MedikamenteWirkstoff
Paroxetin
Paroxetin ist ein verschreibungspflichtiges Antidepressivum aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), zugelassen für Erwachsene mit Depressionen, Zwangsstörung, Panikstörung, sozialer Angststörung, generalisierter Angststörung und posttraumatischer Belastungsstörung. Bekannt ist der Wirkstoff unter anderem als Seroxat. Beim Beenden sind Absetzsymptome häufig; die Dosis wird deshalb nur nach ärztlicher Absprache und langsam über Wochen oder Monate verringert.

Wofür wird Paroxetin eingesetzt?
Paroxetin wird bei Erwachsenen mit depressiven Erkrankungen und mit Angststörungen eingesetzt. Zugelassen ist es für Episoden einer Major Depression, für die Zwangsstörung, die Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie (etwa der Angst, das Haus zu verlassen, Geschäfte zu betreten oder in Menschenmengen zu sein), die soziale Angststörung (soziale Phobie), die generalisierte Angststörung und die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Paroxetin ist verschreibungspflichtig. [1, 2]
Kinder und Jugendliche von 7 bis 17 Jahren sollten laut Fachinformation nicht mit Paroxetin behandelt werden: In kontrollierten Studien zeigte sich ein erhöhtes Risiko für suizidales und feindseliges Verhalten, und eine ausreichende Wirksamkeit wurde nicht nachgewiesen. Bei Kindern unter 7 Jahren wurde Paroxetin bisher nicht untersucht und sollte nicht angewendet werden, solange Wirksamkeit und Sicherheit in dieser Altersgruppe nicht belegt sind. Die Packungsbeilage hält fest, dass die Ärztin oder der Arzt Paroxetin einer Person unter 18 Jahren dennoch verschreiben kann, wenn sie oder er entscheidet, dass es in ihrem bestmöglichen Interesse ist. Treten dann Suizidgedanken, Suizidversuche oder Feindseligkeit auf oder verschlimmern sie sich, sollten Sie die Ärztin oder den Arzt benachrichtigen. Hinweise für Eltern: Psychopharmaka bei Kindern und Jugendlichen. [1, 2]
Wie wirkt Paroxetin?
Paroxetin gehört zu den selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI), einer Gruppe der Antidepressiva. Serotonin ist ein Botenstoff, mit dem Nervenzellen im Gehirn Signale weitergeben. Laut Fachinformation hemmt Paroxetin stark und gezielt, dass Nervenzellen Serotonin wieder aufnehmen; damit erklärt sie die Wirkung in allen genannten Anwendungsgebieten. Die Packungsbeilage schränkt ein, dass noch nicht vollständig geklärt ist, wie Paroxetin und andere SSRI wirken; sie können helfen, indem sie den Serotoninspiegel im Gehirn erhöhen. Die Grundlagen erklärt die Seite Wie wirken Antidepressiva? [1, 2]
Chemisch ist Paroxetin weder mit trizyklischen noch mit tetrazyklischen Antidepressiva verwandt. An die Andockstellen (Rezeptoren) für Acetylcholin, Adrenalin und Noradrenalin, Dopamin und Histamin sowie an die Serotonin-Rezeptoren 5-HT1 und 5-HT2 bindet es laut Fachinformation nur schwach. Laut Fachinformation beeinträchtigt Paroxetin die psychomotorischen Funktionen nicht und verstärkt die dämpfende Wirkung von Alkohol nicht; die Einnahme am Morgen wirkt sich nicht negativ auf Schlafqualität oder Schlafdauer aus. Schläfrigkeit gehört bei Behandelten trotzdem zu den häufigen Nebenwirkungen. [1, 2]
Paroxetin wird nach der Einnahme gut aufgenommen; ein Teil wird aber abgebaut, bevor er in den Kreislauf gelangt (First-Pass-Effekt). Ausgeschieden wird es fast vollständig über den Abbau im Körper. Die Halbwertszeit, also die Zeit, in der sich der Spiegel im Blut halbiert, schwankt, beträgt aber im Allgemeinen etwa einen Tag; gleichbleibende Blutspiegel stellen sich 7 bis 14 Tage nach Behandlungsbeginn ein. Bei älteren Menschen, bei schweren Nierenfunktionsstörungen und bei Leberfunktionsstörungen sind die Spiegel erhöht, überschneiden sich aber mit den Werten gesunder Erwachsener. Paroxetin hemmt außerdem stark das Leberenzym CYP2D6, über das auch andere Arzneimittel abgebaut werden; mehr dazu unter Wechselwirkungen. [2]
Wann wirkt Paroxetin und wie lange wird behandelt?
