AlltagRatgeber
Psychopharmaka und Alkohol
Viele Packungsbeilagen und Fachinformationen von Psychopharmaka raten während der Behandlung von Alkohol ab, manche auch dann, wenn keine Wechselwirkung nachgewiesen ist. Alkohol kann die dämpfende Wirkung vieler Mittel verstärken, bei Benzodiazepinen, Schlafmitteln und Mitteln der Substitution bis zu einer Dämpfung von Atmung und Bewusstsein, die lebensbedrohlich sein kann. Eine Alkoholmenge, die während der Behandlung als erlaubt gilt, nennen die hier zitierten Packungsbeilagen und Fachinformationen nicht; sprechen Sie offen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber, ob und wie viel Sie trinken.

Mehrere Fachinformationen, etwa die von Duloxetin und Risperidon, zählen Alkohol zu den zentral wirksamen Substanzen [9, 17]. In den Packungsbeilagen steht der Hinweis im Abschnitt über die Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol, in den Fachinformationen in Abschnitt 4.5 zu den Wechselwirkungen und teils auch in Abschnitt 4.7 zur Verkehrstüchtigkeit [5, 7, 13, 30]. Eine Alkoholmenge, die während der Behandlung als erlaubt gilt, nennen die hier zitierten Packungsbeilagen und Fachinformationen nicht. Laut S3-Leitlinie zu alkoholbezogenen Störungen gibt es keinen risikofreien Alkoholkonsum; die Leitlinie in der aktualisierten Version von 2020 war bis Ende 2025 gültig, ihre Gültigkeit ist abgelaufen [3, 4].
Was die Packungsbeilagen allgemein sagen
Bei mehreren Mitteln kann Alkohol die dämpfende Wirkung verstärken. Amitriptylin kann laut Fachinformation die beruhigende (sedierende) Wirkung von Alkohol verstärken [10]. Bei Mirtazapin können Sie sich laut Packungsbeilage schläfrig fühlen, wenn Sie während der Anwendung Alkohol trinken [13]. Risperidon soll laut Fachinformation wegen eines erhöhten Risikos einer Sedierung zusammen mit Alkohol nur mit Vorsicht angewendet werden [17].
Bei Doxepin und Melperon verändert und verstärkt Alkohol die Wirkung laut Packungsbeilage in nicht vorhersehbarer Weise, bei Lorazepam und Zopiclon kann er das [11, 21, 22, 27].
Manche Fachinformationen raten auch dann ab, wenn keine Wechselwirkung nachgewiesen ist. Zwischen Citalopram und Alkohol konnten laut Fachinformation keine Wechselwirkungen nachgewiesen werden, von der Kombination wird trotzdem abgeraten [6]. Paroxetin erhöht laut Fachinformation die geistige und motorische Beeinträchtigung durch Alkohol nicht; wie bei anderen auf die Psyche wirkenden Arzneimitteln sollten Behandelte trotzdem darauf hingewiesen werden, Alkohol während der Behandlung generell zu meiden [7].
Die Packungsbeilage von Methylphenidat erinnert daran, dass auch einige Nahrungsmittel und Arzneimittel Alkohol enthalten [32].
Was die Fachinformationen nach Gruppen sagen
Die folgenden Angaben stammen aus den Unterlagen einzelner Präparate. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich unterscheiden; maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats. Auf den Wirkstoffseiten steht der Hinweis zu Alkohol jeweils im Abschnitt zum Alltag.
Antidepressiva
Unter den SSRI sollte während der Einnahme von Sertralin laut Packungsbeilage auf Alkohol verzichtet werden [5]. Die Fachinformation von Citalopram rät ab, obwohl keine Wechselwirkung nachgewiesen ist, die von Paroxetin, obwohl Paroxetin die Beeinträchtigung durch Alkohol nicht erhöht [6, 7]. Bei den SNRI sagt die Packungsbeilage von Venlafaxin: Trinken Sie keinen Alkohol, während Sie behandelt werden, da dies zu extremer Müdigkeit und Bewusstlosigkeit führen kann. Alkohol kann außerdem die Beschwerden einer Depression und anderer Erkrankungen wie Angststörungen verschlimmern [8]. Bei Duloxetin ist laut Fachinformation bei der Kombination mit anderen zentral wirksamen Substanzen einschließlich Alkohol Vorsicht geboten [9].
