MedikamenteWirkstoff
Biperiden
Biperiden ist ein verschreibungspflichtiges Anticholinergikum, zugelassen bei allen Formen des Parkinsonismus einschließlich der Parkinson-Krankheit und bei Bewegungsstörungen, die durch Arzneimittel ausgelöst werden, vor allem durch Neuroleptika. Bekannt ist der Wirkstoff unter anderem als Akineton. Biperiden kann müde und schwindelig machen und die Wirkung von Alkohol verstärken; können Sie die Blase nicht entleeren, informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Wofür wird Biperiden eingesetzt?
Biperiden ist laut Fachinformation bei allen Formen des Parkinsonismus zugelassen und bei Bewegungsstörungen, die durch Arzneimittel ausgelöst werden (medikamentös bedingte extrapyramidale Symptome). Als solche Bewegungsstörungen nennt die Fachinformation unter anderem Parkinson-ähnliche Beschwerden (Parkinsonoid), Bewegungsunruhe (Akathisie) und akute Muskelverkrampfungen (akute Dystonien). Die Packungsbeilage nennt die Parkinson-Krankheit und Beschwerden, die durch bestimmte Arzneimittel ausgelöst werden, insbesondere durch Neuroleptika, also Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen. [1, 4]
Neuroleptika ist laut S3-Leitlinie Schizophrenie (Version 5.0, Stand 13.06.2026, gültig bis 12.07.2027) die traditionelle Bezeichnung für Antipsychotika. Was die Bewegungsstörungen ausmacht, beschreibt die Leitlinie so: Frühdyskinesien oder Frühdystonien sind unwillkürliche Verkrampfungen verschiedener Muskelgruppen, meist an Hals, Nacken, Augen und Rumpf. Ein Parkinsonoid zeigt sich unter anderem durch verlangsamte Bewegungen, Muskelsteifigkeit, Zittern und einen kleinschrittigen, unsicheren Gang. Eine Akathisie ist eine Bewegungsunruhe vor allem in den Beinen mit innerer Anspannung. Solche akuten Bewegungsstörungen treten laut Leitlinie in der Regel in den ersten Tagen und Wochen einer Behandlung mit Antipsychotika auf. Mehr unter Bewegungsstörungen und innere Unruhe (Akathisie). [13, 14]
Die 4-mg-Tabletten von Biperiden-neuraxpharm sind zusätzlich bei anderen Bewegungsstörungen zugelassen, etwa bei Muskelverkrampfungen, die den ganzen Körper oder einzelne Körperregionen betreffen (generalisierte und segmentale Dystonien), beim Meige-Syndrom, bei Lidkrampf (Blepharospasmus) und beim Schiefhals (Torticollis spasmodicus). [4]
Bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre sind die Erfahrungen laut Packungsbeilage begrenzt; sie beziehen sich vor allem auf die zeitlich befristete Anwendung bei anhaltenden Muskelverkrampfungen, die etwa durch Neuroleptika oder durch Metoclopramid, ein Mittel gegen Übelkeit, ausgelöst werden. Eine Dosierung nennt die Packungsbeilage für Kinder und Jugendliche von 3 bis 15 Jahren mit solchen Bewegungsstörungen. Mehr unter Psychopharmaka bei Kindern und Jugendlichen. [1, 4]
Bei einer Schizophrenie sind laut S3-Leitlinie bei Bewegungsstörungen durch Antipsychotika eine geringere Dosis, eine Umstellung oder in bestimmten Fällen das Absetzen des auslösenden Antipsychotikums die erste Behandlungsmöglichkeit; andere Behandlungen kommen erst zum Einsatz, wenn das nicht erfolgreich oder nicht möglich ist. Frühdyskinesien bessern sich laut Leitlinie in der Regel gut auf ein Anticholinergikum, in Deutschland vor allem Biperiden; als Injektion wirken Anticholinergika oft rascher als zum Einnehmen. Die Akathisie nennt die Fachinformation unter den Anwendungsgebieten. Laut S3-Leitlinie werden niedrig dosierte Anticholinergika wie Biperiden bei Akathisie in der Literatur diskutiert, gut gemachte Studien dazu fehlen aber, und die Belege für diese in der Klinik häufig genutzte Behandlung sind gering. [4, 13]
Wie wirkt Biperiden?
