ErkrankungenErkrankung
Borderline-Persönlichkeitsstörung
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine psychische Erkrankung mit emotionaler Instabilität, impulsivem Handeln, einem unsicheren Selbstbild und intensiven, aber unbeständigen Beziehungen; in der ICD-10-GM heißt sie emotional instabile Persönlichkeitsstörung (F60.3). Laut S3-Leitlinie sollen Betroffene eine strukturierte, auf die Borderline-Störung ausgerichtete Psychotherapie erhalten; Medikamente sollen nicht die primäre Therapie sein, und in Deutschland ist keines dafür zugelassen. Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, gibt es sofort Hilfe, etwa über den Notruf 112 oder die TelefonSeelsorge.

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) gehört zu den Persönlichkeitsstörungen. Das sind laut ICD-10-GM schwere Störungen der Persönlichkeit und des Verhaltens, die verschiedene Persönlichkeitsbereiche erfassen, beinahe immer mit persönlichen und sozialen Beeinträchtigungen einhergehen und meist in der Kindheit oder Jugend in Erscheinung treten [3]. In der ICD-10-GM, der deutschen Fassung der internationalen Klassifikation der Krankheiten, heißt die Borderline-Störung emotional instabile Persönlichkeitsstörung (F60.3). Kennzeichen sind eine deutliche Tendenz, Impulse ohne Rücksicht auf die Folgen auszuleben, eine unvorhersehbare und launenhafte Stimmung, eine Neigung zu emotionalen Ausbrüchen und zu Streit mit anderen [3].
Die ICD-10-GM unterscheidet einen impulsiven Typ (F60.30) und einen Borderline-Typ (F60.31). Beim Borderline-Typ kommen Störungen des Selbstbildes, der Ziele und der inneren Vorlieben hinzu, ein chronisches Gefühl von Leere, intensive, aber unbeständige Beziehungen und eine Neigung zu selbstdestruktivem Verhalten [3]. Der Name Borderline-Persönlichkeitsstörung stammt aus dem amerikanischen Diagnosehandbuch DSM; der Borderline-Typ der ICD-10 ähnelt laut Leitlinie den DSM-Kriterien mehr als der impulsive Typ [1].
Grundlage dieser Seite ist die S3-Leitlinie Borderline-Persönlichkeitsstörung der DGPPN in der Fassung vom 14. November 2022. Sie gilt laut eigenem Text bis mindestens Mai 2026; die Leitlinienübersicht der DGPPN nennt als Gültigkeit den 31. Mai 2026 und führt keine neuere Fassung [1, 2]. Die Gültigkeit der Leitlinie ist damit abgelaufen. Sie bezieht sich auf Menschen jeden Alters mit dem vollen Bild oder einem Teilbild der Störung und ausdrücklich auch auf ihre Angehörigen, die häufig ebenfalls erheblich belastet sind [1].
Wie häufig die Störung ist, hängt von der Studie ab. In der Allgemeinbevölkerung liegt der Anteil laut Leitlinie zusammengefasst bei etwa 0,7 bis 2,7 Prozent; die einzige deutsche Studie mit standardisierten Interviews ergab für einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren 0,8 Prozent [1]. In Behandlungseinrichtungen ist der Anteil deutlich höher, laut Leitlinie geschätzt 11,8 bis 22,4 Prozent, bei Jugendlichen bis zu 35,6 Prozent [1]. Das DSM-5 gibt an, dass Frauen dreimal so häufig betroffen sind wie Männer. Die Leitlinie weist aber auf mögliche Verzerrungen in der Diagnostik und in Studien hin; eine neuere deutsche Interviewstudie fand über alle Altersgruppen keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern [1].
