MedikamenteWirkstoff

Levomepromazin

Levomepromazin ist ein verschreibungspflichtiges, stark dämpfendes Neuroleptikum (Antipsychotikum) vom Phenothiazin-Typ mit schmerzhemmenden Eigenschaften; bekannt ist es unter anderem als Neurocil. Angewendet wird es bei Jugendlichen ab 16 Jahren und Erwachsenen, um Unruhe und Erregung bei psychotischen Störungen und akute Erregungszustände bei manischen Episoden zu dämpfen, und bei schweren und/oder chronischen Schmerzen als Kombinationsbehandlung. Besonders zu Beginn macht es sehr häufig müde und senkt den Blutdruck, und die Packungsbeilage sagt: Fahren Sie nicht Auto und bedienen Sie keine gefährlichen Maschinen.

Frau in den Sechzigern mit silbergrauem Haar ruht unter einer leichten Decke auf einem Sofa in einem hellen Wohnzimmer am Nachmittag
Bild: KI-generiert

Wofür wird Levomepromazin eingesetzt?

Zugelassen ist Levomepromazin laut Packungsbeilage:

  • um psychomotorische Unruhe- und Erregungszustände im Rahmen psychotischer Störungen zu dämpfen, [1]
  • bei akuten Erregungszuständen bei manischen Episoden, [1]
  • bei der Behandlung von schweren und/oder chronischen Schmerzen als Kombinationsbehandlung, also zusammen mit anderen Mitteln. [1]

Die Tabletten sind zur Anwendung bei Jugendlichen ab 16 Jahren und Erwachsenen bestimmt; Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sollten nicht mit Levomepromazin behandelt werden, weil keine dokumentierten Erfahrungen zur Dosierung vorliegen. Schlafstörungen gehören nicht zu diesen Anwendungsgebieten. Levomepromazin ist verschreibungspflichtig. Mehr über Psychosen und manische Phasen lesen Sie auf den Seiten Psychose, Schizophrenie und Bipolare Störung. [1, 3]

Wie wirkt Levomepromazin?

Die Packungsbeilage beschreibt Levomepromazin als stark dämpfendes Neuroleptikum vom Phenothiazin-Typ, ein Arzneimittel zur Behandlung von Nerven- und Erregungsleiden, mit schmerzhemmenden Eigenschaften. Embryotox nennt es ein konventionelles Antipsychotikum, das stark beruhigend (sedierend) und gering antipsychotisch wirkt. Einen Überblick über die Gruppe gibt die Seite Nieder- und mittelpotente Antipsychotika, alle Gruppen zeigt die Seite Antipsychotika. [1, 2]

Durch anticholinerge und adrenolytische Wirkanteile verursacht Levomepromazin laut Embryotox häufig ausgeprägte vegetative Wirkungen wie einen niedrigen Blutdruck, einen schnellen Herzschlag, Störungen der Erregungsleitung im Herzen oder Störungen beim Wasserlassen. Die Packungsbeilage erklärt die anticholinerge Wirkung als Hemmung des unwillkürlichen Nervensystems und nennt sie schwach; andere Mittel mit gleichartiger Wirkung können sie verstärken. [1, 2]

Eine Halbwertszeit nennt die Packungsbeilage nicht. Embryotox gibt die Halbwertszeit mit etwa 24 Stunden an, im Einzelfall bis zu 78 Stunden; weil beim ersten Durchgang durch die Leber viel abgebaut wird, gelangt nach dem Einnehmen etwa die Hälfte des Wirkstoffs in den Kreislauf. Mittel, die den Abbau von Levomepromazin in der Leber hemmen, etwa hormonelle Verhütungsmittel zum Einnehmen, können seine Wirkung verstärken. [1, 2]

Wann wirkt Levomepromazin und wie lange wird behandelt?

Wann die Wirkung einsetzt, beschreibt die Packungsbeilage nicht. Für die ambulante Behandlung schlägt sie einen Beginn mit langsam ansteigender Dosis vor, weniger bei einer Behandlung im Krankenhaus; abrupte starke Dosisänderungen erhöhen das Risiko für Nebenwirkungen. Die Dosis wird allmählich bis zu der Tagesdosis gesteigert, die für den Behandlungserfolg ausreicht, und die langsame Verringerung auf eine Erhaltungsdosis muss die Ärztin oder der Arzt veranlassen. [1]

Besonders zu Beginn sind Müdigkeit, Kreislaufstörungen beim Aufstehen, ein Blutdruckabfall und ein schneller Herzschlag sehr häufig, und bei manchen Menschen kann die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sein. Die Dauer der Behandlung bestimmt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt; die Behandlung bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Mehr dazu auf den Seiten Wann wirken Psychopharmaka? und Wie lange werden Psychopharmaka genommen?. [1]

