MedikamenteWirkstoff

Zuclopenthixol

Zuclopenthixol ist ein verschreibungspflichtiges Antipsychotikum (Neuroleptikum) aus der Gruppe der Thioxanthene; bekannt ist es unter anderem als Ciatyl-Z. Filmtabletten und Tropfen sind je nach Stärke zugelassen bei akuter und chronischer Schizophrenie, Manie, psychomotorischen Erregungszuständen und aggressivem Verhalten bei Demenz sowie psychomotorischen Erregungszuständen bei geistiger Behinderung; daneben gibt es Depotspritzen. Vor und während der Behandlung werden Blutbild und EKG kontrolliert, und hohes Fieber mit Muskelstarre braucht sofort ärztliche Hilfe.

Frau in den Fünfzigern mit kurzen rotbraunen Haaren sitzt an einem Herbstmorgen entspannt auf einer Holzbank an einem ruhigen Teich
Bild: KI-generiert

Wofür wird Zuclopenthixol eingesetzt?

Zuclopenthixol ist laut Fachinformation je nach Darreichungsform und Stärke für unterschiedliche Anwendungsgebiete zugelassen. Die Packungsbeilage der Filmtabletten zu 10 mg fasst das als Behandlung bestimmter Krankheitsbilder bei seelischen Erkrankungen zusammen, nämlich bestimmter Psychoseformen und Erregungszustände. Zuclopenthixol ist verschreibungspflichtig. [1, 2, 4]

Anwendungsgebiete von Zuclopenthixol nach Darreichungsform
AnwendungsgebietZugelassen für
Akute und chronische SchizophrenieFilmtabletten 10 mg und 25 mg, Tropfen 20 mg/ml [2]
ManieFilmtabletten 10 mg und 25 mg, Tropfen 20 mg/ml [2]
Psychomotorische Erregungszustände und aggressive Verhaltensweisen bei DemenzFilmtabletten 2 mg und 10 mg, Tropfen 20 mg/ml [2]
Psychomotorische Erregungszustände bei geistiger BehinderungFilmtabletten 10 mg und 25 mg, Tropfen 20 mg/ml [2]

Ob Zuclopenthixol zur Behandlung von Verhaltensstörungen bei einer Demenz angewendet werden soll, ist laut Fachinformation im Einzelfall durch die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt zu prüfen, wegen der Risiken, die bei älteren Menschen mit Demenz unter Antipsychotika beobachtet wurden. Für Kinder und Jugendliche wird Zuclopenthixol nicht empfohlen, da keine ausreichenden wissenschaftlichen Erfahrungen vorliegen. Mehr über psychotische Erkrankungen lesen Sie auf der Seite Psychose. [1, 2]

Neben den Formen zum Einnehmen gibt es Zuclopenthixol als Injektionslösung zur Spritze in einen Muskel (intramuskulär): als Depot-Injektionslösung mit Zuclopenthixoldecanoat und als schnell freisetzende Depot-Injektionslösung mit Zuclopenthixolacetat. Laut ihren Packungsbeilagen ist die Depot-Injektionslösung zur Langzeitbehandlung bestimmter Psychoseformen zugelassen und darf nur angewendet werden, wenn eine entsprechende Behandlung mit einem Neuroleptikum zum Einnehmen nicht möglich ist; die Injektionslösung mit Zuclopenthixolacetat darf nur zur einleitenden Behandlung angewendet werden, danach folgt in der Regel eine Weiterbehandlung mit anderen Darreichungsformen. [5, 6]

Laut Embryotox werden beide im Körper zum eigentlichen Wirkstoff Zuclopenthixol umgewandelt. Nach einer Spritze mit Zuclopenthixoldecanoat beträgt die Halbwertszeit laut Embryotox 19 Tage. Bei Zuclopenthixolacetat ist die höchste Konzentration im Blut meist nach etwa 36 Stunden erreicht, danach fällt sie über weitere 36 Stunden langsam ab. [3]

Die übrigen Angaben auf dieser Seite gelten für die Filmtabletten und die Tropfen; für die Spritzen (unter anderem Ciatyl-Z Acuphase und Ciatyl-Z Depot) ist die jeweilige Packungsbeilage maßgeblich. Mehr dazu: Depot-Antipsychotika. [5, 6]

Wie wirkt Zuclopenthixol?

Nervenzellen im Gehirn geben Signale über Botenstoffe weiter, unter anderem über Dopamin und Serotonin. Zuclopenthixol ist laut Fachinformation ein mittelpotentes Neuroleptikum aus der Gruppe der Thioxanthene mit ausgeprägter antipsychotischer Wirkung. Es blockiert stark die Andockstellen (Rezeptoren) für Dopamin vom Typ D1 und D2 und bindet außerdem stark an bestimmte Rezeptoren für Serotonin (5-HT2A) und für Adrenalin und Noradrenalin (Alpha-1-Rezeptoren). An bestimmten Rezeptoren für Acetylcholin und an Alpha-2-Rezeptoren wirkt es nur gering. [2]

Die Wirkung richtet sich laut Fachinformation auf Denk- und Gefühlsstörungen, Halluzinationen, Wahn, Aggressivität und psychomotorische Erregtheit; kennzeichnend ist die deutliche Wirksamkeit bei manischen Beschwerden. Embryotox beschreibt Zuclopenthixol als konventionelles Antipsychotikum, das antipsychotisch und stark beruhigend (sedierend) wirkt. Einen Überblick geben die Seiten Antipsychotika und Nieder- und mittelpotente Antipsychotika. [2, 3]

Nach der Einnahme wird Zuclopenthixol rasch aufgenommen und erreicht innerhalb von 3 bis 4 Stunden die höchsten Blutspiegel. Die mittlere Halbwertszeit beträgt bei Erwachsenen etwa 20 Stunden, die Bioverfügbarkeit, also der Anteil, der in den Kreislauf gelangt, etwa 44 %. Abgebaut wird Zuclopenthixol teilweise über das Enzym CYP2D6. [2]

Wann wirkt Zuclopenthixol und wie lange wird behandelt?

