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Weitere Psychopharmaka

"Weitere Psychopharmaka" ist eine Sammelrubrik dieser Website, keine pharmakologische Wirkstoffklasse: Sie umfasst Mittel außerhalb der großen Gruppen wie Antidepressiva, Antipsychotika, Beruhigungs- und Schlafmittel, Stimmungsstabilisierer und ADHS-Medikamente. Dazu gehören Mittel bei Demenz, Mittel bei Alkohol- und Opioidabhängigkeit, pflanzliche Mittel und einzelne Wirkstoffe bei Narkolepsie, zur Raucherentwöhnung, bei Parkinsonismus und Bewegungsstörungen durch Arzneimittel und bei Epilepsie. Die Mittel haben verschiedene Anwendungsgebiete; diese Seite ordnet sie danach und führt zu den Gruppen- und Wirkstoffseiten.

Mann Anfang sechzig mit kurzem grauem Bart sitzt an einem sonnigen Morgen am Rand einer Schilfwiese und beobachtet Vögel durch ein Fernglas
Bild: KI-generiert

"Weitere Psychopharmaka" ist eine Sammelrubrik von psychopharmakon.de für Mittel außerhalb der großen Gruppen Antidepressiva, Antipsychotika, Beruhigungs- und Schlafmittel, Stimmungsstabilisierer und ADHS-Medikamente. Eine Wirkstoffklasse im pharmakologischen Sinn ist sie nicht. Die Mittel haben verschiedene Anwendungsgebiete; diese Seite ordnet sie danach, nennt, wofür sie laut Fachinformation zugelassen sind, und führt zu den Gruppen- und Wirkstoffseiten.

Nicht alle diese Mittel sind für psychische Erkrankungen zugelassen. Oxcarbazepin zum Beispiel ist laut Fachinformation nur zur Behandlung bestimmter epileptischer Anfälle zugelassen, Biperiden bei allen Formen des Parkinsonismus und bei Bewegungsstörungen, die durch Arzneimittel ausgelöst werden. Wofür ein Mittel zugelassen ist, steht in Abschnitt 4.1 seiner Fachinformation. [20, 21]

Mittel bei Demenz

Antidementiva sind Medikamente zur Behandlung einer Demenz, vor allem der Alzheimer-Demenz. Laut Fachinformation sind die Acetylcholinesterasehemmer Donepezil, Galantamin und Rivastigmin zur symptomatischen Behandlung der leichten bis mittelschweren Alzheimer-Demenz zugelassen, Rivastigmin als Hartkapseln und Lösung zum Einnehmen auch bei leichter bis mittelschwerer Demenz bei Menschen mit Parkinson-Krankheit (idiopathisches Parkinson-Syndrom). Memantin ist für die moderate bis schwere Alzheimer-Demenz zugelassen. [2, 3, 4, 5] Die S3-Leitlinie Demenzen bezeichnet die Acetylcholinesterasehemmer und Memantin als symptomatische Therapien. [1] Die Antikörper Lecanemab und Donanemab sind nur für Erwachsene mit leichter kognitiver Störung oder leichter Demenz infolge der Alzheimer-Krankheit zugelassen, bei bestätigter Amyloid-Pathologie und nur, wenn sie keine oder eine Kopie der Genvariante ApoE4 tragen. [6, 7]

