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Opipramol zum Schlafen

Opipramol ist für Schlafstörungen nicht zugelassen: Laut Fachinformation ist es nur bei generalisierter Angststörung und somatoformen Störungen zugelassen. Es wirkt laut Fachinformation dämpfend und angstlösend, Müdigkeit ist besonders zu Beginn eine häufige Nebenwirkung, und weil die Besserung der Stimmungslage allmählich erfolgt, sollte es mindestens 2 Wochen regelmäßig eingenommen werden. Ändern Sie nichts selbst an Ihrer Behandlung und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Mann in den Sechzigern mit Glatze und runder Brille putzt sich am Abend in einem hellen Badezimmer die Zähne
Bild: KI-generiert

Wofür Opipramol zugelassen ist

Opipramol ist ein verschreibungspflichtiges Mittel zur Behandlung von Angst-, Erregungs- und Spannungszuständen, unter anderem enthalten in Insidon und Opipramol-neuraxpharm. Die Fachinformation nennt zwei Anwendungsgebiete: die generalisierte Angststörung und somatoforme Störungen. Zugelassen ist Opipramol damit nur bei diesen beiden Erkrankungen; Schlafstörungen gehören nicht dazu. [1, 5]

Wird Opipramol zur Behandlung von Schlafstörungen verordnet, ist das eine Anwendung außerhalb der Zulassung, ein sogenannter Off-Label-Use. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erklärt den Begriff so: Ein Mittel wird bei einer Erkrankung verordnet, für deren Behandlung es nicht zugelassen ist. [11]

Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sind Wirksamkeit und Sicherheit von Opipramol laut Fachinformation nicht nachgewiesen; die Anwendung wird deshalb nicht empfohlen. Die S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen (Stand 2021, Gültigkeit abgelaufen) beschreibt Opipramol als trizyklische Substanz, die den trizyklischen Antidepressiva ähnelt, aber nicht als Antidepressivum zugelassen ist. [1, 5, 12, 13]

Wie Opipramol wirkt

Opipramol ist mit den trizyklischen Antidepressiva verwandt, hemmt laut Fachinformation aber anders als diese die Wiederaufnahme der Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin nicht. Es bindet stark an sogenannte Sigma-Bindungsstellen und blockiert Andockstellen (Rezeptoren) vom Typ 1 für den Botenstoff Histamin. Beim Menschen wirkt Opipramol laut Fachinformation sedierend, also dämpfend, außerdem angstlösend und geringgradig stimmungsaufhellend. Die Packungsbeilage ordnet es als Sedativum und Anxiolytikum ein; verwandte Mittel stellt die Seite Beruhigungsmittel vor. [1, 5]

Die Wirkung tritt laut Fachinformation nicht schlagartig ein, die Besserung der Stimmungslage erfolgt allmählich; deshalb sollte Opipramol mindestens 2 Wochen regelmäßig eingenommen werden. Ratsam ist eine durchschnittliche Behandlungsdauer von 1 bis 2 Monaten, über die Dauer entscheidet laut Packungsbeilage die Ärztin oder der Arzt. Eine Einnahme nur bei Bedarf beschreiben Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Mehr unter Wann wirken Psychopharmaka? [1, 5]

Was Leitlinien und das IQWiG dazu sagen

Die S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen nennt Opipramol bei der generalisierten Angststörung: Wenn Therapien der Empfehlungskategorien A oder B unwirksam waren oder nicht vertragen wurden, kann es angeboten werden (Empfehlungsgrad 0). Die Leitlinie hat den Stand April 2021 und war laut Übersicht der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) bis 05.04.2026 gültig; ihre Gültigkeit ist abgelaufen. [12, 13]

Auf unerwünschte Wirkungen sollen Behandelte laut Leitlinie hingewiesen werden; bei Opipramol nennt sie unter anderem Sedierung, Gewichtszunahme und Wirkungen auf Herz und Kreislauf. Die dämpfenden Eigenschaften von Opipramol können sich laut Leitlinie mit denen anderer dämpfender Psychopharmaka oder von Alkohol addieren. Eine Aussage zum Einsatz von Opipramol bei Schlafstörungen enthält die Leitlinie nicht. [12]

In seiner Gesundheitsinformation zu Schlaf- und Beruhigungsmitteln nennt das IQWiG Opipramol nicht. Bei einer Schlafstörung empfehlen Fachleute laut IQWiG in erster Linie eine kognitive Verhaltenstherapie; Medikamente können nur ein vorübergehendes Mittel sein, um wieder etwas Kraft zu schöpfen, und die Ursachen einer Schlafstörung beseitigen sie nicht. Alle Schlaf- und Beruhigungsmittel können laut IQWiG auch tagsüber müde machen und die Reaktionsfähigkeit verringern. Welche Mittel für Schlafstörungen zugelassen sind, steht auf der Seite Schlafmittel, Hintergründe unter Schlafstörungen (Insomnie). [11]

