ErkrankungenErkrankung

Soziale Phobie

Bei einer sozialen Phobie fürchten Menschen, von anderen prüfend betrachtet und negativ bewertet zu werden, und meiden deshalb Situationen wie Gespräche mit Fremden, eine Rede oder das Essen vor anderen. Laut S3-Leitlinie Angststörungen soll eine Psychotherapie oder eine Behandlung mit Medikamenten angeboten werden; mit dem Empfehlungsgrad "soll" nennt sie die kognitive Verhaltenstherapie und die Antidepressiva Escitalopram, Paroxetin, Sertralin und Venlafaxin; Benzodiazepine sollen nicht angeboten werden. Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, gibt es sofort Hilfe, etwa über den Notruf 112 oder die TelefonSeelsorge.

Mann Ende zwanzig sitzt in einem hellen Café an einem Tisch am Rand und hört einer Freundin zu, beide trinken Kaffee
Bild: KI-generiert

Bei einer sozialen Phobie fürchten Menschen, von anderen prüfend betrachtet zu werden, und meiden deshalb soziale Situationen. So beschreibt die in Deutschland verwendete Klassifikation ICD-10-GM die Erkrankung, die dort den Schlüssel F40.1 trägt. Umfassendere soziale Phobien gehen laut ICD in der Regel mit niedrigem Selbstwertgefühl und Furcht vor Kritik einher [4]. Die Patientenleitlinie zur S3-Leitlinie Angststörungen spricht kurz von der Angst vor negativer Beurteilung durch andere Menschen [2]. Die Fachinformation von Escitalopram hält fest, dass die soziale Angststörung ein eindeutig definiertes Krankheitsbild ist, das nicht mit übermäßiger Schüchternheit verwechselt werden darf [5].

Die soziale Phobie gehört zu den phobischen Störungen. Bei ihnen lösen eindeutig definierte, eigentlich ungefährliche Situationen die Angst aus; diese Situationen werden dann typischerweise vermieden oder mit Furcht ertragen, und schon die Vorstellung, in eine solche Situation zu geraten, erzeugt meist Erwartungsangst [4]. Einen Überblick über alle Formen gibt die Seite Angststörungen.

In der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland, die die S3-Leitlinie anführt, hatten innerhalb von zwölf Monaten 2,7 Prozent der Erwachsenen eine soziale Phobie, Frauen mit 3,6 Prozent häufiger als Männer mit 1,9 Prozent. Am höchsten war der Anteil in der Altersgruppe von 18 bis 34 Jahren mit 4,6 Prozent [1]. Unter den häufigsten Diagnosen in psychiatrischen, psychosomatischen und psychotherapeutischen Praxen taucht die soziale Phobie laut Leitlinie trotzdem nicht auf [1].

Grundlage dieser Seite ist vor allem die S3-Leitlinie "Behandlung von Angststörungen", Version 2 mit Stand vom 6. April 2021, und ihre Patientenleitlinie mit Stand vom 20. Juni 2022 [1, 2]. Die nächste Überprüfung war für April 2026 geplant. Die Leitlinienübersicht der DGPPN führt die Leitlinie mit dem Vermerk "Gültig bis: 05.04.2026"; die Gültigkeit ist damit abgelaufen, eine neuere Fassung ist dort nicht aufgeführt [1, 3]. Die Leitlinie gilt für Erwachsene. Wofür die einzelnen Medikamente zugelassen sind, steht auf dieser Seite nach aktuellen Fachinformationen und Packungsbeilagen [5, 6, 7, 8, 9, 14, 15].

Anzeichen einer sozialen Phobie

Menschen mit einer sozialen Phobie haben laut Patientenleitlinie Angst in Situationen, in denen sie sich von anderen kritisch betrachtet oder beobachtet fühlen [2]. Als Beispiele nennt sie unter anderem [2]:

  • einen fremden Menschen ansprechen, mit einem Vorgesetzten sprechen oder zu einer Behörde oder in eine Arztpraxis gehen
  • Prüfungen und Situationen, in denen alle Blicke auf einen gerichtet sind, etwa eine Rede halten oder ein Lied singen
  • jemanden kennenlernen oder sich zu einer Verabredung treffen
  • im Beisein anderer telefonieren, schreiben, während andere zusehen, oder in einem Restaurant essen
  • sich in einem Streitgespräch gegenüber anderen durchsetzen

Solche Situationen werden häufig vermieden. Die Betroffenen fühlen sich beobachtet und negativ beurteilt und denken ständig, andere könnten sich über ihr Aussehen, ihre Kleidung, ihr Verhalten oder ihre Sprechweise lustig machen [2]. Laut S3-Leitlinie bezieht sich die Angst bei vielen auf bestimmte Situationen, häufig das Sprechen in der Öffentlichkeit; bei anderen ist sie stark ausgeweitet (generalisiert) [1].