  1. BeginnFür die ambulante Behandlung wird ein Beginn mit langsam ansteigender Dosis vorgeschlagen; abrupte starke Dosisänderungen erhöhen das Risiko für Nebenwirkungen. Insbesondere zu Beginn treten Müdigkeit, Kreislaufstörungen beim Aufstehen, Blutdruckabfall und beschleunigter Herzschlag auf, und die Arbeitsfähigkeit kann beeinträchtigt sein. Fieber, Halsschmerzen oder Entzündungen im Mund in den ersten drei Monaten sind sofort ärztlich abzuklären.[1]
  2. ErhaltungDie Dosis wird allmählich bis zu der für den Behandlungserfolg ausreichenden Tagesdosis gesteigert; die langsame Verringerung auf eine Erhaltungsdosis veranlasst die Ärztin oder der Arzt, ebenso die Dauer der Behandlung. Die Behandlung bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.[1]
  3. AbsetzenÜber Dosisverringerung und Ende der Behandlung entscheidet die Ärztin oder der Arzt. Spätdyskinesien können nach dem Ende der Behandlung anhalten oder erst dann sichtbar werden.[1]

Nebenwirkungen im Blick

Sehr häufig sind laut Packungsbeilage, insbesondere zu Beginn der Behandlung, Kreislaufstörungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen, ein Blutdruckabfall, ein beschleunigter Herzschlag, Veränderungen im EKG (Erregungsleitungsstörungen) und Müdigkeit. Häufig kommen Muskelverspannungen und Störungen des Bewegungsablaufs wie Zungen-Schlund-Krämpfe, Schiefhals oder Blickkrämpfe vor, außerdem Beschwerden wie bei der Parkinson-Krankheit und ein Bewegungsdrang mit der Unfähigkeit, sitzen zu bleiben (Akathisie). In diesen Fällen kann die Ärztin oder der Arzt die Dosis verringern oder ein Gegenmittel geben, das diesen Nebenwirkungen sofort entgegenwirkt. [1]

Häufig ist eine Gewichtszunahme. Nach langfristiger Anwendung können gelegentlich, besonders bei Frauen und älteren Menschen, Bewegungsstörungen vor allem im Mundbereich auftreten (Spätdyskinesien), die nach dem Ende der Behandlung anhalten können und manchmal nicht heilbar sind. Gelegentlich kommen auch eine depressive Verstimmung, Gleichgültigkeit und eine Verstärkung der ursprünglichen Krankheitsbeschwerden vor. Sehr selten sind Störungen der sexuellen Erregbarkeit, Milchfluss aus der Brust bei der Frau, Störungen der Regelblutung und ein Anschwellen der Brust beim Mann; mehr dazu unter Sexuelle Funktionsstörungen. [1]

Nebenwirkungen im Blick

Höchste Häufigkeitsangabe der Produktinformation für Beschwerden, nach denen bei Psychopharmaka oft gefragt wird.

"Nicht genannt" heißt: Die Produktinformation führt die Beschwerde nicht als Nebenwirkung mit Häufigkeitsangabe auf; Hinweise ohne Häufigkeit stehen im Text der Seite. Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht. Alle Nebenwirkungen nach Häufigkeit.

Die folgende Liste nennt alle Nebenwirkungen, für die die Packungsbeilage eine Häufigkeit angibt; was die Angaben bedeuten, zeigt das Werkzeug Was heißt "häufig"?. Herzrhythmusstörungen vom Typ Torsade de pointes, die möglicherweise lebensbedrohlich sind, nennt die Packungsbeilage sehr selten; mehr dazu unter Herz und QT-Zeit. [1]

Sehr häufigkann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Gefäße und KreislaufInsbesondere zu Behandlungsbeginn Kreislaufstörungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen, Blutdruckabfall[1]
  • HerzInsbesondere zu Behandlungsbeginn beschleunigter Herzschlag und EKG-Veränderungen (Erregungsleitungsstörungen)[1]Mehr dazu: HerzrasenHerzrhythmusstörungen
  • NervensystemMüdigkeit, insbesondere zu Beginn der Behandlung[1]Mehr dazu: Müdigkeit

Häufigkann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • NervensystemMuskelverspannungen und Störungen des Bewegungsablaufs: Zungen-Schlund-Krämpfe, Schiefhals, Kiefermuskelkrämpfe, Blickkrämpfe, Versteifung der Rückenmuskulatur[1]Mehr dazu: Bewegungsstörungen (Parkinson-Symptome, Dystonie, Dyskinesie)
  • NervensystemStörungen wie bei der Parkinson-Krankheit: Maskengesicht, Zittern, Steifheit, Bewegungslosigkeit, übermäßiger Speichelfluss[1]Mehr dazu: Bewegungsstörungen (Parkinson-Symptome, Dystonie, Dyskinesie)
  • NervensystemBewegungsdrang und Unfähigkeit, sitzen zu bleiben (Akathisie)[1]Mehr dazu: Sitzunruhe (Akathisie)
  • Magen und DarmMundtrockenheit, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Durchfall, Appetitverlust[1]
  • AugenBlickkrämpfe, verschwommenes Sehen, erhöhter Augeninnendruck[1]
  • Nieren und HarnwegeStörungen beim Wasserlassen[1]
  • Stoffwechsel und ErnährungGewichtszunahme[1]Mehr dazu: Gewichtszunahme
  • AtemwegeGefühl einer verstopften Nase[1]

