MedikamenteWirkstoff
Buspiron
Buspiron ist ein verschreibungspflichtiges Mittel zur Behandlung von Angst- und Spannungszuständen, das laut Embryotox vorrangig über den Botenstoff Serotonin wirkt. Zugelassen ist es laut Packungsbeilage für Erwachsene zur Behandlung der Beschwerden bei Angstzuständen mit Angst, innerer Unruhe und Spannungszuständen; bekannt ist der Wirkstoff unter anderem als Busp. Bis Sie sich besser fühlen, kann es einige Zeit dauern, und das Ende der Behandlung sollte die Ärztin oder der Arzt festlegen, weil sich die Beschwerden nach plötzlichem Absetzen erneut verschlechtern können.

Wofür wird Buspiron eingesetzt?
Buspiron ist laut Packungsbeilage ein Mittel zur Behandlung von Angst- und Spannungszuständen. Angewendet wird es bei Erwachsenen zur Behandlung der Beschwerden (symptomatische Behandlung) bei Angstzuständen, bei denen Angst, innere Unruhe und Spannungszustände im Vordergrund stehen; eine bestimmte Angststörung nennt die Packungsbeilage nicht. Buspiron ist verschreibungspflichtig. [1, 3]
Die Packungsbeilage weist darauf hin, dass nicht alle Angstzustände eine Behandlung mit Medikamenten brauchen: Sie können Folge körperlicher oder seelischer Erkrankungen sein und lassen sich unter Umständen durch eine gezielte Behandlung der Grunderkrankung beheben. Zur alleinigen Behandlung einer Depression sollte Buspiron nicht angewendet werden, und es kann wahrscheinlich die Beschwerden einer Depression verschleiern. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren soll Buspiron nicht angewendet werden. Mehr zu den Erkrankungen auf den Seiten Angststörungen, Generalisierte Angststörung und Depression. [1]
Die S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen (Version 2, Stand 6. April 2021) nennt Buspiron bei der generalisierten Angststörung: Wenn Behandlungen der Empfehlungskategorien A oder B unwirksam waren oder nicht vertragen wurden, kann Buspiron angeboten werden (Empfehlungsgrad 0, "kann"). Für die anderen Angststörungen liegen laut Leitlinie keine Wirksamkeitsnachweise vor. Die nächste Überprüfung der Leitlinie war für April 2026 geplant; die Leitlinienübersicht der DGPPN führt sie mit dem Vermerk "Gültig bis: 05.04.2026". Diese Gültigkeit ist abgelaufen, eine neuere Fassung ist dort nicht aufgeführt. [11, 12]
Wie wirkt Buspiron?
Buspiron wird laut Embryotox als angstlösendes Mittel (Anxiolytikum) eingesetzt und wirkt vorrangig über den Botenstoff Serotonin. Die S3-Leitlinie Angststörungen zählt Buspiron zu den Azapironen; es greift als sogenannter Agonist am Serotonin-1A-Rezeptor an, einer Andockstelle für Serotonin. Mit dem GABA-Benzodiazepin-Rezeptorkomplex tritt Buspiron laut Embryotox nicht in Wechselwirkung. [2, 11]
Embryotox beschreibt Buspiron als Mittel ohne beruhigende (sedierende), muskelentspannende oder gegen Krampfanfälle gerichtete Eigenschaften. Die Packungsbeilage nennt Schläfrigkeit als sehr häufige Nebenwirkung. Einen Überblick über verwandte Mittel gibt die Seite Beruhigungs- und Schlafmittel. [1, 2]
Die Halbwertszeit von Buspiron beträgt laut Embryotox 2 bis 3 Stunden; wirksame Abbauprodukte erreichen deutlich höhere Spiegel im Blut als Buspiron selbst. Nur ein sehr kleiner Teil des eingenommenen Wirkstoffs gelangt unverändert in den Kreislauf, weil er schon vor dem Eintritt in den Kreislauf sehr stark abgebaut wird. Grapefruitsaft erhöht laut Packungsbeilage die Blutspiegel von Buspiron. [1, 2]
Wann wirkt Buspiron und wie lange wird behandelt?
