MedikamenteWirkstoff

Temazepam

Temazepam ist ein verschreibungspflichtiges Schlafmittel aus der Gruppe der Benzodiazepine; zugelassen ist es zur kurzzeitigen Behandlung von Schlafstörungen bei Erwachsenen. Bekannt ist der Wirkstoff unter anderem als Remestan und Temazep-CT. Temazepam kann auch in der verordneten Dosis abhängig machen; die Behandlung sollte so kurz wie möglich sein und wird schrittweise beendet, nie plötzlich.

Mann in den Fünfzigern mit kurzem grauem Bart gießt am frühen Abend auf einer ruhigen Terrasse Kräuter in Tontöpfen
Bild: KI-generiert

Wofür wird Temazepam eingesetzt?

Temazepam ist zur kurzzeitigen Behandlung von Schlafstörungen bei Erwachsenen zugelassen. Benzodiazepine sollten laut Fach- und Gebrauchsinformation nur bei Schlafstörungen von klinisch bedeutsamem Schweregrad angewendet werden. Vor Beginn einer Behandlung sollte laut Packungsbeilage geprüft werden, ob sich die Schlafstörungen auch ohne Medikamente behandeln lassen. [1, 2, 4]

Nicht alle Angst- oder Schlafstörungen brauchen ein Arzneimittel. Oft sind sie laut Packungsbeilage Ausdruck körperlicher oder seelischer Erkrankungen oder anderer Konflikte und lassen sich durch andere Maßnahmen oder die Behandlung der Grunderkrankung beeinflussen. Benzodiazepine beseitigen nicht die Ursache der Störung; sie vermindern den Leidensdruck und können helfen, den Zugang zu einer weiterführenden Behandlung zu erleichtern. Mehr über Ursachen und Behandlung lesen Sie auf der Seite Schlafstörungen. [1, 4]

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen laut Packungsbeilage von Remestan nicht mit Temazepam behandelt werden; die Fachinformation von Temazep-CT nennt als Grund, dass keine ausreichenden Studien zu Wirksamkeit und Verträglichkeit in diesem Alter vorliegen. Temazepam ist verschreibungspflichtig und steht in Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes. Zubereitungen, die ohne einen weiteren Stoff der Anlagen I bis III je Kapsel oder anderer abgeteilter Form bis zu 20 mg Temazepam enthalten, sind davon ausgenommen und werden auf einem normalen Rezept verordnet; für Einfuhr, Ausfuhr und Durchfuhr gelten aber auch für sie die Vorschriften des Betäubungsmittelrechts. Hinweise zum Unterwegssein mit Medikamenten gibt die Seite Reisen. [2, 3, 4]

Wie wirkt Temazepam?

Temazepam gehört zu den Benzodiazepinen. Laut Fachinformation wirkt es beruhigend (sedierend) und schlaffördernd (hypnotisch), außerdem angstdämpfend, krampflösend (spasmolytisch) und gegen Krampfanfälle (antikonvulsiv). Nervenzellen geben Signale über Botenstoffe weiter. Temazepam bindet an Andockstellen für Benzodiazepine (Benzodiazepinrezeptoren) und verstärkt die hemmende Wirkung der Nervenzellen, die den Botenstoff Gamma-Aminobuttersäure (GABA) nutzen. [2]

Benzodiazepine sind laut Packungsbeilage Arzneimittel für Krankheitszustände, die mit Unruhe- und Angstzuständen, innerer Spannung oder Schlaflosigkeit einhergehen; Temazepam selbst ist ein Schlafmittel. Einen Überblick über diese Mittel gibt die Seite Schlafmittel. [4]

Nach der Einnahme wird Temazepam laut Fachinformation nahezu vollständig aufgenommen, und die höchsten Blutspiegel werden in der Regel nach etwa 50 Minuten erreicht. Der größte Teil wird in der Leber an Glukuronsäure gebunden; diese Verbindungen wirken im zentralen Nervensystem nicht. Die Halbwertszeit hängt einigen Studien nach von Alter und Geschlecht ab und beträgt im Mittel 8 Stunden (7 bis 11) bei jüngeren und bis zu 14 Stunden bei älteren Menschen, bei älteren Frauen bis zu 18,4 Stunden. Nach wiederholter Gabe reichert sich der Wirkstoff in der Regel nicht wesentlich an. [2]

Wann wirkt Temazepam und wie lange wird behandelt?

Temazepam wird etwa eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen eingenommen, und nach der Einnahme sollte eine Schlafdauer von 7 bis 8 Stunden folgen. Die Behandlung sollte so kurz wie möglich sein und einschließlich der schrittweisen Absetzphase 4 Wochen nicht überschreiten. Nach den Richtlinien, die die Fachinformation Ärztinnen und Ärzten mitgibt, soll die Dauer schon vor Beginn mit Ihnen vereinbart und in kurzen Abständen geprüft werden, ob die Behandlung noch nötig ist. Was Packungsbeilage und Fachinformation zu Beginn, Wirkung, Dauer und Ende der Behandlung sagen, zeigt die Zeitleiste; mehr dazu auf den Seiten Wann wirken Psychopharmaka? und Wie lange werden Psychopharmaka genommen?. [1, 2, 4]

