MedikamenteWirkstoff
Bupropion
Bupropion ist ein Antidepressivum, das die Wiederaufnahme der Botenstoffe Noradrenalin und Dopamin hemmt. Zugelassen ist es zur Behandlung von Depressionen bei Erwachsenen, als eigenes Präparat außerdem zur Behandlung der Tabakabhängigkeit; bekannt ist der Wirkstoff unter anderem als Elontril. Bupropion kann Krampfanfälle auslösen, und das Risiko steigt mit der Dosis; deshalb werden die Tabletten im Ganzen geschluckt, und die empfohlene Dosis wird nicht überschritten.

Wofür wird Bupropion eingesetzt?
Bupropion ist zur Behandlung einer Depression zugelassen, genauer von Episoden einer Major Depression. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist es nicht bestimmt; Sicherheit und Wirksamkeit sind in dieser Altersgruppe nicht belegt. Bei älteren Menschen wurde die Wirksamkeit nicht eindeutig gezeigt, und eine erhöhte Empfindlichkeit lässt sich bei einigen von ihnen nicht ausschließen. [1, 2]
Laut Gemeinsamem Bundesausschuss (G-BA) ist der Wirkstoff außerdem zur Behandlung der Tabakabhängigkeit zugelassen. Embryotox nennt als Anwendungsgebiete von Bupropion Depression und Nikotinentwöhnung und führt Zyban unter den Produktnamen. Die Fachinformation von Bupropion-ratiopharm, dem Präparat gegen Depressionen, auf dem diese Seite beruht, nennt die Raucherentwöhnung nicht als Anwendungsgebiet; für ein Präparat zur Raucherentwöhnung ist dessen eigene Packungsbeilage maßgeblich. [2, 3, 4]
Laut G-BA können Versicherten mit festgestellter schwerer Tabakabhängigkeit seit August 2025 im Rahmen evidenzbasierter Programme zur Tabakentwöhnung Arzneimittel mit den Wirkstoffen Nicotin und Vareniclin zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnet werden (Anlage IIa der Arzneimittel-Richtlinie). Bupropion gehört nicht dazu. Eine Nutzenbewertung von Bupropion war laut G-BA nicht möglich, weil der Zulassungsinhaber die erforderlichen Studienunterlagen nicht eingereicht hatte und sich die Angaben auch aus anderen Quellen nicht beschaffen ließen. Mehr zum Thema auf der Seite Rauchen. [4]
Zur Behandlung von ADHS ist Bupropion nicht zugelassen: Die Fachinformation nennt nur die Depression, Embryotox außerdem die Nikotinentwöhnung. Welche Mittel bei ADHS eingesetzt werden, zeigt die Seite ADHS-Medikamente. [2, 3]
Wie wirkt Bupropion?
Bupropion gehört zu den weiteren Antidepressiva (in der Fachinformation "Andere Antidepressiva"), einer Untergruppe der Antidepressiva. Nervenzellen geben Signale über Botenstoffe weiter. Bupropion hemmt gezielt, dass Nervenzellen die Botenstoffe Noradrenalin und Dopamin wieder aufnehmen; die Wiederaufnahme von Serotonin hemmt es nur minimal, und die Enzyme Monoaminoxidase A und B hemmt es nicht. Wie die Wirkung gegen die Depression zustande kommt, ist nicht bekannt, vermutet werden Mechanismen über Noradrenalin und/oder Dopamin. Allgemein erklärt das die Seite Wie wirken Antidepressiva? [2]
In der Leber wird Bupropion stark abgebaut, vor allem über das Enzym CYP2B6. Dabei entstehen drei wirksame Abbauprodukte, deren Spiegel im Blut genauso hoch oder höher sind als der von Bupropion selbst. Bupropion und sein Hauptabbauprodukt hemmen das Enzym CYP2D6; bei Arzneimitteln, die über dieses Enzym abgebaut werden, ist laut Fachinformation Vorsicht geboten. Die Halbwertszeit, also die Zeit, in der sich der Spiegel im Blut halbiert, beträgt bei Bupropion etwa 20 Stunden, bei zwei der Abbauprodukte ist sie länger. Einen gleichbleibenden Spiegel erreichen Bupropion und seine Abbauprodukte innerhalb von 8 Tagen. [2]
Wann wirkt Bupropion und wie lange wird behandelt?
