ErkrankungenErkrankung
Abhängigkeit von Beruhigungs- und Schlafmitteln
Bei Lorazepam, einem Benzodiazepin, besteht laut Fachinformation schon bei täglicher Einnahme über wenige Wochen die Gefahr einer Abhängigkeit, auch im üblichen Dosisbereich; ein Abhängigkeitsrisiko nennen auch die Fachinformationen von Z-Substanzen wie Zolpidem und von Pregabalin. Wer ein solches Mittel in ärztlicher Absprache und nach Abwägung von Nutzen und Schaden weiter einnimmt, erfüllt laut S3-Leitlinie damit nicht das ICD-Kriterium einer Abhängigkeit; eine eigenständige Einnahme oder Dosissteigerung ohne oder gegen ärztliche Empfehlung bei negativen Folgen erfüllt es dagegen. Das Absetzen nach längerer Einnahme soll laut Leitlinie schrittweise erfolgen, mit einem Angebot psychosozialer Unterstützung und gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt; wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, gibt es sofort Hilfe, etwa über den Notruf 112 oder die TelefonSeelsorge.

Manche Medikamente können laut Fachinformation auch in den üblichen, ärztlich verordneten Dosen abhängig machen, zum Beispiel Lorazepam [3]. Die S3-Leitlinie Medikamentenbezogene Störungen behandelt dabei Opioide, Benzodiazepine und verwandte Substanzen, Cannabinoide, Gabapentinoide wie Pregabalin, nicht-opioide Schmerzmittel, Stimulanzien und den Gebrauch mehrerer Substanzen [1]. Diese Seite beschreibt vor allem Beruhigungs- und Schlafmittel: die Benzodiazepine und die verwandten Z-Substanzen. Zur Abhängigkeit von Opioiden, auch von opioidhaltigen Schmerzmitteln, steht mehr unter Opioidabhängigkeit.
Festgestellt wird eine Abhängigkeit nach den Kriterien der ICD-10. In der deutschen Fassung ICD-10-GM werden psychische und Verhaltensstörungen durch Beruhigungs- und Schlafmittel (Sedativa oder Hypnotika) mit F13 verschlüsselt, das Abhängigkeitssyndrom mit F13.2. Das Abhängigkeitssyndrom kann sich laut ICD auf einen einzelnen Stoff beziehen, als Beispiel nennt sie Diazepam [4]. Die Arzneimittel wurden ursprünglich wegen einer Erkrankung verordnet, etwa wegen Angst, Depression, Schmerzen oder neurologischer Störungen; laut Leitlinie gibt es einen fließenden Übergang zwischen bestimmungsgemäßem Gebrauch, Fehlgebrauch, missbräuchlichem und abhängigem Gebrauch [1].
Zahlen aus klinischer Diagnostik in ausreichend großen, repräsentativen Stichproben dazu, wie oft unter einer ärztlich begründeten Behandlung mit Benzodiazepinen oder Z-Substanzen ein schädlicher Gebrauch oder eine Abhängigkeit entsteht, gibt es laut Leitlinie für Deutschland nicht. In einer Befragung der Bevölkerung von 18 bis 64 Jahren (Epidemiologischer Suchtsurvey 2012) ergaben sich nach DSM-IV je 0,8 Prozent für Missbrauch und Abhängigkeit von Schlafmitteln sowie 0,8 Prozent für Missbrauch und 1,4 Prozent für Abhängigkeit von Beruhigungsmitteln. Ältere Menschen und Bewohnerinnen und Bewohner von Altenheimen werden in solchen Studien meist nicht erfasst, die Zahlen sind deshalb vermutlich zu niedrig [1]. Als Merkmale, die eine Einnahme bzw. einen Langzeitgebrauch vorhersagen können, nennt die Leitlinie ein Alter über 65 Jahre, besonders bei Frauen, eine chronische oder psychische Erkrankung und einen Krankenhausaufenthalt [1].
Grundlage dieser Seite ist die S3-Leitlinie Medikamentenbezogene Störungen der DGPPN und der DG-Sucht, 1. Auflage, Version 1.1 mit Stand vom 14.01.2021. Sie wurde am 1. August 2020 verabschiedet und war bis zur nächsten Überarbeitung, spätestens bis Ende Juli 2025 gültig; ihre Gültigkeit ist abgelaufen [1, 2]. Was die Fachinformationen zur Abhängigkeit sagen, steht hier am Beispiel von Lorazepam, Zolpidem und Pregabalin [3, 5, 6].