Bis Sie sich besser fühlen, kann es laut Packungsbeilage einige Zeit dauern. Embryotox nennt eine Zeit bis zum Wirkungseintritt von etwa 10 bis 14 Tagen; die S3-Leitlinie Angststörungen schreibt, dass die angstlösende Wirkung mit einer Verzögerung von 2 bis 4 Wochen auftreten kann, in manchen Fällen auch später. Bessern sich die Beschwerden nicht innerhalb von 4 bis 8 Wochen, sprechen Sie laut Packungsbeilage mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. [1, 2, 11]
Wie lange Sie Buspiron einnehmen, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Ist eine Langzeitbehandlung erforderlich, sollte sie laut Packungsbeilage ärztlich engmaschig überwacht und der weitere Behandlungsbedarf regelmäßig überprüft werden. Bei einer generalisierten Angststörung soll eine medikamentöse Behandlung laut S3-Leitlinie (Empfehlung 32, Expertenkonsens) nach dem Abklingen der Beschwerden (Remission) noch 6 bis 12 Monate fortgeführt werden. Allgemeines dazu auf den Seiten Wann wirken Psychopharmaka? und Wie lange werden Psychopharmaka genommen?. [1, 11]
- BeginnNebenwirkungen treten in der Regel zu Beginn der Behandlung auf und klingen während der Behandlung oder nach einer Dosisverringerung wieder ab. Länger eingenommene beruhigende Mittel und Benzodiazepine sollten vorher schrittweise abgesetzt worden sein. Zu Beginn und bei Dosisänderungen kann das Reaktionsvermögen beeinträchtigt sein.[1]
- Erste WirkungEs kann einige Zeit dauern, bis Sie sich besser fühlen. Bessern sich die Beschwerden nicht innerhalb von 4 bis 8 Wochen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[1]
- ErhaltungDie Dauer der Behandlung legt die Ärztin oder der Arzt fest. Ist eine Langzeitbehandlung erforderlich, sollte sie ärztlich engmaschig überwacht und der weitere Behandlungsbedarf regelmäßig überprüft werden.[1]
- AbsetzenNach plötzlichem Absetzen können sich die Beschwerden erneut verschlechtern; das Ende der Behandlung sollte deshalb die Ärztin oder der Arzt festlegen. Absetzen und Wechsel geschehen gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt.[1]
Nebenwirkungen im Blick
Nebenwirkungen treten laut Packungsbeilage in der Regel zu Beginn der Behandlung auf und klingen dann während der Behandlung oder nach einer Verringerung der Dosis wieder ab. Am häufigsten beobachtet wurden Benommenheit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Nervosität, Schwindel, Erregung und Schwitzen oder feucht-kalte Empfindungen. Sehr häufig sind Schwindel, Kopfschmerzen und Schläfrigkeit (Müdigkeit); sie können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen. [1]
Häufig sind unter anderem Albträume, Schlaflosigkeit, Erregung, Zorn, Feindseligkeit, Verwirrtheit und Depression, eine übermäßig schnelle Herzfrequenz oder ein anormaler Herzschlag, Mundtrockenheit und Magen-Darm-Beschwerden. Gelegentlich kommen eine Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme, ein vermindertes oder gesteigertes sexuelles Verlangen, Halluzinationen und Krampfanfälle vor. Selten sind unter anderem ein Serotonin-Syndrom, eine Psychose, ein verzögerter Samenerguss und Impotenz (sexuelle Funktionsstörungen) sowie Bewegungsstörungen mit unwillkürlichen Bewegungen, Starre und Verlangsamung, darunter Spätdyskinesien und eine Sitzunruhe (Akathisie). [1]
Nebenwirkungen im Blick
Höchste Häufigkeitsangabe der Produktinformation für Beschwerden, nach denen bei Psychopharmaka oft gefragt wird.
- MüdigkeitSehr häufig
- SchlafstörungenHäufig
- Unruhe und NervositätHäufig
- GewichtszunahmeGelegentlich
- Weniger oder veränderte Lust auf SexGelegentlich
- ErektionsstörungenSelten
- MundtrockenheitHäufig
- Vermehrtes SchwitzenHäufig
- ÜbelkeitHäufig
- SchwindelSehr häufig
- ZitternHäufig
- BewegungsstörungenSelten
- Herzrhythmus und QT-ZeitHäufig
- Natriummangelnicht genannt
- Abhängigkeitnicht genannt
- Sitzunruhe (Akathisie)Selten
"Nicht genannt" heißt: Die Produktinformation führt die Beschwerde nicht als Nebenwirkung mit Häufigkeitsangabe auf; Hinweise ohne Häufigkeit stehen im Text der Seite. Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht. Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit.