Unter den trizyklischen Antidepressiva kann Amitriptylin laut Fachinformation die beruhigende Wirkung von Alkohol verstärken. Bei Psychopharmaka ist laut derselben Fachinformation mit Beeinträchtigungen der Aufmerksamkeit und Konzentration zu rechnen, und gleichzeitiger Alkoholkonsum kann diese Wirkungen verstärken [10]. Bei Doxepin sollten Sie Alkohol laut Packungsbeilage meiden [11].
Beim MAO-Hemmer Tranylcypromin kann das Mittel laut Fachinformation die Wirkung von Alkohol verstärken. Außerdem schreibt die Fachinformation vor, während der Behandlung und auch vor ihrem Beginn und nach ihrem Ende eine tyraminarme Diät einzuhalten. Auf der Liste der verbotenen Lebensmittel stehen mit Hefen durch Gärung hergestellte Getränke wie Bier, Wein und Sekt, ausdrücklich auch alkoholfreie Sorten, und hochprozentige alkoholische Getränke [12]. Für welchen Zeitraum die Diät gilt und welche Lebensmittel betroffen sind, steht auf der Seite zu Tranylcypromin.
Unter den weiteren Antidepressiva sollten Sie bei Mirtazapin laut Packungsbeilage überhaupt keinen Alkohol trinken [13]. Bei Bupropion kann Alkohol laut Packungsbeilage die Wirkungsweise beeinflussen und in seltenen Fällen Nerven oder geistigen Zustand beeinflussen; einige Menschen haben den Eindruck, stärker auf Alkohol zu reagieren. Laut Packungsbeilage wird Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt "möglicherweise empfehlen", während der Einnahme "keinen Alkohol (Bier, Wein oder Spirituosen) zu sich zu nehmen oder zu versuchen, möglichst wenig zu trinken" [14]. Bei Agomelatin ist die gleichzeitige Einnahme von Alkohol laut Fachinformation nicht ratsam. Alkoholmissbrauch oder der Konsum beträchtlicher Mengen Alkohol zählen dort zu den Risikofaktoren für eine Leberschädigung, bei denen Agomelatin nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko angewendet werden soll [15].
Antipsychotika
Unter den Antipsychotika sagt die Fachinformation von Clozapin: Wegen der möglichen Verstärkung der dämpfenden Wirkung darf Alkohol nicht gleichzeitig mit Clozapin eingenommen werden [19]. Die Packungsbeilage von Quetiapin sagt: "Achten Sie darauf, wie viel Alkohol Sie trinken", und nennt als Grund, dass die Kombination mit Alkohol "Sie schläfrig machen kann" [16]. Bei Haloperidol können Sie sich laut Packungsbeilage schläfrig fühlen und langsamer reagieren, wenn Sie während der Behandlung Alkohol trinken; "daher sollten Sie darauf achten, nicht zu viel Alkohol zu trinken". Außerdem sollen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über den Alkoholkonsum sprechen und sagen, wie viel Sie trinken [18]. Eine bestimmte Trinkmenge nennen beide Packungsbeilagen nicht [16, 18]. Für Risperidon gilt der oben genannte Vorsichtshinweis der Fachinformation [17].
Unter den niederpotenten Antipsychotika kann die gleichzeitige Einnahme von Alkohol und Chlorprothixen laut Fachinformation die Alkoholwirkung verstärken und den Blutdruck senken [20]. Bei Melperon sollten Sie Alkohol laut Packungsbeilage meiden [21].
Benzodiazepine und Schlafmittel
Die Behandlung mit Lorazepam, einem der Benzodiazepine, erhöht laut Packungsbeilage auch die Empfindlichkeit gegenüber den Wirkungen von Alkohol; der gleichzeitige Konsum alkoholischer Getränke ist zu vermeiden [22]. Laut Fachinformation kann es zusammen mit Alkohol zu einer wechselseitigen Verstärkung der dämpfenden Wirkungen kommen [23]. Diazepam sollte laut Packungsbeilage nicht gleichzeitig mit Alkohol eingenommen werden. Die Wirkungen können sich verstärken, möglicherweise bis zur Bewusstlosigkeit und zu einer Abflachung von Herz-Kreislauf-Funktion und Atmung, die eine Notfallbehandlung erfordern [24]. Auch Clonazepam sollte laut Fachinformation nicht gleichzeitig mit Alkohol eingenommen werden: Es kann zu einer tiefen Sedierung bis zum Koma und zu einer bedeutsamen Dämpfung von Herz-Kreislauf- und Atemfunktion kommen; das kann lebensbedrohlich sein [25].
