MedikamenteWirkstoff

Triazolam

Triazolam ist ein verschreibungspflichtiges Schlafmittel aus der Gruppe der Benzodiazepine; zugelassen ist es zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen, wegen seiner kurzen Halbwertszeit insbesondere bei Einschlafstörungen. Bekannt ist der Wirkstoff unter anderem als Halcion. Die Behandlung sollte im Allgemeinen höchstens 2 Wochen dauern; Triazolam kann abhängig machen, und ein plötzliches Absetzen kann Entzugserscheinungen auslösen, manche davon lebensbedrohlich.

Frau Anfang fünfzig mit kurzem blondem Haar trinkt an einem ruhigen Nachmittag in einer hellen Küche eine Tasse Tee
Bild: KI-generiert

Wofür wird Triazolam eingesetzt?

Triazolam ist zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen zugelassen. Wegen seiner kurzen Halbwertszeit ist es laut Packungsbeilage und Fachinformation insbesondere bei Einschlafstörungen angezeigt. Benzodiazepine sollten nur bei Schlafstörungen von klinisch bedeutsamem Schweregrad angewendet werden. Laut Fachinformation sollte Triazolam vor allem zur gelegentlichen Kurzzeitbehandlung von Schlaflosigkeit angewendet werden, im Allgemeinen für bis zu 7 bis 10 Tage. [1, 2]

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind von der Behandlung auszuschließen. Mehr über Ursachen und Behandlung von Schlafstörungen lesen Sie auf der Seite Schlafstörungen. [1, 2]

Triazolam ist verschreibungspflichtig und steht in Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes. Zubereitungen, die ohne einen weiteren Stoff der Anlagen I bis III je Tablette oder anderer abgeteilter Form bis zu 0,25 mg Triazolam enthalten, sind davon ausgenommen und werden auf einem normalen Rezept verordnet; für Einfuhr, Ausfuhr und Durchfuhr gelten aber auch für sie die Vorschriften des Betäubungsmittelrechts. Hinweise zum Unterwegssein mit Medikamenten gibt die Seite Reisen. [2, 3]

Wie wirkt Triazolam?

Triazolam ist ein Schlafmittel aus der Gruppe der Benzodiazepine. Laut Fachinformation dämpft es Spannung, Erregung und Angst und wirkt beruhigend (sedierend) und schlaffördernd (hypnotisch); außerdem dämpft es die Muskelspannung und wirkt gegen Krampfanfälle (antikonvulsiv). Triazolam bindet stark an die Andockstellen für Benzodiazepine im Gehirn (Benzodiazepin-Rezeptoren). Einen Überblick über ähnliche Mittel gibt die Seite Schlafmittel. [1, 2]

Nach der Einnahme wird Triazolam laut Fachinformation rasch und gut aufgenommen, wobei das Tempo stark von Mensch zu Mensch schwankt. Nach Einnahme einer Tablette mit 0,25 mg werden die höchsten Blutspiegel in der Regel nach etwa 0,65 bis 2,3 Stunden erreicht. Die Halbwertszeit im Blut liegt im Mittel zwischen 1,4 und 4,6 Stunden, mit starken Schwankungen zwischen Menschen und bei derselben Person. Bei Menschen mit Leberzirrhose wurde eine deutlich verlängerte Halbwertszeit gemessen, bei übergewichtigen Probanden war sie deutlich länger als bei normalgewichtigen. Abgebaut wird Triazolam schnell und in großem Umfang in Darmschleimhaut und Leber; auch nach einer Woche Einnahme reichert es sich laut Fachinformation nicht an, auch nicht bei älteren Menschen. [2]

Wann wirkt Triazolam und wie lange wird behandelt?

Triazolam wird unmittelbar vor dem Zubettgehen unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen. Danach ist laut Packungsbeilage eine ausreichende Schlafdauer von 7 bis 8 Stunden wichtig, um das Risiko eines beeinträchtigten Reaktionsvermögens am folgenden Morgen zu mindern. [1, 2]

Die Behandlung sollte so kurz wie möglich sein; länger als im Allgemeinen 2 Wochen sollte sie nicht ohne erneute Beurteilung durch die Ärztin oder den Arzt dauern. Was Packungsbeilage und Fachinformation zu Beginn, Wirkung, Dauer und Ende der Behandlung sagen, zeigt die Zeitleiste; mehr dazu auf den Seiten Wann wirken Psychopharmaka? und Wie lange werden Psychopharmaka genommen?. [1, 2]