Wann die Wirkung einsetzt, geben Packungsbeilage und Fachinformation nicht an. Über die Dauer der Behandlung entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Zuclopenthixol kann laut Packungsbeilage nur sicher und ausreichend wirken, wenn es regelmäßig eingenommen wird. Allgemeines dazu: Wann wirken Psychopharmaka? und Wie lange werden Psychopharmaka genommen?. [1]

  1. BeginnVor der Behandlung werden Blutbild einschließlich Differenzialblutbild und Blutplättchen, Kaliumspiegel und EKG kontrolliert; ein niedriger Kaliumspiegel wird ausgeglichen. Häufigkeit und Schwere der Nebenwirkungen sind in der frühen Behandlungsphase am stärksten ausgeprägt und nehmen in der Regel während der Weiterbehandlung ab; Bewegungsstörungen wie Zittern und Muskelkrämpfe treten besonders in den ersten Tagen auf.[1, 2]
  2. ErhaltungWährend einer Langzeitbehandlung wird der Behandlungserfolg überwacht, um zu entscheiden, ob die Erhaltungsdosis verringert werden kann, besonders bei hohen Dosierungen. Blutbild, Leberwerte und EKG werden in angemessenen beziehungsweise regelmäßigen Abständen kontrolliert.[1, 2]
  3. AbsetzenPlötzliches Absetzen kann Entzugserscheinungen auslösen, die im Allgemeinen 1 bis 4 Tage nach dem Absetzen beginnen und innerhalb von 7 bis 14 Tagen abklingen. Absetzen und Wechsel geschehen gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt.[1, 2]

Nebenwirkungen im Blick

Die meisten Nebenwirkungen hängen laut Fachinformation von der Dosis ab. Besonders in der Anfangsphase der Behandlung können Bewegungsstörungen (extrapyramidale Symptome) auftreten, die durch Einflüsse auf den Teil des Gehirns entstehen, der Bewegungen steuert: Muskelverspannungen und Störungen des Bewegungsablaufs wie Zungen-Schlund-Krämpfe, Schiefhals oder Blickkrämpfe, Parkinson-ähnliche Beschwerden mit Zittern, Steifheit, Bewegungslosigkeit und übermäßigem Speichelfluss und ein Bewegungsdrang mit der Unfähigkeit, sitzen zu bleiben (Akathisie). Auch Müdigkeit kommt besonders zu Beginn der Behandlung vor. [1, 2]

Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören auch Spätdyskinesien, eine Form unwillkürlicher Bewegungsstörungen. Mittel gegen Parkinson-Beschwerden lindern sie laut Fachinformation nicht und könnten sie verschlechtern. Außerdem können Gewichtszunahme, erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte, ein erhöhter Prolaktinspiegel, eine Verlängerung der QT-Zeit im EKG und Veränderungen des Blutbilds auftreten; wie häufig, zeigen Übersicht und Liste. Weniger Lust auf Sex nennen die Quellen nicht eigens, häufig sind laut Packungsbeilage sexuelle Funktionsstörungen. [1, 2]

Nebenwirkungen im Blick

Höchste Häufigkeitsangabe der Produktinformation für Beschwerden, nach denen bei Psychopharmaka oft gefragt wird.

"Nicht genannt" heißt: Die Produktinformation führt die Beschwerde nicht als Nebenwirkung mit Häufigkeitsangabe auf; Hinweise ohne Häufigkeit stehen im Text der Seite. Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht. Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit.

Die folgende Liste nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage oder Fachinformation eine Häufigkeit angeben. Ohne Häufigkeitsangabe beschreibt die Fachinformation Herzrhythmusstörungen der Herzkammern, die wie bei anderen Neuroleptika in seltenen Fällen auftreten können, und Entzugserscheinungen nach plötzlichem Absetzen; sie stehen bei den Hinweisen zur Vorsicht und im Abschnitt zum Absetzen. Veränderungen im EKG ohne nähere Angabe nennen Packungsbeilage und Fachinformation zusammen mit dem beschleunigten Herzschlag; die Zeile "Herzrhythmus und QT-Zeit" der Übersicht richtet sich nach der Verlängerung der QT-Zeit, die beide eigens aufführen. Was die Angaben bedeuten, zeigt das Werkzeug Was heißt "häufig"?. [1, 2]

Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • NervensystemErregung, Depression, Angst[1, 2]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
  • NervensystemKopfschmerzen[1, 2]
  • NervensystemStörungen der Bewegungen und der Muskelspannung (Dystonie), Gangstörungen[1, 2]Mehr dazu: Bewegungsstörungen (Parkinson-Symptome, Dystonie, Dyskinesie)
  • NervensystemHautkribbeln (Parästhesie)[1, 2]
  • NervensystemAufmerksamkeitsstörungen, Gedächtnisstörungen (Amnesie)[1, 2]
  • NervensystemSchlaflosigkeit, anormale Träume[1, 2]
  • AugenErhöhung des Augeninnendrucks, gestörtes Sehvermögen[1, 2]
  • Ohr und GleichgewichtKreislaufstörungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Dysregulation)[1, 2]
  • HerzBeschleunigter Herzschlag (Tachykardie), Veränderungen im EKG, Herzklopfen[1, 2]Mehr dazu: Herzrasen
  • AtemwegeSchweres Atmen (Dyspnoe), Gefühl einer verstopften Nase[1, 2]
  • Magen und DarmVerstopfung, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verdauungsstörungen[1, 2]
  • Nieren und HarnwegeStörungen beim Wasserlassen, Harnverhalt, erhöhte Urinausscheidung (Polyurie)[1, 2]
  • HautHautreaktionen, z. B. Juckreiz, entzündliche Hautreaktionen (Dermatitis), Pigmentstörungen, gesteigerte Talgproduktion (Seborrhoe), kleinflächige Einblutungen in die Haut (Purpura)[1, 2]
  • HautLichtempfindlichkeit der Haut (direkte Sonneneinstrahlung meiden), übermäßige Schweißproduktion[1, 2]Mehr dazu: Vermehrtes Schwitzen
  • Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschmerzen[1, 2]
  • Stoffwechsel und ErnährungGewichtszunahme, Appetitzunahme, Appetitverlust[1, 2]Mehr dazu: Gewichtszunahme
  • Gefäße und KreislaufBlutdruckerniedrigung[1, 2]
  • Allgemeine BeschwerdenSchwächegefühl (Asthenie), Unwohlsein, Schmerzen[1, 2]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)
  • Geschlechtsorgane und BrustStörungen der Regelblutung, sexuelle Funktionsstörungen[1, 2]Mehr dazu: ZyklusstörungenSexuelle Funktionsstörungen ohne nähere Angabe

