Behandlung
Wann wirken Psychopharmaka?
Das hängt von der Gruppe ab: Benzodiazepine wirken laut S3-Leitlinie Angststörungen sofort angstlösend; bei Antidepressiva ist laut Nationaler VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression ab Erreichen der Standarddosis mit einer Wirklatenz von 3 bis 4 Wochen zu rechnen, bei älteren Menschen bis zu 6 Wochen; bei Antipsychotika sind die wesentlichen Wirkungen laut S3-Leitlinie Schizophrenie schon in den ersten zwei Wochen nachweisbar. Bei Lithium tritt die volle Wirkung laut Fachinformation mitunter erst nach Monaten ein.

Wann ein Psychopharmakon wirkt, ist je nach Gruppe sehr verschieden, und manchmal setzen verschiedene Wirkungen desselben Mittels unterschiedlich schnell ein. Benzodiazepine wirken laut S3-Leitlinie Angststörungen sofort nach der Einnahme angstlösend [4]. Bei Antidepressiva rechnet die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Unipolare Depression dagegen ab Erreichen der Standarddosis mit einer Wirklatenz von 3 bis 4 Wochen [1]; so heißt die Zeit, bis ein Medikament spürbar wirkt. Bei Amitriptylin setzt laut Fachinformation die beruhigende Wirkung ohne Verzögerung ein, die antidepressive Wirkung im Normalfall nach 2 bis 4 Wochen [11].
Wirkungseintritt nach Gruppen im Überblick
Die Tabelle fasst zusammen, was Leitlinien und Fachinformationen zum Wirkungseintritt sagen [1, 2, 3, 4, 16, 17, 19]. Sie ist keine Rangfolge; welches Mittel für Sie infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen.
| Gruppe | Was die Quelle zum Wirkungseintritt sagt |
|---|---|
| Antidepressiva bei Depression | Wirklatenz von 3 bis 4 Wochen ab Erreichen der Standarddosis, bei älteren Menschen bis zu 6 Wochen (NVL) [1]; eine erste Verbesserung kann sich nach 2 Wochen zeigen, die volle Wirksamkeit tritt meist nach etwa 3 bis 4 Wochen ein (Patientenleitlinie) [2] |
| Antidepressiva bei Angststörungen | angstlösende Wirkung von SSRI und SNRI mit einer Latenz von 2 bis 4 Wochen, in manchen Fällen später; bei trizyklischen Antidepressiva 2 bis 4 Wochen, in manchen Fällen bis zu 6 bis 8 Wochen (S3-Leitlinie Angststörungen) [4] |
| Antipsychotika bei Schizophrenie | wesentliche Wirkungen in einer großen Auswertung schon in den ersten zwei Wochen nachweisbar; manche Menschen brauchen länger (S3-Leitlinie Schizophrenie) [3] |
| Benzodiazepine | angstlösende Wirkung sofort nach der Einnahme (S3-Leitlinie Angststörungen) [4] |
| Pregabalin bei generalisierter Angststörung | Wirkung bereits in den ersten Tagen (S3-Leitlinie Angststörungen) [4] |
| Z-Substanzen wie Zolpidem | schlaffördernde Wirkung setzt rasch ein (Fachinformation Zolpidem) [16] |
| Stimmungsstabilisierer: Lithium | volle Wirkung mitunter erst nach Monaten (Fachinformation) [17] |
| ADHS-Medikamente: Methylphenidat | Beurteilung nach einem Monat: Bessern sich die Beschwerden nach angemessener Dosiseinstellung über einen Monat nicht, sieht die Fachinformation das Beenden der Behandlung vor [19] |
Antidepressiva: Wirkung nach Wochen
Die NVL teilt den Beginn einer Behandlung mit Antidepressiva in zwei Abschnitte. Zuerst wird die Dosis von einer niedrigen Anfangsdosis bis zur empfohlenen Standarddosis gesteigert; unter Berücksichtigung der Verträglichkeit sollte das so schnell wie möglich geschehen ("sollte"). Ab Erreichen der Standarddosis beginnt die Wirklatenz im engeren Sinn, auch wenn es schon vorher Wirkungen geben kann [1]. Wegen der Wirklatenz soll ab Erreichen der Standarddosis mindestens 3 bis 4 Wochen abgewartet und dann gemeinsam beurteilt werden, ob es eine positive Entwicklung im Sinne der vereinbarten Ziele gibt ("soll"). Bei älteren Menschen kann laut NVL ein längeres Abwarten sinnvoll sein, zum Beispiel 6 Wochen, weil die Wirklatenz nach klinischer Erfahrung länger sein kann [1]. Den Zeitpunkt dieser Beurteilung soll die Praxis schon vor Beginn mit Ihnen vereinbaren ("soll") [1].