  1. BeginnVor Beginn der Behandlung sollten Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt vereinbaren, wie lange Sie das Arzneimittel einnehmen. Vor allem zu Beginn können je nach Empfindlichkeit und Dosis Benommenheit, gedämpfte Emotionen, gehobene Stimmung, vermehrtes Schwitzen, Mundtrockenheit, Doppeltsehen und Nachwirkungen am folgenden Tag wie Schläfrigkeit oder herabgesetzte Reaktionsfähigkeit auftreten; in der Regel verringern sich diese Erscheinungen bei wiederholter Anwendung.[1, 2]
  2. Erste WirkungTriazolam wird rasch aufgenommen; die höchsten Blutspiegel werden nach Einnahme von 0,25 mg in der Regel nach etwa 0,65 bis 2,3 Stunden erreicht. Die Plasmahalbwertszeit liegt laut Fachinformation im Mittel zwischen 1,4 und 4,6 Stunden, mit starken Schwankungen. Wegen seiner kurzen Halbwertszeit ist Triazolam laut Packungsbeilage insbesondere bei Einschlafstörungen angezeigt.[1, 2]
  3. ErhaltungDie Behandlung sollte so kurz wie möglich sein, im Allgemeinen wenige Tage bis höchstens 2 Wochen. Laut Fachinformation sollte Triazolam vor allem zur gelegentlichen Kurzzeitbehandlung angewendet werden, im Allgemeinen für bis zu 7 bis 10 Tage; eine Anwendung über mehr als 2 Wochen erfordert eine vollständige Neubewertung. Nach Daueranwendung kann die Wirkung nachlassen (Toleranz).[1, 2]
  4. AbsetzenBenzodiazepine sollten grundsätzlich schrittweise abgesetzt werden; wie die Behandlung beendet wird, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Nach plötzlichem Absetzen ist das Risiko von Entzugs- und Rebound-Erscheinungen höher.[1, 2]

Nebenwirkungen im Blick

Häufig sind laut Packungsbeilage und Fachinformation Schläfrigkeit (Müdigkeit), Schwindel, Störungen der Bewegungsabläufe (Ataxie) und Kopfschmerzen. Gelegentlich kommen unter anderem Verwirrtheit, Schlaflosigkeit, ein gestörtes Erinnerungsvermögen, Sehstörungen und Herzjagen vor. Ohne bekannte Häufigkeit nennen beide unter anderem Schlafwandeln, begrenzte Gedächtnislücken, Aggressivität, Unruhe, Halluzinationen und Albträume, Arzneimittelmissbrauch und Arzneimittelabhängigkeit, ein Entzugssyndrom und Stürze. [1, 2]

Je nach Empfindlichkeit und Dosis können vor allem zu Beginn der Behandlung außerdem Benommenheit, gedämpfte Gefühle, eine gehobene Stimmung, vermehrtes Schwitzen, Mundtrockenheit, Doppeltsehen und Nachwirkungen am folgenden Tag wie Schläfrigkeit oder eine herabgesetzte Reaktionsfähigkeit auftreten; in der Regel verringern sie sich bei wiederholter Anwendung. Auch über Gang- und Bewegungsunsicherheit ist berichtet worden. [1, 2]

Nebenwirkungen im Blick

Höchste Häufigkeitsangabe der Produktinformation für Beschwerden, nach denen bei Psychopharmaka oft gefragt wird.

"Nicht genannt" heißt: Die Produktinformation führt die Beschwerde nicht als Nebenwirkung mit Häufigkeitsangabe auf; Hinweise ohne Häufigkeit stehen im Text der Seite. Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht. Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit.

Was Angaben wie "häufig" oder "gelegentlich" bedeuten, zeigt das Werkzeug Was heißt "häufig"?. Die Liste nennt alle Nebenwirkungen, für die Packungsbeilage und Fachinformation eine Häufigkeitsangabe machen.

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • NervensystemSchläfrigkeit[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
  • NervensystemSchwindel[1, 2]
  • NervensystemStörungen der Bewegungsabläufe (Ataxie)[1, 2]
  • NervensystemKopfschmerzen[1, 2]

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • PsycheVerwirrtheit[1, 2]
  • PsycheSchlaflosigkeit[1, 2]
  • NervensystemGestörtes Erinnerungsvermögen[1, 2]
  • AugenSehstörungen[1, 2]
  • HerzHerzjagen (Tachykardie)[1, 2]Mehr dazu: Herzrasen
  • Magen und DarmStörungen des Magen-Darm-Trakts[1, 2]
  • HautHautreaktionen[1, 2]

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • HautHautausschlag[1, 2]
  • Muskeln, Knochen und GelenkeMuskelschwäche[1, 2]

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

  • ImmunsystemAllergischer Schock (anaphylaktischer Schock), anaphylaktoide Reaktion, Überempfindlichkeitsreaktionen[1, 2]
  • ImmunsystemSchmerzhafte Schwellungen von Haut und Schleimhaut (angioneurotisches Ödem), allergisches Ödem (Schwellung des Gewebes)[1, 2]
  • PsycheAggressivität, Unruhe, Erregtheit (Agitiertheit), Reizbarkeit, Wut[1, 2]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
  • PsycheHalluzinationen, Wahnvorstellungen, Psychosen[1, 2]
  • PsycheAlbträume[1, 2]
  • PsycheSchlafwandeln[1, 2]
  • PsycheBegrenzte Gedächtnislücken (anterograde Amnesie)[1, 2]
  • PsycheUnangemessenes Verhalten[1, 2]
  • PsycheArzneimittelmissbrauch, Arzneimittelabhängigkeit[1, 2]Mehr dazu: Abhängigkeit und Entzugserscheinungen
  • NervensystemKurzzeitige Bewusstlosigkeit (Synkope)[1, 2]
  • NervensystemStarke Müdigkeit (Sedierung), getrübter Bewusstseinszustand[1, 2]Mehr dazu: Müdigkeit
  • NervensystemSprechstörung, Aufmerksamkeitsstörungen[1, 2]
  • NervensystemGeschmacksstörungen[1, 2]
  • AtemwegeGedämpfte Atmung (Atemdepression) bei eingeschränkter Lungenfunktion[1, 2]
  • Geschlechtsorgane und BrustÄnderungen des sexuellen Bedürfnisses (Libido)[1, 2]Mehr dazu: Veränderte Lust auf Sex
  • Allgemeine BeschwerdenStürze[1, 2]
  • Allgemeine BeschwerdenArzneimittelentzugssyndrom[1, 2]Mehr dazu: Abhängigkeit und EntzugserscheinungenAbsetzsymptome