Paroxetin lindert die Beschwerden nicht sofort, denn alle Antidepressiva brauchen Zeit, bis sie wirken. Fühlen Sie sich nach einigen Wochen nicht besser, wenden Sie sich erneut an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Wie lange Sie Paroxetin nehmen, besprechen Sie gemeinsam; laut Packungsbeilage kann das einige Monate oder auch länger sein. Veränderungen von Stimmung und Beschwerden können Sie im Stimmungstagebuch festhalten. Mehr zum Thema: Wann wirken Psychopharmaka? und Wie lange werden Psychopharmaka genommen? [1]
- BeginnNebenwirkungen treten laut Packungsbeilage in den ersten Behandlungswochen häufiger auf; laut Fachinformation können einige im Verlauf der Behandlung an Schwere und Häufigkeit abnehmen. Einige Menschen fühlen sich zunächst schlechter, bevor sie eine Besserung bemerken. Eine Akathisie, eine üblicherweise als quälend erlebte innere Unruhe mit Bewegungsdrang, ist selten und tritt laut Fachinformation vor allem in den ersten Behandlungswochen auf. Bei einer Panikstörung beginnt die Behandlung mit einer niedrigeren Dosis, weil sich die Paniksymptome in der Frühphase der Behandlung verschlechtern können.[1, 2]
- Erste WirkungLaut Fachinformation tritt bei einer Depression im Allgemeinen nach einer Woche eine Besserung ein, sie ist aber möglicherweise erst ab der zweiten Woche zu erkennen; die Dosis sollte drei bis vier Wochen nach Beginn überprüft werden. Laut Packungsbeilage zeigt sich bei den meisten Menschen nach einigen Wochen eine Besserung, bei anderen kann es etwas länger dauern; die Ärztin oder der Arzt sollte einige Wochen nach Behandlungsbeginn einen erneuten Untersuchungstermin vereinbaren.[1, 2]
- Wirkung prüfenBei einer Depression soll laut NVL Unipolare Depression ab Erreichen der Standarddosis mindestens 3 bis 4 Wochen abgewartet und dann gemeinsam beurteilt werden, ob sich die Behandlung in Richtung der vereinbarten Ziele entwickelt. Für ältere Menschen nennt die Leitlinie eine Zeit bis zum Wirkungseintritt von bis zu 6 Wochen.[4]
- ErhaltungLaut Fachinformation sollten Menschen mit Depressionen mindestens sechs Monate behandelt werden, um sicherzugehen, dass sie beschwerdefrei sind; bei Zwangsstörung und Panikstörung kann dieser Zeitraum mehrere Monate oder länger betragen. Bei sozialer Angststörung, generalisierter Angststörung und posttraumatischer Belastungsstörung sollte der Nutzen einer Langzeitbehandlung regelmäßig überprüft werden. Laut NVL soll empfohlen werden, das Antidepressivum 6 bis 12 Monate über das Abklingen der depressiven Episode (Remission) hinaus in gleicher Dosis weiter einzunehmen.[2, 4]
- Rückfall vorbeugenLaut NVL Unipolare Depression sollte Menschen mit 2 bis 3 oder mehr depressiven Episoden und bedeutsamen Einschränkungen im Alltag in den letzten 5 Jahren empfohlen werden, das Antidepressivum mindestens 2 Jahre lang zur langfristigen Rückfallvorbeugung (Rezidivprophylaxe) in der Dosis weiter einzunehmen, die in der Akutbehandlung gewirkt hat. Diese Empfehlung gilt für Antidepressiva allgemein. Die Fachinformation nennt die Vorbeugung neuer depressiver Episoden für Paroxetin nicht als eigenes Anwendungsgebiet.[2, 4]
- AbsetzenDie Behandlung endet nur nach ärztlicher Absprache. Laut Fachinformation sollte ein plötzliches Absetzen vermieden und die Dosis über mehrere Wochen oder Monate schrittweise verringert werden, je nach Bedarf der behandelten Person. Am Ende einer Erhaltungstherapie oder einer langfristigen Rückfallvorbeugung (Rezidivprophylaxe) sollte ein Antidepressivum laut NVL über mindestens 8 bis 12 Wochen ausgeschlichen werden, wenn keine anderen Gründe dagegen sprechen. Absetzsymptome sind häufig, besonders nach abruptem Absetzen; sie klingen im Allgemeinen innerhalb von zwei Wochen von selbst ab, bei einzelnen Menschen dauern sie 2 bis 3 Monate oder länger. Laut Fachinformation bedeuten Absetzsymptome nicht, dass Paroxetin süchtig oder abhängig macht.[1, 2, 4]
Nebenwirkungen im Blick
In den ersten Behandlungswochen treten Nebenwirkungen laut Packungsbeilage häufiger auf. Einige können laut Fachinformation im Verlauf der Behandlung schwächer und seltener werden und führen nicht generell zu einem Abbruch der Behandlung. Sehr häufig, also bei mehr als 1 von 10 Behandelten, sind Übelkeit und Störungen des sexuellen Verlangens oder der sexuellen Funktion, zum Beispiel ein ausbleibender Orgasmus und bei Männern Erektions- und Ejakulationsstörungen; in bestimmten Fällen blieben solche Beschwerden nach dem Ende der Behandlung bestehen. Häufig, also bei bis zu 1 von 10 Behandelten, sind unter anderem eine Gewichtszunahme, erhöhte Cholesterinwerte, Schläfrigkeit oder Schlaflosigkeit, Schwitzen und Zittern. [1, 2]
Beim Beenden der Behandlung sind Absetzsymptome häufig, besonders wenn Paroxetin plötzlich abgesetzt wird. In klinischen Studien traten nach dem Ende der Behandlung unter Paroxetin häufiger Nebenwirkungen auf als unter einem Scheinmedikament (Placebo). Laut Fachinformation bedeuten Absetzsymptome nicht, dass Paroxetin süchtig macht oder zu einer Abhängigkeit führt; mehr dazu unter Einnahme und Absetzen. [1, 2]
In epidemiologischen Studien, überwiegend mit Menschen ab 50 Jahren, wurde unter SSRI und trizyklischen Antidepressiva ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche beobachtet; der Mechanismus ist nicht bekannt. Ein Natriummangel im Blut ist selten und wurde vorwiegend bei älteren Menschen berichtet. Am Herzen ist ein schnellerer Herzschlag (Sinustachykardie) gelegentlich, ein langsamer Herzschlag selten. Nach der Markteinführung wurden Fälle einer verlängerten QT-Zeit im EKG berichtet; wann laut Fachinformation Vorsicht gilt, steht unter Wer Paroxetin nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte. [2]
Nebenwirkungen im Blick
Höchste Häufigkeitsangabe der Produktinformation für Beschwerden, nach denen bei Psychopharmaka oft gefragt wird.
- MüdigkeitHäufig
- SchlafstörungenHäufig
- Unruhe und NervositätHäufig
- GewichtszunahmeHäufig
- Weniger oder veränderte Lust auf SexSehr häufig
- ErektionsstörungenSehr häufig
- MundtrockenheitHäufig
- Vermehrtes SchwitzenHäufig
- ÜbelkeitSehr häufig
- SchwindelHäufig
- ZitternHäufig
- BewegungsstörungenGelegentlich
- Herzrhythmus und QT-Zeitnicht genannt
- NatriummangelSelten
- Abhängigkeitnicht genannt
- Sitzunruhe (Akathisie)Selten
"Nicht genannt" heißt: Die Produktinformation führt die Beschwerde nicht als Nebenwirkung mit Häufigkeitsangabe auf; Hinweise ohne Häufigkeit stehen im Text der Seite. Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht. Alle Nebenwirkungen von Paroxetin nach Häufigkeit auf Med-Nebenwirkungen.de.
