MedikamenteWirkstoff

Eszopiclon

Eszopiclon ist ein verschreibungspflichtiges Schlafmittel, das bei Erwachsenen zur Behandlung von Schlafstörungen angewendet wird, normalerweise für kurze Dauer und nur, wenn die Störung schwerwiegend ist, die betroffene Person stark beeinträchtigt oder extrem belastet. Bekannt ist der Wirkstoff unter anderem als Lunivia. Eszopiclon kann abhängig machen, nachts zu Schlafwandeln und ähnlichen Verhaltensweisen führen und die Fahrtüchtigkeit am nächsten Tag beeinträchtigen.

Mann Mitte fünfzig sitzt ausgeruht auf der Kante eines frisch gemachten Bettes in einem hellen Schlafzimmer im weichen Morgenlicht
Bild: KI-generiert

Wofür wird Eszopiclon eingesetzt?

Eszopiclon gehört laut Packungsbeilage zu den Schlafmitteln, die als Hypnotika bezeichnet werden. Angewendet wird es zur Behandlung von Schlafstörungen, normalerweise für kurze Dauer, bei Erwachsenen und nur dann, wenn die Störung schwerwiegend ist, die betroffene Person stark beeinträchtigt oder extrem belastet. Ein anderes Anwendungsgebiet nennt die Packungsbeilage nicht. [1]

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen Eszopiclon nicht einnehmen. Sind Sie 65 Jahre oder älter, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke; für diese Altersgruppe nennt die Packungsbeilage eigene Angaben zur Dosis. Wer nach der Einnahme keine 8 Stunden schlafen kann, fühlt sich möglicherweise unsicher auf den Beinen, und ab 65 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit höher, hinzufallen und sich zu verletzen. Mehr dazu unter Psychopharmaka im Alter. [1]

Eszopiclon ist verschreibungspflichtig. In Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes, der Liste der verkehrs- und verschreibungsfähigen Betäubungsmittel, steht es nicht, ebenso wenig Zopiclon. [3, 4]

Wie wirkt Eszopiclon?

Laut Embryotox ist Eszopiclon das S-Enantiomer des Zopiclons, also ein Bestandteil des Wirkstoffs Zopiclon. Als Schlafmittel wirkt es über eine Verstärkung der hemmenden Wirkung des Botenstoffs GABA. Die Halbwertszeit, also die Zeit, in der sich der Spiegel im Blut halbiert, beträgt laut Embryotox 6 Stunden. [2]

Die Packungsbeilage beschreibt mögliche Beeinträchtigungen am Tag nach der Einnahme, auch beim Autofahren; Einzelheiten stehen im Abschnitt Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft. [1]

Mehr über diese Gruppe von Schlafmitteln erklärt die Seite Z-Substanzen, einen Überblick gibt die Seite Schlafmittel.

Wann wirkt Eszopiclon und wie lange wird behandelt?

Eszopiclon wird als Einzeldosis unmittelbar vor dem Zubettgehen eingenommen, und in derselben Nacht wird keine weitere Dosis genommen. Wann die Wirkung einsetzt, gibt die Packungsbeilage nicht an; mit oder direkt nach einer fettreichen oder schweren Mahlzeit kann es länger dauern. Nehmen Sie Eszopiclon laut Packungsbeilage nicht ein, wenn Sie danach keine 8 Stunden für Schlaf zur Verfügung haben. [1]

Die Dauer der Behandlung soll so kurz wie möglich sein und einschließlich der schrittweisen Absetzphase 4 Wochen nicht übersteigen. In bestimmten Fällen kann eine längere Einnahme notwendig sein; wie lange, sagt Ihnen dann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Allgemeines erklären die Seiten Wann wirken Psychopharmaka? und Wie lange werden Psychopharmaka genommen? [1]

  1. BeginnDie Behandlung beginnt mit der empfohlenen Anfangsdosis vor dem Zubettgehen. Eingenommen wird nur, wenn danach mindestens 8 Stunden Schlaf möglich sind. In den 12 Stunden nach der Einnahme sollten Sie laut Packungsbeilage kein Fahrzeug führen, keine Maschinen bedienen und nicht in der Höhe arbeiten; haben Sie am Morgen danach Beschwerden wie Schläfrigkeit, verschwommenes Sehen oder Probleme mit Konzentration, Erinnerung und Koordination, führen Sie kein Fahrzeug, bedienen Sie keine Maschinen und arbeiten Sie nicht in großer Höhe.[1]
  2. Erste WirkungMit oder direkt nach einer fettreichen oder schweren Mahlzeit kann es länger dauern, bis die Wirkung einsetzt.[1]
  3. ErhaltungDie Behandlung soll so kurz wie möglich sein und einschließlich der schrittweisen Absetzphase 4 Wochen nicht übersteigen; nur in bestimmten Fällen legt die Ärztin oder der Arzt eine längere Dauer fest.[1]
  4. AbsetzenDie Ärztin oder der Arzt verringert die Dosis und beendet die Einnahme über einen angemessenen Zeitraum, nicht plötzlich. Danach können die Schlafprobleme für ein bis zwei Nächte wiederkehren; gelegentlich treten Magenschmerzen, Kopfschmerzen und gesteigerter Appetit auf, selten Krampfanfälle.[1]

