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Promethazin zum Schlafen

Laut Fachinformation von Atosil Filmtabletten und Tropfen kann Promethazin bei Schlafstörungen von Erwachsenen indiziert sein, wenn therapeutische Alternativen nicht durchführbar sind oder nicht erfolgreich waren; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollen bei Schlafstörungen nicht damit behandelt werden. Promethazin kann das Reaktionsvermögen auch am Folgetag beeinträchtigen, und laut Packungsbeilage sollten Sie zumindest in den ersten Tagen der Behandlung kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen. Ob Promethazin für Sie infrage kommt und in welcher Dosis, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Frau in den Vierzigern mit langen grauen Wellen setzt sich am Abend im Bett eine Schlafmaske auf
Bild: KI-generiert

Ist Promethazin zum Schlafen zugelassen?

Für Atosil ja, mit Einschränkungen. Das erste Anwendungsgebiet in der Fachinformation von Atosil Filmtabletten 25 mg und Atosil Tropfen sind Unruhe- und Erregungszustände im Rahmen psychiatrischer Grunderkrankungen. Danach heißt es, Filmtabletten oder Tropfen "können indiziert sein, wenn therapeutische Alternativen nicht durchführbar sind oder nicht erfolgreich waren", und zwar bei Übelkeit und Erbrechen und bei Schlafstörungen bei Erwachsenen. Die Packungsbeilage der Filmtabletten schreibt, dass sie unter dieser Bedingung bei Schlafstörungen bei Erwachsenen angewandt werden können. [1, 2]

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollen laut Fachinformation bei Schlafstörungen nicht mit Atosil Filmtabletten oder Tropfen behandelt werden; laut Packungsbeilage sind die Filmtabletten bei Schlafstörungen für diese Altersgruppe nicht vorgesehen. Kinder unter 6 Jahren dürfen gar nicht mit Promethazin behandelt werden, weil lebensbedrohliche Atemstörungen und Nebenwirkungen an Nervensystem und Psyche auftreten können. [1, 2]

Klinisch wird Promethazin laut Fachinformation heute vor allem als Beruhigungsmittel (Sedativum) bei Unruhe- und Erregungszuständen eingesetzt, unter bestimmten Bedingungen auch wegen seiner Wirkung gegen Erbrechen und seiner schlaffördernden Eigenschaften. Embryotox nennt als Anwendungsgebiet unter anderem "Reservemittel bei Schlafstörungen". Promethazin ist verschreibungspflichtig; zur Behandlung von Verhaltensstörungen, die mit Demenz-Erkrankungen zusammenhängen, ist Atosil nicht zugelassen. [2, 3]

Was das IQWiG über Antihistaminika bei Schlafstörungen schreibt

Promethazin ist laut Fachinformation ein Abkömmling des Phenothiazins und ein starkes H1-Antihistaminikum mit stark dämpfender (sedierender) Wirkung, das nur geringe antipsychotische Eigenschaften besitzt. Antihistaminika hemmen laut IQWiG das Gewebshormon Histamin, das an Entzündungsprozessen beteiligt ist; eingesetzt werden sie vor allem gegen Allergien. Für die Verwendung als Antihistaminikum sieht die Fachinformation von Atosil nach aktuellem medizinischem Kenntnisstand ein positives Verhältnis von Nutzen und Risiko nur noch bei Gabe unter Umgehung des Verdauungstrakts. [2, 4]

Das IQWiG zählt Promethazin zu den Antihistaminika, die ärztlich verordnet werden müssen. Antihistaminika wird laut IQWiG eine schlaffördernde Wirkung zugesprochen; zur Frage, ob sie bei Schlafstörungen helfen, gibt es bislang keine verlässlichen Studien. Ob ein Antihistaminikum infrage kommt, sollte laut IQWiG mit der Ärztin oder dem Arzt geklärt werden. [4]

Allgemein schreibt das IQWiG, dass Medikamente bei einer Schlafstörung nur ein vorübergehendes Mittel sein können, um wieder etwas Kraft zu schöpfen; die Ursachen der Schlafstörung beseitigen sie nicht. Fachleute empfehlen laut IQWiG bei einer Schlafstörung in erster Linie eine kognitive Verhaltenstherapie. Mehr dazu auf den Seiten Schlafstörungen und Schlafmittel. [4]

