Behandlung

Lichttherapie bei Depression

Bei einer Depression mit jahreszeitlichem Muster, etwa einer Winterdepression, soll laut Nationaler VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression ein Behandlungsversuch mit Lichttherapie angeboten werden; bei Depressionen ohne ein solches Muster kann er angeboten werden. Meist sitzt man dafür morgens mit offenen Augen vor einer sehr hellen Lichtquelle, deren UV-Strahlen herausgefiltert werden. Als Nebenwirkungen nennt die Leitlinie vor allem kurze, milde Augen- und Kopfschmerzen; ob und wie Sie eine Lichttherapie machen, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Frau Anfang vierzig sitzt an einem Wintermorgen an einem hellen Frühstückstisch, neben ihr steht eine schlichte runde weiße Tageslichtlampe
Bild: KI-generiert

Bei der Lichttherapie sitzt man eine Zeit lang vor einer sehr hellen Lichtquelle. Sie soll laut Nationaler VersorgungsLeitlinie (NVL) Unipolare Depression den zirkadianen Rhythmus und damit den Serotonin- und Melatonin-Spiegel beeinflussen [1]; die Patientenleitlinie spricht vom Schlaf-Wach-Rhythmus, den die Lichttherapie beeinflussen soll [2]. Bei Depressionen mit jahreszeitlichem Muster wie der sogenannten Winterdepression soll sie laut NVL angeboten werden; bei Depressionen ohne ein solches Muster nennt die NVL sie als Möglichkeit [1, 2].

Was eine Winterdepression ausmacht

Bei einer Winterdepression treten depressive Beschwerden laut Patientenleitlinie nur im Herbst und Winter auf, also während der dunklen Jahreszeit, und gehen im Frühjahr wieder zurück [2]. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) spricht von Herbst-Winter-Depression und vermutet als Ursache den Rückgang der Sonnenstunden in der dunklen Jahreszeit. Im deutschsprachigen Raum erkranken laut IQWiG jedes Jahr rund 2 bis 3 von 100 Menschen daran. Neben typischen Beschwerden einer Depression wie gedrückter Stimmung, fehlendem Antrieb, Interessenverlust und Freudlosigkeit sind Heißhunger auf Kohlenhydrate, Gewichtszunahme und ein erhöhtes Schlafbedürfnis häufig. Die meisten Betroffenen haben eher leichte bis mittelschwere Episoden, die sich trotzdem meist auf Privat- und Berufsleben auswirken; die Erkrankung betrifft die meisten über mehrere Jahre, und bei den meisten kehrt die Episode im folgenden Winter wieder [5]. Ob eine Depression vorliegt und welche Behandlung passt, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt; mehr unter Depression.

Was die Leitlinien empfehlen

Die NVL Unipolare Depression in der Version 3.2 (verabschiedet 2022, gültig bis 29.09.2027) unterscheidet zwei Fälle [1]:

  • Bei Depressionen mit saisonalem Muster soll ein Therapieversuch mit Lichttherapie angeboten werden ("soll", starke Empfehlung).
  • Bei Depressionen ohne saisonales Muster kann ein Therapieversuch mit Lichttherapie angeboten werden ("kann", offene Empfehlung).

Die Aussagesicherheit der Studien schätzt die Leitliniengruppe bei saisonalen Depressionen als moderat ein, bei nicht saisonalen als sehr niedrig. Insgesamt zeigten sich kurzzeitige, eher kleine bis mittelgroße Effekte; die beste Studienlage gibt es für Lichtlampen. Eine Lichttherapie kann laut NVL zusätzlich zu einer Behandlung mit Antidepressiva wirken, und auch ältere Menschen können von ihr profitieren. Die starke Empfehlung bei saisonalen Depressionen begründet die Leitliniengruppe auch damit, dass das Schadenspotenzial gering und die Lichttherapie sehr einfach umzusetzen ist, zum Beispiel mit einer Lampe am Arbeitsplatz [1].

Das IQWiG hat die Studien zur Herbst-Winter-Depression 2020 in einem eigenen Bericht ausgewertet, den auch die NVL heranzieht [1, 5]. Danach könnten klassische Lichtlampen die Beschwerden einer Herbst-Winter-Depression kurzfristig etwas mehr bessern als eine Placebo-Behandlung, der Effekt ist aber wahrscheinlich gering; über alle Lampenarten zusammen hatten Menschen mit Lichttherapie ähnlich starke Beschwerden wie Menschen mit einer Placebo-Behandlung. Wie lange eine Besserung anhält, ist unklar, weil die Teilnehmenden höchstens 8 Wochen beobachtet wurden. Die meisten Studien hatten Mängel, und es gab Hinweise, dass Studien mit einem Nutzen eher veröffentlicht wurden; das Vertrauen in die Ergebnisse hält das IQWiG deshalb für eher gering [5]. Auch die Patientenleitlinie schreibt, dass die Effekte eher klein bis mittelgroß scheinen und die Wirkung wahrscheinlich schnell nachlässt [2].