Nebenwirkungen im Blick

Mehrere Nebenwirkungen von Eszopiclon betreffen Stimmung, Denken und Gedächtnis. Die Packungsbeilage nennt unter anderem Nervosität, Depression und Angst, ungewöhnliche Gedanken, Gedächtnisverlust, Halluzinationen vor allem rund um die Schlafenszeit und gedämpfte Emotionen; wie häufig sie sind, zeigen die Übersicht und die Liste unten. Verschwommenes Sehen und Stürze nennt sie vor allem bei Menschen ab 65 Jahren, Juckreiz ist bei ihnen häufig. Die Entwicklung einer Abhängigkeit und Entzugserscheinungen stehen unter den Nebenwirkungen, deren Häufigkeit sich aus den verfügbaren Daten nicht abschätzen lässt; laut Embryotox besteht das Risiko einer Abhängigkeit bei längerfristiger Anwendung. [1, 2]

Nebenwirkungen im Blick

Höchste Häufigkeitsangabe der Produktinformation für Beschwerden, nach denen bei Psychopharmaka oft gefragt wird.

"Nicht genannt" heißt: Die Produktinformation führt die Beschwerde nicht als Nebenwirkung mit Häufigkeitsangabe auf; Hinweise ohne Häufigkeit stehen im Text der Seite. Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht. Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit.

Die Liste unten nennt alle Nebenwirkungen aus der Packungsbeilage mit ihrer Häufigkeitsangabe; was die Angaben bedeuten, zeigt das Werkzeug Was heißt "häufig"?. Ausführlicher zu einzelnen Beschwerden: Müdigkeit, emotionale Abstumpfung und Gewichtszunahme. [1]

Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • NervensystemUnangenehmer Geschmack[1]

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • PsycheNervosität, Depression, Angst[1]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
  • NervensystemKopfschmerzen, Migräne[1]
  • NervensystemSchläfrigkeit, Benommenheit[1]Mehr dazu: Müdigkeit
  • PsycheUngewöhnliche Träume[1]
  • NervensystemGedächtnisverlust oder Schwierigkeiten mit der Erinnerung[1]
  • PsycheUngewöhnliche Gedanken[1]
  • AugenVerschwommenes Sehen, vor allem bei Menschen ab 65 Jahren[1]
  • AtemwegeHalsschmerzen[1]
  • Magen und DarmTrockener Mund, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Verdauungsbeschwerden, Magenschmerzen[1]
  • HautHautausschlag[1]
  • Muskeln, Knochen und GelenkeRückenschmerzen, Muskelschmerzen[1]
  • Allgemeine BeschwerdenSchwäche, Schmerzen[1]Mehr dazu: Schwäche (Asthenie)