Unter den Schlafmitteln sagt die Packungsbeilage von Zolpidem: Trinken Sie während der Behandlung keinen Alkohol. Alkohol kann die Wirkung verstärken und Sie in einen sehr tiefen Schlaf versetzen, sodass Sie nicht richtig atmen oder Schwierigkeiten beim Aufwachen haben [26]. Bei Zopiclon scheinen Alkohol und andere dämpfende Arzneimittel laut Packungsbeilage das Risiko zu erhöhen, im Schlaf ungewöhnliche Dinge zu tun, ohne vollständig wach zu sein, etwa Auto zu fahren, zu essen oder zu telefonieren [27]. Bei Daridorexant kann Alkohol laut Packungsbeilage das Risiko für eine Beeinträchtigung von Gleichgewicht und Koordination erhöhen; bei gleichzeitiger Gabe kam es laut Fachinformation zu sich addierenden Wirkungen auf die psychomotorische Leistungsfähigkeit [28]. Bei Melatonin sollen Sie vor, bei oder nach der Einnahme keinen Alkohol trinken, weil er die Wirksamkeit herabsetzt [29].
Bei Pregabalin wird laut Packungsbeilage empfohlen, während der Einnahme keinen Alkohol zu sich zu nehmen; Benommenheit, Schläfrigkeit und Unkonzentriertheit können sich laut Packungsbeilage verstärken, wenn Pregabalin zusammen mit Arzneimitteln eingenommen wird, die Oxycodon, Lorazepam oder Alkohol enthalten [30].
Stimmungsstabilisierer und ADHS-Medikamente
Unter den Stimmungsstabilisierern kann Carbamazepin laut Packungsbeilage wie andere auf das zentrale Nervensystem wirkende Stoffe dazu führen, dass Sie nur noch wenig oder gar keinen Alkohol vertragen; Alkohol sollten Sie deshalb während der Behandlung meiden [31]. Den Hinweis zu Valproinsäure nennt die Wirkstoffseite.
Unter den ADHS-Medikamenten darf laut Packungsbeilage von Methylphenidat während der Einnahme kein Alkohol eingenommen werden. Alkohol kann die Nebenwirkungen verstärken [32]. Zu möglichen Wechselwirkungen von Lisdexamfetamin mit Alkohol liegen laut Fachinformation begrenzte Daten vor [33].
Mittel in der Substitution und bei Alkoholabhängigkeit
Unter den Substitutionsmitteln kann die gleichzeitige Anwendung von Opioiden einschließlich Levomethadon und Alkohol laut Fachinformation zu Sedierung, einer Dämpfung der Atmung (Atemdepression) und Koma führen; das kann lebensbedrohlich sein. Alkohol soll während der Behandlung vermieden werden, und Alkoholmissbrauch während der Substitution kann zu lebensbedrohlichen Zwischenfällen führen [34]. Bei Buprenorphin kann Alkohol laut Packungsbeilage die Benommenheit verstärken und das Risiko eines Atemstillstands erhöhen. Die Packungsbeilage sagt: Wenden Sie Buprenorphin nicht zusammen mit Alkohol an [35].
Naltrexon ist laut Fachinformation als zusätzliche Behandlung in einem umfassenden Therapieprogramm zur Unterstützung der Abstinenz bei entwöhnten Patientinnen und Patienten zugelassen, die alkohol- bzw. opioidabhängig waren. Zurzeit sind keine Wechselwirkungen zwischen Naltrexon und Alkohol bekannt, und Disulfiram-ähnliche Reaktionen gibt es laut Fachinformation nicht [36]. Mehr unter Alkoholabhängigkeit und Mittel bei Alkoholabhängigkeit.
Wann Sie sofort Hilfe brauchen
Als mögliche Folgen nennen die Packungsbeilagen unter anderem einen sehr tiefen Schlaf mit Atemproblemen und schwerem Aufwachen bei Zolpidem, extreme Müdigkeit und Bewusstlosigkeit bei Venlafaxin und bei Diazepam eine Abflachung von Herz-Kreislauf-Funktion und Atmung, die eine Notfallbehandlung erfordert [8, 24, 26].