Suizidgedanken nennt die Packungsbeilage als gelegentliche Nebenwirkung; was dann wichtig ist und wo Sie in einer Krise Hilfe erreichen, steht unter Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen. Die folgende Liste nennt alle Nebenwirkungen der Packungsbeilage mit ihrer Häufigkeit; was die Angaben bedeuten, zeigt das Werkzeug Was heißt "häufig"?. [1]
Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
- HerzÜbermäßig schnelle Herzfrequenz oder anormaler Herzschlag, unspezifische Brustschmerzen[1]Mehr dazu: HerzrasenHerzrhythmusstörungen
- AugenVerschwommenes Sehen[1]
- Ohr und GleichgewichtOhrenklingen (Tinnitus)[1]
- AtemwegeHalsentzündung, verstopfte Nase[1]
- NervensystemMissempfindungen wie Kribbeln oder Prickeln[1]
- NervensystemKonzentrationsstörungen[1]
- NervensystemBenommenheit, Koordinationsstörungen, Zittern[1]Mehr dazu: Müdigkeit
- PsycheAlbträume, Schlaflosigkeit, Schlafstörungen[1]
- PsycheErregung, Nervosität[1]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
- PsycheZorn, Feindseligkeit[1]
- PsycheVerwirrtheit[1]
- PsycheDepression[1]
- HautKalter Schweiß[1]Mehr dazu: Vermehrtes Schwitzen
- Allgemeine BeschwerdenSchwächegefühl[1]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)
- Magen und DarmÜbelkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall, Mundtrockenheit, Verstopfung, Erbrechen[1]
- HautHautausschlag[1]
- Muskeln, Knochen und GelenkeGelenkschmerzen, Muskelschmerzen[1]
Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- NervensystemKurze Ohnmachtsanfälle[1]
- Gefäße und KreislaufNiedriger oder hoher Blutdruck[1]
- HerzHerzklopfen[1]Mehr dazu: Herzrasen
- PsycheEntfremdungserlebnisse, Unbehagen, Geräuschempfindlichkeit, Hochstimmung, Bewegungsdrang, Ängstlichkeit, Interessenverlust, Assoziationsstörungen[1]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
- PsycheHalluzinationen[1]
- PsycheSuizidgedanken[1]
- NervensystemKrampfanfälle[1]
- AugenRötung der Augen, Augenjuckreiz, Bindehautentzündung[1]
- NervensystemTaubheitsgefühl[1]
- HautSchwitzen, feuchte Hände[1]Mehr dazu: Vermehrtes Schwitzen
- NervensystemVerändertes Geruchs- und Geschmacksempfinden[1]
- Magen und DarmGesteigerter Appetit, gesteigerter Speichelfluss, Blähungen, Appetitlosigkeit, Reizdarm[1]
- Magen und DarmBlutungen aus dem After[1]
- Geschlechtsorgane und BrustMenstruationsstörungen, vermindertes oder gesteigertes sexuelles Verlangen[1]Mehr dazu: ZyklusstörungenWeniger Lust auf SexVeränderte Lust auf Sex
- Nieren und HarnwegeHarndrang oder Harnverhalt, Beschwerden beim Wasserlassen[1]
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelkrämpfe, Muskelverspannung[1]
- AtemwegeÜbermäßig gesteigerte Atmung, Kurzatmigkeit, Engegefühl in der Brust[1]
- Allgemeine BeschwerdenWassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme), auch im Gesicht[1]
- HautJuckreiz, trockene Haut, Bläschen, Ekzem[1]
- Gefäße und KreislaufErröten[1]
- HautNeigung zu Blutergüssen[1]
- HautHaarausfall[1]
- Laborwerte und UntersuchungenAnstieg der Leberwerte[1]
- Laborwerte und UntersuchungenGewichtszunahme, Gewichtsabnahme[1]Mehr dazu: Gewichtszunahme
- Allgemeine BeschwerdenFieber, Dröhnen im Kopf, Unwohlsein, Müdigkeit[1]Mehr dazu: Müdigkeit
Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
- Blut und LymphsystemBestimmte Blutbildveränderungen (Eosinophilie, Leukopenie, Thrombopenie), verkürzte Gerinnungszeit, Blutgerinnungsstörungen[1]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
- NervensystemVerlangsamte Reaktionszeit[1]
- AugenAugenschmerzen, Lichtscheue, Druckgefühl auf den Augen, Tunnelblick[1]
- Gefäße und KreislaufDurchblutungsstörungen des Gehirns[1]
- HerzHerzmuskelschwäche, Herzinfarkt, Herzmuskelerkrankung[1]
- HerzVerlangsamter Herzschlag[1]Mehr dazu: Verlangsamter Herzschlag