Biperiden ist ein Anticholinergikum und gehört zu den Mitteln gegen die Parkinson-Krankheit (Antiparkinsonmittel). Laut Fachinformation wirkt es vorwiegend im zentralen Nervensystem; seine Wirkung im übrigen Körper ist im Vergleich zu Atropin gering. Es bindet an Andockstellen des Botenstoffs Acetylcholin, die Muskarin-Rezeptoren, vor allem an den Typ M1. [1, 4]
Bei der Parkinson-Krankheit besteht laut Fachinformation in bestimmten Hirnbereichen (Basalganglien) ein Mangel an dem Botenstoff Dopamin, weil Nervenzellen zugrunde gehen. Ähnliche Beschwerden durch Neuroleptika werden ebenfalls auf eine Störung der Übertragung durch Dopamin in diesen Hirnbereichen zurückgeführt. In beiden Fällen ist dort das Gleichgewicht zwischen den Funktionen von Dopamin und Acetylcholin gestört; die relative Überfunktion des Acetylcholin-Systems kann Biperiden dämpfen. Laut Packungsbeilage beeinflusst es Erkrankungen, die zu Störungen im Bewegungsablauf führen können, etwa zu Problemen beim Gehen und zu Zittern der Hände. [1, 4]
Nach der Einnahme wird Biperiden schnell aufgenommen; die höchste Konzentration im Blut ist laut Fachinformation nach 1 bis 2 Stunden erreicht. Die Halbwertszeit, also die Zeit, in der sich der Spiegel im Blut halbiert, lag bei jungen Gesunden nach einmaliger Einnahme bei 11 bis 24 Stunden, bei regelmäßiger Einnahme bei etwa 25 Stunden. In einer Vergleichsstudie hatten ältere Menschen deutlich höhere Wirkstoffmengen im Blut und eine längere Halbwertszeit als Jüngere. Biperiden wird fast vollständig abgebaut; die Abbauprodukte werden über Harn und Stuhl ausgeschieden. [4]
Nicht zu verwechseln ist Biperiden mit dem ähnlich klingenden Wirkstoff Benperidol.
Wann wirkt Biperiden und wie lange wird behandelt?
Die Behandlung sollte laut Packungsbeilage mit der niedrigsten möglichen Dosis beginnen, die dann bis zur günstigsten Dosis gesteigert wird. Bei älteren Menschen und bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion ist eine vorsichtige Dosierung erforderlich. Nebenwirkungen treten besonders zu Beginn der Behandlung und bei zu rascher Dosissteigerung auf. [1, 4]
Einen Zeitpunkt für den Wirkungseintritt nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Die höchste Konzentration im Blut ist nach 1 bis 2 Stunden erreicht; für Fälle, in denen die Wirkung rasch eintreten muss, steht laut Fachinformation eine Injektionslösung zur Verfügung. [4]
Wie lange behandelt wird, bestimmt laut Packungsbeilage die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt. Die Dauer kann von einer kurzfristigen Gabe, etwa bei Bewegungsstörungen durch Arzneimittel, bis zur Dauerbehandlung reichen, etwa bei der Parkinson-Krankheit. Bei einer Schizophrenie sollte die Gabe von Anticholinergika gegen Frühdyskinesien laut S3-Leitlinie so rasch wie möglich beendet werden. Wegen der kognitiven Nebenwirkungen von Anticholinergika sollte eine anticholinerge Begleitbehandlung laut Leitlinie nicht vorbeugend oder langfristig erfolgen; Biperiden kann laut Packungsbeilage zum Beispiel Gedächtnisstörungen hervorrufen. [1, 13]
Mehr zur Dauer unter Wie lange werden Psychopharmaka genommen? und zu den ersten Wochen unter Die ersten Wochen mit einem Psychopharmakon.