Die Angst zeigt sich auch körperlich. Die ICD-10-GM nennt Erröten, Händezittern, Übelkeit oder Drang zum Wasserlassen; manchmal halten die Betroffenen eines dieser Begleitzeichen für das eigentliche Problem, und die Beschwerden können sich bis zu Panikattacken steigern [4]. Die Leitlinie beschreibt in den gefürchteten Situationen außerdem Schwitzen und Herzrasen, negative Gedanken sowie Vermeidungs- und Sicherheitsverhalten [1].

Wer Angst hat, eine Rede zu halten, leidet laut Patientenleitlinie deshalb noch nicht an einer behandlungsbedürftigen Angststörung [2]. Sie rät zum Gespräch in einer ärztlichen oder psychotherapeutischen Praxis, wenn Sie etwa mehr als die Hälfte des Tages über Ihre Ängste nachdenken, wenn die Ängste Ihre Lebensqualität und Bewegungsfreiheit erheblich einschränken, wenn Sie ihretwegen immer depressiver werden oder schon Gedanken hatten, sich das Leben zu nehmen (siehe Wann Sie sofort Hilfe brauchen), wenn Sie die Ängste oft mit Alkohol, Drogen oder Beruhigungstabletten bekämpfen, wenn Ihre Partnerschaft deshalb ernsthaft in Gefahr ist oder wenn Sie ihretwegen Probleme im Beruf haben [2]. Eine medikamentöse Behandlung ist laut Fachinformation von Escitalopram nur angezeigt, wenn die Erkrankung berufliche und soziale Aktivitäten deutlich beeinträchtigt [5].

Ursachen und Risiken

Angststörungen entstehen laut S3-Leitlinie aus mehreren Faktoren: Zu einer erblich bedingten Anfälligkeit (Vulnerabilität), die sich in Veränderungen im Gehirn zu zeigen scheint, kommen psychosoziale Einflüsse hinzu [1]. Die Patientenleitlinie nennt unter anderem belastende Situationen in der Kindheit, den Erziehungsstil der Eltern, belastende Lebensereignisse, biochemische Veränderungen im Gehirn und bestimmte unrealistische Denkmuster; außerdem gibt es Hinweise, dass Erbfaktoren die Krankheit mitverursachen [2]. Niemand sucht es sich aus, an einer Angststörung zu leiden, und wer daran erkrankt, stellt sich nicht an [2].

Bei einer sozialen Phobie scheint es sich laut Leitlinie um eine übertriebene Ausprägung der natürlichen sozialen Zurückhaltung zu handeln, die das Zusammenleben mit anderen braucht [1]. Einflüsse belastender Kindheitserfahrungen waren bei der sozialen Phobie weniger deutlich zu erkennen als bei der Panikstörung [1].

Verhaltenstherapeutische Erklärungsmodelle stellen die Angst vor negativer Beurteilung und deren Vorwegnahme in den Mittelpunkt. Laut Leitlinie haben Menschen mit sozialer Phobie häufig überhöhte Ansprüche an ihr eigenes Auftreten, befürchten ungünstige oder katastrophale Folgen ihres Verhaltens oder haben grundsätzlich abwertende Überzeugungen über sich selbst [1]. In der Situation richtet sich die Aufmerksamkeit dann auf vermeintliche eigene Schwächen und körperliche Zeichen wie Erröten, was das Auftreten zusätzlich erschwert. Im Nachhinein werden die Situationen oft als Misserfolg bewertet, und die Angst vor dem nächsten Mal wächst; so entsteht ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten [1].

Laut Leitlinie besteht bei Angststörungen vor allem ein erhöhtes Risiko für weitere Angststörungen, Depressionen, somatoforme Störungen und Suchterkrankungen [1]. Phobische Angst tritt laut ICD-10-GM häufig gleichzeitig mit einer Depression auf [4]. Mehr dazu unter Depression und Alkoholabhängigkeit.