Die häufigsten Nebenwirkungen
- Sehr häufig: Übelkeit; laut Packungsbeilage wird sie weniger wahrscheinlich, wenn Sie das Arzneimittel morgens zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen[1, 2]
- Sehr häufig: Störungen des sexuellen Verlangens oder der sexuellen Funktion, zum Beispiel ausbleibender Orgasmus und bei Männern Erektions- und Ejakulationsstörungen; in bestimmten Fällen blieben die Beschwerden nach Ende der Behandlung bestehen[1, 2]
- Häufig: Erhöhte Cholesterinwerte im Blut[1, 2]
- Häufig: Appetitlosigkeit[1, 2]
- Häufig: Schlaflosigkeit oder Schläfrigkeit[1, 2]
- Häufig: Ungewöhnliche Träume, einschließlich Albträume[1, 2]
- Häufig: Sich aufgeregt oder erregt fühlen (Agitiertheit)[1, 2]
- Häufig: Schwindelgefühl und Zittern (Tremor)[1, 2]
- Häufig: Kopfschmerzen[1, 2]
- Häufig: Konzentrationsschwierigkeiten[1, 2]
- Häufig: Verschwommenes Sehen[1, 2]
- Häufig: Gähnen[1, 2]
- Häufig: Mundtrockenheit[1, 2]
- Häufig: Durchfall oder Verstopfung[1, 2]
- Häufig: Erbrechen[1, 2]
- Häufig: Schwitzen[1, 2]
- Häufig: Ungewöhnliches Schwächegefühl[1, 2]
- Häufig: Gewichtszunahme[1, 2]
- Häufig: Beim Absetzen: Schwindelgefühl, Wackeligkeit und Gleichgewichtsstörungen; nadelstichartiges Kribbeln, Brennen und (weniger häufig) ein Stromschlaggefühl, auch im Kopf; Ohrgeräusche (Tinnitus); Schlafstörungen (lebhafte Träume, Albträume, Unfähigkeit zu schlafen); Angstgefühl und Kopfschmerzen. Laut Fachinformation traten in Studien nach dem Ende der Behandlung unter Paroxetin häufiger Nebenwirkungen auf als unter Placebo[1, 2]
Alle Nebenwirkungen von Paroxetin nach Häufigkeit auf Med-Nebenwirkungen.de
Ausführlicher zu einzelnen Beschwerden: Gewichtszunahme, sexuelle Funktionsstörungen, Müdigkeit, innere Unruhe (Akathisie), vermehrtes Schwitzen, Natriummangel, Blutzucker und Blutfette, Prolaktin sowie Herz und QT-Zeit.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Wer depressiv ist oder an einer Angststörung leidet, kann manchmal Gedanken haben, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Bei der ersten Anwendung von Antidepressiva können solche Gedanken verstärkt sein, weil diese Mittel Zeit brauchen, bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal länger. Wahrscheinlicher ist das bei Menschen, die solche Gedanken schon früher hatten, und bei jungen Erwachsenen bis 25 Jahre. Haben Sie zu irgendeinem Zeitpunkt solche Gedanken, gehen Sie zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf. [1]
Laut Packungsbeilage kann es helfen, Angehörigen oder Freunden von der Depression oder Angststörung zu erzählen und sie zu bitten, Ihnen zu sagen, wenn sich die Beschwerden aus ihrer Sicht verschlimmern oder wenn sie sich Sorgen über Veränderungen in Ihrem Verhalten machen. Laut Fachinformation sind Behandelte und die Menschen, die sie betreuen, darauf hinzuweisen, dass auf jede Verschlechterung, auf Suizidgedanken oder suizidales Verhalten und auf ungewöhnliche Verhaltensänderungen geachtet werden muss; treten solche Anzeichen auf, sollten sie unverzüglich medizinischen Rat einholen. [1, 2]
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Ändern Sie die Dosis nicht selbst und setzen Sie Paroxetin nicht auf eigene Faust ab. Belastende Nebenwirkungen besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Bei einer Depression sollen laut NVL Wirkungen und typische Nebenwirkungen aktiv erfragt werden, ausdrücklich auch solche, die Betroffene eher nicht von sich aus ansprechen, etwa sexuelle Funktionsstörungen. [1, 4]
Einige Hinweise aus Packungsbeilage und Fachinformation betreffen den Alltag:
- Übelkeit wird laut Packungsbeilage weniger wahrscheinlich, wenn Sie Paroxetin morgens zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen. [1]
- Fühlen Sie sich ruhelos und können nicht ruhig sitzen oder stehen (Akathisie), kontaktieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; eine Dosiserhöhung kann diese Gefühle verschlimmern. Laut Fachinformation tritt das vor allem in den ersten Behandlungswochen auf. [1, 2]
- Bei Diabetes kann sich die Blutzuckerkontrolle verschlechtern. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über eine Anpassung von Insulin oder anderen Diabetesmitteln. [1]
- Haben Sie Schwindel, Verwirrtheit, Schläfrigkeit oder verschwommenes Sehen, führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen. [1]
Beschwerden, Stimmung und Fragen können Sie im Stimmungs- und Nebenwirkungstagebuch notieren und mit den Fragen fürs Arztgespräch zum nächsten Termin mitnehmen.
