MedikamenteWirkstoff

Trazodon

Trazodon ist ein Antidepressivum mit dämpfender Wirkung, zugelassen zur Behandlung depressiver Erkrankungen bei Erwachsenen. Die dämpfende Wirkung setzt meist in den ersten Tagen ein, die Stimmung hellt sich in der Regel nach 1 bis 3 Wochen auf. Macht Trazodon Sie schläfrig oder schwindlig, führen Sie kein Fahrzeug; beendet wird die Behandlung nur nach ärztlicher Absprache und langsam.

Mann Ende sechzig pflegt an einem ruhigen Nachmittag Tomatenpflanzen in einem kleinen sonnigen Kleingarten
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Wofür wird Trazodon eingesetzt?

Trazodon ist zur Behandlung von depressiven Erkrankungen zugelassen. Die Packungsbeilage von Trazodon HEXAL nennt die Behandlung der Symptome einer depressiven Erkrankung (Episoden einer Major Depression) bei Erwachsenen. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sollte Trazodon nicht angewendet werden; für diese Altersgruppe liegen laut Fachinformation keine Daten zur Sicherheit vor. Trazodon ist verschreibungspflichtig. [1, 2]

Spricht eine Depression auf ein einzelnes Antidepressivum nicht an, sollte laut NVL eine Kombination angeboten werden: ein SSRI, ein SNRI oder ein trizyklisches Antidepressivum auf der einen Seite und Mianserin, Mirtazapin oder Trazodon auf der anderen. Laut Fachinformation von Trazodon-neuraxpharm sollte die gleichzeitige Gabe trizyklischer Antidepressiva wegen des Risikos einer Wechselwirkung allerdings vermieden werden. Mehr dazu unter Wenn Antidepressiva nicht wirken. [1, 4]

Trazodon wirkt dämpfend. Ist bei der Behandlung einer Depression eine schlafanstoßende Wirkung besonders gewünscht, kann laut Fachinformation und Packungsbeilage ein größerer Teil der Tagesdosis oder die ganze Tagesdosis zur Nacht eingenommen werden. Zur Behandlung von Schlafstörungen ist Trazodon nicht zugelassen, denn Fachinformation und Packungsbeilage nennen nur depressive Erkrankungen. Mehr zum Thema Schlaf unter Schlafstörungen. [1, 2]

Wie wirkt Trazodon?

Trazodon ist ein Antidepressivum mit dämpfender (sedierender) Wirkung, das nicht zu den trizyklischen Antidepressiva gehört; chemisch enthält es ein Triazolopyridin. Es zählt zu den weiteren Antidepressiva (in der Fachinformation "andere Antidepressiva"). Nervenzellen geben Signale über Botenstoffe wie Serotonin und Noradrenalin weiter, deren Wiederaufnahme Trazodon nur schwach hemmt. Im Tierversuch zeigte es eine Wirkung auf das Serotoninsystem und eine gegen Dopamin gerichtete Wirkung, außerdem band es relativ stark an bestimmte Andockstellen, die Alpha-1-Adrenorezeptoren. [1]

In höherer Dosierung lassen sich Serotonin-ähnliche (serotoninagonistische) Eigenschaften beobachten. Im Blut findet sich außerdem ein wirksames Abbauprodukt mit ausgeprägter serotoninagonistischer Wirkung, mengenmäßig unter 1 Prozent. In Untersuchungen an Menschen mit Depression hatte Trazodon deutlich geringere anticholinerge Eigenschaften als trizyklische Antidepressiva, also schwächere hemmende Wirkungen auf den Botenstoff Acetylcholin. Wie Antidepressiva insgesamt wirken, erklärt die Seite Wie wirken Antidepressiva? [1]

Trazodon wird nach dem Einnehmen relativ schnell aufgenommen; die höchste Konzentration im Blut wurde im Mittel nach 1,1 Stunden gemessen. Die Halbwertszeit, also die Zeit, in der sich der Spiegel im Blut halbiert, lag im Durchschnitt zwischen 4,9 Stunden bei jungen Männern und 8,2 Stunden bei älteren Männern, die Werte für Frauen lagen dazwischen. Etwa 70 Prozent werden nach dem Abbau über die Nieren ausgeschieden, der Rest über den Darm. [1]

Wie sich Trazodon und Mirtazapin unterscheiden, zeigt der Vergleich Mirtazapin oder Trazodon.

Wann wirkt Trazodon und wie lange wird behandelt?

