MedikamenteWirkstoff

Lavendelöl

Lavendelöl in Weichkapseln ist laut Packungsbeilage ein pflanzliches Arzneimittel zur Beruhigung; bekannt ist es unter anderem als Lasea. Zugelassen ist es nur zur Behandlung von Unruhezuständen bei ängstlicher Verstimmung und nur für Erwachsene ab 18 Jahren; es ist apothekenpflichtig und nicht verschreibungspflichtig. Leiden Sie an übermäßiger Angst oder Sorge, die Sie nur schwer kontrollieren können, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke.

Frau Ende vierzig geht am Vormittag langsam einen Gartenweg entlang, an dem Lavendel blüht
Bild: KI-generiert

Wofür wird Lavendelöl eingesetzt?

Die Angaben aus der Packungsbeilage auf dieser Seite stammen von den Weichkapseln Lasea. Laut Packungsbeilage ist Lasea ein pflanzliches Arzneimittel zur Beruhigung und wird zur Behandlung von Unruhezuständen bei ängstlicher Verstimmung angewendet. Zugelassen ist es nur für dieses Anwendungsgebiet und nur für Erwachsene ab 18 Jahren. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen es nicht einnehmen, weil für diese Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen. Ein eigenes Anwendungsgebiet für Schlafstörungen, Panikattacken oder Depressionen nennt die Packungsbeilage nicht. [1]

Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke, wenn Sie an übermäßiger Angst oder Sorge leiden, die Sie nur schwer kontrollieren können, oder wenn Sie über längere Zeit drei oder mehr Beschwerden haben, die mit Angst verbunden sind, zum Beispiel Unruhe, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit, Muskelverspannungen oder Schlafstörungen. Laut Packungsbeilage könnte dann eine psychische Erkrankung vorliegen, die eine ärztliche Betreuung erfordert. Mehr zu Angsterkrankungen unter Angststörungen. [1]

Lasea ist laut Packungsbeilage apothekenpflichtig. Verschreibungspflichtig ist Lavendelöl nicht, in Anlage 1 der Arzneimittelverschreibungsverordnung steht es nicht. Sie bekommen Lasea also ohne Rezept in der Apotheke. [1, 2]

Die S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen (Version 2.0, Stand 6. April 2021) bespricht einen bestimmten Lavendelölextrakt. Laut DGPPN war die Leitlinie bis 5. April 2026 gültig; die Gültigkeit ist also abgelaufen. [13, 14] Laut Leitlinie ist dieser Extrakt in Deutschland nicht für Angststörungen nach der ICD-10 zugelassen, sondern für "Unruhezustände bei ängstlicher Verstimmung", und er ist rezeptfrei erhältlich. Studien zur Langzeitbehandlung fehlen laut Leitlinie. Für die Behandlung einer generalisierten Angststörung erlaubt die Datenlage aus Sicht der Leitliniengruppe keine Empfehlung des Extrakts; für andere Lavendelölextrakte können laut Leitlinie keine Aussagen gemacht werden. [13]

Verwandte Mittel finden Sie unter Pflanzliche Psychopharmaka und Beruhigungsmittel.

Wie wirkt Lavendelöl?

Eine Weichkapsel Lasea enthält 80 mg Lavendelöl als Wirkstoff. Laut Packungsbeilage ist es ein pflanzliches Arzneimittel zur Beruhigung; wie das Öl im Körper wirkt, beschreibt die Packungsbeilage nicht. Für den in der S3-Leitlinie Angststörungen besprochenen Lavendelölextrakt fehlen laut Leitlinie belastbare Theorien zum Wirkmechanismus. [1, 13]

Was Psychopharmaka sind und wie sie eingeordnet werden, erklärt die Seite Was sind Psychopharmaka?

Wann wirkt Lavendelöl und wie lange wird behandelt?