  1. BeginnVor Beginn der Behandlung sollte geprüft werden, ob sich die Schlafstörungen auch ohne Medikamente behandeln lassen. Zu Beginn der Behandlung ist mit der Ärztin oder dem Arzt ein Folgetermin zu vereinbaren, bei dem über die Weiterbehandlung entschieden wird. Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Benommenheit, Schwindelgefühl oder Muskelschwäche können vor allem zu Beginn auftreten und verringern sich in der Regel bei wiederholter Anwendung.[1, 4]
  2. Erste WirkungTemazepam wird etwa eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen eingenommen; die höchsten Blutspiegel werden laut Fachinformation in der Regel nach etwa 50 Minuten erreicht. Auf vollen Magen setzt die Wirkung verzögert ein, und die Nachwirkungen am nächsten Morgen können stärker sein.[1, 2]
  3. ErhaltungDie Behandlung sollte so kurz wie möglich sein, im Allgemeinen wenige Tage bis zu 2 Wochen und einschließlich der Absetzphase höchstens 4 Wochen; eine Verlängerung sollte nicht ohne erneute ärztliche Beurteilung erfolgen. Eine unkontrollierte längerfristige Einnahme muss vermieden werden, da sie zu einer Abhängigkeit führen kann. Wird Temazepam wiederholt über einige Wochen angewendet, kann die Wirkung nachlassen (Toleranz).[1, 2, 4]
  4. AbsetzenDie Behandlung wird durch schrittweise Verringerung der Dosis beendet; über das Vorgehen entscheidet die Ärztin oder der Arzt. Beim Absetzen können die ursprünglichen Beschwerden vorübergehend verstärkt wiederkehren (Rebound).[1, 2]

Nebenwirkungen im Blick

Sehr häufig ist laut der Packungsbeilage von Remestan (Stand 2022) eine Beruhigung und Dämpfung (Sedierung). Häufig sind dort Müdigkeit, Benommenheit auch am folgenden Tag, Schwindel, Verwirrtheit, Muskelschwäche und Störungen der Bewegungsabläufe (Ataxie). Diese Nebenwirkungen können je nach Empfindlichkeit und Dosis besonders zu Beginn der Behandlung auftreten und verringern sich in der Regel bei wiederholter Anwendung. [4]

Gelegentlich kommen laut Remestan-Packungsbeilage unter anderem Störungen der sexuellen Erregung vor, etwa ein verändertes sexuelles Verlangen, Impotenz oder Orgasmusstörungen (sexuelle Funktionsstörungen), außerdem gedämpfte Gefühle (emotionale Abstumpfung). Selten ist eine abgeflachte Atmung, besonders in der Nacht. Ohne bekannte Häufigkeit nennt die Packungsbeilage unter anderem Gedächtnislücken, Zittern, das Hervortreten einer bereits vorhandenen Depression, eine Wirkungsumkehr (paradoxe Reaktionen) wie Aggressivität, Wut oder Albträume, eine körperliche und seelische Abhängigkeit, Entzugserscheinungen nach dem Absetzen und eine Sturzgefahr, vor allem bei älteren Menschen. [4]

Nebenwirkungen im Blick

Höchste Häufigkeitsangabe der Produktinformation für Beschwerden, nach denen bei Psychopharmaka oft gefragt wird.

"Nicht genannt" heißt: Die Produktinformation führt die Beschwerde nicht als Nebenwirkung mit Häufigkeitsangabe auf; Hinweise ohne Häufigkeit stehen im Text der Seite. Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht. Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit.

Was Angaben wie "häufig" oder "gelegentlich" bedeuten, zeigt das Werkzeug Was heißt "häufig"?. Die Liste nennt alle Nebenwirkungen aus der Packungsbeilage von Remestan.

Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • NervensystemBeruhigung und Dämpfung (Sedierung)[4]Mehr dazu: Müdigkeit

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Muskeln, Knochen und GelenkeStörungen der Bewegungsabläufe (Ataxie)[4]
  • PsycheVerwirrtheit (Verwirrtheitszustand)[4]
  • NervensystemSchwindelgefühl[4]
  • Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschwäche[4]
  • NervensystemMüdigkeit[4]Mehr dazu: Müdigkeit
  • NervensystemBenommenheit, auch am folgenden Tag[4]Mehr dazu: Müdigkeit

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • AtemwegeAbflachung der Atmung (Atemdepression), besonders während der Nacht[4]

Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

  • AugenSehstörungen, zum Beispiel Doppelbilder oder verschwommenes Sehen[4]

