MedikamenteWirkstoff
Moclobemid
Moclobemid ist ein verschreibungspflichtiges Antidepressivum aus der Gruppe der MAO-Hemmer, das das Enzym Monoaminoxidase umkehrbar hemmt; bekannt ist es unter anderem als Aurorix. Zugelassen ist es bei depressiven Erkrankungen, die eine medikamentöse Behandlung brauchen, und bei sozialer Phobie im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzepts. Mit einigen Arzneimitteln, etwa Triptanen gegen Migräne, dem Antidepressivum Bupropion oder Dextromethorphan aus Erkältungsmitteln, darf es nicht kombiniert werden; bei Gedanken, sich selbst zu verletzen, brauchen Sie sofort ärztliche Hilfe.

Wofür wird Moclobemid eingesetzt?
Moclobemid ist zugelassen für depressive Erkrankungen, die eine Behandlung mit Medikamenten brauchen; in Studien wurde es überwiegend bei Menschen mit einer "Major Depression" geprüft. Außerdem ist es bei sozialer Phobie zugelassen, im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzepts. Bei Kindern darf Moclobemid nicht angewendet werden, weil ausreichende klinische Erfahrungen fehlen. [1, 4]
Moclobemid ist verschreibungspflichtig. Laut NVL Unipolare Depression sind in Deutschland zwei MAO-Hemmer zugelassen: Moclobemid, das umkehrbar nur die MAO-A hemmt, und Tranylcypromin, das beide Unterformen nicht umkehrbar hemmt. Mehr über die Erkrankungen lesen Sie auf den Seiten Depression und Soziale Phobie. [1, 3, 14]
Wie wirkt Moclobemid?
Nervenzellen geben Signale über Botenstoffe wie Noradrenalin, Dopamin und Serotonin weiter. Abgebaut werden diese Botenstoffe unter anderem durch das Enzym Monoaminoxidase (MAO). Moclobemid hemmt dieses Enzym umkehrbar (reversibel), und zwar vorzugsweise die Unterform MAO-A. Die Botenstoffe werden dadurch langsamer abgebaut, ihre Konzentration außerhalb der Nervenzellen steigt. Laut Fachinformation bessern sich in der Folge Stimmung und Antrieb gleichzeitig. [1]
Moclobemid hat keine beruhigenden (sedierenden) Eigenschaften, verbessert laut Fachinformation aber im Lauf der Behandlung die Schlafqualität und beeinträchtigt das Reaktionsvermögen grundsätzlich nicht. Mit Tyramin, einem Stoff, der natürlich in verschiedenen Lebensmitteln vorkommt, hat Moclobemid nur ein geringes Potenzial für Wechselwirkungen. Die blutdrucksteigernde Wirkung von Tyramin wurde in pharmakologischen Studien weniger oder gar nicht verstärkt, wenn Moclobemid nach einer Mahlzeit eingenommen wurde. Anders ist das bei den nicht umkehrbar wirkenden MAO-Hemmern. Einen Überblick über die Gruppe gibt die Seite MAO-Hemmer. [1, 4]
Nach der Einnahme wird Moclobemid vollständig aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen; der höchste Blutspiegel stellt sich etwa eine Stunde später ein. Bei wiederholter Einnahme steigt der Spiegel in der ersten Behandlungswoche an und stabilisiert sich dann. Die mittlere Halbwertszeit beträgt laut Fachinformation bei zweimal täglicher Einnahme etwa 3 Stunden, bei den meisten Patientinnen und Patienten 2 bis 4 Stunden. Moclobemid wird fast vollständig abgebaut, die Abbauprodukte werden über die Nieren ausgeschieden. [1]
Wann wirkt Moclobemid und wie lange wird behandelt?
