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Escitalopram und Alkohol

Laut Fachinformation sind zwischen Escitalopram und Alkohol keine Wechselwirkungen zu erwarten; wie bei anderen Psychopharmaka ist die Kombination trotzdem nicht ratsam, und auch die Packungsbeilage rät davon ab. Eine Alkoholmenge, die während der Behandlung als erlaubt gilt, nennen Fachinformation und Packungsbeilage nicht. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt offen darüber, ob und wie viel Sie trinken.

Mann in den Dreißigern mit dunklem Vollbart sitzt auf einer sonnigen Caféterrasse bei einer Tasse Kaffee und einem Glas Wasser
Bild: KI-generiert

Was Fachinformation und Packungsbeilage sagen

Zwischen Escitalopram und Alkohol sind laut Fachinformation weder pharmakodynamische noch pharmakokinetische Wechselwirkungen zu erwarten. Trotzdem ist die Kombination mit Alkohol laut Fachinformation nicht ratsam, wie bei anderen Psychopharmaka. Die Packungsbeilage sagt es so: Wie bei vielen Arzneimitteln ist die Einnahme zusammen mit Alkohol nicht ratsam, obwohl Wechselwirkungen zwischen Escitalopram und Alkohol nicht zu erwarten sind. [1, 2]

Einen weiteren Grund für diesen Rat nennt die Fachinformation nicht. Eine Alkoholmenge, die während der Behandlung als erlaubt gilt, nennen weder Fachinformation noch Packungsbeilage. Derselbe Satz wie in der Packungsbeilage der Filmtabletten steht auch in der Packungsbeilage der Tropfen zum Einnehmen, im selben Abschnitt wie der Hinweis, dass Escitalopram unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden kann. [1, 2, 4]

Ähnlich formulieren es die Fachinformationen anderer SSRI. Zwischen Citalopram, von dessen zwei spiegelbildlichen Formen eine das Escitalopram ist, und Alkohol konnten keine Wechselwirkungen nachgewiesen werden; von der Kombination wird trotzdem abgeraten. Unter Sertralin wurde die Wirkung von Alkohol auf die geistige und psychomotorische Leistungsfähigkeit bei Gesunden nicht verstärkt, Alkohol wird während der Behandlung trotzdem nicht empfohlen. Fluoxetin erhöhte in gezielten Untersuchungen den Alkoholspiegel im Blut nicht und verstärkte die Wirkungen des Alkohols nicht; trotzdem wird geraten, während der Behandlung mit einem SSRI keinen Alkohol zu trinken. Einen Überblick über alle Gruppen gibt die Seite Psychopharmaka und Alkohol. [3, 16, 17, 18]

Escitalopram-Tropfen enthalten Alkohol

Escitalopram gibt es als Filmtabletten und als Tropfen zum Einnehmen. Die Tropfen, auf deren Packungsbeilage sich diese Seite stützt, enthalten unter ihren sonstigen Bestandteilen Alkohol (Ethanol); die Packungsbeilage weist darauf schon in Abschnitt 2 hin. Laut Packungsbeilage hat diese geringe Alkoholmenge keine wahrnehmbaren Auswirkungen. In der Liste der sonstigen Bestandteile der Filmtabletten steht kein Alkohol. [2, 4]

Ob Ihr Präparat Alkohol enthält, steht in seiner Packungsbeilage unter den sonstigen Bestandteilen. Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach, wenn Sie unsicher sind, etwa weil Sie gar keinen Alkohol zu sich nehmen möchten. [4]

Alkohol, Escitalopram und Autofahren

Für Escitalopram konnte laut Fachinformation keine Beeinträchtigung der geistigen und der psychomotorischen Leistungsfähigkeit nachgewiesen werden. Jedes Psychopharmakon kann aber Urteilskraft und Geschicklichkeit beeinträchtigen, und Behandelte sollten auf das mögliche Risiko hingewiesen werden, dass die Fähigkeit zum Führen von Fahrzeugen oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein kann. Die Packungsbeilage sagt: Führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, solange Sie nicht wissen, wie Sie auf Escitalopram reagieren. [1, 2]

Für Alkohol am Steuer gilt außerdem das Verkehrsrecht. Die Ausnahme für bestimmungsgemäß eingenommene, für einen konkreten Krankheitsfall verschriebene Arzneimittel in § 24a Abs. 4 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) bezieht sich auf die Absätze 1a, 2 Satz 1 und 2a; die Alkoholgrenzen in Absatz 1 sind davon nicht erfasst. Nach § 316 des Strafgesetzbuchs (StGB) wird bestraft, wer im Verkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen; das gilt auch bei Fahrlässigkeit. Mehr dazu unter Psychopharmaka und Autofahren. [11, 12]