Kontrollen während der Behandlung
Depressive Erkrankungen sind laut Fachinformation mit einem erhöhten Risiko für Suizidgedanken und suizidales Verhalten verbunden, das besteht, bis die Beschwerden deutlich nachlassen; Behandelte sollten deshalb bis zum Eintritt einer Besserung engmaschig überwacht werden, vor allem zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassungen. Für die Behandlung einer Depression nennt die NVL außerdem Kontrollen von Blutwerten, Blutdruck, Puls und Körpergewicht; die Zeitpunkte versteht die Leitlinie als Orientierungswerte, von denen im begründeten Fall abgewichen werden kann. [2, 4]
| Untersuchung | Wann oder warum |
|---|---|
| Befinden, Stimmung und Verhalten | Engmaschig, vor allem zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassungen, bis eine Besserung eintritt; besonders sorgfältig bei suizidalem Verhalten in der Vorgeschichte oder ausgeprägten Suizidabsichten vor Beginn der Behandlung. Dasselbe gilt bei der Behandlung anderer psychischer Erkrankungen[2] |
| Gespräch über Wirkung, Einnahme und Nebenwirkungen | Bei einer Depression laut NVL in den Monaten 1 bis 3 je zweimal (diese Termine auch telefonisch möglich), in den Monaten 4 bis 6 je einmal, danach vierteljährlich[4] |
| EKG (Herzstromkurve) | Bei einer Depression laut NVL vor Beginn und im 1. Monat, wenn ein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder eine solche Erkrankung besteht. Laut Fachinformation ist Vorsicht geboten bei verlängerter QT-Zeit in der eigenen oder familiären Vorgeschichte, bedeutsamen Herzerkrankungen, langsamem Herzschlag, niedrigem Kalium- oder Magnesiumwert oder gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die die QT-Zeit verlängern können[2, 4] |
| Blutbild und Nierenwerte (GFR, berechnet aus dem Kreatinin) | Bei einer Depression laut NVL vor Beginn, im 1. und im 6. Monat, danach halbjährlich; bei langfristig stabilem Verlauf können jährliche Kontrollen ausreichen[4] |
| Leberwerte (Leberenzyme) | Bei einer Depression laut NVL vor Beginn, im 1. und im 6. Monat; bei bedeutsamen Begleiterkrankungen oder vielen weiteren Medikamenten zusätzlich in den Monaten 2 bis 5 und danach vierteljährlich[4] |
| Salze im Blut (Elektrolyte, darunter Natrium) | Bei einer Depression laut NVL vor Beginn, im 1. und im 6. Monat, danach halbjährlich (bei langfristig stabilem Verlauf können jährliche Kontrollen ausreichen). Ein Natriummangel wurde laut Fachinformation selten berichtet, vorwiegend bei älteren Menschen; Vorsicht gilt bei erhöhtem Risiko, etwa durch andere Arzneimittel oder eine Leberzirrhose[2, 4] |
| Blutdruck und Puls | Bei einer Depression laut NVL vor Beginn, im 1. und im 6. Monat[4] |
| Körpergewicht | Bei einer Depression laut NVL vor Beginn, im 3. und im 6. Monat, danach vierteljährlich; bei langfristig stabilem Verlauf können seltenere Kontrollen ausreichen[4] |
| Blutzucker bei Diabetes | Eine Behandlung mit SSRI kann die Blutzuckereinstellung verändern; die Dosis von Insulin oder Diabetes-Tabletten muss angepasst werden. Zusammen mit Pravastatin können die Blutzuckerwerte steigen[1, 2] |
| Überwachung bei gleichzeitiger Einnahme anderer serotonerger Mittel | Engmaschigere klinische Überwachung, wenn zum Beispiel Triptane, Tramadol, Lithium, andere SSRI, Buprenorphin oder Johanniskraut zusammen mit Paroxetin genommen werden[2] |
| Neugeborenes nach Einnahme bis in die späte Schwangerschaft | Das Neugeborene sollte überwacht werden, wenn Paroxetin bis in späte Stadien der Schwangerschaft, vor allem im letzten Drittel, eingenommen wurde[2] |
Welche Kontrollen bei Ihnen nötig sind und wie oft, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
Was die einzelnen Werte bedeuten, erklärt die Seite Kontrollen während der Behandlung.
Wechselwirkungen
Paroxetin darf nicht zusammen mit MAO-Hemmern eingenommen werden, auch nicht mit Moclobemid oder Methylthioniniumchlorid (Methylenblau), und laut Packungsbeilage auch nicht, wenn Sie einen MAO-Hemmer in den letzten zwei Wochen genommen haben. Ebenfalls ausgeschlossen sind die Antipsychotika Thioridazin und Pimozid. Andere Mittel, die auf Serotonin wirken, etwa Triptane gegen Migräne, Tramadol, Buprenorphin, Lithium, Tryptophan oder Johanniskraut, können zusammen mit Paroxetin zu einem Serotonin-Syndrom führen; laut Fachinformation ist dann Vorsicht geboten und eine engmaschigere Überwachung nötig. Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure und Ibuprofen sowie blutverdünnende Mittel wie Warfarin können zusammen mit Paroxetin zu einer erhöhten Blutungsneigung führen. [1, 2]
Weil Paroxetin das Leberenzym CYP2D6 hemmt, können die Blutspiegel anderer Mittel steigen, die über dieses Enzym abgebaut werden, zum Beispiel einiger trizyklischer Antidepressiva, von Risperidon, Atomoxetin, Metoprolol und bestimmten Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen. Bei einer Behandlung von Brustkrebs mit Tamoxifen kann Paroxetin Tamoxifen weniger wirksam machen; laut Fachinformation sollte die gleichzeitige Gabe möglichst vermieden werden. Außerdem kann die muskelerschlaffende Wirkung von Mivacurium und Suxamethonium verlängert sein, die bei einer Narkose eingesetzt werden. [1, 2]
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| MAO-Hemmer, einschließlich Moclobemid, Linezolid und Methylthioniniumchlorid (Methylenblau) | Laut Fachinformation Gefahr eines Serotonin-Syndroms[1, 2] | Nicht gleichzeitig einnehmen (Linezolid laut Fachinformation nur in Ausnahmefällen unter engmaschiger Überwachung); laut Fachinformation soll zwischen dem Ende der Paroxetin-Behandlung und dem Beginn eines MAO-Hemmers mindestens eine Woche liegen |
| Thioridazin oder Pimozid (Antipsychotika) | Laut Fachinformation steigen ihre Blutspiegel, wodurch sich die QT-Zeit im EKG verlängern kann[1, 2] | Nicht gleichzeitig einnehmen |
| Andere serotonerge Mittel: Triptane wie Sumatriptan, Tramadol, Buprenorphin (auch zusammen mit Naloxon), Pethidin, andere SSRI, Lithium, Tryptophan, Johanniskraut, Linezolid; außerdem Fentanyl | Laut Fachinformation können serotonerge Wirkungen (Serotonin-Syndrom) auftreten[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; laut Fachinformation Vorsicht und engmaschigere Überwachung |
| Andere Arzneimittel, die die QT-Zeit verlängern, zum Beispiel einige Neuroleptika | Laut Fachinformation kann das Risiko für QT-Verlängerung und Herzrhythmusstörungen erhöht sein[2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Blutverdünner wie Warfarin, nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Celecoxib, Etodolac, Diclofenac oder Meloxicam, Antipsychotika wie Perphenazin oder Clozapin, trizyklische Antidepressiva | Erhöhte Blutungsneigung[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; laut Fachinformation Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung |
| Tamoxifen (gegen Brustkrebs) | Tamoxifen kann weniger wirksam werden; laut Fachinformation sinkt der Spiegel eines seiner wichtigsten aktiven Abbauprodukte (Endoxifen)[1, 2] | Laut Fachinformation möglichst nicht gleichzeitig anwenden; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt empfiehlt vielleicht ein anderes Antidepressivum |