Die Patientenleitlinie zur NVL beschreibt es so: Ein Antidepressivum hilft nicht sofort mit der ersten Tablette, eine erste Verbesserung kann sich nach 2 Wochen zeigen, und die volle Wirksamkeit tritt meist nach etwa 3 bis 4 Wochen ein. Auf welche Beschwerden ein Medikament zuerst wirkt, lässt sich nicht vorhersagen, ebenso wenig, ob und wann die Wirkung eintritt [2].
Untersuchungen, die die NVL zitiert, deuten darauf hin, dass die Wirkung bei ausreichender Dosis rasch einsetzt; treten in den ersten beiden Wochen keinerlei Zeichen einer Besserung auf, sinkt die Wahrscheinlichkeit eines späteren Ansprechens. Die Wahrscheinlichkeit eines Ansprechens ist laut NVL in den ersten etwa 3 bis 4 Wochen am größten, und ein zu langes Abwarten kann zu Frustration und zum Abbruch der Behandlung führen [1]. Was sich in den ersten Wochen verändert, können Sie in den Kontrollterminen ansprechen (mehr unter Die ersten Wochen).
Die Fach- und Gebrauchsinformationen einzelner Antidepressiva nennen eigene Zeiträume [5, 7, 8, 9, 10, 11, 12]. Die folgende Tabelle gibt sie in alphabetischer Reihenfolge wieder; sie ist keine Rangfolge und kein Grund, das Mittel zu wechseln. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
| Wirkstoff | Angabe der Produktinformation |
|---|---|
| Amitriptylin | antidepressive Wirkung in der Regel nach 2 bis 4 Wochen; die beruhigende (sedierende) Wirkung ist nicht verzögert [11] |
| Citalopram | für mindestens zwei Wochen nach Behandlungsbeginn ist nicht mit einer antidepressiven Wirkung zu rechnen [7] |
| Duloxetin | bei Depression wird ein Ansprechen normalerweise nach 2 bis 4 Wochen beobachtet [9] |
| Escitalopram | bei Depression bis zum Ansprechen in der Regel 2 bis 4 Wochen; bei sozialer Angststörung bis zur Besserung in der Regel 2 bis 4 Wochen; bei Panikstörung Wirkungsmaximum nach etwa 3 Monaten [8] |
| Johanniskraut | bis zur deutlichen Besserung erfahrungsgemäß 4 bis 6 Wochen (Packungsbeilage eines Präparats) [12] |
| Mirtazapin | Wirkung im Allgemeinen nach 1 bis 2 Wochen; bei ausreichender Dosis sollte sich innerhalb von 2 bis 4 Wochen ein Behandlungserfolg einstellen [10] |
| Sertralin | Wirkung kann innerhalb von 7 Tagen einsetzen; ein Ansprechen lässt sich meist erst nach einem längeren Zeitraum nachweisen, besonders bei Zwangsstörungen [5] |
Bei Angststörungen kann die angstlösende Wirkung von SSRI und SNRI laut S3-Leitlinie Angststörungen mit einer Latenz von 2 bis 4 Wochen auftreten, in manchen Fällen auch später. Bei trizyklischen Antidepressiva sollten Betroffene darüber informiert werden, dass die Latenz 2 bis 4 Wochen beträgt, in manchen Fällen bis zu 6 bis 8 Wochen. In ihren Empfehlungen zur Aufklärung nennt dieselbe Leitlinie für Antidepressiva eine Latenz von etwa 2 Wochen, mit einer Spanne von 1 bis 6 Wochen [4]. Als Stärke von Esketamin als Nasenspray nennt die NVL vor allem den schnellen Wirkungseintritt. Zugelassen ist Esketamin laut NVL nur zusammen mit einem Antidepressivum; außerhalb von Notfallsituationen oder einer Therapieresistenz ist es für die Behandlung unipolarer Depressionen nicht zugelassen [1]. Mehr unter Ketamin und Esketamin.