- PsycheStimmungsschwankungen, Angst in geschlossenen Räumen, Kälteempfindlichkeit, Erstarrung, verwaschene Sprache[1]
- PsycheSchwere seelische Erkrankung (Psychose)[1]
- NervensystemVorübergehende Erinnerungslücken[1]
- NervensystemSerotonin-Syndrom, unter anderem mit Schweißausbrüchen, hohem Blutdruck, erhöhter Herzfrequenz, Durchfall, Aggressivität, Verwirrung, Halluzinationen und Zittern[1]Mehr dazu: Serotonin-Syndrom
- NervensystemBewegungsstörungen mit unwillkürlichen Bewegungen, Starre und Verlangsamung (extrapyramidale Beschwerden), einschließlich Früh- und Spätdyskinesien, Dystonien und Steifigkeit (Rigor), Parkinson-Syndrome, Sitzunruhe (Akathisie) und Syndrom der unruhigen Beine (Restless Legs)[1]Mehr dazu: Bewegungsstörungen (Parkinson-Symptome, Dystonie, Dyskinesie)SpätdyskinesienSitzunruhe (Akathisie)
- Geschlechtsorgane und BrustAusbleiben der Regelblutung, Unterleibsentzündungen[1]Mehr dazu: Zyklusstörungen
- Geschlechtsorgane und BrustVerzögerter Samenerguss, Impotenz[1]Mehr dazu: ErektionsstörungenOrgasmus- und Samenergussstörungen
- Nieren und HarnwegeEinnässen, nächtliches Wasserlassen[1]
- AtemwegeNasenbluten, Stimmverlust, Schluckauf[1]
- Magen und DarmZungenbrennen[1]
- ImmunsystemAllergische Reaktionen einschließlich Nesselsucht[1]
- HautKleinflächige Hautblutungen, Akne, dünner werdende Nägel[1]
- HautHaut- oder Schleimhautschwellungen, zum Beispiel Angioödem[1]
- Geschlechtsorgane und BrustMilchige Absonderung aus der Brust, ein- oder beidseitige Vergrößerung der männlichen Brustdrüse[1]Mehr dazu: Brustspannen und Brustvergrößerung
- HormonsystemSchilddrüsenfunktionsstörungen[1]
- Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschwäche[1]
- PsycheAlkoholmissbrauch[1]
Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
- PsycheRuhelosigkeit[1]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht.
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Gedanken, sich das Leben zu nehmen (Suizidgedanken), nennt die Packungsbeilage als gelegentliche Nebenwirkung, sie können also bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen. Eine Depression ist eine häufige Nebenwirkung, und Buspiron kann laut Packungsbeilage wahrscheinlich die Beschwerden einer Depression verschleiern. Bemerken Sie solche Gedanken oder verschlechtert sich Ihre Stimmung, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt; in einer akuten Krise erreichen Sie sofort Hilfe unter diesen Nummern. [1]
Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Nebenwirkungen klingen laut Packungsbeilage in der Regel während der Behandlung oder nach einer Verringerung der Dosis wieder ab; ob die Dosis geändert wird, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Nehmen Sie Buspiron immer genau nach Absprache ein und setzen Sie es nicht eigenmächtig ab. [1]
Einige Hinweise aus der Packungsbeilage betreffen den Alltag:
- Die Tabletten werden unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen, immer zur gleichen Tageszeit und entweder immer auf nüchternen Magen oder immer nach den Mahlzeiten. [1]
- Meiden Sie Nahrungsmittel und Getränke mit größeren Mengen Grapefruitsaft, weil er die Blutspiegel von Buspiron erhöht; mehr dazu unter Essen, Trinken und Psychopharmaka. [1]
- Führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen, solange Sie nicht wissen, wie Buspiron Sie beeinflusst. [1]
- Die Tabletten enthalten Lactose. Ist Ihnen eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern bekannt, nehmen Sie Buspiron erst nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein. [1]
Beschwerden und Stimmung können Sie im Stimmungs- und Nebenwirkungstagebuch festhalten; die Fragen fürs Arztgespräch helfen bei der Vorbereitung auf den nächsten Termin.