In der Regel kommt die Lichttherapie laut NVL zu anderen Behandlungen hinzu; bei leichten und rein saisonalen Formen hält die Leitliniengruppe auch einen ersten Behandlungsversuch allein mit Licht für denkbar. Im Ablaufplan der NVL steht sie bei leichten wie bei mittelgradigen und schweren Episoden unter den unterstützenden Angeboten, die zur übrigen Behandlung hinzukommen können [1]. Wenn Sie Antidepressiva nehmen und zusätzlich eine Lichttherapie beginnen möchten, besprechen Sie das mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, und ändern Sie die übrige Behandlung nicht eigenmächtig. Ob eine Lichttherapie bei Menschen ohne aktuelle Beschwerden einer neuen Episode vorbeugt, ist kaum untersucht: Eine Übersichtsarbeit, die die NVL heranzieht, fand dazu nur eine sehr kleine Studie ohne statistisch gesicherte Effekte; die Aussagesicherheit schätzt die NVL als sehr niedrig ein [1]. Mehr zu den übrigen Behandlungen steht unter Psychotherapie und Medikamente.

Für bipolare Störungen gibt es die S3-Leitlinie Bipolare Störungen der DGBS und DGPPN (Langversion 2.1, Update 2019, letzte Anpassung Mai 2020); die Leitlinienübersicht der DGPPN führt sie mit dem Vermerk "Gültig bis: 01.03.2023", diese Gültigkeit ist abgelaufen [3, 4]. Trotz spärlicher Studienlage bei bipolarer Depression kann eine Lichttherapie laut dieser Leitlinie vor allem bei saisonalen Verläufen zusätzlich erwogen werden ("kann", Empfehlungsgrad 0). Begründet wird das unter anderem mit der geringen Rate an Nebenwirkungen, der guten Akzeptanz bei Patientinnen und Patienten und der guten Studienlage bei unipolarer Depression [3]. Zur Lichttherapie bei manischen Episoden und zur Vorbeugung neuer Episoden liegen laut Leitlinie keine Studienergebnisse und keine hinreichende Erfahrung vor [3]. Mehr unter Bipolare Störung.

So läuft eine Lichttherapie ab

Am häufigsten wird laut NVL eine helle Lichtquelle mit hoher Lichtstärke genutzt, mindestens 2.500 Lux, besser 10.000 Lux und mehr; grundsätzlich kommen auch andere Lichtfarben mit kurzen oder mittleren Wellenlängen infrage, etwa blaues, grünes oder gelbes Licht [1]. Die Patientenleitlinie beschreibt eine helle, weiße Lichtquelle [2]. Wie lange und wie oft behandelt wird, hängt laut NVL von Lichtquelle, Lichtart und Lichtstärke ab. Häufig sind Anwendungen über mehrere Tage bis Monate, jeweils 30 Minuten bis 2 Stunden in den frühen Morgenstunden [1], laut Patientenleitlinie möglichst früh nach dem Aufstehen [2]. In den Studien, die das IQWiG ausgewertet hat, dauerte die Behandlung je nach Studie eine halbe Stunde bis 2 Stunden täglich über insgesamt 2 bis 8 Wochen [5]. Bei Depressionen ohne saisonales Muster blieb der Effekt in einer Übersichtsarbeit, die die NVL ausgewertet hat, nur für weißes Licht statistisch gesichert, nicht für andere Lichtarten [1].

Nach der S3-Leitlinie Bipolare Störungen wird die einzelne Sitzung kürzer, je höher die Lichtstärke ist, und die gesamte Behandlung dauert in der Regel mehrere Wochen. Weil es bei einer Unterbrechung in den Wintermonaten häufig zu Rückfällen kommt, wird laut dieser Leitlinie oft über die gesamte dunkle Jahreszeit behandelt [3]. Das IQWiG hält die regelmäßige Anwendung für wichtig für den Erfolg [5].

Während der Behandlung müssen die Augen laut NVL geöffnet sein und dürfen nicht mit einer Sonnenbrille oder auf andere Weise verdeckt werden. Lichttherapiegeräte haben deshalb einen UV-Filter, damit die Augen keinen Schaden nehmen [1]. Getönte Brillen sind laut S3-Leitlinie generell nicht nötig, weil die Lichtquelle durch einen Kunststoffschirm abgeblendet oder das Licht gestreut wird [3].