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • NervensystemKrampfanfälle[1, 2]
  • NervensystemSpätdyskinesien und andere unwillkürliche Bewegungsstörungen (Dyskinesie) sowie abnormale Körperhaltungen[1, 2]Mehr dazu: SpätdyskinesienBewegungsstörungen (Parkinson-Symptome, Dystonie, Dyskinesie)
  • NervensystemGesteigerte Reflexe (Hyperreflexie), Koordinationsstörungen (Ataxie), Sprachstörungen, verringerte Muskelspannung[1, 2]
  • NervensystemTeilnahmslosigkeit (Apathie)[1, 2]
  • NervensystemAlbträume[1, 2]
  • NervensystemMigräne[1, 2]
  • NervensystemZeichen von Erregung und Verwirrtheit, besonders bei gleichzeitiger Einnahme anticholinerg wirksamer Mittel[1, 2]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
  • Ohr und GleichgewichtGesteigerte Schallempfindlichkeit (Hyperakusis), Ohrgeräusche (Tinnitus)[1, 2]
  • Magen und DarmBauchschmerzen, Blähungen[1, 2]
  • Stoffwechsel und ErnährungGewichtsverlust[1, 2]
  • Gefäße und KreislaufHitzewallungen[1, 2]
  • Allgemeine BeschwerdenDurst, starke Schwankungen der Körpertemperatur (Regulationsstörungen der Körpertemperatur)[1, 2]
  • Leber und GalleLeberfunktionsstörungen[1, 2]
  • Geschlechtsorgane und BrustTrockene Scheide (vulvovaginale Trockenheit); laut Fachinformation auch Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion)[1, 2]Mehr dazu: Erektionsstörungen

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • Blut und LymphsystemAbnahme bestimmter Blutzellen bei Laboruntersuchungen (Leukopenie, Neutropenie, Thrombopenie, Agranulozytose)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
  • NervensystemBenommenheit, Schläfrigkeit und Teilnahmslosigkeit (Lethargie)[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
  • NervensystemVerstärkung der ursprünglichen psychischen Krankheitszeichen (Verschlechterung psychotischer Symptome)[1, 2]
  • AugenPigmenteinlagerungen in Hornhaut und Linse des Auges[1, 2]
  • HerzVerlängerung der QT-Zeit im EKG[1, 2]Mehr dazu: Herzrhythmusstörungen
  • Magen und DarmSchluckbeschwerden (Dysphagie)[1, 2]
  • HormonsystemErhöhung des Prolaktinspiegels (Hyperprolaktinämie)[1, 2]Mehr dazu: Erhöhtes Prolaktin
  • Stoffwechsel und ErnährungErhöhung des Blutzuckers, verminderte Glukosetoleranz im Labortest, Erhöhung der Blutfettwerte[1, 2]Mehr dazu: Erhöhter BlutzuckerErhöhte Blutfette
  • ImmunsystemSchwere allergische Reaktion (anaphylaktische Reaktion), allergische Reaktionen[1, 2]
  • Leber und GalleAbflussstörungen der Galle, Gelbsucht[1, 2]
  • Geschlechtsorgane und BrustAbsonderung von Milch aus der Brust ohne Stillen (Galaktorrhoe), Vergrößerung der Brustdrüsen beim Mann (Gynäkomastie), behandlungsbedürftige Dauererektion des Penis (Priapismus)[1, 2]Mehr dazu: Brustspannen und Brustvergrößerung

Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

  • Blut und LymphsystemBestimmte Veränderungen im Blutbild (Eosinophilie, Panzytopenie)[1, 2]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
  • NervensystemWasseransammlung im Gehirn (Hirnödem)[1, 2]
  • NervensystemLebensbedrohlicher Zustand mit hohem Fieber (über 40 °C), Muskelstarre und Störungen des vegetativen Nervensystems, z. B. Herzjagen, Blutdruckänderungen, Bewusstlosigkeit (malignes neuroleptisches Syndrom)[1, 2]Mehr dazu: Malignes neuroleptisches Syndrom
  • AtemwegeAsthma, Lungenentzündung (Bronchopneumonie), Wasseransammlung im Gewebe des Kehlkopfs (Larynxödem)[1, 2]
  • Magen und DarmLebensbedrohliche Darmlähmung (paralytischer Ileus)[1, 2]
  • ImmunsystemLupus-erythematodes-ähnliche Krankheitsbilder (Hautveränderungen)[1, 2]
  • Leber und GalleVeränderte Leberwerte durch gestörten Abfluss der Galle (laut Fachinformation cholestatische Hepatitis)[1, 2]

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

  • Gefäße und KreislaufBlutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und Rötungen der Beine), die über die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen und Schwierigkeiten beim Atmen verursachen können[1, 2]
  • SchwangerschaftEntzugserscheinungen beim Neugeborenen nach Anwendung in der Schwangerschaft (Arzneimittelentzugssyndrom des Neugeborenen)[1, 2]

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Das maligne neuroleptische Syndrom ist laut Packungsbeilage und Fachinformation ein lebensbedrohlicher Zustand mit hohem Fieber, Muskelstarre und Störungen des vegetativen Nervensystems, der das sofortige Absetzen erfordert. Schluckbeschwerden können als Folge von Bewegungsstörungen, Schläfrigkeit, vermehrtem Speichelfluss oder eines malignen neuroleptischen Syndroms auftreten und laut Fachinformation zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie einer Lungenentzündung durch eingeatmete Nahrung (Aspirationspneumonie) und Ersticken führen. [1, 2]

Depression, Angst und Erregung gehören laut Packungsbeilage zu den möglichen Nebenwirkungen, und selten können sich die ursprünglichen psychischen Krankheitszeichen verstärken. Sprechen Sie Veränderungen Ihrer Stimmung bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an. [1, 2]

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Mann in den Dreißigern mit kurzem dunklem Bart spricht in einem hellen Praxisraum an einem runden Tisch ruhig mit einer Ärztin in den Fünfzigern
Bild: KI-generiert

