Lorazepam Beipackzettel und Nebenwirkungen

Lorazepam Beipackzettel Zu Lorazepam Nebenwirkungen und Wirkung – Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen. Anwendungsgebiete von Lorazepam 1mg Stoff- oder Indikationsgruppe…

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Lorazepam Beipackzettel

Zu Lorazepam Nebenwirkungen und Wirkung – Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen.

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Anwendungsgebiete von Lorazepam 1mg

Stoff- oder Indikationsgruppe

Das Arzneimittel ist ein beruhigendes und angstlösendes Arzneimittel (Tranquilizer) aus der Wirkstoffgruppe der Benzodiazepine.

Anwendungsgebiete

Symptomatische Kurzzeitbehandlung von Angst-, Spannungs- und Erregungszuständen sowie dadurch bedingten Schlafstörungen.
Beruhigung vor diagnostischen sowie vor und nach operativen Eingriffen.

Hinweis

Nicht alle Angst-, Spannungs- und Erregungszust√§nde oder Schlafst√∂rungen bed√ľrfen einer Behandlung mit Arzneimitteln. Oftmals sind sie Ausdruck k√∂rperlicher oder seelischer Erkrankungen und k√∂nnen durch andere Ma√ünahmen oder eine Behandlung der Grunderkrankung behoben werden. Angst- und Spannungszust√§nde infolge von gew√∂hnlichem Alltagsstress sollten normalerweise nicht mit einem Arzneimittel wie diesem Arzneimittel behandelt werden. Der Einsatz des Arzneimittels als Schlafmittel erscheint nur dann gerechtfertigt, wenn gleichzeitig Benzodiazepin-Wirkungen am Tag erw√ľnscht sind.

Anwendungsbeschränkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von Lorazepam 1mg

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Lorazepam, andere Benzodiazepine oder einen der genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind sowie bei einer bestehenden oder zur√ľckliegenden Abh√§ngigkeitserkrankung von Arzneimitteln, Alkohol oder Drogen.

Patientenhinweis

Wann d√ľrfen Sie das Arzneimittel nur nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt einnehmen?

Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie das Arzneimittel nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwenden d√ľrfen. Befragen Sie bitte hierzu Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen fr√ľher einmal zutrafen.

Das Arzneimittel darf nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei krankhafter Muskelschw√§che (Myasthenia gravis), St√∂rungen der Bewegungskoordination (spinalen und zerebellaren Ataxien), bei akuter Vergiftung mit Alkohol oder zentral d√§mpfenden Arzneimitteln (z. B. Schlaf- oder Schmerzmitteln, Arzneimitteln zur Behandlung geistig-seelischer St√∂rungen wie Neuroleptika, Antidepressiva und Lithium) sowie bei Atemfunktionsst√∂rungen, z. B. zeitweiligem, vor√ľbergehendem Atemstillstand w√§hrend des Schlafes (Schlafapnoe-Syndrom) oder chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung.

Was ist bei Kindern und √§lteren Menschen zu ber√ľcksichtigen?

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten nicht mit dem Arzneimittel behandelt werden, au√üer bei einem dringenden Erfordernis einer Sedierung vor und nach operativen sowie vor diagnostischen Eingriffen. F√ľr Kinder unter 6 Jahren wird das Arzneimittel nicht empfohlen. Weitere Hinweise finden Sie im n√§chsten Abschnitt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.
Bei der Anwendung als Schlafmittel sollte gew√§hrleistet sein, dass eine ausreichende Schlafzeit (etwa 7 – 8 Stunden) zur Verf√ľgung steht. Wenn Sie sich an diese Empfehlung halten, lassen sich Nachwirkungen am folgenden Morgen (z. B. M√ľdigkeit, Beeintr√§chtigung des Reaktionsverm√∂gens) meist vermeiden. Lassen Sie sich bitte von Ihrem Arzt unter Ber√ľcksichtigung Ihrer jeweiligen Lebenssituation (z. B. Berufst√§tigkeit) weitere genaue Verhaltensanweisungen f√ľr den Alltag geben!