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

  • Blut und LymphsystemErkrankungen des Blutes, zum Beispiel verminderte Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie), stark verminderte Zahl der weißen Blutkörperchen (Agranulozytose) und Verminderung aller Blutzellen (Panzytopenie)[4]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
  • ImmunsystemÜberempfindlichkeitsreaktionen bis hin zu plötzlichen, schweren allergischen Reaktionen (anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen) mit Beschwerden wie Hautausschlag, Schwellungen im Gesichtsbereich, Übelkeit, Schwindel, Atemnot, Herzrasen bis hin zu Bewusstlosigkeit und Kreislaufschock[4]
  • HormonsystemUnangemessen hohe Ausschüttung des antidiuretischen Hormons (SIADH), die zu einem Natriummangel im Blut führt; das kann zum Beispiel Kopfschmerz, Verwirrtheit und Krampfanfälle hervorrufen[4]Mehr dazu: Natriummangel
  • PsycheHalluzinationen, Enthemmung, euphorische Stimmungen, Unruhe, Schlafstörungen[4]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
  • PsycheWirkungsumkehr ("paradoxe Reaktionen") wie Aggressivität, Reizbarkeit, Wut, Albträume sowie Wahnvorstellungen, unangemessenes Verhalten und andere Verhaltensstörungen wie Feindseligkeit, meist bei älteren Menschen[4]
  • PsycheHervortreten (Demaskierung) einer bereits vorhandenen Depression[4]
  • PsycheKörperliche und seelische Abhängigkeit[4]Mehr dazu: Abhängigkeit und Entzugserscheinungen
  • PsycheEntzugserscheinungen oder verstärkte Wiederkehr der ursprünglichen Beschwerden (Rebound) nach dem Absetzen[4]Mehr dazu: AbsetzsymptomeAbhängigkeit und Entzugserscheinungen
  • NervensystemZeitlich begrenzte Gedächtnislücken (anterograde Amnesie), Zittern, Drehschwindel, Störungen des Sprechens (Dysarthrie) wie verwaschene Sprache[4]
  • Gefäße und KreislaufErniedrigter Blutdruck (Hypotonie)[4]
  • Leber und GalleGelbsucht, Anstieg der Leberwerte (zum Beispiel Bilirubin, Transaminasen, alkalische Phosphatase)[4]
  • Allgemeine BeschwerdenSturzgefahr, besonders bei älteren Menschen oder wenn Temazepam nicht nach Vorschrift eingenommen wurde[4]

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Sinnestäuschungen und eine Wirkungsumkehr wie Unruhe, Reizbarkeit oder Aggressivität sind laut Packungsbeilage bei älteren Menschen wahrscheinlicher. [1, 4]

Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie an Depressionen leiden. Bei Depressionen sollte Temazepam laut Packungsbeilage von Remestan nur mit äußerster Vorsicht angewendet werden, weil eine bereits vorhandene Depression hervortreten kann, was zu Suizidversuchen führen kann. Benzodiazepine sollten nicht zur alleinigen Behandlung von Depressionen oder von Angst, die von Depressionen begleitet wird, angewendet werden; laut Fachinformation können sich die depressiven Beschwerden unter Umständen verstärken, wenn die Grunderkrankung nicht geeignet mit Antidepressiva behandelt wird (Suizidgefahr). Merken Sie, dass Ihre Stimmung sinkt, oder geht es Ihnen sehr schlecht, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. In einer akuten Krise erreichen Sie Hilfe unter diesen Nummern. [2, 4]

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau in den Vierzigern mit dunklen Locken geht an einem hellen Vormittag einen Weg unter hohen Bäumen in einem Park entlang
Bild: KI-generiert

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke; über Gegenmaßnahmen entscheidet laut Packungsbeilage die Ärztin oder der Arzt. Unterbrechen oder beenden Sie die Einnahme nicht, ohne vorher mit ihr oder ihm zu sprechen. [1, 4]

Einige Hinweise aus Packungsbeilage und Fachinformation betreffen den Alltag:

  • Achten Sie nach der Einnahme auf eine ausreichend lange, ununterbrochene Schlafdauer von 7 bis 8 Stunden. Das verringert laut Packungsbeilage das Risiko zeitlich begrenzter Gedächtnislücken, bei denen man einige Stunden nach der Einnahme Handlungen ausführt, an die man sich später nicht erinnert. [1, 4]
  • Bei älteren Menschen ist wegen der erhöhten Sturzgefahr, besonders beim nächtlichen Aufstehen, Vorsicht geboten; Hintergründe auf der Seite Im Alter. [1, 4]
  • Nehmen Sie zusätzlich Opioide, etwa starke Schmerzmittel, kann es laut Packungsbeilage hilfreich sein, Freunde oder Verwandte zu bitten, bei Ihnen auf Schläfrigkeit und Atembeschwerden zu achten. Treten solche Beschwerden auf, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. [1, 4]
  • Die Weichkapseln enthalten Sorbitol. Laut Fachinformation sind gleichzeitig eingenommene sorbitol- oder fructosehaltige Arzneimittel und Lebensmittel zu berücksichtigen; mehr dazu unter Ernährung. [2]

Im Stimmungs- und Nebenwirkungstagebuch können Sie Schlaf, Stimmung und Beschwerden festhalten und zum Termin mitnehmen; die Fragen fürs Arztgespräch helfen bei der Vorbereitung.

Wechselwirkungen

Zusammen mit Opioiden, also starken Schmerzmitteln, Mitteln zur Substitutionstherapie und einigen Hustenmitteln, steigt das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression) und Koma; das kann lebensbedrohlich sein. Diese Kombination sollte laut Packungsbeilage nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt, und dann begrenzt die Ärztin oder der Arzt Dosis und Dauer. Schlaf-, Beruhigungs-, Schmerz- und Narkosemittel, Mittel gegen psychische Erkrankungen, angstlösende Mittel, Mittel gegen Epilepsie und Allergiemittel können Temazepam beeinflussen oder von ihm beeinflusst werden; laut Fachinformation kann sich die dämpfende Wirkung gegenseitig verstärken, und besondere Vorsicht ist bei Mitteln geboten, die die Atmung dämpfen. Zusammen mit Natriumoxybat kann die Atmung stärker gedämpft werden. [1, 2, 4]