Lichttherapie lässt sich laut NVL auch mit anderen Verfahren verbinden, die auf den Tag-Nacht-Rhythmus zielen, nämlich mit Schlafentzug und einer Verschiebung des Schlaf-Wach-Rhythmus; für Menschen mit unipolarer Depression fand die Leitliniengruppe dazu keine zusammengefassten Studienergebnisse [1]. Bei Menschen mit bipolarer Störung, die zuvor auf mindestens ein Antidepressivum nicht angesprochen hatten, gibt es laut S3-Leitlinie aus einer Studie Hinweise, dass eine Verbindung von Wach- und Lichttherapie unter gleichzeitiger Vorbeugung mit Lithium das kurzfristige Ansprechen und das Rückfallrisiko verbessert [3]. Mehr unter Wachtherapie.

Welche Geräte es gibt

Als Lichtquelle werden laut NVL vor allem Lichttherapielampen eingesetzt, auch "Lichtdusche" oder Tageslichtlampe genannt. Daneben gibt es Lichtmasken und Lichtbrillen, die man am Körper trägt, sowie andere Geräte [1]. Die Patientenleitlinie beschreibt sie als spezielle Geräte, bei denen alle UV-Strahlen herausgefiltert werden [2]. Die beste Studienlage gibt es laut NVL für Lichtlampen [1]; für Lampen, die am Kopf getragen werden, fand das IQWiG in seinem Bericht von 2020 keinen Hinweis auf eine Wirkung, und Lampen, die einen Sonnenaufgang nachahmen, brachten in den Studien keinen zusätzlichen Nutzen [5]. Hersteller oder Modelle empfehlen die Leitlinien nicht. Fragen Sie vor der Anschaffung eines Geräts Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, ob eine Lichttherapie für Sie infrage kommt und wie Sie sie anwenden sollen.

Nebenwirkungen und Vorsicht

Paar in den Siebzigern geht an einem sonnigen Wintertag Arm in Arm durch einen verschneiten Park
Bild: KI-generiert

Sicherheitsfragen wurden in den Studien laut NVL schlecht berichtet. Im Wesentlichen können Augen- und Kopfschmerzen auftreten, die kurz anhalten und mild sind [1, 2]. Die S3-Leitlinie Bipolare Störungen nennt als häufigste Nebenwirkungen in klinischen Studien überanstrengte Augen, Sehstörungen, Kopfschmerzen, Unruhe oder Übelkeit, Dämpfung und sehr selten hypomanische oder manische Beschwerden [3]. Bei einer typischen Winterdepression kann eine Lichttherapie laut dieser Leitlinie auch dann vorübergehende manische und hypomane Zustände hervorrufen, wenn eine unipolare Depression zugrunde liegt [3]. Eine Hypomanie ist laut Patientenleitlinie eine gehobene oder gereizte Stimmung, die mehrere Tage anhält, zum Beispiel mit gesteigertem Antrieb oder leichtsinnigem Verhalten [2].

Absolute Gegenanzeigen sind laut S3-Leitlinie derzeit nicht bekannt. Weil der ungeschützte Blick in die Lichtquelle lichtempfindliche Augen reizen kann, empfiehlt die Leitlinie bei bekannten Augenleiden oder aktuellen Beschwerden der Augen vorher eine augenärztliche Beratung. Außerdem muss berücksichtigt werden, wenn Medikamente oder Naturprodukte die Lichtempfindlichkeit erhöhen [3]. Nennen Sie deshalb vor Beginn alle Mittel, die Sie nehmen, auch pflanzliche; dabei hilft der Medikationsplan.

In der Schwangerschaft sprechen laut S3-Leitlinie Bipolare Störungen Untersuchungen bei schwangeren Frauen mit Depression für eine Wirksamkeit. Bei einer bipolaren Erkrankung wurde das nicht eigens untersucht; eine Anwendung ist dort nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiken im Einzelfall nicht grundsätzlich ausgeschlossen [3]. Mehr unter Schwangerschaft.

Wer die Kosten trägt

Die Lichttherapie wird laut Patientenleitlinie von 2024 derzeit nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt [2]. Das IQWiG schrieb 2020, dass nur wenige gesetzliche Krankenkassen die Kosten teilweise oder ganz übernehmen; dafür muss eine Ärztin oder ein Arzt eine Herbst-Winter-Depression festgestellt und die Therapie verordnet haben, in den meisten Fällen muss man sie selbst bezahlen [5]. Was Ihre Krankenkasse heute übernimmt, erfahren Sie dort.

Wann Sie sofort Hilfe brauchen

Gedanken an Suizid oder Suizidversuche können laut Patientenleitlinie zu den Beschwerden einer Depression gehören [2]. Solche Gedanken sind auf jeden Fall ernst zu nehmen; die Patientenleitlinie rät Angehörigen, gemeinsam mit der betroffenen Person die behandelnde Ärztin oder den Psychotherapeuten darüber zu informieren und zu besprechen, was das für die Behandlung bedeutet [2].