Die dämpfende Wirkung setzt meist schon in den ersten Tagen ein, die stimmungsaufhellende erst später. Laut Packungsbeilage überprüft die Ärztin oder der Arzt die Dosis regelmäßig und entscheidet, ob eine weitere Erhaltungsbehandlung nötig ist. Veränderungen können Sie im Stimmungstagebuch festhalten, mehr zur Dauer steht unter Wie lange werden Psychopharmaka genommen? [1, 2]

  1. BeginnDie Behandlung wird laut Fachinformation mit einer schrittweisen Dosissteigerung eingeleitet; die beruhigende Wirkung setzt meist unmittelbar in den ersten Tagen ein. Niedriger Blutdruck, auch beim Aufstehen, und Ohnmacht wurden berichtet; ältere Menschen zeigen häufiger einen Blutdruckabfall beim Aufstehen, Schläfrigkeit und weitere sogenannte anticholinerge Wirkungen. Die Fachinformation empfiehlt, sie oder ihre Betreuungspersonen über diese möglichen Reaktionen zu informieren.[1]
  2. Erste WirkungDie stimmungsaufhellende Wirkung ist laut Fachinformation in der Regel nach 1 bis 3 Wochen zu erwarten; laut Packungsbeilage dauert es normalerweise zwei bis vier Wochen, bis Sie anfangen, sich besser zu fühlen. Die mittlere Dauer bis zum Abklingen der Beschwerden (Remission) beträgt laut Fachinformation im Allgemeinen mindestens 4 bis 6 Wochen; ist die richtige Dosierung gefunden, sollte sie laut Packungsbeilage mindestens vier Wochen beibehalten werden.[1, 2]
  3. Wirkung prüfenBei einer Depression soll laut NVL Unipolare Depression ab Erreichen der Standarddosis mindestens 3 bis 4 Wochen abgewartet und dann gemeinsam beurteilt werden, ob sich die Behandlung in Richtung der vereinbarten Ziele entwickelt. Für ältere Menschen nennt die Leitlinie eine Zeit bis zum Wirkungseintritt von bis zu 6 Wochen.[4]
  4. ErhaltungNach Rückbildung der Beschwerden sollte die Behandlung laut Fachinformation noch wenigstens 6 Monate weitergeführt werden; über eine Verringerung der Dosis in dieser Erhaltungsphase entscheidet laut Fachinformation die Ärztin oder der Arzt im Einzelfall. Laut Packungsbeilage sollte die Behandlung mit Antidepressiva grundsätzlich fortgesetzt werden, bis Sie vier bis sechs Monate lang beschwerdefrei waren, und die Ärztin oder der Arzt entscheidet, ob eine weitere Erhaltungstherapie nötig ist. Laut NVL soll empfohlen werden, das Antidepressivum 6 bis 12 Monate über das Abklingen der depressiven Episode (Remission) hinaus in gleicher Dosis weiter einzunehmen.[1, 2, 4]
  5. Rückfall vorbeugenFür Antidepressiva allgemein gilt laut NVL: Wer 2 bis 3 oder mehr depressive Episoden und in den letzten 5 Jahren bedeutsame Einschränkungen im Alltag hatte, dem sollte empfohlen werden, das Antidepressivum mindestens 2 Jahre lang in der Dosis weiter einzunehmen, die in der Akutbehandlung gewirkt hat. Die Fachinformation nennt die Rückfallvorbeugung nicht als eigenes Anwendungsgebiet.[1, 4]
  6. AbsetzenDie Behandlung endet nur nach ärztlicher Absprache. Laut Fachinformation sollte die Einnahme nicht plötzlich abgebrochen und die Tagesdosis langsam verringert werden; besonders nach längerer Behandlung wird empfohlen, die Dosis schrittweise zu verringern, um Absetzreaktionen wie Übelkeit, Kopfschmerzen und Unwohlsein zu vermeiden. Nach abruptem Absetzen, insbesondere nach längerer Anwendung, können in den ersten Tagen Unruhe, Schweißausbrüche, Übelkeit, Erbrechen und Schlafstörungen auftreten. Am Ende einer Erhaltungstherapie oder einer langfristigen Rückfallvorbeugung (Rezidivprophylaxe) sollte ein Antidepressivum laut NVL über mindestens 8 bis 12 Wochen ausgeschlichen werden, wenn keine anderen Gründe dagegen sprechen.[1, 4]

Nebenwirkungen im Blick

Besonders zu Beginn der Behandlung ist laut Fachinformation häufig mit Müdigkeit, Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden, Mundtrockenheit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Blutdruckabfall, auch beim Aufstehen, und Unruhe zu rechnen. Wird Trazodon vor dem Essen eingenommen, können diese Beschwerden zunehmen. Die Schläfrigkeit, die manchmal in den ersten Tagen auftritt, verschwindet in der Regel, wenn die Behandlung weitergeht. Herzrhythmusstörungen sind häufig, vor allem bei Menschen, die schon Rhythmusstörungen haben. Gewichtszunahme und Gewichtsabnahme sind gelegentlich, sie können also bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen; ein verminderter Geschlechtstrieb ist mit unbekannter Häufigkeit aufgeführt. [1]

Selten kommt es zu einer anhaltenden, schmerzhaften Erektion des Penis ohne sexuelle Aktivität (Priapismus); dann beenden Sie die Einnahme laut Packungsbeilage sofort und holen unverzüglich ärztliche Hilfe oder gehen umgehend in ein Krankenhaus. Unter Trazodon wurde über schwere Leberfunktionsstörungen berichtet. Bemerken Sie Schwäche, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen oder eine Gelbfärbung von Haut oder Augen, müssen Sie die Einnahme laut Packungsbeilage sofort beenden und sich umgehend an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt wenden. [1, 2]

Entzugserscheinungen führt die Fachinformation mit unbekannter Häufigkeit unter den Nebenwirkungen, und bei schnellem Absetzen einer längeren, hoch dosierten Behandlung können Absetzsymptome auftreten. Einen Hinweis darauf, dass Trazodon süchtig machende Eigenschaften besitzt, gibt es laut Fachinformation nicht. [1]

Nebenwirkungen im Blick

Höchste Häufigkeitsangabe der Produktinformation für Beschwerden, nach denen bei Psychopharmaka oft gefragt wird.