Mittel, die bestimmte Leberenzyme hemmen, zum Beispiel Cimetidin, Omeprazol, die "Pille" oder Erythromycin, können die Wirkung von Temazepam verstärken; Theophyllin und Aminophyllin, Mittel bei Asthma und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, können die dämpfende Wirkung abschwächen. In der Schwangerschaft darf Temazepam nicht zusammen mit Diphenhydramin eingenommen werden. [2, 4]

Wechselwirkungen von Temazepam
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Opioide (starke Schmerzmittel, Mittel zur Substitutionstherapie und einige Hustenmittel)Höheres Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression) und Koma; kann lebensbedrohlich sein[1, 2]Gleichzeitige Anwendung nur, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt; Dosis und Dauer begrenzt die Ärztin oder der Arzt. Alle opioidhaltigen Mittel angeben
Schmerz-, Schlaf-, Beruhigungs- und Narkosemittel, Mittel gegen psychische Erkrankungen (Neuroleptika, Antidepressiva, laut Fachinformation auch Lithium-Präparate), angstlösende Mittel, Mittel gegen Epilepsie, Allergiemittel (Antihistaminika)Gegenseitige Beeinflussung, laut Fachinformation gegenseitige Verstärkung der dämpfenden Wirkung. Bei Mitteln, die die Atmung dämpfen, kann sich eine Abflachung der Atmung verstärken und eine Notfallbehandlung nötig werden[1, 2, 4]Ärztin oder Arzt informieren; besondere Vorsicht bei Mitteln, die die Atmung dämpfen
Starke Schmerzmittel vom Opiattyp (Narkoanalgetika)Die euphorisierende Wirkung kann sich verstärken, eine Abhängigkeit kann sich dadurch schneller entwickeln[2, 4]Ärztin oder Arzt informieren
Natriumoxybat (Mittel bei bestimmten Formen von Schlafstörungen)Die Atmung kann stärker gedämpft werden (verstärkte Atemdepression)[4]Ärztin oder Arzt informieren
Mittel gegen Epilepsie, besonders Hydantoinderivate oder BarbiturateNebenwirkungen können verstärkt auftreten[4]Ärztin oder Arzt informieren
Theophyllin und Aminophyllin (Mittel bei Asthma und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung)Die dämpfende Wirkung von Temazepam kann abgeschwächt werden[4]Ärztin oder Arzt informieren
Muskelentspannende Mittel (Muskelrelaxanzien)Die muskelentspannende Wirkung kann sich verstärken, besonders bei älteren Menschen und höherer Dosis; Sturzgefahr[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Blutdrucksenkende Mittel, laut Fachinformation auch BetablockerDie Wirkungen können sich gegenseitig beeinflussen[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Mittel, die bestimmte Leberenzyme (Cytochrom P450) hemmen, zum Beispiel Cimetidin (Mittel gegen Magengeschwüre), Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol, hormonelle Verhütungsmittel ("Pille") und Makrolid-Antibiotika wie ErythromycinDie Wirkung von Temazepam kann sich verstärken[1, 2, 4]Ärztin oder Arzt informieren
Diphenhydramin (in der Schwangerschaft)Die Kombination kann für das ungeborene Kind lebensbedrohlich sein[1, 2, 4]In der Schwangerschaft nicht zusammen einnehmen
AlkoholDie Wirkung von Temazepam kann sich verändern und verstärken; Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, werden zusätzlich beeinträchtigt[1, 2]Während der Behandlung Alkohol meiden

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen anwenden können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wie Psychopharmaka zusammenwirken, erklärt die Seite Psychopharmaka kombinieren; einen Überblick über alle Mittel, die Sie nehmen, gibt der Medikationsplan.

Wer Temazepam nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Zu den Gegenanzeigen gehören unter anderem eine krankhafte Muskelschwäche (Myasthenia gravis), schwere Störungen der Atemfunktion, ein nächtliches Aussetzen der Atmung (Schlafapnoe-Syndrom), schwere Leberschäden und eine akute Vergiftung mit Alkohol, Schlaf- oder Schmerzmitteln oder Mitteln gegen psychische Erkrankungen. Wer derzeit oder früher von Alkohol, Arzneimitteln oder Drogen abhängig ist oder war, darf laut Packungsbeilage keine Benzodiazepine einnehmen, ausgenommen in seltenen Situationen, die nur die Ärztin oder der Arzt beurteilen kann. Was bei Depressionen gilt, steht im Abschnitt Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen. [1, 2, 4]

Nicht anwenden bei

  • Allergie gegen Temazepam, andere Benzodiazepine oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2, 4]
  • Akute Vergiftung mit Alkohol, Schlaf- und Schmerzmitteln oder Mitteln zur Behandlung psychischer Erkrankungen (Neuroleptika, Antidepressiva, Lithium-Präparate)[1, 2, 4]
  • Krankhafte Muskelschwäche (Myasthenia gravis)[1, 2]
  • Erkrankungen mit Störungen der Gang- und Bewegungskoordination (spinale und zerebellare Ataxien)[1, 2]
  • Schwere Leberschäden[1, 2]
  • Schwere Störungen der Atemfunktion[1, 2]
  • Nächtliches krankhaftes Aussetzen der Atmung (Schlafapnoe-Syndrom)[1, 2]
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren[1, 2, 4]