Zu Beginn der Behandlung sollte der behandelnde Arzt das jeweilige Ansprechen des Patienten auf das Medikament kontrollieren, um mögliche Überdosierungen möglichst schnell erkennen zu können.
Bei der Anwendung von Benzodiazepinen wurde √ľber schwere allergische Reaktionen berichtet. Es wurden F√§lle eines Angio√∂dems (Schwellung der Haut und / oder Schleimh√§ute) mit Beteiligung von Zunge, Kehlkopf oder des stimmbildenden Kehlkopfbereichs (Glottis) nach Einnahme der ersten Dosis oder weiterer Dosen von Benzodiazepinen berichtet. Bei manchen Patienten kam es unter Einnahme von Benzodiazepinen zu weiteren Symptomen wie Kurzatmigkeit (Dyspnoe), Zuschwellen des Rachens oder √úbelkeit und Erbrechen. Manche Patienten mussten als medizinischer Notfall behandelt werden. Falls ein Angio√∂dem mit Beteiligung von Zunge, Kehlkopf (Larynx) oder des stimmbildenden Kehlkopfbereichs (Glottis) auftritt, kann ein Verschluss der Atemwege auftreten und t√∂dlich verlaufen.
Bei Anwendung von Benzodiazepinen, einschließlich Lorazepam, kann es zu einer möglicherweise tödlich verlaufenden Atemdämpfung kommen.

Bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsst√∂rungen sowie bestehender Herzschw√§che (Herzinsuffizienz) und / oder erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie) ist aufgrund der h√§ufig zu beobachtenden h√∂heren Empfindlichkeit gegen√ľber der Wirkung dieser Arzneimittel Vorsicht geboten.

Wie bei allen Benzodiazepinen kann es bei Anwendung von Lorazepam zu einer Verschlechterung einer hepatischen Enzephalopathie (Gehirnerkrankung aufgrund eines Leberschadens) kommen. Deshalb sollte Lorazepam bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion und / oder Leberenzephalopathie mit Vorsicht angewendet werden.

Depressionen

Bei depressiven Patienten muss mit der Möglichkeit eines Hervortretens oder einer Verstärkung der depressiven Krankheitserscheinungen gerechnet werden. Eine Behandlung mit Benzodiazepinen kann bei diesen Patienten die Gefahr eines Selbstmords erhöhen; sie sollte nicht ohne ausreichende antidepressive Therapie erfolgen.

√Ąltere Patienten

√Ąltere oder geschw√§chte Patienten reagieren m√∂glicherweise empfindlicher auf die Wirkung des Arzneimittels und sollten deshalb w√§hrend der Therapie h√§ufiger kontrolliert werden. Zu Beginn der Behandlung sollte der behandelnde Arzt das jeweilige Ansprechen des Patienten auf das Medikament kontrollieren, um m√∂gliche √úberdosierungen m√∂glichst schnell erkennen zu k√∂nnen.
Bei älteren oder geschwächten Patienten wird eine niedrigere Dosis empfohlen.
Bei älteren Patienten ist wegen der Sturzgefahr, insbesondere bei nächtlichem Aufstehen, Vorsicht geboten.

Kinder

Kinder reagieren möglicherweise empfindlicher auf die Wirkung des Arzneimittels und sollten deshalb während der Therapie häufiger kontrolliert werden. Zu Beginn der Behandlung sollte der behandelnde Arzt das jeweilige Ansprechen des Patienten auf das Medikament kontrollieren, um mögliche Überdosierungen möglichst schnell erkennen zu können.

Psychische und paradoxe Reaktionen

Bei der Anwendung von Benzodiazepinen wurde gelegentlich √ľber das Auftreten von paradoxen Reaktionen berichtet. Mit solchen Reaktionen muss insbesondere bei Kindern und √§lteren Personen gerechnet werden. Beim Auftreten paradoxer Reaktionen sollte die Behandlung mit Lorazepam beendet werden.