Besprechen Sie unangenehme Nebenwirkungen laut Packungsbeilage unverzüglich mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, auch welche Gegenmaßnahmen es gibt und ob andere Arzneimittel für die Behandlung in Frage kommen. Setzen Sie Zuclopenthixol nicht eigenmächtig ab. Weitere Hinweise aus Packungsbeilage und Fachinformation: [1]

  • Bei Bewegungsstörungen wie Zittern und Muskelkrämpfen, besonders in den ersten Tagen, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, falls eine niedrigere Dosis nötig ist. In den meisten Fällen lassen sich diese Nebenwirkungen laut Fachinformation mit einer niedrigeren Dosis oder Mitteln gegen Parkinson-Beschwerden gut kontrollieren; vorbeugend und routinemäßig werden solche Mittel nicht empfohlen. [1, 2]
  • Hält ein ständiger Bewegungsdrang an, sagen Sie es Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; die Beschwerden lassen sich mit geeigneten Arzneimitteln kontrollieren. Bei einer Akathisie kann laut Fachinformation ein Benzodiazepin oder Propranolol hilfreich sein. [1, 2]
  • Bemerken Sie unkontrollierte Bewegungen des Gesichts und des Kiefers, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, weil möglicherweise ein Abbruch der Behandlung erforderlich sein könnte. [1]
  • Längere oder starke Sonnenbestrahlung sollten Sie während der Behandlung vermeiden, weil Zuclopenthixol dazu führen kann, dass Sie empfindlich auf Sonne reagieren. Mehr dazu: Hitze und Sonne. [1, 2]
  • Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Fieber oder grippalen Infekten informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt umgehend; das können Hinweise auf seltene Schäden der Blutzellen sein. Den Blutbildkontrollen, zu denen Sie aufgefordert werden, sollten Sie unbedingt nachkommen. [1, 2]
  • Nehmen Sie ohne Wissen Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes keine anderen Arzneimittel ein, auch keine frei verkäuflichen. Vor einer Operation geben Sie die Behandlung an: Auf einen Blutdruckabfall muss dann sorgfältig geachtet werden. Mehr dazu: Psychopharmaka vor einer Operation. [1, 2]

Beschwerden und Stimmung können Sie im Stimmungs- und Nebenwirkungstagebuch festhalten; die Fragen fürs Arztgespräch helfen bei der Vorbereitung auf den nächsten Termin.

Kontrollen während der Behandlung

Vor der Behandlung muss die Ärztin oder der Arzt laut Packungsbeilage das Blutbild kontrollieren; weichen die Blutwerte stark von der Norm ab, darf keine Behandlung erfolgen. Auch der Kaliumspiegel wird vorher bestimmt, weil ein niedriger Kaliumspiegel eine Verlängerung der QT-Zeit im EKG begünstigen kann. [1, 2]

Kontrolluntersuchungen bei Zuclopenthixol
UntersuchungWann oder warum
Blutbild mit Differenzialblutbild und BlutplättchenVor der Behandlung, bei stark von der Norm abweichenden Werten keine Behandlung; während der Behandlung in angemessenen Abständen[1, 2]
LeberfunktionswerteIn angemessenen Abständen während der Behandlung[1, 2]
EKGVor der Behandlung und regelmäßig während der Behandlung; regelmäßige Überwachung der Herzfunktion besonders bei Herzkrankheiten, vorgeschädigtem Herzen, im Alter und bei gleichzeitiger Einnahme von Mitteln, die das QT-Intervall verlängern[1, 2]
Kalium im BlutVor Beginn der Behandlung; ein Mangel wird ausgeglichen[1, 2]
EEGRegelmäßig bei Erkrankungen des Gehirns, organischen Hirnschäden oder früheren Krampfanfällen[1, 2]

Welche Kontrollen bei Ihnen nötig sind und wie oft, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

Bei Erkrankungen des Gehirns oder früheren Krampfanfällen ist zu berücksichtigen, dass Zuclopenthixol die Krampfschwelle senkt; regelmäßige EEG-Kontrollen (Hirnströme) werden empfohlen. Bei älteren Menschen und bei vorgeschädigtem Herzen können Störungen der Erregungsleitung auftreten, hier wird eine regelmäßige Überwachung der Herzfunktion empfohlen. Was die einzelnen Werte bedeuten, erklärt die Seite Kontrollen während der Behandlung. [1, 2]

Wechselwirkungen

Zusammen mit Schmerz-, Schlaf- oder Beruhigungsmitteln und anderen dämpfenden Mitteln kann es zu verstärkter Müdigkeit, Benommenheit und Atemstörungen kommen. Mittel, die ebenfalls die QT-Zeit verlängern, etwa bestimmte Mittel gegen Herzrhythmusstörungen, Antibiotika wie Erythromycin, Malariamittel, einige Antihistaminika und bestimmte Neuroleptika oder Antidepressiva, sollten nicht gleichzeitig angewendet werden. Adrenalin (Epinephrin) sollte nicht zusammen mit Zuclopenthixol gegeben werden. [1, 2]

Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Rifampicin, Griseofulvin, Doxycyclin und auch das Rauchen können den Blutspiegel von Zuclopenthixol durch schnelleren Abbau senken; Hemmstoffe des Enzyms CYP2D6 können ihn erhöhen. Mit Lithium kann es sehr selten zu Vergiftungserscheinungen des Nervensystems mit Bewusstseinsstörungen und erhöhter Körpertemperatur kommen. Zuclopenthixol kann den Abbau trizyklischer Antidepressiva verändern und ihren Spiegel erhöhen, die Folgen sind nicht vorhersehbar; Vorsicht ist auch zusammen mit MAO-Hemmern geboten. Biperiden und andere anticholinerge Mittel gegen Parkinson-Beschwerden können die Wirkung von Zuclopenthixol abschwächen. [1, 2]

