotrigin; auch einige Antipsychotika werden so eingesetzt.[55] Stimmungsstabilisierer
Stimulans
Wirkstoff aus der Gruppe der Stimulanzien, zu der Methylphenidat, Dexamfetamin und Lisdexamfetamin gehören. Sie sind in Deutschland zur Behandlung der ADHS zugelassen, Methylphenidat auch bei Narkolepsie; ihre Verordnung unterliegt dem Betäubungsmittelrecht.[56][63] ADHS-Medikamente
Substitution
Behandlung einer Opioidabhängigkeit mit einem ärztlich verschriebenen Betäubungsmittel im Rahmen eines Therapiekonzepts; eingesetzt werden insbesondere Methadon, Levomethadon und Buprenorphin. Ziele sind laut Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung unter anderem, das Überleben zu sichern, den Gesundheitszustand zu bessern und zu stabilisieren und keine unerlaubt erworbenen Opioide mehr zu nehmen.[64][77] Substitution bei Opioidabhängigkeit
Suizidalität
Oberbegriff für Gedanken und Verhaltensweisen, die auf das Beenden des eigenen Lebens gerichtet sind. Die NVL Unipolare Depression unterscheidet Stufen vom Wunsch nach Ruhe oder Pause über Suizidgedanken bis zu konkreten Plänen und Handlungen; das Ansprechen solcher Gedanken löst sie nicht aus und kann sie sogar verringern. Hilfe gibt es rund um die Uhr, kostenfrei und anonym bei der TelefonSeelsorge unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123, bei akuter Gefahr über den Notruf 112.[53][52][79] Hilfe in der Krise

T

Tachykardie
Zu schneller Herzschlag mit mehr als 100 Schlägen pro Minute in Ruhe. Typisch sind Herzrasen oder Herzklopfen, Schwindel, Atemnot oder Schwitzen; Ursachen können etwa Stress, Alkohol, Drogen, Kreislauf- oder Schilddrüsenerkrankungen sein.[44]
Tagesklinik
Teilstationäre Behandlung: Patientinnen und Patienten werden tagsüber in der Klinik behandelt und sind über Nacht nicht dort untergebracht. Sie ist eine der Formen der Krankenhausbehandlung, die das Sozialgesetzbuch V vorsieht.[52][69] Klinik und Tagesklinik
Therapeutisches Drug Monitoring
Messung des Wirkstoffspiegels im Blut, um die Behandlung besser abzustimmen, kurz TDM. Laut S3-Leitlinie Schizophrenie ist das für viele Antipsychotika, Antidepressiva und Stimmungsstabilisierer möglich; bei Schizophrenie hat es Bedeutung, etwa wenn schon niedrige Dosen deutliche Nebenwirkungen machen, hohe Dosen nicht wirken oder mehrere Medikamente sich gegenseitig beeinflussen können.[54] Medikamentenspiegel
Therapieresistenz
Eine Erkrankung spricht auf mehrere Behandlungsversuche nicht an. Bei einer Depression gilt das allgemein, wenn mindestens zwei ausreichend dosierte Antidepressiva aus verschiedenen Gruppen nicht gewirkt haben; die NVL Unipolare Depression versteht darunter bereits das Nichtansprechen auf eine erste und mindestens eine weitere Behandlungsstrategie.[53] Wenn ein Antidepressivum nicht wirkt
Thrombozytopenie
Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten), die beim Verschließen von Wunden mithelfen. Wer zu wenige davon hat, kann Einblutungen in Haut oder Schleimhaut, starkes Nasenbluten oder Blutungen in inneren Organen bekommen und blutet bei Verletzungen länger; Ursache können Erkrankungen oder Medikamente sein.[45]
Toleranz
Gewöhnung: Ein Medikament wirkt bei längerer Einnahme schwächer, was oft zu einer Dosissteigerung führt. Bei Benzodiazepinen gibt es Hinweise auf eine Toleranz gegenüber der beruhigenden Wirkung; Toleranz ist eines der Merkmale einer Abhängigkeit.[56][80]
Trizyklische Antidepressiva
Gruppe von Antidepressiva, kurz TZA, auch nichtselektive Monoamin-Rückaufnahme-Inhibitoren (NSMRI) genannt. Sie hemmen die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin und blockieren zusätzlich weitere Rezeptoren, etwa für Acetylcholin und Histamin, was weitere Nebenwirkungen verursacht. Dazu gehören Amitriptylin, Clomipramin, Doxepin, Imipramin, Nortriptylin und Trimipramin.[53][52] Trizyklische Antidepressiva

