Methylphenidat Beipackzettel und Nebenwirkungen

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Methylphenidat Beipackzettel

Zu Methylphenidat Nebenwirkungen und Wirkung – Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen.

Medikament Tabeletten Bild

Anwendungsgebiete von Methylphenidat 10mg Tabletten

Das Arzneimittel wird zur Behandlung der „Aufmerksamkeitsdefizit-/HyperaktivitĂ€tsstörung“ (ADHS) angewendet.
Es wird bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren angewendet.
Es wird erst dann eingesetzt, nachdem bereits andere Therapieformen ohne Arzneimittel, wie z.B. Beratung und Verhaltenstherapie, zur Anwendung kamen.
Es darf bei Kindern unter 6 Jahren bzw. bei Erwachsenen nicht zur Behandlung von ADHS angewendet werden. Zu Sicherheit und Nutzen einer Therapie mit diesem Arzneimittel bei diesen Patientengruppen liegen keine Daten vor.

Wie wirkt das Arzneimittel?

Es stimuliert bestimmte Bereiche des Gehirns, deren AktivitÀt zu gering ist. Das Arzneimittel kann dazu beitragen, die Aufmerksamkeit (Aufmerksamkeitsdauer) und Konzentration zu verbessern und impulsives Verhalten zu verringern.
Das Arzneimittel wird als Bestandteil eines Behandlungsprogramms verordnet, das normalerweise aus folgenden Bereichen besteht:

  • psychologische,
  • pĂ€dagogische und
  • soziale Maßnahmen.

Es darf nur von einem Spezialisten fĂŒr Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen verschrieben werden und nur unter dessen Aufsicht durchgefĂŒhrt werden. Mit Hilfe der begleitenden Behandlungsprogramme kann man ADHS besser in den Griff bekommen.

Zum Thema ADHS

Kinder und Jugendliche mit ADHS finden es schwer:

  • still zu sitzen und
  • sich zu konzentrieren.

Sie sind aber nicht daran schuld, dass sie dies nicht können.

Viele Kinder und Jugendliche strengen sich an, dieses zu tun, aber aufgrund von ADHS können sie im Alltag Probleme haben. Es kann vorkommen, dass Kinder und Jugendliche Schwierigkeiten beim Lernen und Erledigen der Hausaufgaben haben. Es fÀllt ihnen schwer, sich zu Hause, in der Schule und an anderen Orten ordentlich zu benehmen.
ADHS hat keinen Einfluss auf die Intelligenz eines Kindes oder Jugendlichen.

AnwendungsbeschrÀnkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von Methylphenidat 10mg Tabletten

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn Sie oder Ihr Kind

  • allergisch (ĂŒberempfindlich) gegen Methylphenidat oder einen der genannten sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind.
  • bei Funktionsstörungen der SchilddrĂŒse
  • bei erhöhtem Augeninnendruck (Glaukom)
  • bei einem Tumor der Nebennieren (PhĂ€ochromozytom)
  • bei Essstörungen, wenn Sie keinen Hunger haben oder nichts essen möchten – wie z. B. „Anorexia nervosa“ (Magersucht).
  • bei sehr hohem Blutdruck oder einer Verengung der BlutgefĂ€ĂŸe, die Schmerzen in Armen und Beinen auslösen kann.
  • bei Herzerkrankungen in der Vorgeschichte – wie Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Schmerzen und EngegefĂŒhl in der Brust, Herzinsuffizienz, Herzerkrankungen oder angeborenem Herzfehler – bei bestehenden GefĂ€ĂŸerkrankungen des Gehirns – wie z. B. einem Schlaganfall, Ausweitung und SchwĂ€chung eines Teiles eines BlutgefĂ€ĂŸes (Aneurysma), verengte oder blockierte BlutgefĂ€ĂŸe bzw. EntzĂŒndungen von BlutgefĂ€ĂŸen (Vaskulitis)
  • wenn vor Kurzem oder innerhalb der letzten 14 Tage ein Antidepressivum (wie z. B. ein Monoaminoxidase-Hemmer) eingenommen wurde

bei psychiatrischen Erkrankungen wie:

  • einer ‚psychopathischen Erkrankung‘ oder einer ‚Borderline-Persönlichkeitsstörung‘
  • abnormalem Denken oder Visionen bzw. einer Krankheit, die ‚Schizophrenie‘ genannt wird

Anzeichen schwerwiegender Störungen der GemĂŒtsverfassung wie:

  • Suizidgedanken
  • schwere Depression, bei der Sie sich sehr traurig, wertlos und hoffnungslos fĂŒhlen
  • Manie, bei der Sie sich ungewöhnlich erregbar, hyperaktiv und ungehemmt fĂŒhlen.

Beginnen Sie mit der Einnahme nicht, wenn einer der vorstehenden Punkte auf Sie oder Ihr Kind zutrifft.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie oder Ihr Kind Methylphenidat einnehmen, denn diese Beschwerden können sich durch die Einnahme von Methylphenidat verstÀrken.