- BeginnDie Behandlung beginnt laut Fachinformation mit der niedrigsten Dosis, die dann bis zur passenden Dosis gesteigert wird; bei älteren Menschen und bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion langsam und vorsichtig. Nebenwirkungen treten besonders zu Beginn der Behandlung und bei zu rascher Dosissteigerung auf.[1, 4]
- Erste WirkungBiperiden wird schnell aufgenommen; die höchste Konzentration im Blut ist laut Fachinformation nach 1 bis 2 Stunden erreicht. Muss die Wirkung rasch eintreten, steht eine Injektionslösung zur Verfügung.[4]
- ErhaltungDie Dauer richtet sich nach Art und Verlauf der Erkrankung und reicht von einer kurzfristigen Gabe, zum Beispiel bei durch Arzneimittel ausgelösten Bewegungsstörungen, bis zur Dauerbehandlung, zum Beispiel bei der Parkinson-Krankheit.[1, 4]
- AbsetzenDie Behandlung sollte laut Fachinformation schrittweise beendet werden. Außer bei lebensbedrohlichen Komplikationen ist ein plötzliches Absetzen wegen der Gefahr überschießender Gegenreaktionen des Körpers zu vermeiden. Wann und wie, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[1, 4]
Nebenwirkungen im Blick
In der Nebenwirkungsliste der Packungsbeilage sind alle Nebenwirkungen mit Häufigkeitsangabe selten oder sehr selten. Sie treten besonders zu Beginn der Behandlung und bei zu rascher Dosissteigerung auf. Selten sind Müdigkeit, Schwindelgefühl, Benommenheit und Gedächtnisstörungen, eine Beeinflussung der Schlafphasen, Mundtrockenheit, Magenbeschwerden, Übelkeit, Pulsbeschleunigung und Muskelzuckungen. [1, 4]
Bei höheren Dosen sind selten Unruhe, gesteigerte Erregbarkeit, Angst, Verwirrtheit, Sinnestäuschungen (delirante Syndrome und Halluzinationen) und Schlaflosigkeit möglich; sehr selten sind Nervosität und eine unnatürlich gehobene Stimmung (Euphorie). Bei Menschen mit Hirnleistungsstörungen ist eine zentral erregende Wirkung laut Packungsbeilage häufig und kann eine Verringerung der Dosis erzwingen. Bei einer Schizophrenie weist die S3-Leitlinie darauf hin, dass sich psychotische Beschwerden unter Anticholinergika akut verschlechtern können. [1, 4, 13]
Sehr selten sind Sehstörungen und eine Pupillenerweiterung mit Lichtempfindlichkeit; ein grüner Star (Engwinkelglaukom) kann auftreten, und der Augeninnendruck sollte deshalb regelmäßig kontrolliert werden. Ebenfalls sehr selten sind Störungen der Harnentleerung, vor allem bei vergrößerter Vorsteherdrüse (Prostata-Adenom), und eine Harnverhaltung, außerdem Verstopfung, ein verlangsamter Herzschlag, eine verminderte Schweißabsonderung, Kopfschmerzen, unwillkürliche Bewegungen, Störungen der Bewegungskoordination und Sprachstörungen, eine erhöhte Krampfbereitschaft und Krampfanfälle sowie Überempfindlichkeitsreaktionen und allergische Hautausschläge. Wie häufig eine Schwellung oder Entzündung der Speicheldrüsen vorkommt, ist nicht bekannt. Missbrauch und Abhängigkeit wurden vereinzelt beobachtet; mehr dazu unter Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft. [1, 4]
Nebenwirkungen im Blick
Höchste Häufigkeitsangabe der Produktinformation für Beschwerden, nach denen bei Psychopharmaka oft gefragt wird.
- MüdigkeitSelten
- SchlafstörungenSelten
- Unruhe und NervositätSelten
- Gewichtszunahmenicht genannt
- Weniger oder veränderte Lust auf Sexnicht genannt
- Erektionsstörungennicht genannt
- MundtrockenheitSelten
- Vermehrtes Schwitzennicht genannt
- ÜbelkeitSelten
- SchwindelSelten
- Zitternnicht genannt
- BewegungsstörungenSehr selten
- Herzrhythmus und QT-Zeitnicht genannt
- Natriummangelnicht genannt
- Abhängigkeitnicht genannt
- Sitzunruhe (Akathisie)nicht genannt
"Nicht genannt" heißt: Die Produktinformation führt die Beschwerde nicht als Nebenwirkung mit Häufigkeitsangabe auf; Hinweise ohne Häufigkeit stehen im Text der Seite. Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht. Alle Nebenwirkungen von Biperiden nach Häufigkeit auf Med-Nebenwirkungen.de.