U

Unterbringung
Aufnahme in eine psychiatrische Klinik gegen den eigenen Willen. Nach den Gesetzen der Bundesländer ist sie nur erlaubt, wenn wegen einer psychischen Erkrankung die Gefahr besteht, dass jemand sich selbst oder anderen Schaden zufügt, und sich diese Gefahr nicht anders abwenden lässt; für Menschen mit rechtlicher Betreuung regelt § 1831 BGB die Unterbringung. Darüber entscheidet ein Gericht, im Notfall auch erst kurz nach der Aufnahme.[52][66] Unterbringung und Zwangsbehandlung

V

Verschreibungspflichtig
Arzneimittel, die die Apotheke nur auf ärztliches oder zahnärztliches Rezept abgeben darf, damit sie im Rahmen einer ärztlichen Behandlung angewendet werden. Welche Stoffe dazugehören, legt die Arzneimittelverschreibungsverordnung fest.[47][48][32]
Verstoffwechselung
Umbau und Abbau eines Wirkstoffs im Körper, vor allem in der Leber, an dem bestimmte Enzyme beteiligt sind. Wie schnell das geht, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch, etwa durch die Erbanlagen, eine eingeschränkte Leberfunktion oder andere Arzneimittel.[28][52]

W

Wahn
Überzeugungen, die mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmen, etwa verfolgt zu werden, unheilbar krank zu sein, vor dem finanziellen Ruin zu stehen oder an allem Unglück schuld zu sein. Wahn ist ein Kennzeichen einer Psychose und kommt bei Schizophrenie vor, aber auch bei Manien, oft als Größenwahn, und bei schweren Depressionen.[52][53][54][58] Psychose
Wechselwirkung
Gegenseitige Beeinflussung von Arzneimitteln oder von Arzneimitteln mit Lebensmitteln und Alkohol: Wirkungen und Nebenwirkungen können sich verstärken oder abschwächen. Welche Wechselwirkungen bekannt sind, steht in der Packungsbeilage; bei Antidepressiva nennt die Patientenleitlinie Depression etwa andere Mittel, die Serotonin erhöhen, und Mittel, die den Herzrhythmus beeinflussen.[40][52]
Wiederaufnahmehemmer
Wirkstoff, der verhindert, dass Nervenzellen einen ausgeschütteten Botenstoff wieder aufnehmen. Dadurch bleibt mehr Serotonin oder Noradrenalin zwischen den Nervenzellen und kann Signale übertragen; nach diesem Prinzip wirken unter anderem SSRI, SNRI und trizyklische Antidepressiva.[53][52] Wie wirken Antidepressiva? Serotonin und andere Botenstoffe
Wirklatenz
Zeit, bis ein Medikament spürbar wirkt. Bei Antidepressiva rechnet die NVL Unipolare Depression nach Erreichen der Standarddosis mit einer Wirklatenz von 3 bis 4 Wochen, bei älteren Menschen bis zu 6 Wochen.[53] Wann wirken Psychopharmaka? Wirkungseintritt nach Gruppen
Wirkstoff
Bestandteil eines Arzneimittels, der die gewünschte Wirkung hervorruft; die übrigen Bestandteile, die Hilfsstoffe, sorgen etwa für Form, Geschmack oder Haltbarkeit. Art und Menge des Wirkstoffs müssen auf der Packung stehen, und derselbe Wirkstoff wird oft unter verschiedenen Handelsnamen angeboten.[52][49][14]