Gelegentlichkann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • Leber und GalleVorübergehende Leberfunktionsstörungen, Abflussstörungen der Galle, Gelbsucht[1]
  • PsycheUnruhe, Erregung[1]Mehr dazu: Unruhe und Nervosität
  • NervensystemBenommenheit, Schwindelgefühl[1]Mehr dazu: Müdigkeit
  • NervensystemNach langfristiger Anwendung, besonders bei Frauen und älteren Menschen: Bewegungsstörungen vor allem im Mundbereich (Spätdyskinesien), die noch nach dem Ende der Behandlung anhalten können und manchmal nicht heilbar sind; sie können verdeckt sein und erst nach dem Ende der Behandlung sichtbar werden[1]Mehr dazu: Spätdyskinesien
  • PsycheDepressive Verstimmung, Gleichgültigkeit[1]Mehr dazu: Emotionale Abstumpfung
  • NervensystemKopfschmerzen[1]
  • PsycheVerstärkung der ursprünglichen Krankheitsbeschwerden[1]
  • NervensystemSeltener Zeichen von Erregung und Verwirrtheit, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme anticholinerg wirksamer Mittel, sowie Krampfanfälle des Gehirns und starke Schwankungen der Körpertemperatur[1]
  • HautAllergische Hautreaktionen und Lichtempfindlichkeit[1]
  • ImmunsystemAllergische Reaktionen[1]
  • AugenVeränderungen an Hornhaut und Linse des Auges[1]

Seltenkann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • NervensystemLebensbedrohlicher Zustand mit hohem Fieber, Muskelstarre und Störungen des vegetativen Nervensystems (Herzjagen, Bluthochdruck, Bewusstlosigkeit), der das sofortige Absetzen der Medikation erfordert (malignes neuroleptisches Syndrom)[1]Mehr dazu: Malignes neuroleptisches Syndrom
  • Magen und DarmLebensbedrohliche Darmlähmung[1]

Sehr seltenkann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekanntHäufigkeit nicht abschätzbar oder in der Quelle nicht angegeben

  • Gefäße und KreislaufBlutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und Rötungen der Beine), die möglicherweise über die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen und Atembeschwerden verursachen können[1]

Eine Häufigkeit sagt, wie oft eine Nebenwirkung bei den Behandelten insgesamt vorkam. Ob sie bei Ihnen auftritt, sagt sie nicht.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Hohes Fieber mit Muskelstarre und Störungen wie Herzjagen, hohem Blutdruck oder Bewusstlosigkeit können Zeichen eines seltenen, lebensbedrohlichen Zustands sein, der das sofortige Absetzen der Medikation erfordert (malignes neuroleptisches Syndrom). [1]

Eine depressive Verstimmung und eine Verstärkung der ursprünglichen Krankheitsbeschwerden sind laut Packungsbeilage gelegentliche Nebenwirkungen. Merken Sie, dass Ihre Stimmung sinkt oder sich Ihre Beschwerden verschlimmern, oder geht es Ihnen sehr schlecht, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. In einer akuten Krise erreichen Sie Hilfe unter diesen Nummern. [1]

Was Sie bei Nebenwirkungen tun können

Mann in den Fünfzigern mit kurzen grauen Haaren steht an einem milden Herbstnachmittag langsam von einer Gartenbank auf
Bild: KI-generiert

Bei Fieber, Halsschmerzen, Entzündungen im Mund oder grippeähnlichen Beschwerden und bei hohem Fieber mit Muskelstarre sagt die Packungsbeilage: Nehmen Sie Levomepromazin nicht weiter ein und suchen Sie umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf. Bei anderen Nebenwirkungen setzen Sie Levomepromazin nicht eigenmächtig ab; Dosis und Dauer der Behandlung legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Einige Hinweise der Packungsbeilage betreffen den Alltag: [1]

  • Wenn Sie lichtempfindlich sind, sollten Sie direkte Sonneneinstrahlung meiden; allergische Hautreaktionen und Lichtempfindlichkeit kommen gelegentlich vor. [1]
  • Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke über alle anderen Arzneimittel, die Sie einnehmen. Levomepromazin kann den Abbau einiger Mittel verändern, und weil es die Bewegung des Magen-Darm-Trakts hemmt, kann es beeinflussen, wie andere Mittel aufgenommen werden. [1]
  • Steht eine Operation an, ist die Behandlung für die Narkose wichtig: Laut Packungsbeilage muss dann sorgfältig auf einen Blutdruckabfall geachtet werden, und die Dosis von Narkosemitteln oder anderen dämpfenden Mitteln ist unter Umständen zu verringern. [1]
  • Bei älteren Menschen und bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion ist mit vermehrten Nebenwirkungen zu rechnen; die Dosis muss dann besonders vorsichtig angepasst werden. [1]

Beschwerden und Stimmung können Sie im Stimmungs- und Nebenwirkungstagebuch festhalten; die Fragen fürs Arztgespräch helfen bei der Vorbereitung auf den nächsten Termin.