Depression, Angst und Alkohol

Laut NVL Unipolare Depression treten depressive Störungen oft gleichzeitig mit anderen psychischen Störungen auf, darunter Substanzmissbrauch. Weil sich Faktoren wie eine Substanzabhängigkeit häufig erst im Verlauf der Behandlung zeigen, hält die Leitlinie eine wiederholte Erfassung für notwendig. Die Patientenleitlinie zur NVL zählt den Missbrauch von Alkohol, Medikamenten oder Drogen zu den häufigen Begleiterkrankungen einer Depression. Nach Meinung der Leitliniengruppe soll Ihre Ärztin oder Ihr Psychotherapeut Sie genauer nach weiteren Erkrankungen fragen; dabei kann es zum Beispiel darum gehen, wie viel Alkohol Sie trinken. [5, 13]

Die S3-Leitlinie zu alkoholbezogenen Störungen in der aktualisierten Version von 2020, deren Gültigkeit laut DGPPN Ende 2025 abgelaufen ist, gibt mehrere Empfehlungen zur Depression bei alkoholbezogenen Störungen. Bei einer Alkoholabhängigkeit soll eine Depression frühestens nach dem Abklingen von Vergiftungs- oder Entzugsbeschwerden diagnostiziert und darauf geprüft werden, ob sie behandelt werden muss. Bei einer mittelschweren bis schweren Depression und alkoholbezogenen Störungen sollen Antidepressiva angeboten werden, um die depressiven Beschwerden zu bessern. SSRI, zu denen Escitalopram gehört, sollen bei diesen Menschen aber nicht als alleinige Behandlung eingesetzt werden, um den Alkoholkonsum zu verringern. [2, 14, 15]

Zugelassen ist Escitalopram laut Fachinformation nur zur Behandlung von Depressionen (Episoden einer Major Depression), Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie, sozialer Angststörung, generalisierter Angststörung und Zwangsstörung; die Verringerung des Alkoholkonsums gehört nicht dazu. Was bei einer Alkoholabhängigkeit hilft, steht unter Alkoholabhängigkeit, mehr zur Erkrankung unter Depression. [2]

Escitalopram nicht eigenmächtig weglassen

Verändern Sie die Dosierung nicht, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen, und beenden Sie die Einnahme nicht, bevor sie oder er es Ihnen empfiehlt; das sagt die Packungsbeilage. Es kann einige Wochen dauern, bis Sie anfangen, sich besser zu fühlen; setzen Sie die Einnahme laut Packungsbeilage auch dann fort. Wenn Sie die Behandlung zu früh beenden, können die Krankheitszeichen laut Packungsbeilage wiederkehren; empfohlen wird, die Behandlung noch mindestens 6 Monate fortzusetzen, nachdem Sie sich wieder gut fühlen. [1]

Wird die Behandlung beendet, sind Absetzsymptome laut Fachinformation häufig, besonders nach einem plötzlichen Abbruch. Sie treten normalerweise in den ersten Tagen nach dem Ende der Behandlung auf; in sehr seltenen Fällen wurden sie auch bei Menschen berichtet, die versehentlich eine Dosis ausgelassen hatten. Am häufigsten berichtet wurden unter anderem Schwindel, Empfindungsstörungen, Schlafstörungen, Unruhe oder Angst, Übelkeit, Zittern und Kopfschmerzen. Mehr unter Absetzsymptome und Antidepressiva absetzen. [2]

Haben Sie eine Einnahme vergessen und bemerken es noch vor dem Schlafengehen, nehmen Sie die Dosis laut Packungsbeilage sofort ein und am nächsten Tag wie gewohnt weiter. Bemerken Sie es erst in der Nacht oder am nächsten Tag, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Escitalopram dann wie gewohnt weiter. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein. [1]

Wann Sie sofort Hilfe brauchen

Wer depressiv ist oder an einer Angststörung leidet, kann manchmal Gedanken haben, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Zu Beginn einer Behandlung mit Antidepressiva können solche Gedanken verstärkt sein, weil diese Mittel einige Zeit brauchen, bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal länger. Wahrscheinlicher ist das bei Menschen, die solche Gedanken schon früher hatten, und bei jungen Erwachsenen bis 25 Jahre. Haben Sie zu irgendeinem Zeitpunkt solche Gedanken, gehen Sie sofort zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder in ein Krankenhaus. [1]