Wie lange Sie Bupropion nehmen, können laut Packungsbeilage nur Sie und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt gemeinsam entscheiden; sprechen Sie dazu regelmäßig über Ihre Beschwerden. Veränderungen können Sie im Stimmungstagebuch festhalten, mehr zur Dauer steht unter Wie lange werden Psychopharmaka genommen? [1]
- BeginnSchlaflosigkeit ist laut Fachinformation eine sehr häufige Nebenwirkung, die oft vorübergehend auftritt; sie kann vermindert werden, indem eine Einnahme vor dem Schlafengehen vermieden wird. Zeigt sich nach vierwöchiger Behandlung keine Besserung, kann die Dosis laut Fachinformation erhöht werden.[2]
- Erste WirkungLaut Fachinformation wurde der Wirkungseintritt 14 Tage nach Therapiebeginn festgestellt; wie bei allen Antidepressiva zeigt sich die volle Wirkung möglicherweise erst nach mehrwöchiger Behandlung. Laut Packungsbeilage dauert es einige Zeit, manchmal Wochen oder Monate, bis das Arzneimittel seine volle Wirkung entfaltet.[1, 2]
- Wirkung prüfenBei einer Depression soll laut NVL Unipolare Depression ab Erreichen der Standarddosis mindestens 3 bis 4 Wochen abgewartet und dann gemeinsam beurteilt werden, ob sich die Behandlung in Richtung der vereinbarten Ziele entwickelt. Für ältere Menschen nennt die Leitlinie eine Zeit bis zum Wirkungseintritt von bis zu 6 Wochen.[5]
- ErhaltungLaut Fachinformation sollten Menschen mit Depressionen für einen ausreichenden Zeitraum von mindestens 6 Monaten behandelt werden, um sicherzugehen, dass sie beschwerdefrei sind; laut Packungsbeilage kann die Ärztin oder der Arzt raten, Bupropion auch nach der Besserung weiter einzunehmen, damit die Depression nicht erneut auftritt. Laut NVL soll empfohlen werden, das Antidepressivum 6 bis 12 Monate über das Abklingen der depressiven Episode (Remission) hinaus in gleicher Dosis weiter einzunehmen.[1, 2, 5]
- Rückfall vorbeugenFür Antidepressiva allgemein gilt laut NVL: Wer 2 bis 3 oder mehr depressive Episoden und in den letzten 5 Jahren bedeutsame Einschränkungen im Alltag hatte, dem sollte empfohlen werden, das Antidepressivum mindestens 2 Jahre lang in der Dosis weiter einzunehmen, die in der Akutbehandlung gewirkt hat. Die Fachinformation nennt die Rückfallvorbeugung nicht als eigenes Anwendungsgebiet.[2, 5]
- AbsetzenDie Behandlung endet nur nach ärztlicher Absprache. In klinischen Studien wurden laut Fachinformation keine Absetzsymptome beobachtet, sie wurden dort aber eher spontan als systematisch erfasst; ein schrittweises Ausschleichen kann erwogen werden, und ein Rebound-Effekt oder Absetzsymptome können nicht ausgeschlossen werden. Am Ende einer Erhaltungstherapie oder einer langfristigen Rückfallvorbeugung (Rezidivprophylaxe) sollte ein Antidepressivum laut NVL über mindestens 8 bis 12 Wochen ausgeschlichen werden, wenn keine anderen Gründe dagegen sprechen.[2, 5]
Nebenwirkungen im Blick
Schlaflosigkeit ist eine sehr häufige Nebenwirkung, die laut Fachinformation oft vorübergehend auftritt. Ebenfalls sehr häufig sind Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Übelkeit und Erbrechen. Ein erhöhter Blutdruck ist häufig und manchmal schwerwiegend. Krampfanfälle sind selten, sie betreffen etwa 1 von 1.000 Behandelten; das Risiko hängt von der Dosis ab und ist bei bestimmten Risikofaktoren höher, etwa nach einer schweren Kopfverletzung oder bei einem Diabetes, der mit Insulin oder Tabletten behandelt wird. [1, 2]
Appetitverlust ist häufig, ein Gewichtsverlust gelegentlich. Sexuelle Funktionsstörungen nennen Packungsbeilage und Fachinformation von Bupropion-ratiopharm unter den Nebenwirkungen nicht. [1, 2]
Nebenwirkungen im Blick
Höchste Häufigkeitsangabe der Produktinformation für Beschwerden, nach denen bei Psychopharmaka oft gefragt wird.
- MüdigkeitHäufig
- SchlafstörungenSehr häufig
- Unruhe und NervositätHäufig
- Gewichtszunahmenicht genannt
- Weniger oder veränderte Lust auf Sexnicht genannt
- Erektionsstörungennicht genannt
- MundtrockenheitSehr häufig
- Vermehrtes SchwitzenHäufig
- ÜbelkeitSehr häufig
- SchwindelHäufig
- ZitternHäufig
- BewegungsstörungenSehr selten
- Herzrhythmus und QT-Zeitnicht genannt
- NatriummangelNicht bekannt
- Abhängigkeitnicht genannt
- Sitzunruhe (Akathisie)nicht genannt
"Nicht genannt" heißt: Die Produktinformation führt die Beschwerde nicht als Nebenwirkung mit Häufigkeitsangabe auf; Hinweise ohne Häufigkeit stehen im Text der Seite. Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht. Alle Nebenwirkungen von Bupropion nach Häufigkeit auf Med-Nebenwirkungen.de.
