Nebenwirkungen
Manche Nebenwirkungen beschäftigen Menschen, die Psychopharmaka nehmen, besonders: Gewicht, Müdigkeit, Sexualität, Bewegungsstörungen oder Beschwerden beim Absetzen. Die Seiten dieses Bereichs zeigen, bei welchen Wirkstoffen die Produktinformation eine Beschwerde nennt und wie häufig, und was Sie tun können.

Was auf jeder Nebenwirkungsseite steht
- eine Tabelle der Wirkstoffe auf dieser Website, deren Packungsbeilage oder Fachinformation die Beschwerde nennt, mit Häufigkeit und Wortlaut
- woran Sie einen Zusammenhang mit dem Medikament erkennen können
- was Sie tun können, ohne das Medikament eigenmächtig abzusetzen
- wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
- andere Ursachen, die dieselbe Beschwerde auslösen können
Die Seiten erscheinen hier, sobald sie geprüft sind. Nebenwirkungen vieler weiterer Arzneimittel, nach Beschwerden von A bis Z geordnet, finden Sie bei Med-Nebenwirkungen.de.
So sind die Häufigkeitsangaben gemeint
Packungsbeilagen und Fachinformationen ordnen Nebenwirkungen festen Häufigkeitsklassen zu:
| Angabe | Bedeutung in der Packungsbeilage | Fachinformation | Anschaulich |
|---|---|---|---|
| Sehr häufig | kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen | ≥ 1/10 | 100 oder mehr von 1.000 |
| Häufig | kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen | ≥ 1/100 bis < 1/10 | 10 bis unter 100 von 1.000 |
| Gelegentlich | kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen | ≥ 1/1.000 bis < 1/100 | 1 bis unter 10 von 1.000 |
| Selten | kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen | ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000 | 1 bis unter 10 von 10.000 |
| Sehr selten | kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen | < 1/10.000 | weniger als 1 von 10.000 |
| Nicht bekannt | Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar | nicht bekannt | nicht abschätzbar |
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht. Angaben wie "häufig" übersetzt der Häufigkeits-Übersetzer in anschauliche Zahlen.
Wenn Sie eine Nebenwirkung vermuten
Notieren Sie, wann die Beschwerde begonnen hat, wie stark sie ist und was Sie eingenommen haben. Dabei hilft das Stimmungs- und Nebenwirkungstagebuch. Sprechen Sie mit Ihrer Arztpraxis oder Apotheke und nehmen Sie die Notizen mit. Eine vermutete Nebenwirkung können Sie auch selbst melden, über das Meldeportal nebenwirkungen.bund.de des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte und des Paul-Ehrlich-Instituts.
Alle Seiten im Bereich Nebenwirkungen
GewichtszunahmeViele Psychopharmaka können das Gewicht erhöhen.
Sexuelle FunktionsstörungenViele Psychopharmaka können Lust, Erektion oder Orgasmus beeinträchtigen.
MüdigkeitViele Psychopharmaka können müde machen.
BewegungsstörungenAntipsychotika können Muskelkrämpfe, Parkinson-ähnliche Beschwerden und Sitzunruhe auslösen.
AbsetzsymptomeBeim Absetzen von Psychopharmaka können vorübergehend Beschwerden auftreten.
Serotonin-SyndromEin Serotonin-Syndrom ist selten, kann aber lebensbedrohlich sein.
Emotionale AbstumpfungUnter Antidepressiva fühlen sich manche Menschen gefühlsarm oder gleichgültig.
Herz und QT-ZeitManche Psychopharmaka verändern Herzschlag und QT-Zeit.
Innere Unruhe und Sitzunruhe (Akathisie)Psychopharmaka können innere Unruhe und eine quälende Sitzunruhe auslösen.
SpätdyskinesienSpätdyskinesien sind unwillkürliche Bewegungen von Zunge, Mund oder Gesicht nach längerer Einnahme von Antipsychotika.
Malignes neuroleptisches SyndromDas maligne neuroleptische Syndrom ist ein seltener Notfall unter Antipsychotika.
Erhöhtes ProlaktinEinige Psychopharmaka erhöhen das Hormon Prolaktin.
Natriummangel durch AntidepressivaEinige Psychopharmaka können den Natriumwert im Blut senken.
Blutbildveränderungen (Agranulozytose)Manche Psychopharmaka können weiße Blutkörperchen oder Blutplättchen vermindern.
Blutzucker und Blutfette unter AntipsychotikaAntipsychotika und andere Psychopharmaka können Blutzucker und Blutfette erhöhen.
Vermehrtes Schwitzen durch AntidepressivaViele Antidepressiva und andere Psychopharmaka können vermehrtes Schwitzen auslösen.
Passt dazu
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Nebenwirkungen Sexuelle FunktionsstörungenViele Psychopharmaka können Lust, Erektion oder Orgasmus beeinträchtigen.
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Medikamente PaliperidonPaliperidon ist ein Antipsychotikum, das als Monatsspritze oder Tablette bei Schizophrenie eingesetzt wird.