"Nicht genannt" heißt: Die Produktinformation führt die Beschwerde nicht als Nebenwirkung mit Häufigkeitsangabe auf; Hinweise ohne Häufigkeit stehen im Text der Seite. Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht. Alle Nebenwirkungen von Trazodon nach Häufigkeit auf Med-Nebenwirkungen.de.

Die häufigsten Nebenwirkungen

  • Häufig: Schlafstörungen[1]
  • Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen, Unruhe[1]
  • Häufig: Herzrhythmusstörungen, zum Beispiel verlangsamter oder beschleunigter Herzschlag (Bradykardie, Tachykardie) oder Rhythmusstörungen der Herzkammern, insbesondere bei bereits bestehenden Rhythmusstörungen[1]
  • Häufig: Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatischer Blutdruckabfall), niedriger Blutdruck (Hypotonie)[1]
  • Häufig: Magen-Darm-Beschwerden, zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen, Durchfall[1]
  • Häufig: Mundtrockenheit[1]
  • Häufig: Müdigkeit[1]

Alle Nebenwirkungen von Trazodon nach Häufigkeit auf Med-Nebenwirkungen.de

Ausführlicher zu einzelnen Beschwerden: Müdigkeit, Herz und QT-Zeit, sexuelle Probleme, Gewichtszunahme, Natriummangel, Veränderungen des Blutbilds, Serotonin-Syndrom und malignes neuroleptisches Syndrom.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Bei Schizophrenie oder anderen psychotischen Erkrankungen können sich die psychotischen Beschwerden unter Antidepressiva verschlechtern, paranoide Gedanken können sich verstärken. Bei einer manisch-depressiven Erkrankung kann eine depressive in eine manische Phase übergehen; dann muss Trazodon abgesetzt werden. [1, 2]

Wer depressiv ist, kann manchmal Gedanken haben, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Zu Beginn einer Behandlung mit Antidepressiva können solche Gedanken verstärkt sein, weil diese Arzneimittel einige Zeit brauchen, bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal länger. Wahrscheinlicher ist das bei Menschen, die solche Gedanken schon früher hatten, und bei jungen Erwachsenen bis 25 Jahre. Haben Sie zu irgendeinem Zeitpunkt solche Gedanken, gehen Sie zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf. [2]

Laut Packungsbeilage kann es helfen, Angehörigen oder Freunden von der Depression zu erzählen und sie zu bitten, Ihnen zu sagen, wenn sich die Depression aus ihrer Sicht verschlimmert oder sie sich Sorgen über Veränderungen in Ihrem Verhalten machen. [2]

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Paar Anfang sechzig geht abends im warmen Licht entspannt und im Gespräch eine ruhige, baumgesäumte Wohnstraße entlang
Bild: KI-generiert

Ändern Sie die Dosis nicht selbst. Nehmen Sie die Tabletten direkt nach dem Essen ein, das kann laut Packungsbeilage Nebenwirkungen weniger wahrscheinlich machen. Belastende Nebenwirkungen besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; bei der Behandlung einer Depression sollen laut NVL Wirkungen und typische Nebenwirkungen aktiv erfragt werden. [2, 4]

Ältere Menschen können sich laut Packungsbeilage schläfriger fühlen als sonst, und beim Aufstehen oder Strecken kann es zu Benommenheit und Schwindel kommen. Die Fachinformation empfiehlt, auch Pflegende oder Betreuende über diese möglichen Reaktionen zu informieren. [1, 2]

Beschwerden und Fragen können Sie im Stimmungs- und Nebenwirkungstagebuch notieren und mit den Fragen fürs Arztgespräch vorbereiten.

Kontrollen während der Behandlung

Laut Fachinformation sollte die Behandlung vor allem am Anfang und nach Dosisänderungen ärztlich eng begleitet werden. Bei bestimmten Vorerkrankungen, etwa von Herz, Leber, Nieren oder Schilddrüse, empfiehlt sie eine vorsichtige Dosierung und eine regelmäßige Überwachung. Ältere Menschen auf Blutdruckabfall beim Aufstehen, Schläfrigkeit und ähnliche Wirkungen zu überwachen, empfiehlt sie nach Beginn der Behandlung sowie vor und nach einer Dosissteigerung. Bei einer Depression soll die Behandlung laut NVL mit regelmäßigen Untersuchungen begleitet werden; die Zeitpunkte der Leitlinie sind Orientierungswerte, von denen im begründeten Fall abgewichen werden kann. [1, 4]