Wann die Wirkung einsetzt, gibt die Packungsbeilage nicht an. Die Weichkapsel wird etwa zur gleichen Zeit eingenommen. Fühlen Sie sich nach 1 Monat Behandlung nicht besser oder fühlen Sie sich schlechter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; das gilt auch, wenn die Beschwerden nach 1 Monat unverändert anhalten. Wie lange Lavendelöl höchstens eingenommen werden sollte, steht unter Dosierung laut Packungsbeilage. [1]

Wie sich Ihre Beschwerden entwickeln, können Sie im Stimmungstagebuch festhalten und mit den Fragen fürs Arztgespräch besprechen.

  1. Erste WirkungFühlen Sie sich nach 1 Monat Behandlung nicht besser oder fühlen Sie sich schlechter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.[1]
  2. ErhaltungLavendelöl sollte nicht länger als 3 Monate eingenommen werden.[1]

Nebenwirkungen im Blick

Die Packungsbeilage führt nach eigener Angabe alle Nebenwirkungen auf, die unter der Behandlung mit Lavendelöl bekannt geworden sind, auch solche unter höherer Dosierung oder Langzeittherapie. Genannt werden Aufstoßen, andere Magen-Darm-Beschwerden, allergische Hautreaktionen und schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen) mit Schwellungen, Kreislaufbeschwerden oder Atemwegsbeschwerden. Wie häufig sie auftreten, zeigt die Liste unten. [1]

Weitere Nebenwirkungen nennt die Packungsbeilage nicht; eine Gewichtszunahme, Müdigkeit, Beschwerden am Herzen oder an der Leber gehören nicht zu den aufgeführten Nebenwirkungen. Bei einer Leberfunktionsstörung darf Lavendelöl allerdings nicht eingenommen werden, mehr dazu unter Wer Lavendelöl nicht nehmen sollte. [1]

Nebenwirkungen im Blick

Die Produktinformation von Lavendelöl nennt zu den Beschwerden, nach denen bei Psychopharmaka oft gefragt wird, keine Häufigkeiten. Welche Nebenwirkungen vorkommen können, steht im Abschnitt zu den Nebenwirkungen auf dieser Seite. Zur vollständigen Liste.

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Magen und DarmAufstoßen[1]

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

  • ImmunsystemSchwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen) mit Schwellungen, Kreislaufbeschwerden und/oder Atemwegsbeschwerden[1]
  • HautAllergische Hautreaktionen[1]
  • Magen und DarmAndere Magen-Darm-Beschwerden[1]

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht.

Was Häufigkeitsangaben wie "häufig" bedeuten, erklärt der Häufigkeits-Übersetzer.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Schwerwiegende allergische Reaktionen mit Schwellungen, Kreislauf- oder Atemwegsbeschwerden wurden laut Packungsbeilage berichtet; verständigen Sie dann unverzüglich eine Ärztin oder einen Arzt. Wenden Sie sich außerdem an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn die Beschwerden nach 1 Monat Behandlung unverändert anhalten oder sich verschlechtern. Bei Verdacht auf eine Überdosierung rufen Sie sofort den Notruf 112 oder einen Giftnotruf an; möglicherweise treten dann die Nebenwirkungen verstärkt auf. [1]

Fühlen Sie sich in einer akuten seelischen Krise, finden Sie Anlaufstellen unter Hilfe in der Krise.

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau Mitte sechzig sitzt aufrecht auf einer Holzbank in einem ruhigen Park und hat die Hände entspannt auf die Knie gelegt
Bild: KI-generiert

Bemerken Sie Nebenwirkungen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder an Ihre Apotheke; das gilt laut Packungsbeilage auch für Nebenwirkungen, die dort nicht aufgeführt sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden. [1]

Nehmen Sie weitere Arzneimittel ein, informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke darüber; eine Übersicht hält der Medikationsplan fest. [1]

Wechselwirkungen

Laut Packungsbeilage liegen keine Meldungen über Wechselwirkungen vor, und auch experimentelle Daten liefern keine Hinweise auf Wechselwirkungen mit anderen Stoffen, die im zentralen Nervensystem wirken. Weil klinische Daten dazu fehlen, sollte Lavendelöl vorsichtshalber nicht zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Angsterkrankungen, mit Beruhigungsmitteln oder mit Alkohol eingenommen werden. [1]

Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen wollen. Ob ein bestimmtes Schlaf- oder Beruhigungsmittel zu den Mitteln gehört, die Sie nicht zusammen mit Lavendelöl nehmen sollten, klären Sie dort. [1]

Wechselwirkungen von Lavendelöl
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Andere ArzneimittelEs liegen keine Meldungen über Wechselwirkungen vor; nach den vorliegenden Daten sind Wechselwirkungen nicht zu erwarten[1]Ärztin, Arzt oder Apotheke über alle eingenommenen Arzneimittel informieren
Andere Mittel gegen Angsterkrankungen, Beruhigungsmittel, AlkoholKlinische Daten zu möglichen Wechselwirkungen liegen nicht vor; experimentelle Daten ergaben keine Hinweise auf Wechselwirkungen mit anderen im Nervensystem wirksamen Stoffen[1]Vorsichtshalber nicht zusammen einnehmen

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen anwenden können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Was beim gleichzeitigen Einsatz mehrerer Psychopharmaka gilt, steht unter Psychopharmaka kombinieren.

Wer Lavendelöl nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Nicht anwenden bei

  • Leberfunktionsstörung (Leberinsuffizienz)[1]
  • Überempfindlichkeit (Allergie) gegen Lavendelöl oder einen der sonstigen Bestandteile[1]
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren[1]

Besondere Vorsicht bei

  • Übermäßige Angst oder Sorge, die sich nur schwer kontrollieren lässt, oder über längere Zeit drei oder mehr mit Angst verbundene Beschwerden (zum Beispiel Unruhe, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit, Muskelverspannungen, Schlafstörungen): Es könnte eine psychische Erkrankung vorliegen, die ärztliche Betreuung erfordert. Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke[1]
  • Halten die Beschwerden nach 1 Monat Behandlung unverändert an oder verschlechtern sie sich, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt[1]
  • Dialysepflichtige Menschen: Anwendung wegen fehlender klinischer Daten nicht empfohlen[1]
  • Menschen über 65 Jahre: Es liegen nur begrenzte Daten vor[1]
  • Die Weichkapseln enthalten Sorbitol (etwa 12 mg je Weichkapsel)[1]

Allgemeines zu Psychopharmaka im höheren Lebensalter steht unter Psychopharmaka im Alter.

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Alkohol sollte laut Packungsbeilage vorsichtshalber nicht zusammen mit Lavendelöl eingenommen werden. Mehr dazu unter Psychopharmaka und Alkohol. [1]

Zur Fahrtüchtigkeit stützt sich die Packungsbeilage auf eine einzelne klinische Studie mit einer relativ kleinen Zahl gesunder Menschen; Daten zu Menschen über 58 Jahre gibt es nicht. Wer sich, zum Beispiel durch Müdigkeit, beeinträchtigt fühlt, sollte laut Packungsbeilage kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen. [1] Nach § 316 StGB macht sich strafbar, wer im Verkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er wegen alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, es sicher zu führen; das gilt auch bei Fahrlässigkeit. [12] Die Ausnahme für bestimmungsgemäß eingenommene, für einen konkreten Krankheitsfall verschriebene Arzneimittel in § 24a Abs. 4 StVG bezieht sich nur auf bestimmte Ordnungswidrigkeiten nach § 24a StVG. [11] Mehr dazu unter Psychopharmaka und Autofahren.