Zur Gruppenseite: Antidementiva

Mittel bei Abhängigkeit

Bei einer Alkoholabhängigkeit soll laut S3-Leitlinie nach dem Entzug nahtlos eine Weiterbehandlung angeboten werden, die sie Postakutbehandlung nennt. Außerhalb der stationären Rehabilitation sollte in dieser Zeit eine Behandlung mit Acamprosat oder Naltrexon im Rahmen eines Gesamtbehandlungsplans angeboten werden, Nalmefen kann angeboten werden. Die Leitlinie in der aktualisierten Version von 2020 war laut DGPPN bis 31.12.2025 gültig und ist damit abgelaufen. [8, 9] Zugelassen ist Naltrexon laut Fachinformation als zusätzliche Behandlung in einem umfassenden Therapieprogramm mit psychologischer Begleitung, um entwöhnte Menschen, die opioid- bzw. alkoholabhängig waren, in der Abstinenz zu unterstützen. Nalmefen ist laut EMA-Produktinformation zur Verringerung des Alkoholkonsums bei Erwachsenen mit Alkoholabhängigkeit zugelassen, deren Konsum auf einem hohen Risikoniveau liegt, die keine körperlichen Entzugserscheinungen haben und keine sofortige Entgiftung brauchen. [10, 11] Ob Acamprosat in Deutschland derzeit im Handel ist, ist nicht belegt; mehr dazu unter Medikamente bei Alkoholabhängigkeit.

Bei einer Opioidabhängigkeit können Substitutionsmittel eingesetzt werden. Nach § 5 der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) sind das ärztlich verschriebene Betäubungsmittel, die bei opioidabhängigen Menschen im Rahmen eines Therapiekonzepts angewendet werden. Angestrebt werden soll laut Verordnung eine Opioidabstinenz; als wesentliche Ziele der Substitution nennt sie unter anderem, das Überleben sicherzustellen und den Gesundheitszustand zu bessern und zu stabilisieren. Verschreiben kann Substitutionsmittel eine Ärztin oder ein Arzt mit suchtmedizinischer Qualifikation; wer diese Qualifikation nicht hat, muss sich unter anderem zu Beginn der Behandlung mit einer suchtmedizinisch qualifizierten Ärztin oder einem solchen Arzt abstimmen. [12]

Zur Gruppenseite: Mittel bei Alkoholabhängigkeit, Substitutionsmittel

Pflanzliche Mittel

Pflanzliche Arzneimittel enthalten laut Arzneimittelgesetz als Wirkstoff ausschließlich pflanzliche Stoffe oder pflanzliche Zubereitungen. [13] Auf dieser Website gehören Johanniskraut, Baldrianwurzel, Lavendelöl und Ginkgo-biloba-Extrakt zur Gruppe Pflanzliche Psychopharmaka. Johanniskraut steht außerdem bei den Antidepressiva, Baldrianwurzel bei den Schlafmitteln, Lavendelöl bei den Beruhigungsmitteln und Ginkgo-biloba-Extrakt bei den Antidementiva. Johanniskraut ist laut Arzneimittelverschreibungsverordnung zur Behandlung mittelschwerer Depressionen verschreibungspflichtig. [14] Arzneimittel mit Johanniskraut können laut Packungsbeilage von Jarsin 300 mg möglicherweise mit anderen Arzneimitteln in Wechselwirkung treten: Wirkstoffe aus Johanniskraut können die Ausscheidung anderer Arzneimittel beschleunigen und so deren Wirksamkeit herabsetzen oder ihre Wirkung verstärken. [15]

Zur Gruppenseite: Pflanzliche Psychopharmaka

Wirkstoffe ohne eigene Gruppe

Frau Anfang siebzig stellt am späten Vormittag frische Tulpen in eine Keramikvase auf einem hellen Esstisch und lächelt dabei
Bild: KI-generiert

Einige Wirkstoffe gehören auf dieser Website zu keiner Gruppe. Die Abschnitte unten nennen ihr Anwendungsgebiet laut Abschnitt 4.1 der Fachinformation; alles Weitere steht auf den Wirkstoffseiten.

Narkolepsie: Natriumoxybat, Pitolisant, Solriamfetol und Modafinil

Narkolepsie ist laut Packungsbeilage von Natriumoxybat eine Schlafstörung, die sich durch Schlafattacken während der normalen Wachzeiten äußern kann, aber auch durch Kataplexie, Schlaflähmung, Halluzinationen und schlechten Schlaf. Unter Kataplexie versteht die Packungsbeilage eine plötzlich einsetzende Muskelschwäche oder Lähmung ohne Verlust des Bewusstseins, als Reaktion auf ein plötzliches Gefühlserlebnis wie Wut, Angst, Freude, Lachen oder Überraschung. Mehr zur Erkrankung auf der Seite Narkolepsie. [16]