Wie Promethazin wirkt

Promethazin wirkt laut Fachinformation antihistaminerg, anticholinerg und antiserotonerg, blockiert Alpha-Rezeptoren und wirkt gegen Erbrechen. Im Tierversuch wirkte es nicht hemmend auf Andockstellen für den Botenstoff Dopamin; deshalb wird laut Fachinformation die Ausschüttung des Hormons Prolaktin nicht erhöht. [2]

Nach dem Einnehmen wird Promethazin laut Fachinformation nahezu vollständig aufgenommen und vorwiegend in der Leber abgebaut. Die höchsten Spiegel im Blut werden nach 1,5 bis 3 Stunden erreicht und schwanken stark von Mensch zu Mensch. Die Halbwertszeit beträgt laut Embryotox 10 bis 12 Stunden. Einen Zeitpunkt, ab dem die schlaffördernde Wirkung einsetzt, nennen Packungsbeilage und Fachinformation nicht. [2, 3]

Einnahme, Dauer und Beenden

Für Schlafstörungen bei Erwachsenen nennt die Packungsbeilage der Filmtabletten als Zeitpunkt "zur Nacht". Wie viel Sie nehmen, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest; die Mengen für die Filmtabletten stehen als Zitat der Packungsbeilage auf der Seite Promethazin im Abschnitt Dosierung, für die Tropfen enthält die Fachinformation eigene Angaben. Ältere oder geschwächte Menschen sowie Menschen mit hirnorganischen Veränderungen, Kreislauf- und Atemschwäche oder gestörter Leber- oder Nierenfunktion erhalten laut Packungsbeilage in der Regel eine niedrigere Dosis. Für Dosis und Dauer gilt der Grundsatz, die Dosis so gering und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich zu halten. [1, 2]

Die Filmtabletten werden unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen, vorzugsweise mit einem Glas Trinkwasser, die Tropfen ebenfalls mit ausreichend Flüssigkeit. Für die Behandlung von Unruhe- und Erregungszuständen sollten die Filmtabletten laut Packungsbeilage "hauptsächlich abends eingenommen werden", etwa eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen und "nicht auf vollen Magen"; sonst muss mit verzögertem Wirkungseintritt und, abhängig von der Schlafdauer, mit verstärkten Nachwirkungen am nächsten Morgen wie Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen gerechnet werden. Ob das auch für Ihre Einnahme bei Schlafstörungen gilt, fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. [1, 2]

Über die Dauer entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt nach Schwere und Verlauf der Erkrankung; bei einer Behandlung über einen längeren Zeitraum sollten Herzfunktion und Blutbild sorgfältig überwacht werden. Nach längerer Anwendung sollte Promethazin nicht plötzlich abgesetzt werden, sondern ausschleichend. Bevor Sie die Behandlung eigenmächtig unterbrechen oder vorzeitig beenden, sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Haben Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie nicht die doppelte Menge. Haben Sie den Eindruck, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke. [1, 2]

Müdigkeit am nächsten Tag und Straßenverkehr

Frau Ende dreißig zieht an einem ruhigen Morgen in einem hellen Schlafzimmer die Vorhänge auf
Bild: KI-generiert

Promethazin kann das Reaktionsvermögen laut Packungsbeilage auch am Folgetag so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt ist, in besonderem Maß nach zu kurzem Schlaf oder zusammen mit Alkohol. Daher sollten Sie laut Packungsbeilage zumindest in den ersten Tagen der Behandlung kein Fahrzeug führen, keine Maschinen bedienen und keine anderen gefahrvollen Tätigkeiten ausüben; die Fachinformation spricht von der ersten Phase der Behandlung. Die Entscheidung trifft im Einzelfall Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, abhängig von Ihrer Reaktion und der Dosis. [1, 2]

Müdigkeit (Sedierung) ist laut Packungsbeilage sehr häufig, sie kann also mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen, und die geistige Leistungsfähigkeit kann beeinträchtigt werden. Alle Schlaf- und Beruhigungsmittel können laut IQWiG auch tagsüber müde machen und die Reaktionsfähigkeit verringern; bei älteren Menschen erhöht sich die Sturzgefahr. Mehr unter Müdigkeit durch Psychopharmaka und Psychopharmaka und Autofahren. [1, 4]