Anzeichen einer Medikamentenabhängigkeit
Nach der ICD-10 gelten für eine Abhängigkeit diese sechs Kriterien; mindestens drei davon müssen laut Leitlinie innerhalb eines Jahres immer wieder oder während eines Monats erfüllt sein [1]:
- ein starker Wunsch oder Zwang, das Mittel einzunehmen
- verminderte Kontrolle über Beginn, Ende und Menge der Einnahme
- ein körperliches Entzugssyndrom, wenn die Einnahme beendet oder verringert wird
- Toleranz: Um die ursprüngliche Wirkung zu erreichen, sind zunehmend höhere Dosen nötig
- fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügen oder Interessen und mehr Zeitaufwand, um das Mittel zu beschaffen, einzunehmen oder sich von den Folgen zu erholen
- anhaltende Einnahme trotz eindeutig schädlicher körperlicher oder psychischer Folgen, die bekannt sind
Eine körperliche Abhängigkeit liegt laut Leitlinie vor, wenn ein Entzugssyndrom oder eine Toleranz besteht [1]. Bei Benzodiazepinen beschreibt die Leitlinie auch eine Abhängigkeit in niedriger Dosis (Niedrigdosisabhängigkeit): eine lange fortgesetzte Einnahme meist im therapeutischen Bereich, ohne Dosissteigerung, Toleranz oder Kontrollverlust, aber mit unangenehmen Beschwerden beim Absetzen [1].
Als weitere Hinweise auf einen schädlichen Gebrauch oder eine Abhängigkeit von verordneten Arzneimitteln nennt die Leitlinie unter anderem [1]:
- Dosiserhöhungen, die nicht abgesprochen sind, und Drängen auf eine höhere Dosis, obwohl sich die Beschwerden nicht bessern oder die Nebenwirkungen zunehmen
- weitere Einnahme, obwohl das Mittel kaum oder gar nicht mehr wirkt
- eigenmächtig veränderte Einnahmeabstände, Einnahme nach Bedarf und Abwehr von Änderungen der Behandlung
- verschwiegene Rezepte von weiteren Ärztinnen oder Ärzten, häufig verlorene Rezepte und nicht erklärbares Horten von Medikamenten
- Kontrollverlust trotz klarer Absprachen und deutliche negative Folgen im privaten und sozialen Umfeld
- zunehmende Niedergeschlagenheit, Angst oder Albträume während der Behandlung
Für Pregabalin nennt die Fachinformation als Zeichen, auf die geachtet werden sollte, Toleranz, Dosissteigerung und Verhalten, das darauf zielt, an das Mittel zu kommen [6]. Um solche Hinweise einzuordnen, berücksichtigen Ärztinnen und Ärzte laut Leitlinie die körperliche Untersuchung, das Verhalten in der Behandlung, die Vorgeschichte, Angaben von Angehörigen und den Behandlungsverlauf [1].
Ursachen und Risiken
Benzodiazepine und Z-Substanzen wirken laut Leitlinie über den GABA-A-Rezeptor: Sie verstärken die Wirkung des Botenstoffs GABA, der im Gehirn hemmend wirkt, und wirken so beruhigend bis dämpfend und schlaffördernd. Über welche Mechanismen im Belohnungssystem des Gehirns eine Abhängigkeit von Benzodiazepinen entsteht, ist laut Leitlinie experimentell geklärt; dabei nimmt die Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin zu [1]. Gegen die beruhigende und die krampflösende Wirkung entwickelt sich rasch eine Toleranz, gegen die angstlösende Wirkung und die Gedächtnisstörung deutlich weniger [1].
Lorazepam hat laut Fachinformation ein primäres Abhängigkeitspotenzial: Schon bei täglicher Einnahme über wenige Wochen besteht die Gefahr einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit, und zwar nicht nur bei missbräuchlich hohen Dosen, sondern auch im therapeutischen Dosisbereich. Das Risiko steigt mit Dauer und Dosis und ist höher bei Alkohol- oder Arzneimittelmissbrauch in der Vorgeschichte und bei schweren Persönlichkeitsstörungen [3].
Die Z-Substanzen sind chemisch keine Benzodiazepine, binden aber an vergleichbare Stellen im GABA-A-Rezeptor; die Leitlinie nennt Zolpidem und Zopiclon und erwähnt daneben Eszopiclon. In klinisch-pharmakologischer Hinsicht ähneln sie laut Leitlinie weitgehend den herkömmlichen Benzodiazepinen [1]. Auch Zolpidem kann laut Fachinformation zu Missbrauch und zu körperlicher und psychischer Abhängigkeit führen; das Risiko steigt mit Dosis und Dauer und ist bei psychiatrischen Erkrankungen und bei Alkohol-, Medikamenten- oder Drogenmissbrauch in der Vorgeschichte erhöht [5]. Pregabalin kann laut Fachinformation eine Abhängigkeit verursachen, die auch bei therapeutischen Dosen auftreten kann; bei Drogenmissbrauch in der Vorgeschichte kann das Risiko erhöht sein [6].