Wie die Diagnose gestellt wird

Eine Angststörung stellen Ärztinnen, Ärzte oder Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im ausführlichen Gespräch fest. Dieses Gespräch ist laut Patientenleitlinie das wichtigste "Instrument"; je offener und genauer Sie antworten, desto besser lassen sich Diagnose und Behandlung planen [2]. Die Diagnostik sollte laut S3-Leitlinie einem Stufenplan folgen, vom offenen Gespräch über kurze Suchfragen und die genaue Erhebung der Beschwerden bis zur Abgrenzung gegen andere Erkrankungen und zur Einschätzung des Schweregrads [1].

Als kurze Frage bei Verdacht auf eine soziale Phobie nennen Leitlinie und Patientenleitlinie: Haben Sie Angst in Situationen, in denen Sie befürchten, dass andere Leute negativ über Sie urteilen, Ihr Aussehen kritisieren oder Ihr Verhalten als dumm, peinlich oder ungeschickt ansehen könnten [1, 2]? Festgestellt wird eine Angststörung laut Patientenleitlinie im Gespräch [2]; eine solche Frage oder ein Selbsttest ersetzt es nicht.

Um auszuschließen, dass eine andere Erkrankung hinter den Beschwerden steckt, sollten Sie laut Patientenleitlinie auch körperlich untersucht werden [2]. Weil Angststörungen nicht selten zusammen mit anderen psychischen Erkrankungen auftreten, fragt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt außerdem nach weiteren Angststörungen, depressiven Beschwerden und Suchterkrankungen; das ist laut Patientenleitlinie ein Zeichen notwendiger Sorgfalt [2]. Laut Leitlinie werden Angststörungen oft nicht erkannt, auch weil Betroffene häufiger über Schmerzen, Schlafstörungen oder andere körperliche Beschwerden klagen als über Angst [1].

Behandlung im Überblick

Menschen mit einer sozialen Phobie soll laut S3-Leitlinie eine Psychotherapie oder eine Behandlung mit Medikamenten angeboten werden. Ihre Präferenz soll dabei berücksichtigt werden, und im Informationsgespräch sollen besonders der Wirkungseintritt, die Nachhaltigkeit, unerwünschte Wirkungen und die Verfügbarkeit eine Rolle spielen [1]. Die Leitlinie stuft ihre Empfehlungen ab: "soll" steht für eine starke Empfehlung, "sollte" für eine Empfehlung und "kann" für eine offene Empfehlung; fehlen Studien, können die Fachleute aufgrund ihrer Erfahrung gemeinsam ein Vorgehen empfehlen, den sogenannten Klinischen Konsenspunkt [2].

Psychotherapie bei sozialer Phobie laut S3-Leitlinie Angststörungen, Version 2 (eigene Zusammenfassung, Modalverben wie in der Leitlinie)
VerfahrenWas die Leitlinie empfiehlt
Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)"soll" angeboten werden; sie soll sich an erprobten Behandlungsanleitungen (Manualen) orientieren; als Einzeltherapie "sollte" sie angeboten werden, als Kombination aus Einzel- und Gruppentherapie "kann" sie angeboten werden, und steht keine Einzelbehandlung zur Verfügung, "sollte" sie als Gruppentherapie angeboten werden [1]
Psychodynamische Psychotherapie"sollte" angeboten werden, wenn eine KVT nicht gewirkt hat, nicht verfügbar ist oder Sie diese Therapie nach Aufklärung bevorzugen; auch sie soll sich an Manualen orientieren [1]
Systemische Therapie"kann" angeboten werden, wenn KVT oder psychodynamische Psychotherapie nicht gewirkt haben, nicht verfügbar sind oder Sie diese Therapie nach Aufklärung bevorzugen [1]
Programme im Internet auf Grundlage der KVT"können" zur Überbrückung bis zum Therapiebeginn oder begleitend als Anleitung zur Selbsthilfe angeboten werden; als alleinige Behandlung "sollen" sie nicht angeboten werden [1]
Konfrontation in virtueller Realität"kann" begleitend zu einer Standardpsychotherapie angeboten werden, die Studienlage ist uneinheitlich; als alleinige Maßnahme "soll" sie nicht angewendet werden [1]
Angewandte Entspannung (Applied Relaxation)"sollte" nicht angeboten werden, weil nicht ausreichend belegt ist, dass sie einer Warteliste überlegen oder einer etablierten Methode gleichwertig ist [1]