Abhängigkeitsentwicklung

Lorazepam hat eine suchtf√∂rdernde Eigenschaft (prim√§res Abh√§ngigkeitspotential). Bereits bei t√§glicher Einnahme des Arzneimittels √ľber wenige Wochen besteht die Gefahr einer psychischen und k√∂rperlichen Abh√§ngigkeitsentwicklung. Dies gilt nicht nur f√ľr den missbr√§uchlichen Gebrauch besonders hoher Dosen, sondern auch f√ľr den therapeutischen Dosisbereich. Das Risiko steigt mit der Einnahmedauer und der Dosis und ist h√∂her bei Patienten mit Alkohol- oder Arzneimittelmissbrauch in der Vorgeschichte sowie bei Patienten mit massiven Pers√∂nlichkeitsst√∂rungen. Grunds√§tzlich sollten Benzodiazepine nur f√ľr kurze Zeitr√§ume (max. 4 Wochen) verordnet werden. Eine fortgesetzte Anwendung sollte nur, wenn sie zwingend angezeigt ist, nach sorgf√§ltiger Abw√§gung des Behandlungsnutzens gegen das Risiko von Gew√∂hnung und Abh√§ngigkeit erfolgen. Eine Langzeitanwendung des Arzneimittels wird nicht empfohlen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen, Arbeiten ohne sicheren Halt

Auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch des Arzneimittels sollten Sie, insbesondere während der ersten Tage der Behandlung, mit Einschränkungen Ihres Reaktionsvermögens rechnen. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell genug reagieren. Fahren Sie nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine gefährlichen elektrischen Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt! Beachten Sie besonders, dass Alkohol Ihr Reaktionsvermögen noch weiter verschlechtert.
Die Entscheidung dar√ľber, inwieweit eine aktive Teilnahme am Stra√üenverkehr oder andere gefahrvolle T√§tigkeiten m√∂glich sind, trifft der behandelnde Arzt unter Ber√ľcksichtigung Ihrer individuellen Reaktion und der Dosierung.

Schwangerschaftshinweis

Schwangerschaft

In der Schwangerschaft sollte das Arzneimittel nicht eingenommen werden.
Eine w√§hrend der Behandlung mit dem Arzneimittel eintretende Schwangerschaft sollten Sie dem behandelnden Arzt sofort mitteilen, damit er √ľber ein Absetzen der Behandlung entscheiden kann. Informieren Sie Ihren Arzt bitte auch, wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu werden.
Ein l√§ngerfristiger Gebrauch des Arzneimittels durch die Schwangere kann zu Entzugserscheinungen beim Neugeborenen f√ľhren. Wird das Arzneimittel gegen Ende der Schwangerschaft oder w√§hrend der Geburt verabreicht, k√∂nnen beim S√§ugling verminderte Aktivit√§t, herabgesetzte Muskelspannung, Abnahme der K√∂rpertemperatur und / oder des Blutdrucks (Hypothermie, Hypotonie), Atemd√§mpfung, Apnoe sowie Trinkschw√§che auftreten (sog. ‚Äěfloppy infant syndrome“).

Stillzeit

Da der Wirkstoff des Arzneimittels in die Muttermilch √ľbergeht, sollte es nicht w√§hrend der Stillzeit eingenommen werden, es sei denn, dass der zu erwartende Nutzen das potentielle Risiko f√ľr den S√§ugling √ľbersteigt. Bei Einnahme des Arzneimittels w√§hrend der Stillzeit k√∂nnen beim S√§ugling Sedierung und Saugschw√§che auftreten. Eine √§rztliche √úberwachung des S√§uglings wird empfohlen.