Natriumoxybat ist laut Fachinformation zur Behandlung der Narkolepsie mit Kataplexie bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 7 Jahren zugelassen. Die Behandlung muss eine Ärztin oder ein Arzt mit Erfahrung in der Behandlung der Narkolepsie beginnen und durchführen. [16]

Für Pitolisant nennt die Fachinformation als Anwendungsgebiet die Behandlung der Narkolepsie mit oder ohne Kataplexie bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren. Einleiten sollte die Behandlung eine Ärztin oder ein Arzt mit Erfahrung in der Behandlung von Schlafstörungen. [17]

Solriamfetol wird laut Fachinformation bei Erwachsenen mit Narkolepsie, mit oder ohne Kataplexie, angewendet, um die Wachheit zu verbessern und übermäßige Schläfrigkeit am Tag zu verringern. Bei Erwachsenen mit obstruktiver Schlafapnoe gilt das nur, wenn die Tagesschläfrigkeit durch die Grundbehandlung, etwa eine CPAP-Therapie (maschinelle Atmungsunterstützung), nicht zufriedenstellend behandelt werden konnte; Solriamfetol ersetzt diese Grundbehandlung laut Packungsbeilage nicht; sie sollte weiter angewendet werden. [18]

Modafinil ist laut Fachinformation zur Behandlung von Erwachsenen mit exzessiver Schläfrigkeit bei Narkolepsie mit oder ohne Kataplexie zugelassen; gemeint sind Schwierigkeiten, wach zu bleiben, und eine erhöhte Neigung, in unangemessenen Situationen einzuschlafen. Angewendet werden sollte es nur, wenn die Schläfrigkeit vollständig untersucht und die Narkolepsie nach den Kriterien der internationalen Klassifikation der Schlafstörungen (ICSD) festgestellt wurde. [23]

Rauchstopp: Vareniclin

Vareniclin ist laut Fachinformation nur zur Raucherentwöhnung bei Erwachsenen zugelassen. Da Rauchen das Enzym CYP1A2 anregt, kann ein Rauchstopp laut derselben Fachinformation die Blutspiegel von Arzneimitteln erhöhen, die über dieses Enzym abgebaut werden. [19] Was das für Psychopharmaka bedeutet, erklärt die Seite Rauchen und Psychopharmaka.

Parkinsonismus und Bewegungsstörungen: Biperiden

Das Anticholinergikum Biperiden ist laut Fachinformation bei allen Formen des Parkinsonismus zugelassen und bei Bewegungsstörungen, die durch Arzneimittel ausgelöst werden (medikamentös bedingte extrapyramidale Symptome), unter anderem bei Parkinson-ähnlichen Beschwerden (Parkinsonoid), Akathisie und akuten Dystonien. Die Tabletten mit 4 mg sind zusätzlich bei anderen Bewegungsstörungen zugelassen, etwa bei allgemeinen oder auf einzelne Körperregionen begrenzten Muskelverkrampfungen (Dystonien), Meige-Syndrom, Lidkrampf (Blepharospasmus) und Schiefhals (Torticollis spasmodicus). [20] Bewegungsstörungen als Nebenwirkung beschreibt die Seite Bewegungsstörungen durch Antipsychotika.

Epilepsie: Oxcarbazepin

Das Antiepileptikum Oxcarbazepin ist laut Fachinformation zur Behandlung fokaler Anfälle mit oder ohne sekundär generalisierte tonisch-klonische Anfälle zugelassen, als alleinige oder kombinierte Behandlung bei Erwachsenen und Kindern ab 6 Jahren. [21] Bei der bipolaren Störung ist die S3-Leitlinie nicht einheitlich: In ihrer Begriffsbestimmung nennt sie als Stimmungsstabilisierer nur Lithium, Carbamazepin, Valproinsäure und Lamotrigin, im Kapitel zur Behandlung der Manie führt sie Oxcarbazepin dagegen im Abschnitt "Stimmungsstabilisierer". Eine Empfehlung zur Behandlung der Manie formuliert sie wegen der spärlichen Datenlage nicht, und sie weist darauf hin, dass Oxcarbazepin zur Akutbehandlung der Manie nicht zugelassen ist. Laut DGPPN war die Leitlinie bis 01.03.2023 gültig und ist damit abgelaufen. [9, 22] Mehr dazu auf der Seite Stimmungsstabilisierer.