Antidepressiva brauchen laut Packungsbeilage einige Zeit, bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger. Bei depressiven Erkrankungen sollte die Behandlung mit Moclobemid mindestens 4 bis 6 Wochen beibehalten werden, um die volle Wirksamkeit beurteilen zu können; bei sozialer Phobie sollte sie 8 bis 12 Wochen mit der empfohlenen Dosis beibehalten werden, um das Ansprechen zu beurteilen. Erhöht werden soll die Dosis nicht vor Ablauf der ersten Behandlungswoche, weil bis dahin der Anteil des Wirkstoffs zunimmt, der ins Blut gelangt (Bioverfügbarkeit). [1, 4]
Eine zeitliche Begrenzung der Anwendungsdauer ist bei depressiven Erkrankungen laut Fachinformation nicht vorgesehen; die Dauer bestimmt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Weil die soziale Phobie in der Regel eine chronische Krankheit ist, kann eine Langzeitbehandlung angezeigt sein; ob sie weiter nötig ist, sollte regelmäßig überprüft werden. [1, 4]
Für Antidepressiva allgemein soll nach der NVL Unipolare Depression ab Erreichen der Standarddosis mindestens 3 bis 4 Wochen abgewartet und dann gemeinsam beurteilt werden, ob sich die Behandlung im Sinne der vereinbarten Ziele positiv entwickelt. Nach dem Abklingen einer depressiven Episode soll die Einnahme 6 bis 12 Monate darüber hinaus in gleicher Dosis empfohlen werden. Menschen mit 2 bis 3 oder mehr Episoden und bedeutsamen Einschränkungen in den letzten 5 Jahren sollte empfohlen werden, das Antidepressivum mindestens 2 Jahre lang zur Vorbeugung einzunehmen. Die Fachinformation von Moclobemid nennt die Rückfallvorbeugung nicht als eigenes Anwendungsgebiet. Mehr dazu auf den Seiten Wann wirken Psychopharmaka? und Wie lange werden Psychopharmaka genommen?. [1, 14]
- BeginnDer Blutspiegel steigt in der ersten Behandlungswoche an; deshalb soll die Dosis nicht vor Ablauf dieser Woche erhöht werden. Schlaflosigkeit, Nervosität oder Überspanntheit zu Beginn können eine Dosisverringerung oder eine kurze Behandlung dieser Beschwerden rechtfertigen. Das Suizidrisiko kann zu Beginn einer Behandlung ansteigen; Patientinnen und Patienten sollten bis zur Besserung engmaschig überwacht werden. Besonders zu Beginn sollte auf die eigene Reaktion geachtet werden.[1]
- Erste WirkungBei depressiven Erkrankungen sollte die Behandlung mindestens 4 bis 6 Wochen beibehalten werden, um die volle Wirksamkeit beurteilen zu können; bei sozialer Phobie 8 bis 12 Wochen mit der empfohlenen Dosis, um das Ansprechen beurteilen zu können.[1]
- ErhaltungBei depressiven Erkrankungen ist laut Fachinformation keine zeitliche Begrenzung der Anwendungsdauer vorgesehen. Da die soziale Phobie in der Regel eine chronische Krankheit ist, kann eine Langzeitbehandlung angezeigt sein; ob sie weiter nötig ist, sollte regelmäßig überprüft werden.[1]
Nebenwirkungen im Blick
Zu Beginn der Behandlung können Schlaflosigkeit, Nervosität oder Überspanntheit auftreten. Verwirrtheitszustände verschwanden laut Fachinformation nach dem Absetzen schnell. Bei Menschen mit einer schizophrenen oder schizoaffektiven Psychose können sich die Beschwerden der Psychose verstärken. [1, 4]
Nach der Zulassung wurden Appetitlosigkeit, ein zu niedriger Natriumspiegel im Blut, Wahnvorstellungen und ein Serotonin-Syndrom berichtet, Letzteres bei gleichzeitiger Einnahme von Mitteln, die Serotonin erhöhen. Außerdem nennt die Fachinformation einen erhöhten Prolaktinspiegel im Blut. Eine Gewichtszunahme und sexuelle Funktionsstörungen führen Fach- und Gebrauchsinformation nicht als Nebenwirkungen auf. [1, 4]
Nebenwirkungen im Blick
Höchste Häufigkeitsangabe der Produktinformation für Beschwerden, nach denen bei Psychopharmaka oft gefragt wird.
