Abilify Beipackzettel und Nebenwirkungen

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Abilify Beipackzettel

Zu Abilify Nebenwirkungen und Wirkung – Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen.

Medikament Tabeletten Bild

Anwendungsgebiete von Abilify 5mg

Das Arzneimittel enthĂ€lt den Wirkstoff Aripiprazol und gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Antipsychotika genannt werden. Es wird angewendet fĂŒr die Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen ab 15 Jahre, die an einer Krankheit leiden, die gekennzeichnet ist durch Symptome wie das Hören, Sehen oder FĂŒhlen von Dingen, die nicht vorhanden sind, Misstrauen, Wahnvorstellungen, unzusammenhĂ€ngende Sprache, wirres Verhalten und verflachte Stimmungslage. Menschen mit dieser Krankheit können auch deprimiert sein, sich schuldig fĂŒhlen, Ă€ngstlich oder angespannt sein.
Das Arzneimittel wird angewendet bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 13 Jahre zur Behandlung eines Zustands mit ĂŒbersteigertem HochgefĂŒhl, dem GefĂŒhl ĂŒbermĂ€ĂŸige Energie zu haben, viel weniger Schlaf zu brauchen als gewöhnlich, sehr schnellem Sprechen mit schnell wechselnden Ideen und manchmal starker Reizbarkeit. Bei Erwachsenen verhindert es auch, dass dieser Zustand bei Patienten wieder auftritt, die auf die Behandlung mit dem Arzneimittel angesprochen haben.

AnwendungsbeschrÀnkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von Abilify 5mg

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Aripiprazol oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Patientenhinweis

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, wenn Sie an Folgendem leiden:

  • Hoher Blutzucker (gekennzeichnet durch Symptome wie ĂŒbermĂ€ĂŸiger Durst, Ausscheiden großer Harnmengen, Appetitsteigerung und SchwĂ€chegefĂŒhl) oder FĂ€lle von Diabetes (Zuckerkrankheit) in der Familie
  • Anfallsleiden
  • UnwillkĂŒrliche, unregelmĂ€ĂŸige Muskelbewegungen, insbesondere im Gesicht
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder FĂ€lle von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Familie, Schlaganfall oder vorĂŒbergehende Mangeldurchblutung des Gehirns (transitorische ischĂ€mische Attacke/TIA), ungewöhnlicher Blutdruck
  • Blutgerinnsel oder FĂ€lle von Blutgerinnseln in der Familie, da Antipsychotika mit der Bildung von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht werden
  • bereits aus der Vergangenheit bekannte Spielsucht

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an Gewicht zunehmen, wenn Sie ungewöhnliche Bewegungen entwickeln, wenn Sie eine SchlĂ€frigkeit verspĂŒren, die sich auf die normalen tĂ€glichen AktivitĂ€ten auswirkt, wenn Sie bemerken, dass Ihnen das Schlucken Schwierigkeiten bereitet, oder wenn Sie allergische Symptome haben.

Wenn Sie als Ă€lterer Patient an Demenz (Verlust des GedĂ€chtnisses oder anderer geistiger FĂ€higkeiten) leiden, sollten Sie oder ein Pfleger/ein Verwandter Ihrem Arzt mitteilen, ob Sie jemals einen Schlaganfall oder eine vorĂŒbergehende Mangeldurchblutung des Gehirns hatten.

Informieren Sie unverzĂŒglich Ihren Arzt, wenn Sie daran denken oder sich danach fĂŒhlen, sich etwas anzutun. Selbsttötungsgedanken und entsprechendes Verhalten wurden wĂ€hrend der Behandlung mit Aripiprazol berichtet.

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie an Muskelsteifigkeit oder Steifheit verbunden mit hohem Fieber, Schwitzen, verĂ€ndertem Geisteszustand oder sehr schnellem oder unregelmĂ€ĂŸigem Herzschlag leiden.