Worauf Sie achten sollten

Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Warnzeichen stehen auf der Seite des jeweiligen Wirkstoffs, Häufigkeiten so, wie Packungsbeilage oder Fachinformation sie angeben. Für mehrere Mittel dieser Seite nennen die Fachinformationen Suizidgedanken. Unter Antiepileptika wurde laut Fachinformation von Oxcarbazepin über suizidale Gedanken und suizidales Verhalten berichtet, und die verfügbaren Daten schließen ein erhöhtes Risiko auch unter Oxcarbazepin nicht aus; Behandelten und Betreuenden sollte geraten werden, bei Anzeichen dafür medizinische Hilfe zu holen. [21] Bei Menschen mit psychiatrischer Vorgeschichte wurden unter Pitolisant laut Fachinformation Suizidgedanken gemeldet; werden Sie depressiv oder haben Sie Suizidgedanken, informieren Sie laut Packungsbeilage umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. [17, 24] Wer Natriumoxybat nimmt und früher affektive Störungen, Suizidversuche oder Psychosen hatte, muss laut Fachinformation besonders sorgfältig auf Anzeichen einer Depression und auf suizidale Gedanken überwacht werden; treten Suizidgedanken auf, informieren Sie laut Packungsbeilage sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. [16] Unter Modafinil wurde laut Fachinformation über suizidales Verhalten berichtet, einschließlich Suizidversuchen und Suizidgedanken; Behandelte sollten sorgfältig darauf überwacht werden, und treten solche Symptome im Zusammenhang mit Modafinil auf, muss die Behandlung abgesetzt werden. Holen Sie dann umgehend ärztliche Hilfe. [23] Bei Vareniclin wurde nach der Markteinführung unter anderem über Depressionen, suizidales Verhalten sowie Suizidgedanken und Suizidversuche berichtet; treten schwere neuropsychiatrische Symptome auf, sollen Behandelte die Einnahme laut Fachinformation sofort beenden und eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. [19]

Das erhöhte Suizidrisiko bei Menschen mit Alkohol- und Substanzmissbrauch, mit oder ohne begleitende Depression, wird laut Produktinformation durch Nalmefen nicht verringert; ebenso senkt Naltrexon laut Fachinformation das erhöhte Suizidrisiko bei Menschen mit einer Drogenabhängigkeit nicht. Suizidgedanken und Suizidversuche nennt die Fachinformation von Naltrexon als seltene Nebenwirkungen. [10, 11] Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, sprechen Sie sofort mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; in einer akuten Krise erreichen Sie Hilfe unter diesen Nummern.