Die häufigsten Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Schlafstörungen (Schlaflosigkeit)[1, 2]
- Sehr häufig: Kopfschmerzen[1, 2]
- Sehr häufig: Trockener Mund[1, 2]
- Sehr häufig: Übelkeit, Erbrechen[1, 2]
- Häufig: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Nesselsucht (Urtikaria)[1, 2]
- Häufig: Fieber[1, 2]
- Häufig: Schwindel[1, 2]
- Häufig: Juckreiz, Schweißausbrüche und Hautausschlag (manchmal aufgrund einer allergischen Reaktion)[1, 2]
- Häufig: Wackeligkeit, Zittern[1, 2]
- Häufig: Schwäche, Müdigkeit (Asthenie)[1, 2]
- Häufig: Brustschmerzen[1, 2]
- Häufig: Angst- oder Erregungszustände[1, 2]
- Häufig: Bauchschmerzen oder anderes Unwohlsein, Verstopfung[1, 2]
- Häufig: Veränderte Geschmackswahrnehmung[1, 2]
- Häufig: Appetitverlust (Anorexie)[1, 2]
- Häufig: Blutdruckerhöhung, manchmal schwerwiegend, und Gesichtsröte[1, 2]
- Häufig: Ohrgeräusche (Tinnitus)[1, 2]
- Häufig: Sehstörungen[1, 2]
Alle Nebenwirkungen von Bupropion nach Häufigkeit auf Med-Nebenwirkungen.de
Ausführlicher zu einzelnen Beschwerden: innere Unruhe (Akathisie), vermehrtes Schwitzen, Serotonin-Syndrom, Natriummangel, Veränderungen des Blutbilds und sexuelle Probleme unter Psychopharmaka.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Bei einer bipolaren (manisch-depressiven) Erkrankung kann Bupropion laut Packungsbeilage eine Episode dieser Erkrankung auslösen. Unter Bupropion wurden psychotische und manische Beschwerden beobachtet, vorwiegend bei Menschen mit einer psychiatrischen Erkrankung in der Vorgeschichte. [1, 2]
Wer depressiv ist, kann manchmal Gedanken haben, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Zu Beginn einer Behandlung mit Antidepressiva können solche Gedanken verstärkt sein, weil diese Arzneimittel einige Zeit brauchen, bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal länger. Wahrscheinlicher ist das bei Menschen, die solche Gedanken schon früher hatten, und bei jungen Erwachsenen bis 25 Jahre. Haben Sie zu irgendeinem Zeitpunkt solche Gedanken, gehen Sie zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf. [1]
Laut Packungsbeilage kann es helfen, Angehörigen oder Freunden von der Depression zu erzählen und sie zu bitten, Ihnen zu sagen, wenn sich die Depression aus ihrer Sicht verschlimmert oder sie sich Sorgen über Veränderungen in Ihrem Verhalten machen. [1]
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Ändern Sie die Dosis nicht selbst. Belastende Nebenwirkungen besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; bei der Behandlung einer Depression sollen laut NVL Wirkungen und typische Nebenwirkungen aktiv erfragt werden, gerade solche, die Betroffene eher nicht von sich aus ansprechen. [1, 5]
Bei Schlafstörungen nehmen Sie Bupropion morgens ein, wie es die Packungsbeilage vorsieht. Nach einem Krampfanfall dürfen Behandelte die Einnahme laut Fachinformation nicht wieder aufnehmen. Allergische Reaktionen können laut Packungsbeilage sehr lange anhalten; verordnet Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt ein Mittel gegen allergische Beschwerden, halten Sie die vorgesehene Einnahmedauer unbedingt ein. [1, 2]
Beschwerden und Fragen können Sie im Stimmungs- und Nebenwirkungstagebuch notieren und mit den Fragen fürs Arztgespräch vorbereiten.