Quellen

  1. Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Langfassung, Version 3.2 (AWMF-Register-Nr. nvl-005). Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF (NVL-Programm). Stand 07/2023 (verabschiedet 29.09.2022, gültig bis 29.09.2027). abgerufen am 23.10.2026
  2. Leitlinie Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Version 3.0. Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF (NVL-Programm). Stand 2024. abgerufen am 23.10.2026
  3. Leitlinie S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie Bipolarer Störungen, Langversion 2.1 (AWMF-Register-Nr. 038-019). Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen (DGBS) und DGPPN. Stand Update Februar 2019, letzte Anpassung Mai 2020; laut DGPPN-Übersicht gültig bis 01.03.2023. abgerufen am 23.10.2026
  4. Leitlinien (Übersicht der S3-Leitlinien mit Gültigkeit), Eintrag Bipolare Störungen. Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 23.10.2026
  5. HTA kompakt: Herbst-Winter-Depression: Kann Lichttherapie oder Vitamin-D-Therapie helfen? (HTA-Nummer HT18-04, ThemenCheck Medizin). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Stand Version 1.0, Stand 15.06.2020. abgerufen am 23.10.2026

Häufige Fragen

Hilft eine Lichttherapie bei Depressionen?

Bei Depressionen mit saisonalem Muster soll laut NVL Unipolare Depression ein Therapieversuch mit Lichttherapie angeboten werden, ohne ein solches Muster kann er angeboten werden. Die Leitlinie fand kurzzeitige, eher kleine bis mittelgroße Effekte, die beste Studienlage gibt es für Lichtlampen. In der Regel kommt die Lichttherapie zu anderen Behandlungen hinzu.

Wie lange und wann macht man eine Lichttherapie?

Häufig sind laut NVL Anwendungen über mehrere Tage bis Monate, jeweils 30 Minuten bis 2 Stunden in den frühen Morgenstunden; die Dauer hängt von Lichtquelle, Lichtart und Lichtstärke ab. Laut S3-Leitlinie Bipolare Störungen wird oft über die gesamte dunkle Jahreszeit behandelt, weil es bei einer Unterbrechung häufig zu Rückfällen kommt. Wie Sie selbst vorgehen, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Welche Lampe braucht man für eine Lichttherapie?

Die NVL beschreibt vor allem Lichttherapielampen, auch Tageslichtlampen genannt, daneben Lichtmasken, Lichtbrillen und andere Geräte. Am häufigsten wird Licht von mindestens 2.500 Lux genutzt, besser 10.000 Lux und mehr, und die Geräte haben einen UV-Filter. Die beste Studienlage gibt es laut NVL für Lichtlampen; für am Kopf getragene Lampen fand das IQWiG keinen Hinweis auf eine Wirkung. Hersteller oder Modelle nennen die Leitlinien nicht. Ob eine Lichttherapie für Sie infrage kommt, besprechen Sie vor dem Kauf eines Geräts mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Hat eine Lichttherapie Nebenwirkungen?

Laut NVL können vor allem Augen- und Kopfschmerzen auftreten, die kurz anhalten und mild sind. Die S3-Leitlinie Bipolare Störungen nennt außerdem überanstrengte Augen, Sehstörungen, Unruhe, Übelkeit, Dämpfung und sehr selten hypomanische oder manische Beschwerden. Bei Augenleiden empfiehlt sie vorher eine augenärztliche Beratung.

Zahlt die Krankenkasse eine Lichttherapie?

Laut Patientenleitlinie von 2024 bezahlt die gesetzliche Krankenkasse die Lichttherapie derzeit nicht. Das IQWiG schrieb 2020, dass nur wenige gesetzliche Krankenkassen die Kosten teilweise oder ganz übernehmen, wenn eine Ärztin oder ein Arzt eine Herbst-Winter-Depression festgestellt und die Therapie verordnet hat. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach.

Kann man einer Winterdepression mit Licht vorbeugen?

Das ist kaum untersucht. Eine Übersichtsarbeit, die die NVL heranzieht, fand zur Lichttherapie bei Menschen ohne aktuelle Beschwerden nur eine sehr kleine Studie ohne statistisch gesicherte Effekte. Auch für die Vorbeugung bei bipolaren Störungen liegen laut S3-Leitlinie keine ausreichenden Studien und keine hinreichende Erfahrung vor. Wenn Sie früher eine Winterdepression hatten, sprechen Sie vor dem nächsten Herbst mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Hilft Vitamin D gegen eine Winterdepression?

Ob Vitamin D zur Behandlung einer Herbst-Winter-Depression sinnvoll ist, bleibt laut IQWiG (2020) unklar, weil es keine Studien gibt, die diese Frage beantworten können. Von den gesetzlichen Krankenkassen wird eine solche Therapie laut IQWiG nicht bezahlt.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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