Nebenwirkungen
Die Produktinformation von Biperiden nennt keine Nebenwirkung als häufig oder sehr häufig.
Alle Nebenwirkungen von Biperiden nach Häufigkeit auf Med-Nebenwirkungen.de
Was Angaben wie "selten" oder "sehr selten" bedeuten, zeigt der Häufigkeits-Übersetzer. Ausführlicher zu einzelnen Beschwerden: Müdigkeit, Bewegungsstörungen, Spätdyskinesien und innere Unruhe (Akathisie).
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Können Sie die Blase nicht entleeren (Harnverhaltung), muss laut Packungsbeilage sofort eine Ärztin oder ein Arzt informiert werden, weil eine Verringerung der Dosis oder ein Gegenmittel erforderlich sein kann. Bei Anzeichen einer Überdosierung wie weiten, trägen Pupillen, trockenen Schleimhäuten, Gesichtsröte, schnellem Herzschlag, Erregung, Verwirrtheit oder Sinnestäuschungen verständigen Sie sofort den Notruf 112 oder einen Giftnotruf. [1, 4]
Verstärken sich unwillkürliche Bewegungen, die durch Neuroleptika ausgelöst wurden, vor allem an Händen, Füßen und im Gesicht, etwa Schmatz- und Kaubewegungen, informieren Sie laut Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Laut Fachinformation können solche Spätdyskinesien (tardive Dyskinesien) durch Biperiden verstärkt werden. [1, 4]
Bei einer Schizophrenie ist eine Akathisie unter Antipsychotika laut S3-Leitlinie Schizophrenie von besonderer klinischer Bedeutung, weil sie mit einem erhöhten Risiko einer Suizidalität verbunden ist. Betroffene äußern sie oft nicht von sich aus; laut Leitlinie müssen solche Bewegungsstörungen deshalb aktiv erfragt werden. Spüren Sie eine starke innere Unruhe, sagen Sie es Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Haben Sie Gedanken, sich das Leben zu nehmen, sprechen Sie sofort mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder wenden Sie sich an eines der folgenden Hilfsangebote. [13]
Was Ihnen in einer Krise hilft und wen Sie anrufen können, lässt sich vorab im Krisenplan festhalten.
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Beenden Sie die Behandlung nicht eigenmächtig; sprechen Sie laut Packungsbeilage vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, etwa wenn Nebenwirkungen oder Änderungen Ihres Krankheitsbilds auftreten. Haben Sie den Eindruck, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke. [1]
Magen-Darm-Beschwerden lassen sich laut Packungsbeilage vermindern, wenn Sie die Tabletten unmittelbar nach den Mahlzeiten einnehmen. Eine ausgeprägte Mundtrockenheit lässt sich durch häufiges Trinken kleiner Flüssigkeitsmengen oder durch Kauen von zuckerfreiem Kaugummi bessern. Bestehen Blasenentleerungsstörungen, sollten Sie vor der Einnahme Ihre Blase entleeren. [1, 4]
Laut Packungsbeilage sollten Sie Ihren Augeninnendruck regelmäßig von der Augenärztin oder vom Augenarzt kontrollieren lassen. Für Menschen mit Parkinson-Krankheit ist laut Packungsbeilage aktive körperliche Bewegung besonders wichtig, etwa Gymnastik oder Schwimmen, abgestimmt auf die eigene Belastbarkeit. Beschwerden und Fragen können Sie im Stimmungs- und Nebenwirkungstagebuch notieren und mit den Fragen fürs Arztgespräch den nächsten Termin vorbereiten. [1]
Kontrollen während der Behandlung
Weil unter Biperiden ein grüner Star (Engwinkelglaukom) auftreten kann, sollte der Augeninnendruck laut Packungsbeilage und Fachinformation regelmäßig kontrolliert werden; Vorsicht ist laut Fachinformation auch bei einem schon bestehenden Glaukom geboten. Weitere regelmäßige Untersuchungen nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht. [1, 4]
| Untersuchung | Wann oder warum |
|---|---|
| Augeninnendruck | Regelmäßig während der Behandlung, weil ein grüner Star (Engwinkelglaukom) auftreten kann[1, 4] |
Welche Kontrollen bei Ihnen nötig sind und wie oft, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
Was bei Kontrollen während einer Behandlung mit Psychopharmaka üblich ist, erklärt die Seite Kontrollen während der Behandlung.