Kontrollen während der Behandlung

Die Behandlung mit Levomepromazin bedarf laut Packungsbeilage der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle; der Aufforderung zur Kontrolle von Blutbild, Herztätigkeit und Leberfunktion sollten Sie unbedingt nachkommen. Zeitpunkte für diese Kontrollen nennt die Packungsbeilage nicht, sie legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. [1]

Kontrolluntersuchungen bei Levomepromazin
UntersuchungWann oder warum
BlutbildRegelmäßig während der Behandlung, auf Aufforderung der Ärztin oder des Arztes[1]
HerztätigkeitRegelmäßig während der Behandlung, auf Aufforderung der Ärztin oder des Arztes[1]
LeberfunktionRegelmäßig während der Behandlung, auf Aufforderung der Ärztin oder des Arztes[1]

Welche Kontrollen bei Ihnen nötig sind und wie oft, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

Was die einzelnen Werte bedeuten, erklärt die Seite Kontrollen und Blutwerte; mehr zu den Blutzellen unter Blutbild.

Wechselwirkungen

Mittel, die ebenfalls die Erregungsleitung des Herzens oder den Herzrhythmus beeinflussen (Verlängerung des QT-Intervalls), etwa bestimmte Mittel gegen Herzrhythmusstörungen, Antibiotika, Malariamittel, Antihistaminika und Antidepressiva, sollten laut Packungsbeilage nicht gleichzeitig angewendet werden; das gilt auch für Mittel, die den Kaliumspiegel im Blut senken. Zusammen mit Schmerz-, Schlaf- und Beruhigungsmitteln und anderen dämpfenden Mitteln kann es zu verstärkter Müdigkeit und Benommenheit und zu erschwerter Atmung kommen. [1]

Levomepromazin kann die Blutspiegel bestimmter Mittel erhöhen, die über das Leberenzym CYP2D6 abgebaut werden, unter anderem von Risperidon, Haloperidol, Amitriptylin und Codein, und den Abbau von Phenytoin so verändern, dass giftige Phenytoin-Spiegel möglich sind. Carbamazepin und Barbiturate können den Levomepromazin-Spiegel senken. Den Abbau bestimmter Antidepressiva kann Levomepromazin mit nicht vorhersehbaren Folgen verändern, und bei MAO-Hemmern ist Vorsicht geboten. [1]