Besondere Vorsicht bei

  • Abhängigkeitserkrankung in der Vorgeschichte (Alkohol, Arzneimittel, Drogen): besondere Vorsicht. Wer derzeit oder früher abhängig von Alkohol, Arzneimitteln oder Drogen ist oder war, darf laut Packungsbeilage Benzodiazepine nicht einnehmen, außer in seltenen, nur ärztlich zu beurteilenden Situationen[1, 2]
  • Abhängigkeit: Temazepam kann wie andere Schlafmittel zu körperlicher und seelischer Abhängigkeit führen, auch im therapeutischen Dosisbereich. Das Risiko steigt mit Dosis und Dauer der Behandlung und ist bei Alkohol-, Arzneimittel- oder Drogenabhängigkeit in der Vorgeschichte erhöht. Erhöhen Sie die verordnete Dosis nicht und verkürzen Sie nicht die Abstände zwischen den Einnahmen, auch wenn die Wirkung nachlässt; das kann ein erstes Zeichen einer entstehenden Abhängigkeit sein[1, 2]
  • Atemstörungen oder Störungen der Leber- oder Nierenfunktion: Eventuell muss die Dosis verringert werden. Bei chronischer Atemschwäche wird laut Fachinformation wegen des Risikos einer gedämpften Atmung eine niedrigere Dosis empfohlen[1, 2]
  • Ältere oder geschwächte Menschen: Eine niedrigere Dosis wird empfohlen; bei älteren Menschen ist wegen der Sturzgefahr, besonders beim nächtlichen Aufstehen, Vorsicht geboten[1, 2]
  • Depression oder andere Störungen des seelischen Zustands: Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie an Depressionen leiden. Bei Depressionen sollte Temazepam nur mit äußerster Vorsicht angewendet werden, da eine bereits vorhandene Depression hervortreten (demaskiert werden) kann, was zu Suizidversuchen führen kann. Benzodiazepine sollten nicht zur alleinigen Behandlung eingenommen werden, da sich die Krankheit verstärken kann; die Fachinformation nennt in diesem Zusammenhang die Suizidgefahr[1, 2, 4]
  • Psychosen: Benzodiazepine werden zur primären Behandlung nicht empfohlen[2, 4]
  • Gedächtnislücken: Benzodiazepine können zeitlich begrenzte Gedächtnislücken (anterograde Amnesie) verursachen. Dann werden, meist einige Stunden nach der Einnahme, unter Umständen Handlungen ausgeführt, an die man sich später nicht erinnern kann. Das Risiko steigt mit der Dosis und kann durch eine ausreichend lange, ununterbrochene Schlafdauer von 7 bis 8 Stunden verringert werden[1, 2]
  • Sorbitol: Die Weichkapseln enthalten Sorbitol; laut Fachinformation sind gleichzeitig eingenommene sorbitol- oder fructosehaltige Arzneimittel und Lebensmittel zu berücksichtigen[1, 2, 4]
  • Leberfunktionsstörungen oder Funktionsstörungen des Gehirns (Enzephalopathien): Behandlung nur mit Vorsicht, weil Benzodiazepine eine leberbedingte Funktionsstörung des Gehirns (hepatische Enzephalopathie) verschlechtern können[4]
  • Bestehende Anfallsleiden oder gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln wie Mitteln gegen Epilepsie oder Antidepressiva: Krampfanfälle können häufiger auftreten[4]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Schwangerschaft

Sie sollten Temazepam in der Schwangerschaft nicht einnehmen; laut Fachinformation liegen zur Anwendung beim Menschen unzureichende Erfahrungen vor. Benachrichtigen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt umgehend, wenn Sie schwanger geworden sind, schwanger werden möchten oder vermuten, schwanger zu sein. In der Schwangerschaft dürfen Sie keine Arzneimittel mit Diphenhydramin einnehmen, wenn Sie gleichzeitig Temazepam einnehmen; laut Fachinformation kann diese Kombination für das ungeborene Kind lebensbedrohlich sein.[1, 2, 4]

Höhere Gaben vor oder während der Geburt und eine längerfristige Anwendung in der Schwangerschaft können das Verhalten des Neugeborenen vorübergehend beeinträchtigen. Nach längerer Einnahme in der Schwangerschaft können beim Neugeborenen Entzugserscheinungen auftreten; laut Fachinformation können Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft über längere Zeit Benzodiazepine eingenommen haben, eine körperliche Abhängigkeit entwickeln. Eine Anwendung gegen Ende der Schwangerschaft oder während der Geburt kann beim Neugeborenen zu erniedrigter Körpertemperatur (Hypothermie), Blutdruckabfall, gedämpfter Atmung, herabgesetzter Muskelspannung und Trinkschwäche führen; nach hohen Dosen sind solche Auswirkungen laut Fachinformation zu erwarten ("Floppy-Infant-Syndrom"). Das Fehlbildungsrisiko nach therapeutischen Dosen von Benzodiazepinen in der Frühschwangerschaft scheint laut Fachinformation beim Menschen gering zu sein, obwohl einige epidemiologische Studien Anhaltspunkte für ein erhöhtes Risiko für Gaumenspalten ergaben.[1, 2, 4]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Sie sollten Temazepam in der Stillzeit nicht einnehmen, da wirksame Bestandteile in die Muttermilch übergehen. Laut Fachinformation reichert sich Temazepam in der Muttermilch an; sind wiederholte oder hohe Dosen in der Stillzeit zwingend nötig, ist abzustillen.[1, 2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Alkohol