Wechselwirkungen
Zusammen mit anderen Arzneimitteln, die auf das Nervensystem wirken, etwa Psychopharmaka, Mitteln gegen Allergien (Antihistaminika), anderen Parkinsonmitteln und krampflösenden Mitteln (Spasmolytika), können sich die Nebenwirkungen verstärken. Mit Chinidin, einem Mittel gegen Herzrhythmusstörungen, können sich die Wirkungen auf Herz und Kreislauf verstärken. Levodopa und Biperiden zusammen können unwillkürliche Bewegungen (Dyskinesien) verstärken; bei Menschen mit Parkinson-Krankheit wurden mit Levodopa/Carbidopa tanzähnliche Bewegungsstörungen beobachtet. [1, 4]
Die Wirkung von Metoclopramid und ähnlich wirkenden Mitteln auf den Magen-Darm-Trakt wird abgeschwächt, und die Nebenwirkungen des starken Schmerzmittels Pethidin auf das Nervensystem können sich verstärken. Auch die Wirkungen von Alkohol können unter Biperiden verstärkt sein. [1, 4]
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| Andere auf das Nervensystem wirkende Mittel, etwa Psychopharmaka, Antihistaminika (Allergiemittel), Antiparkinsonmittel und krampflösende Mittel (Spasmolytika) | Die Nebenwirkungen können sich verstärken[1] | Ärztin, Arzt oder Apotheke informieren |
| Chinidin (gegen Herzrhythmusstörungen) | Verstärkung der Herz-Kreislauf-Wirkungen[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Levodopa (Parkinson-Mittel) | Unwillkürliche Bewegungen (Dyskinesien) können sich verstärken; zusammen mit Levodopa/Carbidopa wurden bei Parkinson-Krankheit tanzähnliche Bewegungen beobachtet[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Neuroleptika | Durch Neuroleptika ausgelöste unwillkürliche Bewegungen, etwa Schmatz- und Kaubewegungen, können verstärkt werden[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Metoclopramid und Mittel mit ähnlicher Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt | Ihre Wirkung wird abgeschwächt[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Pethidin (starkes Schmerzmittel) | Seine Nebenwirkungen auf das Nervensystem können verstärkt werden[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Alkohol | Die Wirkungen von Alkohol können verstärkt werden[1] | Während der Behandlung keinen Alkohol trinken |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen anwenden können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Was beim gleichzeitigen Einsatz mehrerer Psychopharmaka gilt, steht unter Psychopharmaka kombinieren.
Wer Biperiden nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Nicht anwenden bei
Besondere Vorsicht bei
- Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata-Adenom) mit Restharnbildung; Harnverhaltung oder Blasenentleerungsstörungen; bei bestehenden Blasenentleerungsstörungen vor der Einnahme die Blase entleeren[1]
- Erkrankungen, die zu beschleunigtem Herzschlag oder Herzrasen führen können[1]
- Krankhafte Muskelschwäche (Myasthenia gravis)[1]
- Erhöhte Krampfbereitschaft[1]
- Augeninnendruck: Lassen Sie ihn regelmäßig von der Augenärztin oder vom Augenarzt kontrollieren; laut Fachinformation ist auch bei einem bestehenden grünen Star (Glaukom) Vorsicht geboten[1, 4]
- Ausgeprägte Mundtrockenheit lässt sich durch häufiges Trinken kleiner Flüssigkeitsmengen oder durch Kauen von zuckerfreiem Kaugummi bessern[1, 4]
- Missbrauch und Abhängigkeit wurden vereinzelt beobachtet; das könnte mit der gelegentlich beobachteten Stimmungsaufhellung und unnatürlich gehobenen Stimmung zusammenhängen[1]
- Ältere Menschen: erhöhte Gefahr von Nebenwirkungen; bei bestimmten Hirnleistungsstörungen wählt die Ärztin oder der Arzt die passende Dosierung[1]
- Hirnleistungsstörungen: Eine zentral erregende Wirkung ist häufig und kann eine Verringerung der Dosis erforderlich machen[1]
- Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: begrenzte Erfahrungen, vor allem mit der zeitlich befristeten Anwendung bei arzneimittelbedingten anhaltenden Muskelverkrampfungen (Dystonien), etwa durch Neuroleptika oder Metoclopramid[1]
- Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Tabletten enthalten Lactose[1]
Ältere Menschen, besonders mit hirnorganischen Veränderungen, reagieren laut Fachinformation häufig schon auf übliche Dosen empfindlicher; die Gefahr von Nebenwirkungen ist laut Packungsbeilage erhöht, und eine vorsichtige Dosierung ist erforderlich. Mehr dazu unter Psychopharmaka im Alter. [1, 4]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Biperiden kann die Wirkungen von Alkohol verstärken. Die Packungsbeilage sagt deshalb: Trinken Sie während der Behandlung keinen Alkohol. Alkohol kann außerdem Müdigkeit, Schwindel und Benommenheit verstärken. Mehr dazu unter Psychopharmaka und Alkohol. [1, 4]
Wegen Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Schwindel und Benommenheit kann Biperiden laut Fachinformation auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen über die Einschränkung durch die Grunderkrankung hinaus beeinträchtigt wird. Das gilt verstärkt zusammen mit anderen zentral wirksamen Arzneimitteln, mit Anticholinergika und besonders mit Alkohol. Das sollten Sie laut Packungsbeilage beim Führen eines Fahrzeugs, beim Bedienen von Maschinen und bei anderen gefahrvollen Tätigkeiten berücksichtigen und vorab mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt klären. [1, 4] Nach § 316 StGB macht sich strafbar, wer im Verkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er wegen alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, es sicher zu führen; das gilt auch bei Fahrlässigkeit. [12] Die Ausnahme für bestimmungsgemäß eingenommene, für einen konkreten Krankheitsfall verschriebene Arzneimittel in § 24a Abs. 4 StVG bezieht sich nur auf bestimmte Ordnungswidrigkeiten nach § 24a StVG. [11] Mehr dazu unter Psychopharmaka und Autofahren.
Was die Packungsbeilage zu Schwangerschaft und Stillzeit sagt, steht in der Übersicht unten; für die Stillzeit empfiehlt die Fachinformation das Abstillen. Wenn Sie schwanger sind, stillen oder schwanger werden möchten, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Allgemeines unter Psychopharmaka in der Schwangerschaft und in der Stillzeit. [1, 4]
Missbrauch und Abhängigkeit von Biperiden wurden vereinzelt beobachtet. Die Packungsbeilage hält einen Zusammenhang mit der gelegentlich beobachteten Stimmungsaufhellung und unnatürlich gehobenen Stimmungslage für möglich; die Fachinformation führt die Berichte auf diese stimmungsaufhellende und euphorisierende Wirkung zurück. Nehmen Sie Biperiden immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein. Mehr dazu unter Machen Psychopharmaka abhängig? [1, 4]
Schwangerschaft
Mit der Anwendung von Biperiden in der Schwangerschaft liegen keine Erfahrungen vor; es soll deshalb nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko durch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt eingenommen werden.[1]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Biperiden kann die Milchbildung hemmen, und es ist anzunehmen, dass es in die Muttermilch übergeht. Es soll deshalb während der Stillzeit nicht angewendet werden, oder es soll abgestillt werden.[1]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Trinken Sie während der Behandlung keinen Alkohol, weil Biperiden die Wirkungen von Alkohol verstärken kann; Alkohol kann außerdem Müdigkeit, Schwindel und Benommenheit verstärken.[1]
Autofahren und Maschinen
Müdigkeit, Schwindel und Benommenheit können auftreten und sich durch Alkohol und bestimmte auf das Nervensystem wirkende Arzneimittel verstärken. Berücksichtigen Sie das beim Fahren, beim Bedienen von Maschinen und bei anderen gefahrvollen Tätigkeiten, und klären Sie es vorab mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[1]
Anwendung
Die Tagesdosis auf mehrere Einzeldosen aufteilen und gleichmäßig über den Tag verteilt einnehmen, mit ausreichend Flüssigkeit (zum Beispiel einem Glas Wasser), vorzugsweise während oder nach einer Mahlzeit; die Tabletten sind teilbar. Magen-Darm-Beschwerden lassen sich durch die Einnahme unmittelbar nach den Mahlzeiten vermindern.[1]