Wechselwirkungen von Levomepromazin
Zusammen mitWas passieren kannHinweis
Carbamazepin und BarbiturateDer Levomepromazin-Spiegel im Blut kann durch beschleunigten Abbau sinken[1]Ärztin oder Arzt informieren
Anticholinergika, zum Beispiel Biperiden und andere Parkinsonmittel, sowie andere Mittel mit gleichartiger WirkungDie Wirkung von Levomepromazin kann abgeschwächt werden; die anticholinergen Wirkungen können sich verstärken, mit Mundtrockenheit, verschwommenem Sehen, Verwirrtheit, Darmträgheit und Harnverhalt[1]Ärztin oder Arzt informieren
Mittel, die den Abbau von Levomepromazin in der Leber hemmen, zum Beispiel Tabletten zur hormonellen EmpfängnisverhütungWirkungsverstärkung von Levomepromazin[1]Ärztin oder Arzt informieren
Schmerz-, Schlaf- und Beruhigungsmittel und andere dämpfende MittelVerstärkte Müdigkeit und Benommenheit, erschwerte Atmung; die Dosis starker Schmerzmittel und von Schlafmitteln kann laut Packungsbeilage im Allgemeinen verringert werden[1]Die Dosis legt die Ärztin oder der Arzt fest
Bestimmte Mittel, die über das Leberenzym CYP2D6 abgebaut werden, unter anderem Risperidon, Haloperidol, Amitriptylin, Captopril, Ondansetron, Codein, Celecoxib, Flecainid, AmphetaminderivateErhöhte Blutspiegel und verstärkte Wirkung dieser Mittel[1]Ärztin oder Arzt informieren
PhenytoinVeränderter Phenytoin-Abbau, giftige (toxische) Phenytoin-Spiegel möglich[1]Ärztin oder Arzt informieren
Polypeptid-Antibiotika, zum Beispiel Capreomycin, Colistin, Polymyxin BVerstärkung der durch diese Mittel ausgelösten Atmungsstörungen[1]Ärztin oder Arzt informieren
Bestimmte Antidepressiva; MAO-HemmerDer Abbau bestimmter Antidepressiva kann sich verändern, mit erhöhten Blutspiegeln und nicht vorhersehbaren Folgen; bei MAO-Hemmern ist Vorsicht geboten[1]Ärztin oder Arzt informieren
Blutdrucksenkende MittelIhre Wirkung kann verstärkt werden; die blutdrucksenkende Wirkung von Guanethidin, Clonidin und alpha-Methyldopa kann dagegen abgeschwächt werden[1]Ärztin oder Arzt informieren
Parkinsonmittel aus der Gruppe der Dopaminagonisten (z. B. Levodopa); AdrenalinDie Wirkung des Parkinsonmittels kann abgeschwächt werden; einige Wirkungen von Adrenalin werden ebenfalls abgeschwächt[1]Ärztin oder Arzt informieren
GonadorelinDie Reaktion auf Gonadorelin kann abgeschwächt sein[1]Ärztin oder Arzt informieren
Propranolol (Betablocker)Die Mengen beider Medikamente im Blut können steigen[1]Ärztin oder Arzt informieren
Piperazinhaltige Wurmmittel, MetoclopramidErhöhtes Risiko für Störungen des Bewegungsablaufs[1]Ärztin oder Arzt informieren
Andere Arzneimittel zum EinnehmenIhre Aufnahme kann durch die gehemmte Bewegung des Magen-Darm-Trakts beeinflusst werden[1]Ärztin oder Arzt informieren
Mittel, die die Erregungsleitung des Herzens oder den Herzrhythmus beeinflussen (QT-Verlängerung), z. B. Antiarrhythmika der Klassen IA oder III, Cisaprid, Antibiotika, Malariamittel, Antihistaminika, Antidepressiva; Mittel, die den Kaliumspiegel senkenErhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen[1]Gleichzeitige Anwendung vermeiden
AlkoholWechselseitige Wirkungsverstärkung[1]Auf Alkohol verzichten

Die Liste nennt die wichtigsten Wechselwirkungen aus der Produktinformation, nicht alle. Welche Mittel Sie zusammen anwenden können, klären Sie am besten mit Ihrer Apotheke, auch bei rezeptfreien und pflanzlichen Mitteln.

Wie Psychopharmaka zusammenwirken, erklärt die Seite Psychopharmaka kombinieren; einen Überblick über alle Mittel, die Sie nehmen, gibt der Medikationsplan.

Wer Levomepromazin nicht oder nur mit Vorsicht nehmen sollte

Zu den Gegenanzeigen gehören unter anderem akute Vergiftungen mit Alkohol, Schlaf- oder Schmerzmitteln oder Psychopharmaka und eine Leistungsminderung des blutbildenden Systems. Besondere Vorsicht ist unter anderem bei einer Vorschädigung des Herzens, einem angeborenen langen QT-Syndrom, Kaliummangel und Krampfanfällen in der Vorgeschichte erforderlich. [1]

Nicht anwenden bei

  • Allergie gegen Levomepromazin, gegen Thioxanthene und Phenothiazine oder gegen einen der sonstigen Bestandteile[1]
  • Akute Vergiftung mit Alkohol, Schlafmitteln, Schmerzmitteln oder Psychopharmaka[1]
  • Kreislaufschock oder Koma[1]
  • Leistungsminderung des blutbildenden Systems[1]