Anzeichen einer Borderline-Störung
Emotionale Instabilität ist laut Leitlinie eines der Kernsymptome, in der ICD-10 ebenso wie in der ICD-11 und im DSM-5 [1]. Für die Diagnose eines Borderline-Typs müssen nach den Forschungskriterien der ICD-10, die die Leitlinie wiedergibt, die allgemeinen Kriterien einer Persönlichkeitsstörung erfüllt sein. Dazu kommen mindestens drei Merkmale des impulsiven Typs und mindestens zwei weitere Merkmale [1]:
- Merkmale des impulsiven Typs: unerwartetes Handeln ohne Rücksicht auf die Folgen; Neigung zu Streit und Konflikten, vor allem wenn impulsive Handlungen unterbunden oder getadelt werden; Ausbrüche von Wut oder Gewalt, die sich nicht kontrollieren lassen; Schwierigkeiten, Tätigkeiten beizubehalten, die nicht sofort belohnt werden; unbeständige und launische Stimmung [1]
- weitere Merkmale des Borderline-Typs: Störungen und Unsicherheit beim Selbstbild, bei Zielen und inneren Vorlieben, auch sexuellen; Neigung zu intensiven, aber instabilen Beziehungen, oft mit emotionalen Krisen; übertriebene Bemühungen, nicht verlassen zu werden; wiederholte Drohungen oder Handlungen, sich selbst zu schädigen; anhaltende Gefühle von Leere [1]
Das DSM-5 verlangt mindestens fünf von neun Kriterien. Neben Merkmalen wie den genannten gehören dazu unter anderem ein Muster instabiler, intensiver Beziehungen mit einem Wechsel zwischen Idealisierung und Abwertung, Impulsivität in mindestens zwei Bereichen, die der Person schaden können, etwa beim Geldausgeben, bei Essanfällen oder beim Substanzgebrauch, heftige Wut und vorübergehende, durch Belastung ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome [1]. Die neue ICD-11 bestimmt bei Persönlichkeitsstörungen den Schweregrad als leicht, mäßig oder schwer; das Borderline-Muster kann zusätzlich angegeben werden. Das bisherige Kriterium der Stabilität ersetzt sie durch eine Dauer der Störung von mehr als zwei Jahren [1]. Verschlüsselt wird in Deutschland mit der ICD-10-GM, Version 2026 [3].
Bei Jugendlichen
Erste Anzeichen können laut Leitlinie schon in der Kindheit oder frühen Jugend auftreten. Bei Jugendlichen sind vor allem die sogenannten akuten Symptome stark ausgeprägt, etwa Selbstverletzung, Suizidalität und andere impulsive und riskante Verhaltensweisen, außerdem die emotionale Instabilität [1]. Merkmale wie eine Störung der Identität oder instabile Beziehungen sind bei Jugendlichen zum Teil geringer ausgeprägt oder schwerer zu erkennen [1]. Erfüllen Jugendliche ab 12 Jahren nach fachgerechter Diagnostik die Kriterien, soll laut Leitlinie die Diagnose auch gestellt werden [1]. Mehr unter Kinder und Jugendliche.
Selbstverletzendes Verhalten und Krisen
Viele Menschen mit Borderline-Störung zeigen laut Leitlinie als Teil der Erkrankung wiederkehrend selbstverletzendes oder suizidales Verhalten. Gemeint sind Handlungen, die auf die Schädigung des eigenen Körpers abzielen, ob mit suizidaler Absicht, ohne diese Absicht oder mit ungeklärter Absicht [1]. Das DSM-5 nennt wiederholte suizidale Handlungen, Andeutungen oder Drohungen und selbstverletzendes Verhalten als eines seiner Kriterien [1]. Wenn Sie daran denken, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen, gibt es sofort Hilfe:
Ursachen und Risiken
Wie bei anderen Persönlichkeitsstörungen ist laut Leitlinie unklar, wie die Borderline-Störung genau entsteht. Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die zu einer Borderline-Störung führen können, aber nicht müssen; viele davon hängen auch mit anderen Erkrankungen zusammen oder werden durch schützende Faktoren ausgeglichen [1]. Die meisten Befunde zeigen nur Zusammenhänge und belegen keine Ursache, weil sie auch Ausdruck, Begleiterscheinung oder Folge der Erkrankung sein können [1]. Das bio-psycho-soziale Modell geht von genetisch bedingten Anfälligkeiten aus, die über soziale Einflüsse psychisch und neurobiologisch zum Tragen kommen und auf biologische Faktoren zurückwirken [1]. Als Risikofaktoren nennt die Leitlinie unter anderem [1]:
- biologische Faktoren: eine mittlere bis hohe Erblichkeit in Zwillingsstudien, Veränderungen in bestimmten Hirnregionen und Einschränkungen unter anderem bei der Regulation von Gefühlen [1]
- soziale Faktoren: Kindesmisshandlung, sexueller, körperlicher oder verbaler Missbrauch, Vernachlässigung, belastete Eltern-Kind-Beziehungen, zum Beispiel mit wenig Fürsorge bei gleichzeitiger Überbehütung und uneinheitlichem Erziehungsverhalten, und Mobbing in Kindheit und Jugend [1]
- eine Borderline-Störung bei einem Elternteil und eine beeinträchtigte Bindung zwischen Mutter und Kind nach der Geburt [1]
Für vorbeugende Maßnahmen, die sich an die ganze Bevölkerung richten, gibt es laut Leitlinie bisher keine relevanten Wirksamkeitsbelege. Gut belegte und potenziell beeinflussbare Risikofaktoren sind belastende Kindheitserfahrungen wie Missbrauch oder Vernachlässigung, ungünstiges Erziehungsverhalten und Mobbing [1]. Lange galt die Borderline-Störung als schwer beeinträchtigende chronische Erkrankung mit schlechter Prognose. Das hat laut Leitlinie zu einer starken Stigmatisierung der Betroffenen beigetragen; Verlaufsstudien zeigen ein anderes Bild (siehe Verlauf) [1].