Kontrollen während der Behandlung
Laut Fachinformation sollte die Behandlung vor allem am Anfang und nach Dosisänderungen ärztlich eng begleitet werden. Alle Behandelten sollten auf Risikofaktoren für Krampfanfälle untersucht werden, vor dem Beginn auch auf ein Risiko für eine bipolare Störung; zu Beginn sollte der Ausgangswert des Blutdrucks bestimmt werden. Bei einer Depression soll die Behandlung laut NVL außerdem mit regelmäßigen Untersuchungen begleitet werden; die Zeitpunkte der Leitlinie sind Orientierungswerte, von denen im begründeten Fall abgewichen werden kann. [2, 5]
| Untersuchung | Wann oder warum |
|---|---|
| Befinden, Stimmung und Verhalten | Engmaschig, vor allem zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassungen, bis eine Besserung eintritt; besonders sorgfältig bei Suizidgedanken oder suizidalem Verhalten in der Vorgeschichte[2] |
| Untersuchung auf ein Risiko für eine bipolare Störung | Vor Beginn einer Behandlung mit einem Antidepressivum sollte laut Fachinformation untersucht werden, ob ein Risiko für eine bipolare Störung besteht, mit genauer psychiatrischer Vorgeschichte einschließlich der Familie[2] |
| Untersuchung auf Risikofaktoren für Krampfanfälle | Alle Behandelten sollten laut Fachinformation auf Faktoren untersucht werden, die die Krampfschwelle senken, etwa bestimmte andere Arzneimittel, Alkoholmissbrauch, eine frühere Schädel-Hirn-Verletzung oder ein mit Insulin oder Tabletten behandelter Diabetes[2] |
| Blutdruck und Puls | Laut Fachinformation sollte zu Beginn der Ausgangswert des Blutdrucks bestimmt und der Blutdruck anschließend kontrolliert werden, besonders bei bestehendem Bluthochdruck. Bei einer Depression laut NVL vor Beginn, im 1. und im 6. Monat[2, 5] |
| Gespräch über Wirkung, Einnahme und Nebenwirkungen | Bei einer Depression laut NVL in den Monaten 1 bis 3 je zweimal (diese Termine auch telefonisch möglich), in den Monaten 4 bis 6 je einmal, danach vierteljährlich[5] |
| EKG (Herzstromkurve) | Bei einer Depression laut NVL vor Beginn und im 1. Monat, wenn ein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder eine solche Erkrankung besteht[5] |
| Blutbild und Nierenwerte (GFR, berechnet aus dem Kreatinin) | Bei einer Depression laut NVL vor Beginn, im 1. und im 6. Monat, danach halbjährlich; bei langfristig stabilem Verlauf können jährliche Kontrollen ausreichen[5] |
| Leberwerte (Leberenzyme) | Bei einer Depression laut NVL vor Beginn, im 1. und im 6. Monat; bei bedeutsamen Begleiterkrankungen oder vielen weiteren Medikamenten zusätzlich in den Monaten 2 bis 5 und danach vierteljährlich[5] |
| Salze im Blut (Elektrolyte, darunter Natrium) | Bei einer Depression laut NVL vor Beginn, im 1. und im 6. Monat, danach halbjährlich (bei langfristig stabilem Verlauf können jährliche Kontrollen ausreichen)[5] |
| Körpergewicht | Bei einer Depression laut NVL vor Beginn, im 3. und im 6. Monat, danach vierteljährlich; bei langfristig stabilem Verlauf können seltenere Kontrollen ausreichen[5] |
| Nebenwirkungen bei Leber- oder Nierenfunktionsstörung | Engmaschige Überwachung auf Nebenwirkungen wie Schlaflosigkeit, Mundtrockenheit oder Krampfanfälle, die auf hohe Wirkstoffspiegel hinweisen können[2] |
| Haut | Behandelte sollten über die Anzeichen schwerer Hautreaktionen aufgeklärt und engmaschig auf Hautreaktionen überwacht werden[2] |
| Digoxin bei gleichzeitiger Einnahme von Digoxin | Bupropion kann den Digoxinspiegel senken; beim Absetzen von Bupropion kann er wieder steigen, und es wird auf Zeichen einer Digoxin-Vergiftung geachtet[2] |
| Beobachtung bei gleichzeitiger Einnahme anderer serotonerger Mittel | Sorgfältige Beobachtung, besonders bei Behandlungsbeginn und Dosiserhöhungen, wenn Bupropion zusammen mit anderen serotonergen Mitteln wie SSRI oder SNRI angezeigt ist[2] |
| Urintests auf Drogen | Bupropion kann in einigen Urin-Schnelltests, besonders auf Amphetamine, falsch positive Ergebnisse verursachen; ein positives Ergebnis sollte mit einer genaueren Methode bestätigt werden[2] |
Welche Kontrollen bei Ihnen nötig sind und wie oft, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
Was die einzelnen Werte bedeuten, erklärt die Seite Kontrollen während der Behandlung.