Die Dauer einer Psychotherapie sollte laut Leitlinie nach Krankheitsschwere, Begleiterkrankungen und Lebensumständen individuell geplant werden [1]. In einer kognitiven Verhaltenstherapie prüfen Sie gemeinsam mit der Therapeutin oder dem Therapeuten, welche Gedanken die Angst aufrechterhalten, erproben neues Verhalten und stellen sich gezielt den gefürchteten Situationen (Expositionsbehandlung); zu den Techniken bei sozialer Phobie zählt die Leitlinie unter anderem die Erklärung, wie Vorstellungen über soziale Standards, Anspannung, Gedanken, nach innen gerichtete Aufmerksamkeit und Vermeidung zusammenhängen, den Abgleich übertrieben negativer Selbsteinschätzungen mit der Wirklichkeit und das Training sozialer Kompetenz in Rollenspielen [1, 2]. In einer psychodynamischen Psychotherapie geht es laut Patientenleitlinie unter anderem um überhöhte Ansprüche an sich selbst und, vor allem bei sozialen Ängsten, um Erfahrungen, in wichtigen Beziehungen beschämt worden zu sein [2]. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen laut Patientenleitlinie die Richtlinienverfahren Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie sowie Systemische Therapie [2]. Mehr dazu unter Psychotherapie und Medikamente.

Hat eine Psychotherapie oder eine Behandlung mit Medikamenten nicht ausreichend gewirkt, soll die jeweils andere Behandlungsform angeboten werden, oder es kann eine Kombination aus beiden angeboten werden [1]. Besteht zusätzlich eine Depression, soll sie leitliniengerecht antidepressiv behandelt werden [1]. Eine Überweisung ins Krankenhaus ist laut Patientenleitlinie unter anderem angezeigt, wenn eine akute Gefahr für sich selbst oder andere anzunehmen ist, Suizidgedanken auftreten, eine starke soziale Isolation vorliegt oder eine Behandlung in der Praxis über längere Zeit keinen Erfolg hatte [2]; mehr unter Klinik und Tagesklinik und im Abschnitt Wann Sie sofort Hilfe brauchen.

Medikamente bei sozialer Phobie

Eine Behandlung mit Medikamenten soll laut S3-Leitlinie nach allgemeinen medizinischen Standards erfolgen; mögliche Wechselwirkungen, Gegenanzeigen und Warnhinweise müssen beachtet werden [1]. Die Tabelle folgt den Empfehlungsgraden der Leitlinie und ist keine Rangfolge. Ob ein Mittel für die soziale Phobie zugelassen ist, steht in Abschnitt 4.1 seiner Fachinformation.

Medikamente bei sozialer Phobie laut S3-Leitlinie Angststörungen, Version 2, mit Zulassung laut Fachinformation und Beispielen für Nebenwirkungen
Gruppe und WirkstoffeWas die S3-Leitlinie sagtZulassung laut FachinformationTypische Nebenwirkungen (Beispiel)
SSRI: Escitalopram, Paroxetin, Sertralin"soll" angeboten werden [1]alle drei für die soziale Angststörung zugelassen [5, 6, 7]; laut Fachinformation sollten sie bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden, Sertralin dort nur bei Zwangsstörungen [5, 6, 7]Escitalopram, laut Packungsbeilage sehr häufig (mehr als 1 von 10 Behandelten): Übelkeit, Kopfschmerzen [10]; Paroxetin sehr häufig: Übelkeit, Störungen des sexuellen Verlangens oder der sexuellen Funktion [12]; Sertralin sehr häufig unter anderem Schlaflosigkeit, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit, fehlender Samenerguss [11]
SNRI: Venlafaxin"soll" angeboten werden [1]für die soziale Angststörung zugelassen [8]; zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen [8]laut Packungsbeilage sehr häufig: Schwindelgefühl, Kopfschmerz, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Mundtrockenheit, Verstopfung, Schwitzen einschließlich Nachtschweiß [13]
MAO-Hemmer: Moclobemid"kann" angeboten werden, wenn Mittel mit der Empfehlung A nicht gewirkt haben oder nicht vertragen wurden; die Studienlage ist laut Leitlinie uneinheitlich [1]für die soziale Phobie im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzepts zugelassen; bei Kindern nicht anzuwenden [9]laut Fachinformation sehr häufig: Schlafstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Übelkeit [9]
Benzodiazepinebei sozialer Phobie wirksam, sollen aber wegen gravierender Nebenwirkungen wie der Entwicklung einer Abhängigkeit nicht angeboten werden; Ausnahmen siehe unten [1]die meisten Benzodiazepine sind laut Leitlinie nicht für Krankheitsbilder nach der ICD-10 zugelassen, sondern für "akute und chronische Spannungs-, Erregungs- und Angstzustände" [1]laut Leitlinie unter anderem Abhängigkeitsentwicklung, Toleranz, verlängerte Reaktionszeit und Stürze [1]