Meiden Sie Alkohol während der Behandlung, da Alkohol die Wirkung von Temazepam verändern und verstärken kann; laut Fachinformation geschieht das in nicht vorhersehbarer Weise, und Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, werden zusätzlich beeinträchtigt.[1, 2]

Autofahren und Maschinen

Schläfrigkeit, Gedächtnisstörungen, verminderte Konzentrationsfähigkeit und beeinträchtigte Muskelfunktion können sich nachteilig auf die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Arbeiten mit Maschinen auswirken, in besonderem Maße nach zu kurzem Schlaf oder zusammen mit Alkohol.[1, 2, 4]

Anwendung

Die Weichkapseln unabhängig von den Mahlzeiten mit Flüssigkeit (zum Beispiel 1 Glas Wasser) etwa eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen einnehmen, nicht auf vollen Magen: Sonst muss mit verzögertem Wirkungseintritt und, abhängig von der Schlafdauer, mit stärkeren Nachwirkungen wie Müdigkeit und Konzentrationsstörungen am nächsten Morgen gerechnet werden. Nach der Einnahme sollte eine Schlafdauer von 7 bis 8 Stunden folgen.[1]

Einnahme vergessen: nicht die doppelte Menge einnehmen; die Einnahme wie gewohnt fortsetzen, ohne die vergessene Dosis nachzuholen.[1, 4]

Nehmen Sie Benzodiazepine nur nach ärztlicher Anweisung, nie von anderen entgegen, und geben Sie sie nie an andere weiter.[1]

Absetzen

Unterbrechen oder beenden Sie die Einnahme nicht, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen. Benzodiazepine dürfen nie abrupt abgesetzt werden, sondern nur schrittweise mit verringerter Dosis (Ausschleichen). Nach längerer Anwendung (länger als 1 Woche) und plötzlichem Beenden können die ursprünglichen Beschwerden in Form von Spannungszuständen, innerer Unruhe, Zittern, Angst und Schwitzen bis hin zu Krampfanfällen vorübergehend verstärkt wiederkehren. Auch nach einer kürzeren Behandlung können nach plötzlichem Absetzen Schlafstörungen vorübergehend wieder auftreten (Rebound-Schlaflosigkeit), begleitet von Stimmungswechseln, Angstzuständen und Unruhe.[1, 2]

Hat sich eine körperliche Abhängigkeit entwickelt, treten beim plötzlichen Abbruch Entzugserscheinungen auf: Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Angst- oder Spannungszustände, innere Unruhe, Schlafstörungen, Verwirrtheit und Reizbarkeit; in schweren Fällen Realitätsverlust, Verhaltens- oder Persönlichkeitsstörungen, Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und Berührung, Taubheit und Kribbeln in Armen und Beinen, Sinnestäuschungen oder epileptische Anfälle. Nach längerem Gebrauch können solche Absetzerscheinungen, oft mit einigen Tagen Verzögerung, als Unruhe, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Krampfanfälle und Halluzinationen auftreten; laut Packungsbeilage verschwinden sie nach einigen Tagen bis Wochen.[1, 2]

Überdosierung

Anzeichen einer leichten Überdosierung können Schläfrigkeit, geistige Verwirrung, Benommenheit, Sehstörungen, undeutliches Sprechen, Blutdruckabfall, Gang- und Bewegungsunsicherheit und Muskelschwäche sein. Bei einer schweren Vergiftung kann es zu Tiefschlaf bis Bewusstlosigkeit, Störungen der Atemfunktion, Erregungszuständen und Kreislaufkollaps kommen. Bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort den Notruf 112 oder einen Giftnotruf verständigen.[1, 4]

Wenn Sie während der Behandlung schwanger werden möchten oder vermuten, schwanger zu sein, teilen Sie das laut Packungsbeilage umgehend Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mit; sie oder er entscheidet dann über eine Umstellung auf ein anderes Arzneimittel oder den Abbruch der Behandlung. Beenden Sie die Einnahme nicht, ohne vorher mit ihr oder ihm zu sprechen. Hintergründe: Schwangerschaft und Kinderwunsch, Stillzeit und Psychopharmaka und Alkohol. [4]

Das Reaktionsvermögen kann auch am folgenden Morgen noch beeinträchtigt sein. Benommenheit auch am folgenden Tag ist laut Packungsbeilage von Remestan eine häufige Nebenwirkung, und Schläfrigkeit, Gedächtnisstörungen, verminderte Konzentrationsfähigkeit und eine beeinträchtigte Muskelfunktion können sich nachteilig auf die Verkehrstüchtigkeit auswirken, in besonderem Maße nach zu kurzem Schlaf und zusammen mit Alkohol. Um das Risiko am folgenden Morgen zu mindern, sollte nach der Einnahme eine Schlafdauer von 7 bis 8 Stunden gewährleistet sein. Führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, solange Ihr Reaktionsvermögen beeinträchtigt ist; ob das bei Ihnen der Fall ist, klären Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. [1, 2, 4]