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Nach der Einnahme eines Beruhigungs- oder Schlafmittels, auch von Triazolam, wurde über Schlafwandeln und über Fahren im schlafwandlerischen Zustand berichtet, also über Fahrten, ohne vollständig wach zu sein, an die sich die Betroffenen später nicht erinnern. Solche Handlungen im Schlaf können laut Fachinformation auch bei therapeutischen Dosen auftreten. Alkohol, andere dämpfende Mittel und Dosen über der empfohlenen Höchstdosis scheinen das Risiko zu erhöhen. Treten solche Fälle auf, sollte die Ärztin oder der Arzt wegen des Risikos für Sie und Menschen in Ihrer Umgebung ein Ende der Behandlung erwägen. [1, 2]

Eine Wirkungsumkehr (paradoxe Reaktionen) ist laut Fachinformation bei Kindern und älteren Menschen wahrscheinlicher. Schwere allergische Reaktionen sind berichtet worden, ebenso Schwellungen an Zunge, Stimmritze oder Kehlkopf (Angioödem) nach der ersten oder nach späteren Dosen. [2]

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Paar in den Siebzigern sitzt an einem sonnigen Vormittag auf einer Holzbank in einem Garten und unterhält sich
Bild: KI-generiert

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Unterbrechen oder beenden Sie die Einnahme nicht, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen. [1]

Einige Hinweise aus Packungsbeilage und Fachinformation betreffen den Alltag:

  • Achten Sie darauf, dass Sie nach der Einnahme ununterbrochen 7 bis 8 Stunden schlafen können. Das verringert laut Packungsbeilage das Risiko zeitlich begrenzter Gedächtnislücken, bei denen man einige Stunden nach der Einnahme Handlungen ausführt, an die man sich später nicht erinnert. [1, 2]
  • Weil Triazolam Benommenheit, Schläfrigkeit, Schwindel sowie Gang- und Bewegungsunsicherheit verursachen kann, ist das Sturzrisiko vor allem bei älteren Menschen höher, besonders beim nächtlichen Aufstehen; Hintergründe auf der Seite Im Alter. [1, 2]
  • Nehmen Sie zusätzlich Opioide, etwa starke Schmerzmittel, kann es laut Packungsbeilage hilfreich sein, Freunde oder Verwandte zu bitten, bei Ihnen auf Schläfrigkeit und Atembeschwerden zu achten. Treten solche Beschwerden auf, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. [1]
  • Geben Sie Triazolam nicht an Familie oder Freunde weiter und bewahren Sie es sicher auf, damit es anderen nicht schadet. Nicht verwendete Tabletten sollten laut Fachinformation sicher gelagert und richtig entsorgt werden, damit niemand sie entwendet; wie Sie Arzneimittel entsorgen, sagt Ihnen Ihre Apotheke. [1, 2]
  • Zusammen mit Grapefruitsaft kann die Konzentration von Triazolam im Blut steigen; mehr dazu unter Ernährung. [1, 2]

Im Stimmungs- und Nebenwirkungstagebuch können Sie Schlaf, Stimmung und Beschwerden festhalten und zum Termin mitnehmen; die Fragen fürs Arztgespräch helfen bei der Vorbereitung.

Wechselwirkungen

Nicht zusammen mit Triazolam angewendet werden dürfen laut Packungsbeilage Ketoconazol und Itraconazol (Mittel gegen Pilzinfektionen), Nefazodon (ein Mittel gegen Depression), Efavirenz und andere Mittel gegen HIV-Infektionen wie Ritonavir sowie andere Arzneimittel, die die Aktivität bestimmter Leberenzyme stark verringern. Starke Hemmstoffe des Leberenzyms CYP3A4 können laut Fachinformation die Konzentration von Triazolam im Blut und seine Wirkung erhöhen und verlängern; Efavirenz kann lebensbedrohliche Reaktionen wie eine anhaltende Beruhigung und eine gedämpfte Atmung verursachen. Auch mit anderen Mitteln gegen Pilze vom Azol-Typ darf Triazolam laut Packungsbeilage nicht gleichzeitig eingenommen werden; die Fachinformation empfiehlt diese Kombination nicht. [1, 2]

Zusammen mit Opioiden, also starken Schmerzmitteln, Mitteln zur Substitutionstherapie und einigen Hustenmitteln, steigt das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression) und Koma; das kann lebensbedrohlich sein. Diese Kombination sollte laut Packungsbeilage nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt, und dann begrenzt die Ärztin oder der Arzt Dosis und Dauer. Schlaf-, Beruhigungs- und Schmerzmittel, Mittel zur örtlichen Betäubung und Narkosemittel, Mittel gegen psychische Erkrankungen wie Neuroleptika, Antidepressiva und Lithium-Präparate, Mittel gegen Epilepsie, Allergiemittel und angstlösende Mittel können die dämpfende Wirkung gegenseitig verstärken. [1, 2]