Wie die Diagnose gestellt wird
Eine fachgerechte Abklärung soll laut Leitlinie erwogen und gegebenenfalls veranlasst werden, wenn mindestens eines dieser Merkmale vorliegt: wiederholtes suizidales oder selbstverletzendes Verhalten (Hilfe: Wann Sie sofort Hilfe brauchen), eine erhebliche emotionale Instabilität, mehrere psychische Erkrankungen zugleich, kein befriedigender Erfolg bisheriger Behandlungen oder starke Einschränkungen im Zusammenleben mit anderen und im Beruf (psychosoziales Funktionsniveau) [1]. Das gilt auch für Jugendliche ab 12 Jahren [1].
Zur Diagnose soll eine sorgfältige klinische Diagnostik erfolgen; unterstützt werden sollte sie durch ein geprüftes (validiertes), halbstrukturiertes Interview, das alle Kriterien systematisch abfragt [1]. Geprüfte (validierte) Fragebögen zur Selbsteinschätzung können laut Leitlinie bei Menschen, die Behandlungsangebote aufsuchen, als Suchtest (Screening) eingesetzt werden, um zu erkennen, wer eine weiterführende Diagnostik braucht. Zur Diagnosestellung sind sie grundsätzlich nicht geeignet. Bei Jugendlichen führen sie meist zu sehr vielen falsch positiven Ergebnissen; die abschließende Diagnostik erfordert dort laut Leitlinie immer ein ausführliches klinisches Interview [1].
Sobald die Diagnose feststeht, soll sie Ihnen mitgeteilt und erklärt werden; dabei soll betont werden, dass es wirksame Behandlungsmöglichkeiten gibt [1]. Wenn Sie zustimmen, soll die Diagnose auch Ihrer Familie, Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin oder anderen Bezugspersonen erläutert werden [1]. Dabei ist laut Leitlinie darauf zu achten, dass die Aufklärung entstigmatisierend wirkt und von Schuld- oder Schamgefühlen entlastet [1].
Häufig bestehen weitere psychische Erkrankungen. Zu den häufigsten zählen laut Leitlinie depressive Störungen, die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), Angststörungen, ADHS, Substanzabhängigkeit, bipolare Störungen, dissoziative Störungen, somatoforme Störungen und Essstörungen [1]. Depressive und Angststörungen bilden sich laut Leitlinie gewöhnlich mit der Besserung der Borderline-Störung ebenfalls zurück [1]. Abgegrenzt werden müssen unter anderem ADHS, eine bipolare Störung vom Typ II und psychotische Störungen; emotionale Belastungen als Auslöser geben laut Leitlinie wesentliche Anhaltspunkte für eine Borderline-Störung [1].
Körperliche Erkrankungen kommen bei Menschen mit Borderline-Störung laut Leitlinie häufig vor, besonders wenn die Störung nicht nach einigen Jahren abklingt. Nach Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenversicherung gehören dazu unter anderem Adipositas, Diabetes, Krankheiten des Kreislaufsystems und der Atemwege [1]. Körperliche Beschwerden sollen von der Hausarztpraxis oder einer passenden Facharztpraxis untersucht und behandelt werden [1].
Behandlung im Überblick
Im Mittelpunkt steht laut Leitlinie eine strukturierte Psychotherapie, die auf die Borderline-Störung ausgerichtet ist. Diese Programme bauen auf klassischen Verfahren wie der kognitiven Verhaltenstherapie oder der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie auf und berücksichtigen die Besonderheiten der Störung, etwa in der therapeutischen Beziehung [1]. Am besten untersucht sind die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) nach Marsha Linehan und die Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT) nach Bateman und Fonagy; untersucht wurden unter anderem auch die Schemafokussierte Therapie und die Übertragungsfokussierte Psychotherapie [1]. Welche dieser Methoden besser wirkt, lässt sich laut Leitlinie aus den bisherigen direkten Vergleichen nicht verlässlich sagen; die Wahl bestimmt maßgeblich die Vorliebe der betroffenen Person [1].