Weitere Nebenwirkungen

Sehr häufig sind neben der Müdigkeit Mundtrockenheit und eine Eindickung von Schleim mit Störungen der Speichelabsonderung. Insbesondere zu Beginn der Behandlung können ein Blutdruckabfall, Schwarzwerden vor den Augen beim plötzlichen Aufstehen und ein beschleunigter Herzschlag auftreten. Vor allem unter höheren Dosen sind unter anderem das Gefühl einer verstopften Nase, Sehstörungen, Schwitzen, vermehrter Durst und eine Gewichtszunahme möglich; außerdem kann es zu Störungen beim Wasserlassen und zu Verstopfung kommen. [1]

Berichtet wurden laut Packungsbeilage auch Schlafstörungen, Verwirrtheitszustände und allgemeine Unruhe. Bei Kindern und älteren Menschen kann es zu sogenannten paradoxen Erregungszuständen mit Zittern, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit und Verstimmung kommen, vor allem bei fieberhaften Erkrankungen und stärkerem Wasserverlust. Bei Menschen mit Erkrankungen des Nervensystems oder mit vorbestehenden Atemstörungen, bei Kindern und zusammen mit anderen Arzneimitteln, die die Atmung beeinträchtigen, kann sich die Atmung weiter verschlechtern. [1]

Promethazin kann das QT-Intervall im EKG verlängern und Störungen der Erregungsleitung am Herzen hervorrufen; sehr selten sind bestimmte Herzrhythmusstörungen (Torsades de Pointes) aufgetreten, dann ist die Behandlung abzubrechen. Wie andere Neuroleptika kann es, insbesondere nach hoch dosierter und längerer Behandlung, Bewegungsstörungen hervorrufen. Nach längerfristiger Anwendung können, insbesondere bei älteren Menschen und bei Frauen, Spätdyskinesien auftreten, die über das Ende der Behandlung hinaus anhalten und unter Umständen unumkehrbar sein können; bei langdauernder alleiniger Behandlung mit Promethazin in möglichst niedriger Dosis sind sie laut Fachinformation bisher nicht beobachtet worden, oder ihr Zusammenhang mit Promethazin ist fraglich. Ausführlich: Bewegungsstörungen, Spätdyskinesien und Herz und QT-Zeit. [1, 2]

Ältere Menschen und Demenz

Bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit konventionellen (typischen) Antipsychotika behandelt werden, ist das Sterblichkeitsrisiko laut Fachinformation leicht erhöht im Vergleich zu Menschen, die keine Antipsychotika erhalten; wie hoch genau, lässt sich nicht angeben, und die Ursache ist nicht bekannt. In Studien mit Menschen mit Demenz, die einige atypische Antipsychotika erhielten, war außerdem das Risiko für unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse erhöht; laut Fachinformation lässt sich nicht ausschließen, dass das auch für andere Antipsychotika oder andere Patientengruppen gilt. Atosil sollte deshalb bei erhöhtem Schlaganfallrisiko mit Vorsicht angewendet werden. [2]

Besondere Vorsicht ist laut Packungsbeilage unter anderem bei niedrigem oder hohem Blutdruck, Schwarzwerden vor den Augen beim plötzlichen Aufstehen, verlangsamtem Herzschlag, schweren Herzproblemen, chronischen Atembeschwerden oder Asthma, grünem Star (Engwinkel- und Winkelblockglaukom) sowie bei einer Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostatahyperplasie) und Störungen beim Wasserlassen erforderlich. Antihistaminika eignen sich laut IQWiG nicht für Männer mit Prostataproblemen, weil sie die Entleerung der Blase stören können. Mehr unter Psychopharmaka im Alter und Demenz. [1, 4]

Zusammen mit anderen Schlaf- und Beruhigungsmitteln

Zusammen mit anderen zentral dämpfenden Arzneimitteln wie Schlaf- und Beruhigungsmitteln, Schmerzmitteln, anderen Psychopharmaka oder bestimmten Mitteln gegen Allergien können sich laut Packungsbeilage Wirkungen und Nebenwirkungen gegenseitig verstärken, besonders Schläfrigkeit und Blutdrucksenkung. Bei Mitteln, die teilweise wie Promethazin anticholinerg wirken, etwa Mitteln gegen Depressionen oder Atropin, können trockene Schleimhäute, Sehstörungen und Verstopfung verstärkt werden; laut Fachinformation können dann vermehrt Verwirrtheitszustände (delirante Syndrome) auftreten. [1, 2]