Wechselwirkungen
Nicht zusammen mit Bupropion genommen werden dürfen MAO-Hemmer und andere Arzneimittel, die Bupropion enthalten. Zwischen dem Ende einer Behandlung mit irreversiblen MAO-Hemmern und dem Beginn mit Bupropion müssen mindestens 14 Tage liegen, bei reversiblen MAO-Hemmern reichen 24 Stunden. [1, 2]
Bestimmte Arzneimittel senken die Krampfschwelle und machen Krampfanfälle wahrscheinlicher, zum Beispiel Antipsychotika, andere Antidepressiva, Tramadol oder Theophyllin. Außerdem hemmt Bupropion das Enzym CYP2D6, über das manche andere Mittel abgebaut werden; während einer Behandlung mit Tamoxifen sollte Bupropion deshalb laut Fachinformation möglichst vermieden werden. Zusammen mit SSRI oder SNRI wurde ein Serotonin-Syndrom berichtet. Bei einer Elektrokrampftherapie ist Vorsicht geboten, die Erfahrungen damit sind begrenzt. [1, 2]
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| MAO-Hemmer (Mittel gegen Depressionen) | Höheres Risiko für Nebenwirkungen[1, 2] | Kombination nicht erlaubt; laut Fachinformation mindestens 14 Tage Abstand nach irreversiblen MAO-Hemmern, 24 Stunden nach reversiblen |
| Andere Antidepressiva oder Mittel gegen psychische Erkrankungen, Theophyllin, Tramadol, Malariamittel (Mefloquin, Chloroquin), Anregungsmittel oder Mittel gegen Übergewicht oder Appetit, Kortison (Steroide) zum Einnehmen oder als Spritze, Chinolon-Antibiotika, müde machende Antihistaminika, Diabetesmittel; Absetzen von Beruhigungsmitteln | Höhere Wahrscheinlichkeit für Krampfanfälle[1, 2] | Vor der Einnahme unverzüglich mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen |
| Antidepressiva wie Amitriptylin, Fluoxetin, Paroxetin, Citalopram, Escitalopram, Venlafaxin, Desipramin oder Imipramin sowie Antipsychotika wie Clozapin, Risperidon, Thioridazin oder Olanzapin | Mehr Nebenwirkungen möglich; Bupropion hemmt das Enzym CYP2D6, über das manche dieser Mittel abgebaut werden; zusammen mit SSRI oder SNRI ist ein Serotonin-Syndrom möglich[1, 2] | Vor der Einnahme unverzüglich mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen |
| Betablocker wie Metoprolol, Mittel gegen Herzrhythmusstörungen wie Propafenon oder Flecainid | Bupropion hemmt das Enzym CYP2D6, über das diese Mittel abgebaut werden[1, 2] | Laut Fachinformation die Behandlung mit diesen Mitteln im unteren Dosisbereich beginnen bzw., wenn sie bereits genommen werden, eine Verringerung ihrer Dosis erwägen, ärztlich besprechen |
| Parkinson-Mittel (Levodopa, Amantadin, Orphenadrin) | Mehr Nebenwirkungen möglich, laut Fachinformation bei Levodopa oder Amantadin z. B. Übelkeit, Erbrechen und neuropsychiatrische Auffälligkeiten[1, 2] | Vor der Einnahme mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen |
| Carbamazepin, Phenytoin, Valproat; Ritonavir oder Efavirenz (HIV-Mittel) | Carbamazepin, Phenytoin und Valproat beeinflussen den Abbau von Bupropion, Nebenwirkungen können wahrscheinlicher werden; mit Ritonavir oder Efavirenz kann Bupropion weniger wirksam sein[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; die Dosis nicht ohne ärztlichen Rat erhöhen |
| Cyclophosphamid, Ifosfamid (Krebsmittel), Ticlopidin oder Clopidogrel (zur Vorbeugung von Schlaganfällen) | Können den Abbau von Bupropion beeinflussen; mehr Nebenwirkungen möglich[1, 2] | Vor der Einnahme mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen |
| Tamoxifen (gegen Brustkrebs) | Bupropion kann seine Wirkung vermindern[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; eventuell andere Behandlung der Depression nötig |
| Digoxin (Herzmittel) | Bupropion kann den Digoxinspiegel senken; nach dem Absetzen von Bupropion kann er wieder steigen[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; Digoxin-Dosis wird eventuell angepasst |
| Nikotinpflaster zur Raucherentwöhnung | Laut Fachinformation kann der Blutdruck steigen[1, 2] | Vor der Einnahme mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen |
| Alkohol | Kann die Wirkung beeinflussen und in seltenen Fällen Auswirkungen auf Nerven oder geistigen Zustand haben; manche reagieren stärker auf Alkohol[1, 2] | Möglichst wenig oder keinen Alkohol; bei hohem Konsum nicht plötzlich aufhören (Krampfanfall-Risiko), vorher ärztlich besprechen |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen anwenden können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Was beim gleichzeitigen Einsatz mehrerer Psychopharmaka gilt, steht unter Psychopharmaka kombinieren.