| Bereich | Was die Leitlinie empfiehlt | Empfehlungsgrad |
|---|---|---|
| Psychotherapie | eine strukturierte, auf die Borderline-Störung ausgerichtete Psychotherapie; die Behandelnden sind in der Methode fortgebildet und erhalten Supervision oder Intervision, also kollegiale Beratung durch eine Supervisorin oder einen Supervisor oder untereinander [1] | "soll" (8.1 bis 8.3) |
| Information | Information über die Bandbreite der auf die Borderline-Störung ausgerichteten, geprüften Psychotherapien [1] | "soll" (9) |
| Schwerwiegendes selbstverletzendes Verhalten | steht die Verringerung schwerwiegenden selbstverletzenden Verhaltens im Vordergrund, suizidales Verhalten eingeschlossen, DBT oder MBT anbieten [1] | "soll" (10) |
| Häufigkeit und Dauer | nach den Bedürfnissen und Lebensverhältnissen, nach Möglichkeit nicht seltener als eine Sitzung pro Woche [1] | "sollte" (11) |
| Psychoedukation und Gruppen | Psychoedukation als Bestandteil der Therapie; Interventionen mit Angehörigen erwägen; Gruppenangebote anbieten, wenn sie fester Bestandteil des Programms sind [1] | "soll" (12.1 bis 12.3) |
| Wartezeit auf Einzeltherapie | mit einer störungsspezifischen Gruppentherapie beginnen, zum Beispiel einem DBT-Skillstraining [1] | "soll" (13) |
| Jugendliche | von 14 bis 18 Jahren eine strukturierte, auf die Borderline-Störung ausgerichtete Psychotherapie anbieten; unter 14 Jahren psychotherapeutische Unterstützung und Einbezug der Angehörigen [1] | "soll" (14.1, 15) |
| Ort der Behandlung | im Allgemeinen ambulant; stationär oder teilstationär zur kurzen Krisenintervention oder in zeitlich festgelegten, störungsspezifischen Programmen; längere unspezifische Klinikaufenthalte vermeiden [1] | "soll" (32.1, 33), "sollte" (32.2) |
Psychoedukation ist laut Leitlinie strukturierte Information über die Erkrankung, ihre Entstehung und Behandlung; sie gibt Hilfe zur Selbsthilfe und hat zum Ziel, das Verständnis der Erkrankung und den Umgang mit ihr zu fördern [1]. Gruppenangebote wie das DBT-Skillstraining, das die Leitlinie als vorwiegend psychoedukative Gruppe beschreibt, sind als Ergänzung zur Einzeltherapie gedacht und ersetzen sie nicht [1]. Was in einer akuten Krise hilft, steht unter Wann Sie sofort Hilfe brauchen.
Persönlichkeitsstörungen gehören laut Psychotherapie-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses zu den Erkrankungen, bei denen Psychotherapie als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung angewendet werden kann [4]. Vor einer Behandlung steht in der Regel die psychotherapeutische Sprechstunde; sie dient der Abklärung, ob ein Verdacht auf eine krankheitswertige Störung vorliegt und weitere Hilfen nötig sind [4]. Mehr unter Psychotherapie und Medikamente und Klinik und Tagesklinik.
Medikamente bei Borderline
In Deutschland ist laut S3-Leitlinie kein Medikament zur Behandlung der Borderline-Störung zugelassen. Wird trotzdem eines verordnet, geschieht das außerhalb der Zulassung (off-label) [1]. Medikamente sollen laut Leitlinie nicht die primäre Therapie darstellen, weil sie nur mit mäßigen und nicht anhaltenden Effekten verbunden sind und die Erkrankung und ihren Verlauf nicht grundlegend beeinflussen [1]. Sie sollen nicht anstelle anderer, besser geeigneter Hilfen eingesetzt werden, und eine Psychotherapie soll nicht standardmäßig durch Medikamente ergänzt werden [1].