Z

Z-Substanz
Schlafmittel wie Zolpidem und Zopiclon, die chemisch keine Benzodiazepine sind, aber an ähnlichen Bindungsstellen des GABA-A-Rezeptors wirken. In ihren Wirkungen und Nebenwirkungen ähneln sie den Benzodiazepinen weitgehend; auch sie können abhängig machen.[56][52] Z-Substanzen
Zwangsbehandlung
Ärztliche Behandlung gegen den natürlichen Willen eines Menschen, im Gesetz ärztliche Zwangsmaßnahme genannt. Für Menschen mit rechtlicher Betreuung ist sie nach § 1832 BGB nur unter strengen Voraussetzungen zulässig, unter anderem wenn ein erheblicher gesundheitlicher Schaden droht, die Person die Notwendigkeit krankheitsbedingt nicht erkennen kann, vorher ernsthaft versucht wurde, sie zu überzeugen, und das Betreuungsgericht die Einwilligung genehmigt.[67] Unterbringung und Zwangsbehandlung

Quellen

  1. Agranulozytose (Glossar). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
  2. Rote-Hand-Brief zu metamizolhaltigen Arzneimitteln: Wichtige Maßnahmen zur Minimierung der schwerwiegenden Folgen des bekannten Risikos für Agranulozytose (Frühsymptome). Zulassungsinhaber metamizolhaltiger Arzneimittel; veröffentlicht vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand 09.12.2024. abgerufen am 22.10.2026
  3. Anaphylaktische Reaktion (Anaphylaxie) (Abschnitte "Wie zeigt sich eine anaphylaktische Reaktion?" und "Wie geht man mit einer anaphylaktischen Reaktion um?"). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 12.07.2023. abgerufen am 22.10.2026
  4. Behörde Angioödem (Glossar). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
  5. Behörde ICD-Code T78.3: Angioneurotisches Ödem (Erläuterung). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (ICD-Code-Suche, Erläuterung im Auftrag des BMG). Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
  6. Was sind Gerinnungshemmer?. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 06.09.2022. abgerufen am 22.10.2026
  7. Behörde ATC-Klassifikation mit definierten Tagesdosen (DDD), Abschnitt "Amtliche Arzneimittelklassifikation". Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand ohne Datumsangabe (amtliche Fassung, jährlich zum 1. Januar aktualisiert). abgerufen am 22.10.2026
  8. Behörde Arzneimittel: Darreichungs- und Anwendungsformen (Abschnitte zu den Darreichungsformen und zum First-Pass-Effekt). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem BfArM). Stand 10.06.2025. abgerufen am 22.10.2026
  9. Bradykardie (Glossar). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
  10. Behörde Arzneimittelgesetz (AMG), § 11a Fachinformation (Abs. 1). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand AMG zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 4 G v. 12.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 143); Änderung durch Art. 6 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195) textlich nachgewiesen. abgerufen am 22.10.2026
  11. Behörde Arzneimittelgesetz (AMG), § 11 Packungsbeilage (Abs. 1 Satz 1). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand AMG zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 4 G v. 12.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 143); Änderung durch Art. 6 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195) textlich nachgewiesen. abgerufen am 22.10.2026
  12. Behörde Der Beipackzettel (Packungsbeilage). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem BfArM). Stand 17.02.2026. abgerufen am 22.10.2026
  13. Behörde Kontraindikation (Glossar). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
  14. Generika (Glossar). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
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  33. Behörde Arzneimittel (Abschnitt zu nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln und zur OTC-Ausnahmeliste). Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Stand 11.12.2025. abgerufen am 22.10.2026
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  39. Retard (Glossar). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
  40. Behörde Umgang mit Arzneimitteln: Richtig lagern, einnehmen und entsorgen (Abschnitte zu Wechselwirkungen und zum Teilen von Tabletten). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (in Zusammenarbeit mit dem BfArM). Stand 17.02.2026. abgerufen am 22.10.2026
  41. Behörde Rote-Hand-Briefe und Informationsbriefe (Übersichtsseite). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
  42. Behörde ICD-Code L51.1: Bullöses Erythema exsudativum multiforme (Erläuterung). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (ICD-Code-Suche, Erläuterung im Auftrag des BMG). Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
  43. Behörde ICD-10-GM Version 2026, Block L50-L54 Urtikaria und Erythem (L51.1 mit Inklusivum Stevens-Johnson-Syndrom). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand ICD-10-GM Version 2026, Stand 12.09.2025. abgerufen am 22.10.2026
  44. Tachykardie (Glossar). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
  45. Behörde ICD-Code D69.61: Thrombozytopenie, nicht näher bezeichnet, nicht als transfusionsrefraktär bezeichnet (Erläuterung). Bundesministerium für Gesundheit, gesund.bund.de (ICD-Code-Suche, Erläuterung im Auftrag des BMG). Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
  46. Geschwür (Ulkus) (Glossar). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