Einnahme vergessen: nicht die doppelte Menge nehmen, sondern die Behandlung mit der verordneten Dosis fortsetzen.[1]
Absetzen
Beenden Sie die Behandlung keinesfalls eigenmächtig, sondern sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, etwa wenn Nebenwirkungen oder Änderungen Ihres Krankheitsbilds auftreten. Außer bei lebensgefährlichen Komplikationen ist ein plötzliches Absetzen zu vermeiden; die Behandlung wird schrittweise beendet.[1]
Überdosierung
Eine Überdosierung zeigt sich laut Fachinformation wie eine Atropinvergiftung: weite, träge Pupillen, trockene Schleimhäute, Gesichtsröte, beschleunigter Herzschlag, Störungen der Darm- und Blasenentleerung, erhöhte Temperatur sowie Erregung, Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, Wahnvorstellungen und Sinnestäuschungen; bei schweren Vergiftungen drohen Kreislaufversagen und Atemstillstand. Bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort den Notruf 112 oder einen Giftnotruf verständigen.[1, 4]
Einnahme und Absetzen
Nehmen Sie Biperiden laut Packungsbeilage immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein. Wie Sie die Tabletten einnehmen und was bei einer vergessenen Einnahme gilt, steht oben im Abschnitt Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft. [1]
Beenden Sie die Behandlung keinesfalls eigenmächtig. Außer beim Auftreten lebensgefährlicher Komplikationen ist ein plötzliches Absetzen laut Packungsbeilage zu vermeiden, laut Fachinformation wegen der Gefahr überschießender Gegenreaktionen des Körpers; das Absetzen sollte schrittweise erfolgen. Absetzen und ein Wechsel auf ein anderes Mittel geschehen immer gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Ausführlich: Psychopharmaka absetzen. [1, 4]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die zitierte Packungsbeilage gehört zu Akineton 2 mg Tabletten. Sie nennt Anfangsdosis, übliche Dosis und Tageshöchstdosis bei der Parkinson-Krankheit sowie Tagesdosen bei durch Arzneimittel ausgelösten Bewegungsstörungen, für Erwachsene und für Kinder und Jugendliche von 3 bis 15 Jahren. Biperiden muss individuell dosiert werden; Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. [1]
Präparate mit Biperiden
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Akineton | Desma GmbH | Tabletten mit 2 mg (Grundlage dieser Seite), Retardtabletten mit 4 mg und Injektionslösung mit 5 mg; verschreibungspflichtig |
| Biperiden-neuraxpharm | neuraxpharm Arzneimittel GmbH | Tabletten mit 2 mg und 4 mg; verschreibungspflichtig |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Akineton 2 mg Tabletten. Desma GmbH. Stand 02/2019. abgerufen am 11.10.2026
- Gesetz Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Biperiden. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 11.10.2026
- Behörde Liste der national zugelassenen Arzneimittel mit Biperiden (PSUSA/00000415/201908). Europäische Arzneimittel-Agentur. Stand 17.04.2020. abgerufen am 11.10.2026
- Fachinformation Biperiden-neuraxpharm 2 mg/4 mg Tabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 10/2020. abgerufen am 22.10.2026
- Gesetz § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): 0,5 Promille-Grenze, Tetrahydrocannabinol-Grenzwert. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
- Gesetz § 316 Strafgesetzbuch (StGB): Trunkenheit im Verkehr. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
- Leitlinie S3-Leitlinie Schizophrenie, Living Guideline, Langfassung, Version 5.0 (AWMF-Registernummer 038-009). Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Stand Version 5.0, Fassung vom 13.06.2026 (PDF Juli 2026). abgerufen am 23.10.2026
- Leitlinien (Übersicht der S3-Leitlinien mit Gültigkeit), Eintrag Schizophrenie. Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). abgerufen am 23.10.2026
Weiterführend Alle Nebenwirkungen von Biperiden nach Häufigkeit auf Med-Nebenwirkungen.de
Häufige Fragen
Wofür wird Biperiden eingesetzt?