Müdigkeit und Fahrtüchtigkeit

Müdigkeit gehört laut Packungsbeilage zu den häufigen Nebenwirkungen, insbesondere zu Behandlungsbeginn; sie kann also bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen. Gelegentlich, bei bis zu 1 von 100 Behandelten, treten Schwindel und Benommenheit auf. Selten kommt es zu Erregungszuständen sowie, insbesondere bei älteren Menschen, zu Verwirrtheitszuständen und Delirien. [1, 5]

Opipramol hat laut Fachinformation einen geringen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Teilnahme am Straßenverkehr oder das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt ist. Das gilt verstärkt zu Behandlungsbeginn und im Zusammenwirken mit anderen zentral wirkenden Mitteln wie Schmerzmitteln, Schlafmitteln und Psychopharmaka sowie mit Alkohol. Die Packungsbeilage sagt deshalb: Sie dürfen keine Kraftfahrzeuge führen, keine Maschinen bedienen und keine anderen gefahrvollen Tätigkeiten ausführen. Mehr unter Psychopharmaka und Autofahren und Müdigkeit durch Psychopharmaka. [1, 5]

Weitere Risiken laut Fachinformation

Frau in den Fünfzigern mit kastanienbraunem Bob faltet am Abend in einem hellen Badezimmer frische Handtücher
Bild: KI-generiert

Häufig, besonders zu Behandlungsbeginn, sind ein niedriger Blutdruck und ein Blutdruckabfall mit Schwindel und Schwarzwerden vor den Augen beim Aufsetzen oder Aufstehen. Insbesondere zu Beginn oder bei höherer Dosierung ist laut Fachinformation auch eine reflektorische Beschleunigung des Herzschlags nicht auszuschließen. Opipramol kann das QT-Intervall im EKG verlängern; unter Umständen können dann lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen (Torsades de Pointes) auftreten, und in diesen Fällen ist die Behandlung laut Fachinformation abzubrechen. Selten verstärkt sich eine bestehende Herzschwäche. Mehr unter Herz und QT-Zeit. [1, 5]

Häufig sind außerdem Mundtrockenheit und eine verstopfte Nase, besonders zu Beginn. Gelegentlich kommen unter anderem eine Gewichtszunahme, Verstopfung, Störungen beim Wasserlassen, verschwommenes Sehen und sexuelle Funktionsstörungen vor. Mehr unter Gewichtszunahme. [1, 5]

Selten verändert sich das Blutbild, insbesondere nimmt die Zahl der weißen Blutkörperchen ab (Leukopenie); sehr selten ist ein Verlust der weißen Blutkörperchen (Agranulozytose). Deshalb sollte das Blutbild kontrolliert werden, insbesondere bei Fieber, grippalen Infekten und akuter Mandelentzündung. Bei einer Langzeitbehandlung empfiehlt es sich laut Packungsbeilage, die Leberwerte kontrollieren zu lassen. Mehr unter Blutbild und Kontrollen während der Behandlung. [1, 5]

Bei Menschen, die mit dieser Arzneimittelgruppe behandelt wurden, wurde laut Packungsbeilage ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche beobachtet; die Fachinformation verweist dazu auf epidemiologische Studien, hauptsächlich mit Menschen ab 50 Jahren, unter SSRI und trizyklischen Antidepressiva. Sehr selten sind epileptische Anfälle; bei erhöhter Krampfbereitschaft soll Opipramol laut Fachinformation nicht angewendet werden. Mehr unter Psychopharmaka im Alter. [1, 5]

Nicht eingenommen werden darf Opipramol unter anderem bei akuten Vergiftungen mit Alkohol, Schlafmitteln, Schmerzmitteln oder Psychopharmaka, bei akuten Delirien, akutem Harnverhalt, einem unbehandelten Engwinkelglaukom (grüner Star) und zusammen mit MAO-Hemmern. Alle Gegenanzeigen stehen auf der Seite Opipramol. [1, 5]

Zusammen mit Schlafmitteln, Alkohol und anderen Mitteln

Vorsicht ist laut Fachinformation geboten, wenn zusätzlich Neuroleptika, Schlafmittel (Hypnotika) oder Beruhigungsmittel (Tranquilizer) wie Barbiturate oder Benzodiazepine genommen werden, weil sich dann insbesondere dämpfende Wirkungen auf das zentrale Nervensystem verstärken können. Gleiches gilt für die Dämpfung nach Narkosemitteln. Die Kombination mit Alkohol kann zu Benommenheit führen; laut Packungsbeilage sollten Sie Alkohol während der Behandlung vermeiden. [1, 5]

Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall verlängern, einen Kaliummangel auslösen oder den Abbau von Opipramol in der Leber hemmen können, ist laut Fachinformation zu vermeiden; als Beispiele nennt sie unter anderem bestimmte Mittel gegen Herzrhythmusstörungen, Makrolid-Antibiotika, Malariamittel, Neuroleptika und Antihistaminika. Informieren Sie laut Packungsbeilage Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich angewendet haben oder anwenden möchten. Mehr unter Psychopharmaka kombinieren und Psychopharmaka und Alkohol. [1, 5]

Absetzen: Schlafstörungen als Absetzsymptom

Opipramol sollte laut Fachinformation nicht abrupt abgesetzt werden, weil es insbesondere beim plötzlichen Absetzen einer längerfristigen, hoch dosierten Behandlung zu Unruhe, Schweißausbrüchen und Schlafstörungen kommen kann; die Fachinformation nennt außerdem Übelkeit und Erbrechen. Laut Packungsbeilage wird eine Behandlung durch langsame Verringerung der Dosis beendet. Bevor Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden, sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr unter Psychopharmaka absetzen und Absetzsymptome. [1, 5]

Wann Sie sofort Hilfe brauchen

Im Zusammenhang mit der Einnahme von Opipramol wurde laut Fach- und Gebrauchsinformation über Suizidversuche berichtet. Bei depressiven Erkrankungen besteht ein Suizidrisiko, das bis zu einer deutlichen Besserung anhalten kann, und auch andere psychische Erkrankungen können mit einem erhöhten Risiko einhergehen. Deshalb sollten alle, die Opipramol nehmen, unabhängig vom Anwendungsgebiet besonders zu Beginn und nach einer Dosisänderung engmaschig daraufhin überwacht werden, ob sich ihr Zustand verschlechtert, eine Suizidgefahr besteht oder andere psychische Beschwerden auftreten. [1, 5]

Angehörige und Pflegende sollten auf solche Veränderungen achten und sie sofort der Ärztin oder dem Arzt mitteilen. Haben Sie Gedanken, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen, holen Sie sofort ärztliche Hilfe. [1, 5]

Bekommen Sie Fieber, einen grippalen Infekt oder eine akute Mandelentzündung, gehen Sie zur Ärztin oder zum Arzt und lassen Sie das Blutbild kontrollieren. Bei einer allergischen Hautreaktion sollte laut Packungsbeilage umgehend eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden. Alle Warnzeichen stehen auf der Seite Opipramol. [1, 5]

Nicht selbst ändern, mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen

Haben Sie Opipramol zum Schlafen verordnet bekommen, ändern Sie die Einnahme nicht selbst und setzen Sie es nicht plötzlich ab. Laut Packungsbeilage nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ein, und die Behandlung ist grundsätzlich ärztlich zu überwachen. Die Angaben der Packungsbeilage zur Dosierung in den zugelassenen Anwendungsgebieten stehen auf der Seite Opipramol. [1, 5]

Im Gespräch können Sie zum Beispiel klären, wofür Opipramol bei Ihnen verordnet ist und welche anderen Wege es bei Ihren Schlafproblemen gibt; laut IQWiG empfehlen Fachleute bei einer Schlafstörung in erster Linie eine kognitive Verhaltenstherapie. Die Fragen fürs Arztgespräch helfen bei der Vorbereitung, Schlaf und Beschwerden lassen sich im Stimmungstagebuch festhalten. [11]

Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nicht eigenmächtig, auch nicht für einen Wechsel auf ein anderes Mittel; wie ein Wechsel abläuft, beschreibt die Seite Ein Psychopharmakon wechseln. Ähnliche Fragen beantworten die Seiten Quetiapin zum Schlafen und Mirtazapin zum Schlafen. [1]