In der Schwangerschaft sollte Lavendelöl laut Packungsbeilage nicht angewendet werden, weil klinische Daten zur Einnahme fehlen. Stillende sollten es nicht einnehmen, weil die Sicherheit in der Stillzeit bisher nicht untersucht wurde. Allgemeines dazu unter Psychopharmaka in der Schwangerschaft und in der Stillzeit. [1]

Hinweise auf eine Abhängigkeit enthält die Packungsbeilage nicht. Allgemeines zum Thema unter Machen Psychopharmaka abhängig? [1]

Schwangerschaft

Laut Packungsbeilage ergaben experimentelle Untersuchungen keine Hinweise auf eine schädliche Wirkung in der Schwangerschaft; klinische Daten zur Einnahme in der Schwangerschaft liegen nicht vor. Lavendelöl sollte deshalb in der Schwangerschaft nicht angewendet werden.[1]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Die Sicherheit in der Stillzeit wurde bisher nicht untersucht, und es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff oder seine Abbauprodukte in die Muttermilch übergehen. Stillende sollten Lavendelöl deshalb nicht einnehmen.[1]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Alkohol

Vorsichtshalber sollte Lavendelöl nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden, weil keine klinischen Daten über mögliche Wechselwirkungen vorliegen.[1]

Autofahren und Maschinen

In einer klinischen Studie mit einer relativ kleinen Zahl gesunder Menschen hatte das Arzneimittel keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen. Wer sich, zum Beispiel durch Müdigkeit, beeinträchtigt fühlt, sollte trotzdem kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen. Daten zu Menschen über 58 Jahre gibt es nicht.[1]

Anwendung

Die Weichkapsel etwa zur gleichen Zeit unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen, vorzugsweise mit einem Glas Wasser, und nicht im Liegen.[1]

Einnahme vergessen: beim nächsten Mal nicht die doppelte Menge einnehmen, sondern wie beschrieben oder verordnet fortfahren.[1]

Überdosierung

Bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort den Notruf 112 oder einen Giftnotruf verständigen. Möglicherweise treten die genannten Nebenwirkungen verstärkt auf. Fälle von Überdosierung sind laut Packungsbeilage bisher nicht bekannt geworden.[1]

Einnahme und Absetzen

Nehmen Sie die Weichkapsel etwa zur gleichen Zeit unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein, vorzugsweise mit einem Glas Wasser. Laut Packungsbeilage sollte Lavendelöl nicht im Liegen eingenommen werden. Haben Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie beim nächsten Mal nicht die doppelte Menge ein; fahren Sie mit der Einnahme so fort, wie es Ihnen verordnet wurde oder wie es die Packungsbeilage beschreibt. [1]

Zum Beenden der Einnahme macht die Packungsbeilage außer der Höchstdauer keine Angaben, Absetzbeschwerden beschreibt sie nicht. Besprechen Sie das Beenden mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke. Allgemeines dazu unter Psychopharmaka absetzen. [1]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage nennt die Menge für Erwachsene ab 18 Jahren, die Dauer der Anwendung und die Höchstmenge in der Selbstmedikation; die Tabelle zeigt diese Angaben. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen Lavendelöl nicht einnehmen. [1]

Präparate mit Lavendelöl

Präparate mit Lavendelöl
PräparatAnbieterHinweis
LaseaDr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KGWeichkapseln mit 80 mg Lavendelöl, apothekenpflichtig; Grundlage dieser Seite

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Lasea 80 mg Weichkapsel. Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG. Stand 04/2024. abgerufen am 22.10.2026
  2. Gesetz Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1 (kein Eintrag Lavendelöl). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 22.10.2026
  3. Gesetz § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): 0,5 Promille-Grenze, Tetrahydrocannabinol-Grenzwert. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
  4. Gesetz § 316 Strafgesetzbuch (StGB): Trunkenheit im Verkehr. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
  5. Leitlinie S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen, Langfassung, Version 2 (AWMF-Register-Nr. 051-028). Bandelow B., Beutel M. E. u. a. (Textredaktion B. Bandelow); Federführung laut DGPPN-Übersicht: Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM). Stand Version 2.0, Stand 06.04.2021 (nächste Überprüfung geplant 04/2026; laut DGPPN-Übersicht gültig bis 05.04.2026). abgerufen am 23.10.2026
  6. Leitlinien (Übersicht der S3-Leitlinien mit Gültigkeit), Eintrag Angststörungen. Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). abgerufen am 23.10.2026

Häufige Fragen

Wofür wird Lavendelöl angewendet?