Unter anderem Cimetidin, die "Pille", Imatinib, Aprepitant und die Antibiotika Erythromycin, Troleandomycin oder Clarithromycin können die Wirkung von Triazolam verstärken oder verlängern; dann sind besondere Vorsicht und unter Umständen eine geringere Dosis angezeigt. Rifampicin und Carbamazepin können die Wirkung vermindern. Vorsicht ist laut Packungsbeilage auch bei Isoniazid, Fluvoxamin, Sertralin, Paroxetin, Diltiazem und Verapamil geboten. [1, 2]

Wechselwirkungen von Triazolam
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Ketoconazol, Itraconazol (Mittel gegen Pilzinfektionen), Nefazodon (Mittel gegen Depression), Efavirenz und HIV-Protease-Hemmer wie Ritonavir sowie andere starke Hemmer bestimmter Leberenzyme (CYP3A4)Konzentration und Wirkung von Triazolam können steigen und länger anhalten; Efavirenz kann lebensbedrohliche Reaktionen wie anhaltende Beruhigung und gedämpfte Atmung verursachen[1, 2]Nicht zusammen anwenden
Andere Mittel gegen Pilzinfektionen vom Azol-TypLaut Packungsbeilage darf Triazolam nicht gleichzeitig eingenommen werden; die Fachinformation rät von der Kombination ab[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Opioide (starke Schmerzmittel, Mittel zur Substitutionstherapie und einige Hustenmittel)Höheres Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression) und Koma; kann lebensbedrohlich sein[1, 2]Gleichzeitige Anwendung nur, wenn es keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gibt; Dosis und Dauer begrenzt die Ärztin oder der Arzt. Alle opioidhaltigen Mittel angeben
Andere Mittel, die das zentrale Nervensystem dämpfen: Schlaf-, Beruhigungs- und Schmerzmittel, Mittel zur örtlichen Betäubung und Narkosemittel, Neuroleptika, Antidepressiva, Lithium-Präparate, Mittel gegen Epilepsie, Allergiemittel (Antihistaminika), angstlösende Mittel (Anxiolytika)Gegenseitige Verstärkung der dämpfenden Wirkung[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Starke Schmerzmittel vom Opiattyp (Narkoanalgetika)Die euphorisierende Wirkung kann sich verstärken, eine Abhängigkeit kann sich dadurch schneller entwickeln[2]Ärztin oder Arzt informieren
Muskelentspannende Mittel (Muskelrelaxanzien)Deren Wirkung kann sich verstärken, besonders bei älteren Menschen und höherer Dosis; Sturzgefahr[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Mittel, die bestimmte Leberenzyme (Cytochrom P450) hemmen, zum Beispiel Cimetidin, die "Pille" (orale Verhütungsmittel), Imatinib, Aprepitant und die Antibiotika Erythromycin, Troleandomycin oder ClarithromycinDie Wirkung von Triazolam kann sich verstärken oder verlängern[1, 2]Besondere Vorsicht, unter Umständen verringert die Ärztin oder der Arzt die Dosis
Rifampicin, CarbamazepinDie Wirkung von Triazolam kann sich vermindern[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
Isoniazid, Fluvoxamin, Sertralin, Paroxetin, Diltiazem, VerapamilDie Packungsbeilage mahnt bei gleichzeitiger Anwendung zur Vorsicht[1, 2]Ärztin oder Arzt informieren
AlkoholDie Wirkung von Triazolam kann sich in nicht vorhersehbarer Weise verändern und verstärken; Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, werden weiter beeinträchtigt[1, 2]Während der Behandlung keinen Alkohol trinken
GrapefruitsaftDie Konzentration von Triazolam im Blut kann steigen[1, 2]Ärztin, Arzt oder Apotheke fragen

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen anwenden können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wie Psychopharmaka zusammenwirken, erklärt die Seite Psychopharmaka kombinieren; einen Überblick über alle Mittel, die Sie nehmen, gibt der Medikationsplan.

Wer Triazolam nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Triazolam darf unter anderem nicht eingenommen werden bei krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis), schweren Störungen der Atemfunktion, einem schlafbegleitenden Aussetzen der Atmung (Schlafapnoe-Syndrom), schweren Leberschäden, in Schwangerschaft und Stillzeit und bei Alkohol- oder Drogenmissbrauch oder einer Arzneimittelabhängigkeit in der Vorgeschichte. [1, 2]

Bei Depressionen oder Angst, die von Depressionen begleitet wird, sollte Triazolam nicht zur alleinigen Behandlung angewendet werden. Unter Umständen können sich die depressiven Beschwerden verstärken, wenn die Grunderkrankung nicht geeignet mit Antidepressiva behandelt wird (Suizidgefahr). Laut Fachinformation sollten Benzodiazepine bei depressiven Beschwerden oder Suizidneigung mit Vorsicht eingesetzt werden. Wo Sie in einer akuten Krise Hilfe finden, steht auf der Seite Hilfe in der Krise. [1, 2]