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Opipramol STADA 50 mg Filmtabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 04/2018. abgerufen am 10.10.2026
  2. Fachinformation Opipramol STADA 50 mg/100 mg Filmtabletten. STADAPHARM GmbH. Stand 04/2018. abgerufen am 10.10.2026
  3. Embryotox: Opipramol. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
  4. Fachinformation Buprenorphin-ratiopharm 35/52,5/70 Mikrogramm/h Transdermales Pflaster. ratiopharm GmbH. Stand 05/2026. abgerufen am 10.10.2026
  5. Fachinformation Opipramol-neuraxpharm 50 mg/100 mg/150 mg Filmtabletten. neuraxpharm Arzneimittel GmbH. Stand 06/2024. abgerufen am 22.10.2026
  6. Schlafstörung: Behandlung mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln (gesundheitsinformation.de). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Stand aktualisiert am 03.07.2024. abgerufen am 23.10.2026
  7. Leitlinie S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen, Langfassung, Version 2 (AWMF-Register-Nr. 051-028). Bandelow B., Beutel M. E. u. a. (Textredaktion B. Bandelow); Federführung laut DGPPN-Übersicht: Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM). Stand Version 2.0, Stand 06.04.2021 (laut DGPPN-Übersicht gültig bis 05.04.2026, abgelaufen). abgerufen am 23.10.2026
  8. Leitlinien (Übersicht der S3-Leitlinien mit Gültigkeit), Eintrag Angststörungen. Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). abgerufen am 23.10.2026

Weiterführend Alle Nebenwirkungen von Opipramol nach Häufigkeit auf Med-Nebenwirkungen.de

Häufige Fragen

Ist Opipramol zum Schlafen geeignet?

Für Schlafstörungen ist Opipramol nicht zugelassen. Die Fachinformation nennt nur zwei Anwendungsgebiete, die generalisierte Angststörung und somatoforme Störungen. Müdigkeit ist besonders zu Beginn der Behandlung eine häufige Nebenwirkung. Ob und wofür Opipramol bei Ihnen infrage kommt, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Wie schnell wirkt Opipramol?

Laut Fachinformation tritt die Wirkung nicht schlagartig ein, die Besserung der Stimmungslage erfolgt allmählich; deshalb sollte Opipramol mindestens 2 Wochen regelmäßig eingenommen werden. Eine Wirkung als Schlafmittel beschreibt die Fachinformation nicht. Müdigkeit ist eine häufige Nebenwirkung, besonders zu Beginn der Behandlung.

Kann ich Opipramol bei Bedarf zum Schlafen nehmen?

Eine Einnahme nur bei Bedarf beschreiben Packungsbeilage und Fachinformation nicht. Die Packungsbeilage sieht eine regelmäßige Einnahme über mindestens 2 Wochen vor und hält eine durchschnittliche Behandlungsdauer von 1 bis 2 Monaten für ratsam; über die Dauer entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Ändern Sie die Einnahme nicht selbst.

Welche Dosis Opipramol nimmt man zum Schlafen?

Eine Dosis für Schlafstörungen nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht; dafür ist Opipramol nicht zugelassen. Ihre Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Was die Packungsbeilage für die zugelassenen Anwendungsgebiete nennt, steht auf der Seite Opipramol im Abschnitt Dosierung.

Macht Opipramol am nächsten Tag müde?

Müdigkeit ist laut Packungsbeilage häufig, besonders zu Beginn der Behandlung; gelegentlich kommen Schwindel und Benommenheit vor. Laut Fachinformation kann Opipramol auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass Autofahren oder das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt ist, verstärkt zu Behandlungsbeginn und zusammen mit Alkohol oder anderen zentral wirkenden Mitteln. Die Packungsbeilage sagt deshalb, dass Sie keine Kraftfahrzeuge führen und keine Maschinen bedienen dürfen.

Darf ich Opipramol mit Alkohol oder Schlaftabletten kombinieren?

Zusammen mit Schlafmitteln, Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepinen oder Neuroleptika können sich laut Fachinformation dämpfende Wirkungen verstärken; Vorsicht ist geboten. Die Kombination mit Alkohol kann zu Benommenheit führen, laut Packungsbeilage sollten Sie Alkohol während der Behandlung vermeiden. Bei einer akuten Vergiftung mit Alkohol oder Schlafmitteln darf Opipramol nicht eingenommen werden.

Was passiert, wenn ich Opipramol absetze?

Opipramol sollte nicht plötzlich abgesetzt werden. Besonders nach einer längerfristigen, hoch dosierten Behandlung kann es sonst zu Unruhe, Schweißausbrüchen und Schlafstörungen kommen, die Fachinformation nennt außerdem Übelkeit und Erbrechen. Beendet wird die Behandlung durch eine langsame Verringerung der Dosis; sprechen Sie vorher auf jeden Fall mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was gibt es statt Opipramol bei Schlafstörungen?

Laut IQWiG empfehlen Fachleute bei einer Schlafstörung in erster Linie eine kognitive Verhaltenstherapie; Medikamente können nur vorübergehend helfen und beseitigen die Ursachen nicht. Welche Mittel für Schlafstörungen zugelassen sind, steht auf der Seite Schlafmittel. Was für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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