Auf Anzeichen eines schädlichen Gebrauchs oder einer Abhängigkeit soll laut Leitlinie besonders geachtet werden bei Arzneimitteln mit kurzer Halbwertszeit oder schnellem Anfluten und bei Menschen mit psychischen Begleiterkrankungen, vor allem mit einer vorbestehenden Suchterkrankung [1]. Bei älteren Menschen, besonders wenn sie mehrere Medikamente einnehmen, soll die Anwendung von Benzodiazepinen und verwandten Substanzen kritisch überwacht werden [1]. Im Alter und bei Lebererkrankungen kann der Abbau vieler Benzodiazepine laut Leitlinie stark verlängert sein; bei gleicher Dosis reichert sich der Wirkstoff dann im Körper an [1].
Wie die Diagnose gestellt wird
Die Diagnose einer Medikamentenabhängigkeit soll laut Leitlinie den Kriterien der ICD-10 folgen. Dabei soll beachtet werden, dass eine fortgesetzte Einnahme in ärztlicher Absprache, bei der Schaden und Nutzen angemessen abgewogen werden, das ICD-Kriterium für Abhängigkeit bzw. die Diagnose des schädlichen Gebrauchs nicht erfüllt. Eine fortgesetzte eigenständige Einnahme oder eine Dosissteigerung ohne oder gegen ärztliche Empfehlung bei negativen Folgen erfüllt es dagegen [1].
Spezielle Fragebögen, die das Risiko oder das Vorliegen einer Abhängigkeit von medizinisch verordneten Arzneimitteln erfassen, kann die Leitlinie derzeit nicht empfehlen [1]. Bestehende psychische und körperliche Begleiterkrankungen sollen erhoben werden, und ist die Einordnung unsicher, sollte eine Beurteilung unter Einbeziehung weiterer Sozial-, Gesundheits- oder Therapieberufe erfolgen [1]. Bei Benzodiazepinen ist laut Leitlinie eine Untersuchung auf eine psychische Grunderkrankung und auf Einschränkungen von Gedächtnis und Denken besonders wichtig, weil sehr häufig psychische Störungen vorliegen. Erfragt werden unter anderem Wirkstoff, Dosis, Dauer der Einnahme, ob es sich um eine Abhängigkeit in hoher oder niedriger Dosis handelt, frühere Krampfanfälle sowie Alter und Geschlecht [1].
Laboranalysen sollen bei schädlichem Gebrauch oder Abhängigkeit empfohlen werden, wenn bei konkretem Verdacht auf die Einnahme einer anderen Substanz ein Gespräch keine Klärung gebracht hat [1]. Bei Opioiden aus der Schmerzbehandlung gilt laut Leitlinie: Ein Entzugssyndrom oder eine Toleranz ohne Zwang oder Drang zur Einnahme und ohne Kontrollverlust ist bei einer begründeten Verordnung in der Regel kein Kriterium für eine Abhängigkeitserkrankung [1].
Behandlung im Überblick
Welches Ziel die Behandlung hat, hängt laut Leitlinie von der Lage ab. Bei riskantem oder schädlichem Gebrauch ist das Ziel, Benzodiazepine künftig nicht oder nur kurzfristig und keinesfalls in riskanter Form einzunehmen; bei einer Einnahme in niedriger Dosis ohne Abhängigkeit können Beratungen oder Kurzinterventionen ausreichen. Bei einer Abhängigkeit ist das Ziel eine durchgängige Benzodiazepinabstinenz. Lässt sich das nicht verwirklichen, etwa wegen schwerer körperlicher oder psychischer Begleiterkrankungen, ist das Ziel im Sinne einer Schadensminderung ein verringerter, möglichst wenig riskanter Gebrauch [1]. Ob ein Medikament weiter gegeben oder beendet wird, entscheidet laut Leitlinie die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt in Absprache mit einer Psychiaterin, einem Psychiater oder erfahrenen Suchtmedizinerinnen und Suchtmedizinern; die gemeinsame Entscheidung mit Ihnen ist dabei wichtig [1].
