Wirkstoffgruppen
Psychopharmaka, die ähnlich wirken oder bei denselben Erkrankungen eingesetzt werden, bilden eine Gruppe. Die Gruppenseiten erklären, was die Wirkstoffe gemeinsam haben, und stellen ihre Nebenwirkungen laut Produktinformation nebeneinander, ohne eine Rangfolge zu bilden.

Eine Wirkstoffgruppe fasst Medikamente zusammen, die auf ähnliche Weise wirken oder bei denselben Erkrankungen eingesetzt werden. Für Sie ist das vor allem dann nützlich, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt einen Wechsel innerhalb einer Gruppe vorschlägt oder wenn Sie verstehen möchten, warum zwei Medikamente ähnliche Nebenwirkungen haben.
Was auf jeder Gruppenseite steht
- wie die Wirkstoffe der Gruppe wirken und wofür sie zugelassen sind, nach den Fachinformationen
- alle Wirkstoffe der Gruppe mit eigener Seite
- eine Tabelle, die für ausgewählte Beschwerden die Häufigkeitsangaben der Produktinformationen nebeneinanderstellt
- Wechselwirkungen und Warnzeichen, die für die ganze Gruppe gelten
- Quellen mit Stand und Abrufdatum
Die Gruppen
Psychopharmakon.de ordnet die Wirkstoffe in diese Gruppen: Antidepressiva, Antipsychotika, Beruhigungs- und Schlafmittel, Stimmungsstabilisierer, ADHS-Medikamente, Mittel bei Abhängigkeit und bei Demenz sowie pflanzliche Mittel, dazu Untergruppen wie SSRI, Benzodiazepine oder Z-Substanzen. Die Gruppenseiten erscheinen hier, sobald sie geprüft sind. Alle Wirkstoffe stehen unter Medikamente von A bis Z.
Alle Seiten im Bereich Wirkstoffgruppen
AntidepressivaAntidepressiva sind Medikamente gegen Depressionen.
SSRISSRI sind die am häufigsten verordneten Antidepressiva.
SNRISNRI wie Venlafaxin und Duloxetin wirken auf Serotonin und Noradrenalin.
Trizyklische AntidepressivaTrizyklische Antidepressiva sind lange bekannte Mittel gegen Depressionen.
MAO-HemmerMAO-Hemmer sind Antidepressiva, die das Enzym Monoaminooxidase hemmen.
Weitere AntidepressivaWeitere Antidepressiva wirken anders als SSRI, SNRI oder Trizyklika.
Antipsychotika (Neuroleptika)Antipsychotika, früher Neuroleptika genannt, werden vor allem bei Psychosen eingesetzt.
Atypische AntipsychotikaAtypische Antipsychotika sind Antipsychotika der zweiten Generation.
Hochpotente klassische AntipsychotikaHochpotente Antipsychotika binden stark an Dopamin-Rezeptoren.
Nieder- und mittelpotente AntipsychotikaNiederpotente Antipsychotika binden schwächer an Dopamin-Rezeptoren.
Depot-AntipsychotikaDepot-Antipsychotika werden als Spritze in den Muskel gegeben und wirken lange.
BenzodiazepineBenzodiazepine sind Beruhigungs- und Schlafmittel mit Abhängigkeitsrisiko.
Z-SubstanzenZ-Substanzen sind Schlafmittel, die den Benzodiazepinen ähneln.
SchlafmittelSchlafmittel helfen bei Ein- und Durchschlafstörungen nur vorübergehend.
BeruhigungsmittelBeruhigungsmittel dämpfen Angst, Anspannung und innere Unruhe.
StimmungsstabilisiererStimmungsstabilisierer werden bei einer bipolaren Störung eingesetzt.
ADHS-MedikamenteADHS-Medikamente sind Stimulanzien wie Methylphenidat und weitere Mittel wie Atomoxetin.
AntidementivaAntidementiva sind Medikamente bei Demenz, vor allem bei Alzheimer.
Medikamente bei AlkoholabhängigkeitMedikamente können nach dem Alkoholentzug die Weiterbehandlung ergänzen.
Substitution bei OpioidabhängigkeitSubstitutionsmittel sind ärztlich verschriebene Opioide zur Behandlung einer Opioidabhängigkeit.
Pflanzliche MittelJohanniskraut, Baldrian, Lavendelöl und Ginkgo sind pflanzliche Arzneimittel.
Weitere PsychopharmakaMittel bei Demenz und Abhängigkeit, pflanzliche Präparate und Wirkstoffe ohne eigene Gruppe.