| Arzneimittel, die über das Leberenzym CYP2D6 abgebaut werden: trizyklische Antidepressiva wie Clomipramin, Nortriptylin und Desipramin, Perphenazin, Risperidon, Atomoxetin, Propafenon, Flecainid und Metoprolol | Paroxetin hemmt dieses Enzym; ihre Blutspiegel können steigen[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; laut Fachinformation wird Paroxetin zusammen mit Metoprolol bei Herzinsuffizienz nicht empfohlen |
| Procyclidin (gegen Zittern, vor allem bei Parkinson-Krankheit) | Laut Fachinformation steigt der Blutspiegel von Procyclidin deutlich[1, 2] | Laut Fachinformation sollte die Procyclidin-Dosis bei anticholinergen Wirkungen verringert werden |
| Mivacurium und Suxamethonium (in der Narkose) | Laut Fachinformation kann die muskelerschlaffende Wirkung verlängert sein[1, 2] | Vor einer Narkose Paroxetin angeben |
| Fosamprenavir zusammen mit Ritonavir (gegen HIV) | Laut Fachinformation deutlich verringerte Blutspiegel von Paroxetin[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Phenobarbital, Phenytoin, Valproinsäure oder Carbamazepin (gegen Krampfanfälle) sowie Rifampicin (gegen Tuberkulose und Lepra) | Laut Fachinformation kann der Abbau von Paroxetin durch Enzym-Induktoren wie Carbamazepin, Rifampicin, Phenobarbital oder Phenytoin beeinflusst werden; bei Epilepsie scheint die gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin, Phenytoin oder Valproinsäure das Wirkprofil nicht zu beeinflussen[1, 2] | Ärztin oder Arzt informieren; laut Fachinformation richten sich Dosisanpassungen nach Wirksamkeit und Verträglichkeit |
| Pravastatin (gegen hohe Cholesterinwerte) | Laut Fachinformation können die Blutzuckerwerte steigen[1, 2] | Bei Diabetes kann eine Anpassung von Diabetestabletten oder Insulin nötig sein |
| Alkohol | Kann Ihre Beschwerden und Nebenwirkungen verschlechtern[1, 2] | Keinen Alkohol trinken |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen anwenden können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Was beim gleichzeitigen Einsatz mehrerer Psychopharmaka gilt, steht unter Psychopharmaka kombinieren; zu Eingriffen: Psychopharmaka vor einer Operation.
Wer Paroxetin nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Nicht eingenommen werden darf Paroxetin bei einer Allergie gegen Paroxetin, Soja, Erdnuss oder einen der sonstigen Bestandteile, zusammen mit MAO-Hemmern und zusammen mit Thioridazin oder Pimozid. Der Überzug der Filmtabletten, auf denen diese Seite beruht, enthält entölte Phospholipide aus Sojabohnen, die allergische Reaktionen hervorrufen können. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten nicht mit Paroxetin behandelt werden. Die folgende Übersicht nennt außerdem, wann Vorsicht gilt, unter anderem bei Epilepsie, Manie in der Vorgeschichte, Glaukom, Blutungsneigung und Herzerkrankungen. [1, 2]
Nicht anwenden bei
- Allergie gegen Paroxetin, Soja, Erdnuss oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
- Gleichzeitige Einnahme von MAO-Hemmern (Mittel gegen Depressionen), einschließlich Moclobemid und Methylthioniniumchlorid (Methylenblau), oder deren Einnahme innerhalb der letzten zwei Wochen; laut Fachinformation kann die Behandlung zwei Wochen nach Ende eines irreversiblen und frühestens 24 Stunden nach Ende eines reversiblen MAO-Hemmers begonnen werden, in Ausnahmefällen ist Linezolid unter engmaschiger Überwachung möglich[1, 2]
- Gleichzeitige Einnahme der Antipsychotika Thioridazin oder Pimozid[1, 2]
Besondere Vorsicht bei
- Behandlung von Brustkrebs mit Tamoxifen: Paroxetin kann Tamoxifen weniger wirksam machen; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt empfiehlt Ihnen vielleicht ein anderes Antidepressivum. Laut Fachinformation sollte die gleichzeitige Gabe möglichst vermieden werden[1, 2]
- Nieren-, Leber- oder Herzprobleme[1, 2]
- Verlängerte QT-Zeit im EKG, familiäre Vorgeschichte einer QT-Verlängerung, Herzerkrankungen wie Herzversagen, langsamer Herzschlag oder niedrige Kalium- oder Magnesiumwerte; laut Fachinformation wurden nach der Markteinführung Fälle von QT-Verlängerung berichtet, Vorsicht gilt auch bei gleichzeitiger Einnahme von Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen oder anderen Mitteln, die die QT-Zeit verlängern können[1, 2]
- Epilepsie oder Krampfanfälle in der Vorgeschichte; laut Fachinformation sollte Paroxetin beim Auftreten von Krampfanfällen abgesetzt werden[1, 2]
- Manische Episoden (überaktives Verhalten oder rasende Gedanken) in der Vorgeschichte; laut Fachinformation sollte Paroxetin abgesetzt werden, wenn eine manische Phase beginnt[1, 2]
- Laufende Elektrokrampftherapie (EKT); laut Fachinformation gibt es mit der gleichzeitigen Anwendung nur wenig Erfahrung[1, 2]
- Blutungsstörungen in der Vorgeschichte oder Einnahme von Arzneimitteln, die das Blutungsrisiko erhöhen können; laut Fachinformation ist bei älteren Menschen das Risiko für Blutungen außerhalb der Regelblutung möglicherweise erhöht[1, 2]
- Diabetes: Die Blutzuckerkontrolle kann sich ändern; laut Fachinformation muss die Dosis von Insulin oder Diabetestabletten angepasst werden[1, 2]
- Natriumarme Diät; laut Fachinformation Vorsicht auch bei einem Risiko für Natriummangel, etwa durch andere Arzneimittel oder eine Leberzirrhose[1, 2]
- Glaukom (erhöhter Augeninnendruck); laut Fachinformation kann Paroxetin die Pupillen erweitern und sollte bei Engwinkelglaukom oder Glaukom in der Vorgeschichte nur mit Vorsicht angewendet werden[1, 2]
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Paroxetin sollte bei ihnen nicht angewendet werden. In dieser Altersgruppe besteht unter dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für Suizidversuche, Suizidgedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut); Daten zur langfristigen Sicherheit in Bezug auf Wachstum, Reifung sowie geistige und Verhaltensentwicklung fehlen bislang[1, 2]
- Suizidgedanken: Bei Depressionen oder Angststörungen können manchmal Gedanken auftreten, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Sie können zu Beginn einer Behandlung mit Antidepressiva verstärkt sein, weil die Wirkung gewöhnlich erst nach etwa zwei Wochen, manchmal später einsetzt, und sind wahrscheinlicher, wenn Sie solche Gedanken schon früher hatten, sowie bei jungen Erwachsenen bis 25 Jahre[1, 2]
- Schwangerschaft oder Kinderwunsch: Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt[1, 2]
- Knochenbrüche: Bei Menschen, die mit dieser Gruppe von Arzneimitteln behandelt wurden, wurde ein erhöhtes Risiko beobachtet; laut Fachinformation in epidemiologischen Studien hauptsächlich mit Menschen ab 50 Jahren unter SSRI oder trizyklischen Antidepressiva, der Mechanismus ist nicht bekannt[1, 2]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Trinken Sie keinen Alkohol, solange Sie Paroxetin einnehmen; was Packungsbeilage und Fachinformation dazu sagen, steht in der Übersicht unten. Mehr dazu unter Psychopharmaka und Alkohol. [1, 2]
Ob und wann Sie fahren, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Zur Rechtslage: Nach § 316 StGB wird bestraft, wer im Verkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, es sicher zu führen, auch bei Fahrlässigkeit. [13] Die Medikamentenklausel in § 24a Abs. 4 StVG betrifft die dort und in der Anlage zu dieser Vorschrift genannten Substanzen, etwa Amfetamin oder Morphin, wenn sie aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels stammen. [11, 12] Mehr dazu auf der Seite Psychopharmaka und Autofahren.