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • InfektionenInfektion, Virusinfektion[1]
  • Blut und LymphsystemVeränderung der Farbe der roten Blutkörperchen, Blutarmut, Abnahme oder Zunahme der weißen Blutkörperchen[1]Mehr dazu: Veränderungen des Blutbilds
  • ImmunsystemAllergische Reaktion[1]
  • HormonsystemÜberaktive Schilddrüse[1]
  • Allgemeine BeschwerdenSchwellung von Knöcheln, Füßen oder Fingern[1]
  • Stoffwechsel und ErnährungAppetitlosigkeit, Durst, gesteigerter Appetit[1]
  • Stoffwechsel und ErnährungNiedriger Kaliumspiegel im Blut[1]
  • PsycheStimmungsschwankungen (Stimmungslabilität), Teilnahmslosigkeit, Hochstimmung[1]Mehr dazu: Emotionale Abstumpfung
  • PsycheVerminderter Sexualtrieb[1]Mehr dazu: Weniger Lust auf Sex
  • PsycheVerwirrtheit, Aufgeregtheit[1]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
  • PsycheDinge fühlen oder hören, die nicht da sind (Halluzinationen), vor allem rund um die Schlafenszeit[1]
  • PsycheSchlaflosigkeit[1]
  • NervensystemSchwindelgefühl, Schwierigkeiten mit Koordination und Gang, gestörte oder verminderte Körperbewegungen[1]
  • NervensystemKribbeln, Stumpfheit, Zittern[1]
  • NervensystemOhnmacht[1]
  • AugenTrockene Augen[1]
  • Ohr und GleichgewichtOhrensausen, Ohrenschmerzen[1]
  • Gefäße und KreislaufHoher Blutdruck[1]
  • AtemwegeSchwierigkeiten beim Atmen, laufende Nase, Schluckauf[1]
  • Magen und DarmMundgeruch, Mundgeschwüre, Darmentzündung, Magen-Darm-Grippe, geschwollene Zunge[1]
  • HautLichtempfindlichkeit der Haut, Schwitzen, Akne, trockene Haut, Ekzem[1]Mehr dazu: Vermehrtes Schwitzen
  • Muskeln, Knochen und GelenkeBeinkrämpfe, Muskelzucken, Muskelschwäche, Gelenkprobleme[1]
  • Nieren und HarnwegeHäufiger Harndrang, Harnwegsinfektion, unkontrollierbarer unabsichtlicher Harnverlust, Nierenschmerzen, Nierensteine, Eiweiß (Albumin) im Harn[1]
  • Geschlechtsorgane und BrustSchmerzhafte, unregelmäßige oder leichte Menstruationsblutung, Brustschmerzen, Impotenz[1]Mehr dazu: ZyklusstörungenBrustspannen und BrustvergrößerungErektionsstörungen
  • Allgemeine BeschwerdenFieber, Müdigkeit[1]Mehr dazu: Müdigkeit
  • Laborwerte und UntersuchungenGewichtszunahme, Gewichtsabnahme[1]Mehr dazu: Gewichtszunahme

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • ImmunsystemSchwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen (Angioödem), schnell auftretende allergische Reaktion mit Hautausschlag, Schluck- oder Atemproblemen (anaphylaktische Reaktion)[1]
  • PsycheEmotionale Verstimmung, Aggression, Ärger, Unruhe[1]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
  • PsycheGedanken an Dinge, die nicht wahr sind (Wahnvorstellungen)[1]
  • PsycheUngewöhnliches Verhalten, Schlafwandeln oder "Schlaf-Fahren" und andere außergewöhnliche Verhaltensweisen[1]
  • NervensystemSchwaches Gedächtnis seit der Einnahme (Amnesie)[1]
  • HautJuckreiz; bei Menschen ab 65 Jahren laut Packungsbeilage häufig[1]
  • Verletzungen und VergiftungenSturz, vor allem bei Menschen ab 65 Jahren[1]

Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

  • Laborwerte und UntersuchungenLeicht oder mäßig erhöhte Transaminasen und/oder alkalische Phosphatase im Blut (Leberwerte)[1]

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

  • PsycheEntwicklung einer Abhängigkeit, Entzugserscheinungen[1]Mehr dazu: Abhängigkeit und Entzugserscheinungen
  • PsycheGedämpfte Emotionen[1]Mehr dazu: Emotionale Abstumpfung
  • NervensystemRiechverlust, Störung der Aufmerksamkeit, verlängerte Reaktionszeit[1]
  • AugenDoppeltsehen[1]
  • AtemwegeVerlangsamte Atmung (Atemdepression)[1]
  • Muskeln, Knochen und GelenkeMuskuläre Schwäche[1]

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Nach der Einnahme können Schlafwandeln und damit zusammenhängende Verhaltensweisen auftreten. Es kann passieren, dass Sie aufstehen, ohne richtig wach zu sein, und Dinge tun, von denen Sie nicht wissen, dass Sie sie tun; am nächsten Morgen erinnern Sie sich möglicherweise nicht daran. Die Packungsbeilage nennt unter anderem Autofahren ("Schlaf-Fahren"), das Zubereiten und Essen von Nahrung, Telefonanrufe und Geschlechtsverkehr. Solche Verhaltensweisen sind wahrscheinlicher, wenn Sie Alkohol trinken oder zusammen mit Eszopiclon andere Arzneimittel einnehmen, die schläfrig machen. Verhalten Sie sich anders als gewohnt, informieren Sie laut Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. [1]

Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auch, wenn sich während der Einnahme Ihre Depression verschlechtert oder wenn Sie Suizidgedanken haben oder suizidales Verhalten zeigen. Fühlen Sie sich ängstlich oder depressiv, sagen Sie es ebenfalls in der Praxis; die Behandlung muss dann laut Packungsbeilage möglicherweise angepasst werden. In einer akuten Krise erreichen Sie Hilfe unter diesen Nummern. [1]