Besondere Vorsicht bei

  • Leber- oder Nierenschädigung; bei älteren Menschen und bei eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion muss die Dosis besonders vorsichtig angepasst werden, weil vermehrt Nebenwirkungen zu erwarten sind[1]
  • Vorschädigung des Herzens, angeborenes langes QT-Syndrom oder andere klinisch bedeutsame Herzstörungen, insbesondere koronare Herzkrankheit, Erregungsleitungsstörungen oder Herzrhythmusstörungen; Kaliummangel; verlangsamter Herzschlag (Bradykardie)[1]
  • Gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall im EKG verlängern oder den Kaliumspiegel im Blut senken können[1]
  • Prolaktinabhängige Tumoren, zum Beispiel Geschwulste in der Brust[1]
  • Stark erniedrigter oder erhöhter Blutdruck oder Kreislaufstörungen beim plötzlichen Wechsel vom Liegen zum Stehen[1]
  • Hirnorganische Erkrankung oder epileptische Anfälle in der Vergangenheit: Unter der Behandlung können große Anfälle auftreten; Menschen mit Epilepsie nur unter Beibehaltung ihrer Mittel gegen Krampfanfälle[1]
  • Parkinson-Krankheit, die nicht durch Arzneimittel ausgelöst ist[1]
  • Arteriosklerotische Erkrankung der Hirngefäße[1]
  • Malignes neuroleptisches Syndrom in der Vorgeschichte (schwere Erkrankung mit hohem Fieber und Muskelstarre nach bestimmten Mitteln gegen Nervenleiden)[1]
  • Grüner Star (Glaukom, erhöhter Augeninnendruck), Störungen beim Wasserlassen (Harnverhalt), Verengung des Magenausgangs (Pylorusstenose) oder vergrößerte Vorsteherdrüse (Prostata)[1]
  • Lichtempfindlichkeit: direkte Sonneneinstrahlung meiden[1]
  • Ältere Menschen mit Demenz: Unter Antipsychotika ist das Sterblichkeitsrisiko laut Packungsbeilage leicht erhöht[1]
  • Erhöhtes Schlaganfallrisiko oder vorübergehend verminderte Durchblutung des Gehirns[1]
  • Venöse Blutgerinnsel (Thrombosen) bei Ihnen oder Verwandten, weil solche Arzneimittel mit Blutgerinnseln in Verbindung gebracht werden[1]
  • Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sollten nicht behandelt werden, weil keine dokumentierten Erfahrungen zur Dosierung vorliegen[1]
  • Operationen: Bei Menschen, die Levomepromazin erhalten haben, muss sorgfältig auf einen Blutdruckabfall geachtet werden; die Dosis von Narkosemitteln oder anderen dämpfenden Mitteln ist unter Umständen zu verringern[1]
  • Ein Test auf Phenylketonurie kann unter der Behandlung falsch positiv ausfallen[1]
  • Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern: Die Tabletten enthalten Lactose[1]

Alkohol, Autofahren, Schwangerschaft

Schwangerschaft

Über die Wirkung von Levomepromazin auf das ungeborene Kind liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Deshalb soll es in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nicht verordnet werden, in den folgenden sechs Monaten nur, wenn die Ärztin oder der Arzt es für unbedingt erforderlich hält, und dann in der niedrigsten wirksamen Dosis. In den letzten 10 Tagen der Schwangerschaft sollte es nicht mehr verordnet werden, um Nebenwirkungen beim Neugeborenen zu vermeiden. Bei Neugeborenen von Müttern, die Levomepromazin in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft eingenommen haben, können Zittern, Muskelsteifheit oder Muskelschwäche, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen auftreten; wenden Sie sich dann an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Möchten Sie schwanger werden oder vermuten Sie eine Schwangerschaft, teilen Sie das umgehend Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mit.[1]

Embryotox gibt den Erfahrungsumfang mit "hoch" an: Mehr als 900 Schwangerschaften mit Einnahme durch die Mutter sind dokumentiert, überwiegend aus Registerdaten; Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko ergaben sich nicht. Bei Einnahme bis zur Geburt können beim Neugeborenen Anpassungsstörungen auftreten; die Entbindung sollte laut Embryotox in einer Klinik mit Neugeborenenmedizin erfolgen. Insbesondere nach hohen Dosen kann laut Embryotox bei der Mutter eine massive Blutdrucksenkung und Dämpfung eintreten. Bei einer Neueinstellung sollten laut Embryotox besser erprobte Beruhigungsmittel vorgezogen werden; als besser geeignete Alternativen nennt Embryotox Promethazin, als beruhigendes Antipsychotikum auch Quetiapin. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.[2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Stillzeit

Levomepromazin und seine Abbauprodukte gehen in die Muttermilch über; die Einnahme in der Stillzeit wird deshalb nicht empfohlen. Hält die Ärztin oder der Arzt die Anwendung in der Stillzeit für zwingend erforderlich, muss auf ärztliche Anweisung abgestillt werden.[1]

Laut Embryotox ist Stillen unter Levomepromazin eher kritisch zu beurteilen, weil bei eher ungünstigem Nebenwirkungsprofil und langer Halbwertszeit weder klinische Erfahrungen noch Daten zur Aufnahme durch das gestillte Kind vorliegen; eine einzelne Dosis erfordert laut Embryotox keine Einschränkung des Stillens.[2]

Unabhängige Beratung zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox, Charité Berlin.