Kontrolluntersuchungen bei Trazodon
UntersuchungWann oder warum
Befinden, Stimmung und VerhaltenEngmaschig, vor allem zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassungen, bis eine Besserung eintritt; besonders sorgfältig bei Suizidgedanken oder suizidalem Verhalten in der Vorgeschichte[1]
Gespräch über Wirkung, Einnahme und NebenwirkungenBei einer Depression laut NVL in den Monaten 1 bis 3 je zweimal (diese Termine auch telefonisch möglich), in den Monaten 4 bis 6 je einmal, danach vierteljährlich[4]
Blutdruck und PulsÄltere Menschen zeigen laut Fachinformation häufiger einen Blutdruckabfall beim Aufstehen, Schläfrigkeit und ähnliche Wirkungen; die Fachinformation empfiehlt, sie nach Beginn der Behandlung sowie vor und nach einer Dosissteigerung darauf zu überwachen. Bei gleichzeitiger Behandlung gegen Bluthochdruck kann eine geringere Dosis des Blutdruckmittels erforderlich sein. Bei einer Depression laut NVL vor Beginn, im 1. und im 6. Monat[1, 4]
BlutbildBei grippeähnlichen Beschwerden, Halsschmerzen und Fieber empfiehlt die Fachinformation, das Blutbild zu überprüfen, weil sich so eine Agranulozytose (starker Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen) ankündigen kann. Bei einer Depression laut NVL vor Beginn, im 1. und im 6. Monat, danach halbjährlich; bei langfristig stabilem Verlauf können jährliche Kontrollen ausreichen[1, 4]
Regelmäßige Überwachung bei bestimmten ErkrankungenLaut Fachinformation vorsichtige Dosierung und regelmäßige Überwachung bei Epilepsie, Leber- oder Nierenfunktionsstörung, Herzerkrankungen wie Angina pectoris, AV-Block oder kürzlich aufgetretenem Herzinfarkt, Schilddrüsenüberfunktion, Problemen beim Wasserlassen oder Prostatavergrößerung sowie bei Engwinkelglaukom oder erhöhtem Augeninnendruck[1]
Leberwerte (Leberenzyme)Bei eingeschränkter Leberfunktion, besonders bei schwerer, sollte laut Fachinformation eine regelmäßige Überwachung erwogen werden; bei einer Gelbsucht sollte die Behandlung abgebrochen werden. Bei einer Depression laut NVL vor Beginn, im 1. und im 6. Monat; bei bedeutsamen Begleiterkrankungen oder vielen weiteren Medikamenten zusätzlich in den Monaten 2 bis 5 und danach vierteljährlich[1, 4]
Nierenwerte (GFR, berechnet aus dem Kreatinin)Bei einer Depression laut NVL vor Beginn, im 1. und im 6. Monat, danach halbjährlich; bei langfristig stabilem Verlauf können jährliche Kontrollen ausreichen[4]
Salze im Blut (Elektrolyte, darunter Natrium)Bei einer Depression laut NVL vor Beginn, im 1. und im 6. Monat, danach halbjährlich (bei langfristig stabilem Verlauf können jährliche Kontrollen ausreichen). Laut Fachinformation sollte bei Beschwerden eines Natriummangels der Flüssigkeits- und Salzhaushalt überwacht werden[1, 4]
KörpergewichtBei einer Depression laut NVL vor Beginn, im 3. und im 6. Monat, danach vierteljährlich; bei langfristig stabilem Verlauf können seltenere Kontrollen ausreichen[4]
EKG (Herzstromkurve)Bei einer Depression laut NVL vor Beginn und im 1. Monat, wenn ein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder eine solche Erkrankung besteht. Laut Fachinformation ist Vorsicht geboten bei bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschließlich verlängerter QT-Zeit und bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die die QT-Zeit verlängern[1, 4]
Überwachung bei gleichzeitiger Einnahme von CarbamazepinCarbamazepin senkt den Trazodon-Spiegel; laut Fachinformation sollte genau überwacht werden, ob eine höhere Trazodon-Dosis nötig ist[1]

Welche Kontrollen bei Ihnen nötig sind und wie oft, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

Was die einzelnen Werte bedeuten, erklärt die Seite Kontrollen während der Behandlung.

Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Behandlung mit MAO-Hemmern und eine Behandlung innerhalb von 2 Wochen nach deren Absetzen nennt die Fachinformation als Gegenanzeige; eine Behandlung mit MAO-Hemmern sollte frühestens eine Woche nach dem Absetzen von Trazodon beginnen. Zusammen mit Mitteln, die auf Serotonin wirken, etwa SSRI, SNRI, Tryptophan, trizyklischen Antidepressiva und Triptanen, sowie mit Neuroleptika kann es in seltenen Fällen zu einem Serotonin-Syndrom oder einem malignen neuroleptischen Syndrom kommen; Vorsicht ist geboten und eine engmaschigere ärztliche Überwachung nötig. Starke Hemmstoffe des Enzyms CYP3A4 können den Trazodon-Spiegel erheblich erhöhen, Carbamazepin senkt ihn. [1]