Wechselwirkungen von Zuclopenthixol
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Schmerzmittel, Schlafmittel, Beruhigungsmittel oder andere dämpfende ArzneimittelVerstärkte Müdigkeit, Benommenheit und Atemstörungen möglich[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin (Diphenylhydantoin), Rifampicin, Griseofulvin, Doxycyclin; RauchenDer Blutspiegel von Zuclopenthixol kann durch schnelleren Abbau sinken[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Mittel, die den Zuclopenthixol-Spiegel erhöhen können, laut Fachinformation z. B. Hemmstoffe des Enzyms CYP2D6Höherer Blutspiegel von Zuclopenthixol möglich[1, 2]Vorsicht; Ärztin oder Arzt informieren
Blutdrucksenkende ArzneimittelIhre Wirkung kann verstärkt werden; die von Guanethidin, Clonidin und alpha-Methyldopa kann dagegen abgeschwächt werden[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Propranolol, Chloramphenicol, Pille zur Empfängnisverhütung (Ovulationshemmer)Die Blutspiegel beider Mittel können steigen[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Dopaminagonisten (z. B. Levodopa); laut Fachinformation auch adrenerge ArzneistoffeIhre Wirkung kann abgeschwächt werden[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Pentetrazol (Mittel gegen niedrigen Blutdruck)Krampfanfälle können ausgelöst werden[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Anticholinergika und andere anticholinerg wirkende Mittel; anticholinerge Parkinsonmittel wie BiperidenAnticholinerge Wirkungen wie Mundtrockenheit, verschwommenes Sehen, Verwirrtheit, Darmträgheit und Harnverhalten können sich verstärken; Biperiden kann die Wirkung von Zuclopenthixol abschwächen[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Piperazinhaltige Wurmmittel und MetoclopramidErhöhtes Risiko für Bewegungsstörungen[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Bestimmte Antidepressiva (laut Fachinformation trizyklische Antidepressiva) und MAO-HemmerHöhere Blutspiegel der Antidepressiva, die Folgen sind nicht vorhersehbar; auch bei MAO-Hemmern ist Vorsicht geboten[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
LithiumSehr selten Vergiftungserscheinungen des Nervensystems mit Bewusstseinsstörungen und erhöhter Körpertemperatur; außerdem vermehrt Bewegungsstörungen, Müdigkeit, Zittern und Mundtrockenheit[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Adrenalin (Epinephrin)Gefäßerweiterung, Blutdruckabfall, beschleunigter Herzschlag[1, 2]Nicht zusammen geben
Polypeptid-Antibiotika (z. B. Capreomycin, Colistin, Polymyxin B)Eine zentrale Atemstörung kann verstärkt werden[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
GonadorelinDie Reaktion darauf kann wegen des erhöhten Prolaktinspiegels abgeschwächt sein[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Narkosemittel bei einer OperationAuf einen möglichen Blutdruckabfall muss sorgfältig geachtet werden; die Dosis des Narkosemittels oder dämpfender Stoffe ist unter Umständen zu verringern[1, 2]Vor einer Operation die Behandlung angeben
Arzneimittel, die das QT-Intervall verlängern (z. B. Antiarrhythmika der Klassen IA oder III, bestimmte Antibiotika wie Erythromycin, Malariamittel, einige Antihistaminika, bestimmte Neuroleptika oder Antidepressiva)Höheres Risiko für Herzrhythmusstörungen[1, 2]Gleichzeitige Anwendung vermeiden
AlkoholDie Wirkungen von Alkohol und Zuclopenthixol verstärken sich, der Blutdruck kann sinken[1, 2]Auf Alkohol verzichten

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen anwenden können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wie Psychopharmaka zusammenwirken, erklärt die Seite Psychopharmaka kombinieren; einen Überblick über alle Mittel, die Sie nehmen, gibt der Medikationsplan.

Wer Zuclopenthixol nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Zuclopenthixol darf nicht angewendet werden bei einer Überempfindlichkeit gegen Zuclopenthixol, verwandte Stoffe (Thioxanthene und Phenothiazine) oder einen der sonstigen Bestandteile, bei akuten Vergiftungen durch Alkohol, Schlafmittel, Schmerzmittel oder Psychopharmaka, bei Kreislaufschock oder Koma, bei einem Nebennierentumor (Phäochromozytom), bei Veränderungen des Blutbilds und bei einer verminderten Leistung der Blutbildung. [1, 2]

Wegen der Spritze in einen Muskel dürfen die Injektionslösungen laut ihren Packungsbeilagen außerdem nicht angewendet werden bei einer schweren Blutgerinnungsstörung und bei einer Behandlung mit Mitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulanzien). [5, 6]

Besondere Vorsicht gilt unter anderem bei Leber- oder Nierenschäden, schweren Herzkrankheiten, einem Brusttumor oder anderen prolaktinabhängigen Tumoren, stark erniedrigtem oder erhöhtem Blutdruck, Erkrankungen des Gehirns und früheren Krampfanfällen, der Parkinsonschen Krankheit, grünem Star (Glaukom), Harnverhalten oder einer vergrößerten Prostata, einem erhöhten Schlaganfallrisiko und Blutgerinnseln in den Venen bei Ihnen oder Verwandten. [1, 2]

Nicht anwenden bei

  • Allergie gegen Zuclopenthixol oder verwandte Stoffe (Thioxanthene und Phenothiazine) oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Akute Vergiftung durch Alkohol, Schlafmittel, Schmerzmittel oder Psychopharmaka[1, 2]
  • Kreislaufschock oder Koma[1, 2]
  • Nebennierentumor (Phäochromozytom)[1, 2]
  • Veränderungen des Blutbildes oder verminderte Leistung der Blutbildung (des hämatopoetischen Systems)[1, 2]
  • Nur Injektionslösungen (Spritze in einen Muskel): schwere Blutgerinnungsstörung oder Behandlung mit Mitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulanzien, z. B. Phenprocoumon, Warfarin)[5, 6]