Kinder und Jugendliche

Das Arzneimittel ist nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 13 Jahre bestimmt. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Sie dĂŒrfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, bis Sie wissen, wie das Arzneimittel bei Ihnen wirkt.

Schwangerschaftshinweis

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Schwangerschaft

Bei neugeborenen Babies von MĂŒttern, die das Arzneimittel im letzten Trimenon (letzte drei Monate der Schwangerschaft) einnahmen, können folgende Symptome auftreten: Zittern, Muskelsteifheit und/oder -schwĂ€che, SchlĂ€frigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen. Wenn Ihr Baby eines dieser Symptome entwickelt, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.

Stillzeit

Informieren Sie Ihren Arzt umgehend, wenn Sie stillen.
Wenn Sie das Arzneimittel einnehmen, sollten Sie nicht stillen.

Dosierung von Abilify 5mg

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die empfohlene Dosis fĂŒr Erwachsene betrĂ€gt 15 mg einmal tĂ€glich. Ihr Arzt kann Ihnen jedoch eine niedrigere oder höhere Dosis bis zu maximal 30 mg einmal tĂ€glich verschreiben.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Es kann mit Aripiprazol in einer niedrigen Dosierung mit der (flĂŒssigen) Formulierung als Lösung zum Einnehmen begonnen werden. Die Dosis kann allmĂ€hlich auf die empfohlene Dosis fĂŒr Jugendliche von 10 mg einmal tĂ€glich gesteigert werden. Ihr Arzt kann Ihnen jedoch eine niedrigere oder höhere Dosis bis zu maximal 30 mg einmal tĂ€glich verschreiben.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.
Auch wenn Sie sich besser fĂŒhlen, verĂ€ndern oder setzen Sie die tĂ€gliche Dosis des Arzneimittels nicht ab, ohne Ihren Arzt vorher zu fragen.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie feststellen, dass Sie mehr Tabletten eingenommen haben als von Ihrem Arzt empfohlen (oder wenn jemand anders einige Ihrer Tabletten eingenommen hat), kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt. Wenn Sie Ihren Arzt nicht erreichen können, suchen Sie das nÀchste Krankenhaus auf und nehmen Sie die Packung mit.

Wenn Sie die Einnahme vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie daran denken, nehmen Sie jedoch nicht an einem Tag die doppelte Dosis ein.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Nebenwirkungen

Psychopharmaka BildWie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

HĂ€ufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Patienten betreffen):

Unkontrollierbare Zuckbewegungen, Kopfschmerzen, MĂŒdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, ein unangenehmes GefĂŒhl im Magen, Verstopfung, vermehrte Speichelproduktion, Benommenheit, Schlafprobleme, Ruhelosigkeit, AngstgefĂŒhl, SchlĂ€frigkeit, Zittern und verschwommenes Sehen.

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Patienten betreffen):

Einige Personen können sich schwindelig fĂŒhlen, besonders wenn sie aus einer liegenden oder sitzenden Position aufstehen, oder sie können einen beschleunigten Puls feststellen oder doppeltsehen.
Einige Patienten können sich deprimiert fĂŒhlen.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden seit der MarkteinfĂŒhrung des Arzneimittels berichtet, aber die HĂ€ufigkeit, mit der diese auftreten, ist nicht bekannt (die HĂ€ufigkeit kann aus den vorhandenen Daten nicht kalkuliert werden):