- Müdigkeitnicht genannt
- SchlafstörungenSehr häufig
- Unruhe und NervositätHäufig
- Gewichtszunahmenicht genannt
- Weniger oder veränderte Lust auf Sexnicht genannt
- Erektionsstörungennicht genannt
- MundtrockenheitSehr häufig
- Vermehrtes Schwitzennicht genannt
- ÜbelkeitSehr häufig
- SchwindelSehr häufig
- Zitternnicht genannt
- Bewegungsstörungennicht genannt
- Herzrhythmus und QT-Zeitnicht genannt
- NatriummangelSelten
- Abhängigkeitnicht genannt
- Sitzunruhe (Akathisie)nicht genannt
"Nicht genannt" heißt: Die Produktinformation führt die Beschwerde nicht als Nebenwirkung mit Häufigkeitsangabe auf; Hinweise ohne Häufigkeit stehen im Text der Seite. Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht. Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit.
Die folgende Liste nennt alle Nebenwirkungen, für die Fach- und Gebrauchsinformation eine Häufigkeit angeben; was die Angaben bedeuten, zeigt das Werkzeug Was heißt "häufig"?. [1, 4]
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- PsycheErregtheit (Agitiertheit), Angstzustände, Unruhe[1]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
- NervensystemMissempfindungen wie Kribbeln (Parästhesien)[1]
- Gefäße und KreislaufNiedriger Blutdruck (Hypotonie)[1]
- Magen und DarmErbrechen, Durchfall, Verstopfung[1]
- HautHautausschlag[1]
- Allgemeine BeschwerdenErregung[1]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- PsycheSuizidgedanken[1]
- PsycheVerwirrtheitszustände, die nach dem Absetzen schnell verschwanden[1]
- NervensystemGeschmacksstörung (Dysgeusie)[1]
- AugenSehstörungen[1]
- Gefäße und KreislaufHitzegefühl[1]
- HautWassereinlagerungen (Ödeme), Juckreiz (Pruritus), Nesselsucht (Urtikaria)[1]
- Allgemeine BeschwerdenSchwäche (Asthenie)[1]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- Stoffwechsel und ErnährungAppetitlosigkeit (nach der Zulassung berichtet)[1]
- Stoffwechsel und ErnährungNiedriger Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie, nach der Zulassung berichtet)[1]Mehr dazu: Natriummangel
- PsycheSuizidales Verhalten[1]
- PsycheWahnvorstellungen (nach der Zulassung berichtet)[1]
- Laborwerte und UntersuchungenSerotonin-Syndrom bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die Serotonin erhöhen, wie Serotonin-Wiederaufnahmehemmern und vielen anderen Antidepressiva (nach der Zulassung berichtet)[1]Mehr dazu: Serotonin-Syndrom
- Laborwerte und UntersuchungenErhöhung der Leberenzymwerte, ohne klinische Folgeerscheinung[1]
Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben
- Laborwerte und UntersuchungenErhöhter Prolaktinspiegel im Blut[1]Mehr dazu: Erhöhtes Prolaktin
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Hohe Körpertemperatur, Verwirrtheit, übersteigerte Reflexe und Muskelzuckungen zusammen können auf eine Überaktivität von Serotonin hinweisen, besonders wenn Sie weitere Mittel nehmen, die auf Serotonin wirken; mehr dazu auf der Seite Serotonin-Syndrom. [1, 4]
Zu Beginn einer Behandlung kann das Suizidrisiko laut Fachinformation ansteigen. Die Packungsbeilage rät, einer Freundin, einem Freund oder Verwandten von der Erkrankung zu erzählen und sie zu bitten, Ihnen zu sagen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Beschwerden verschlimmern, oder wenn sie sich Sorgen über Veränderungen in Ihrem Verhalten machen. [1, 4]
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Eine Änderung der Behandlung sollte laut Packungsbeilage nur in Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt erfolgen. Einige Hinweise aus Fach- und Gebrauchsinformation helfen im Alltag: [4]
- Nehmen Sie die Filmtabletten nach den Mahlzeiten ein und verzichten Sie vorsorglich auf größere Mengen besonders tyraminreicher Lebensmittel wie alten, sehr reifen Käse. Unter normalen Bedingungen sind Wechselwirkungen mit Tyramin dann laut Fachinformation klinisch ohne Bedeutung. [1, 4]
- Sagen Sie es in der Praxis, wenn Sie zu Beginn schlecht schlafen oder nervös und überspannt sind: Das kann eine niedrigere Dosis oder eine kurze Behandlung dieser Beschwerden rechtfertigen. [1]
- Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke, bevor Sie ein anderes Arzneimittel einnehmen, auch ein rezeptfreies. Dextromethorphan, das in Mitteln gegen Erkältungskrankheiten enthalten sein kann, darf nicht zusammen mit Moclobemid eingenommen werden, und die Wirkung von Sympathomimetika, die oft in Erkältungsmitteln enthalten sind, kann verstärkt und verlängert sein. [1, 4]
Beschwerden und Stimmung können Sie im Stimmungs- und Nebenwirkungstagebuch festhalten; die Fragen fürs Arztgespräch helfen bei der Vorbereitung auf den nächsten Termin.