Für die Verordnung von Benzodiazepinen und Z-Substanzen verweist die Leitlinie auf die 5-K-Regel der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft: Einsatz nur bei klarer Indikation, kleinste mögliche Dosis, kürzester möglicher Zeitraum, kein abruptes Absetzen und Beachtung der Gegenanzeigen [1]. Die Leitlinie beschreibt eine Motivationsphase, die meist in der Hausarztpraxis stattfindet, und eine Entzugsphase [1].
| Thema | Was die Leitlinie sagt | Empfehlungsgrad |
|---|---|---|
| Absetzen | Das Absetzen von Benzodiazepinen oder Z-Substanzen nach regelmäßiger, längerer Einnahme soll in schrittweiser Dosisreduktion erfolgen; bei Langzeitabhängigkeit und bei Abhängigkeit in hoher Dosis erfordert die Dosisreduktion einen längeren Zeitraum [1] | "soll" (3.2-1), Statement (3.2-4) |
| Begleitung | Das Ausschleichen soll zusammen mit einer geeigneten psychosozialen Intervention angeboten werden [1] | "soll" (3.2-6) |
| Hausarztpraxis | bei Verdacht auf riskanten, schädlichen oder abhängigen Gebrauch soll eine standardisierte Beratung angeboten werden; in der Motivationsphase sollten Techniken der motivierenden Gesprächsführung eingesetzt werden [1] | "soll" (3.2-7), "sollte" (3.2-8) |
| Entzugsphase | Psychoedukation und kognitive Verhaltenstherapie sollen angeboten werden; Entspannungsverfahren können unterstützend angeboten werden [1] | "soll" (3.2-11, 3.2-14), "kann" (3.2-13) |
| Stationär | bei zu erwartenden körperlichen oder psychischen Komplikationen oder wenn das vereinbarte Ziel nicht erreicht wird, soll der Entzug im stationären Rahmen angeboten werden [1] | "soll" (3.2-10) |
| Begleitmedikamente | können nach sorgfältiger Prüfung von Indikation, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen eingesetzt werden, wenn randomisierte Studien Anhaltspunkte für eine Wirksamkeit geben [1] | "können" (3.2-16) |
| Danach | nach einer Akut- oder Postakutbehandlung sollte eine ambulante Nachsorge bzw. Behandlung angeboten werden [1] | "sollte" (3.2-15) |
Mehr dazu unter Benzodiazepine und Z-Substanzen absetzen, Machen Psychopharmaka abhängig? und Psychotherapie und Medikamente.
Absetzen und Entzug
Laut Leitlinie gilt für die allermeisten Substanzen: Wird ein Medikament abgesetzt oder entzogen, ist es langsam auszuschleichen, und die ursprünglichen Erkrankungen sind dabei leitliniengerecht mitzubehandeln [1]. Je nach Ausgangsdosis, Begleiterkrankungen und Dauer der Einnahme kann laut Leitlinie eine Entzugsdauer von 10 Wochen oder mehr notwendig sein [1]. Pregabalin soll laut Leitlinie langsam ausschleichend abgesetzt werden; die Fachinformation empfiehlt, es unabhängig vom Anwendungsgebiet schrittweise über mindestens 1 Woche abzusetzen [1, 6]. Setzen Sie ein Beruhigungs- oder Schlafmittel nach längerer Einnahme nicht plötzlich ab: Absetzen und jede Änderung geschehen gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Werden Benzodiazepine nach längerer regelmäßiger Einnahme, ab etwa sechs Wochen, abrupt abgesetzt, treten laut Leitlinie bei einem beträchtlichen Teil der Betroffenen Beschwerden leichter Natur auf, nur ein kleiner Teil hat schwere Symptome. Die Leitlinie unterscheidet Absetzphänomene (Rebound) wie Unruhe, Schlaflosigkeit und Ängstlichkeit, einen Rückfall in die Beschwerden, wegen derer das Mittel genommen wurde, und eigentliche Entzugssymptome, die sich zu schweren Zuständen wie Krampfanfällen, schwerer Depression, Delir oder Psychosen entwickeln können [1]. Nach dem Ende der Einnahme können je nach Wirkstoff, Dosis, Alter und Leberfunktion noch mehrere Tage bis einige Wochen relevante Wirkstoffmengen im Körper sein, und lang anhaltende Entzugssymptome sind möglich [1].