Zur Rechtslage beim Fahren: Nach § 316 StGB macht sich strafbar, wer ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, es sicher zu führen, auch bei Fahrlässigkeit. Die Medikamentenklausel in § 24a Abs. 4 StVG betrifft die dort und in der Anlage zu dieser Vorschrift genannten Substanzen, etwa Amfetamin oder Morphin, wenn sie aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels stammen. Mehr dazu auf der Seite Psychopharmaka und Autofahren. [11, 12, 13]

Gewöhnung und Abhängigkeit

Wird Temazepam wiederholt über einige Wochen angewendet, kann die Wirkung nachlassen (Toleranz). Erhöhen Sie die verordnete Dosis auf keinen Fall und verkürzen Sie nicht die Abstände zwischen den Einnahmen, auch dann nicht, wenn die Wirkung nachlässt; das kann laut Packungsbeilage ein erstes Zeichen einer entstehenden Abhängigkeit sein, und eine eigenmächtige Änderung der Dosis erschwert die gezielte Behandlung. [1, 4]

Temazepam kann wie andere Schlafmittel zu körperlicher und seelischer Abhängigkeit führen. Das gilt laut Fachinformation für die missbräuchliche Einnahme besonders hoher Dosen und ebenso schon für die Dosen, die zur Behandlung verordnet werden. Das Risiko steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung und ist bei einer Alkohol-, Arzneimittel- oder Drogenabhängigkeit in der Vorgeschichte erhöht. Die Fachinformation weist außerdem darauf hin, dass es eine Abhängigkeit auch ohne Steigerung der Dosis gibt, ebenso die sogenannte Niedrigdosis-Abhängigkeit. Eine unkontrollierte längerfristige Einnahme muss laut Packungsbeilage vermieden werden. [1, 2, 4]

Hat sich eine körperliche Abhängigkeit entwickelt, wird ein plötzlicher Abbruch der Behandlung laut Fachinformation von Entzugssymptomen begleitet. Sie können sich in Kopf- und Muskelschmerzen, außergewöhnlicher Angst, Spannungszuständen, innerer Unruhe, Verwirrtheit und Reizbarkeit äußern; in schweren Fällen können unter anderem Realitätsverlust, Sinnestäuschungen oder epileptische Anfälle auftreten. Die vollständige Aufzählung steht in der Übersicht zum Alltag unter "Absetzen". [2, 4]

Benzodiazepine dürfen laut Packungsbeilage nur nach ärztlicher Anweisung eingenommen werden. Nehmen Sie sie nie von anderen entgegen und geben Sie sie nie an andere weiter. Mehr dazu auf den Seiten Abhängigkeit und Medikamentenabhängigkeit. [1, 4]

Einnahme und Absetzen

Wie Sie die Weichkapseln einnehmen und was bei einer vergessenen Einnahme gilt, steht in der Übersicht zum Alltag.

Unterbrechen oder beenden Sie die Einnahme nicht, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen. Benzodiazepine dürfen laut Packungsbeilage nie abrupt abgesetzt werden; beendet wird die Behandlung durch eine schrittweise Verringerung der Dosis (Ausschleichen), die Ihnen die Ärztin oder der Arzt genau erklärt. Laut Fachinformation ist es angebracht, Sie zu Beginn über die begrenzte Dauer der Behandlung zu informieren; wichtig ist außerdem, dass Sie um die Möglichkeit von Rebound-Erscheinungen wissen, weil das die Angst vor solchen Beschwerden beim Absetzen verringern kann. [1, 2, 4]

Nach einem plötzlichen Ende der Behandlung ist das Risiko von Entzugs- und Absetzerscheinungen höher; auch nach einer kürzeren Behandlung können die ursprünglichen Beschwerden dann vorübergehend verstärkt wiederkehren (Rebound). Welche Beschwerden Packungsbeilage und Fachinformation nennen, steht in der Übersicht zum Alltag unter "Absetzen". Absetzerscheinungen nach längerem Gebrauch, die oft mit einigen Tagen Verzögerung beginnen, verschwinden laut Packungsbeilage nach einigen Tagen bis Wochen. Bei kurz wirksamen Benzodiazepinen gibt es laut Fachinformation Anzeichen, dass Entzugserscheinungen schon in der Zeit zwischen zwei Einnahmen auftreten können, besonders bei hoher Dosierung. [1, 2, 4]

Absetzen und ein Wechsel auf ein anderes Mittel geschehen immer gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Was beim Beenden einer Behandlung mit Benzodiazepinen wichtig ist, erklärt die Seite Benzodiazepine und Z-Substanzen absetzen; mögliche Beschwerden beschreibt die Seite Absetzsymptome. [1, 4]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage nennt eine Tageshöchstdosis für Erwachsene. Bei älteren oder geschwächten Menschen, bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion, chronischer Atemschwäche oder hirnorganischen Veränderungen sollte die Behandlung mit einem niedriger dosierten Präparat beginnen. Die Behandlung sollte mit der niedrigsten empfohlenen Dosis begonnen werden, und eine Erhöhung darf nur die Ärztin oder der Arzt vornehmen. [1, 4]

Präparate mit Temazepam

Präparate mit Temazepam
PräparatAnbieterHinweis
Temazep-CTAbZ-Pharma GmbHWeichkapseln mit 20 mg, verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite
RemestanViatris Healthcare GmbHWeichkapseln mit 20 mg, verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite
Remestan miteViatris Healthcare GmbHWeichkapseln mit 10 mg, verschreibungspflichtig