Ergänzend zu einer Psychotherapie kann laut Leitlinie ein zeitlich begrenzter Einsatz von Medikamenten erwogen werden, um umschriebene Beschwerden zu behandeln [1]. Als mögliche Ziele nennt die Leitlinie zum Beispiel mangelnde Impulskontrolle und impulsive Aggression, starke Stimmungsschwankungen, starke Dissoziationen oder vorübergehende stressabhängige paranoide Vorstellungen, außerdem begleitende Angst, Depressivität, Schlafstörungen oder ADHS [1]. Vorher ist laut Leitlinie festzulegen, gegen welche Beschwerden das Mittel helfen soll, und auf einen begrenzten Zeitraum zu achten, zum Beispiel drei Monate; wirkt es nicht, ist es konsequent wieder abzusetzen [1]. Das entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Medikamente können laut Leitlinie die Fähigkeit fördern, eine Psychotherapie zu nutzen, wenn sie schwere, anders nicht beherrschbare Beschwerden wie starke Unruhe- und Erregungszustände, Angst oder schwere dissoziative Zustände bessern. Sie können diese Fähigkeit aber auch gefährden, wenn sie stark dämpfend wirken und so möglicherweise Lernprozesse hemmen [1]. Es sollen so wenige Präparate wie möglich eingesetzt werden. Viele Betroffene erhalten mehrere zugleich, wofür es laut Leitlinie keine Evidenzgrundlage gibt [1]. Die Verschreibung soll mit allen Behandelnden abgestimmt sein, in einer Hand liegen und nach Möglichkeit fachärztlich erfolgen [1]. Die medikamentöse Behandlung begleitender psychischer Erkrankungen soll nach den aktuellen Leitlinien für die jeweilige Erkrankung erfolgen, bei einer Depression also nach der NVL Unipolare Depression (siehe Depression) [1].
| Gruppe | Wirkstoffe, die die Leitlinie nennt | Was die Leitlinie dazu sagt |
|---|---|---|
| Antipsychotika | unter anderem Aripiprazol, Flupentixol, Haloperidol, Olanzapin, Quetiapin, Ziprasidon [1] | in Studien untersucht, zum Teil in einer gemeinsamen Auswertung; die Ergebnisse sind laut Leitlinie nicht abschließend belastbar. Als Beispiel für Nebenwirkungen nennt sie eine Gewichtszunahme unter Olanzapin [1] |
| Stimmungsstabilisierer | Lamotrigin, Valproinsäure [1] | Einzelstudien: Lamotrigin zeigte in einer einjährigen Studie gegenüber einem Scheinmedikament keine Effekte; eine sehr kleine Studie mit Valproinsäure zusätzlich zur DBT fand keine Unterschiede und ist laut Leitlinie kaum aussagekräftig [1] |
| Antidepressiva | Fluoxetin in einer Studie zusammen mit Olanzapin [1] | in der Literatursuche der Leitlinie von 2011 bis 2021 keine neuen Studien; die einzige Studie zur Kombination von Fluoxetin mit Olanzapin fand keinen Vorteil gegenüber den einzelnen Mitteln; begleitende Depressionen nach der Leitlinie für diese Erkrankung behandeln (21) [1] |
| Mittel mit Abhängigkeitspotenzial | Benzodiazepine, Z-Substanzen wie Zolpidem und Zopiclon, Pregabalin [1] | "Auf Medikamente mit Abhängigkeitspotential sollte verzichtet werden" (26); Benzodiazepine sind zumindest in der Dauertherapie zu vermeiden, ebenso Pregabalin und Z-Substanzen, für die ebenfalls die Entwicklung einer Abhängigkeit beschrieben ist [1] |
| Niederpotente Antipsychotika | Melperon, Pipamperon, Promethazin [1] | laut Leitlinie sinnvolle Alternativen zu Mitteln mit Abhängigkeitspotenzial, auch wenn dafür keine randomisierten kontrollierten Studien vorliegen [1] |
| Weitere | Memantin, Naltrexon, Omega-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzung [1] | jeweils nur einzelne Studien mit wenigen Teilnehmenden; laut Leitlinie in ihrer Aussagekraft nicht hinreichend belastbar [1] |
Insgesamt sind die Studien zu Medikamenten laut Leitlinie von ausreichender methodischer Qualität, aber wenige, meist einzelne, mit kleinen Gruppen und kurzer Beobachtungszeit. Sie zeigen einen begrenzten Nutzen einzelner Präparate bei teilweise ausgeprägten Nebenwirkungen, zum Beispiel einer Zunahme von selbstverletzendem Verhalten und einer Gewichtszunahme unter Olanzapin [1]. Welche Nebenwirkungen die Packungsbeilagen nennen, steht auf den Wirkstoffseiten; wofür ein Mittel zugelassen ist, steht dort unter Anwendungsgebiet. Ändern Sie nichts eigenständig: Laut Leitlinie ist darauf zu achten, eine Behandlung mit mehreren Medikamenten nie abrupt zu ändern, sondern langfristig und im Rahmen des Gesamtbehandlungsplans [1]. Absetzen und Wechsel geschehen gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Medikamente in einer Krise
In akuten Krisen sind laut Leitlinie zunächst psychotherapeutische Kriseninterventionen angezeigt. Medikamente können erwogen werden, wenn diese nicht ausreichen; Medikamente, die für eine Krise verschrieben wurden, sollen abgesetzt werden, sobald die Krise vorüber ist [1]. Änderungen einer bestehenden Medikation sind in der Krise laut Leitlinie möglichst zu vermeiden [1]. Wie Sie in einer Krise sofort Hilfe bekommen, steht unter Wann Sie sofort Hilfe brauchen.