Quellen

  1. Leitlinie S3-Leitlinie Demenzen, Living Guideline, Langfassung, Version 6.1 (AWMF-Registernummer 038-013), Abschnitt 5.2.2 (Antidementive Pharmakotherapie). Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN). Stand Fassung vom 27.04.2026, gültig bis voraussichtlich 23.02.2027. abgerufen am 24.10.2026
  2. Fachinformation Donepezil-HCl-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2023 (Version 6). abgerufen am 24.10.2026
  3. Fachinformation Galantamin Heumann 8 mg, 16 mg, 24 mg Hartkapseln, retardiert. HEUMANN PHARMA GmbH & Co. Generica KG. Stand 06/2026. abgerufen am 24.10.2026
  4. EMA-Produktinformation Exelon (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Hartkapseln, Lösung zum Einnehmen, transdermales Pflaster). Novartis Europharm Limited (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 02/2026. abgerufen am 24.10.2026
  5. EMA-Produktinformation Ebixa (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Filmtabletten, Lösung zum Einnehmen). H. Lundbeck A/S (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 07/2026. abgerufen am 24.10.2026
  6. EMA-Produktinformation LEQEMBI (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels. Eisai GmbH (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2026. abgerufen am 24.10.2026
  7. EMA-Produktinformation Kisunla (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels. Eli Lilly Nederland B.V. (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 02/2026. abgerufen am 24.10.2026
  8. Leitlinie S3-Leitlinie Screening, Diagnose und Behandlung alkoholbezogener Störungen, Kurzfassung, aktualisierte Version 2020 (AWMF-Register-Nr. 076-001). Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht). Stand aktualisierte Version 2020; gültig bis Dezember 2025 (laut DGPPN-Übersicht bis 31.12.2025), abgelaufen. abgerufen am 24.10.2026
  9. Leitlinien (Übersicht der S3-Leitlinien mit Gültigkeit), Einträge Alkoholbezogene Störungen und Bipolare Störungen. Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). abgerufen am 24.10.2026
  10. Fachinformation Naltrexonhydrochlorid Accord 50 mg Filmtabletten. Accord Healthcare B.V.. Stand 06/2024. abgerufen am 24.10.2026
  11. EMA-Produktinformation Selincro (Nalmefen, EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation). H. Lundbeck A/S (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 10/2025 (zuletzt aktualisiert 07.10.2025). abgerufen am 24.10.2026
  12. Gesetz § 5 Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV): Substitution, Verschreiben von Substitutionsmitteln. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 24.10.2026
  13. Gesetz § 4 Arzneimittelgesetz (AMG): Sonstige Begriffsbestimmungen, Absatz 29 (pflanzliche Arzneimittel). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 24.10.2026
  14. Gesetz Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Johanniskraut. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 24.10.2026
  15. Gebrauchsinformation Jarsin 300 mg überzogene Tabletten. Cassella-med GmbH & Co. KG. Stand 01/2024. abgerufen am 24.10.2026
  16. EMA-Produktinformation Xyrem 500 mg/ml Lösung zum Einnehmen (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) und Anhang III B: Packungsbeilage. UCB Pharma S.A. (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 05/2025. abgerufen am 24.10.2026
  17. EMA-Produktinformation Wakix 4,5 mg / 18 mg Filmtabletten (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation). Bioprojet Pharma (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2026. abgerufen am 24.10.2026
  18. EMA-Produktinformation Sunosi 75 mg / 150 mg Filmtabletten (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) und Anhang III B: Packungsbeilage. Atnahs Pharma Netherlands B. V. (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 05/2026. abgerufen am 24.10.2026
  19. EMA-Produktinformation CHAMPIX (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation). Pfizer Europe MA EEIG (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 09/2025. abgerufen am 24.10.2026
  20. Fachinformation Biperiden-neuraxpharm 2 mg/4 mg Tabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 10/2020. abgerufen am 24.10.2026
  21. Fachinformation Oxcarbazepin-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025 (Version 7). abgerufen am 24.10.2026
  22. Leitlinie S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie Bipolarer Störungen, Langversion 2.1 (AWMF-Register-Nr. 038-019). Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen (DGBS) und DGPPN. Stand Update Februar 2019, letzte Anpassung Mai 2020; laut DGPPN-Übersicht gültig bis 01.03.2023, abgelaufen. abgerufen am 24.10.2026
  23. Fachinformation Modafinil Heumann 100 mg / 200 mg Tabletten. HEUMANN PHARMA GmbH & Co. Generica KG. Stand 09/2026. abgerufen am 24.10.2026
  24. EMA-Produktinformation Wakix 4,5 mg / 18 mg Filmtabletten (EPAR), Anhang III B: Packungsbeilage. Bioprojet Pharma (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 08/2026. abgerufen am 24.10.2026

Häufige Fragen

Was zählt zu den weiteren Psychopharmaka?