Nicht anwenden bei

  • Allergie gegen Triazolam, andere Benzodiazepine oder einen der sonstigen Bestandteile[1, 2]
  • Krankhafte Muskelschwäche (Myasthenia gravis)[1, 2]
  • Schwere Störungen der Atemfunktion[1, 2]
  • Schlafbegleitendes Aussetzen der Atmung (Schlafapnoe-Syndrom)[1, 2]
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren[1, 2]
  • Schwere Leberschäden (schwere Leberinsuffizienz)[1, 2]
  • Schwangerschaft und Stillzeit[1, 2]
  • Störungen der Muskel- und Bewegungskoordination durch Erkrankungen von Rückenmark oder Kleinhirn (spinale und zerebelläre Ataxien)[1, 2]
  • Akute Vergiftung mit zentral dämpfenden Mitteln, zum Beispiel Alkohol, Schlaf- oder Schmerzmitteln, Neuroleptika, Antidepressiva oder Lithium-Präparaten[1, 2]
  • Alkohol- oder Drogenmissbrauch oder Arzneimittelabhängigkeit in der Vorgeschichte[1, 2]
  • Gleichzeitige Einnahme von Ketoconazol oder Itraconazol (Mittel gegen Pilzinfektionen), Nefazodon (Mittel gegen Depression), Efavirenz oder HIV-Protease-Hemmern wie Ritonavir (Mittel gegen HIV-Infektionen) oder anderen Arzneimitteln, die die Aktivität bestimmter Leberenzyme stark verringern[1, 2]

Besondere Vorsicht bei

  • Chronisch eingeschränkte Atemfunktion (respiratorische Insuffizienz): Wegen des Risikos einer gedämpften Atmung wird eine niedrigere Dosis empfohlen; laut Fachinformation wurden bei eingeschränkter Atemfunktion seltene Fälle von Atemdepression und Atemstillstand (Apnoe) beobachtet[1, 2]
  • Störungen der Nierenfunktion, leicht bis mäßig eingeschränkte Leberfunktion, hirnorganische Veränderungen oder Kreislaufschwäche[1, 2]
  • Schwerwiegende psychiatrische Erkrankungen[1, 2]
  • Depression oder Angstzustände, die von Depressionen begleitet sind: Triazolam sollte nicht zur alleinigen Behandlung angewendet werden. Die depressiven Beschwerden können sich verstärken, wenn die Grunderkrankung nicht mit Antidepressiva behandelt wird (Suizidgefahr). Laut Fachinformation sollten Benzodiazepine bei depressiven Beschwerden oder Suizidneigung mit Vorsicht eingesetzt und gegebenenfalls nur in begrenzter Menge verschrieben werden[1, 2]
  • Psychosen: Triazolam wird zur primären Behandlung nicht empfohlen[1, 2]
  • Ältere und geschwächte Menschen: Triazolam kann beruhigend wirken (Benommenheit, Schläfrigkeit, Schwindel sowie Gang- und Bewegungsunsicherheit), deshalb besteht vor allem bei älteren Menschen ein höheres Sturzrisiko, besonders beim nächtlichen Aufstehen; gegebenenfalls sollte niedriger dosiert werden[1, 2]
  • Abhängigkeit: Benzodiazepine können zu körperlicher und seelischer Abhängigkeit führen, auch im therapeutischen Dosisbereich. Das Risiko steigt mit Dosis und Dauer der Anwendung und ist bei Alkohol-, Arzneimittel- oder Drogenmissbrauch in der Vorgeschichte erhöht. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie illegale Drogen konsumiert haben oder konsumieren, regelmäßig Alkohol trinken oder früher häufig größere Mengen getrunken haben oder ein Verlangen hatten oder haben, große Mengen an Arzneimitteln einzunehmen[1, 2]
  • Missbrauch: Arzneimittelmissbrauch ist ein bekanntes Risiko von Benzodiazepinen. Laut Fachinformation sollten nicht verwendete Tabletten sicher gelagert und richtig entsorgt werden, damit sie nicht entwendet werden, zum Beispiel durch Freunde oder Verwandte[2]
  • Gedächtnislücken: Benzodiazepine können vorübergehenden Gedächtnisverlust (anterograde Amnesie) verursachen, sodass Sie sich an Handlungen nach der Einnahme später nicht erinnern. Das Risiko steigt mit der Dosis und kann durch eine ausreichend lange, ununterbrochene Schlafdauer von 7 bis 8 Stunden verringert werden[1, 2]
  • Überempfindlichkeit: Laut Fachinformation wurden schwere allergische Reaktionen (anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen) berichtet, die lebensbedrohlich sein können, sowie Schwellungen (Angioödem) an Zunge, Stimmritze oder Kehlkopf nach der ersten oder späteren Dosen[2]
  • Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Tabletten enthalten Lactose; außerdem enthalten sie Natriumbenzoat[1, 2]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Schwangerschaft

Triazolam darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da bislang keine Erfahrungen am Menschen vorliegen. Wenn Sie während der Behandlung schwanger werden möchten oder vermuten, schwanger zu sein, teilen Sie dies umgehend Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mit; laut Packungsbeilage kann dann auf ein anderes Arzneimittel umgestellt werden. Bei längerer Einnahme anderer Benzodiazepine in der Schwangerschaft können beim Neugeborenen Entzugserscheinungen auftreten. Eine Anwendung gegen Ende der Schwangerschaft oder während der Geburt kann beim Neugeborenen zu erniedrigter Körpertemperatur, Blutdruckabfall, gedämpfter Atmung, herabgesetzter Muskelspannung und Trinkschwäche führen.[1, 2]

Laut Fachinformation scheint das Fehlbildungsrisiko beim Menschen nach therapeutischen Dosen von Benzodiazepinen in der Frühschwangerschaft gering zu sein, obwohl einige epidemiologische Studien Anhaltspunkte für ein erhöhtes Risiko von Gaumenspalten ergaben.[2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Triazolam darf in der Stillzeit nicht angewendet werden, da es in die Muttermilch übergeht; laut Fachinformation liegen zu Triazolam keine entsprechenden Untersuchungen vor. Ist eine Behandlung unvermeidlich, muss abgestillt werden.[1, 2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Alkohol