Alkohol

Alkohol und Levomepromazin verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirkung. Verzichten Sie deshalb während der Behandlung auf Alkohol.[1]

Autofahren und Maschinen

Insbesondere zu Beginn der Behandlung können Müdigkeit, Schwindel und Schwächegefühl verstärkt auftreten; Reaktionsvermögen und Urteilskraft sind dann vermindert. Fahren Sie nicht Auto oder andere Fahrzeuge, bedienen Sie keine gefährlichen Maschinen und arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt; das gilt verstärkt zusammen mit Alkohol. Zu Beginn der Behandlung kann auch die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sein.[1]

Anwendung

Die Tagesmenge wird auf 3 Einzelgaben verteilt. Die Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen, vorzugsweise einem Glas Trinkwasser.[1]

Einnahme vergessen: nicht die doppelte Menge einnehmen, sondern beim nächsten Einnahmezeitpunkt mit der verordneten Dosis fortfahren. Wurde eine Einzeldosis versehentlich doppelt eingenommen, beim nächsten Einnahmezeitpunkt mit der verordneten Dosis fortfahren.[1]

Absetzen

Wie lange die Behandlung dauert, bestimmt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt; auch eine Verringerung der Dosis veranlasst die Ärztin oder der Arzt. Absetzen und Wechsel geschehen gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt. Spätdyskinesien können nach dem Ende der Behandlung anhalten oder erst dann sichtbar werden.[1]

Überdosierung

Bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort den Notruf 112 oder einen Giftnotruf verständigen. Mögliche Zeichen sind Benommenheit bis zur Bewusstlosigkeit (Koma), Verwirrtheits- und Erregungszustände, niedriger Blutdruck, schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, trockene Schleimhäute, Verstopfung bis zur Darmlähmung, Harnverhalt, erweiterte Pupillen, Krämpfe, erhöhte oder erniedrigte Körpertemperatur und Parkinson-Beschwerden.[1]

Setzen Sie Levomepromazin nicht selbst ab, wenn Sie schwanger werden; laut Packungsbeilage entscheidet dann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, ob eine Umstellung auf ein anderes Arzneimittel nötig ist. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Auf seiner Seite zu Levomepromazin in Schwangerschaft und Stillzeit schreibt Embryotox, wegen der häufig ausgeprägten vegetativen Wirkungen sollte Levomepromazin nur in begründeten Ausnahmefällen verwendet werden. Hintergründe: Schwangerschaft und Kinderwunsch, Stillzeit und Psychopharmaka und Alkohol. [1, 2]

Zur Rechtslage beim Fahren: Nach § 316 StGB macht sich strafbar, wer ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, es sicher zu führen, auch bei Fahrlässigkeit. Die Medikamentenklausel in § 24a Abs. 4 StVG betrifft die dort und in der Anlage zu dieser Vorschrift genannten Substanzen, etwa Amfetamin oder Morphin, wenn sie aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels stammen. Die Packungsbeilage sagt dazu: Fahren Sie nicht Auto oder andere Fahrzeuge. Mehr dazu auf der Seite Psychopharmaka und Autofahren. [1, 11, 12, 13]

Einnahme und Absetzen

Wie Sie die Tabletten einnehmen und was bei einer vergessenen oder versehentlich doppelt eingenommenen Dosis gilt, steht in der Übersicht zum Alltag. [1]

Die langsame Verringerung auf eine Erhaltungsdosis muss laut Packungsbeilage die Ärztin oder der Arzt veranlassen, und die Dauer der Behandlung bestimmt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt. Einen eigenen Abschnitt zum Beenden der Behandlung und Angaben zu Absetzbeschwerden enthält die Packungsbeilage nicht. Spätdyskinesien können nach dem Ende der Behandlung anhalten oder erst dann sichtbar werden. [1]

Absetzen und ein Wechsel auf ein anderes Mittel geschehen immer gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Was beim Beenden einer Behandlung mit Antipsychotika wichtig ist, erklärt die Seite Antipsychotika absetzen; mögliche Beschwerden beschreibt die Seite Absetzsymptome. [1]

Dosierung laut Packungsbeilage

Die Packungsbeilage nennt Angaben für Erwachsene, für starke Schmerzzustände, für ältere Menschen und für eingeschränkte Leber- und Nierenfunktion. Für Dosierungen, für die die Tabletten zu 10 mg nicht geeignet sind, gibt es laut deren Packungsbeilage andere Stärken und Darreichungsformen, zum Beispiel Filmtabletten zu 25 mg und Tropfen zum Einnehmen unter dem Namen Neurocil; für sie gilt die Packungsbeilage des jeweiligen Präparats. Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. [1, 4, 5]

Präparate mit Levomepromazin

Präparate mit Levomepromazin
PräparatAnbieterHinweis
Levomepromazin-neuraxpharmneuraxpharm Arzneimittel GmbHTabletten 10 mg (Grundlage dieser Seite), weitere Stärken und Darreichungsformen; verschreibungspflichtig
NeurocilDESITIN Arzneimittel GmbHunter anderem Tropfen zum Einnehmen; verschreibungspflichtig