Dosierung von Lorazepam 1mg

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die Dosierung und Dauer der Anwendung m√ľssen an das jeweilige Ansprechen auf die Behandlung, an das Anwendungsgebiet und die Schwere der Krankheit angepasst werden. Hierbei gilt der Grundsatz, die Dosis so klein und die Dauer der Behandlung so kurz wie m√∂glich zu halten.

Dosierung

Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da das Arzneimittel sonst nicht richtig wirken kann! Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt das Arzneimittel nicht anders verordnet:

Behandlung von Angst-, Spannungs- und Erregungszuständen sowie dadurch bedingten Schlafstörungen

Die Tagesdosis betr√§gt bei Erwachsenen in der Regel ¬Ĺ bis 2¬Ĺ Tabletten (entsprechend 0,5 – 2,5 mg Lorazepam), verteilt auf 2 bis 3 Einzelgaben oder als abendliche Einmaldosis. Im Einzelfall, speziell im Krankenhaus, kann der Arzt die Tagesdosis unter Ber√ľcksichtigung aller Vorsichtshinweise auf maximal 7,5 mg Lorazepam erh√∂hen. Daf√ľr stehen Zubereitungen mit h√∂herer Einzeldosis zur Verf√ľgung.
Stehen behandlungsbed√ľrftige Schlafst√∂rungen im Vordergrund, kann die Tagesdosis (¬Ĺ bis 2¬Ĺ Tabletten, entsprechend 0,5 – 2,5 mg Lorazepam) als Einmalgabe etwa eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

Beruhigung vor diagnostischen sowie vor und nach operativen Eingriffen

Bei Erwachsenen 1 bis 2¬Ĺ Tabletten (entsprechend 1 – 2,5 mg Lorazepam) am Vorabend und / oder 2 bis 4 Tabletten (entsprechend 2 – 4 mg Lorazepam) etwa eine bis zwei Stunden vor dem Eingriff. Auch daf√ľr stehen Zubereitungen mit einer h√∂heren Einzeldosis zur Verf√ľgung. Nach dem Eingriff 1 bis 2¬Ĺ Tabletten (entsprechend 1 – 2,5 mg Lorazepam) in geeigneten Zeitabst√§nden.
Bei Kindern ist die Dosis entsprechend herabzusetzen, Einzelgaben sollten ¬Ĺ bis 1 Tablette (0,5 – 1 mg Lorazepam bzw. 0,05 mg pro kg K√∂rpergewicht) nicht √ľberschreiten.
Bei älteren oder geschwächten Patienten sollte die anfängliche Tagesgesamtdosis um ca. 50 % gesenkt werden. Die Dosis ist vom Arzt entsprechend der erforderlichen Wirkung und der Verträglichkeit im Einzelfall einzustellen.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt festgelegt. Bei akuten Erkrankungen sollte die Anwendung von des Arzneimittels auf Einzelgaben oder wenige Tage beschränkt werden. Bei chronischen Krankheiten richtet sich die Dauer der Anwendung nach dem Verlauf. Nach zweiwöchiger täglicher Einnahme sollte vom Arzt bei einer schrittweisen Verringerung der Dosis geklärt werden, ob eine Behandlung mit dem Arzneimittel weiterhin angezeigt ist.
Zu beachten ist, dass nach l√§ngerer Anwendungsdauer (l√§nger als 1 Woche) und pl√∂tzlichem Absetzen des Arzneimittels Schlafst√∂rungen, Angst- und Spannungszust√§nde, innere Unruhe und Erregung vor√ľbergehend verst√§rkt wieder auftreten k√∂nnen. Daher sollte die Behandlung nicht pl√∂tzlich, sondern durch schrittweise Verringerung der Dosis beendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn nach Einnahme gr√∂√üerer Arzneimittelmengen ein Verdacht auf eine Vergiftung besteht, ist umgehend ein Arzt zu benachrichtigen. Dabei sind telefonische Erste-Hilfe-Anweisungen zu beachten. Ohne ausdr√ľckliche Anweisung kein Erbrechen ausl√∂sen!
Zeichen einer Überdosierung sind: Benommenheit, Verwirrtheit, Schläfrigkeit, verminderte Atmung, Störungen des Bewegungsablaufs (der Bewegungskoordination), Teilnahmslosigkeit und in schweren Fällen Bewusstlosigkeit.