Wechselwirkungen
Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Mittel, die Sie einnehmen. MAO-Hemmer wie Phenelzin oder Tranylcypromin, die gegen Depressionen und die Parkinson-Krankheit eingesetzt werden, sollten laut Packungsbeilage nicht zusammen mit Buspiron eingenommen werden. Bei gleichzeitiger Einnahme von SSRI wie Fluoxetin, Fluvoxamin oder Paroxetin wurden in Einzelfällen Krampfanfälle beschrieben. [1]
Bei vielen weiteren Mitteln muss die Ärztin oder der Arzt laut Packungsbeilage möglicherweise eine Dosisänderung in Betracht ziehen, unter anderem bei Trazodon, Johanniskraut, Lithium, Haloperidol, Diazepam, Triptanen gegen Migräne, Tramadol, L-Tryptophan, starken CYP3A4-Hemmern wie Ketoconazol oder Ritonavir sowie bei den Mitteln gegen Epilepsie Carbamazepin, Phenytoin und Phenobarbital. [1]
| Zusammen mit | Was passieren kann | Hinweis |
|---|---|---|
| MAO-Hemmer wie Phenelzin oder Tranylcypromin (Mittel gegen Depressionen und die Parkinson-Krankheit) | Sollten nicht zusammen mit Buspiron eingenommen werden[1] | Ärztin oder Arzt unbedingt informieren |
| SSRI wie Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin; Nefazodon, Trazodon, Johanniskraut, Lithium, Haloperidol | Möglicherweise ist eine Dosisänderung nötig; bei gleichzeitiger SSRI-Einnahme wurden in Einzelfällen Krampfanfälle beschrieben[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Triptane (Migränemittel), Tramadol (starkes Schmerzmittel), L-Tryptophan (Nahrungsergänzungsmittel), Linezolid (Antibiotikum) | Möglicherweise ist eine Dosisänderung nötig[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Starke CYP3A4-Hemmer und weitere Mittel: Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir, Erythromycin, Diltiazem, Verapamil, Cimetidin | Möglicherweise ist eine Dosisänderung nötig[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin (Mittel gegen Epilepsie), Rifampicin, Dexamethason | Möglicherweise ist eine Dosisänderung nötig[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Blutdrucksenkende Mittel, Herzglykoside wie Digoxin, Diabetesmittel, Gerinnungshemmer wie Warfarin, Mittel zur Empfängnisverhütung | Möglicherweise ist eine Dosisänderung nötig[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Antihistaminika, Baclofen, Lofexidin, Nabilon, Diazepam | Möglicherweise ist eine Dosisänderung nötig[1] | Ärztin oder Arzt informieren |
| Grapefruitsaft | Die Blutspiegel von Buspiron werden erhöht[1] | Keine Nahrungsmittel oder Getränke mit größeren Mengen Grapefruitsaft |
Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen anwenden können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.
Wie Psychopharmaka zusammenwirken, erklärt die Seite Psychopharmaka kombinieren; einen Überblick über alle Mittel, die Sie nehmen, gibt der Medikationsplan.