Besondere Vorsicht bei

  • Leber- oder Nierenschädigung[1, 2]
  • Schwere Herzkrankheit, besonders bedeutsame Herzrhythmusstörungen (z. B. Torsade de Pointes, angeborenes QT-Syndrom), vorgeschädigtes Herz oder gleichzeitige Einnahme von Mitteln, die das QT-Intervall verlängern: regelmäßige Überwachung der Herzfunktion; bei älteren Menschen und vorgeschädigtem Herzen können Störungen der Erregungsleitung auftreten[1, 2]
  • Wie bei anderen Neuroleptika kann es in seltenen Fällen zu Herzrhythmusstörungen (QT-Zeit-Verlängerung, Kammerflimmern, Kammertachykardie, Torsade de Pointes) und zu plötzlichen, lebensbedrohlichen Ereignissen ohne geklärte Ursache kommen[2]
  • Brusttumor oder andere prolaktinabhängige Tumoren: Zuclopenthixol kann die Ausschüttung von Prolaktin erhöhen, etwa ein Drittel menschlicher Brusttumoren ist in Gewebekulturen prolaktinempfindlich[1, 2]
  • Stark erniedrigter oder erhöhter Blutdruck oder Kreislaufstörungen beim plötzlichen Aufstehen[1, 2]
  • Erkrankungen des Gehirns, organische Hirnschäden oder frühere Krampfanfälle: Zuclopenthixol senkt die Krampfschwelle; regelmäßige EEG-Kontrollen werden empfohlen, eine bestehende Behandlung gegen Krampfanfälle sollte nicht unterbrochen werden[1, 2]
  • Parkinsonsche Krankheit[1, 2]
  • Grüner Star (Glaukom), Harnverhalten oder vergrößerte Prostata: vorsichtig dosieren, weil anticholinerge Wirkungen diese Leiden verstärken können[1, 2]
  • Lichtempfindlichkeit: Während der Behandlung längere oder starke Sonnenbestrahlung vermeiden[1, 2]
  • Schluckbeschwerden können als Folge von Bewegungsstörungen, Schläfrigkeit, vermehrtem Speichelfluss oder einem malignen neuroleptischen Syndrom auftreten; laut Fachinformation können sie zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie einer Lungenentzündung durch eingeatmete Nahrung (Aspirationspneumonie) und Ersticken führen[1, 2]
  • Nieren- oder Herzschädigung oder eingeschränkte Gehirnfunktion: häufiger Blutdruckabfall, deshalb sorgfältige Überwachung[1, 2]
  • Spätdyskinesien: Mittel gegen Parkinson-Beschwerden lindern sie laut Fachinformation nicht und könnten sie verschlechtern; empfohlen wird eine niedrigere Dosis oder, wenn möglich, das Absetzen[2]
  • Ältere Menschen mit Demenz: Laut Fachinformation ist unter konventionellen Antipsychotika das Sterblichkeitsrisiko leicht erhöht; deshalb prüft die Ärztin oder der Arzt im Einzelfall, ob Zuclopenthixol bei Verhaltensstörungen im Zusammenhang mit einer Demenz angewendet werden soll[1, 2]
  • Erhöhtes Schlaganfallrisiko oder vorübergehende Verringerung der Blutversorgung des Gehirns: In Studien mit einigen atypischen Antipsychotika bei Menschen mit Demenz war das Risiko für Ereignisse an den Hirngefäßen erhöht[1, 2]
  • Venöse Thrombosen (Blutgerinnsel) bei Ihnen oder Verwandten in der Vorgeschichte: Antipsychotika werden mit Blutgerinnseln in Verbindung gebracht; Risikofaktoren werden vor und während der Behandlung ermittelt[1, 2]
  • Kinder und Jugendliche: nicht empfohlen, da keine ausreichenden wissenschaftlichen Erfahrungen vorliegen[1, 2]
  • Die Filmtabletten enthalten Milchzucker (Lactose) und hydriertes Rizinusöl, das Magenverstimmung und Durchfall hervorrufen kann; bei Unverträglichkeit bestimmter Zucker erst nach Rücksprache einnehmen. Die Tropfen enthalten Alkohol (14,2 Vol.-Prozent)[1, 2]
  • Ein Schwangerschaftstest kann während der Behandlung falsch positiv ausfallen[1, 2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Schwangerschaft

Es liegen keine ausreichenden Daten und Erfahrungen vor, die die Sicherheit in der Schwangerschaft belegen. Zuclopenthixol sollte in der Schwangerschaft, besonders im letzten Drittel, nur angewendet werden, wenn die Ärztin oder der Arzt die Behandlung nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko für erforderlich hält; laut Fachinformation nur bei zwingender Indikation. Thioxanthene gelangen über die Plazenta zum Kind. Bei Neugeborenen, deren Mütter Zuclopenthixol in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft einnahmen, können Zittern, Muskelsteifheit und/oder Muskelschwäche, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen auftreten; entwickelt Ihr Baby eines dieser Symptome, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Laut Fachinformation sollten Neuroleptika in den letzten Schwangerschaftswochen möglichst niedrig dosiert werden, um rückbildungsfähige Nebenwirkungen beim Neugeborenen wie eine Gelbsucht durch Gallestau zu vermeiden.[1, 2]

Laut Embryotox ist der Erfahrungsumfang mittel: Etwa 300 dokumentierte Schwangerschaften mit Einnahme im ersten Schwangerschaftsdrittel, überwiegend aus einer großen multinationalen Registerstudie, ergaben dort keine Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko, kleinere Untersuchungen waren uneinheitlich; für eine genaue Risikobewertung reichen die Erfahrungen nicht aus. Bei Einnahme von Antipsychotika bis zur Entbindung ist das Risiko für Anpassungsstörungen beim Neugeborenen erhöht, mit Beschwerden an Atmung, Nervensystem, Magen-Darm-Trakt und Kreislauf; die Entbindung sollte in einer Klinik mit Neugeborenenmedizin erfolgen, nach Anwendung im ersten Schwangerschaftsdrittel sollte eine weiterführende Ultraschalluntersuchung angeboten werden. Bietet Zuclopenthixol im Einzelfall eindeutig therapeutische Vorteile, ist die Anwendung laut Embryotox in der gesamten Schwangerschaft akzeptabel, bei dringender Indikation auch eine Akutbehandlung mit dem Kurzzeitdepot Zuclopenthixolacetat; ein plötzlicher starker Blutdruckabfall bei der Schwangeren sollte dabei vermieden werden. Bei einer Neueinstellung sollten laut Embryotox besser erprobte Antipsychotika vorgezogen werden: Besser geeignete Alternativen sind bei den konventionellen Antipsychotika Haloperidol und, wenn eine Behandlung mit atypischen Antipsychotika möglich ist, Quetiapin, gegebenenfalls auch Risperidon oder Aripiprazol. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Der Wirkstoff geht in die Muttermilch über; bei notwendiger Behandlung sollten Sie nicht stillen. Laut Fachinformation liegen unzureichende Erfahrungen mit der Anwendung in der Stillzeit vor.[1, 2]