Steht eine Narkose an, etwa für eine Operation, informieren Sie die Ärztin, den Arzt oder die Zahnarztpraxis, dass Sie Trazodon einnehmen; mehr dazu unter Psychopharmaka vor einer Operation. [2]

Wechselwirkungen von Trazodon
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
MAO-Hemmer (z. B. Tranylcypromin, Phenelzin, Isocarboxazid, Selegilin), auch in den 2 Wochen nach ihrem AbsetzenMögliche Wechselwirkungen[1, 2]Laut Fachinformation Gegenanzeige; eine Behandlung mit MAO-Hemmern sollte frühestens eine Woche nach dem Absetzen von Trazodon beginnen
Andere serotonerg wirkende Mittel: Antidepressiva wie SSRI und SNRI, trizyklische Antidepressiva, Tryptophan, Triptane (Migränemittel), Neuroleptika; außerdem BuprenorphinSerotoninsyndrom bzw. malignes neuroleptisches Syndrom möglich; zusammen mit Neuroleptika kann ein malignes neuroleptisches Syndrom lebensbedrohlich sein[1, 2]Vorsicht und engmaschigere ärztliche Überwachung
Trizyklische AntidepressivaRisiko einer Wechselwirkung (Serotoninsyndrom, Nebenwirkungen an Herz und Kreislauf)[1, 2]Gleichzeitige Gabe sollte vermieden werden
FluoxetinSelten höhere Trazodon-Spiegel im Blut und Nebenwirkungen; ein Serotoninsyndrom ist nicht ausgeschlossen[1, 2]Vorher ärztlich besprechen
Starke CYP3A4-Hemmer wie Erythromycin, Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir, Indinavir oder NefazodonTrazodon-Spiegel im Blut kann erheblich steigen; unter Ritonavir stieg er deutlich an, mit Übelkeit, Ohnmacht und niedrigem Blutdruck[1, 2]Möglichst vermeiden; sonst eine niedrigere Trazodon-Dosis erwägen
CarbamazepinTrazodon-Spiegel im Blut sinkt; in einer Untersuchung sanken die Spiegel von Trazodon und seinem wirksamen Abbaustoff deutlich[1, 2]Genaue ärztliche Überwachung, ob eine höhere Trazodon-Dosis nötig ist
Beruhigungs- und Schlafmittel, angstlösende Mittel, Neuroleptika und AntihistaminikaDie dämpfende Wirkung kann verstärkt werden[1, 2]Laut Fachinformation ist dann eine Dosisverringerung empfehlenswert, ärztlich besprechen
Mittel, die das QT-Intervall verlängern, z. B. Antiarrhythmika der Klassen IA und III, bestimmte Antibiotika, Malariamittel, Antihistaminika, NeuroleptikaMöglicherweise höheres Risiko für Rhythmusstörungen der Herzkammern einschließlich Torsade de pointes[1, 2]Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung
Phenothiazine wie Chlorpromazin, Fluphenazin, Levomepromazin oder PerphenazinSchwerer Blutdruckabfall beim Aufstehen wurde beobachtet[1, 2]Vorher ärztlich besprechen
Blutdrucksenker, z. B. Clonidin oder MethyldopaTrazodon kann die blutdrucksenkende Wirkung von Clonidin und Methyldopa abschwächen; bei anderen Blutdrucksenkern ist eine Verstärkung der Wirkung möglich[1, 2]Dosis des Blutdrucksenkers muss eventuell verringert werden, ärztlich besprechen
Warfarin (Gerinnungshemmer)Veränderte Gerinnungswerte (INR)[1, 2]Nur mit Vorsicht kombinieren; Gerinnungswerte sorgfältig kontrollieren
Phenytoin oder DigoxinBlutspiegel dieser Mittel kann steigen[1, 2]Spiegelkontrolle erwägen
Orale Verhütungsmittel ("Antibabypille"), Phenytoin, Carbamazepin, BarbiturateDer Abbau von Antidepressiva in der Leber kann beschleunigt sein[1, 2]Vorher ärztlich besprechen
Cimetidin (gegen Magenschmerzen und Sodbrennen) und einige AntipsychotikaDer Abbau von Antidepressiva kann gehemmt sein[1, 2]Vorher ärztlich besprechen
JohanniskrautNebenwirkungen können häufiger auftreten[1, 2]Vorher ärztlich besprechen
Muskelentspannende Mittel (Muskelrelaxanzien) und Narkosegase (Inhalationsanästhetika)Trazodon verstärkt möglicherweise deren Wirkung[1, 2]Vor einer Operation Ärztin, Arzt oder Zahnarzt informieren
Levodopa (Parkinsonmittel)Antidepressiva können den Abbau von Levodopa beschleunigen[1, 2]Vorher ärztlich besprechen

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen anwenden können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Was beim gleichzeitigen Einsatz mehrerer Psychopharmaka gilt, steht unter Psychopharmaka kombinieren.