Alkohol, Psychopharmaka und Autofahren
Mehrere Packungsbeilagen und Fachinformationen nennen eine stärkere Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit, wenn Alkohol hinzukommt, etwa die von Amitriptylin, Lorazepam und Carbamazepin [10, 23, 31]. Die Ausnahme für ärztlich verschriebene Arzneimittel in § 24a Abs. 4 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) bezieht sich auf die Absätze 1a, 2 Satz 1 und 2a; die Alkoholgrenzen in Absatz 1 sind davon nicht erfasst [1]. Nach § 316 des Strafgesetzbuchs (StGB) wird bestraft, wer im Verkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen; das gilt auch bei Fahrlässigkeit [2]. Mehr dazu unter Psychopharmaka und Autofahren.
Wenn Alkohol zum Problem wird
Sagen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie regelmäßig oder viel trinken. Bei Bupropion muss die Ärztin oder der Arzt vor Behandlungsbeginn wissen, ob Sie regelmäßig größere Mengen Alkohol trinken. Wer derzeit sehr viel trinkt, darf laut Packungsbeilage nicht plötzlich damit aufhören: Das kann das Risiko erhöhen, einen Krampfanfall zu bekommen. Sprechen Sie vor Beginn der Behandlung darüber [14]. Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit, die sich keinem Entzug unterziehen wollen, sollten laut S3-Leitlinie (aktualisierte Version 2020, Gültigkeit abgelaufen) über die Risiken einer nicht überwachten plötzlichen Verringerung der Trinkmenge oder eines Trinkstopps informiert werden, etwa über Entzugskomplikationen (klinischer Konsenspunkt) [3].
Bei Benzodiazepinen ist das Risiko einer Abhängigkeit laut Fachinformation von Lorazepam höher, wenn früher ein Alkohol- oder Arzneimittelmissbrauch bestand [23]. Mehr unter Machen Psychopharmaka abhängig?
Nalmefen ist laut Fachinformation zur Reduktion des Alkoholkonsums bei Erwachsenen mit Alkoholabhängigkeit zugelassen, deren Alkoholkonsum sich auf einem hohen Risikoniveau befindet, die keine körperlichen Entzugserscheinungen haben und keine sofortige Entgiftung brauchen; verschrieben werden sollte es nur zusammen mit kontinuierlicher psychosozialer Unterstützung. Laut derselben Fachinformation haben Menschen mit Alkohol- und Substanzmissbrauch ein erhöhtes Suizidrisiko, mit oder ohne begleitende Depression; die Einnahme von Nalmefen verringert dieses Risiko nicht [37].
Was bei einer Alkoholabhängigkeit hilft, steht unter Alkoholabhängigkeit. Alle Hilfsangebote mit Erreichbarkeit finden Sie unter Hilfe in der Krise.
Was Sie tun können

Lesen Sie in der Packungsbeilage Ihres Präparats den Abschnitt zu Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol, und fragen Sie bei Unklarheiten in der Praxis oder in der Apotheke nach. Nehmen Sie Ihr Arzneimittel so ein, wie es mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt abgesprochen ist, und ändern Sie die Einnahme nicht eigenmächtig [5].
Sprechen Sie offen darüber, ob und wie viel Sie trinken. Die Packungsbeilage von Haloperidol fordert ausdrücklich dazu auf, der Ärztin oder dem Arzt zu sagen, wie viel Sie trinken [18]. Ihre Fragen für den Termin sammeln Sie mit den Fragen fürs Arztgespräch. Tragen Sie in Ihren Medikationsplan auch rezeptfreie Mittel ein. Laut Packungsbeilage von Methylphenidat enthalten auch einige Arzneimittel Alkohol [32].