Auswahl ohne Wertung. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Hilfsstoffen und zugelassenen Anwendungsgebieten unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Levomepromazin-neuraxpharm 10 mg Tabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 07/2021. abgerufen am 22.10.2026
  2. Embryotox: Levomepromazin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 22.10.2026
  3. Gesetz Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), Anlage 1, Eintrag "Phenothiazin, am Stickstoff substituiertes". Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). Stand 19.05.2026. abgerufen am 22.10.2026
  4. Gebrauchsinformation Neurocil Tropfen 40 mg/ml, Tropfen zum Einnehmen, Lösung. DESITIN Arzneimittel GmbH. Stand 02/2024. abgerufen am 23.10.2026
  5. Gebrauchsinformation Neurocil 25 mg Filmtabletten. DESITIN Arzneimittel GmbH. Stand 02/2021. abgerufen am 23.10.2026
  6. Gesetz § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): 0,5 Promille-Grenze, Tetrahydrocannabinol-Grenzwert. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
  7. Gesetz Anlage zu § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): Liste der berauschenden Mittel und Substanzen. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
  8. Gesetz § 316 Strafgesetzbuch (StGB): Trunkenheit im Verkehr. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026

Häufige Fragen

Hilft Levomepromazin zum Schlafen?

Zugelassen ist Levomepromazin laut Packungsbeilage, um psychomotorische Unruhe- und Erregungszustände im Rahmen psychotischer Störungen zu dämpfen, bei akuten Erregungszuständen bei manischen Episoden und bei schweren und/oder chronischen Schmerzen als Kombinationsbehandlung; Schlafstörungen gehören nicht dazu. Es ist ein stark dämpfendes Neuroleptikum, und Müdigkeit ist besonders zu Beginn der Behandlung eine sehr häufige Nebenwirkung. Zusammen mit Schlaf- oder Beruhigungsmitteln kann es zu verstärkter Müdigkeit, Benommenheit und erschwerter Atmung kommen. Wenn Sie schlecht schlafen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Gibt es Levomepromazin als Tropfen?

Ja. Tropfen zum Einnehmen gibt es zum Beispiel unter dem Namen Neurocil Tropfen; auch die Packungsbeilage der Tabletten nennt andere Stärken und Darreichungsformen für Dosierungen, für die die Tabletten zu 10 mg nicht geeignet sind. Die Angaben auf dieser Seite stammen aus der Packungsbeilage der Tabletten zu 10 mg; für Tropfen gilt die Packungsbeilage des jeweiligen Präparats. Wie viel Sie nehmen, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

Ist Neurocil dasselbe wie Levomepromazin?

Neurocil ist ein Präparat mit dem Wirkstoff Levomepromazin; Embryotox führt Neurocil bei den Produktnamen auf. Präparate mit demselben Wirkstoff können sich in Stärke, Darreichungsform und Hilfsstoffen unterscheiden. Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Darf ich mit Levomepromazin Alkohol trinken?

Laut Packungsbeilage sollte während der Behandlung auf Alkohol verzichtet werden, weil sich Alkohol und Levomepromazin gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken können. Alkohol verstärkt außerdem die Beeinträchtigung beim Autofahren und beim Bedienen von Maschinen.

Darf ich mit Levomepromazin Auto fahren?

Die Packungsbeilage sagt: Fahren Sie nicht Auto oder andere Fahrzeuge, bedienen Sie keine gefährlichen Maschinen und arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt. Insbesondere zu Beginn der Behandlung können Müdigkeit, Schwindel und Schwächegefühl verstärkt auftreten, sodass Reaktionsvermögen und Urteilskraft vermindert sind; mit Alkohol gilt das verstärkt. Fragen dazu besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Wie setze ich Levomepromazin ab?

Die Dauer der Behandlung bestimmt laut Packungsbeilage Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, und auch die langsame Verringerung auf eine Erhaltungsdosis muss die Ärztin oder der Arzt veranlassen; ändern Sie nichts eigenmächtig. Absetzbeschwerden beschreibt die Packungsbeilage nicht. Bewegungsstörungen vor allem im Mundbereich (Spätdyskinesien) können nach dem Ende der Behandlung anhalten oder erst dann sichtbar werden.

Darf ich Levomepromazin in der Schwangerschaft nehmen?

Laut Packungsbeilage soll Levomepromazin in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nicht verordnet werden, in den folgenden sechs Monaten nur, wenn die Ärztin oder der Arzt es für unbedingt erforderlich hält, und in den letzten 10 Tagen sollte es nicht mehr verordnet werden. Embryotox gibt den Erfahrungsumfang mit "hoch" an und rät bei einer Neueinstellung, besser erprobte Beruhigungsmittel vorzuziehen; als besser geeignet nennt Embryotox Promethazin, als beruhigendes Antipsychotikum auch Quetiapin. Wechseln Sie nicht selbst, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Wie hoch ist die Dosis von Levomepromazin?

Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest; sie richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung, Ihrem Bedarf und Ihrem Ansprechen auf die Behandlung. Für die ambulante Behandlung schlägt die Packungsbeilage einen Beginn mit langsam ansteigender Dosis vor. Ihre Angaben stehen im Abschnitt zur Dosierung auf dieser Seite.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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