Wer Trazodon nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Nicht anwenden bei

  • Allergie gegen Trazodon oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Vergiftung mit Schlafmitteln oder Alkohol (wenn Sie betrunken sind oder unter dem Einfluss von Schlafmitteln stehen)[1, 2]
  • Akute Vergiftung mit zentral dämpfenden Arzneimitteln wie Schmerzmitteln oder Psychopharmaka[1]
  • Karzinoid-Syndrom[1]
  • Gleichzeitige Behandlung mit MAO-Hemmern oder Behandlung innerhalb von 2 Wochen nach deren Absetzen[1]
  • Akuter Herzinfarkt (kürzlich aufgetretener Myokardinfarkt)[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Trazodon sollte bei ihnen nicht angewendet werden[1, 2]
  • Suizidgedanken: Das Risiko ist erhöht, wenn Sie schon früher an Suizid oder Selbstverletzung gedacht haben, und bei jungen Erwachsenen bis 25 Jahre; besonders zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassungen sollte engmaschig überwacht werden[1, 2]
  • Epilepsie oder frühere Krampfanfälle; abrupte Dosiserhöhungen oder -senkungen sollten vermieden werden[1, 2]
  • Leber- oder Nierenerkrankung, insbesondere wenn sie schwer ist[1, 2]
  • Herzerkrankungen wie Herzschwäche, Angina pectoris, Reizleitungsstörungen oder AV-Block, Herzrhythmusstörungen, kürzlicher Herzinfarkt, angeborenes Long-QT-Syndrom oder verlangsamter Herzschlag[1, 2]
  • Niedriger Kalium- oder Magnesiumwert im Blut[2]
  • Schilddrüsenüberfunktion[1, 2]
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder vergrößerte Prostata[1, 2]
  • Engwinkelglaukom oder erhöhter Augeninnendruck[1, 2]
  • Niedriger Blutdruck; bei gleichzeitiger blutdrucksenkender Behandlung kann eine geringere Dosis des Blutdrucksenkers erforderlich sein[1, 2]
  • Schizophrenie oder andere psychotische Erkrankungen: Die psychotischen Beschwerden können sich verschlechtern, paranoide Gedanken sich verstärken. Bei manisch-depressiver Erkrankung kann eine depressive in eine manische Phase übergehen; dann muss Trazodon abgesetzt werden[1, 2]
  • Ältere Menschen: Sie bekommen häufiger einen Blutdruckabfall beim Aufstehen, Schläfrigkeit und andere anticholinerge Wirkungen; laut Packungsbeilage auch Unruhe, Halluzinationen oder einen zu niedrigen Natriumwert im Blut[1, 2]
  • Vor einer Narkose: Ärztin, Arzt oder Zahnarzt über die Einnahme informieren[1, 2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Laut Fachinformation verstärkt Trazodon die dämpfende Wirkung von Alkohol, und Alkohol sollte während der Behandlung vermieden werden. Mehr dazu unter Psychopharmaka und Alkohol. [1]

Laut Fachinformation sollten Behandelte vor dem Fahren und dem Bedienen von Maschinen gewarnt werden, bis sie sicher sein können, dass sie nicht durch Schläfrigkeit, Sedierung, Schwindel, Verwirrtheit oder Sehstörungen beeinträchtigt sind. [1] Nach § 316 StGB macht sich strafbar, wer im Verkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er wegen alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, es sicher zu führen; das gilt auch bei Fahrlässigkeit. [12] Die Ausnahme für bestimmungsgemäß eingenommene, für einen konkreten Krankheitsfall verschriebene Arzneimittel in § 24a Abs. 4 StVG bezieht sich nur auf bestimmte Ordnungswidrigkeiten nach § 24a StVG. [11] Mehr dazu unter Psychopharmaka und Autofahren.

Fachinformation und Packungsbeilage äußern sich zur Schwangerschaft unterschiedlich: Laut Fachinformation ist bei der Verschreibung an Schwangere Vorsicht geboten, laut Packungsbeilage von Trazodon HEXAL soll eine Anwendung in der Schwangerschaft aus Vorsichtsgründen vermieden werden. Setzen Sie Trazodon nicht selbst ab und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten. Allgemeines dazu unter Psychopharmaka in der Schwangerschaft und in der Stillzeit. [1, 2]

Einen Hinweis darauf, dass Trazodon süchtig machende Eigenschaften besitzt, gibt es laut Fachinformation nicht. Mehr dazu unter Machen Psychopharmaka abhängig? [1]

Schwangerschaft

Laut Fachinformation ergaben Daten von einer begrenzten Zahl (unter 200) Schwangerer keine Hinweise auf Nebenwirkungen von Trazodon in der Schwangerschaft oder auf eine beeinträchtigte Gesundheit des Ungeborenen oder Neugeborenen; Tierstudien weisen nicht auf schädliche Wirkungen hin. Bei der Verschreibung an Schwangere ist Vorsicht geboten. Wird Trazodon bis zur Entbindung eingenommen, sollte das Neugeborene auf Entzugserscheinungen beobachtet werden.[1]