Schon nach wenigen Tagen täglicher Einnahme von Lorazepam können laut Fachinformation nach dem Absetzen, besonders wenn es plötzlich geschieht, Entzugssymptome wie Schlafstörungen und vermehrtes Träumen auftreten. Ein plötzliches Absetzen oder eine schnelle Dosisverringerung nach Langzeitanwendung kann Entzugssymptome auslösen, die lebensbedrohlich sein können: von leichter Verstimmung und Schlaflosigkeit bis zu Bauch- und Muskelkrämpfen, Erbrechen, Schwitzen, Zittern und Krampfanfällen. Zu den schweren Entzugsreaktionen zählt die Fachinformation Delirium tremens, Depression, Halluzinationen, Manie, Psychosen, Krampfanfälle und Suizidalität [3]. Nach dem Absetzen von Pregabalin wurden laut Fachinformation unter anderem Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Angst, Depressionen, suizidale Gedanken und Krampfanfälle beobachtet [6].
Zolpidem kann nach Beenden der Behandlung laut Fachinformation vorübergehend zu einer Rückkehr der Schlaflosigkeit in verstärkter Form führen (Rebound), begleitet von Stimmungswechseln, Angst und Unruhe [5]. Mehr über Absetzbeschwerden unter Absetzen.
Medikamente mit Abhängigkeitsrisiko
Was zur Abhängigkeit zu beachten ist, steht in der Fachinformation des jeweiligen Mittels; maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Arzneimittels.
| Gruppe | Wirkstoffe (Beispiele) | Was die Fachinformation bzw. Leitlinie sagt |
|---|---|---|
| Benzodiazepine | Lorazepam, Diazepam, Oxazepam, Alprazolam, Bromazepam und weitere | Lorazepam: primäres Abhängigkeitspotenzial schon bei täglicher Einnahme über wenige Wochen, auch im therapeutischen Dosisbereich; Verordnung grundsätzlich nur für kurze Zeiträume, zum Beispiel höchstens 4 Wochen; eine Langzeitanwendung wird nicht empfohlen [3] |
| Z-Substanzen | Zolpidem, Zopiclon, Eszopiclon | Zolpidem: zugelassen zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen bei Erwachsenen, wenn sie schwer sind oder übermäßiges Leiden verursachen; kann zu Missbrauch und körperlicher und psychischer Abhängigkeit führen [5] |
| Gabapentinoide | Pregabalin, Gabapentin | Pregabalin: kann eine Abhängigkeit verursachen, auch bei therapeutischen Dosen; vor der Verordnung sollte das Risiko sorgfältig geprüft werden [6]; laut Leitlinie soll eine langfristige Anwendung kritisch überwacht und gegebenenfalls beendet werden [1] |
| Opioide | opioidhaltige Schmerzmittel | laut Leitlinie soll bei der Verordnung besonders auf die Entwicklung eines schädlichen Gebrauchs oder einer Abhängigkeit geachtet werden, etwa bei jüngerem Lebensalter, psychischen Störungen, gleichzeitiger Verordnung von Beruhigungsmitteln und hoher Dosis [1]; mehr unter Opioidabhängigkeit |
Benzodiazepine und Z-Substanzen auf dieser Website
Alprazolamz. B. Alprazolam-ratiopharm, TafilAngstzustände
Bromazepamz. B. Bromazanil, Bromazepam-ratiopharm, LexostadAkute und chronische Spannungs-, Erregungs- und Angstzustände
Clobazamz. B. Clobazam DesitinSchwere Angstzustände (kurzfristig), Zusatzbehandlung bei Epilepsie
Clonazepamz. B. Clonazepam neuraxpharm, Antelepsin, RivotrilEpilepsie (Zusatzbehandlung oder wenn andere Mittel nicht wirken)
Diazepamz. B. Diazepam AbZ, Diazepam-ratiopharm, Diazepam STADAAngst-, Spannungs- und Erregungszustände, erhöhte Muskelspannung, vor und nach Eingriffen
Dikaliumclorazepatz. B. Tranxilium, Tranxilium TabsAngst-, Spannungs- und Erregungszustände; Vorbereitung auf Eingriffe
Flurazepamz. B. DalmadormKurzzeitbehandlung von Schlafstörungen
Lorazepamz. B. Lorazepam neuraxpharm, Tavor, TolidKurzzeitbehandlung schwerer Angst-, Spannungs- und Erregungszustände; Beruhigung vor und nach Eingriffen
Medazepamz. B. RudotelSpannungs-, Erregungs- und Angstzustände
Nitrazepamz. B. Nitrazepam-neuraxpharm, Mogadan, Nitrazepam ALKurzzeitbehandlung von Schlafstörungen, BNS-Krämpfe bei Säuglingen und Kleinkindern
Oxazepamz. B. durazepam 50 mg forte, Oxazepam-ratiopharmAngst-, Spannungs- und Erregungszustände, Durchschlafstörungen
Temazepamz. B. Temazep-CT, Remestan, Remestan miteKurzzeitbehandlung von Schlafstörungen
Triazolamz. B. HalcionKurzzeitbehandlung von Schlafstörungen, vor allem Einschlafstörungen
Eszopiclonz. B. LuniviaSchwere Schlafstörungen, kurzzeitig
Zolpidemz. B. Zolpidem-ratiopharm 10 mg Filmtabletten, Zolpidem AbZ 10 mg Filmtabletten, BikalmKurzzeitbehandlung von Schlafstörungen
Zopiclonz. B. Ximovan, Zopiclon-ratiopharmKurzzeitbehandlung von Schlafstörungen bei Erwachsenen
Gabapentinoide sollen laut Leitlinie in der Suchtanamnese berücksichtigt werden, bei ihrer Verordnung soll das Abhängigkeitsrisiko regelmäßig erhoben werden, und Verordnung und Überwachung sollen vor allem in einer Hand liegen [1]. Besteht der Verdacht auf einen Fehl- oder schädlichen Gebrauch von Gabapentinoiden, soll eine ärztliche Beratung angeboten werden, und bei weiter bestehender Indikation sollte geprüft werden, ob andere Mittel infrage kommen; bestehen die Hinweise trotz dieser Möglichkeiten fort, soll eine suchtmedizinische Beratung angeboten werden [1].