Maßgeblich ist die Packungsbeilage Ihres Arzneimittels; weitere Angaben stehen auf den Wirkstoffseiten. Antidepressiva wirken nicht sofort. Laut Leitlinie sollten Sie darauf hingewiesen werden, dass die Wirkung mit einer Verzögerung von etwa 2 Wochen einsetzt, die Spanne reicht von 1 bis 6 Wochen [1]. Bei SSRI und SNRI nennt die Leitlinie als wichtige unerwünschte Wirkungen Unruhe und Schlaflosigkeit in den ersten Tagen, sexuelle Funktionsstörungen und Beschwerden beim Absetzen, bei Moclobemid Unruhe, Schlafstörungen, trockenen Mund, Kopfschmerzen und Schwindel [1]. Laut Fachinformation von Escitalopram wird bei der sozialen Angststörung zur Sicherung des Therapieerfolgs eine Behandlung über 12 Wochen empfohlen; bei Moclobemid sollte die Behandlung laut Fachinformation 8 bis 12 Wochen beibehalten werden, um das Ansprechen beurteilen zu können [5, 9]. Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest; die Angaben der Packungsbeilage stehen auf den Wirkstoffseiten, etwa unter Sertralin.

Citalopram und Fluvoxamin sind laut Leitlinie für die soziale Phobie nicht zugelassen [1]. Eine aktuelle Fachinformation von Citalopram nennt nur Depressionen, die Packungsbeilage eines Fluvoxamin-Präparats nur Depressionen und Zwangsstörungen [14, 15]. Pregabalin ist laut Leitlinie ebenfalls nicht für die soziale Phobie zugelassen [1].

Benzodiazepine und Betablocker

Benzodiazepine sollen Menschen mit einer sozialen Phobie laut S3-Leitlinie wegen der gravierenden Nebenwirkungen nicht angeboten werden. In Ausnahmefällen, etwa bei schweren Herzerkrankungen, Gegenanzeigen gegen die Standardmedikamente oder kurzfristig vor Prüfungen oder Bewerbungsgesprächen, können sie unter sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiken angewendet werden. Menschen mit einer Suchterkrankung in der Vorgeschichte sollen keine Benzodiazepine erhalten [1]. Wurden sie in einem begründeten Ausnahmefall eingesetzt, sollte die Behandlung in der Regel nur wenige Wochen dauern, und nach längerer Einnahme sollten sie sehr langsam, gegebenenfalls über mehrere Wochen, ausgeschlichen werden [1]. Beenden Sie eine solche Behandlung nur gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; mehr unter Benzodiazepine absetzen und Abhängigkeit.

Betablocker werden laut Leitlinie bei sozialen Ängsten weit verbreitet eingesetzt. Die einzigen vorhandenen Studien zeigten jedoch keine Überlegenheit des Betablockers Atenolol gegenüber einem Scheinmedikament (Placebo), und Ergebnisse zur Auftrittsangst von Musikern sollten nicht auf die soziale Phobie übertragen werden [1]. Allgemein hält die Leitlinie Betablocker in der Behandlung von Angststörungen für überholt (obsolet) [1].

Ältere Menschen, Schwangerschaft und Stillzeit

Bei älteren Menschen sollten trizyklische Antidepressiva laut Leitlinie mit Vorsicht verordnet werden. Über mögliche Risiken bestimmter Medikamente in Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie hingewiesen werden [1]; setzen Sie in der Schwangerschaft nichts eigenmächtig ab (siehe Schwangerschaft).

Wie lange behandeln, Rückfall vorbeugen

Im Median beginnt die soziale Phobie laut S3-Leitlinie mit 13 Jahren. Angststörungen verlaufen chronisch; bei der sozialen Phobie ist eher ein durchgehender Verlauf zu beobachten, bei Panikstörung und generalisierter Angststörung eher ein Verlauf in Phasen [1]. Im fünften Lebensjahrzehnt nehmen Angststörungen nach epidemiologischen Untersuchungen deutlich ab [1]. Unbehandelt können Angststörungen laut Patientenleitlinie chronisch werden, und auch erfolgreich behandelte Angststörungen können später wieder auftreten [2].