Setzen Sie Paroxetin in der Schwangerschaft nicht selbst ab: Laut Fachinformation sollte ein abruptes Absetzen vermieden werden, und wie es weitergeht, entscheiden Sie laut Packungsbeilage gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Auch ob Sie während der Behandlung stillen, entscheiden Sie mit ihr oder ihm gemeinsam. Allgemeines dazu unter Psychopharmaka in der Schwangerschaft und in der Stillzeit. [1, 2]
Ob Psychopharmaka abhängig machen, erklärt die Seite Machen Psychopharmaka abhängig?; was die Fachinformation zu Absetzsymptomen und Abhängigkeit bei Paroxetin sagt, steht unter Nebenwirkungen im Blick.
Schwangerschaft
Laut Packungsbeilage gab es bei Neugeborenen, deren Mütter in den ersten Schwangerschaftsmonaten Paroxetin einnahmen, Berichte über ein erhöhtes Risiko für Geburtsfehler, vor allem am Herzen. Sie und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt können gemeinsam entscheiden, ob ein Wechsel der Behandlung oder ein schrittweises Beenden besser ist; je nach Befinden kann die Ärztin oder der Arzt auch empfehlen, Paroxetin weiter einzunehmen. Laut Fachinformation sollte Paroxetin in der Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation angewendet und nicht abrupt abgesetzt werden.[1, 2]
Bei Einnahme gegen Ende der Schwangerschaft kann das Risiko für schwere vaginale Blutungen kurz nach der Geburt erhöht sein, besonders bei Blutungsstörungen in der Vorgeschichte; informieren Sie Hebamme und Ärztin oder Arzt. Wird Paroxetin während der Schwangerschaft, besonders in den letzten 3 Monaten, eingenommen, kann es beim Neugeborenen zu einer ernsthaften Erkrankung kommen, einem Lungenhochdruck (persistierende pulmonale Hypertonie, PPHN): Es atmet schneller und hat eine bläuliche Haut. Laut Fachinformation kann die Anwendung von SSRI in der Schwangerschaft, besonders im späten Stadium, das Risiko dafür erhöhen. Nach Einnahme in den letzten 3 Schwangerschaftsmonaten kann das Neugeborene außerdem Beschwerden haben, die normalerweise in den ersten 24 Stunden nach der Geburt auftreten: Atemschwierigkeiten, wechselnde Körpertemperatur, blaue Lippen, Erbrechen oder Trinkschwierigkeiten, ausgeprägte Müdigkeit, Schlafstörungen oder ständiges Schreien, steife oder schlaffe Muskeln, Zittern oder Krampfanfälle und gesteigerte Reflexe; wenden Sie sich dann umgehend an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme.[1, 2]
Embryotox gibt den Erfahrungsumfang mit "hoch" an. In einigen Arbeiten wurde ein gering erhöhtes Risiko für Herzfehlbildungen nach Einnahme im ersten Schwangerschaftsdrittel diskutiert. Zu den Mitteln der Wahl bei behandlungsbedürftiger Depression in der Schwangerschaft gehören laut Embryotox neben bewährten trizyklischen Antidepressiva die SSRI Sertralin und Citalopram; Paroxetin ist akzeptabel, besonders wenn es sich nach schwieriger Einstellung bewährt hat. In einer unkomplizierten Situation sollte bei Planung einer Schwangerschaft gegebenenfalls auf Sertralin oder Citalopram umgestellt werden. Nach Einnahme im ersten Drittel sollte eine weiterführende Ultraschalluntersuchung angeboten werden; bei Einnahme bis zur Geburt sollte das Neugeborene in den ersten Lebenstagen beobachtet werden und die Entbindung in einer Klinik mit Neonatologie (Neugeborenenmedizin) erfolgen. Zum Lungenhochdruck beim Neugeborenen nach SSRI in der Spätschwangerschaft nennt Embryotox zwei Studien, die einen Zusammenhang beobachteten, und zwei weitere, kürzlich veröffentlichte, die ihn nicht bestätigten; derzeit ist laut Embryotox kein nennenswertes Risiko anzunehmen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Paroxetin kann in sehr geringen Mengen in die Muttermilch übergehen. Sprechen Sie vor dem Stillen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; Sie können gemeinsam entscheiden, ob Sie während der Behandlung stillen. Laut Fachinformation lagen die Blutspiegel gestillter Kinder in Studien unter der Nachweisgrenze oder waren sehr niedrig, und es wurden keine Anzeichen von Arzneimittelwirkungen beobachtet; das Stillen kann in Betracht gezogen werden.[1, 2]
Laut Embryotox, das Erfahrungen zu etwa 200 stillenden Müttern auswertet, darf unter Paroxetin gestillt werden. Vereinzelt wurde bei gestillten Kindern über Müdigkeit, Unruhe, unzureichende Gewichtszunahme, Natriummangel und Verstopfung berichtet; die Beschwerden bildeten sich von selbst, nach Wechsel auf Teilstillen oder nach dem Abstillen vollständig zurück. Treten beim Kind anders nicht erklärbare Beschwerden wie Trinkschwäche oder Unruhe neu auf, sollte es in einer kinderärztlichen Praxis vorgestellt und Embryotox zu Rate gezogen werden. Bei einer Neueinstellung sollte laut Embryotox bei vergleichbarer Wirksamkeit und Verträglichkeit Sertralin vorgezogen werden. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Trinken Sie keinen Alkohol, solange Sie Paroxetin einnehmen: Alkohol kann Ihre Beschwerden und Nebenwirkungen verschlechtern. Laut Fachinformation verstärkt Paroxetin die Beeinträchtigung durch Alkohol zwar nicht, von gleichzeitigem Alkoholkonsum ist aber generell abzuraten.[1, 2]
Autofahren und Maschinen
Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Schwindel, Verwirrtheit, Schläfrigkeit und verschwommenes Sehen. Wenn diese bei Ihnen auftreten, führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen. Laut Fachinformation ist die Behandlung nach klinischer Erfahrung nicht mit einer Beeinträchtigung geistiger oder psychomotorischer Leistungen verbunden; wie bei allen psychoaktiven Arzneimitteln sollten Sie aber auf eine mögliche Beeinflussung Ihrer Fahrtüchtigkeit achten.[1, 2]