Antipsychotika: Wirkung in den ersten Wochen

Die frühere Annahme, Antipsychotika wirkten erst mit einer deutlichen Verzögerung von über einer Woche, haben laut S3-Leitlinie Schizophrenie verschiedene Arbeiten entkräftet. In einer Auswertung von 119 Studien waren die wesentlichen Wirkungen der Behandlung schon in den ersten zwei Wochen nachweisbar. Zugleich reagiert jeder Mensch anders, und manche brauchen längere Zeit, bis sie ansprechen [3]. Laut Fachinformation von Haloperidol sprechen Menschen mit Schizophrenie eventuell mit Verzögerung an [13]. Bei Benperidol erreicht die antipsychotische Wirkung laut Fachinformation manchmal erst nach ein bis drei Wochen ihr Maximum, während die psychomotorisch dämpfende Wirkung, also die dämpfende Wirkung auf Antrieb und Bewegung, sofort eintritt [14].
Ob die Behandlung anspricht, soll bei einer Schizophrenie laut S3-Leitlinie nach zwei bis vier Wochen mit einer geeigneten Skala oder einer klinischen Verlaufsbeurteilung überprüft werden ("soll"). Spricht sie trotz ausreichender Behandlungsdauer unzureichend an, sollen zuerst andere Gründe geprüft werden, unter anderem die Diagnose, Begleiterkrankungen, die regelmäßige Einnahme, der Gebrauch von Alkohol oder anderen Substanzen, belastende Nebenwirkungen und die tatsächlich wirksame Dosis; erst danach soll ein Wechsel auf ein anderes Antipsychotikum angeboten werden [3]. Mehr unter Schizophrenie und Medikament wechseln.
Beruhigungs- und Schlafmittel: rascher Wirkungseintritt
Benzodiazepine wirken laut S3-Leitlinie Angststörungen sofort nach der Einnahme oder Injektion angstlösend und führen anders als Antidepressiva zu Beginn nicht zu Unruhe [4]. Lorazepam wird laut Fachinformation nach der Einnahme rasch und nahezu vollständig aufgenommen; die höchsten Blutspiegel wurden nach 1 bis 2,5 Stunden gemessen. Als Schlafmittel sollte es nicht auf vollen Magen genommen werden, weil sonst mit einem verzögerten Wirkungseintritt und, je nach Schlafdauer, mit stärkeren Nachwirkungen am nächsten Morgen zu rechnen ist [15]. Zolpidem wird laut Fachinformation schnell aufgenommen, und die schlaffördernde Wirkung setzt rasch ein [16]. Pregabalin wirkt bei einer generalisierten Angststörung laut S3-Leitlinie bereits in den ersten Tagen; Sedierung und Benommenheit treten besonders zu Beginn auf [4].