Kontrollen während der Behandlung
Bestimmte Laborwerte oder ein EKG nennt die Fachinformation von Moclobemid nicht als Kontrolle. Vorgesehen ist eine engmaschige Beobachtung bis zur Besserung, besonders zu Beginn und nach Dosisanpassungen. [1]
| Untersuchung | Wann oder warum |
|---|---|
| Engmaschige Beobachtung auf Verschlechterung, Suizidgedanken, suizidales Verhalten und ungewöhnliche Verhaltensänderungen | Bis zum Eintritt einer Besserung, vor allem zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassungen[1] |
Welche Kontrollen bei Ihnen nötig sind und wie oft, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
Wie Kontrollen bei Psychopharmaka allgemein ablaufen, beschreibt die Seite Kontrollen und Blutwerte.
Wechselwirkungen
Nicht zusammen mit Moclobemid angewendet werden dürfen laut Fach- und Gebrauchsinformation Selegilin, Linezolid, Triptane gegen Migräne, Pethidin, Tramadol, Bupropion und Dextromethorphan. Mit anderen Mitteln, die auf Serotonin wirken, etwa SSRI oder Venlafaxin, sollte Moclobemid nur mit Vorsicht angewendet werden, und die gleichzeitige Gabe von Clomipramin sollte vermieden werden. Zu Johanniskraut sagen die Quellen nicht dasselbe: Die Fachinformation empfiehlt die gleichzeitige Anwendung nicht, die Packungsbeilage rät zu entsprechender Vorsicht. [1, 4]
Für den Wechsel zwischen Antidepressiva nennt die Fachinformation diese Abstände: Eine Umstellung von Moclobemid auf trizyklische oder andere Antidepressiva ist bei entsprechender Vorsicht ohne Karenzperiode möglich, also von einem Tag auf den anderen. Bei der Umstellung von anderen Antidepressiva auf Moclobemid wird eine Auswaschphase empfohlen, deren Dauer von der Halbwertszeit des zuvor verabreichten Antidepressivums abhängt. Generell wird für den Wechsel von einem irreversiblen MAO-Hemmer auf Moclobemid (zum Beispiel Phenelzin, Tranylcypromin) ein freies Intervall von 14 Tagen empfohlen. Nach Beendigung einer Behandlung mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) wird vor Beginn mit Moclobemid eine Auswaschphase von 4- bis 5-facher Dauer der Halbwertszeit des Wirkstoffes und seiner aktiven Abbauprodukte empfohlen. Ein Wechsel geschieht immer gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; mehr dazu auf der Seite Medikament wechseln. [1, 4]
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Selegilin, Linezolid | Gleichzeitige Anwendung ist kontraindiziert[1] | Nicht zusammen anwenden |
| Triptane gegen Migräne (zum Beispiel Sumatriptan, Rizatriptan, Zolmitriptan, Almotriptan, Naratriptan, Frovatriptan, Eletriptan) | Kontraindiziert; Triptane wirken stark an Serotoninrezeptoren und ihr Blutspiegel steigt[1] | Nicht zusammen anwenden |
| Pethidin, Tramadol | Kontraindiziert; bei Pethidin erhöhtes Risiko für serotonerge Beschwerden wie Verwirrtheit, Fieber, Krämpfe, Koordinationsstörung, gesteigerte Reflexe, Muskelzuckungen und Durchfall[1] | Nicht zusammen anwenden |