Werden Arzneimittel mit einem Potenzial für schädlichen Gebrauch oder Abhängigkeit verordnet, sollen Indikation und Wirksamkeit laut Leitlinie regelmäßig kritisch überprüft werden; medizinisch nicht mehr nötige Arzneimittel sollen nicht weiter verschrieben werden [1]. Vor der Verordnung sollen gerade bei Risikogruppen Nutzen und Risiken, die Behandlungsbedürftigkeit und mögliche Alternativen abgewogen werden [1].
Wie es nach dem Entzug weitergeht
Besteht eine Benzodiazepinabhängigkeit, sollte nach der Entzugsphase laut Leitlinie eine medizinische Rehabilitation Abhängigkeitserkrankter folgen; wichtige Inhalte sind die Stabilisierung der Abstinenz, die Bearbeitung der Hintergründe und die Vorbeugung eines Rückfalls [1]. Nach einer Rehabilitation soll allen mit einer Abhängigkeit von verordneten Arzneimitteln eine nahtlose suchtbezogene Versorgung von mindestens einem Jahr angeboten werden, dazu die allgemeinen Verfahren der Rückfallvorbeugung [1]. Die Nachsorge findet laut Leitlinie in der Regel als begleitende Gruppengespräche in den ersten sechs Monaten nach der Rehabilitation statt; Selbsthilfegruppen und die hausärztliche Weiterbetreuung unterstützen die Abstinenz weiter [1].
Zur Rückfallvorbeugung soll laut Leitlinie gemeinsam überlegt werden, wie der künftige Kontakt zu den Ärztinnen, Ärzten und Apotheken aussieht, von denen das Medikament bisher kam. Betroffenen soll empfohlen werden, alle künftigen Ärztinnen und Ärzte von sich aus über die frühere Abhängigkeit zu informieren [1]. Braucht jemand mit einer Medikamentenabhängigkeit aus medizinischen Gründen wieder ein Mittel mit Abhängigkeitspotenzial, soll es nach einem verbindlichen Plan und unter sorgfältiger, engmaschiger Kontrolle verordnet werden [1]. Auch die Beschwerden, wegen derer das Mittel ursprünglich verordnet wurde, brauchen weiter Behandlung; mehr dazu unter Schlafstörungen, Angststörungen und Depression.
Selbsthilfe und Alltag

Alle, bei denen ein schädlicher Gebrauch oder eine Abhängigkeit von Arzneimitteln vermutet wird, sollen laut Leitlinie Zugang zu Informationen über Hilfsangebote erhalten, zum Beispiel Adressen regionaler Suchtberatungsstellen und Informationsmaterial. Allen mit einem schädlichen Gebrauch oder einer Abhängigkeit soll angeboten werden, Angehörige einzubinden, und sie sollen auf passende Selbsthilfegruppen hingewiesen werden [1]. Psychoedukation sollte laut Leitlinie unter anderem Informationen über die Risiken eines längerfristigen Gebrauchs von Benzodiazepinen, Anleitungen zur Selbsthilfe bei Schlafproblemen, Aufklärung über Angstbeschwerden und den Umgang damit und Informationen über Hilfsangebote beinhalten [1].