Während der Behandlung sollte kein Alkohol getrunken werden: Alkohol kann die Wirkung von Triazolam in nicht vorhersehbarer Weise verändern und verstärken, und Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, werden weiter beeinträchtigt. Die Behandlung erhöht außerdem die Empfindlichkeit gegenüber Alkohol.[1, 2]

Autofahren und Maschinen

Triazolam kann die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen stark beeinflussen. Schläfrigkeit, Gedächtnisstörungen, verminderte Konzentrationsfähigkeit und beeinträchtigte Muskelfunktion können sich nachteilig auswirken, in besonderem Maße nach zu kurzem Schlaf. Nach der Einnahme ist eine ausreichende Schlafdauer von 7 bis 8 Stunden wichtig, um das Risiko einer beeinträchtigten Reaktionsfähigkeit am folgenden Morgen zu mindern.[1, 2]

Anwendung

Unmittelbar vor dem Zubettgehen unzerkaut mit etwas Flüssigkeit einnehmen; danach sollte eine ausreichende Schlafdauer von 7 bis 8 Stunden möglich sein. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.[1, 2]

Einnahme vergessen: nicht die doppelte Menge einnehmen, sondern die Einnahme so fortsetzen, wie sie verordnet wurde.[1]

Geben Sie Triazolam nicht an Familie oder Freunde weiter und bewahren Sie es sicher auf, damit es anderen nicht schadet.[1]

Absetzen

Brechen Sie die Einnahme nicht plötzlich ab und unterbrechen oder beenden Sie sie nicht, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen; die Dosis wird schrittweise verringert. Nach abruptem Absetzen oder schneller Verringerung der Dosis können Entzugserscheinungen auftreten, manche davon lebensbedrohlich: von leichter depressiver Verstimmung, Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen bis zu einem schweren Zustand mit Muskelschmerzen, Muskel- und Bauchkrämpfen, Erbrechen, Schwitzen, Zittern, Krampfanfällen, Angst, Anspannung, Unruhe, Verwirrtheit und Reizbarkeit. Schwerwiegendere, auch lebensbedrohliche Entzugserscheinungen können sein: das Gefühl der Loslösung oder Entfremdung von sich selbst und der Außenwelt, übermäßige Geräuschwahrnehmung, Taubheitsgefühl und Kribbeln in Armen und Beinen, erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm und Körperkontakt, Halluzinationen, Delirium tremens, Depression, Manie, Psychose, epileptische Anfälle sowie Suizidgedanken oder ein Suizidversuch.[1, 2]

Die Beschwerden, für die Triazolam verschrieben wurde, können nach dem Absetzen für kurze Zeit verstärkt wiederkehren (Rebound), begleitet von Stimmungswechseln, Angstzuständen und Unruhe. Bei kurz wirksamen Benzodiazepinen gibt es laut Fachinformation Anzeichen, dass Entzugserscheinungen schon im Abstand zwischen zwei Einnahmen auftreten können, besonders bei hoher Dosierung.[1, 2]

Überdosierung

Anzeichen einer Überdosierung können unter anderem Schwindel, Schläfrigkeit oder ungewöhnlich tiefer Schlaf, unklares oder langsames Sprechen, Schwerfälligkeit und Verlust der Koordination der Muskelbewegungen, zu langsame und zu flache Atmung und Koma sein, also eine Bewusstlosigkeit, aus der die Betroffenen nicht erweckbar sind. Bei Verdacht auf eine Überdosierung, auch wenn ein Kind Tabletten verschluckt haben könnte, sofort den Notruf 112 oder einen Giftnotruf verständigen und die Packungsbeilage, die übrigen Tabletten und die Packung mitnehmen.[1]

Wenn Sie während der Behandlung schwanger werden möchten oder vermuten, schwanger zu sein, teilen Sie das laut Packungsbeilage umgehend Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mit, damit sie oder er Sie auf ein anderes Arzneimittel umstellen kann. Brechen Sie die Einnahme nicht plötzlich ab. Hintergründe: Schwangerschaft und Kinderwunsch, Stillzeit und Psychopharmaka und Alkohol. [1]

Triazolam kann laut Packungsbeilage die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen stark beeinflussen; die Fachinformation spricht von einem großen Einfluss. Schläfrigkeit, Gedächtnisstörungen, verminderte Konzentrationsfähigkeit und eine beeinträchtigte Muskelfunktion können sich nachteilig auswirken, in besonderem Maße nach zu kurzem Schlaf. Vor allem zu Beginn sind Nachwirkungen am folgenden Tag wie Schläfrigkeit oder eine herabgesetzte Reaktionsfähigkeit möglich, und Alkohol beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit weiter. Nach der Einnahme ist eine Schlafdauer von 7 bis 8 Stunden wichtig, um das Risiko am folgenden Morgen zu mindern. Führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, solange Ihr Reaktionsvermögen beeinträchtigt ist; ob das bei Ihnen der Fall ist, klären Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. [1, 2]

Zur Rechtslage beim Fahren: Nach § 316 StGB macht sich strafbar, wer ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, es sicher zu führen, auch bei Fahrlässigkeit. Die Medikamentenklausel in § 24a Abs. 4 StVG betrifft die dort und in der Anlage zu dieser Vorschrift genannten Substanzen, etwa Amfetamin oder Morphin, wenn sie aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels stammen. Mehr dazu auf der Seite Psychopharmaka und Autofahren. [11, 12, 13]