Wer Buspiron nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte
Buspiron darf laut Packungsbeilage unter anderem nicht eingenommen werden bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen, bei akutem Engwinkelglaukom (grüner Star), bei Myasthenia gravis (schwere Muskelschwäche), bei Epilepsie und bei einer akuten Vergiftung mit Alkohol, Schlafmitteln, Schmerzmitteln oder Antipsychotika. Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, unter anderem wenn Sie MAO-Hemmer einnehmen, wenn bei Ihnen früher Krampfanfälle aufgetreten sind, wenn Sie früher von Arzneimitteln oder Drogen abhängig waren oder wenn Sie seit längerer Zeit ein Mittel mit beruhigender Wirkung auf das zentrale Nervensystem einnehmen. [1]
Nicht anwenden bei
- Allergie gegen Buspironhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile[1]
- Schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörungen[1]
- Akuter grüner Star (Engwinkelglaukom)[1]
- Myasthenia gravis (schwere Muskelschwäche)[1]
- Epilepsie[1]
- Akute Vergiftung mit Alkohol, Schlafmitteln, Schmerzmitteln oder Antipsychotika[1]
Besondere Vorsicht bei
- Einnahme von MAO-Hemmern (bestimmte Mittel gegen Depressionen oder die Parkinson-Krankheit)[1]
- Längere Einnahme eines Mittels mit beruhigender Wirkung auf das Nervensystem: Dieses Mittel sollte vor Beginn mit Buspiron schrittweise abgesetzt werden. Buspiron ist nicht geeignet, Entzugserscheinungen nach dem Absetzen von Benzodiazepinen zu beheben; Benzodiazepine sollten deshalb vorher allmählich, mit ständig verringerter Dosis, abgesetzt worden sein[1]
- Krampfanfälle in der Vorgeschichte; in Einzelfällen wurden Krampfanfälle auch bei gleichzeitiger Einnahme von SSRI (Mittel gegen Depressionen) beschrieben[1]
- Frühere Abhängigkeit von Arzneimitteln oder Drogen. Klinische und experimentelle Studien gaben laut Packungsbeilage keinen Hinweis auf eine Gewöhnung oder Abhängigkeit; die Anwendung sollte trotzdem entsprechend überwacht werden[1]
- Eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion oder frühere Nieren- oder Lebererkrankung[1]
- Depression: Buspiron sollte nicht als alleinige Behandlung einer Depression angewendet werden und kann wahrscheinlich die Beschwerden einer Depression verdecken[1]
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: nicht anwenden[1]
- Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Tabletten enthalten Lactose[1]
Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft
Schwangerschaft
Laut Packungsbeilage sollte Buspiron in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.[1]
Embryotox gibt den Erfahrungsumfang mit "mittel" an: Über 250 Schwangerschaften unter Buspiron sind dokumentiert, darunter eine Fallserie mit 72 Kindern; Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko fanden sich nicht. Bei Einnahme bis zur Geburt sind Anpassungsstörungen beim Neugeborenen möglich; die Entbindung sollte laut Embryotox in einer Klinik mit Neugeborenenmedizin erfolgen. Ist eine Behandlung mit Buspiron bereits eingestellt und im Einzelfall eindeutig wirksamer als andere Mittel, kann sie laut Embryotox in der Schwangerschaft fortgesetzt werden. Bei einer Neueinstellung sollten laut Embryotox besser untersuchte Mittel bevorzugt werden, abhängig vom Anwendungsgebiet zum Beispiel Citalopram, auch Escitalopram, oder Sertralin. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Stillzeit
Laut Packungsbeilage soll während der Behandlung nicht gestillt werden, weil über die Wirkung beim Säugling nichts bekannt ist.[1]
Embryotox liegen veröffentlichte Erfahrungen zu zwölf Mutter-Kind-Paaren vor; in den meisten Fällen wurden bei den gestillten Kindern keine Auffälligkeiten beschrieben. Laut Embryotox ist Stillen bei alleiniger Behandlung mit Buspiron und guter Beobachtung des Kindes akzeptabel. Treten beim Kind anders nicht erklärbare Beschwerden wie Schläfrigkeit (Sedierung), Magen-Darm-Beschwerden, Trinkschwäche oder Unruhe auf, sollten eine Kinderärztin oder ein Kinderarzt und Embryotox kontaktiert werden.[2]
Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.