Laut Leitlinie ist die soziale Phobie im Allgemeinen eine chronische Störung, die eine langfristige Behandlung erfordert. Nach dem Abklingen der Beschwerden (Remission) sollte eine Behandlung mit Medikamenten noch 6 bis 12 Monate fortgeführt werden, auch wenn sich eine optimale Dauer aus den Studien nicht ableiten lässt; die Kurzfassung in der Leitlinie spricht von mindestens 6 bis 12 Monaten [1]. Länger kann sie dauern, wenn ein Absetzversuch die Angst zurückbringt, wenn der Verlauf besonders schwer war oder wenn die Vorgeschichte auf einen langen Behandlungsbedarf hinweist [1]. Bei einer Langzeitbehandlung sollte der Nutzen laut Fachinformation von Paroxetin regelmäßig überprüft werden; laut Fachinformation von Moclobemid kann bei der in der Regel chronischen sozialen Phobie eine Langzeitbehandlung angezeigt sein, deren Notwendigkeit regelmäßig überprüft werden sollte [6, 9].

Beim Beenden sollten SSRI und SNRI laut Leitlinie langsam verringert werden, um Absetzbeschwerden zu vermeiden [1]. Absetzen und Wechsel geschehen gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt; ändern Sie nichts eigenständig. Mehr unter Wie lange behandeln? und Antidepressiva absetzen.

Selbsthilfe und Alltag

Frau Mitte dreißig steht in einem hellen Gemeinschaftsraum in einer kleinen Runde und spricht ruhig, zwei Zuhörende lächeln freundlich
Bild: KI-generiert

Die wichtigste Regel ist laut Patientenleitlinie, vor angstauslösenden Situationen nicht zu flüchten. Sinnvoll ist es, schwierige Situationen schrittweise anzugehen, sich nicht zu überfordern und auch kleine Erfolge wahrzunehmen; je häufiger man sich den Situationen aussetzt, desto eher kann die Angst nachlassen [2]. Wer soziale Ängste hat, sollte laut Patientenleitlinie üben, Fremde anzusprechen, kleine Reden zu halten, dem Gegenüber in die Augen zu schauen oder sich in einem Streitgespräch durchzusetzen [2].

Zu viel Alkohol und Nikotin können eine Angsterkrankung laut Patientenleitlinie ungünstig beeinflussen, ebenso illegale Drogen, und manche Menschen bekommen von zu viel Koffein Angstbeschwerden [2]. Körperliche Aktivität und Sport können zur Besserung beitragen, weil sie dem Rückzug entgegenwirken; allein reichen sie nicht aus [2]. Entspannungsverfahren können die Angst auch verstärken, ihre Anwendung sollte deshalb individuell besprochen und erprobt werden [2].

Über Selbsthilfe- und Angehörigengruppen sollen Sie laut S3-Leitlinie informiert und, wenn es passt, zur Teilnahme ermuntert werden; Studien zur Wirksamkeit solcher Gruppen bei sozialer Phobie fehlen [1]. An der Leitlinie hat der Bundesverband der Selbsthilfe Soziale Phobie (VSSP) mitgewirkt [1]. Die Patientenleitlinie nennt außerdem die Selbsthilfe-Kontaktstellen vor Ort [2]. Vor einem Termin in der Praxis rät sie, wichtige Fragen aufzuschreiben, eine vertraute Person mitzunehmen und eine Liste der Medikamente mitzubringen, die Sie wegen anderer Erkrankungen einnehmen [2].

Für Angehörige

Mit dem Einverständnis der erkrankten Person können Angehörige laut S3-Leitlinie in die Behandlung einbezogen werden. Die Leitlinie nennt dafür unter anderem, Verständnis für die Beschwerden zu schaffen, über die Erkrankung aufzuklären und die Unterstützung bei der Behandlung zu nutzen. Angehörige sollten Vermeidungsverhalten nicht durch Trost verstärken, sondern helfen, es abzubauen [1].

Eine Angsterkrankung entsteht laut Patientenleitlinie nicht, weil jemand bequem oder unfähig ist oder sich wichtigmachen will. Sie rät Angehörigen, auf gut gemeinte Ratschläge zu verzichten, die Person solle sich zusammennehmen oder sich nicht so anstellen, und ihr mit Verständnis zu begegnen; selbst einfache Dinge kosten manchmal große Überwindung. Viele Betroffene gehen aus Angst, als Versager dazustehen, nicht in eine Praxis; machen Sie deutlich, dass Sie solche Vorurteile nicht teilen, und unterstützen Sie die Suche nach professioneller Hilfe [2]. Ziehen Sie mit der Therapeutin oder dem Therapeuten an einem Strang: Der betroffenen Person schwierige, Angst auslösende Situationen abzunehmen, hilft auf Dauer nicht [2]. Wer als Angehöriger selbst stark belastet ist, für den kann eine Angehörigenselbsthilfegruppe sinnvoll sein [2]. Weitere Hinweise stehen unter Angehörige.