Wer Bupropion nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Nicht anwenden bei
- Allergie gegen Bupropion oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Einnahme anderer Arzneimittel, die Bupropion enthalten[1, 2]
- Epilepsie oder frühere Krampfanfälle[1, 2]
- Essstörung wie Bulimie oder Magersucht (Anorexia nervosa), auch in der Vorgeschichte[1, 2]
- Gehirntumor (Tumor des zentralen Nervensystems)[1, 2]
- Gewohnheitsmäßig viel Alkohol trinken und gerade damit aufgehört haben oder aufhören wollen; laut Fachinformation jeder abrupte Entzug von Alkohol oder von Mitteln, deren Entzug Krampfanfälle auslösen kann[1, 2]
- Kürzlich abgesetzte Beruhigungsmittel oder geplantes Absetzen während der Einnahme (laut Fachinformation insbesondere Benzodiazepine)[1, 2]
- Schwere Leberfunktionsstörung (laut Fachinformation schwere Leberzirrhose)[1, 2]
- Einnahme von MAO-Hemmern (Mittel gegen Depressionen) oder Einnahme in den letzten 14 Tagen[1, 2]
Besondere Vorsicht bei
- Regelmäßig größere Mengen Alkohol, mit Insulin oder Tabletten behandelter Diabetes, schwere Kopfverletzung oder Schädel-Hirn-Trauma in der Vorgeschichte: höheres Risiko für Krampfanfälle[1, 2]
- Bipolare (manisch-depressive) Erkrankung: Bupropion kann eine Episode dieser Erkrankung auslösen[1, 2]
- Brugada-Syndrom (seltene Erbkrankheit des Herzrhythmus) oder Herzstillstand bzw. plötzlicher Tod in der Familie[1, 2]
- Leber- oder Nierenbeschwerden: höheres Risiko für Nebenwirkungen[1, 2]
- Bluthochdruck: Laut Fachinformation sollte der Blutdruck zu Beginn gemessen und danach kontrolliert werden, besonders bei bestehendem Bluthochdruck[2]
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen: laut Fachinformation nur begrenzte Erfahrungen bei der Behandlung von Depressionen[2]
- Gedanken an Selbsttötung sind zu Beginn einer Behandlung mit Antidepressiva eher möglich, besonders nach früheren solchen Gedanken und bei jungen Erwachsenen bis 25 Jahre[1, 2]
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Anwendung nicht empfohlen[1, 2]
- Urintests auf Drogen: Bupropion kann einige Tests beeinflussen und laut Fachinformation besonders für Amphetamine falsch positive Ergebnisse verursachen, Ärztin, Arzt oder Krankenhaus informieren[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Eine Wechselwirkung im Stoffwechsel zwischen Bupropion und Alkohol lassen klinische Daten nicht erkennen, es gab aber seltene Berichte über Nebenwirkungen an Nerven und Psyche oder eine verminderte Alkoholverträglichkeit. Laut Fachinformation sollte Alkohol während der Behandlung auf ein Minimum beschränkt oder gemieden werden. Mehr dazu unter Psychopharmaka und Alkohol. [2]
Wie andere auf das Gehirn wirkende Arzneimittel kann Bupropion die Fähigkeiten beeinflussen, die man zum Fahren braucht. Laut Fachinformation sollten Sie beim Fahren und an Maschinen vorsichtig sein, solange Sie nicht sicher sind, dass Bupropion diese Fähigkeiten nicht beeinträchtigt; ob Sie fahren können, klären Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Nach § 316 StGB macht sich strafbar, wer im Verkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er wegen alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, es sicher zu führen; das gilt auch bei Fahrlässigkeit. [2, 12] Die Ausnahme für bestimmungsgemäß eingenommene, für einen konkreten Krankheitsfall verschriebene Arzneimittel in § 24a Abs. 4 StVG bezieht sich nur auf bestimmte Ordnungswidrigkeiten nach § 24a StVG. [11] Mehr dazu unter Psychopharmaka und Autofahren.
Embryotox gibt den Erfahrungsumfang mit Bupropion in der Schwangerschaft mit "sehr hoch" an. Kommen die bei einer Neueinstellung zunächst bevorzugten Mittel Sertralin und Citalopram nicht infrage, kann Bupropion laut Embryotox auch bei Kinderwunsch oder in der Schwangerschaft verordnet werden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. [3] Allgemeines dazu unter Psychopharmaka in der Schwangerschaft und in der Stillzeit.