Verlauf und Dauer der Behandlung
Verlaufsstudien zeigen laut Leitlinie, dass sich die Beschwerden und die Diagnose mit dem Alter verändern und teilweise abnehmen [1]. In einer Langzeitstudie erfüllte zehn Jahre nach einer stationären Behandlung die große Mehrheit der Untersuchten die Kriterien nicht mehr; über die Hälfte war aber durch Einschränkungen im sozialen und beruflichen Bereich weiter schwer belastet (Einzelstudie) [1]. Nach aktueller Studienlage geht die Leitlinie davon aus, dass sich etwa 40 von 100 Betroffenen nicht vollständig erholen. Je länger eine Besserung (Remission) anhält, desto unwahrscheinlicher wird ein Rückfall [1].
Die Beschwerden entwickeln sich laut Leitlinie unterschiedlich: Impulsive Handlungen, Selbstverletzungen und Suizidversuche nehmen über die Zeit deutlich ab, Gefühle von Leere und Depressivität und die Angst, verlassen zu werden, bessern sich langsamer. Einschränkungen im Umgang mit anderen und im Beruf verändern sich nur bedingt [1]. Was in einer Krise hilft, steht unter Wann Sie sofort Hilfe brauchen. Am stärksten ausgeprägt ist die Störung in der Regel zwischen 15 und 25 Jahren; in dieser Zeit soll eine durchgehende, einheitliche Versorgung sichergestellt werden [1]. Ab 55 Jahren zeigen sich weniger Beschwerden als in Jugend und jüngerem bis mittlerem Erwachsenenalter, auch wenn die Störung nicht abgeklungen ist [1].
Fundierte Aussagen zur passenden Dauer und Häufigkeit einer Psychotherapie je nach Schweregrad sind laut Leitlinie bisher nicht möglich; die meisten Studien dauerten zwischen sechs Monaten und zwei Jahren [1]. Ausgeprägte weitere Erkrankungen wie PTBS, Essstörungen, Abhängigkeitserkrankungen oder Stoffwechselstörungen erfordern laut Leitlinie häufig längere Behandlungen [1]. Wie lange Medikamente genommen werden, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; zu Krisenmedikamenten siehe Medikamente bei Borderline. Mehr unter Absetzen und Wie lange behandeln?
Selbsthilfe und Alltag

Ist ein Platz für eine Einzeltherapie nicht in Sicht, soll Betroffenen laut Leitlinie eine störungsspezifische Gruppe wie das DBT-Skillstraining nicht mit dem Argument vorenthalten werden, die Gruppe könne ohne Einzeltherapie nicht wirken [1]. Fragen Sie in der psychotherapeutischen Sprechstunde gezielt nach solchen Gruppen und nach Behandelnden, die in einer auf die Borderline-Störung ausgerichteten Methode fortgebildet sind.
Etwa die Hälfte der Menschen mit Borderline-Störung hat laut Leitlinie zusätzlich eine aktuelle Abhängigkeitserkrankung, am häufigsten von Alkohol, gefolgt von Cannabis [1]. Gefährdet eine schwere Abhängigkeit die Psychotherapie der Borderline-Störung, soll ihre Behandlung vorgezogen werden [1]. Wegen der häufigen körperlichen Begleiterkrankungen gehört auch die körperliche Gesundheit in den Blick; die psychotherapeutisch Behandelnden sollen bei Bedarf dazu motivieren und unterstützen, sich körperlich untersuchen und behandeln zu lassen [1]. Mehr unter Alkohol und Cannabis.
Wenn Sie Kinder haben
Eltern mit Borderline-Störung sollten laut Leitlinie so früh wie möglich Unterstützung in Erziehung und Bindung zum Kind erhalten, ausgerichtet auf die Schwierigkeiten mit der Regulation von Gefühlen [1]. Eine Borderline-Erkrankung allein ist laut Leitlinie kein hinreichender Grund, ein Kind aus der Sorge des betroffenen Elternteils zu nehmen [1]. Wird eine Mutter stationär behandelt, soll sie nach Möglichkeit nicht von ihrem Säugling oder Kleinkind getrennt und idealerweise auf einer Mutter-Kind-Einheit behandelt werden; zum Wohl des Kindes kann aber auch eine Trennung angezeigt sein [1]. Kinder, die mit einem Elternteil mit Borderline-Störung zusammenleben, sollen bei Bedarf eigene Unterstützung erhalten [1].