Auf dieser Website gehören dazu Mittel bei Demenz (Antidementiva), Mittel bei Alkohol- und Opioidabhängigkeit, pflanzliche Mittel wie Johanniskraut, Baldrianwurzel, Lavendelöl und Ginkgo-biloba-Extrakt sowie einzelne Wirkstoffe ohne eigene Gruppe: Natriumoxybat, Pitolisant, Solriamfetol und Modafinil bei Narkolepsie, Vareniclin zur Raucherentwöhnung, Biperiden bei Parkinsonismus und bei Bewegungsstörungen durch Arzneimittel und Oxcarbazepin bei Epilepsie. Die Rubrik ist eine Einteilung dieser Website, keine Wirkstoffklasse im pharmakologischen Sinn.

Welche Medikamente gibt es bei Demenz?

Laut Fachinformation sind die Acetylcholinesterasehemmer Donepezil, Galantamin und Rivastigmin zur symptomatischen Behandlung der leichten bis mittelschweren Alzheimer-Demenz zugelassen und Memantin für die moderate bis schwere Alzheimer-Demenz; die S3-Leitlinie Demenzen nennt sie symptomatische Therapien. Die Antikörper Lecanemab und Donanemab sind nur für die frühe Alzheimer-Krankheit mit bestätigter Amyloid-Pathologie zugelassen und nur, wenn keine oder eine Kopie der Genvariante ApoE4 vorliegt. Einzelheiten stehen auf der Seite Antidementiva.

Welche Medikamente gibt es bei Alkoholabhängigkeit?

Für die Weiterbehandlung nach dem Entzug außerhalb der stationären Rehabilitation sollte laut S3-Leitlinie eine Behandlung mit Acamprosat oder Naltrexon im Rahmen eines Gesamtbehandlungsplans angeboten werden, Nalmefen kann angeboten werden; die Leitlinie in der Version von 2020 ist inzwischen abgelaufen. Zugelassen ist Naltrexon laut Fachinformation zur Unterstützung der Abstinenz, Nalmefen laut EMA-Produktinformation zur Verringerung des Alkoholkonsums. Ob Acamprosat in Deutschland derzeit im Handel ist, ist nicht belegt.

Welche Medikamente gibt es bei Narkolepsie?

Natriumoxybat ist laut Fachinformation zur Behandlung der Narkolepsie mit Kataplexie ab 7 Jahren zugelassen, Pitolisant zur Behandlung der Narkolepsie mit oder ohne Kataplexie ab 6 Jahren. Solriamfetol wird bei Erwachsenen mit Narkolepsie angewendet, um die Wachheit zu verbessern und übermäßige Schläfrigkeit am Tag zu verringern, und Modafinil ist für Erwachsene mit exzessiver Schläfrigkeit bei Narkolepsie zugelassen. Die Behandlung mit Natriumoxybat muss laut Fachinformation eine Ärztin oder ein Arzt mit Erfahrung in der Behandlung der Narkolepsie beginnen und durchführen.

Gibt es Psychopharmaka zur Raucherentwöhnung?

Vareniclin ist laut Fachinformation zur Raucherentwöhnung bei Erwachsenen zugelassen. Treten unter Vareniclin schwere neuropsychiatrische Symptome auf, sollen Behandelte die Einnahme laut Fachinformation sofort beenden und eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Was ein Rauchstopp für andere Psychopharmaka bedeuten kann, steht auf der Seite Rauchen und Psychopharmaka.

Gibt es pflanzliche Psychopharmaka?

Ja. Auf dieser Website zählen Johanniskraut, Baldrianwurzel, Lavendelöl und Ginkgo-biloba-Extrakt dazu; pflanzliche Arzneimittel enthalten laut Arzneimittelgesetz als Wirkstoff ausschließlich pflanzliche Stoffe oder Zubereitungen. Auch hier sind Wechselwirkungen möglich: Wirkstoffe aus Johanniskraut können laut Packungsbeilage die Wirksamkeit anderer Arzneimittel herabsetzen oder deren Wirkung verstärken. Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke, wenn Sie weitere Medikamente nehmen.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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