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Frau Mitte sechzig im ruhigen Gespräch mit einem Arzt an einem kleinen Tisch in einem hellen Praxisraum, beide sitzen auf Augenhöhe
Bild: KI-generiert

Einige Hinweise der Packungsbeilage sollen das Risiko für Nebenwirkungen verringern oder betreffen die Einnahme:

  • Eszopiclon kann Gedächtnisverlust hervorrufen. Um das Risiko dafür zu verringern, sorgen Sie dafür, dass Ihnen nach der Einnahme mindestens 8 Stunden für ununterbrochenen Schlaf zur Verfügung stehen. [1]
  • Nehmen Sie die gesamte Dosis unmittelbar vor dem Schlafengehen ein und keine weitere Dosis in derselben Nacht. [1]
  • Schlucken Sie die Filmtabletten im Ganzen und zerstoßen oder zerbrechen Sie sie nicht, weil der Wirkstoff bitter schmeckt. [1]
  • Trinken Sie keinen Alkohol, und meiden Sie Grapefruitsaft, weil er die Wirkung von Eszopiclon beeinflusst. [1]

Bemerken Sie Nebenwirkungen, wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke; Sie können Nebenwirkungen auch selbst dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden. Beschwerden und Schlaf können Sie im Stimmungs- und Nebenwirkungstagebuch festhalten; die Fragen fürs Arztgespräch helfen bei der Vorbereitung. [1]

Wechselwirkungen

Zusammen mit Opioiden, also starken Schmerzmitteln, Mitteln zur Drogenersatztherapie und einigen Hustenmitteln, steigt das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression) und Koma; das kann lebensbedrohlich sein. Die gleichzeitige Einnahme sollte laut Packungsbeilage deshalb nur in Betracht gezogen werden, wenn eine andere Behandlung nicht möglich ist, und Dosis und Dauer sollten dann von der Ärztin oder dem Arzt begrenzt werden. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle opioidhaltigen Arzneimittel, die Sie einnehmen. Mehr zu Mitteln der Drogenersatztherapie unter Substitutionsmittel. [1]

Eszopiclon kann andere Arzneimittel beeinflussen oder von ihnen beeinflusst werden. Die Packungsbeilage nennt unter anderem sogenannte CYP3A4-Hemmer wie bestimmte Antibiotika, Mittel gegen Pilzinfektionen wie Ketoconazol und Grapefruitsaft; dann kann es nötig sein, die Dosis zu verringern oder Eszopiclon ganz abzusetzen, und ab 65 Jahren darf Eszopiclon nicht zusammen mit CYP3A4-Hemmern eingenommen werden. Weitere Beispiele der Packungsbeilage, darunter Enzyminduktoren wie Carbamazepin oder Johanniskraut und andere Mittel, die auf Stimmung oder Verhalten wirken, stehen in der Tabelle. Solche Kombinationen können zum Beispiel das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen, und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt passt die Dosis von Eszopiclon möglicherweise an. [1]

Wechselwirkungen von Eszopiclon
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Opioide (starke Schmerzmittel, Mittel zur Drogenersatztherapie, einige Hustenmittel)Erhöhtes Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression) und Koma, kann lebensbedrohlich sein[1]Die gleichzeitige Einnahme sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn eine andere Behandlung nicht möglich ist; Dosis und Dauer sollten dann von der Ärztin oder dem Arzt begrenzt werden
CYP3A4-Hemmer, zum Beispiel bestimmte Antibiotika, Antipilzmittel (z. B. Ketoconazol), GrapefruitsaftEszopiclon kann von ihnen beeinflusst werden; es kann erforderlich sein, die Dosis von Eszopiclon zu verringern oder es ganz abzusetzen. Ab 65 Jahren darf Eszopiclon nicht zusammen mit CYP3A4-Hemmern eingenommen werden[1]Ärztin oder Arzt informieren
Enzyminduktoren (Cytochrom P450), zum Beispiel Carbamazepin, Phenytoin, JohanniskrautGegenseitige Beeinflussung möglich; die Kombination kann zum Beispiel das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen[1]Ärztin oder Arzt informieren
Mittel gegen psychische Erkrankungen (Neuroleptika, Schlafmittel, Mittel gegen Angst und Beruhigungsmittel, Antidepressiva), starke Schmerzmittel (Narkoanalgetika), Mittel gegen Krampfanfälle, Narkosemittel, müde machende AntihistaminikaDie Kombination kann zum Beispiel das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen; die Dosis von Eszopiclon wird möglicherweise angepasst[1]Ärztin oder Arzt informieren
Rezeptfreie Arzneimittel einschließlich pflanzlicher MittelSie können Eszopiclon beeinflussen oder von ihm beeinflusst werden[1]Ärztin oder Arzt informieren
AlkoholDie Nebenwirkungen von Eszopiclon können verstärkt werden[1]Keinen Alkohol trinken
Fettreiche oder schwere MahlzeitEs kann länger dauern, bis Eszopiclon wirkt[1]Bei Fragen zur Einnahme Ärztin, Arzt oder Apotheke fragen