Laut Fachinformation von Lorazepam gibt es Hinweise, dass sich gegenüber der beruhigenden Wirkung von Benzodiazepinen eine Toleranz entwickelt, also eine Gewöhnung. Bei täglicher Einnahme über wenige Wochen besteht bereits die Gefahr einer Abhängigkeit, und Benzodiazepine sollten grundsätzlich nur für kurze Zeiträume verordnet werden, zum Beispiel höchstens 4 Wochen [15]. Bei Schlafmitteln wie Zolpidem kann die schlaffördernde Wirkung nach wiederholter Einnahme über wenige Wochen nachlassen. Halten die Schlafstörungen 7 bis 14 Tage nach Beginn der Behandlung noch an, kann das laut Fachinformation auf eine andere psychische oder körperliche Erkrankung hinweisen, die untersucht werden sollte [16]. Zur Behandlung von Angststörungen können Benzodiazepine laut S3-Leitlinie wegen ihres Suchtpotenzials nicht empfohlen werden, außer in Situationen, in denen andere Maßnahmen nicht eingesetzt werden können [4]. Mehr unter Machen Psychopharmaka abhängig?
Bei einer schweren depressiven Episode mit stark belastenden Schlafstörungen oder starker Unruhe können Benzodiazepine und Z-Substanzen laut NVL in begründeten Fällen zusätzlich zu einem Antidepressivum oder einer Psychotherapie angeboten werden, wenn keine Suchterkrankung vorausging, unter Beachtung der Risiken und für 2, höchstens 4 Wochen ("kann"). Die NVL begründet das damit, dass sich bei hohem Behandlungsdruck die Wirklatenz überbrücken lässt; dem stehen eine durch Enthemmung möglicherweise verstärkte Suizidalität und das Risiko einer Abhängigkeit gegenüber [1].
Stimmungsstabilisierer: Wirkung auf längere Sicht
Bei Lithium tritt die volle Wirkung laut der österreichischen Fachinformation eines Lithiumpräparats mitunter erst nach Monaten ein. Die Dosis richtet sich nach dem Blutspiegel und dem Ansprechen; in der akuten Phase sollte der Spiegel häufig, nämlich wöchentlich, bestimmt werden, in unkomplizierten Fällen und in der Erhaltungstherapie alle 1 bis 2 Monate [17]. Mehr unter Medikamentenspiegel.
Lamotrigin ist bei Erwachsenen mit einer Bipolar-I-Störung und überwiegend depressiven Episoden zur Vorbeugung depressiver Episoden zugelassen, nicht zur Akutbehandlung manischer oder depressiver Episoden. Die Dosis wird laut Fachinformation über sechs Wochen bis zur stabilisierenden Erhaltungsdosis gesteigert; die Dosen für Beginn und Steigerung sollten wegen des Risikos von Hautausschlägen nicht überschritten werden [18]. Mehr unter Bipolare Störung.
ADHS-Medikamente: Einstellung im ersten Monat
Bei Methylphenidat ist zu Beginn laut Fachinformation eine sorgfältige Einstellung der Dosis erforderlich, die mit der niedrigsten möglichen Dosis beginnen sollte. In Studien bei Kindern hielt die Wirkung der Retardtabletten nach einmaliger Einnahme am Morgen bis zu 12 Stunden an. Bessern sich die Beschwerden nach einer angemessenen Dosiseinstellung über einen Monat nicht, sieht die Fachinformation das Beenden der Behandlung vor; das entscheidet die Ärztin oder der Arzt [19]. Mehr unter ADHS.
Wenn die Wirkung auf sich warten lässt
Antidepressiva wirken laut Patientenleitlinie nur, wenn Sie sie in ausreichender Dosis über einen angemessenen Zeitraum regelmäßig einnehmen; ein zu frühes Absetzen kann einen Rückfall zur Folge haben, und auch die Dosis sollten Sie auf keinen Fall eigenständig verändern [2]. Bessert sich nach der vereinbarten Zeit nichts oder zu wenig, sollen laut NVL mögliche Ursachen geklärt werden, und gemeinsam mit Ihnen soll über eine Anpassung der Behandlung gesprochen und entschieden werden ("soll") [1]. Laut Packungsbeilage eines Johanniskraut-Präparats sollten Sie erneut Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen, wenn die Beschwerden länger als 4 Wochen bestehen oder sich trotz vorschriftsmäßiger Einnahme verstärken; dieselbe Packungsbeilage bittet, mit der Ärztin, dem Arzt oder in der Apotheke zu sprechen, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist [12]. Mehr unter Wenn ein Antidepressivum nicht wirkt.