Von der Kombination mit trizyklischen Antidepressiva rät die Fachinformation ab, weil Promethazin deren Spiegel im Blut stark erhöht und mit einer erhöhten Giftigkeit beider Wirkstoffe zu rechnen ist, vor allem mit Wirkungen am Herzen. Auch von der Kombination mit MAO-Hemmern wird abgeraten. Mittel, die ebenfalls das QT-Intervall verlängern, einen Kaliummangel hervorrufen oder den Abbau von Promethazin in der Leber hemmen können, sollten nicht gleichzeitig angewendet werden; mit Adrenalin (Epinephrin) sollte Promethazin wegen eines möglichen Blutdruckabfalls nicht kombiniert werden. Mittel gegen epileptische Anfälle beschleunigen den Abbau von Promethazin. [1, 2]

Alkohol sollten Sie während der Behandlung meiden, weil er die Wirkung von Promethazin in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt. Bei einer Vergiftung mit Alkohol oder mit zentral dämpfenden Arzneimitteln wie Schlaf- oder Beruhigungsmitteln darf Promethazin nicht angewendet werden. Sagen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und in der Apotheke, welche Arzneimittel Sie sonst nehmen. Mehr unter Psychopharmaka kombinieren und Psychopharmaka und Alkohol. [1]

Wann Promethazin nicht angewendet werden darf

Laut Packungsbeilage darf Promethazin nicht eingenommen werden bei einer Allergie gegen Promethazin, ähnliche Wirkstoffe (Phenothiazine) oder einen der sonstigen Bestandteile, bei einer Vergiftung mit zentral dämpfenden Arzneimitteln oder Alkohol, bei einer schweren Schädigung der Blutzellen oder des Knochenmarks, bei Kreislaufschock oder Koma, nach schweren Unverträglichkeitserscheinungen auf Promethazin in der Vorgeschichte (malignes neuroleptisches Syndrom) und bei Kindern unter 6 Jahren. Besondere Vorsicht gilt außerdem unter anderem bei Leber- oder Nierenerkrankungen, Kaliummangel, epileptischen Anfällen in der Vorgeschichte, der Parkinson-Krankheit und einer besonderen Lichtüberempfindlichkeit. [1]

In der Frühschwangerschaft sollten Sie Promethazin laut Packungsbeilage nur nach ausdrücklicher Anweisung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes anwenden, zum Ende der Schwangerschaft und in der Stillzeit nur nach Rücksprache, weil beim Neugeborenen Atemstörungen sowie vorübergehende Veränderungen im EEG und im Verhalten möglich sind. Embryotox schätzt den Erfahrungsumfang in der Schwangerschaft als sehr hoch ein; laut Embryotox kann Promethazin bei entsprechender Indikation in der Schwangerschaft und bei Kinderwunsch verordnet werden. Setzen Sie Promethazin nicht eigenmächtig ab, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr unter Schwangerschaft und Kinderwunsch und Stillzeit. [1, 3]

Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen

Sehr selten kann es unter Promethazin zu einem lebensbedrohlichen malignen neuroleptischen Syndrom mit Fieber über 40 °C und Muskelstarre kommen; dann ist laut Packungsbeilage sofort ärztliche Hilfe erforderlich. Bei Verdacht auf Bewegungsstörungen wie krampfartiges Herausstrecken der Zunge, Blickkrämpfe oder Schiefhals, auf ein Parkinson-Syndrom mit Zittern, Steifigkeit und Bewegungsarmut oder auf Spätdyskinesien sollten Sie unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt informieren. Bei Schwellungen, Schmerzen und Rötungen der Beine, Brustschmerzen oder Schwierigkeiten beim Atmen, die auf Blutgerinnsel hinweisen können, holen Sie unverzüglich ärztlichen Rat ein. [1]

Promethazin ist laut Packungsbeilage bei Überdosierung verhältnismäßig gefährlich, insbesondere für Kinder. Bewahren Sie es für Kinder unzugänglich auf; bei Verdacht auf eine Überdosierung informieren Sie sofort eine Ärztin oder einen Arzt, zum Beispiel über den Vergiftungsnotruf. [1]