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen anwenden können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Was beim gleichzeitigen Einsatz mehrerer Psychopharmaka gilt, steht unter Psychopharmaka kombinieren; alle Mittel, die Sie nehmen, können Sie im Medikationsplan festhalten.

Wer Eszopiclon nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Nicht eingenommen werden darf Eszopiclon unter anderem bei Myasthenia gravis, einer Erkrankung, bei der die Muskeln leicht ermüden und schwach werden, bei schwerwiegenden Atemproblemen, bei schwerer Schlafapnoe mit Atemaussetzern im Schlaf und bei stark beeinträchtigter Leberfunktion. Waren Sie jemals von Arzneimitteln, illegalen Substanzen oder Alkohol abhängig, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt vor der Einnahme. [1]

Nicht anwenden bei

  • Allergie gegen Eszopiclon, Zopiclon oder einen der sonstigen Bestandteile[1]
  • Myasthenia gravis (Erkrankung, bei der die Muskeln leicht ermüden und schwach werden)[1]
  • Schwerwiegende Atemprobleme[1]
  • Schwere Schlafapnoe (Atemaussetzer im Schlaf)[1]
  • Stark beeinträchtigte Leberfunktion[1]
  • Ab 65 Jahren bei gleichzeitiger Einnahme von CYP3A4-Hemmern wie bestimmten Antibiotika oder Antipilzmitteln (z. B. Ketoconazol)[1]
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren[1]

Besondere Vorsicht bei

  • Abhängigkeit: Bei Schlafmitteln wie Eszopiclon besteht die Möglichkeit, abhängig zu werden; das ist wahrscheinlicher bei früherer Abhängigkeit von Arzneimitteln, illegalen Substanzen oder Alkohol oder bei einer festgestellten Persönlichkeitsstörung. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über eine frühere Abhängigkeit[1]
  • Menschen ab 65 Jahren: Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke; die Wahrscheinlichkeit, hinzufallen und sich zu verletzen, ist höher[1]
  • Atemprobleme[1]
  • Angst oder depressive Stimmung: Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, möglicherweise muss die Behandlung angepasst werden[1]
  • Nehmen Sie Eszopiclon nicht ein, wenn Ihnen danach keine 8 Stunden für Schlaf zur Verfügung stehen. Eszopiclon kann Gedächtnisverlust hervorrufen; um das Risiko dafür zu verringern, sorgen Sie dafür, dass Ihnen mindestens 8 Stunden für ununterbrochenen Schlaf zur Verfügung stehen. Können Sie nach der Einnahme nicht 8 Stunden schlafen, fühlen Sie sich möglicherweise unsicher auf den Beinen[1]
  • Schlafwandeln und ähnliche Verhaltensweisen können auftreten: aufstehen, ohne richtig wach zu sein, und Dinge tun, an die Sie sich am nächsten Morgen möglicherweise nicht erinnern, zum Beispiel Autofahren ("Schlaf-Fahren"), Zubereiten und Essen von Nahrung, Telefonieren oder Geschlechtsverkehr. Alkohol und andere Mittel, die schläfrig machen, erhöhen die Wahrscheinlichkeit[1]
  • Beeinträchtigung am Folgetag: Das Risiko für psychomotorische Störungen einschließlich eingeschränkter Verkehrstüchtigkeit steigt, wenn Eszopiclon weniger als 12 Stunden vor Tätigkeiten eingenommen wird, die volle Aufmerksamkeit erfordern, wenn eine höhere als die empfohlene Dosis eingenommen wird oder bei gleichzeitiger Einnahme anderer dämpfender Mittel, von Mitteln, die den Eszopiclon-Spiegel erhöhen, von Alkohol oder illegalen Substanzen[1]
  • Schwerwiegende Nierenprobleme: niedrigere Höchstdosis laut Packungsbeilage[1]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Schwangerschaft