Alkohol
Sie sollten während der Behandlung keinen Alkohol trinken.[1]
Autofahren und Maschinen
Führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen, solange Sie nicht wissen, wie Buspiron Sie beeinflusst. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Buspiron besonders zu Beginn der Behandlung und bei Dosisänderungen auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so verändert, dass die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt ist.[1]
Anwendung
Die Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen, immer zur gleichen Tageszeit und entweder immer auf nüchternen Magen oder immer nach den Mahlzeiten. Die Tabletten haben eine Bruchrille und können geteilt werden.[1]
Einnahme vergessen: weiter wie verordnet einnehmen, nicht die doppelte Menge.[1]
Absetzen
Setzen Sie die Behandlung fort, bis Ihre Ärztin oder Ihr Arzt etwas anderes sagt; das Ende der Behandlung sollte die Ärztin oder der Arzt festlegen. Absetzen und Wechsel geschehen gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt. Nach plötzlichem Absetzen können sich die Beschwerden erneut verschlechtern.[1]
Überdosierung
Bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort den Notruf 112 oder einen Giftnotruf verständigen. Beobachtet wurden vor allem Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Müdigkeit, verengte Pupillen und Magenbeschwerden.[1]
Zur Stillzeit sagen die Quellen nicht dasselbe: Laut Packungsbeilage soll während der Behandlung nicht gestillt werden, Embryotox hält Stillen bei alleiniger Behandlung mit Buspiron und guter Beobachtung des Kindes für akzeptabel. Was für Sie gilt, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Hintergründe: Schwangerschaft und Kinderwunsch, Stillzeit und Psychopharmaka und Alkohol. [1, 2]
Zur Rechtslage beim Fahren: Nach § 316 StGB macht sich strafbar, wer ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, es sicher zu führen, auch bei Fahrlässigkeit. Die Medikamentenklausel in § 24a Abs. 4 StVG betrifft die dort und in der Anlage zu dieser Vorschrift genannten Substanzen, etwa Amfetamin oder Morphin, wenn sie aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels stammen. Fragen zum Fahren besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr dazu auf der Seite Psychopharmaka und Autofahren. [13, 14, 15]
Klinische und experimentelle Studien gaben laut Packungsbeilage keinen Hinweis darauf, dass Buspiron die Gefahr einer Gewöhnung oder Abhängigkeit mit sich bringt; trotzdem sollte die Anwendung entsprechend überwacht werden. Embryotox schreibt, dass keine Abhängigkeitsentwicklung erfolgt. Buspiron ist laut Packungsbeilage nicht geeignet, Entzugserscheinungen nach dem Absetzen von Benzodiazepinen zu beheben; Benzodiazepine sollten deshalb allmählich abgesetzt worden sein, bevor die Behandlung mit Buspiron beginnt. Das Absetzen geschieht gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; mehr dazu unter Benzodiazepine absetzen und Machen Psychopharmaka abhängig?. [1, 2]
Einnahme und Absetzen
Wie Sie die Tabletten einnehmen und was bei einer vergessenen Einnahme gilt, steht in der Übersicht zum Alltag. [1]
Setzen Sie die Behandlung laut Packungsbeilage so lange fort, bis Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihnen etwas anderes sagt; ist eine langfristige Behandlung erforderlich, überprüft sie oder er die Anwendung regelmäßig. Nach plötzlichem Absetzen der Tabletten können sich Ihre Beschwerden erneut verschlechtern. Das Ende der Behandlung sollte deshalb Ihre Ärztin oder Ihr Arzt festlegen. [1]
Zu Medikamenten gegen Angststörungen allgemein schreibt die S3-Leitlinie Angststörungen, dass die Dosis nach einer längeren Behandlung, die Fortschritte gebracht hat, langsam verringert werden kann. Absetzen und ein Wechsel auf ein anderes Mittel geschehen immer gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Allgemeines dazu auf der Seite Psychopharmaka absetzen. [11]
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Dosierung legt die Ärztin oder der Arzt fest; sie richtet sich laut Packungsbeilage nach der persönlichen Ausgangslage. Die Packungsbeilage nennt allgemeine Angaben für den Beginn der Behandlung, eine mögliche Steigerung und Höchstmengen je Einnahme und Tag, falls die Ärztin oder der Arzt nichts anderes verordnet hat. Bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion wird die Dosis gegebenenfalls verringert. [1]
Präparate mit Buspiron
| Präparat | Anbieter | Hinweis |
|---|---|---|
| Busp | Hexal AG | Tabletten 10 mg, verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite |
Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Quellen
- Gebrauchsinformation Busp 10 mg Tabletten. Hexal AG. Stand 11/2025. abgerufen am 22.10.2026
- Embryotox: Buspiron. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 22.10.2026
- Gesetz Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Buspiron. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 22.10.2026
- Leitlinie S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen, Version 2 (AWMF-Registernummer 051-028), Langfassung. Bandelow B., Beutel M. E. u. a. (Textredaktion B. Bandelow), über die DGPPN veröffentlicht. Stand Version 2, Stand 06.04.2021. abgerufen am 23.10.2026
- Leitlinien (Übersicht der S3-Leitlinien mit Gültigkeit), Eintrag Angststörungen. Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). abgerufen am 23.10.2026
- Gesetz § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): 0,5 Promille-Grenze, Tetrahydrocannabinol-Grenzwert. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
- Gesetz Anlage zu § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): Liste der berauschenden Mittel und Substanzen. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
- Gesetz § 316 Strafgesetzbuch (StGB): Trunkenheit im Verkehr. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
Häufige Fragen
Wie schnell wirkt Buspiron?