Laut Embryotox liegen veröffentlichte Erfahrungen zu sieben Mutter-Kind-Paaren vor; bei den gestillten Kindern wurden bisher keine Beschwerden berichtet. Stillen ist laut Embryotox bei alleiniger Einnahme (Monotherapie) und guter Beobachtung des Kindes unter Vorbehalt akzeptabel. Treten beim Kind anders nicht erklärbare Beschwerden wie Schläfrigkeit (Sedierung), Trinkschwäche oder Unruhe neu auf, sollten eine Kinderärztin oder ein Kinderarzt und Embryotox kontaktiert werden.[3]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Alkohol

Vermeiden Sie während der Behandlung Alkohol: Die Wirkungen von Alkohol und Zuclopenthixol verstärken sich, der Blutdruck kann sinken, und die Verkehrstüchtigkeit verschlechtert sich zusätzlich.[1, 2]

Autofahren und Maschinen

Während der Behandlung können Müdigkeit, Schwindel und Schwächegefühl auftreten und Reaktionsvermögen und Urteilskraft vermindern. Laut Packungsbeilage dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen, keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen bedienen und nicht ohne sicheren Halt arbeiten. Zu Beginn der Behandlung kann bei manchen Menschen auch die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sein.[1, 2]

Anwendung

Die Tabletten nicht im Liegen einnehmen, sondern unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit, vorzugsweise einem Glas Trinkwasser. Die Tagesdosis kann auf Anweisung der Ärztin oder des Arztes als Einmaldosis abends eingenommen oder auf 2 bis 3 Einzeldosen verteilt werden; die Filmtabletten zu 10 mg und 25 mg sind laut Fachinformation nicht zur Teilung vorgesehen. Die Tropfen können in Wasser verdünnt oder Speisen und Getränken beigemischt werden.[1, 2]

Einnahme vergessen: nicht die doppelte Menge einnehmen, sondern die Behandlung mit der verordneten Dosis fortsetzen. Zuclopenthixol kann nur sicher und ausreichend wirken, wenn es regelmäßig eingenommen wird.[1]

Nehmen Sie ohne Wissen Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes keine anderen Arzneimittel ein, auch keine frei verkäuflichen.[2]

Absetzen

Plötzliches Absetzen kann Entzugserscheinungen hervorrufen, am häufigsten Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Durchfall, laufende Nase, Schwitzen, Muskelschmerzen, Hautkribbeln, Schlaflosigkeit, Unruhe, Angst und gesteigerter Bewegungsdrang, außerdem Schwindel, wechselndes Wärme- und Kältegefühl und Zittern. Die Beschwerden beginnen im Allgemeinen 1 bis 4 Tage nach dem Absetzen und klingen innerhalb von 7 bis 14 Tagen ab. Besprechen Sie unangenehme Nebenwirkungen unverzüglich mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, auch welche Gegenmaßnahmen es gibt und ob andere Arzneimittel infrage kommen; ob und wie die Behandlung beendet wird, entscheiden Sie gemeinsam.[1, 2]

Überdosierung

Mögliche Anzeichen sind Müdigkeit, Blutdruckabfall, schneller Herzschlag, Muskelverkrampfungen, Gangunsicherheit und Desorientiertheit; laut Fachinformation auch mehr oder weniger tiefe Bewusstlosigkeit, verlangsamte Atmung (Atemdepression), Kreislaufkollaps, Störungen des Wärmehaushalts, enge oder weite Pupillen, motorische Unruhe, erhöhte Krampfbereitschaft und Bewegungsstörungen. Verständigen Sie sofort den Notruf 112 oder einen Giftnotruf.[1, 2]

Zur Rechtslage beim Fahren: Nach § 316 StGB macht sich strafbar, wer ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, es sicher zu führen, auch bei Fahrlässigkeit. Die Medikamentenklausel in § 24a Abs. 4 StVG betrifft die dort und in der Anlage zu dieser Vorschrift genannten Substanzen, etwa Amfetamin oder Morphin, wenn sie aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels stammen. Mehr dazu auf der Seite Psychopharmaka und Autofahren. [11, 12, 13]

Unter der Behandlung kann ein Schwangerschaftstest falsch positiv ausfallen. Setzen Sie Zuclopenthixol nicht selbst ab, wenn Sie schwanger werden; das Vorgehen besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Hintergründe: Schwangerschaft und Kinderwunsch, Stillzeit und Psychopharmaka und Alkohol. [1, 2]

Einnahme und Absetzen

Was Packungsbeilage und Fachinformation zur Einnahme der Filmtabletten und Tropfen und zu einer vergessenen Einnahme sagen, steht in der Übersicht zum Alltag. Plötzliches Absetzen kann Entzugserscheinungen hervorrufen, etwa Übelkeit, Schlaflosigkeit, Unruhe und Angst; sie beginnen im Allgemeinen 1 bis 4 Tage nach dem Absetzen und klingen innerhalb von 7 bis 14 Tagen ab. Ein bestimmtes Vorgehen beim Beenden der Behandlung beschreiben Packungsbeilage und Fachinformation nicht. [1, 2]

Absetzen und ein Wechsel auf ein anderes Mittel geschehen immer gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Was beim Beenden einer Behandlung mit Antipsychotika wichtig ist, erklärt die Seite Antipsychotika absetzen; mögliche Beschwerden beschreibt Absetzsymptome. [1]

Dosierung laut Packungsbeilage und Fachinformation

Die Angaben sind Durchschnittswerte und unterscheiden sich nach Anwendungsgebiet, Darreichungsform und Stärke. Die Angabe in Klammern hinter dem Anwendungsgebiet, etwa "(Filmtabletten 2 mg)", nennt die Darreichungsform und Stärke, für die eine Zeile gilt. Für die Depotspritzen stehen hier keine Angaben. Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. [1, 2]

Präparate mit Zuclopenthixol

Präparate mit Zuclopenthixol
PräparatAnbieterHinweis
Ciatyl-ZH. Lundbeck A/S (Zulassungsinhaber), Mitvertrieb Lundbeck GmbHverschreibungspflichtig; Filmtabletten 2 mg, 10 mg und 25 mg, Tropfen 20 mg/ml; Grundlage dieser Seite (Filmtabletten 10 mg)
Ciatyl-Z DepotH. Lundbeck A/S (Zulassungsinhaber), Mitvertrieb Lundbeck GmbHverschreibungspflichtig; Depot-Injektionslösung 200 mg/ml mit Zuclopenthixoldecanoat zur Spritze in einen Muskel
Ciatyl-Z AcuphaseH. Lundbeck A/S (Zulassungsinhaber), Mitvertrieb Lundbeck GmbHverschreibungspflichtig; schnell freisetzende Depot-Injektionslösung 50 mg/ml mit Zuclopenthixolacetat zur Spritze in einen Muskel