Tierdaten ergaben einen Hinweis auf ein Missbrauchspotenzial. Studien beim Menschen und die umfangreiche klinische Erfahrung zeigen laut Fachinformation, dass Bupropion ein geringes Missbrauchspotenzial hat. Mehr dazu unter Machen Psychopharmaka abhängig? [2]
Schwangerschaft
Nehmen Sie Bupropion nicht ein, wenn Sie schwanger sind, es vermuten oder planen, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt empfiehlt es. Einige Studien, aber nicht alle, zeigten bei Kindern von Müttern, die Bupropion eingenommen hatten, mehr Geburtsfehler, insbesondere Herzfehler; ob diese auf Bupropion beruhen, ist nicht bekannt. Laut Fachinformation darf Bupropion in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn es wegen des Zustands der Frau erforderlich ist und andere Behandlungen keine Option sind.[1, 2]
Laut Embryotox wurden insgesamt etwa 11.000 Schwangerschaften mit Bupropion im ersten Drittel ausgewertet; die Ergebnisse sprechen gegen ein erhöhtes Gesamtfehlbildungsrisiko und gegen ein erhöhtes Risiko für Herzfehlbildungen insgesamt. Bei Einnahme bis zur Geburt sind Anpassungsstörungen beim Neugeborenen möglich; die Entbindung sollte in einer Klinik mit Neugeborenenmedizin erfolgen. Bei einer Neueinstellung sollten laut Embryotox zunächst die am besten untersuchten Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Sertralin und Citalopram bevorzugt werden; bei depressiven Erkrankungen nennt Embryotox Citalopram oder Sertralin als besser geeignete Alternativen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Bupropion geht in die Muttermilch über. Ob das Stillen unterbrochen oder auf Bupropion verzichtet wird, entscheidet die Ärztin oder der Arzt mit Ihnen; dabei werden der Nutzen des Stillens für das Kind und der Nutzen der Behandlung für die Mutter berücksichtigt.[1, 2]
Embryotox hält Stillen bei alleiniger Behandlung mit Bupropion und guter Beobachtung des Kindes unter Vorbehalt für akzeptabel. Treten beim Kind ungeklärte Beschwerden wie Hinweise auf Krampfanfälle, Unruhe, Erbrechen, Durchfall oder Schläfrigkeit neu auf, sollte es kinderärztlich untersucht werden.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Alkohol kann die Wirkung von Bupropion beeinflussen und zusammen mit Bupropion in seltenen Fällen Auswirkungen auf Nerven oder geistigen Zustand haben; manche Menschen reagieren stärker auf Alkohol. Möglicherweise empfiehlt Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, keinen oder möglichst wenig Alkohol zu trinken. Trinken Sie derzeit sehr viel, dürfen Sie nicht plötzlich aufhören, weil das das Risiko eines Krampfanfalls erhöhen kann, sprechen Sie vor Behandlungsbeginn darüber.[1, 2]
Autofahren und Maschinen
Ist Ihnen nach der Einnahme schwindlig oder fühlen Sie sich benommen, dürfen Sie kein Fahrzeug führen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.[1, 2]
Anwendung
Einmal täglich morgens einnehmen, nicht öfter als einmal am Tag. Die Tabletten im Ganzen schlucken und nicht zerkauen, zerkleinern oder teilen, sonst wird der Wirkstoff zu schnell freigesetzt, und es besteht die Gefahr einer Überdosierung mit Krampfanfällen. Laut Fachinformation unabhängig von den Mahlzeiten.[1, 2]
Dosis vergessen: die nächste Tablette erst zum üblichen Zeitpunkt nehmen, nicht die doppelte Menge.[1]
Absetzen
Brechen Sie die Einnahme nicht ab und verringern Sie die Dosis nicht, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen. Über die Dauer der Behandlung entscheiden Sie gemeinsam; auch wenn Sie sich besser fühlen, kann die weitere Einnahme sinnvoll sein, damit die Depression nicht wiederkehrt. Laut Fachinformation können Absetzerscheinungen nicht ausgeschlossen werden; ein schrittweises Ausschleichen kann erwogen werden.[1, 2]
Überdosierung
Zu viele Tabletten können das Risiko für Krampfanfälle erhöhen. Bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort den Notruf 112 oder einen Giftnotruf verständigen.[1]
Einnahme und Absetzen
Die Tablette hat eine Hülle, die den Wirkstoff langsam abgibt; im Stuhl kann die leere Hülle auftauchen. Zerkaut, zerkleinert oder geteilt würde der Wirkstoff zu schnell freigesetzt, dann besteht die Gefahr einer Überdosierung mit Krampfanfällen. Schlucken Sie die Tabletten deshalb im Ganzen und nehmen Sie Bupropion morgens ein, nicht öfter als einmal am Tag. [1]
Brechen Sie die Einnahme nicht ab und verringern Sie die Dosis nicht, ohne das zuerst mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprochen zu haben. Weil Bupropion die Wiederaufnahme von Noradrenalin und Dopamin hemmt, lassen sich laut Fachinformation ein Rückschlag (Rebound) oder Absetzsymptome nicht ausschließen, auch wenn sie in klinischen Studien nicht beobachtet wurden; dort wurden sie allerdings eher spontan als systematisch erfasst. Die NVL ordnet das Risiko für Absetzsymptome bei Bupropion als unklar ein; die Evidenz dazu ist laut NVL gering und stammt aus Kohortenstudien, Fallserien oder Fallberichten. [1, 2, 5]
Ist geplant, ein Antidepressivum nach dem Abklingen einer Depression am Ende der Erhaltungsbehandlung oder einer langfristigen Rückfallvorbeugung abzusetzen, soll das laut NVL schrittweise geschehen, um eine Rebound-Depression und Absetzsymptome zu vermeiden. Ausführlich: Antidepressiva absetzen und Absetzsymptome. [5]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage nennt die übliche Dosis für Erwachsene und sagt, wann die Ärztin oder der Arzt sie erhöhen kann; bei Störungen der Leber- oder Nierenfunktion bleiben manche Behandelte während der ganzen Behandlung bei der niedrigeren Dosis. Weil das Risiko für Krampfanfälle von der Dosis abhängt, sollte die empfohlene Dosis laut Fachinformation nicht überschritten werden. [1, 2]
Präparate mit Bupropion
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Bupropion-ratiopharm | ratiopharm GmbH | verschreibungspflichtig; Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung mit 150 oder 300 mg; Grundlage dieser Seite |
| Elontril | verschreibungspflichtig | |
| Zyban |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Bupropion-ratiopharm 150 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung. ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 10.10.2026
- Fachinformation Bupropion-ratiopharm 150 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung. ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 10.10.2026
- Embryotox: Bupropion. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
- Tragende Gründe zum Beschluss über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie: § 14a und Anlage IIa (Arzneimittel zur Tabakentwöhnung im Rahmen von evidenzbasierten Programmen zur Tabakentwöhnung). Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA). Stand 15.05.2025. abgerufen am 18.10.2026
- Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Kurzfassung, Version 3.2. NVL-Programm von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und AWMF. Stand Version 3.2, Juli 2023. abgerufen am 22.10.2026
- Gesetz § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): 0,5 Promille-Grenze, Tetrahydrocannabinol-Grenzwert. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
- Gesetz § 316 Strafgesetzbuch (StGB): Trunkenheit im Verkehr. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
Weiterführend Alle Nebenwirkungen von Bupropion nach Häufigkeit auf Med-Nebenwirkungen.de
Häufige Fragen
Ab wann wirkt Bupropion?