Gewöhnung und Abhängigkeit

Nach Daueranwendung kann die Wirkung von Triazolam nachlassen (Toleranz); laut Packungsbeilage kann es nach wiederholter Einnahme von Benzodiazepinen über wenige Wochen zu einem Verlust an Wirksamkeit kommen. Empfohlen wird Triazolam für eine Kurzzeitbehandlung. Die Behandlung erhöht außerdem die Empfindlichkeit gegenüber Alkohol und anderen Arzneimitteln, die die Gehirnfunktion beeinflussen; sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie Alkohol trinken oder solche Mittel nehmen. [1, 2]

Benzodiazepine, auch Triazolam, können zu körperlicher und seelischer Abhängigkeit führen. Das gilt laut Packungsbeilage für die missbräuchliche Einnahme besonders hoher Dosen und ebenso schon für die Dosen, die zur Behandlung verordnet werden. Das Risiko steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung und ist bei Alkohol-, Arzneimittel- oder Drogenmissbrauch in der Vorgeschichte erhöht. Laut Fachinformation sollte deshalb die niedrigste wirksame Dosis für die kürzeste Dauer verschrieben und häufig neu bewertet werden, ob die Behandlung fortgesetzt werden muss. [1, 2]

Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie illegale Drogen genommen haben oder nehmen, regelmäßig Alkohol trinken oder früher häufig größere Mengen getrunken haben oder wenn Sie früher oder jetzt das Verlangen hatten oder haben, große Mengen an Arzneimitteln einzunehmen. Arzneimittelmissbrauch ist laut Fachinformation ein bekanntes Risiko von Benzodiazepinen; es gibt Berichte über den Missbrauch von Triazolam durch Menschen mit einer Drogen- oder Arzneimittelabhängigkeit, und wer Triazolam erhält, sollte entsprechend überwacht werden. [1, 2]

Hat sich eine Abhängigkeit entwickelt, wird ein plötzlicher Abbruch oder eine schnelle Verringerung der Dosis laut Fachinformation von Entzugssymptomen begleitet, die lebensbedrohlich sein können; welche das sind, steht im Abschnitt Einnahme und Absetzen. Mehr dazu auf den Seiten Abhängigkeit und Medikamentenabhängigkeit. [2]

Einnahme und Absetzen

Wie Sie die Tabletten einnehmen und was bei einer vergessenen Einnahme gilt, steht in der Übersicht zum Alltag.

Grundsätzlich sollten Benzodiazepine laut Packungsbeilage nur kurzzeitig angewendet und schrittweise abgesetzt werden. Brechen Sie die Einnahme nicht plötzlich ab und fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wie die Behandlung beendet werden kann. Zum Beenden sollte die Dosis in Absprache mit ihr oder ihm schrittweise verringert werden; das verringert das Risiko von Entzugserscheinungen, die in manchen Fällen lebensbedrohlich sein können. Laut Fachinformation sollte das schrittweise Absetzen individuell angepasst erfolgen. Es ist angebracht, Sie vor Beginn über die begrenzte Dauer der Behandlung zu informieren und Ihnen das schrittweise Verringern der Dosis genau zu erklären; wichtig ist außerdem, dass Sie um die Möglichkeit von Rebound-Erscheinungen wissen, weil das die Angst vor solchen Beschwerden mindern kann. [1, 2]

Nach abruptem Absetzen oder schneller Verringerung der Dosis können Entzugserscheinungen auftreten. Sie können laut Packungsbeilage von leichter depressiver Verstimmung, Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen bis zu einem schweren Zustand reichen, unter anderem mit Muskel- und Bauchkrämpfen, Erbrechen, Schwitzen, Zittern und Krampfanfällen. Zu den schwerwiegenderen, auch lebensbedrohlichen Entzugserscheinungen zählt die Packungsbeilage unter anderem Halluzinationen, ein Delirium tremens mit schwerer Verwirrtheit, starkem Zittern, Angstzuständen, Herzklopfen und Schweißausbrüchen, außerdem Depression, Manie, Psychose, epileptische Anfälle sowie Suizidgedanken oder einen Suizidversuch. Die vollständige Aufzählung steht in der Übersicht zum Alltag unter "Absetzen". [1, 2]

Geht es Ihnen beim Absetzen sehr schlecht oder haben Sie solche Gedanken, sprechen Sie sofort mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. In einer akuten Krise erreichen Sie Hilfe unter diesen Nummern.

Auch die Beschwerden, wegen derer Triazolam verschrieben wurde, können nach dem Absetzen für kurze Zeit verstärkt wiederkehren (Rebound), etwa als verstärkte Schlaflosigkeit, begleitet von Stimmungswechseln, Angstzuständen und Unruhe. Weil das Risiko von Entzugs- und Rebound-Erscheinungen nach plötzlichem Absetzen höher ist, empfehlen Packungsbeilage und Fachinformation eine schrittweise Verringerung der Dosis. Bei kurz wirksamen Benzodiazepinen gibt es laut Fachinformation Anzeichen, dass Entzugserscheinungen schon in der Zeit zwischen zwei Einnahmen auftreten können, besonders bei hoher Dosierung. [1, 2]