Quellen
- Gesetz Straßenverkehrsgesetz (StVG), § 24a 0,5 Promille-Grenze, Tetrahydrocannabinol-Grenzwert. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 25.09.2026. abgerufen am 23.10.2026
- Gesetz Strafgesetzbuch (StGB), § 316 Trunkenheit im Verkehr. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 20.03.2026. abgerufen am 23.10.2026
- Leitlinie S3-Leitlinie Screening, Diagnose und Behandlung alkoholbezogener Störungen, Kurzfassung, aktualisierte Version 2020 (AWMF-Register-Nr. 076-001). Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht). Stand aktualisierte Version 2020; gültig bis Dezember 2025 (laut DGPPN-Übersicht bis 31.12.2025), abgelaufen. abgerufen am 23.10.2026
- Leitlinien (Übersicht der S3-Leitlinien mit Gültigkeit), Eintrag Alkoholbezogene Störungen. Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 23.10.2026
- Gebrauchsinformation Sertralin-ratiopharm 50 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Citalopram-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Paroxetin STADA 20 mg Filmtabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 04/2024. abgerufen am 23.10.2026
- Gebrauchsinformation Venlafaxin-ratiopharm 37,5 mg/75 mg/150 mg Hartkapseln, retardiert. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Duloxetin-ratiopharm magensaftresistente Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Amitriptylin-CT Tabletten (25 mg und 75 mg). AbZ-Pharma GmbH. Stand 11/2024. abgerufen am 23.10.2026
- Gebrauchsinformation Doxepin STADA 50 mg Filmtabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 10/2020. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Tranylcypromin neuraxpharm 10 mg, 20 mg und 40 mg Filmtabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 12/2021. abgerufen am 23.10.2026
- Gebrauchsinformation Mirtazapin-ratiopharm 15 mg/30 mg/45 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2026. abgerufen am 23.10.2026
- Gebrauchsinformation Bupropion-ratiopharm 150 mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung. ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 23.10.2026
- EMA-Produktinformation Valdoxan (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation), und Anhang III B: Packungsbeilage. Les Laboratoires Servier (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 04/2025. abgerufen am 23.10.2026
- Gebrauchsinformation Quetiapin-ratiopharm 50/150/200/300/400 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 01/2025. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Risperidon AbZ Filmtabletten. AbZ-Pharma GmbH. Stand 03/2026. abgerufen am 23.10.2026
- Gebrauchsinformation Haloperidol-ratiopharm 5 mg und 10 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2025. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Clozapin-ratiopharm 100 mg und 200 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2026. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Chlorprothixen-neuraxpharm 15 mg, 50 mg, 100 mg Filmtabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 06/2022. abgerufen am 23.10.2026
- Gebrauchsinformation Melperon STADA 25 mg Filmtabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 23.10.2026
- Gebrauchsinformation Lorazepam neuraxpharm 0,5 mg / 1 mg / 2,5 mg Tabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Lorazepam neuraxpharm 0,5 mg / 1 mg / 2,5 mg Tabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 23.10.2026
- Gebrauchsinformation Diazepam STADA 10 mg Tabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 08/2018. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Clonazepam neuraxpharm 0,5 mg / 1 mg / 2 mg Tabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 10/2022. abgerufen am 23.10.2026
- Gebrauchsinformation Zolpidem-ratiopharm 10 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 04/2024. abgerufen am 23.10.2026
- Gebrauchsinformation Zopiclon-ratiopharm 7,5 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2023. abgerufen am 23.10.2026
- EMA-Produktinformation Quviviq (EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation), und Anhang III B: Packungsbeilage. Idorsia Pharmaceuticals Deutschland GmbH (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 03/2026. abgerufen am 23.10.2026
- Gebrauchsinformation Melatonin-ratiopharm 2 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2025. abgerufen am 23.10.2026
- Gebrauchsinformation Pregabalin-ratiopharm Hartkapseln (25 bis 300 mg). ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 23.10.2026
- Gebrauchsinformation Carbamazepin-ratiopharm 200 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 07/2023. abgerufen am 23.10.2026
- Gebrauchsinformation Methylphenidat-HCl-ratiopharm 18 mg Retardtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2025. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Lisdexamfetamin-ratiopharm Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 04/2026. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Levomethadon-neuraxpharm 5 mg/ml Lösung zum Einnehmen. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 23.10.2026
- Gebrauchsinformation Buprenorphin-neuraxpharm 0,4 mg, 2 mg und 8 mg Sublingualtabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH (Pharmazeutischer Unternehmer). Stand 08/2024. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Naltrexonhydrochlorid Accord 50 mg Filmtabletten. Accord Healthcare B.V.. Stand 06/2024. abgerufen am 23.10.2026
- EMA-Produktinformation Selincro (Nalmefen, EPAR), Anhang I: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation), und Anhang III B: Packungsbeilage. H. Lundbeck A/S (Zulassungsinhaber)/Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 10/2025. abgerufen am 23.10.2026
Häufige Fragen
Darf ich mit Antidepressiva Alkohol trinken?