  47. Behörde Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), § 1. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand AMVV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 149). abgerufen am 22.10.2026
  48. Behörde Arzneimittelgesetz (AMG), § 43 Apothekenpflicht (Abs. 3). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand AMG zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 4 G v. 12.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 143); Änderung durch Art. 6 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195) textlich nachgewiesen. abgerufen am 22.10.2026
  49. Behörde Arzneimittelgesetz (AMG), § 10 Kennzeichnung (Abs. 1 Satz 1 Nr. 8). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand AMG zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 4 G v. 12.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 143); Änderung durch Art. 6 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195) textlich nachgewiesen. abgerufen am 22.10.2026
  50. Rezeptfreie Schmerzmittel sicher anwenden. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de. Stand 03.09.2025. abgerufen am 22.10.2026
  51. Basisinformationen Medikamente (Abschnitt Schlaf- und Beruhigungsmittel). Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS), gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit; Bezug über den Shop des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Stand 13. Auflage 2023. abgerufen am 22.10.2026
  52. Leitlinie Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Version 3.0 (Kapitel 13 und 14, Tabelle 1 zu Neben- und Wechselwirkungen von Antidepressiva, Kapitel 18 Wörterbuch). NVL-Programm von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und AWMF. Stand Version 3.0, 2024. abgerufen am 22.10.2026
  53. Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Langfassung, Version 3.2 (AWMF-Register-Nr. nvl-005), Einführung (Leitlinien als Entscheidungshilfen, Empfehlungsgrade), Kapitel 2 (Diagnostik, psychometrische Tests, Suizidalität), 3.2 (Tabelle 20 Symptomveränderungen), 4.4 bis 4.6 (Antidepressiva, Psychotherapie, neurostimulatorische Verfahren), 6, 7 und 12. Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF. Stand Version 3.2, Juli 2023 (Version 3 publiziert 29.09.2022, gültig bis 29.09.2027). abgerufen am 22.10.2026
  54. Leitlinie S3-Leitlinie Schizophrenie, Living Guideline, Version 5.0 (AWMF-Register-Nr. 038-009), Kapitel 6 (Symptomatik nach ICD-10 und ICD-11), Kapitel 9 (Antipsychotika allgemein, Therapeutisches Drug Monitoring, Erhaltungstherapie, Depot-Antipsychotika, unerwünschte Wirkungen) und 10.2 (Psychoedukation). Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Stand Fassung vom 13.06.2026, veröffentlicht 15.07.2026. abgerufen am 22.10.2026
  55. Leitlinie S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie Bipolarer Störungen, Langversion 2.1 (AWMF-Register-Nr. 038-019), Kapitel 4.2 (Klassifikation und Diagnostik) und 5.1 (Pharmakotherapie, Psychoedukation). Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen (DGBS) und DGPPN. Stand Update Februar 2019, letzte Anpassung Mai 2020. abgerufen am 22.10.2026
  56. Leitlinie S3-Leitlinie Medikamentenbezogene Störungen, Langfassung, Version 1.1 (AWMF-Register-Nr. 038-025), Kapitel 1 (Definitionen: Abhängigkeitssyndrom, Entzugssyndrom, Toleranz), 3.2 (Benzodiazepine und Z-Substanzen) und 3.6 (Stimulanzien). Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht). Stand Version 1.1, Stand 14.01.2021. abgerufen am 22.10.2026
  57. Leitlinie S3-Leitlinie Demenzen, Living Guideline, Version 6.1 (AWMF-Register-Nr. 038-013), Abschnitte zu Acetylcholinesterasehemmern und Memantin. Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN). Stand Fassung vom 27.04.2026. abgerufen am 22.10.2026
  58. Behörde ICD-10-GM Version 2026, Kapitel V, Block F30-F39 Affektive Störungen (F30 Manische Episode, F31 Bipolare affektive Störung, F32 Depressive Episode, F34.1 Dysthymia). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand ICD-10-GM Version 2026, Stand 12.09.2025. abgerufen am 22.10.2026
  59. Behörde ICD-10-GM Version 2026, Kapitel V, Block F20-F29 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen (F20 Schizophrenie, F20.2 Katatone Schizophrenie, F23 Akute vorübergehende psychotische Störungen). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand ICD-10-GM Version 2026, Stand 12.09.2025. abgerufen am 22.10.2026
  60. Behörde ICD-10-GM Version 2026, Kapitel V, Block F00-F09 Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen (F05 Delir). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand ICD-10-GM Version 2026, Stand 12.09.2025. abgerufen am 22.10.2026
  61. Behörde ICD-10-GM Version 2026, Kapitel V, Block F50-F59 Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren (F51.0 Nichtorganische Insomnie). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand ICD-10-GM Version 2026, Stand 12.09.2025. abgerufen am 22.10.2026
  62. Gesetz Betäubungsmittelgesetz (BtMG), § 1 Betäubungsmittel. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand BtMG zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 150); Änderung durch Art. 8 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195) textlich nachgewiesen. abgerufen am 22.10.2026