Anwendung
Nehmen Sie die Filmtabletten morgens zum Frühstück ein, möglichst unzerkaut mit etwas Flüssigkeit, zum Beispiel einem Glas Wasser, und jeden Tag zur selben Zeit. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden. Die Einnahme morgens zusammen mit einer Mahlzeit verringert die Wahrscheinlichkeit von Übelkeit.[1, 2]
Einnahme vergessen: Fällt es Ihnen vor dem Zubettgehen ein, nehmen Sie die Dosis sofort ein und setzen die Einnahme am nächsten Tag wie gewohnt fort. Bemerken Sie es erst in der Nacht oder am nächsten Tag, lassen Sie die Dosis ausfallen; möglicherweise treten Absetzsymptome auf, die nach der nächsten Dosis zur gewohnten Zeit wieder verschwinden sollten. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein.[1]
Paroxetin lindert Ihre Beschwerden nicht sofort. Wenn Sie sich nach einigen Wochen nicht besser fühlen, wenden Sie sich erneut an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; sie oder er sollte Sie einige Wochen nach Behandlungsbeginn zu einem erneuten Termin bitten. Die Behandlung kann einige Monate oder länger dauern; laut Fachinformation sollten Menschen mit Depressionen mindestens sechs Monate behandelt werden, bei Zwangs- und Panikstörung kann der Zeitraum mehrere Monate oder länger betragen.[1, 2]
Absetzen
Brechen Sie die Einnahme nicht ab, bevor Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie dazu anweist. Beim Beenden wird die Dosis langsam über einige Wochen oder Monate verringert, um das Risiko für Absetzsymptome zu senken. Die meisten Menschen empfinden Absetzsymptome als leicht, sie klingen innerhalb von zwei Wochen von selbst ab; bei einigen sind sie stärker oder dauern länger, laut Fachinformation bei einzelnen Personen 2 bis 3 Monate oder länger. Bei schweren Absetzsymptomen suchen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf; sie oder er kann raten, die Tabletten erneut einzunehmen und dann langsamer abzusetzen. Laut Fachinformation bedeuten Absetzsymptome nicht, dass Paroxetin süchtig oder abhängig macht.[1, 2]
Überdosierung
Bei Verdacht auf eine Überdosierung, auch wenn eine andere Person zu viele Tabletten eingenommen hat, sofort den Notruf 112 oder einen Giftnotruf verständigen und die Tablettenpackung zeigen. Möglich sind alle Nebenwirkungen aus Abschnitt 4 der Packungsbeilage sowie Fieber und unkontrollierbare Muskelkontraktionen; laut Fachinformation wurden gelegentlich auch Koma und EKG-Veränderungen berichtet.[1, 2]
Einnahme und Absetzen
Laut Packungsbeilage werden die Filmtabletten morgens zum Frühstück eingenommen, jeden Tag zur selben Zeit, möglichst unzerkaut mit etwas Flüssigkeit. Was bei einer vergessenen Dosis gilt, steht in der Übersicht zum Alltag. [1]
Beenden Sie die Einnahme nicht, bevor Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie dazu anweist; wie die Dosis verringert wird, steht in der Zeitleiste und in der Übersicht zum Alltag. Wie groß die Gefahr von Absetzsymptomen ist, kann laut Fachinformation unter anderem von der Behandlungsdauer, der Dosierung und der Geschwindigkeit der Dosisverringerung abhängen. Die NVL Unipolare Depression ordnet Paroxetin den Antidepressiva mit hohem Risiko für Absetzsyndrome zu; bei einer Depression sollen Patientinnen und Patienten laut NVL schon vor Beginn einer Behandlung mit Antidepressiva über mögliche Absetzsymptome aufgeklärt werden. [1, 2, 4]
Berichtet wurden Schwindel, Empfindungsstörungen wie Kribbeln, Stromschlaggefühl und Ohrgeräusche (Tinnitus), Schlafstörungen einschließlich intensiver Träume, Erregtheit oder Angst, Übelkeit, Zittern, Verwirrtheit, Schwitzen, Kopfschmerzen, Durchfall, Herzklopfen, Gefühlsschwankungen, Reizbarkeit und Sehstörungen. Die meisten dieser Beschwerden sind im Allgemeinen leicht oder mittelgradig, bei einigen Menschen können sie aber stark sein. Sie treten normalerweise in den ersten Tagen nach dem Ende der Behandlung auf, in sehr seltenen Fällen schon nach einer versehentlich ausgelassenen Dosis. Im Allgemeinen klingen sie innerhalb von zwei Wochen von selbst ab, bei einzelnen Menschen dauern sie 2 bis 3 Monate oder länger. [2]
Bekommen Sie beim Absetzen Absetzsymptome, kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt laut Packungsbeilage entscheiden, dass Sie die Tabletten langsamer absetzen. Absetzen und ein Wechsel auf ein anderes Mittel geschehen immer gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Was beim Beenden einer Behandlung mit Antidepressiva wichtig ist, erklärt die Seite Antidepressiva absetzen; mögliche Beschwerden beschreibt Absetzsymptome. [1]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Packungsbeilage nennt Anfangsdosis, empfohlene Tagesdosis und Tageshöchstdosis getrennt nach Erkrankung und dazu eine eigene Höchstdosis für Menschen über 65 Jahre. Bei Leberproblemen oder einer schweren Nierenfunktionsstörung kann die Ärztin oder der Arzt eine niedrigere Dosis als gewöhnlich verordnen. [1]
Präparate mit Paroxetin
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Paroxetin-ratiopharm | ratiopharm GmbH | verschreibungspflichtig; Filmtabletten mit 20 mg |
| Paroxetin STADA | STADAPHARM GmbH | verschreibungspflichtig; Filmtabletten mit 20 mg; Grundlage dieser Seite |