Lorazepam kann laut Fachinformation auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen erheblich beeinträchtigen, verstärkt zusammen mit Alkohol. Laut Fachinformation sollten Sie kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen, solange sich nicht gezeigt hat, dass Ihre Reaktionsfähigkeit nicht beeinträchtigt ist; die Entscheidung im Einzelfall trifft die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt [3]. Nach § 316 StGB macht sich strafbar, wer im Verkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er wegen alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, es sicher zu führen; das gilt auch bei Fahrlässigkeit [7]. Die Ausnahme für bestimmungsgemäß eingenommene, für einen konkreten Krankheitsfall verschriebene Arzneimittel in § 24a Abs. 4 StVG bezieht sich nur auf bestimmte Ordnungswidrigkeiten nach § 24a StVG [8]. Mehr dazu unter Psychopharmaka und Autofahren und Psychopharmaka und Alkohol.
Kinder, deren Mütter gegen Ende der Schwangerschaft regelmäßig Benzodiazepine eingenommen haben, können laut Fachinformation von Lorazepam eine körperliche Abhängigkeit entwickeln, und es besteht ein Risiko für Entzugssymptome nach der Geburt [3]. Setzen Sie nichts eigenmächtig ab und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten. Mehr unter Schwangerschaft.
Für Angehörige
Angehörigenarbeit soll laut Leitlinie in der Weiterbehandlung nach dem Entzug angeboten werden [1]. Angehörige leiden laut Leitlinie in erheblichem Ausmaß unter den Folgen einer Suchterkrankung; die Angebote reichen von Angehörigenseminaren bis zu gemeinsamer Paar- oder Familientherapie [1]. Ihre Beobachtungen können helfen: Angaben von Angehörigen gehören zu den Informationen, mit denen Ärztinnen und Ärzte Hinweise auf eine Abhängigkeit einordnen [1].
Bei unklaren psychischen oder psychosomatischen Beschwerden von Kindern und Jugendlichen sollte laut Leitlinie bedacht und erfragt werden, ob ein Elternteil Medikamente nicht bestimmungsgemäß einnimmt. Kinder und Jugendliche sollten die Möglichkeit bekommen, über ihr eigenes Wohlbefinden zu sprechen, und das Thema Sucht sollte offen angesprochen werden. Kinder medikamentenabhängiger Eltern können in Gruppenangebote für Kinder suchtkranker Eltern vermittelt werden [1]. Weitere Hinweise stehen unter Angehörige.
Wann Sie sofort Hilfe brauchen
Bei depressiven Menschen kann eine Behandlung mit Benzodiazepinen laut Fachinformation von Lorazepam suizidale Tendenzen zum Vorschein bringen; sie sollte nicht ohne eine angemessene antidepressive Behandlung erfolgen [3]. Unter Antiepileptika einschließlich Pregabalin wurden Suizidgedanken und suizidales Verhalten berichtet; Betroffenen und ihren Betreuungspersonen sollte laut Fachinformation geraten werden, medizinische Hilfe zu holen, wenn Anzeichen dafür auftreten [6].
Die gleichzeitige Anwendung von Lorazepam und Opioiden kann laut Fachinformation zu Dämpfung (Sedierung), Atemdepression und Koma führen und lebensbedrohlich sein [3]. Anzeichen einer Überdosierung von Benzodiazepinen sind laut Fachinformation eine Dämpfung von Benommenheit bis zum Koma, Verwirrtheit, Schläfrigkeit, Gang- und Sprechstörungen und Blutdruckabfall; bei schweren Vergiftungen kann es zu einer Dämpfung von Atmung und Kreislauf und zu Bewusstlosigkeit kommen [3].
Alle Hilfsangebote mit Erreichbarkeit stehen unter Hilfe in der Krise.
Quellen
- Leitlinie S3-Leitlinie Medikamentenbezogene Störungen, Langfassung, 1. Auflage, Version 1.1 (AWMF-Register-Nr. 038-025). Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht). Stand Version 1.1, Stand 14.01.2021 (verabschiedet 01.08.2020); gültig spätestens bis Ende Juli 2025 (laut DGPPN-Übersicht bis 31.07.2025), abgelaufen. abgerufen am 23.10.2026
- Leitlinien (Übersicht der S3-Leitlinien mit Gültigkeit), Eintrag Medikamentenbezogene Störungen. Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Lorazepam neuraxpharm 0,5 mg / 1 mg / 2,5 mg Tabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 02/2026. abgerufen am 23.10.2026
- Behörde ICD-10-GM Version 2026, Kapitel V, Gruppe F10 bis F19: Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand Version 2026 (Stand der Seite 12.09.2025). abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Zolpidem-ratiopharm 10 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 02/2024. abgerufen am 23.10.2026
- Fachinformation Pregabalin-ratiopharm Hartkapseln. ratiopharm GmbH. Stand 11/2025. abgerufen am 23.10.2026
- Gesetz § 316 Strafgesetzbuch (StGB): Trunkenheit im Verkehr. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
- Gesetz § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): 0,5 Promille-Grenze, Tetrahydrocannabinol-Grenzwert. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
Häufige Fragen
Welche Medikamente können abhängig machen?