  63. Gesetz Betäubungsmittelgesetz (BtMG), Anlage III (verkehrsfähige und verschreibungsfähige Betäubungsmittel). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand BtMG zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 19.05.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 150); Änderung durch Art. 8 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195) textlich nachgewiesen. abgerufen am 22.10.2026
  64. Gesetz Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV), § 5 Substitution, Verschreiben von Substitutionsmitteln (Abs. 1 und 2). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand BtMVV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 14.02.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 37). abgerufen am 22.10.2026
  65. Gesetz Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV), § 8 Betäubungsmittelrezept (Abs. 1 und 2). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand BtMVV zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 14.02.2025 (BGBl. 2025 I Nr. 37). abgerufen am 22.10.2026
  66. Gesetz Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), § 1831 Freiheitsentziehende Unterbringung und freiheitsentziehende Maßnahmen. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand BGB zuletzt geändert durch Art. 6 G v. 23.07.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 226). abgerufen am 22.10.2026
  67. Gesetz Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), § 1832 Ärztliche Zwangsmaßnahmen. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand BGB zuletzt geändert durch Art. 6 G v. 23.07.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 226). abgerufen am 22.10.2026
  68. Gesetz Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V), § 31a Medikationsplan (Abs. 1 und 2). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand SGB V zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195); Änderung durch Art. 1 G v. 24.07.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 228) textlich nachgewiesen. abgerufen am 22.10.2026
  69. Gesetz Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V), § 39 Krankenhausbehandlung (Abs. 1). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand SGB V zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195); Änderung durch Art. 1 G v. 24.07.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 228) textlich nachgewiesen. abgerufen am 22.10.2026
  70. Gesetz Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V), § 118 Psychiatrische Institutsambulanzen (Abs. 1 und 2). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand SGB V zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 26.06.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 195); Änderung durch Art. 1 G v. 24.07.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 228) textlich nachgewiesen. abgerufen am 22.10.2026
  71. Gesetz Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV), § 11 Eignung (Abs. 1). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand FeV zuletzt geändert durch Art. 3 V v. 12.08.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 236). abgerufen am 22.10.2026
  72. Gesetz Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV), Anlage 4 Eignung und bedingte Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen (Vorbemerkung, Nr. 7.5 Affektive Psychosen, Nr. 9.6 Dauerbehandlung mit Arzneimitteln). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand FeV zuletzt geändert durch Art. 3 V v. 12.08.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 236). abgerufen am 22.10.2026
  73. Gesetz Strafgesetzbuch (StGB), § 316 Trunkenheit im Verkehr. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand StGB zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 20.03.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 95). abgerufen am 22.10.2026
  74. Gesetz Straßenverkehrsgesetz (StVG), § 24a (Abs. 2 und 4). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand StVG zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 25.09.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 276). abgerufen am 22.10.2026
  75. Behörde ICD-10-GM (amtliche Klassifikation zur Verschlüsselung von Diagnosen). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
  76. Behörde ICD-11 (11. Revision der ICD der WHO, Stand der Einführung in Deutschland). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
  77. Behörde Reisen mit Betäubungsmitteln (Abschnitte Reisen in Staaten des Schengener Abkommens und Substitutionsmittel). Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Bundesopiumstelle. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
  78. Embryotox: Startseite (Beschreibung des Instituts und der Beratung). Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
  79. TelefonSeelsorge Deutschland: Startseite (Telefonnummern, Erreichbarkeit). TelefonSeelsorge Deutschland e. V.. Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 22.10.2026
  80. Fachinformation Lorazepam neuraxpharm 0,5 mg / 1 mg / 2,5 mg Tabletten (Abschnitte 4.4, 4.8 und 5.1). neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 22.10.2026
  81. Fachinformation Sertralin-ratiopharm Filmtabletten (Abschnitt 4.4). ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 22.10.2026
  82. Gesundheitsfragebogen für Patienten (PHQ-D), Manual Komplettversion und Kurzform, Abschnitt 4.2 (PHQ-9). Löwe B, Spitzer RL, Zipfel S, Herzog W; Universitätsklinikum Heidelberg (© 2002 Pfizer). Stand 2. Auflage (ohne Jahresangabe). abgerufen am 22.10.2026