Die NVL Unipolare Depression zählt Substanzmissbrauch und Abhängigkeit zu den Risikofaktoren bei Suizidalität. Laut Leitlinie ist ihre Liste eine unvollständige Auswahl und keine Checkliste, mit der sich das Risiko sicher einschätzen lässt. Laut Packungsbeilage kann es helfen, einer Freundin, einem Freund oder Angehörigen von der Depression oder Angststörung zu erzählen und sie zu bitten, Ihnen zu sagen, wenn sie sich Sorgen über Veränderungen in Ihrem Verhalten machen. [1, 5]

Weitere Warnzeichen und was dann zu tun ist, stehen auf der Seite Escitalopram.

Was Sie tun können

Frau in den Dreißigern mit blondem Pferdeschwanz steht an einem sonnigen Morgen auf einem Paddelbrett auf einem ruhigen See
Bild: KI-generiert

Sprechen Sie offen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber, ob und wie viel Sie trinken. Laut Patientenleitlinie zur NVL kann diese Frage ohnehin Teil des Gesprächs über weitere Erkrankungen sein. Laut S3-Leitlinie zu alkoholbezogenen Störungen (Gültigkeit abgelaufen) gibt es keinen risikofreien Alkoholkonsum. Ihre Fragen für den Termin können Sie mit den Fragen fürs Arztgespräch sammeln. Wenn Ihnen Ihr Alkoholkonsum Sorgen macht, sprechen Sie das in der Praxis an; was bei einer Alkoholabhängigkeit hilft, steht unter Alkoholabhängigkeit, Hilfsangebote mit Erreichbarkeit unter Hilfe in der Krise. [13, 14]

Lesen Sie in der Packungsbeilage Ihres Präparats den Abschnitt zur Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol. Sagen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und in der Apotheke, welche anderen Arzneimittel Sie einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder einnehmen möchten; dabei hilft ein Medikationsplan. Veränderungen von Stimmung und Schlaf können Sie im Stimmungstagebuch festhalten. [1]

Mehr zum Mittel selbst steht auf der Seite Escitalopram, zu anderen Mitteln unter Psychopharmaka und Alkohol.

Quellen

  1. Gebrauchsinformation Escitalopram-ratiopharm 10 mg Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2024. abgerufen am 10.10.2026
  2. Fachinformation Escitalopram-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 10.10.2026
  3. Embryotox: Escitalopram. Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité Universitätsmedizin Berlin. abgerufen am 10.10.2026
  4. Gebrauchsinformation Escitalopram-ratiopharm 20 mg/ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung. ratiopharm GmbH. Stand 08/2024. abgerufen am 16.10.2026
  5. Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Kurzfassung, Version 3.2. NVL-Programm von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und AWMF. Stand Version 3.2, Juli 2023. abgerufen am 22.10.2026
  6. Gesetz § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG): 0,5 Promille-Grenze, Tetrahydrocannabinol-Grenzwert. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
  7. Gesetz § 316 Strafgesetzbuch (StGB): Trunkenheit im Verkehr. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (gesetze-im-internet.de). abgerufen am 23.10.2026
  8. Leitlinie Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression, Version 3.0. NVL-Programm von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und AWMF. Stand Version 3.0, 2024. abgerufen am 23.10.2026
  9. Leitlinie S3-Leitlinie Screening, Diagnose und Behandlung alkoholbezogener Störungen, Kurzfassung, aktualisierte Version 2020 (AWMF-Register-Nr. 076-001). Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht). Stand aktualisierte Version 2020; laut DGPPN-Übersicht gültig bis 31.12.2025, abgelaufen. abgerufen am 23.10.2026
  10. Leitlinien (Übersicht der S3-Leitlinien mit Gültigkeit), Eintrag Alkoholbezogene Störungen. Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Stand ohne Datumsangabe. abgerufen am 23.10.2026
  11. Fachinformation Citalopram-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 12/2024. abgerufen am 23.10.2026
  12. Fachinformation Sertralin-ratiopharm Filmtabletten. ratiopharm GmbH. Stand 09/2026. abgerufen am 23.10.2026
  13. Fachinformation Fluoxetin-ratiopharm 20 mg Tabletten. ratiopharm GmbH. Stand 08/2026. abgerufen am 23.10.2026

Weiterführend Alle Nebenwirkungen von Escitalopram nach Häufigkeit auf Med-Nebenwirkungen.de

Häufige Fragen

Darf ich mit Escitalopram Alkohol trinken?