Die S3-Leitlinie Medikamentenbezogene Störungen behandelt Opioide, Benzodiazepine und verwandte Substanzen wie die Z-Substanzen, Cannabinoide, Gabapentinoide wie Pregabalin, nicht-opioide Schmerzmittel und Stimulanzien. Für Lorazepam, Zolpidem und Pregabalin nennen die Fachinformationen ausdrücklich ein Abhängigkeitsrisiko, auch im üblichen Dosisbereich. Was für Ihr Mittel gilt, steht in der Packungsbeilage und auf der jeweiligen Wirkstoffseite.
Ab wann macht ein Benzodiazepin abhängig?
Laut Fachinformation von Lorazepam besteht schon bei täglicher Einnahme über wenige Wochen die Gefahr einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit, auch in üblichen Dosen; das Risiko steigt mit Dauer und Dosis. Grundsätzlich sollten Benzodiazepine laut dieser Fachinformation nur kurz verordnet werden, zum Beispiel höchstens 4 Wochen. Entzugssymptome wie Schlafstörungen sind nach dem Absetzen schon nach wenigen Tagen täglicher Einnahme möglich.
Bin ich abhängig, wenn ich mein Schlafmittel schon lange nehme?
Nicht automatisch. Laut S3-Leitlinie erfüllt eine fortgesetzte Einnahme in ärztlicher Absprache, bei der Nutzen und Schaden abgewogen werden, nicht das ICD-Kriterium für eine Abhängigkeit. Es gibt aber auch eine Abhängigkeit in niedriger Dosis, die sich erst durch Beschwerden beim Absetzen zeigt. Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an und setzen Sie das Mittel nicht plötzlich ab.
Wie läuft ein Entzug von Benzodiazepinen ab?
Nach regelmäßiger, längerer Einnahme soll das Absetzen laut Leitlinie in schrittweiser Dosisreduktion erfolgen; dazu soll eine geeignete psychosoziale Unterstützung angeboten werden. Bei Langzeit- oder Hochdosisabhängigkeit dauert es länger, eine Entzugsdauer von 10 Wochen oder mehr kann notwendig sein. Bei zu erwartenden Komplikationen soll der Entzug stationär angeboten werden. Wie Ihr Absetzen aussieht, legen Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt fest.
Kann ich Schlaftabletten einfach absetzen?
Nach längerer Einnahme nicht ohne ärztliche Begleitung. Ein plötzliches Absetzen oder eine schnelle Dosisverringerung nach Langzeitanwendung kann laut Fachinformation von Lorazepam Entzugssymptome auslösen, die lebensbedrohlich sein können, bis zu Krampfanfällen und Delir. Bei Zolpidem kann die Schlaflosigkeit nach dem Beenden vorübergehend verstärkt zurückkehren. Laut Leitlinie soll das Absetzen schrittweise erfolgen.
Welcher ICD-10-Code gilt für eine Abhängigkeit von Beruhigungs- oder Schlafmitteln?
In der ICD-10-GM werden psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika, also Beruhigungs- und Schlafmittel, mit F13 verschlüsselt; das Abhängigkeitssyndrom ist F13.2, das Entzugssyndrom F13.3. Störungen durch Opioide stehen unter F11.
Sind ältere Menschen besonders betroffen?
Als Merkmale, die eine Einnahme bzw. einen Langzeitgebrauch vorhersagen können, nennt die Leitlinie unter anderem ein Alter über 65 Jahre, besonders bei Frauen. Im Alter kann der Abbau vieler Benzodiazepine stark verlängert sein, sodass sich der Wirkstoff bei gleicher Dosis anreichert. Bei älteren Menschen, besonders mit mehreren Medikamenten, soll die Anwendung laut Leitlinie kritisch überwacht werden.
Was können Angehörige tun?
Laut Leitlinie soll Betroffenen angeboten werden, Angehörige einzubinden, und Angehörigenarbeit soll in der Weiterbehandlung angeboten werden. Ihre Beobachtungen helfen Ärztinnen und Ärzten, Hinweise auf eine Abhängigkeit einzuordnen. Informationen und Adressen gibt es bei regionalen Suchtberatungsstellen.
Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu
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