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Neuroleptika und Antipsychotika?

Beide Wörter meinen dieselbe Gruppe von Medikamenten. Neuroleptikum ist die ältere Bezeichnung und bedeutet sinngemäß "Nervendämpfungsmittel"; die S3-Leitlinie Schizophrenie spricht heute von Antipsychotika, weil es Mittel gibt, die kaum Bewegungsstörungen auslösen und teils nicht dämpfen.

Was bedeutet Ausschleichen?

Ein Medikament wird nach und nach verringert, statt es plötzlich wegzulassen. So sollen Absetzbeschwerden vermieden werden; wie schnell das geschieht, legen Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt fest.

Was sind extrapyramidale Störungen?

Bewegungsstörungen, die vor allem Antipsychotika auslösen können, zum Beispiel Muskelverkrampfungen, eine innere Unruhe mit Bewegungsdrang (Akathisie), ein Bild wie bei der Parkinson-Krankheit oder später auftretende unwillkürliche Bewegungen (Spätdyskinesien). Sprechen Sie solche Beschwerden bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an.

Was ist ein Stimmungsstabilisierer?

Ein Medikament, das bei bipolaren Störungen neuen Krankheitsphasen vorbeugen soll. Die S3-Leitlinie Bipolare Störungen zählt dazu Lithium sowie Carbamazepin, Valproinsäure und Lamotrigin.

Warum ist ein Wort auf einer Seite gepunktet unterstrichen?

Das Wort steht im Lexikon. Ein Klick oder Antippen zeigt die Erklärung und einen Link zum Eintrag; markiert ist nur das erste Vorkommen, höchstens sechs Begriffe je Seite.

Ersetzt das Lexikon die Packungsbeilage?

Nein. Die Erklärungen sind allgemein gehalten; was für Ihr Medikament gilt, steht in seiner Packungsbeilage, und Fragen dazu beantworten Ihre Ärztin, Ihr Arzt oder Ihre Apotheke.

Mir fehlt ein Begriff. Was kann ich tun?

Schreiben Sie uns über die Seite Kontakt. Wir nehmen weitere Begriffe nach und nach auf.

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