Die soziale Phobie beginnt im Median schon mit 13 Jahren [1]. Die S3-Leitlinie gilt aber nur für Erwachsene. Escitalopram, Paroxetin und Sertralin sollten laut Fachinformation bei Kindern und Jugendlichen zur Behandlung der sozialen Angststörung nicht angewendet werden, Venlafaxin wird für Kinder und Jugendliche nicht empfohlen [1, 5, 6, 7, 8]. Sprechen Sie mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt oder einer Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie; mehr unter Kinder und Jugendliche.

Wann Sie sofort Hilfe brauchen

Bei Menschen mit einer Angststörung kann laut S3-Leitlinie das Suizidrisiko erhöht sein; Ärztinnen, Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sollten gezielt nach Suizidgedanken fragen. Besteht eine akute Suizidgefahr, muss eine Vorstellung in einer Facharztpraxis oder eine Einweisung in eine Klinik erfolgen [1].

Laut Packungsbeilage von Sertralin können Menschen, die depressiv sind oder an Angststörungen leiden, manchmal daran denken, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Solche Gedanken können zu Beginn einer Behandlung mit Antidepressiva verstärkt sein, weil diese Mittel gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal länger brauchen, bis sie wirken; wahrscheinlicher sind sie bei Menschen, die solche Gedanken schon früher hatten, und bei jungen Erwachsenen bis 25 Jahre. Treten sie auf, gehen Sie laut Packungsbeilage zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder suchen unverzüglich ein Krankenhaus auf [11].

Herzrasen, Schwitzen oder Zittern können auch eine körperliche Ursache haben; deshalb gehört eine körperliche Untersuchung laut Patientenleitlinie zur Abklärung einer Angststörung (siehe Wie die Diagnose gestellt wird) [2].

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Quellen

  1. Leitlinie S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen, Langfassung, Version 2 (AWMF-Register-Nr. 051-028). Bandelow B., Beutel M. E. u. a. (Textredaktion B. Bandelow); Federführung laut DGPPN-Übersicht: Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM). Stand Version 2.0, Stand 06.04.2021 (nächste Überprüfung geplant 04/2026; laut DGPPN-Übersicht gültig bis 05.04.2026). abgerufen am 23.10.2026
  2. Leitlinie Patientenleitlinie Behandlung von Angststörungen (zur S3-Leitlinie, AWMF-Register-Nr. 051-028). S3-Leitliniengremium Angststörungen (Autoren und Textredaktion: J. Matzat, C. Zottl, S. Rudolf). Stand 20.06.2022. abgerufen am 23.10.2026
  3. Leitlinien (Übersicht der S3-Leitlinien mit Gültigkeit), Eintrag Angststörungen. Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). abgerufen am 23.10.2026
  4. Behörde ICD-10-GM Version 2026, Kapitel V, Gruppe F40 bis F48: Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Stand Version 2026. abgerufen am 23.10.2026
  5. Fachinformation Escitalopram-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026 (Version 12). abgerufen am 23.10.2026
  6. Fachinformation Paroxetin STADA 20 mg Filmtabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 04/2024. abgerufen am 23.10.2026
  7. Fachinformation Sertralin-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026 (Version 8). abgerufen am 23.10.2026
  8. Fachinformation Venlafaxin-ratiopharm 37,5 mg/75 mg/150 mg Hartkapseln, retardiert. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026 (Version 9). abgerufen am 23.10.2026
  9. Fachinformation Moclobemid-neuraxpharm 150 mg und 300 mg Filmtabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 07/2015. abgerufen am 23.10.2026
  10. Gebrauchsinformation Escitalopram-ratiopharm 10 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2024. abgerufen am 23.10.2026
  11. Gebrauchsinformation Sertralin-ratiopharm 50 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 06/2025. abgerufen am 23.10.2026
  12. Gebrauchsinformation Paroxetin STADA 20 mg Filmtabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 08/2024. abgerufen am 23.10.2026
  13. Gebrauchsinformation Venlafaxin-ratiopharm 37,5 mg/75 mg/150 mg Hartkapseln, retardiert. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 23.10.2026
  14. Fachinformation Citalopram-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 12/2024 (Version 8). abgerufen am 23.10.2026
  15. Gebrauchsinformation Fluvoxamin-neuraxpharm 100 mg Filmtabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 12/2020. abgerufen am 23.10.2026

Häufige Fragen

Woran erkenne ich eine soziale Phobie?