Laut Fachinformation wurde der Wirkungseintritt 14 Tage nach Behandlungsbeginn festgestellt; die volle Wirkung zeigt sich möglicherweise erst nach mehreren Wochen. Die Packungsbeilage sagt, dass es manchmal Wochen oder Monate dauert, bis Bupropion seine volle Wirkung entfaltet. Bei einer Depression soll laut NVL ab Erreichen der üblichen Dosis mindestens 3 bis 4 Wochen abgewartet und dann gemeinsam geprüft werden, ob die Behandlung wirkt.
Wie hoch ist die Dosis von Bupropion?
Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Welche Dosis die Packungsbeilage für Erwachsene nennt und wann sie erhöht werden kann, steht im Abschnitt "Dosierung laut Packungsbeilage" auf dieser Seite. Nehmen Sie nicht mehr ein als verordnet: Das Risiko für Krampfanfälle hängt von der Dosis ab.
Wie setzt man Bupropion ab?
Nur gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Laut Packungsbeilage brechen Sie die Einnahme nicht ab und verringern die Dosis nicht, ohne das vorher besprochen zu haben. In klinischen Studien wurden keine Absetzsymptome beobachtet, sie wurden dort aber eher spontan als systematisch erfasst; laut Fachinformation lassen sich Absetzsymptome nicht ausschließen, und ein schrittweises Ausschleichen kann erwogen werden.
Darf ich mit Bupropion Alkohol trinken?
Laut Fachinformation sollte Alkohol während der Behandlung auf ein Minimum beschränkt oder gemieden werden. Es gab seltene Berichte über Nebenwirkungen an Nerven und Psyche und über eine verminderte Alkoholverträglichkeit. Wer derzeit sehr viel trinkt, darf laut Packungsbeilage nicht plötzlich aufhören, weil das das Risiko für einen Krampfanfall erhöhen kann; sprechen Sie vor Behandlungsbeginn mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber.
Nimmt man mit Bupropion zu oder ab?
Eine Gewichtszunahme nennen Packungsbeilage und Fachinformation von Bupropion-ratiopharm nicht unter den Nebenwirkungen. Appetitverlust ist häufig, er kann also bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen; ein Gewichtsverlust ist gelegentlich. Bei einer Depression soll das Körpergewicht laut NVL vor Beginn und im Verlauf der Behandlung kontrolliert werden.
Hilft Bupropion bei ADHS?
Zur Behandlung von ADHS ist Bupropion nicht zugelassen. Die Fachinformation nennt als Anwendungsgebiet nur die Depression, Embryotox außerdem die Nikotinentwöhnung. Fragen zur Behandlung von ADHS besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Beeinflusst Bupropion die Lust auf Sex?
Sexuelle Funktionsstörungen oder weniger Lust auf Sex stehen in Packungsbeilage und Fachinformation von Bupropion-ratiopharm nicht unter den Nebenwirkungen. Bemerken Sie trotzdem Veränderungen, sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an. Bei einer Depression sollen Wirkungen und typische Nebenwirkungen laut NVL aktiv erfragt werden, auch solche, die Betroffene eher nicht von sich aus ansprechen.
Darf ich Bupropion in der Schwangerschaft nehmen?
Laut Packungsbeilage nehmen Sie Bupropion nicht ein, wenn Sie schwanger sind, es vermuten oder planen, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt empfiehlt es. Embryotox gibt den Erfahrungsumfang mit "sehr hoch" an; bei einer Neueinstellung sollten laut Embryotox zunächst Sertralin und Citalopram bevorzugt werden, kommen diese nicht infrage, kann Bupropion auch in der Schwangerschaft verordnet werden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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