Laut Packungsbeilage von Lasea ist Lavendelöl in Weichkapseln ein pflanzliches Arzneimittel zur Beruhigung und wird zur Behandlung von Unruhezuständen bei ängstlicher Verstimmung angewendet, nur bei Erwachsenen ab 18 Jahren. Ein anderes Anwendungsgebiet nennt die Packungsbeilage nicht. Leiden Sie an übermäßiger Angst oder Sorge, die Sie nur schwer kontrollieren können, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke.

Ist Lavendelöl ein Schlafmittel?

Ein Anwendungsgebiet Schlafstörungen nennt die Packungsbeilage von Lasea nicht; sie beschreibt das Mittel als pflanzliches Arzneimittel zur Beruhigung bei Unruhezuständen bei ängstlicher Verstimmung. Schlafstörungen nennt sie als Beispiel für Beschwerden, die mit Angst verbunden sein können. Bestehen über längere Zeit drei oder mehr solcher Beschwerden, könnte laut Packungsbeilage eine psychische Erkrankung vorliegen, die eine ärztliche Betreuung erfordert; sprechen Sie dann vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke.

Wann wirkt Lavendelöl?

Wann die Wirkung einsetzt, gibt die Packungsbeilage nicht an. Fühlen Sie sich nach 1 Monat Behandlung nicht besser oder fühlen Sie sich schlechter, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Wie lange Lavendelöl höchstens eingenommen werden sollte, steht im Abschnitt "Dosierung laut Packungsbeilage" auf dieser Seite.

Darf ich Lavendelöl mit Alkohol einnehmen?

Laut Packungsbeilage sollte Lavendelöl vorsichtshalber nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden, weil keine klinischen Daten über mögliche Wechselwirkungen vorliegen. Dasselbe gilt für andere Arzneimittel zur Behandlung von Angsterkrankungen und für Beruhigungsmittel.

Kann ich Lavendelöl zusammen mit einem Schlaf- oder Beruhigungsmittel nehmen?

Vorsichtshalber sollte Lavendelöl laut Packungsbeilage nicht zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Angsterkrankungen oder mit Beruhigungsmitteln eingenommen werden, weil klinische Daten zu möglichen Wechselwirkungen fehlen. Ob ein bestimmtes Schlaf- oder Beruhigungsmittel dazugehört, klären Sie vor der gemeinsamen Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke.

Wirkt die Pille, wenn ich Lavendelöl nehme?

Eine eigene Angabe zur Pille oder zu anderen Verhütungsmitteln enthält die Packungsbeilage nicht. Sie sagt allgemein, dass keine Meldungen über Wechselwirkungen vorliegen und nach den vorliegenden Daten Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln nicht zu erwarten sind. Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen.

Darf ich Lavendelöl in der Schwangerschaft oder Stillzeit nehmen?

Laut Packungsbeilage ergaben experimentelle Untersuchungen keine Hinweise auf eine schädliche Wirkung bei schwangeren Frauen, klinische Daten zur Einnahme in der Schwangerschaft liegen aber nicht vor; Lavendelöl sollte deshalb in der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Die Sicherheit in der Stillzeit wurde bisher nicht untersucht, und es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht. Stillende sollten Lavendelöl deshalb nicht einnehmen.

Kann ich Lavendelöl einfach absetzen?

Absetzbeschwerden beschreibt die Packungsbeilage nicht, und zum Beenden der Einnahme sagt sie außer der Höchstdauer nichts. Besprechen Sie das Beenden mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke. Halten Ihre Beschwerden nach 1 Monat Behandlung unverändert an oder verschlechtern sie sich, sprechen Sie laut Packungsbeilage mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Wenn es Ihnen gerade sehr schlecht geht: Notruf 112 · TelefonSeelsorge 0800 111 0 111, 0800 111 0 222, 116 123 · Hilfe in der Krise

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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