Für Angehörige
Als Angehörige gelten laut Leitlinie neben Verwandten alle Menschen, die sich regelmäßig um eine betroffene Person kümmern und sie unterstützen, auch verlässliche Freundinnen und Freunde [1]. Angehörige sind laut Leitlinie oft deutlich belastet, in Studien mehr als Angehörige von Menschen mit anderen psychischen Erkrankungen; berichtet werden unter anderem Depressivität, Ängstlichkeit und Trauer über die Veränderungen im Leben [1]. Angehörige sollten professionelle Hilfsangebote erhalten. Angeboten werden sollten ihnen spezielle Familienprogramme zur Borderline-Störung, Selbsthilfeangebote, Angebote der Familien- und Jugendhilfe, der Borderline-Trialog und Erziehungs- und Familienberatung [1].
Angehörige sollten laut Leitlinie beraten werden, wie sie hilfreich mit der betroffenen Person umgehen können, unter anderem [1]:
- mit einer einfühlsamen Haltung, die nicht wertet
- indem sie die Person ermutigen, unabhängig zu sein, ihr eigene Entscheidungen zugestehen und sie dabei unterstützen, aber eingreifen, wenn es nötig ist, um ihre Sicherheit zu gewährleisten
- indem sie den Problemen und Sorgen der Person Gehör und Aufmerksamkeit schenken
Wenn die betroffene Person zustimmt, sollten Angehörige in die Erstellung von Krisenplänen eingebunden werden, zum Beispiel als direkte Ansprechpartner; dabei werden die mögliche Unterstützung und ebenso ihre Grenzen besprochen (siehe Wann Sie sofort Hilfe brauchen) [1]. Einbezogen werden Angehörige nur mit Zustimmung der betroffenen Person; in sehr konfliktreichen Beziehungen, etwa bei gewalttätigen Partnern, kann laut Leitlinie etwas dagegen sprechen [1]. Traumatische Erlebnisse sollen mit Angehörigen nur besprochen werden, wenn die Person mit Borderline-Störung einverstanden ist; Schuldzuweisungen und Stigmatisierung sollen dabei möglichst gering gehalten werden [1]. Mehr unter Angehörige.
Wann Sie sofort Hilfe brauchen
Die allermeisten Menschen mit Borderline-Störung erleben laut Leitlinie Zeiten mit ausgeprägten emotionalen oder suizidalen Krisen. Auslöser können zum Beispiel drohende Trennungen oder Beziehungsabbrüche sein, die Folgen impulsiven Handelns oder starke Stimmungsschwankungen mit depressiven und Angstzuständen [1]. Das Suizidrisiko ist laut Leitlinie bis zu einer langjährigen Remission grundsätzlich erhöht [1]. Stationäre oder teilstationäre Behandlungen sollten laut Leitlinie unter anderem der kurzen Krisenintervention dienen, etwa bei akuter Gefahr für sich selbst oder andere oder bei lebensgefährdenden Selbstverletzungen [1].
Laut Leitlinie muss es selbstverständlich sein, dass Menschen mit Borderline-Störung nicht benachteiligt werden und nach Verletzungen eine angemessene Erstversorgung erhalten; Schuldzuweisungen sind in jedem Fall zu vermeiden [1]. Einen eigenen Plan für Krisen, mit Warnzeichen, hilfreichen Schritten und Telefonnummern, können Sie mit dem Krisenplan anlegen.
Alle Hilfsangebote mit Erreichbarkeit stehen unter Hilfe in der Krise.
Quellen
- Leitlinie S3-Leitlinie Borderline-Persönlichkeitsstörung, Langversion (AWMF-Register-Nr. 038-015). Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Stand Fassung vom 14.11.2022; laut Leitlinie gültig bis mindestens Mai 2026, laut DGPPN-Übersicht gültig bis 31.05.2026 (abgelaufen). abgerufen am 23.10.2026
- Leitlinien (Übersicht der S3-Leitlinien mit Gültigkeit), Eintrag Borderline-Persönlichkeitsstörung. Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). abgerufen am 23.10.2026
- Behörde ICD-10-GM Version 2026, Kapitel V, Gruppe F60 bis F69: Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand Version 2026, Stand 12.09.2025. abgerufen am 23.10.2026
- Behörde Richtlinie über die Durchführung der Psychotherapie (Psychotherapie-Richtlinie). Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA). Stand zuletzt geändert am 19.03.2026, in Kraft getreten am 17.06.2026. abgerufen am 23.10.2026
Häufige Fragen
Was ist eine Borderline-Persönlichkeitsstörung?