Laut Packungsbeilage von Trazodon HEXAL liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen vor; aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung in der Schwangerschaft vermieden werden. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt teilt Ihnen mit, ob Sie Trazodon in der Schwangerschaft einnehmen müssen.[2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Trazodon geht in geringen Mengen in die Muttermilch über; die Konzentrationen der aktiven Abbauprodukte sind nicht bekannt. Laut Fachinformation wird wegen der wenigen Daten unter Abwägung von Nutzen und Risiko für Kind und Mutter entschieden, ob weiter gestillt und ob die Behandlung fortgesetzt wird.[1]

Laut Packungsbeilage sollten Sie Trazodon in der Stillzeit nicht einnehmen, ohne vorher Risiken und Nutzen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprochen zu haben.[2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Alkohol

Trazodon verstärkt Schläfrigkeit, verringerte Wachsamkeit und andere Wirkungen von Alkohol. Während der Einnahme sollten Sie auf Alkohol verzichten. Laut Fachinformation nimmt die Giftigkeit von Trazodon bei gleichzeitigem Alkoholkonsum zu.[1, 2]

Autofahren und Maschinen

Trazodon kann Schläfrigkeit, Benommenheit, Schwindel, Verwirrtheit oder verschwommenes Sehen hervorrufen. Wenn das bei Ihnen der Fall ist, dürfen Sie kein Fahrzeug führen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen. Laut Fachinformation hat Trazodon einen geringen bis mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit.[1, 2]

Anwendung

Die Tabletten unzerkaut direkt nach dem Essen mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) einnehmen; die Einnahme nach einer Mahlzeit kann Nebenwirkungen weniger wahrscheinlich machen. Ist eine schlafanstoßende Wirkung besonders gewünscht, kann ein größerer Teil der Tagesdosis oder die ganze Tagesdosis zur Nacht eingenommen werden.[1, 2]

Einnahme vergessen: die Dosis nachholen, sobald Sie daran denken, ist es fast Zeit für die nächste Einnahme, die vergessene auslassen. Nicht die doppelte Menge nehmen.[2]

Absetzen

Nehmen Sie Trazodon so lange ein, bis Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie anweist, es abzusetzen, und brechen Sie die Einnahme nicht ab, weil Sie sich besser fühlen. Die Behandlung wird durch langsame Verringerung der Dosis beendet; so soll das Risiko von Absetzerscheinungen wie Unruhe (Agitiertheit), Schlafstörungen, Übelkeit, Kopfschmerzen und Unwohlsein vermieden werden.[1, 2]

Laut Fachinformation können bei abruptem Absetzen, insbesondere nach längerer Anwendung, in den ersten Tagen Absetzerscheinungen wie Unruhe, Schweißausbrüche, Übelkeit, Erbrechen und Schlafstörungen auftreten. Einen Hinweis darauf, dass Trazodon süchtig machende Eigenschaften besitzt, gibt es laut Fachinformation nicht.[1]

Überdosierung

Bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort den Notruf 112 oder einen Giftnotruf verständigen und die Packung mitnehmen. Mögliche Zeichen sind Übelkeit oder Erbrechen, Schläfrigkeit, Schwindel oder Ohnmacht, Krampfanfälle, Verwirrtheit sowie Atem- oder Herzbeschwerden. Laut Fachinformation wurden in schweren Fällen Koma, Herzrasen, niedriger Blutdruck, Natriummangel, Krämpfe und Atemstillstand berichtet; die Beschwerden können 24 Stunden nach der Überdosierung oder später auftreten.[1, 2]

Einnahme und Absetzen

Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut direkt nach dem Essen mit ausreichend Flüssigkeit ein, zum Beispiel einem Glas Wasser. [1, 2]

Nehmen Sie Trazodon so lange ein, bis Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie anweist, es abzusetzen, und brechen Sie die Einnahme nicht ab, weil Sie sich besser fühlen. Laut Fachinformation sollte die Einnahme nicht plötzlich abgebrochen und die Tagesdosis langsam verringert werden, besonders nach längerer Behandlung. Wie Sie die Dosis schrittweise verringern, sagt Ihnen laut Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. [1, 2]

Ist geplant, ein Antidepressivum nach dem Abklingen einer Depression am Ende der Erhaltungsbehandlung oder einer langfristigen Rückfallvorbeugung abzusetzen, soll das laut NVL schrittweise geschehen, um eine Rebound-Depression und Absetzsymptome zu vermeiden. Ausführlich: Antidepressiva absetzen und Absetzsymptome. [4]

Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation

Die Packungsbeilage nennt die Dosis getrennt für die Behandlung zu Hause und im Krankenhaus sowie für ältere oder geschwächte Menschen; die Behandlung beginnt mit einer schrittweisen Steigerung der Dosis. Für eingeschränkte Leber- und Nierenfunktion nennt die Fachinformation eigene Hinweise. [1, 2]

Präparate mit Trazodon

Präparate mit Trazodon
PräparatAnbieterHinweis
Trazodon-neuraxpharmneuraxpharm Arzneimittel GmbH100 mg Tabletten; Grundlage dieser Seite (Fachinformation)
Trazodon HEXALHexal AG100 mg Tabletten; Packungsbeilage als zweite Quelle dieser Seite