Laut Fachinformation sind zwischen Escitalopram und Alkohol keine Wechselwirkungen zu erwarten; wie bei anderen Psychopharmaka ist die Kombination trotzdem nicht ratsam. Auch die Packungsbeilage rät davon ab. Eine Alkoholmenge, die als erlaubt gilt, nennen beide nicht. Besprechen Sie Ihre Situation mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Wie viel Alkohol ist mit Escitalopram in Ordnung?

Eine solche Menge nennen Fachinformation und Packungsbeilage nicht. Laut S3-Leitlinie zu alkoholbezogenen Störungen (aktualisierte Version 2020, Gültigkeit abgelaufen) gibt es keinen risikofreien Alkoholkonsum. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt offen darüber, ob und wie viel Sie trinken.

Gibt es Wechselwirkungen zwischen Escitalopram und Alkohol?

Laut Fachinformation sind weder pharmakodynamische noch pharmakokinetische Wechselwirkungen zu erwarten. Trotzdem ist die Kombination mit Alkohol laut Fachinformation nicht ratsam, wie bei anderen Psychopharmaka. Ähnlich formulieren es die Fachinformationen von Citalopram, Sertralin und Fluoxetin: Auch dort wird während der Behandlung von Alkohol abgeraten.

Kann ich Escitalopram weglassen, wenn ich Alkohol trinken möchte?

Laut Packungsbeilage sollen Sie die Dosierung nicht verändern, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen, und die Einnahme nicht beenden, bevor sie oder er es Ihnen empfiehlt. Absetzsymptome sind laut Fachinformation häufig, und in sehr seltenen Fällen traten sie schon nach einer versehentlich ausgelassenen Dosis auf. Sprechen Sie Ihre Fragen zu Alkohol vorher in der Praxis an.

Enthalten Escitalopram-Tropfen Alkohol?

Die Tropfen zum Einnehmen, auf deren Packungsbeilage sich diese Seite stützt, enthalten Alkohol (Ethanol); laut Packungsbeilage hat diese geringe Alkoholmenge keine wahrnehmbaren Auswirkungen. In der Liste der sonstigen Bestandteile der Filmtabletten steht kein Alkohol. Ob Ihr Präparat Alkohol enthält, steht in seiner Packungsbeilage unter den sonstigen Bestandteilen.

Schadet Alkohol zusammen mit Escitalopram der Leber?

Einen Zusammenhang zwischen Alkohol, Escitalopram und der Leber nennen Fachinformation und Packungsbeilage nicht. Bei eingeschränkter Leberfunktion passt die Ärztin oder der Arzt laut Packungsbeilage eventuell die Dosis an. Eine gelbliche Verfärbung von Haut oder Augenweiß kann laut Packungsbeilage ein Zeichen einer Leberfunktionsstörung oder Leberentzündung sein; benachrichtigen Sie dann umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder gehen Sie direkt in ein Krankenhaus.

Hilft Escitalopram, weniger Alkohol zu trinken?

Dafür ist Escitalopram nicht zugelassen: Laut Fachinformation ist es nur bei Depression, Panikstörung, sozialer Angststörung, generalisierter Angststörung und Zwangsstörung zugelassen. Laut S3-Leitlinie zu alkoholbezogenen Störungen (Gültigkeit abgelaufen) sollen SSRI, zu denen Escitalopram gehört, bei Menschen mit Depression und alkoholbezogenen Störungen nicht als alleinige Behandlung eingesetzt werden, um den Alkoholkonsum zu verringern. Was bei einer Alkoholabhängigkeit hilft, steht unter Alkoholabhängigkeit.

Was gilt für Autofahren, wenn ich Escitalopram nehme und Alkohol getrunken habe?

Laut Packungsbeilage sollen Sie kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen, solange Sie nicht wissen, wie Sie auf Escitalopram reagieren. Die Ausnahme für bestimmungsgemäß eingenommene, verschriebene Arzneimittel in § 24a Abs. 4 des Straßenverkehrsgesetzes gilt nicht für die Alkoholgrenzen in Absatz 1. Nach § 316 des Strafgesetzbuchs wird bestraft, wer im Verkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, es sicher zu führen; das gilt auch bei Fahrlässigkeit.

Medizinischer Hinweis: Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Vermutete Nebenwirkungen können Sie selbst melden: nebenwirkungen.bund.de. Mehr dazu

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