Eine Alkoholmenge, die als erlaubt gilt, nennen die hier zitierten Packungsbeilagen und Fachinformationen nicht. Bei Sertralin sollte laut Packungsbeilage auf Alkohol verzichtet werden, bei Mirtazapin sollten Sie überhaupt keinen Alkohol trinken, und bei Venlafaxin kann Alkohol zu extremer Müdigkeit und Bewusstlosigkeit führen. Auch bei Citalopram, für das keine Wechselwirkung nachgewiesen ist, rät die Fachinformation ab. Besprechen Sie Ihre Situation mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Was passiert, wenn man Schlaftabletten und Alkohol zusammen nimmt?
Bei Zolpidem kann Alkohol laut Packungsbeilage die Wirkung verstärken und einen sehr tiefen Schlaf auslösen, in dem Sie nicht richtig atmen oder schwer aufwachen. Bei Zopiclon kann Alkohol die Wirkung in nicht vorhersehbarer Weise verändern und verstärken und scheint das Risiko zu erhöhen, im Schlaf Dinge zu tun, ohne vollständig wach zu sein. Rufen Sie den Notruf 112, wenn jemand nicht richtig atmet oder kaum zu wecken ist.
Warum sind Benzodiazepine und Alkohol zusammen gefährlich?
Laut Fachinformation von Lorazepam können sich die dämpfenden Wirkungen gegenseitig verstärken, und die Behandlung erhöht die Empfindlichkeit gegenüber Alkohol. Bei Diazepam nennt die Packungsbeilage mögliche Bewusstlosigkeit und eine Abflachung von Herz-Kreislauf-Funktion und Atmung, die eine Notfallbehandlung erfordern, bei Clonazepam die Fachinformation eine tiefe Sedierung bis zum Koma; das kann lebensbedrohlich sein. Laut Packungsbeilage von Lorazepam ist der gleichzeitige Konsum alkoholischer Getränke zu vermeiden, Diazepam sollte nicht gleichzeitig mit Alkohol eingenommen werden.
Was ist bei Neuroleptika und Alkohol zu beachten?
Bei Antipsychotika (Neuroleptika) sind die Hinweise unterschiedlich formuliert. Bei Clozapin darf Alkohol laut Fachinformation nicht gleichzeitig eingenommen werden. Bei Chlorprothixen kann die gleichzeitige Einnahme von Alkohol laut Fachinformation die Alkoholwirkung verstärken und den Blutdruck senken, bei Haloperidol und Quetiapin kann die Kombination laut Packungsbeilage schläfrig machen. Die Packungsbeilage von Haloperidol bittet, der Ärztin oder dem Arzt zu sagen, wie viel Sie trinken.
Was gilt bei Stimmungsstabilisierern und Alkohol?
Bei Carbamazepin kann es laut Packungsbeilage dazu kommen, dass Sie nur noch wenig oder gar keinen Alkohol vertragen; Alkohol sollten Sie deshalb während der Behandlung meiden. Den Hinweis zu Valproinsäure nennt die Wirkstoffseite; für andere Stimmungsstabilisierer gilt die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Darf ich bei Antidepressiva alkoholfreies Bier trinken?
Beim MAO-Hemmer Tranylcypromin stehen Bier, Wein und Sekt laut Fachinformation ausdrücklich auch in alkoholfreien Sorten auf der Liste der verbotenen Lebensmittel der tyraminarmen Diät. Für andere Antidepressiva äußern sich die hier zitierten Packungsbeilagen nicht eigens zu alkoholfreiem Bier. Fragen Sie in Ihrer Praxis oder Apotheke nach, was für Ihr Präparat gilt.
Verstärkt Alkohol die Nebenwirkungen von ADHS-Medikamenten?
Laut Packungsbeilage von Methylphenidat darf während der Einnahme kein Alkohol eingenommen werden; Alkohol kann die Nebenwirkungen verstärken. Sie erinnert daran, dass einige Nahrungs- und Arzneimittel Alkohol enthalten. Zu Lisdexamfetamin liegen laut Fachinformation nur begrenzte Daten zu Wechselwirkungen mit Alkohol vor.
Gibt es eine Menge Alkohol, die mit Psychopharmaka unproblematisch ist?
Eine solche Menge nennen die hier zitierten Packungsbeilagen und Fachinformationen nicht. Laut S3-Leitlinie zu alkoholbezogenen Störungen (aktualisierte Version 2020, Gültigkeit abgelaufen) gibt es keinen risikofreien Alkoholkonsum. Einige Packungsbeilagen, etwa die von Haloperidol, fordern dazu auf, mit der Ärztin oder dem Arzt darüber zu sprechen, wie viel Sie trinken.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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