Laut Packungsbeilage wird die Einnahme in der Schwangerschaft nicht empfohlen.[1]

Embryotox gibt den Erfahrungsumfang für Eszopiclon mit "keiner" an, für Zopiclon mit "hoch": Zu Eszopiclon liegen keine Daten vor; Studien zu mehr als 1600 Schwangerschaften mit Zopiclon im ersten Schwangerschaftsdrittel, überwiegend aus Registerstudien, ergaben keine Hinweise auf Fehlbildungen, und diese Erfahrung lässt sich laut Embryotox vermutlich übertragen. Bei regelmäßiger Einnahme bis kurz vor der Entbindung muss mit Anpassungsstörungen beim Neugeborenen gerechnet werden, bei längerer Anwendung auch mit Entzugssymptomen; die Entbindung sollte dann in einer Klinik mit Neugeborenenmedizin erfolgen. Laut Embryotox sollte die Notwendigkeit kritisch geprüft werden; eine kurzzeitige Anwendung kann gegebenenfalls akzeptabel sein. Vor allem in den Wochen vor der Entbindung oder wenn ein Schlafmittel länger nötig ist, sollten laut Embryotox besser geeignete Mittel ohne Abhängigkeitspotenzial bevorzugt werden, je nach psychischer Grunderkrankung zum Beispiel Mirtazapin, Amitriptylin, Quetiapin oder Promethazin. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Laut Packungsbeilage wird die Einnahme in der Stillzeit nicht empfohlen, weil der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht; die Ärztin oder der Arzt rät möglicherweise, die Einnahme zu beenden.[1]

Laut Embryotox gibt es keine veröffentlichten Erfahrungen zum Stillen unter Eszopiclon; zu Zopiclon liegen Erfahrungen mit 16 Mutter-Kind-Paaren vor, meist nach einmaliger Gabe ohne Stillen. Eszopiclon sollte in der Stillzeit laut Embryotox nur verordnet werden, wenn besser untersuchte Mittel nicht in Frage kommen. Ist ein Schlafmittel länger nötig, sollten laut Embryotox besser geeignete Alternativen bevorzugt werden, je nach psychiatrischer Grunderkrankung zum Beispiel Mirtazapin, Amitriptylin oder Quetiapin; besteht eindeutig der Bedarf für eine Z-Substanz, sind laut Embryotox Zopiclon oder Zolpidem vorzuziehen. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Alkohol

Trinken Sie während der Einnahme keinen Alkohol, weil er die Nebenwirkungen verstärken kann. Alkohol erhöht außerdem die Wahrscheinlichkeit für Schlafwandeln und ähnliche Verhaltensweisen, und das Risiko für Beeinträchtigungen am nächsten Tag kann steigen.[1]

Autofahren und Maschinen

In den 12 Stunden nach der Einnahme sollten Sie kein Fahrzeug führen, keine Maschinen bedienen und nicht in der Höhe arbeiten. Schläfrigkeit, verschwommenes Sehen sowie Probleme mit Konzentration, Erinnerung und Koordination können diese Tätigkeiten beeinträchtigen. Haben Sie am Morgen nach der Einnahme solche Beschwerden, fahren Sie nicht, bedienen Sie keine Maschinen und arbeiten Sie nicht in großer Höhe.[1]

Anwendung

Als Einzeldosis unmittelbar vor dem Zubettgehen einnehmen und keine weitere Dosis in derselben Nacht; nur einnehmen, wenn danach 8 Stunden Schlaf möglich sind. Die Filmtabletten im Ganzen schlucken und nicht zerstoßen oder zerbrechen, weil der Wirkstoff bitter schmeckt. Mit oder direkt nach einer fettreichen oder schweren Mahlzeit kann die Wirkung später einsetzen; Grapefruitsaft meiden.[1]

Einnahme vergessen: nicht die doppelte Menge einnehmen; die nächste Filmtablette zur üblichen Zeit einnehmen und nicht mehr als eine Dosis in derselben Nacht.[1]

Absetzen

Beenden Sie die Einnahme nicht plötzlich, sondern sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; Absetzen und Wechsel geschehen gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt, die die Dosis verringern und die Einnahme über einen angemessenen Zeitraum beenden. Nach dem Ende der Behandlung können die Schlafprobleme für ein bis zwei Nächte wiederkehren; gelegentlich treten Magenschmerzen, Kopfschmerzen und gesteigerter Appetit auf, in seltenen Fällen Krampfanfälle. Informieren Sie dann Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.[1]