Wenn Sie die Einnahme vergessen haben

Wenn Sie einmal eine Tablette vergessen, nehmen Sie beim n√§chsten Mal das Arzneimittel wie √ľblich ein. Es ist nicht erforderlich, vergessene Tabletten nachtr√§glich einzunehmen.

Wenn Sie die Einnahme abbrechen

Sie sollten die Behandlung niemals eigenm√§chtig unterbrechen oder beenden, es sei denn, Sie vermuten eine schwerwiegende Nebenwirkung. In diesem Fall sollten Sie sofort R√ľcksprache mit Ihrem behandelnden Arzt nehmen
Wenn Sie die Behandlung nach länger dauernder Einnahme plötzlich abbrechen, können die erwähnten Absetzerscheinungen auftreten. Zur Vermeidung dieser Erscheinungen wird die Behandlung durch schrittweise Verringerung der Dosis beendet.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Nebenwirkungen

Psychopharmaka BildWie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Nebenwirkungen sind besonders zu Beginn der Behandlung, bei zu hoher Dosierung und bei den oben unter ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen“ erw√§hnten Patientengruppen zu erwarten.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Sedierung, M√ľdigkeit, Benommenheit

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Bewegungs- und Gangunsicherheit (Ataxie), Verwirrtheit, Depression, Hervortreten einer Depression, Schwindelgef√ľhl
  • Muskelschw√§che
  • Mattigkeit

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • √Ąnderungen des geschlechtlichen Verlangens, Impotenz, verminderter Orgasmus
  • √úbelkeit

Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)

  • anterograde Amnesie
  • leichter Blutdruckabfall
  • Verstopfung, Ver√§nderung der Speichelsekretion

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen)

  • √úberempfindlichkeitsreaktionen, einschlie√ülich anaphylaktische/-oide Reaktionen
  • unangemessene Aussch√ľttung des antidiuretischen Hormons (SIADH)
  • erniedrigte Natriumblutspiegel (Hyponatri√§mie)
  • Absenkung der K√∂rpertemperatur (Hypothermie)

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Blutbildver√§nderungen (Thrombopenie, Agranulozytose, Panzytopenie)
  • Angio√∂dem (Schwellung der Haut und / oder Schleimh√§ute)
  • Verl√§ngerte Reaktionszeiten, St√∂rungen der Bewegungsabl√§ufe (extrapyramidale Symptome), Zittern, Schwindel,
  • Sehst√∂rungen (Doppeltsehen, verschwommenes Sehen), Artikulationsst√∂rungen/undeutliches Sprechen, Kopfschmerzen, Krampfanf√§lle / Kr√§mpfe, Enthemmung, Euphorie, Koma, Suizidgedanken / -versuch, eingeschr√§nkte Aufmerksamkeit / Konzentration, Gleichgewichtsst√∂rungen; paradoxe Reaktionen wie z.B. Angst, Erregungszust√§nde, Aufgeregtheit, aggressives Verhalten (Feindseligkeit, Aggression, Wut), Schlafst√∂rungen / Schlaflosigkeit, sexuelle Erregung, Trugbilder. Beim Auftreten derartiger Reaktionen sollte die Behandlung mit dem Arzneimittel beendet werden.
  • Atemd√§mpfung (Ausma√ü dosisabh√§ngig), Luftnot (Apnoe), Verschlechterung einer Schlaf-Apnoe (zeitweiser Atemstillstand w√§hrend des Schlafes), Verschlechterung einer obstruktiven Lungenerkrankung (Atemwegsverengung)
  • Gelbsucht, anormale Leberfunktionstests (einschlie√ülich Bilirubinanstieg, Anstieg der Transaminasen, Anstieg der alkalischen Phosphatase)
  • Allergische Hautreaktionen, Haarausfall
  • Sturzgefahr (insbesondere bei √§lteren Patienten oder wenn Lorazepam nicht nach Vorschrift eingenommen wurde)
  • Benzodiazepine bewirken eine dosisabh√§ngige zentralnerv√∂se D√§mpfung.