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung gehört zu den Persönlichkeitsstörungen; in der ICD-10-GM heißt sie emotional instabile Persönlichkeitsstörung (F60.3). Kennzeichen sind unter anderem impulsives Handeln ohne Rücksicht auf die Folgen, eine unvorhersehbare und launenhafte Stimmung, Störungen des Selbstbildes, ein chronisches Gefühl von Leere und intensive, aber unbeständige Beziehungen. Emotionale Instabilität ist laut S3-Leitlinie eines der Kernsymptome.
Welche Medikamente helfen bei Borderline?
In Deutschland ist laut S3-Leitlinie kein Medikament zur Behandlung der Borderline-Störung zugelassen; eine Verordnung geschieht außerhalb der Zulassung. Medikamente sollen nicht die primäre Therapie sein. Ergänzend zu einer Psychotherapie kann ein zeitlich begrenzter Einsatz gegen umschriebene Beschwerden erwogen werden. Untersucht wurden unter anderem Antipsychotika wie Quetiapin oder Olanzapin und Stimmungsstabilisierer wie Lamotrigin, die Studien sind laut Leitlinie aber wenig belastbar. Auf Mittel mit Abhängigkeitspotenzial sollte verzichtet werden.
Helfen Stimmungsstabilisierer bei Borderline?
Die S3-Leitlinie nennt dazu nur Einzelstudien: Lamotrigin zeigte in einer einjährigen Studie gegenüber einem Scheinmedikament keine Effekte, und eine sehr kleine Studie mit Valproinsäure zusätzlich zur DBT fand keine Unterschiede. Für die Borderline-Störung ist kein Medikament zugelassen. Ob ein Mittel wegen bestimmter Beschwerden oder einer Begleiterkrankung infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Welche Therapie hilft bei Borderline?
Laut S3-Leitlinie sollen Menschen mit Borderline-Störung eine strukturierte, auf die Störung ausgerichtete Psychotherapie erhalten. Am besten untersucht sind die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) und die Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT); steht die Verringerung schwerwiegenden selbstverletzenden Verhaltens im Vordergrund, soll DBT oder MBT angeboten werden. Psychoedukation soll Bestandteil der Therapie sein, und bis ein Einzeltherapieplatz frei ist, soll mit einer Gruppe wie dem DBT-Skillstraining begonnen werden.
Gibt es einen Borderline-Test?
Geprüfte (validierte) Fragebögen können laut S3-Leitlinie bei Menschen, die Behandlungsangebote aufsuchen, als Suchtest eingesetzt werden, um zu erkennen, wer eine weitere Diagnostik braucht. Zur Diagnosestellung sind sie grundsätzlich nicht geeignet, bei Jugendlichen führen sie meist zu sehr vielen falsch positiven Ergebnissen. Die Diagnose entsteht aus einer sorgfältigen klinischen Diagnostik, unterstützt durch ein halbstrukturiertes Interview.
Ist Borderline heilbar?
Die Beschwerden können laut S3-Leitlinie über die Zeit besser werden. Impulsive Beschwerden wie Selbstverletzungen nehmen deutlich ab, Gefühle von Leere und Depressivität bessern sich langsamer, und Einschränkungen im Umgang mit anderen und im Beruf verändern sich nur bedingt. Nach aktueller Studienlage erholen sich laut Leitlinie etwa 40 von 100 Betroffenen nicht vollständig. Je länger eine Besserung anhält, desto unwahrscheinlicher wird ein Rückfall.
Sind Frauen häufiger betroffen als Männer?
Das DSM-5 gibt an, dass Frauen dreimal so häufig betroffen sind wie Männer. Die S3-Leitlinie weist aber auf mögliche Verzerrungen in der Diagnostik und in Studien hin. In einer neueren deutschen Interviewstudie zeigte sich über alle Altersgruppen kein Unterschied zwischen den Geschlechtern.
Kann man Borderline-Medikamente einfach absetzen?
Setzen Sie nichts eigenmächtig ab. Laut S3-Leitlinie sollen Medikamente, die für eine Krise verschrieben wurden, abgesetzt werden, sobald die Krise vorüber ist, und ein Mittel, das gegen bestimmte Beschwerden nicht wirkt, ist konsequent wieder abzusetzen. Eine Behandlung mit mehreren Medikamenten ist laut Leitlinie nie abrupt zu ändern, sondern langfristig anzulegen. Wann und wie, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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