Überdosierung

Bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort den Notruf 112 oder einen Giftnotruf verständigen und wenn möglich die Packung zeigen. Mögliche Zeichen sind starke Schläfrigkeit bis zum Koma.[1]

Am Tag nach der Einnahme kann laut Packungsbeilage das Risiko für psychomotorische Störungen einschließlich einer eingeschränkten Verkehrstüchtigkeit erhöht sein. Das gilt, wenn Eszopiclon weniger als 12 Stunden vor Tätigkeiten eingenommen wurde, die volle Aufmerksamkeit erfordern, wenn eine höhere als die empfohlene Dosis eingenommen wurde und bei gleichzeitiger Einnahme anderer dämpfender Arzneimittel oder von Arzneimitteln, die den Blutspiegel von Eszopiclon erhöhen, ebenso bei Alkohol oder illegalen Substanzen. [1]

Zur Rechtslage: Nach § 316 StGB macht sich strafbar, wer ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, es sicher zu führen, auch bei Fahrlässigkeit. Die Medikamentenklausel in § 24a Abs. 4 StVG betrifft die dort und in der Anlage zu dieser Vorschrift genannten Substanzen, etwa Amfetamin oder Morphin, wenn sie aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels stammen. Mehr dazu unter Psychopharmaka und Autofahren. [11, 12, 13]

Bei Schlafmitteln wie Eszopiclon besteht laut Packungsbeilage die Möglichkeit, abhängig zu werden. Wahrscheinlicher ist das, wenn Sie schon einmal von Arzneimitteln, illegalen Substanzen oder Alkohol abhängig waren oder wenn bei Ihnen eine Persönlichkeitsstörung festgestellt wurde. Embryotox nennt das Risiko einer Abhängigkeit bei längerfristiger Anwendung. Mehr dazu unter Machen Psychopharmaka abhängig? und Medikamentenabhängigkeit. [1, 2]

In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Einnahme laut Packungsbeilage nicht empfohlen. Sind Sie schwanger, stillen Sie oder möchten Sie schwanger werden, fragen Sie vor der Einnahme Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat; was Embryotox dazu sagt, steht in der Übersicht oben. Hintergründe: Psychopharmaka in der Schwangerschaft, in der Stillzeit und Psychopharmaka und Alkohol. [1]

Einnahme und Absetzen

Was die Packungsbeilage zur Einnahme und zu einer vergessenen Dosis sagt, steht in der Übersicht zum Alltag. [1]

Beenden Sie die Einnahme laut Packungsbeilage nicht plötzlich. Wenn Sie aufhören möchten, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; sie oder er verringert dann die Dosis und beendet die Einnahme über einen angemessenen Zeitraum. [1]

Nach dem Ende der Behandlung können die Schlafprobleme für ein bis zwei Nächte wiederkehren. Gelegentlich können Magenschmerzen, Kopfschmerzen und gesteigerter Appetit auftreten, in seltenen Fällen kann es zu Krampfanfällen kommen; informieren Sie dann Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Absetzen und ein Wechsel auf ein anderes Mittel geschehen immer gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Allgemeines erklärt die Seite Psychopharmaka absetzen, mögliche Beschwerden beschreibt die Seite Absetzsymptome. [1]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage nennt die empfohlene Anfangsdosis für Erwachsene und für Menschen ab 65 Jahren sowie die maximale empfohlene Dosis bei schwerwiegenden Nierenproblemen und bei gleichzeitiger Einnahme von CYP3A4-Hemmern. Nehmen Sie Eszopiclon immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein; eine höhere als die empfohlene Dosis kann das Risiko für Beeinträchtigungen am nächsten Tag erhöhen. [1]

Präparate mit Eszopiclon

Präparate mit Eszopiclon
PräparatAnbieterHinweis
LuniviaHENNIG ARZNEIMITTEL GmbH & Co. KGFilmtabletten 1, 2 und 3 mg, verschreibungspflichtig; Grundlage dieser Seite

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Lunivia 1 mg, 2 mg, 3 mg Filmtabletten. HENNIG ARZNEIMITTEL GmbH & Co. KG. Stand 12/2020. abgerufen am 22.10.2026
  2. Embryotox: Eszopiclon. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 22.10.2026
  3. Gesetz Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag Eszopiclon. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 22.10.2026
  4. Gesetz Betäubungsmittelgesetz (BtMG), Anlage III (kein Eintrag Eszopiclon). Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand 26.06.2026. abgerufen am 22.10.2026
  5. Gesetz § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): 0,5 Promille-Grenze, Tetrahydrocannabinol-Grenzwert. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
  6. Gesetz Anlage zu § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): Liste der berauschenden Mittel und Substanzen. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
  7. Gesetz § 316 Strafgesetzbuch (StGB): Trunkenheit im Verkehr. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Eszopiclon und Zopiclon?