Biperiden ist laut Fachinformation bei allen Formen des Parkinsonismus zugelassen (die Packungsbeilage nennt die Parkinson-Krankheit) und bei Bewegungsstörungen, die durch Arzneimittel ausgelöst werden, laut Packungsbeilage insbesondere durch Neuroleptika. Dazu zählen laut Fachinformation unter anderem Parkinson-ähnliche Beschwerden (Parkinsonoid), eine Bewegungsunruhe (Akathisie) und akute Muskelverkrampfungen (Dystonien). Die 4-mg-Tabletten von Biperiden-neuraxpharm sind zusätzlich bei weiteren Bewegungsstörungen wie Lidkrampf oder Schiefhals zugelassen.
Warum bekommt man Biperiden zusammen mit einem Antipsychotikum?
Antipsychotika, traditionell Neuroleptika genannt, können laut S3-Leitlinie Schizophrenie Bewegungsstörungen auslösen, etwa Muskelverkrampfungen, Parkinson-ähnliche Beschwerden oder eine Bewegungsunruhe. Gegen solche Beschwerden ist Biperiden zugelassen; laut Packungsbeilage wird es dann begleitend zum Neuroleptikum eingenommen. Bei einer Schizophrenie sind laut S3-Leitlinie eine geringere Dosis, eine Umstellung oder in bestimmten Fällen das Absetzen des auslösenden Antipsychotikums die erste Behandlungsmöglichkeit. Eine vorbeugende Gabe von Anticholinergika empfiehlt die Leitlinie nicht.
Darf ich mit Biperiden Alkohol trinken?
Nein. Die Packungsbeilage sagt: Trinken Sie während der Behandlung keinen Alkohol, weil Biperiden die Wirkungen von Alkohol verstärken kann. Alkohol kann außerdem Müdigkeit, Schwindel und Benommenheit verstärken; laut Fachinformation ist die Fähigkeit, am Straßenverkehr teilzunehmen, zusammen mit Alkohol in verstärktem Maße beeinträchtigt. Mehr unter Psychopharmaka und Alkohol.
Wie hoch ist die Dosis von Biperiden?
Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Biperiden muss laut Packungsbeilage individuell dosiert werden, und die Behandlung sollte mit der niedrigsten möglichen Dosis beginnen. Was die Packungsbeilage bei der Parkinson-Krankheit und bei durch Arzneimittel ausgelösten Bewegungsstörungen nennt, steht im Abschnitt Dosierung laut Packungsbeilage. Ändern Sie die Dosis nicht selbst.
Macht Biperiden müde?
Das ist möglich: Müdigkeit, Schwindelgefühl und Benommenheit gehören laut Packungsbeilage zu den seltenen Nebenwirkungen, sie können also bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen. Alkohol und bestimmte auf das Nervensystem wirkende Arzneimittel können sie verstärken. Klären Sie vorab mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob Sie ein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen können.
Kann Biperiden psychotische Beschwerden verstärken?
Bei höheren Dosen sind laut Packungsbeilage selten Unruhe, Erregung, Angst, Verwirrtheit, Sinnestäuschungen und Schlaflosigkeit möglich, sehr selten eine unnatürlich gehobene Stimmung. Bei einer Schizophrenie weist die S3-Leitlinie darauf hin, dass sich psychotische Beschwerden unter Anticholinergika akut verschlechtern können. Bemerken Sie solche Veränderungen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wie setzt man Biperiden ab?
Nur gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt: Laut Packungsbeilage dürfen Sie die Behandlung keinesfalls eigenmächtig beenden. Außer bei lebensgefährlichen Komplikationen ist ein plötzliches Absetzen zu vermeiden, laut Fachinformation wegen der Gefahr überschießender Gegenreaktionen des Körpers; das Absetzen sollte schrittweise erfolgen. Wie, sagt Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Darf ich Biperiden in der Schwangerschaft und Stillzeit nehmen?
Mit der Anwendung in der Schwangerschaft liegen laut Packungsbeilage keine Erfahrungen vor; Biperiden soll deshalb nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko durch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt eingenommen werden. Weil es die Milchbildung hemmen kann und vermutlich in die Muttermilch übergeht, soll es laut Packungsbeilage in der Stillzeit nicht angewendet werden, oder es soll abgestillt werden. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind, stillen oder schwanger werden möchten.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
Passt dazu
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Medikamente Mirtazapin zum SchlafenMirtazapin ist nicht zur Behandlung von Schlafstörungen zugelassen.
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