| Buprenorphin (starkes Schmerzmittel) | Kann zusammen mit Moclobemid zu einem Serotonin-Syndrom führen, einem möglicherweise lebensbedrohlichen Zustand[4] | Vorher ärztlich besprechen; bei Beschwerden wie Muskelzuckungen, Ruhelosigkeit, Schwitzen oder Fieber über 38 °C die Ärztin oder den Arzt kontaktieren |
| Dextromethorphan, das zum Beispiel in Arzneimitteln gegen Erkältungskrankheiten enthalten sein kann | Darf nicht zusammen mit Moclobemid eingenommen werden[1] | Nicht zusammen einnehmen |
| Bupropion | Gleichzeitige Anwendung ist kontraindiziert[1, 4] | Nicht zusammen anwenden |
| Clomipramin | Erhöhtes Risiko schwerer Nebenwirkungen[1] | Gleichzeitige Gabe vermeiden |
| Serotonerg wirkende Antidepressiva wie Venlafaxin, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Citalopram, Escitalopram, Sertralin, besonders in Kombinationspräparaten | In Einzelfällen schwere Beschwerden einer serotonergen Überaktivität (hohe Körpertemperatur, Verwirrtheit, gesteigerte Reflexe, Muskelzuckungen)[1] | Nur mit Vorsicht; vorher ärztlich besprechen |
| Johanniskraut | Anstieg der Serotoninkonzentration im Gehirn möglich[1] | Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen |
| Opiate wie Morphin, Fentanyl, Codein | Im Tierversuch verstärkte Moclobemid die Wirkung von Opiaten[1] | Eine Dosisanpassung könnte nötig werden; ärztlich besprechen |
| Cimetidin und andere Mittel, die bestimmte Leberenzyme hemmen | Moclobemid-Spiegel steigt[1] | Laut Packungsbeilage sollte die Ärztin oder der Arzt die Tagesdosis von Moclobemid verringern |
| Mittel, die über das Enzym CYP2C19 abgebaut werden, zum Beispiel Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol, Fluoxetin, Fluvoxamin; außerdem Trimipramin und Maprotilin | Deren Blutspiegel kann steigen[1] | Vorsicht; ärztlich besprechen |
| Sympathomimetika, im ganzen Körper wirksam angewendet (zum Beispiel Adrenergika) | Deren Wirkung kann verstärkt und verlängert sein[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Sibutramin, Dextropropoxyphen | Sibutramin steigert die Wirkung von MAO-Hemmern; die Wirkung von Dextropropoxyphen kann verstärkt werden[1] | Gleichzeitige Gabe nicht empfohlen |
| Wechsel zwischen Antidepressiva | Von Moclobemid auf trizyklische oder andere Antidepressiva ist laut Fachinformation bei entsprechender Vorsicht ein Wechsel von einem Tag auf den anderen möglich. Beim Wechsel von anderen Antidepressiva auf Moclobemid wird eine Auswaschphase empfohlen, deren Dauer von der Halbwertszeit des vorherigen Mittels abhängt; nach irreversiblen MAO-Hemmern (zum Beispiel Phenelzin, Tranylcypromin) 14 Tage, nach SSRI die 4- bis 5-fache Halbwertszeit des Wirkstoffs und seiner wirksamen Abbauprodukte[1] | Ein Wechsel geschieht nur gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen anwenden können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wie Psychopharmaka zusammenwirken, erklärt die Seite Psychopharmaka kombinieren; einen Überblick über alle Mittel, die Sie nehmen, gibt der Medikationsplan.