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Ciatyl-Z 10 mg Filmtabletten. H. Lundbeck A/S (Zulassungsinhaber), Mitvertrieb Lundbeck GmbH. Stand 03/2026. abgerufen am 22.10.2026
  2. Fachinformation Ciatyl-Z 2 mg/10 mg/25 mg Filmtabletten, Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml. H. Lundbeck A/S (Zulassungsinhaber), Mitvertrieb Lundbeck GmbH. Stand 03/2026. abgerufen am 22.10.2026
  3. Embryotox: Zuclopenthixol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 22.10.2026
  4. Gesetz Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Zuclopenthixol und seine Ester. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 22.10.2026
  5. Gebrauchsinformation Ciatyl-Z Depot 200 mg/ml Injektionslösung. H. Lundbeck A/S (Pharmazeutischer Unternehmer), Mitvertrieb Lundbeck GmbH. Stand 03/2026. abgerufen am 23.10.2026
  6. Gebrauchsinformation Ciatyl-Z Acuphase 50 mg/ml Injektionslösung. H. Lundbeck A/S (Pharmazeutischer Unternehmer), Mitvertrieb Lundbeck GmbH. Stand 03/2026. abgerufen am 23.10.2026
  7. Gesetz § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): 0,5 Promille-Grenze, Tetrahydrocannabinol-Grenzwert. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
  8. Gesetz Anlage zu § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): Liste der berauschenden Mittel und Substanzen. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
  9. Gesetz § 316 Strafgesetzbuch (StGB): Trunkenheit im Verkehr. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026

Häufige Fragen

Was ist Zuclopenthixol?

Zuclopenthixol ist ein verschreibungspflichtiges Antipsychotikum (Neuroleptikum) aus der Gruppe der Thioxanthene. Die Fachinformation ordnet es als mittelpotentes Neuroleptikum mit ausgeprägter antipsychotischer Wirkung ein; es wirkt unter anderem auf Wahn, Halluzinationen, Aggressivität und Erregtheit und deutlich auf manische Beschwerden. Zugelassen ist es je nach Darreichungsform bei Schizophrenie, Manie und bestimmten Erregungszuständen.

Was ist Zuclopenthixolacetat und was Zuclopenthixoldecanoat?

Beides sind Formen des Wirkstoffs für eine Spritze in den Muskel. Zuclopenthixoldecanoat ist laut Packungsbeilage eine Depot-Injektionslösung zur Langzeitbehandlung bestimmter Psychoseformen, nur wenn eine entsprechende Behandlung mit einem Neuroleptikum zum Einnehmen nicht möglich ist. Zuclopenthixolacetat ist eine schnell freisetzende Depot-Formulierung und darf nur zur einleitenden Behandlung angewendet werden. Im Körper werden beide laut Embryotox zum Wirkstoff Zuclopenthixol umgewandelt; die übrigen Angaben auf dieser Seite beziehen sich auf Filmtabletten und Tropfen.

Welche Nebenwirkungen hat Zuclopenthixol?

Am stärksten ausgeprägt sind die Nebenwirkungen laut Fachinformation in der frühen Behandlungsphase, danach nehmen sie in der Regel ab. Sehr häufig sind Bewegungsstörungen wie Muskelverspannungen, Parkinson-ähnliche Beschwerden und Sitzunruhe, außerdem Müdigkeit, Schwindel, Mundtrockenheit und Störungen beim Scharfstellen der Augen. Die vollständige Liste nach Häufigkeit steht auf dieser Seite.

Gibt es Zuclopenthixol als Tropfen?

Ja, als Tropfen 20 mg/ml zum Einnehmen. Sie können laut Fachinformation in Wasser verdünnt oder Speisen und Getränken beigemischt werden. Die Tropfen enthalten Alkohol (14,2 Vol.-%); die geringe Alkoholmenge hat laut Fachinformation keine wahrnehmbaren Auswirkungen. Ihre Anwendungsgebiete entsprechen denen der Filmtabletten zu 10 mg.

Wie wird Zuclopenthixol dosiert?

Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest; sie wird je nach Art und Schwere der Erkrankung in sehr unterschiedlicher Höhe festgesetzt. Die Durchschnittswerte aus Packungsbeilage und Fachinformation stehen im Abschnitt zur Dosierung, getrennt nach Anwendungsgebiet und Darreichungsform. Die Tagesdosis kann auf ärztliche Anweisung abends auf einmal eingenommen oder auf 2 bis 3 Einzeldosen verteilt werden.

Darf ich mit Zuclopenthixol Auto fahren?

Laut Packungsbeilage nicht: Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen, weil Müdigkeit, Schwindel und ein Schwächegefühl auftreten und Reaktionsvermögen und Urteilskraft vermindern können. Auch elektrische Werkzeuge und Maschinen dürfen Sie nicht bedienen, und arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt. Alkohol verschlechtert die Verkehrstüchtigkeit zusätzlich.

Nimmt man mit Zuclopenthixol zu?

Das ist möglich: Gewichtszunahme und mehr Appetit gehören laut Packungsbeilage zu den häufigen Nebenwirkungen, sie können also bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen. Ebenfalls häufig ist Appetitverlust, gelegentlich ein Gewichtsverlust. Selten können Blutzucker und Blutfette steigen. Sprechen Sie Veränderungen bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an.

Was passiert, wenn ich Zuclopenthixol plötzlich absetze?

Plötzliches Absetzen kann Entzugserscheinungen hervorrufen, am häufigsten Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Durchfall, laufende Nase, Schwitzen, Muskelschmerzen, Hautkribbeln, Schlaflosigkeit, Unruhe, Angst und gesteigerten Bewegungsdrang. Sie beginnen im Allgemeinen 1 bis 4 Tage nach dem Absetzen und klingen innerhalb von 7 bis 14 Tagen ab. Ob und wie die Behandlung endet, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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