| Seroxat | verschreibungspflichtig |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Paroxetin STADA 20 mg Filmtabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 08/2024. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Paroxetin STADA 20 mg Filmtabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 04/2024. abgerufen am 11.10.2026
- Embryotox: Paroxetin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 11.10.2026
- Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Kurzfassung, Version 3.2. NVL-Programm von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und AWMF. Stand Version 3.2, Juli 2023. abgerufen am 22.10.2026
- Gesetz § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): 0,5 Promille-Grenze, Tetrahydrocannabinol-Grenzwert. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
- Gesetz Anlage zu § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): Liste der berauschenden Mittel und Substanzen. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
- Gesetz § 316 Strafgesetzbuch (StGB): Trunkenheit im Verkehr. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
Weiterführend Alle Nebenwirkungen von Paroxetin nach Häufigkeit auf Med-Nebenwirkungen.de
Häufige Fragen
Ab wann wirkt Paroxetin?
Laut Fachinformation tritt bei einer Depression im Allgemeinen nach einer Woche eine Besserung ein, sie ist aber möglicherweise erst ab der zweiten Woche zu erkennen. Die Packungsbeilage beschreibt, dass sich bei den meisten Menschen nach einigen Wochen eine Besserung zeigt; bei anderen kann es etwas länger dauern. Bei einer Depression soll laut NVL ab Erreichen der Standarddosis mindestens 3 bis 4 Wochen abgewartet und dann gemeinsam beurteilt werden, ob sich die Behandlung in Richtung der vereinbarten Ziele entwickelt.
Nimmt man mit Paroxetin zu?
Eine Gewichtszunahme gehört laut Packungsbeilage zu den häufigen Nebenwirkungen, sie kann also bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen. Ebenfalls häufig sind Appetitlosigkeit und erhöhte Cholesterinwerte im Blut. Für die Behandlung einer Depression nennt die NVL Kontrollen des Körpergewichts vor Beginn und im Verlauf. Sprechen Sie Veränderungen bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an.
Welche Nebenwirkungen hat Paroxetin am Anfang?
Laut Packungsbeilage treten Nebenwirkungen in den ersten Behandlungswochen häufiger auf; einige können laut Fachinformation im Verlauf der Behandlung schwächer und seltener werden. Sehr häufig ist Übelkeit, sie wird weniger wahrscheinlich, wenn Sie Paroxetin morgens mit einer Mahlzeit einnehmen. Eine Akathisie, eine üblicherweise als quälend erlebte innere Unruhe, ist selten und tritt laut Fachinformation vor allem in den ersten Wochen auf; manche Menschen fühlen sich zunächst schlechter, bevor sie eine Besserung bemerken. Haben Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen, gehen Sie zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf.
Wie setzt man Paroxetin ab?
Nur gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt: Laut Packungsbeilage wird die Dosis langsam über einige Wochen oder Monate verringert, um das Risiko für Absetzsymptome zu senken. Beim Absetzen sind Beschwerden laut Fachinformation häufig, etwa Schwindel, Kribbeln oder ein Stromschlaggefühl, Schlafstörungen, Angst oder Kopfschmerzen; die NVL ordnet Paroxetin den Antidepressiva mit hohem Risiko für Absetzsyndrome zu. Die meisten Menschen empfinden die Beschwerden als leicht, und sie klingen innerhalb von zwei Wochen von selbst ab; bei einigen können sie stärker sein oder länger anhalten.
Darf ich mit Paroxetin Alkohol trinken?
Die Packungsbeilage sagt: Trinken Sie keinen Alkohol, solange Sie Paroxetin einnehmen, denn Alkohol kann Ihre Beschwerden und Nebenwirkungen verschlechtern. Laut Fachinformation verstärkt Paroxetin die Beeinträchtigung durch Alkohol zwar nicht, vom gleichzeitigen Alkoholkonsum ist aber generell abzuraten.
Wie hoch ist die Dosis von Paroxetin?
Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Was die Packungsbeilage je nach Erkrankung als Anfangsdosis, empfohlene Tagesdosis und Tageshöchstdosis nennt, steht im Abschnitt "Dosierung laut Packungsbeilage" auf dieser Seite. Ändern Sie die Dosis nicht selbst.
Darf ich Paroxetin in der Schwangerschaft nehmen?
Laut Packungsbeilage gab es Berichte über ein erhöhtes Risiko für Geburtsfehler, vor allem am Herzen, wenn die Mutter Paroxetin in den ersten Schwangerschaftsmonaten einnahm; laut Fachinformation sollte Paroxetin in der Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation angewendet werden, also nur wenn es medizinisch unbedingt nötig ist, und ein abruptes Absetzen sollte vermieden werden. Embryotox hält Paroxetin für akzeptabel, besonders wenn es sich nach schwieriger Einstellung bewährt hat, und nennt Sertralin und Citalopram als besser geeignete Alternativen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Kann ich Paroxetin zusammen mit Ibuprofen nehmen?
Sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke. Ibuprofen, Acetylsalicylsäure und andere entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) können laut Fachinformation zusammen mit Paroxetin zu einer erhöhten Blutungsneigung führen. Bei ungewöhnlichen Blutergüssen oder Blutungen, auch Blut im Erbrochenen oder im Stuhl, kontaktieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder suchen umgehend das nächste Krankenhaus auf.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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