Wer Moclobemid nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Moclobemid darf unter anderem bei akuten Verwirrtheitszuständen, bei Kindern und zusammen mit den oben genannten Mitteln nicht eingenommen werden. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion oder einem Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom) ist Vorsicht geboten, weil MAO-Hemmer nach theoretischen Überlegungen dabei den Blutdruck steigern könnten. [1, 4]
Nicht anwenden bei
Besondere Vorsicht bei
- Depressive Erkrankungen gehen mit einem erhöhten Risiko für Suizidgedanken, selbstschädigendes Verhalten und Suizid einher, bis sich die Beschwerden deutlich bessern; das Risiko kann zu Beginn einer Behandlung steigen. Bei suizidalem Verhalten in der Vorgeschichte oder ausgeprägten Suizidabsichten vor der Behandlung ist es erhöht, ebenso bei Erwachsenen unter 25 Jahren mit psychiatrischen Erkrankungen unter Antidepressiva (Meta-Analyse im Vergleich zu Placebo). Auch andere psychiatrische Erkrankungen, für die Moclobemid verschrieben wird, können damit einhergehen. Laut Fachinformation sollten Patientinnen und Patienten deshalb bis zur Besserung engmaschig überwacht werden, besonders zu Beginn und nach Dosisanpassungen[1]
- Schizophrene oder schizoaffektive Psychosen: Die Beschwerden können sich verschlechtern; eine Behandlung mit Langzeit-Neuroleptika sollte möglichst beibehalten werden[1]
- Tyramin: Moclobemid hat nur ein geringes Potenzial für Wechselwirkungen mit Tyramin; Wechselwirkungen mit tyraminreichen Nahrungsmitteln sind unter normalen Bedingungen und bei Einnahme nach den Mahlzeiten klinisch ohne Bedeutung. Vorsorglich wird geraten, auf größere Mengen besonders tyraminreicher Nahrungsmittel (zum Beispiel alter, sehr reifer Käse) zu verzichten[1]
- Bei Menschen mit entsprechender Veranlagung können Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlag, Wassereinlagerungen (Ödemen) oder Atemnot auftreten[1]
- Schilddrüsenüberfunktion (Thyreotoxikose) oder Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom): MAO-Hemmer könnten nach theoretischen Überlegungen Blutdruckanstiege auslösen; mit Moclobemid gibt es dazu keine Erfahrungen, deshalb Vorsicht[1]
- Schlaflosigkeit, Nervosität oder Überspanntheit zu Beginn der Behandlung können eine Verringerung der Dosis oder eine kurze Behandlung dieser Beschwerden rechtfertigen[1]
- Schwere Störungen des Leberstoffwechsels, zum Beispiel durch eine Lebererkrankung: Die Tagesdosis sollte verringert werden[1, 4]
- Die Filmtabletten enthalten Lactose; bei seltener angeborener Galactose-Unverträglichkeit, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollte Moclobemid-neuraxpharm nicht eingenommen werden[1]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Schwangerschaft
Laut Fachinformation liegen keine ausreichenden Erfahrungen beim Menschen vor; Tierstudien ergaben keine Hinweise auf Risiken für das Ungeborene. Das Risiko einer Behandlung in der Schwangerschaft muss gegen den erwarteten Nutzen sorgfältig abgewogen werden.[1]
Embryotox gibt den Erfahrungsumfang mit "gering" an: Mehr als 60 Schwangerschaften mit Einnahme im ersten Schwangerschaftsdrittel sind dokumentiert, Hinweise auf eine fehlbildungsauslösende Wirkung (Teratogenität) fanden sich bisher nicht, für eine differenzierte Risikobewertung reichen die Daten aber nicht aus. Bei Einnahme bis zur Entbindung ist das Risiko für Anpassungsstörungen beim Neugeborenen erhöht. Bei einer Neueinstellung und vor einer geplanten Schwangerschaft sollten laut Embryotox besser untersuchte Antidepressiva bevorzugt werden; bietet Moclobemid im Einzelfall eindeutig Vorteile, ist die Einnahme auch in der Schwangerschaft akzeptabel, mit sorgfältiger gynäkologischer und psychiatrischer Begleitung und Entbindung in einer Klinik mit Neugeborenenmedizin. Als besser geeignet nennt Embryotox Sertralin oder Citalopram bzw. Escitalopram. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Moclobemid geht in kleiner Menge in die Muttermilch über (etwa 1/30 der auf das Körpergewicht bezogenen Erwachsenendosis). Laut Fachinformation muss das Risiko einer Behandlung in der Stillzeit gegen den erwarteten Nutzen sorgfältig abgewogen werden.[1]
Embryotox beschreibt Erfahrungen mit 13 Mutter-Kind-Paaren ohne Auffälligkeiten bei den gestillten Kindern. Laut Embryotox ist Stillen bei alleiniger Behandlung mit Moclobemid und guter Beobachtung des Kindes unter Vorbehalt akzeptabel; treten anders nicht erklärbare Beschwerden wie Schläfrigkeit (Sedierung), Trinkschwäche oder Unruhe neu auf, sollten eine Kinderärztin oder ein Kinderarzt und Embryotox kontaktiert werden.[2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Aus Studien ergaben sich keine Hinweise auf Wechselwirkungen zwischen Moclobemid und Alkohol; laut Packungsbeilage ist trotzdem Vorsicht geboten.[1, 4]
Autofahren und Maschinen
Das Reaktionsvermögen wird in der Regel nicht beeinträchtigt; vor allem zu Beginn der Behandlung sollte aber auf die eigene Reaktion geachtet werden.[1]