VerĂ€nderungen der Werte bestimmter Blutzellen; ungewöhnlicher Herzschlag, plötzlicher unerklĂ€rbarer Tod, Herzanfall; allergische Reaktion (z.B. Anschwellungen im Mund- und Rachenraum, Anschwellen der Zunge und des Gesichts, Jucken, Ausschlag); hoher Blutzucker, Beginn oder Verschlechterung von Diabetes (Zuckerkrankheit), Ketoazidose (Ausscheidung von Ketonen ins Blut und in den Urin) oder Koma, erniedrigte Natriumspiegel im Blut; Gewichtszunahme, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit; NervositĂ€t, gesteigerte Unruhe; AngstgefĂŒhl, Spielsucht; Selbsttötungsgedanken, Selbsttötungsversuch und Selbsttötung; Sprachstörungen, Krampfanfall, Serotonin-Syndrom (eine Reaktion, die GlĂŒcksgefĂŒhle, SchlĂ€frigkeit, SchwerfĂ€lligkeit, Ruhelosigkeit, TrunkenheitsgefĂŒhl, Fieber, Schwitzen oder steife Muskeln verursachen kann), Kombination aus Fieber, Muskelsteifheit, beschleunigtem Atmen, Schwitzen, verringertem Bewusstseinszustand und plötzlicher VerĂ€nderung des Blutdrucks und Pulsschlags, Ohnmacht, hoher Blutdruck; Blutgerinnsel in den Venen, insbesondere in den Beinen (Symptome beinhalten Schwellungen, Schmerzen und Rötung im Bein), die durch die BlutgefĂ€ĂŸe zu den Lungen gelangen und dort Brustschmerzen und Atembeschwerden verursachen können (wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, holen Sie sofort medizinischen Rat ein); Verkrampfung der Stimmritze, versehentliches Inhalieren von Nahrung mit Gefahr einer LungenentzĂŒndung, Schluckbeschwerden; EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse, Leberversagen, LeberentzĂŒndung, GelbfĂ€rbung der Haut und des Augapfels, Berichte ĂŒber abnormale Leberwerte; Bauch- und Magenbeschwerden, Durchfall; Hautausschlag und Lichtempfindlichkeit, ungewöhnlicher Haarausfall oder schĂŒtteres Haar, ĂŒbermĂ€ĂŸiges Schwitzen; Steifheit oder KrĂ€mpfe, Muskelschmerzen, SchwĂ€che; ungewollter Harnabgang, Schwierigkeiten beim Wasserlassen; lĂ€nger andauernde und/oder schmerzhafte Erektion; Schwierigkeiten, die Körperkerntemperatur unter Kontrolle zu halten oder Überhitzung, Brustschmerzen und Anschwellen der HĂ€nde, Fußknöchel oder FĂŒĂŸe.

Bei Ă€lteren Patienten mit Demenz wurden wĂ€hrend der Einnahme von Aripiprazol mehr TodesfĂ€lle berichtet. Außerdem wurden FĂ€lle von Schlaganfall oder vorĂŒbergehender Mangeldurchblutung des Gehirns berichtet.

ZusÀtzliche Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen

Die Nebenwirkungen bei Jugendlichen ab 13 Jahre waren in HĂ€ufigkeit und Art Ă€hnlich denen bei Erwachsenen mit dem Unterschied, dass SchlĂ€frigkeit, unkontrollierbare Zuckbewegungen, Unruhe und MĂŒdigkeit sehr hĂ€ufig auftraten (mehr als 1 von 10 Patienten) und Oberbauchschmerzen, ein TrockenheitsgefĂŒhl im Mund, erhöhte Herzfrequenz, Gewichtszunahme, gesteigerter Appetit, Muskelzucken, unkontrollierte Bewegungen der Gliedmaßen und SchwindelgefĂŒhl, besonders beim Aufrichten aus dem Liegen oder Sitzen, hĂ€ufig auftraten (mehr als bei 1 von 100 Patienten).
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verÀndert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hÀngt von verschiedenen Faktoren ab.

Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klĂ€ren, ob eine Wechselwirkung fĂŒr Sie tatsĂ€chlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren fĂŒr eine Wechselwirkung abschĂ€tzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Es sind Wechselwirkungen zwischen „Abilify 5mg“ und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klĂ€ren, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit „Abilify 5mg“ kommen kann.

Letzte Bearbeitung am Sonntag, 26. MĂ€rz 2023 – 10:56 Uhr von Alex, Webmaster psychopharmakon.de.

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