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Fachinformation Trazodon-neuraxpharm 100 mg Tabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 04/2023. abgerufen am 11.10.2026
  2. Gebrauchsinformation Trazodon HEXAL 100 mg Tabletten. Hexal AG. Stand 10/2024. abgerufen am 11.10.2026
  3. Gesetz Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Trazodon. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026
  4. Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Kurzfassung, Version 3.2. NVL-Programm von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und AWMF. Stand Version 3.2, Juli 2023. abgerufen am 22.10.2026
  5. Gesetz § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): 0,5 Promille-Grenze, Tetrahydrocannabinol-Grenzwert. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
  6. Gesetz § 316 Strafgesetzbuch (StGB): Trunkenheit im Verkehr. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026

Weiterführend Alle Nebenwirkungen von Trazodon nach Häufigkeit auf Med-Nebenwirkungen.de

Häufige Fragen

Ab wann wirkt Trazodon?

Laut Fachinformation setzt die dämpfende Wirkung meist schon in den ersten Tagen ein, die stimmungsaufhellende Wirkung ist in der Regel nach 1 bis 3 Wochen zu erwarten. Die Packungsbeilage nennt zwei bis vier Wochen, bis Sie anfangen, sich besser zu fühlen. Die mittlere Dauer bis zum Abklingen der Beschwerden beträgt laut Fachinformation im Allgemeinen mindestens 4 bis 6 Wochen.

Kann man Trazodon zum Schlafen nehmen?

Zur Behandlung von Schlafstörungen ist Trazodon nicht zugelassen; Fachinformation und Packungsbeilage nennen nur depressive Erkrankungen. Bei der Behandlung einer Depression kann ein größerer Teil der Tagesdosis oder die ganze Tagesdosis zur Nacht eingenommen werden, wenn eine schlafanstoßende Wirkung besonders gewünscht ist. Die Schläfrigkeit, die manchmal in den ersten Tagen auftritt, verschwindet laut Fachinformation in der Regel, wenn die Behandlung weitergeht.

Nimmt man mit Trazodon zu?

Das ist möglich, ebenso eine Gewichtsabnahme: Laut Fachinformation sind Gewichtszunahme und Gewichtsabnahme gelegentlich, sie können also bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen. Außerdem nennt sie gesteigerten Appetit und Appetitlosigkeit mit unbekannter Häufigkeit. Sprechen Sie Veränderungen bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an.

Kann Trazodon die Lust auf Sex verringern?

Ein verminderter Geschlechtstrieb ist in Packungsbeilage und Fachinformation aufgeführt, seine Häufigkeit ist nicht bekannt. Selten kommt es zu einer anhaltenden, schmerzhaften Erektion ohne sexuelle Aktivität (Priapismus); dann beenden Sie die Einnahme laut Packungsbeilage sofort und holen unverzüglich ärztliche Hilfe oder gehen in ein Krankenhaus. Andere sexuelle Beschwerden sprechen Sie bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an.

Darf ich mit Trazodon Alkohol trinken?

Laut Packungsbeilage verstärkt Trazodon Schläfrigkeit, verringerte Wachsamkeit und andere Wirkungen von Alkohol, und Sie sollten während der Einnahme darauf verzichten, Alkohol zu trinken. Laut Fachinformation sollte Alkohol während der Behandlung vermieden werden; die Giftigkeit von Trazodon nimmt bei gleichzeitigem Alkoholkonsum zu.

Wie setzt man Trazodon ab?

Nur auf Anweisung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes; brechen Sie die Einnahme laut Packungsbeilage nicht ab, weil Sie sich besser fühlen. Die Dosis wird langsam verringert, so soll das Risiko für Absetzerscheinungen wie Unruhe, Schlafstörungen, Übelkeit, Kopfschmerzen und Unwohlsein vermieden werden. Nach abruptem Absetzen, besonders nach längerer Anwendung, können in den ersten Tagen Unruhe, Schweißausbrüche, Übelkeit, Erbrechen und Schlafstörungen auftreten.

Wie hoch ist die Dosis von Trazodon?

Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Was die Packungsbeilage für die Behandlung zu Hause, im Krankenhaus und für ältere oder geschwächte Menschen nennt, steht im Abschnitt "Dosierung laut Packungsbeilage" auf dieser Seite. Ändern Sie die Dosis nicht selbst.

Darf ich Trazodon in der Schwangerschaft nehmen?

Fachinformation und Packungsbeilage äußern sich dazu unterschiedlich. Laut Fachinformation ergaben Daten von weniger als 200 Schwangeren keine Hinweise auf Nebenwirkungen von Trazodon in der Schwangerschaft oder auf eine beeinträchtigte Gesundheit des Kindes, bei der Verschreibung an Schwangere ist aber Vorsicht geboten. Laut Packungsbeilage von Trazodon HEXAL soll eine Anwendung in der Schwangerschaft aus Vorsichtsgründen vermieden werden; Ihre Ärztin oder Ihr Arzt teilt Ihnen mit, ob Sie Trazodon einnehmen müssen. Setzen Sie es nicht selbst ab und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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