Anwendung
Die Filmtabletten mit etwas Flüssigkeit nach den Mahlzeiten einnehmen; sie lassen sich in gleiche Hälften teilen. Vorsorglich auf größere Mengen besonders tyraminreicher Nahrungsmittel wie alten, sehr reifen Käse verzichten.[1]
Absetzen
Eine vergessene Einnahme, ein Abbruch oder ein vorzeitiges Ende der Behandlung kann laut Packungsbeilage zu einer Verschlechterung des Befindens führen. Moclobemid deshalb so einnehmen, wie es verordnet wurde; eine Änderung der Behandlung sollte nur in Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt erfolgen.[4]
Überdosierung
Mögliche Anzeichen einer Überdosierung sind Störungen des zentralen Nervensystems und eine Reizung des Magen-Darm-Trakts. Bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort den Notruf 112 oder einen Giftnotruf verständigen.[1]
In Schwangerschaft und Stillzeit muss das Risiko einer Behandlung laut Fach- und Gebrauchsinformation sorgfältig gegen den erwarteten Nutzen abgewogen werden. Setzen Sie Moclobemid nicht selbst ab, wenn Sie schwanger werden; das Vorgehen besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Hintergründe: Schwangerschaft und Kinderwunsch, Stillzeit und Psychopharmaka und Alkohol. [1, 4]
Zur Rechtslage beim Fahren: Nach § 316 StGB macht sich strafbar, wer ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, es sicher zu führen, auch bei Fahrlässigkeit. Die Medikamentenklausel in § 24a Abs. 4 StVG betrifft die dort und in der Anlage zu dieser Vorschrift genannten Substanzen, etwa Amfetamin oder Morphin, wenn sie aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels stammen. Ob und wann Sie fahren, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr dazu auf der Seite Psychopharmaka und Autofahren. [11, 12, 13]
Einnahme und Absetzen
Was Fach- und Gebrauchsinformation zur Einnahme und zu einer vergessenen Einnahme sagen, steht in der Übersicht zum Alltag. Weil ein Abbruch oder ein vorzeitiges Ende der Behandlung laut Packungsbeilage zu einer Verschlechterung des Befindens führen kann, sollte eine Änderung nur in Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt erfolgen. [4]
Absetzbeschwerden oder ein bestimmtes Vorgehen beim Beenden beschreiben Fach- und Gebrauchsinformation von Moclobemid nicht. Nach der NVL Unipolare Depression ist bei MAO-Hemmern ein erhöhtes Risiko für Absetzsyndrome zu erwarten. Ist geplant, ein Antidepressivum am Ende einer Erhaltungstherapie abzusetzen, soll das laut NVL schrittweise geschehen, und schon vor Beginn der Behandlung sollen Patientinnen und Patienten über mögliche Absetzsymptome und eine sogenannte Rebound-Depression aufgeklärt werden, also ein rasches Wiederkehren der Depression nach dem Absetzen. [1, 4, 14]
Absetzen und ein Wechsel auf ein anderes Mittel geschehen immer gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Was beim Beenden einer Behandlung mit Antidepressiva wichtig ist, erklärt die Seite Antidepressiva absetzen; mögliche Beschwerden beschreibt Absetzsymptome. [4]
Dosierung laut Fachinformation
Die Fachinformation nennt Dosisbereiche getrennt für depressive Erkrankungen und soziale Phobie sowie Hinweise für ältere Menschen, schwere Störungen des Leberstoffwechsels und die Umstellung von einem anderen Antidepressivum. Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. [1]
Präparate mit Moclobemid
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Aurorix | Viatris Healthcare GmbH | Filmtabletten 150 und 300 mg, verschreibungspflichtig |
| Moclobemid-1 A Pharma | 1 A Pharma | verschreibungspflichtig |
| Moclobemid-neuraxpharm | neuraxpharm Arzneimittel GmbH | Filmtabletten 150 und 300 mg, verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Fachinformation Moclobemid-neuraxpharm 150 mg und 300 mg Filmtabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 07/2015. abgerufen am 22.10.2026
- Embryotox: Moclobemid. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 22.10.2026
- Gesetz Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Moclobemid. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 22.10.2026
- Gebrauchsinformation Aurorix 150, 150 mg Filmtabletten. Viatris Healthcare GmbH. Stand 01/2023. abgerufen am 22.10.2026
- Gesetz § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): 0,5 Promille-Grenze, Tetrahydrocannabinol-Grenzwert. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
- Gesetz Anlage zu § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): Liste der berauschenden Mittel und Substanzen. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
- Gesetz § 316 Strafgesetzbuch (StGB): Trunkenheit im Verkehr. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
- Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Langfassung Version 3.2. Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien (Träger: Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF). Stand 07/2023. abgerufen am 23.10.2026
Häufige Fragen
Darf ich mit Moclobemid Alkohol trinken?
