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Nebenwirkungen vergleichen

Das Werkzeug stellt für zwei bis vier Wirkstoffe nebeneinander, in welcher Häufigkeitsklasse die Produktinformation 16 Nebenwirkungen nennt, nach denen bei Psychopharmaka oft gefragt wird, etwa Müdigkeit, Gewichtszunahme oder weniger Lust auf Sex. Es zeigt keine Rangfolge und sagt nicht, welcher Wirkstoff besser ist. Welches Mittel passt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

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Nebenwirkungen vergleichen

Wählen Sie zwei bis vier Wirkstoffe. Die Tabelle zeigt, wie häufig die Produktinformation ausgewählte Nebenwirkungen nennt, nebeneinander und ohne Wertung.

Nebenwirkungen in der Tabelle

Welches Mittel passt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Die Tabelle zeigt nur, was die Produktinformation nennt. Sie sagt nicht, welcher Wirkstoff für Sie besser ist. Wechseln Sie nicht selbst.

Ihre Auswahl bleibt in diesem Browser. Sie wird weder übertragen noch gespeichert; beim Neuladen der Seite ist sie weg.

Zwei aufgeschlagene leere Notizhefte nebeneinander auf einem hellen Holztisch, dazwischen ein Bleistift, daneben eine blaue Tasse, von oben
Bild: KI-generiert

So funktioniert der Vergleich

Wählen Sie oben zwei bis vier Wirkstoffe und darunter die Nebenwirkungen, die Sie sehen möchten; vorausgewählt sind alle 16. Die Tabelle zeigt je Nebenwirkung, in welcher Häufigkeitsklasse die Produktinformation sie nennt, die Spalten in der Reihenfolge Ihrer Auswahl. Unter der Tabelle steht für jeden Wirkstoff die Quelle mit Stand, dazu der Link auf seine Seite. Die Auswahl der 16 Beschwerden ist dieselbe wie im Kasten "Nebenwirkungen im Blick" auf den Wirkstoffseiten.

Grundlage sind die Datensätze dieser Website: je Wirkstoff die Gebrauchsinformation, die Fachinformation oder die Produktinformation der Europäischen Arzneimittel-Agentur eines Präparats in der genannten Fassung, von einem zweiten Prüfer an der Quelle verglichen. Nennt eine Produktinformation eine Beschwerde mehrfach, etwa unter verschiedenen Bezeichnungen, zeigt die Tabelle die höchste Klasse. Ähnliche Bezeichnungen fasst sie unter einem Stichwort zusammen, zum Beispiel Schläfrigkeit unter Müdigkeit. Für die Fachinformation sieht die Leitlinie der Europäischen Kommission Ähnliches vor: Bezeichnungen für dieselbe Erscheinung, etwa Sedierung, Somnolenz und Benommenheit, werden in der Regel zusammengefasst, und beruht die Klasse auf verschiedenen Quellen, wird in der Regel die höchste gewählt [1].

Was die Klassen bedeuten

So sind die Häufigkeiten in der Packungsbeilage gemeint
AngabeBedeutung in der PackungsbeilageFachinformationAnschaulich
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen≥ 1/10100 oder mehr von 1.000
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen≥ 1/100 bis < 1/1010 bis unter 100 von 1.000
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen≥ 1/1.000 bis < 1/1001 bis unter 10 von 1.000
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen≥ 1/10.000 bis < 1/1.0001 bis unter 10 von 10.000
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen< 1/10.000weniger als 1 von 10.000
Nicht bekanntHäufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbarnicht bekanntnicht abschätzbar

Die Bezeichnungen der Packungsbeilage empfiehlt die Vorlage der Europäischen Arzneimittel-Agentur [2], die Bereiche der Fachinformation legt die Leitlinie der Europäischen Kommission fest [1]. "Nicht bekannt" heißt, dass sich die Häufigkeit aus den verfügbaren Daten nicht abschätzen lässt [1]. Was eine Klasse für 100, 1.000 oder 10.000 Menschen bedeutet, rechnet das Werkzeug Was heißt "häufig"? um.

Wie Sie die Tabelle lesen

Steht in einer Zelle "Häufig, bis zu 1 von 10", nennt die Produktinformation dieses Wirkstoffs die Beschwerde in der Klasse "häufig": Sie kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen [2]. "Nicht genannt" heißt, dass die Produktinformation sie nicht als Nebenwirkung aufführt; es heißt nicht, dass sie nie vorkommt. Steht in einer Zelle "nur bei Kindern und Jugendlichen genannt", stammt die Angabe aus dem Teil der Produktinformation für diese Altersgruppe. Die Klasse beschreibt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten vorkam, nicht, ob sie bei Ihnen auftritt; nach der Vorlage der Europäischen Arzneimittel-Agentur beginnt Abschnitt 4 der Packungsbeilage mit dem Satz: "Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen." [2, 3]