Laut Embryotox ist Eszopiclon das S-Enantiomer des Zopiclons, also ein Bestandteil dieses Wirkstoffs. Wer gegen Zopiclon allergisch ist, darf Eszopiclon laut Packungsbeilage nicht einnehmen. Den Erfahrungsumfang in der Schwangerschaft gibt Embryotox für Eszopiclon mit "keiner" an, für Zopiclon mit "hoch". Welches Mittel zu Ihnen passt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Macht Eszopiclon abhängig?

Das ist möglich. Bei Schlafmitteln wie Eszopiclon besteht laut Packungsbeilage die Möglichkeit, abhängig zu werden, wahrscheinlicher nach einer früheren Abhängigkeit von Arzneimitteln, illegalen Substanzen oder Alkohol und bei einer festgestellten Persönlichkeitsstörung. Embryotox nennt das Risiko einer Abhängigkeit bei längerfristiger Anwendung. Die Behandlung soll laut Packungsbeilage so kurz wie möglich sein.

Welche Nebenwirkungen hat Eszopiclon?

Sehr häufig ist laut Packungsbeilage ein unangenehmer Geschmack. Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören unter anderem Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, ungewöhnliche Träume, Gedächtnisprobleme, Mundtrockenheit sowie Nervosität, Depression und Angst. Selten sind Schlafwandeln, "Schlaf-Fahren" und andere außergewöhnliche Verhaltensweisen. Alle Nebenwirkungen mit ihrer Häufigkeit stehen im Abschnitt "Nebenwirkungen im Blick".

Darf ich mit Eszopiclon Auto fahren?

In den 12 Stunden nach der Einnahme sollten Sie laut Packungsbeilage kein Fahrzeug führen, keine Maschinen bedienen und nicht in der Höhe arbeiten. Haben Sie am Morgen nach der Einnahme Beschwerden wie Schläfrigkeit, verschwommenes Sehen oder Probleme mit Konzentration, Erinnerung und Koordination, führen Sie kein Fahrzeug. In der Nacht kann es außerdem zum "Schlaf-Fahren" kommen, also zum Autofahren, ohne richtig wach zu sein.

Darf ich mit Eszopiclon Alkohol trinken?

Nein. Trinken Sie laut Packungsbeilage während der Einnahme keinen Alkohol, weil er die Nebenwirkungen von Eszopiclon verstärken kann. Mit Alkohol sind Schlafwandeln und ähnliche Verhaltensweisen wahrscheinlicher, und das Risiko für Beeinträchtigungen am nächsten Tag kann steigen.

Wie lange darf Eszopiclon eingenommen werden?

Die Dauer der Behandlung soll laut Packungsbeilage so kurz wie möglich sein und einschließlich der schrittweisen Absetzphase 4 Wochen nicht übersteigen. In bestimmten Fällen kann eine längere Einnahme notwendig sein; dann informiert Sie Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, wie lange.

Wie setze ich Eszopiclon ab?

Beenden Sie die Einnahme laut Packungsbeilage nicht plötzlich. Wenn Sie aufhören möchten, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; sie oder er verringert die Dosis und beendet die Einnahme über einen angemessenen Zeitraum. Danach können die Schlafprobleme für ein bis zwei Nächte wiederkehren, und in seltenen Fällen kann es zu Krampfanfällen kommen.

Wie hoch ist die Dosis von Eszopiclon?

Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Die Filmtabletten gibt es mit 1, 2 und 3 mg Eszopiclon. Was die Packungsbeilage als Anfangsdosis und als Obergrenze bei schwerwiegenden Nierenproblemen oder bestimmten anderen Arzneimitteln nennt, steht im Abschnitt zur Dosierung auf dieser Seite.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

Passt dazu

  • Medikamente Pregabalin

    Pregabalin ist bei Nervenschmerzen, generalisierter Angststörung und als Zusatztherapie bei Epilepsie zugelassen.

  • Medikamente Buspiron

    Buspiron ist ein Mittel zur Behandlung von Angst- und Spannungszuständen.

  • Medikamente Lithium

    Lithium ist ein Stimmungsstabilisierer, zugelassen unter anderem zur Vorbeugung bei bipolarer Störung.

  • Behandlung Behandlung mit Psychopharmaka

    Wie eine Behandlung mit Psychopharmaka abläuft: Beginn, erste Wirkung, Dauer, Absetzen und Kontrollen, nach Packungsbeilagen …