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Temazep-CT 20 mg Kapseln. AbZ-Pharma GmbH. Stand 09/2018. abgerufen am 22.10.2026
  2. Fachinformation Temazep-CT 20 mg Kapseln. AbZ-Pharma GmbH. Stand 09/2018. abgerufen am 22.10.2026
  3. Gesetz Betäubungsmittelgesetz (BtMG), Anlage III, Eintrag Temazepam. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 22.10.2026
  4. Gebrauchsinformation Remestan 20 mg Weichkapseln. Viatris Healthcare GmbH. Stand 05/2022. abgerufen am 22.10.2026
  5. Gebrauchsinformation Remestan mite 10 mg Weichkapseln. Viatris Healthcare GmbH. Stand 05/2022. abgerufen am 23.10.2026
  6. Gesetz § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): 0,5 Promille-Grenze, Tetrahydrocannabinol-Grenzwert. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
  7. Gesetz Anlage zu § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): Liste der berauschenden Mittel und Substanzen. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
  8. Gesetz § 316 Strafgesetzbuch (StGB): Trunkenheit im Verkehr. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026

Häufige Fragen

Wie lange wirkt Temazepam?

Die höchsten Blutspiegel werden laut Fachinformation in der Regel nach etwa 50 Minuten erreicht. Die Halbwertszeit hängt einigen Studien nach von Alter und Geschlecht ab: im Mittel 8 Stunden (7 bis 11) bei jüngeren, bis zu 14 Stunden bei älteren Menschen und bei älteren Frauen bis zu 18,4 Stunden. Benommenheit auch am folgenden Tag ist laut Packungsbeilage von Remestan eine häufige Nebenwirkung. Nach der Einnahme sollten 7 bis 8 Stunden Schlaf gewährleistet sein, um das Risiko eines beeinträchtigten Reaktionsvermögens am nächsten Morgen zu mindern.

Macht Temazepam abhängig?

Ja, das ist möglich. Temazepam kann laut Packungsbeilage und Fachinformation zu körperlicher und seelischer Abhängigkeit führen, auch in den Dosen, die zur Behandlung verordnet werden. Das Risiko steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung und ist höher, wenn früher Alkohol, Arzneimittel oder Drogen missbraucht wurden. Erhöhen Sie die Dosis nicht selbst, auch wenn die Wirkung nachlässt.

Wie lange darf man Temazepam nehmen?

Die Behandlung sollte laut Packungsbeilage so kurz wie möglich sein, im Allgemeinen wenige Tage bis zu 2 Wochen, und einschließlich der schrittweisen Absetzphase 4 Wochen nicht überschreiten. Länger sollte sie nicht ohne erneute Beurteilung durch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt dauern. Zu Beginn wird ein Folgetermin vereinbart, bei dem über die Weiterbehandlung entschieden wird.

Ist Remestan dasselbe wie Temazepam?

Remestan ist ein Präparat mit dem Wirkstoff Temazepam; eine Weichkapsel enthält 20 mg Temazepam, bei Remestan mite 10 mg. Ein weiteres Präparat ist Temazep-CT. Alle sind verschreibungspflichtig, und Benzodiazepine dürfen laut Packungsbeilage nur nach ärztlicher Anweisung eingenommen werden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Darf ich mit Temazepam Auto fahren?

Schläfrigkeit, Gedächtnisstörungen, verminderte Konzentrationsfähigkeit und eine beeinträchtigte Muskelfunktion können sich laut Packungsbeilage nachteilig auf die Verkehrstüchtigkeit auswirken, besonders nach zu kurzem Schlaf und zusammen mit Alkohol. Benommenheit kann auch am folgenden Tag auftreten. Führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, solange Ihr Reaktionsvermögen beeinträchtigt ist; ob das bei Ihnen der Fall ist, klären Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Darf ich zu Temazepam Alkohol trinken?

Laut Packungsbeilage sollten Sie während der Behandlung keinen Alkohol trinken. Alkohol kann die Wirkung von Temazepam in nicht vorhersehbarer Weise verändern und verstärken, und Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, werden weiter beeinträchtigt. Bei einer akuten Alkoholvergiftung darf Temazepam nicht eingenommen werden.

Wie setze ich Temazepam ab?

Nur gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Benzodiazepine dürfen laut Packungsbeilage nie abrupt abgesetzt werden; die Behandlung wird durch schrittweise Verringerung der Dosis beendet. Nach plötzlichem Beenden können die ursprünglichen Beschwerden vorübergehend verstärkt wiederkehren, und hat sich eine körperliche Abhängigkeit entwickelt, treten Entzugserscheinungen auf. Absetzerscheinungen nach längerem Gebrauch verschwinden laut Packungsbeilage nach einigen Tagen bis Wochen.

Wie hoch ist die Dosis von Temazepam?

Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Die Packungsbeilage nennt eine Tageshöchstdosis für Erwachsene; für ältere oder geschwächte Menschen und bei bestimmten Vorerkrankungen sollte die Behandlung mit einem niedriger dosierten Präparat beginnen. Die Angaben stehen im Abschnitt zur Dosierung auf dieser Seite.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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