Laut Embryotox wird Buspiron für eine fortlaufende Behandlung eingesetzt, und die Wirkung setzt nach etwa 10 bis 14 Tagen ein. Die S3-Leitlinie Angststörungen schreibt, dass die angstlösende Wirkung mit einer Verzögerung von 2 bis 4 Wochen auftreten kann, in manchen Fällen auch später. Bessern sich die Beschwerden nicht innerhalb von 4 bis 8 Wochen, sprechen Sie laut Packungsbeilage mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Macht Buspiron abhängig?
Klinische und experimentelle Studien gaben laut Packungsbeilage keinen Hinweis darauf, dass Buspiron die Gefahr einer Gewöhnung oder Abhängigkeit mit sich bringt; trotzdem sollte die Anwendung entsprechend überwacht werden. Embryotox schreibt, dass keine Abhängigkeitsentwicklung erfolgt. Waren Sie früher von Arzneimitteln oder Drogen abhängig, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Buspiron ist laut Packungsbeilage nicht geeignet, Entzugserscheinungen nach dem Absetzen von Benzodiazepinen zu beheben.
Nimmt man mit Buspiron zu?
Gewichtszunahme und Gewichtsabnahme sind laut Packungsbeilage gelegentliche Nebenwirkungen, sie können also jeweils bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen. Ebenfalls gelegentlich kommen ein gesteigerter Appetit und Appetitlosigkeit vor. Bemerken Sie eine Veränderung Ihres Gewichts, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Darf ich mit Buspiron Alkohol trinken?
Laut Packungsbeilage sollten Sie während der Behandlung keinen Alkohol trinken. Bei einer akuten Alkoholvergiftung darf Buspiron nicht eingenommen werden. Auch Nahrungsmittel und Getränke mit größeren Mengen Grapefruitsaft sollten Sie meiden, weil Grapefruitsaft die Blutspiegel von Buspiron erhöht.
Kann man Buspiron zusammen mit Antidepressiva nehmen?
Ob Buspiron mit einem anderen Mittel zusammen genommen wird, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. MAO-Hemmer wie Tranylcypromin sollten laut Packungsbeilage nicht zusammen mit Buspiron eingenommen werden. Bei SSRI wie Fluoxetin, Fluvoxamin und Paroxetin sowie bei Trazodon, Johanniskraut und Lithium muss die Ärztin oder der Arzt möglicherweise eine Dosisänderung in Betracht ziehen; zusammen mit SSRI wurden in Einzelfällen Krampfanfälle beschrieben. Zur alleinigen Behandlung einer Depression sollte Buspiron laut Packungsbeilage nicht angewendet werden.
Wie setze ich Buspiron ab?
Setzen Sie die Behandlung laut Packungsbeilage so lange fort, bis Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihnen etwas anderes sagt. Nach plötzlichem Absetzen können sich die Beschwerden erneut verschlechtern; das Ende der Behandlung sollte deshalb Ihre Ärztin oder Ihr Arzt festlegen.
Darf ich Buspiron in der Schwangerschaft nehmen?
Laut Packungsbeilage sollte Buspiron in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Embryotox gibt den Erfahrungsumfang mit "mittel" an: Dokumentiert sind über 250 Schwangerschaften unter Buspiron, Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko fanden sich nicht. Bei einer Neueinstellung sollten laut Embryotox besser untersuchte Mittel bevorzugt werden, je nach Anwendungsgebiet zum Beispiel Citalopram, Escitalopram oder Sertralin. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wie hoch ist die Dosis von Buspiron?
Die Dosierung legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest; sie richtet sich laut Packungsbeilage nach Ihrer persönlichen Ausgangslage. Was die Packungsbeilage für den Beginn der Behandlung und als Höchstmenge nennt, steht im Abschnitt zur Dosierung auf dieser Seite. Die Tabletten haben eine Bruchrille und können geteilt werden.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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