Was ein Vergleich nicht zeigen kann

  • Jede Spalte beruht auf der Produktinformation eines anderen Arzneimittels. Wie eine Häufigkeit geschätzt wird, hängt laut Leitlinie der Europäischen Kommission von der Datenquelle ab, etwa klinischen Studien, Studien nach der Zulassung oder Spontanmeldungen, und von der Qualität der Datenerhebung und davon, wie der Zusammenhang mit dem Arzneimittel geprüft wurde [1].
  • Vergleichende Häufigkeitsangaben sieht die Leitlinie für den Abschnitt Nebenwirkungen der Fachinformation nicht vor, ebenso wenig allgemeine Aussagen wie "gut verträglich" [1]. Die Tabelle stellt die Angaben deshalb nur nebeneinander.
  • Die Häufigkeit ist die rohe Rate bei den Behandelten und nicht der Unterschied zu einem Scheinmedikament (Placebo) [1].
  • Die Klasse sagt nichts darüber, wie schwer eine Nebenwirkung ist. Die Fachinformation kann dazu mehr beschreiben, etwa Schwere, Dauer, ob eine Nebenwirkung von der Dosis oder der Dauer der Behandlung abhängt und welche Risikofaktoren es gibt [1].
  • Die Tabelle zeigt nur 16 Beschwerden. Alle Nebenwirkungen eines Wirkstoffs finden Sie über die Links unter der Tabelle; auf den Wirkstoffseiten stehen die Warnzeichen in einem eigenen Kasten.

Was das Werkzeug nicht kann

Das Werkzeug empfiehlt kein Mittel und sagt nicht, welcher Wirkstoff für Sie besser ist. Es prüft keine Wechselwirkungen, sagt nichts über die Wirkung und gilt nur für die Produktinformation, die unter der Tabelle steht; für Ihr Präparat ist dessen Packungsbeilage maßgeblich. Welches Mittel passt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen. Wechseln Sie nicht selbst, und setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Fragen für das Gespräch stellen Sie mit den Fragen fürs Arztgespräch zusammen.

Ihre Eingaben bleiben auf Ihrem Gerät

Welche Medikamente Sie vergleichen, kann etwas über Ihre Gesundheit verraten. Das Werkzeug arbeitet nur in Ihrem Browser; die Daten für den Vergleich stehen schon in der Seite, es lädt nichts nach. Ihre Auswahl wird weder an uns noch an Dritte übertragen, nicht gespeichert und steht nie in der Adresse der Seite. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.

Quellen

  1. Behörde A Guideline on Summary of Product Characteristics (SmPC), Revision 2, Abschnitt 4.8 Undesirable effects (Darstellung und Schätzung der Häufigkeit). Europäische Kommission, Notice to Applicants Volume 2C. Stand 09/2009. abgerufen am 22.10.2026
  2. Behörde QRD product-information annotated template (English), Version 10.4, Packungsbeilage Abschnitt 4 "Possible side effects" (empfohlene Häufigkeitsangaben). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand 02/2024. abgerufen am 22.10.2026
  3. Behörde QRD-Vorlage für Produktinformationen, Version 10.4, deutsche Fassung (Packungsbeilage, Abschnitt 4). Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Stand 02/2024. abgerufen am 22.10.2026

Häufige Fragen

Welches Psychopharmakon hat die wenigsten Nebenwirkungen?

Das lässt sich aus den Packungsbeilagen nicht ablesen, und das Werkzeug beantwortet die Frage nicht. Die Häufigkeiten jedes Mittels stammen aus eigenen Studien und Meldungen; wie sie geschätzt werden, hängt laut Leitlinie der Europäischen Kommission von der Datenquelle und der Qualität der Daten ab. Vergleichende Häufigkeitsangaben sieht die Leitlinie für diesen Abschnitt der Fachinformation nicht vor. Welches Mittel für Sie passt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen.

Was bedeutet "nicht genannt"?

Die Produktinformation, auf der die Spalte beruht, führt die Beschwerde nicht als Nebenwirkung auf. Das heißt nicht, dass sie bei diesem Wirkstoff nie vorkommt. Für Ihr Präparat ist dessen Packungsbeilage maßgeblich.

Warum zeigt die Tabelle keine Farben und keine Rangfolge?

Weil eine Häufigkeitsklasse nichts darüber sagt, wie schwer eine Nebenwirkung ist, und weil die Angaben verschiedener Mittel aus verschiedenen Daten stammen. Farben oder eine Reihenfolge würden ein Urteil nahelegen, das die Produktinformationen nicht hergeben.

Woher stammen die Angaben?

Aus den Datensätzen dieser Website. Sie beruhen auf der Gebrauchsinformation, der Fachinformation oder der Produktinformation der Europäischen Arzneimittel-Agentur eines Präparats in der genannten Fassung und sind von einem zweiten Prüfer an der Quelle verglichen. Unter der Tabelle steht für jeden Wirkstoff, welche Quelle zugrunde liegt.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Nein. Die Auswahl bleibt in Ihrem Browser, wird nicht übertragen und nicht gespeichert. Lädt die Seite neu, ist sie weg.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

Passt dazu

  • Werkzeuge Was heißt "häufig"?

    "Häufig" heißt in der Packungsbeilage: bei bis zu 1 von 10 Behandelten.

  • Werkzeuge Werkzeuge

    Stimmungstagebuch, Krisenplan, Fragen fürs Arztgespräch, Medikationsplan und Nebenwirkungen im Vergleich.

  • Werkzeuge Stimmungs- und Nebenwirkungstagebuch

    Stimmung, Schlaf, Beschwerden und Einnahme Ihrer Medikamente Tag für Tag notieren, ausdrucken oder als Tabelle speichern.

  • Medikamente Citalopram

    Citalopram ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der SSRI.