Mehr zu Promethazin und anderen Schlafmitteln

Alle Angaben zu Promethazin mit Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und der Dosierung laut Packungsbeilage stehen auf der Seite Promethazin. Welche Gruppen von Schlafmitteln es gibt und wofür sie zugelassen sind, erklärt die Seite Schlafmittel; Promethazin gehört dort ebenso wie auf der Seite Beruhigungsmittel zu den vorgestellten Wirkstoffen. Welches Mittel zu Ihnen passt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Atosil 25 mg Filmtabletten. DESITIN Arzneimittel GmbH. Stand 08/2025. abgerufen am 23.10.2026
  2. Fachinformation Atosil Filmtabletten 25 mg/Atosil Tropfen. DESITIN Arzneimittel GmbH. Stand 08/2025. abgerufen am 23.10.2026
  3. Embryotox: Promethazin. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 23.10.2026
  4. Schlafstörung: Behandlung mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln (gesundheitsinformation.de). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Stand aktualisiert am 03.07.2024. abgerufen am 23.10.2026

Häufige Fragen

Ist Promethazin ein Schlafmittel?

Promethazin ist laut Fachinformation ein starkes H1-Antihistaminikum mit stark dämpfender Wirkung, das nur geringe antipsychotische Eigenschaften besitzt. Laut Fachinformation von Atosil ist es zugelassen bei Unruhe- und Erregungszuständen im Rahmen psychiatrischer Grunderkrankungen; bei Schlafstörungen von Erwachsenen können die Filmtabletten oder Tropfen indiziert sein, wenn therapeutische Alternativen nicht durchführbar sind oder nicht erfolgreich waren.

Wann nimmt man Promethazin zum Schlafen ein?

Für Schlafstörungen bei Erwachsenen nennt die Packungsbeilage der Filmtabletten als Einnahmezeitpunkt "zur Nacht". Wie viel Sie nehmen und wann genau, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.

Wie viele Tropfen Promethazin nimmt man zum Schlafen?

Die Menge bestimmt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Die Fachinformation von Atosil enthält für die Tropfen eigene Dosierungsangaben bei Schlafstörungen von Erwachsenen; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollen bei Schlafstörungen nicht mit Atosil Tropfen behandelt werden. Ändern Sie die verordnete Menge nicht selbst.

Macht Promethazin am nächsten Tag müde?

Das ist möglich. Müdigkeit ist laut Packungsbeilage sehr häufig, und Promethazin kann das Reaktionsvermögen auch am Folgetag so verändern, dass die Teilnahme am Straßenverkehr oder das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt ist, in besonderem Maß nach zu kurzem Schlaf oder zusammen mit Alkohol.

Kann man nach Promethazin Auto fahren?

Laut Packungsbeilage sollten Sie zumindest in den ersten Tagen der Behandlung kein Fahrzeug führen, keine Maschinen bedienen und keine anderen gefahrvollen Tätigkeiten ausüben, weil das Reaktionsvermögen auch am Folgetag beeinträchtigt sein kann. Die Entscheidung im Einzelfall trifft Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, abhängig von Ihrer Reaktion und der Dosis.

Kann man Promethazin mit anderen Schlafmitteln nehmen?

Zusammen mit anderen zentral dämpfenden Arzneimitteln wie Schlaf- und Beruhigungsmitteln können sich laut Packungsbeilage Wirkungen und Nebenwirkungen gegenseitig verstärken, besonders Schläfrigkeit und Blutdrucksenkung. Von der Kombination mit trizyklischen Antidepressiva und MAO-Hemmern rät die Fachinformation ab. Möchten Sie zusätzlich ein anderes Arzneimittel nehmen, etwa ein weiteres Schlafmittel, informieren Sie laut Packungsbeilage vorher Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder die Apotheke.

Darf ich mit Promethazin Alkohol trinken?

Laut Packungsbeilage sollten Sie während der Behandlung Alkohol meiden, weil er die Wirkung von Promethazin in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt. Bei einer Vergiftung mit Alkohol darf Promethazin nicht angewendet werden.

Bekommen Kinder Promethazin zum Schlafen?

Laut Fachinformation von Atosil sollen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren bei Schlafstörungen nicht mit den Filmtabletten oder Tropfen behandelt werden. Kinder unter 6 Jahren dürfen gar nicht mit Promethazin behandelt werden, weil lebensbedrohliche Atemstörungen und Nebenwirkungen an Nervensystem und Psyche auftreten können.

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