Bereits nach einer Behandlungsdauer von wenigen Tagen mit t√§glicher Einnahme des Arzneimittels k√∂nnen nach Absetzen der Therapie, besonders wenn dieses pl√∂tzlich erfolgt, Entzugserscheinungen (z. B. Schlafst√∂rungen, vermehrtes Tr√§umen) auftreten. Angst, Spannungszust√§nde sowie Erregung und innere Unruhe k√∂nnen sich verst√§rkt wieder einstellen. Weitere Symptome, die nach Absetzen von Benzodiazepinen berichtet wurden, umfassen Kopfschmerzen, Depression, Verwirrtheit, Reizbarkeit, Schwitzen, gedr√ľckte Stimmung (Dysphorie), Schwindelgef√ľhl, Realit√§tsverlust, Verhaltensst√∂rungen, √ľbersteigerte Ger√§uschwahrnehmung, Taubheitsgef√ľhl und Kribbeln in den Gliedma√üen, √úberempfindlichkeit gegen√ľber Licht, L√§rm und Ber√ľhrung, Wahrnehmungsst√∂rungen, unwillk√ľrliche Bewegungen, √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Halluzinationen/Delirium, Krampfanf√§lle / Kr√§mpfe, Zittern, Bauchkr√§mpfe, Muskelschmerzen, Erregungszust√§nde, Herzklopfen, beschleunigter Puls, Panikattacken, Schwindel, √ľbersteigerte Reflexe, Verlust des Kurzzeitged√§chtnisses und Fieber. Bei chronischer Anwendung des Arzneimittels bei Epilepsie-Kranken oder bei Einnahme von anderen Arzneimitteln, die die Krampfschwelle herabsetzen (z. B. Antidepressiva), kann das pl√∂tzliche Absetzen vermehrt Krampfanf√§lle ausl√∂sen. Die Gefahr von Entzugserscheinungen steigt mit der vorausgegangenen Einnahmedauer und Dosis. Durch eine allm√§hliche Dosisverringerung lassen sich diese Erscheinungen meist vermeiden.

Es gibt Hinweise f√ľr eine Toleranzentwicklung (Dosissteigerung aufgrund von Gew√∂hnung) gegen√ľber der sedierenden Wirkung von Benzodiazepinen.
Lorazepam hat ein Missbrauchspotential. Gefährdet sind insbesondere Patienten mit Arzneimittel- und / oder Alkoholmissbrauch in der Vorgeschichte.

Welche Maßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?

Viele der genannten Nebenwirkungen klingen im weiteren Verlauf der Behandlung oder bei einer Verringerung der Dosis wieder ab. Wenn Nebenwirkungen bestehen bleiben, informieren Sie bitte Ihren Arzt, der √ľber eine Beendigung der Behandlung entscheiden sollte. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn bei Ihnen nicht erkl√§rbare Hautausschl√§ge, Hautverf√§rbungen oder Schwellungen auftreten.
Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht aufgef√ľhrt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu kl√§ren, ob eine Wechselwirkung f√ľr Sie tats√§chlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker k√∂nnen Ihre individuellen Risikofaktoren f√ľr eine Wechselwirkung absch√§tzen. Falls notwendig k√∂nnen Arzt oder Apotheker entsprechende Ma√ünahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Es sind Wechselwirkungen zwischen „Lorazepam 1mg“ und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu kl√§ren, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit „Lorazepam 1mg“ kommen kann.

Letzte Bearbeitung am Sonntag, 26. März 2023 Р10:52 Uhr von Alex, Webmaster psychopharmakon.de.

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