Gedanken, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen, können laut Packungsbeilage von Sertralin bei der ersten Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn diese Arzneimittel brauchen einige Zeit, bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger [6]. Laut Fachinformation besteht bei einer Depression das Risiko für Suizidgedanken, bis sich die Beschwerden deutlich bessern, und das geschieht nicht unbedingt schon in den ersten Behandlungswochen; bis zur Besserung sollten Betroffene engmaschig überwacht werden [5]. Während der Aufdosierung und der Wirklatenz soll laut NVL besonders auf Zeichen geachtet werden, die auf ein steigendes Suizidrisiko hindeuten ("soll") [1]. Wenn Sie solche Gedanken haben, gehen Sie laut Packungsbeilage zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf [6].
Quellen
- Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Langfassung, Version 3.2 (AWMF-Register-Nr. nvl-005). Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF (NVL-Programm). Stand 07/2023 (verabschiedet 29.09.2022, gültig bis 29.09.2027). abgerufen am 23.10.2026
- Leitlinie Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Version 3.0. Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF (NVL-Programm). Stand 2024. abgerufen am 23.10.2026
- Leitlinie S3-Leitlinie Schizophrenie, Living Guideline, Langfassung, Version 5.0 (AWMF-Registernummer 038-009). Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Stand Version 5.0, Fassung vom 13.06.2026 (PDF Juli 2026). abgerufen am 23.10.2026
- Leitlinie S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen, Version 2 (AWMF-Registernummer 051-028), Langfassung. Bandelow B., Beutel M. E. u. a. (Textredaktion B. Bandelow), über die DGPPN veröffentlicht. Stand Version 2, Stand 06.04.2021. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Sertralin-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 23.10.2026
- Gebrauchsinformation Sertralin-ratiopharm 50 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Citalopram-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Escitalopram-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Duloxetin-ratiopharm magensaftresistente Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Mirtazapin-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Amitriptylin-CT Tabletten (25 mg und 75 mg). AbZ-Pharma GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 23.10.2026
- Gebrauchsinformation Jarsin 300 mg überzogene Tabletten (Johanniskraut-Trockenextrakt). Cassella-med GmbH & Co. KG. Stand 01/2024. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Haloperidol-ratiopharm 5 mg und 10 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2025. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Benperidol-neuraxpharm 2 mg/4 mg/10 mg Tabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 05/2022. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Lorazepam neuraxpharm 0,5 mg / 1 mg / 2,5 mg Tabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Zolpidem-ratiopharm 10 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 02/2024. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Quilonorm retard 450 mg Filmtabletten (Österreich). Teofarma S.r.l. (Zulassungsinhaber); veröffentlicht vom Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG), Österreich. Stand 07/2024. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Lamotrigin-ratiopharm Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Methylphenidat-HCl-ratiopharm Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2025. abgerufen am 23.10.2026
Häufige Fragen
Ab wann wirkt ein Antidepressivum?
Laut NVL Unipolare Depression ist ab Erreichen der Standarddosis mit einer Wirklatenz von 3 bis 4 Wochen zu rechnen, bei älteren Menschen bis zu 6 Wochen. Laut Patientenleitlinie kann sich eine erste Verbesserung nach 2 Wochen zeigen. Die Fachinformationen einzelner Mittel nennen eigene Zeiträume, bei Sertralin zum Beispiel einen möglichen Wirkungseintritt innerhalb von 7 Tagen und ein Ansprechen meist erst nach einem längeren Zeitraum.
Wirkt ein Antidepressivum schon am ersten Tag?