Absetzen und ein Wechsel auf ein anderes Mittel geschehen immer gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Was beim Beenden einer Behandlung mit Benzodiazepinen wichtig ist, erklärt die Seite Benzodiazepine und Z-Substanzen absetzen; mögliche Beschwerden beschreibt die Seite Absetzsymptome. [1]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage nennt Tagesdosen für Erwachsene und für ältere Menschen; Menschen mit beeinträchtigter Leberfunktion oder mit Atemstörungen sollten niedrigere Dosen erhalten. Die Behandlung sollte mit einer möglichst niedrigen Dosis begonnen werden, und die angegebenen Dosen sollten wegen des Risikos von Nebenwirkungen nicht überschritten werden. Die Tabletten enthalten 0,25 mg Triazolam und können laut Fachinformation in gleiche Dosen geteilt werden. [1, 2]

Präparate mit Triazolam

Präparate mit Triazolam
PräparatAnbieterHinweis
HalcionPfizer Pharma GmbHTabletten mit 0,25 mg, verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Halcion 0,25 mg Tabletten. Pfizer Pharma GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 22.10.2026
  2. Fachinformation Halcion 0,25 mg Tabletten. Pfizer Pharma GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 22.10.2026
  3. Gesetz Betäubungsmittelgesetz (BtMG), Anlage III, Eintrag Triazolam. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 22.10.2026
  4. Gesetz § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): 0,5 Promille-Grenze, Tetrahydrocannabinol-Grenzwert. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
  5. Gesetz Anlage zu § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): Liste der berauschenden Mittel und Substanzen. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
  6. Gesetz § 316 Strafgesetzbuch (StGB): Trunkenheit im Verkehr. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026

Häufige Fragen

Wie lange wirkt Triazolam?

Triazolam hat eine kurze Halbwertszeit: Laut Fachinformation liegt sie im Mittel zwischen 1,4 und 4,6 Stunden, mit starken Schwankungen. Wegen der kurzen Halbwertszeit ist es laut Packungsbeilage insbesondere bei Einschlafstörungen angezeigt. Vor allem zu Beginn sind Nachwirkungen am folgenden Tag wie Schläfrigkeit oder eine herabgesetzte Reaktionsfähigkeit möglich; nach der Einnahme sollten 7 bis 8 Stunden Schlaf möglich sein.

Macht Triazolam abhängig?

Ja, das ist möglich. Benzodiazepine, auch Triazolam, können laut Packungsbeilage zu körperlicher und seelischer Abhängigkeit führen, auch in den Dosen, die zur Behandlung verordnet werden. Das Risiko steigt mit Dosis und Dauer und ist bei Alkohol-, Arzneimittel- oder Drogenmissbrauch in der Vorgeschichte erhöht. Bei Alkohol- oder Drogenmissbrauch oder einer Arzneimittelabhängigkeit in der Vorgeschichte darf Triazolam nicht eingenommen werden.

Wie lange darf man Triazolam nehmen?

Die Behandlung sollte laut Packungsbeilage so kurz wie möglich sein, im Allgemeinen wenige Tage bis höchstens 2 Wochen. Laut Fachinformation sollte Triazolam vor allem zur gelegentlichen Kurzzeitbehandlung angewendet werden, im Allgemeinen für bis zu 7 bis 10 Tage; eine Anwendung über mehr als 2 Wochen erfordert eine vollständige Neubewertung. Wie lange Sie es einnehmen, vereinbaren Sie vor Beginn mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Ist Halcion dasselbe wie Triazolam?

Halcion ist ein Präparat mit dem Wirkstoff Triazolam; eine Tablette enthält 0,25 mg Triazolam. Pharmazeutischer Unternehmer ist laut Packungsbeilage die Pfizer Pharma GmbH. Halcion ist verschreibungspflichtig.

Darf ich mit Triazolam Auto fahren?

Triazolam kann laut Packungsbeilage die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen stark beeinflussen, in besonderem Maße nach zu kurzem Schlaf. Nachwirkungen am folgenden Tag wie Schläfrigkeit oder eine herabgesetzte Reaktionsfähigkeit sind möglich, und Alkohol beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit weiter. Führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, solange Ihr Reaktionsvermögen beeinträchtigt ist; ob das bei Ihnen der Fall ist, klären Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Darf ich zu Triazolam Alkohol trinken?

Laut Packungsbeilage sollte während der Behandlung kein Alkohol getrunken werden. Alkohol kann die Wirkung von Triazolam in nicht vorhersehbarer Weise verändern und verstärken, und die Behandlung erhöht die Empfindlichkeit gegenüber Alkohol. Bei einer akuten Vergiftung mit Alkohol darf Triazolam nicht eingenommen werden.

Wie setze ich Triazolam ab?

Brechen Sie die Einnahme nicht plötzlich ab und fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wie die Behandlung beendet werden kann. Die Dosis wird in Absprache mit ihr oder ihm schrittweise verringert; laut Fachinformation sollte das Absetzen individuell angepasst werden. Nach abruptem Absetzen oder schneller Verringerung der Dosis können Entzugserscheinungen auftreten, manche davon lebensbedrohlich.

Wie hoch ist die Dosis von Triazolam?

Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Die Packungsbeilage nennt Tagesdosen für Erwachsene und für ältere Menschen; bei beeinträchtigter Leberfunktion oder Atemstörungen sollten niedrigere Dosen gegeben werden. Die Angaben stehen im Abschnitt zur Dosierung auf dieser Seite.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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