Typisch ist laut ICD-10-GM und S3-Leitlinie die Furcht, von anderen prüfend betrachtet und negativ bewertet zu werden, etwa beim Sprechen vor anderen oder im Kontakt mit Vorgesetzten; die Patientenleitlinie nennt zum Beispiel auch das Essen in einem Restaurant. Solche Situationen werden häufig vermieden oder nur mit großer Angst ertragen. Körperlich können Erröten, Händezittern, Übelkeit oder Harndrang auftreten. Ob es eine soziale Phobie ist, klärt das Gespräch in einer ärztlichen oder psychotherapeutischen Praxis.

Welche Medikamente helfen bei sozialer Phobie?

Mit dem Empfehlungsgrad "soll" nennt die S3-Leitlinie Angststörungen die SSRI Escitalopram, Paroxetin und Sertralin sowie das SNRI Venlafaxin; alle vier sind laut Fachinformation für die soziale Angststörung zugelassen, sollten bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren aber nicht angewendet werden. Moclobemid kann angeboten werden, wenn diese Mittel nicht gewirkt haben oder nicht vertragen wurden. Benzodiazepine sollen nicht angeboten werden. Welches Mittel zu Ihnen passt, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Ist soziale Phobie nur starke Schüchternheit?

Nein. Laut Fachinformation von Escitalopram ist die soziale Angststörung ein eindeutig definiertes Krankheitsbild, das nicht mit übermäßiger Schüchternheit verwechselt werden darf. Die Patientenleitlinie rät zum Gespräch in einer Praxis, wenn die Ängste zum Beispiel Lebensqualität und Bewegungsfreiheit erheblich einschränken, wenn Sie sie oft mit Alkohol, Drogen oder Beruhigungstabletten bekämpfen oder wenn Ihre Partnerschaft deshalb ernsthaft in Gefahr ist.

Kann man eine soziale Phobie ohne Medikamente behandeln?

Ja. Laut S3-Leitlinie soll eine Psychotherapie oder eine Behandlung mit Medikamenten angeboten werden, und Ihre Präferenz soll berücksichtigt werden. Eine kognitive Verhaltenstherapie soll angeboten werden, eine psychodynamische Psychotherapie sollte angeboten werden, wenn die Verhaltenstherapie nicht gewirkt hat, nicht verfügbar ist oder Sie sie nach Aufklärung bevorzugen. Hilft die eine Behandlungsform nicht ausreichend, soll die andere angeboten werden.

Helfen Betablocker gegen soziale Angst?

Die S3-Leitlinie empfiehlt sie nicht. Die einzigen vorhandenen Studien zeigten bei sozialer Phobie keine Überlegenheit des Betablockers Atenolol gegenüber einem Scheinmedikament, und Ergebnisse zur Auftrittsangst von Musikern sollten laut Leitlinie nicht auf die soziale Phobie übertragen werden. In der Behandlung von Angststörungen hält die Leitlinie Betablocker für überholt.

Gibt es Medikamente gegen soziale Phobie ohne Rezept?

Die Medikamente, die die S3-Leitlinie bei sozialer Phobie empfiehlt, sind laut ihren Fachinformationen verschreibungspflichtig. Für homöopathische Mittel gibt es laut Leitlinie keine wissenschaftlichen Nachweise bei Angststörungen, und laut Patientenleitlinie ist auch keine andere alternative Methode wie die Naturheilkunde nachweislich wirksam. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie etwas zusätzlich einnehmen.

Wie lange dauert die Behandlung einer sozialen Phobie?

Antidepressiva wirken laut S3-Leitlinie mit einer Verzögerung von etwa 2 Wochen, die Spanne reicht von 1 bis 6 Wochen. Nach dem Abklingen der Beschwerden sollte eine Behandlung mit Medikamenten noch 6 bis 12 Monate fortgeführt werden, bei Bedarf länger; laut Leitlinie ist die soziale Phobie im Allgemeinen eine chronische Störung, die eine langfristige Behandlung erfordert. Die Dauer einer Psychotherapie sollte individuell geplant werden.

Welchen ICD-10-Schlüssel hat die soziale Phobie?

In der ICD-10-GM steht die soziale Phobie unter F40.1 bei den phobischen Störungen (F40). Dazu gehören auch die Agoraphobie (F40.0) und die spezifischen Phobien (F40.2). Die Panikstörung und die generalisierte Angststörung stehen unter F41.

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