Die antidepressive Wirkung nicht: Laut Patientenleitlinie hilft ein Antidepressivum nicht sofort mit der ersten Tablette. Manche Mittel haben aber Wirkungen, die früher einsetzen; bei Amitriptylin zum Beispiel ist die beruhigende Wirkung laut Fachinformation nicht verzögert, die antidepressive Wirkung setzt im Normalfall nach 2 bis 4 Wochen ein.
Gibt es Antidepressiva, die schnell wirken?
Für Antidepressiva rechnet die NVL allgemein ab Erreichen der Standarddosis mit einer Wirklatenz von 3 bis 4 Wochen. Bei Esketamin als Nasenspray sieht die NVL die Stärke vor allem im schnellen Wirkungseintritt; zugelassen ist es laut NVL aber nur zusammen mit einem Antidepressivum und für unipolare Depressionen nur bei Therapieresistenz oder in Notfallsituationen. Ob es für Sie infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Warum wirkt mein Antidepressivum nach zwei Wochen noch nicht?
Die Wirklatenz von 3 bis 4 Wochen beginnt laut NVL erst, wenn die Standarddosis erreicht ist, bei älteren Menschen kann sie länger sein. Ob und wann die Wirkung eintritt, lässt sich laut Patientenleitlinie nicht vorhersagen. Besprechen Sie beim vereinbarten Termin mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wie es Ihnen geht, und setzen Sie das Mittel bis dahin nicht ab.
Wie schnell wirkt ein Beruhigungsmittel wie Lorazepam?
Benzodiazepine wirken laut S3-Leitlinie Angststörungen sofort nach der Einnahme angstlösend. Lorazepam wird laut Fachinformation rasch aufgenommen, die höchsten Blutspiegel wurden nach 1 bis 2,5 Stunden gemessen; als Schlafmittel sollte es nicht auf vollen Magen genommen werden, weil die Wirkung sonst verzögert einsetzen kann. Wegen der Gefahr einer Abhängigkeit sollten Benzodiazepine laut Fachinformation nur für kurze Zeiträume verordnet werden.
Wann wirken Neuroleptika?
Neuroleptika ist ein anderes Wort für Antipsychotika. Bei einer Schizophrenie waren ihre wesentlichen Wirkungen laut S3-Leitlinie in einer großen Auswertung von Studien schon in den ersten zwei Wochen nachweisbar, manche Menschen brauchen aber länger. Ob die Behandlung anspricht, soll laut Leitlinie nach zwei bis vier Wochen überprüft werden.
Kann die Wirkung wieder nachlassen?
Bei Benzodiazepinen und Schlafmitteln wie Zolpidem ist das möglich: Laut Fachinformation von Lorazepam gibt es Hinweise auf eine Gewöhnung an die beruhigende Wirkung von Benzodiazepinen, und bei Zolpidem kann die schlaffördernde Wirkung nach wiederholter Einnahme über wenige Wochen nachlassen. Haben Sie bei einem Mittel den Eindruck, dass die Wirkung zu schwach ist oder nachlässt, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, statt die Dosis selbst zu erhöhen.
Wie lange dauert es, bis Lithium wirkt?
Laut Fachinformation tritt die volle Wirkung von Lithium mitunter erst nach Monaten ein. In der akuten Phase sollte der Blutspiegel laut Fachinformation häufig, nämlich wöchentlich, bestimmt werden; nach dem Spiegel und dem Ansprechen richtet sich die Dosis. Wie lange Sie Lithium nehmen und wann die Wirkung beurteilt wird, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
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Behandlung Antidepressiva absetzenAntidepressiva werden schrittweise und gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt abgesetzt.
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Behandlung Benzodiazepine und Z-Substanzen absetzenBenzodiazepine und Z-Substanzen werden schrittweise und ärztlich begleitet abgesetzt.
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Behandlung Antipsychotika absetzenAntipsychotika werden langsam und gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt verringert.
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