Aus Studien ergaben sich laut Fachinformation keine Hinweise auf Wechselwirkungen zwischen Moclobemid und Alkohol. Die Packungsbeilage rät trotzdem zur Vorsicht. Ob Alkohol für Sie in Frage kommt, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Muss ich bei Moclobemid auf Käse verzichten?
Moclobemid hat nur ein geringes Potenzial für Wechselwirkungen mit Tyramin, einem Stoff, der in verschiedenen Lebensmitteln vorkommt. Unter normalen Bedingungen und bei Einnahme nach den Mahlzeiten sind solche Wechselwirkungen laut Fachinformation klinisch ohne Bedeutung, anders als bei nicht umkehrbar wirkenden MAO-Hemmern wie Tranylcypromin. Vorsorglich wird geraten, auf größere Mengen besonders tyraminreicher Lebensmittel wie alten, sehr reifen Käse zu verzichten.
Kann ich Moclobemid zusammen mit Bupropion nehmen?
Nein. Bupropion gehört laut Fach- und Gebrauchsinformation zu den Mitteln, mit denen Moclobemid nicht kombiniert werden darf, ebenso Selegilin, Linezolid, Triptane, Pethidin, Tramadol und Dextromethorphan. Soll ein weiteres Antidepressivum dazukommen oder gewechselt werden, klären Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, welche Kombination möglich ist und welche Abstände gelten.
Macht Moclobemid müde?
Laut Fachinformation hat Moclobemid keine beruhigenden Eigenschaften und beeinträchtigt das Reaktionsvermögen in der Regel nicht; im Lauf der Behandlung verbessert es die Schlafqualität. Schlafstörungen gehören dagegen zu den sehr häufigen Nebenwirkungen, eine Schwäche kommt gelegentlich vor. Wenn Sie sich tagsüber erschöpft fühlen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Macht Moclobemid dick oder verändert es die Lust auf Sex?
Eine Gewichtszunahme und sexuelle Funktionsstörungen führen Fach- und Gebrauchsinformation von Moclobemid nicht als Nebenwirkungen auf. Genannt ist dagegen eine Appetitlosigkeit, die selten vorkommt. Bemerken Sie Veränderungen, sprechen Sie in der Praxis offen darüber.
Wann wirkt Moclobemid?
Antidepressiva brauchen laut Packungsbeilage einige Zeit, bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger. Bei Depressionen sollte die Behandlung mindestens 4 bis 6 Wochen beibehalten werden, um die volle Wirksamkeit beurteilen zu können, bei sozialer Phobie 8 bis 12 Wochen.
Wie setze ich Moclobemid ab?
Beenden Sie die Einnahme nicht eigenmächtig: Ein Abbruch oder ein vorzeitiges Ende der Behandlung kann laut Packungsbeilage dazu führen, dass es Ihnen schlechter geht. Absetzbeschwerden beschreiben Fach- und Gebrauchsinformation nicht. Die NVL Unipolare Depression erwartet bei MAO-Hemmern ein erhöhtes Risiko dafür, und am Ende einer Erhaltungstherapie soll ein Antidepressivum nach der NVL schrittweise abgesetzt werden. Wann und wie, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wie hoch wird Moclobemid dosiert?
Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Die Angaben der Fachinformation, getrennt nach depressiven Erkrankungen und sozialer Phobie, stehen auf dieser Seite im Abschnitt zur Dosierung. Erhöht werden soll die Dosis nicht vor Ablauf der ersten Behandlungswoche.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
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Medikamente TranylcyprominTranylcypromin ist ein MAO-Hemmer für Depressionen, wenn andere Mittel nicht helfen.
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