Patientenhinweis

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, wenn Sie oder Ihr Kind:

  • unter Leber- oder Nierenfunktionsstörungen leiden
  • Schluckbeschwerden oder Probleme beim Schlucken ganzer Tabletten haben
  • eine Verengung oder Verschluss des Darms oder der Speiseröhre vorliegt
  • unter AnfĂ€llen (KrĂ€mpfe, Epilepsie) oder auffĂ€lligen Befunden bei der Messung der Hirnströme (EEG) litten
  • Alkohol missbrĂ€uchlich genommen haben oder eine Sucht in Bezug auf Alkohol, verschreibungspflichtige Arzneimittel oder Drogen bestand
  • weiblich sind und die Menstruation eingesetzt hat
  • unter schwer zu kontrollierenden, wiederholten Zuckungen eines Körperteils leiden bzw. stĂ€ndig Töne oder Wörter wiederholen.
  • unter hohem Blutdruck leiden.
  • an einer Herzerkrankung leiden, die nicht in der Kategorie „Kontraindikation“ aufgefĂŒhrt ist.

eine psychiatrische Erkrankung vorliegt, die nicht in der Kategorie „Kontraindikation“ aufgefĂŒhrt ist. Andere psychiatrische Erkrankungen umfassen:

  • Stimmungsschwankungen (von manisch zu depressiv – sogenannte „bipolare Störungen“)
  • neu einsetzendem aggressivem oder feindseligem Verhalten oder wenn sich eine Aggression verschlimmert
  • Sehen, Hören bzw. FĂŒhlen von Dingen, die nicht da sind (Halluzinationen)
  • Dinge zu glauben, die nicht wahr sind (Wahnvorstellungen)
  • ungewöhnlichen VerdĂ€chtigungen (Paranoia)
  • Erregtheit, Angst oder Anspannung
  • Niedergeschlagenheit oder SchuldgefĂŒhlen.
  • bei beginnender PubertĂ€t.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn einer der vorgenannten Punkte auf Sie oder Ihr Kind zutrifft, bevor Sie mit der Behandlung beginnen, denn diese Probleme können sich unter Methylphenidat verschlimmern. Ihr Arzt wird sorgfĂ€ltig ĂŒberwachen, wie das Arzneimittel bei Ihnen bzw. Ihrem Kind wirkt.
ÜberprĂŒfungen, die Ihr Arzt durchfĂŒhrt, bevor Sie bzw. Ihr Kind mit der Einnahme von Methylphenidat beginnen können

Diese ÜberprĂŒfungen sind Voraussetzung dafĂŒr, um entscheiden zu können, ob Methylphenidat das richtige Arzneimittel fĂŒr Sie bzw. Ihr Kind ist. Ihr Arzt wird mit Ihnen ĂŒber folgende Punkte sprechen:

  • andere Arzneimittel, die Sie bzw. Ihr Kind einnehmen
  • ob es in der Familie in der Vorgeschichte zu plötzlichen unerklĂ€rlichen TodesfĂ€llen gekommen ist
  • jegliche andere Gesundheitsbeschwerden (wie Herzerkrankungen), die bei Ihnen oder in Ihrer Familie eventuell aufgetreten sind
  • wie Sie bzw. Ihr Kind sich fĂŒhlen, z. B. hochgestimmt oder niedergeschlagen, bei Ihnen bzw. Ihrem Kind seltsame Gedanken oder eventuell in letzter Zeit GefĂŒhle dieser Art aufgetreten sind.
  • ob es eine familiĂ€re Vorgeschichte im Hinblick auf „Tics“ gibt (schwer zu kontrollierendes, sich wiederholende Zuckungen eines Körperteils oder das Wiederholen von Lauten und Worten)
  • jegliche psychiatrische AuffĂ€lligkeit oder VerhaltensauffĂ€lligkeit, die eventuell je bei Ihnen, Ihrem Kind oder einem Familienmitglied aufgetreten ist. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, ob bei Ihnen oder Ihrem Kind das Risiko fĂŒr Stimmungsschwankungen besteht (von manisch zu depressiv – sogenannte „bipolare Störungen“). Er wird Ihre bzw. die psychiatrische Vorgeschichte Ihres Kindes prĂŒfen und sich danach erkundigen, ob jemand in der Familie eventuell Suizid begangen hat bzw. unter bipolaren Störungen oder Depression litt.

Es ist wichtig, dass Sie ihm so viele Informationen geben, wie möglich. Dies hilft Ihrem Arzt zu entscheiden, ob Methylphenidat das richtige Arzneimittel fĂŒr Sie bzw. fĂŒr Ihr Kind ist. Ihr Arzt kann festlegen, dass weitere medizinische Untersuchungen notwendig sind, bevor Sie oder Ihr Kind mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen können.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Bei Einnahme von Methylphenidat kann es zu Schwindel, Konzentrations- bzw. Sehstörungen kommen. Wenn dies auftritt, kann es gefÀhrlich sein, am Verkehr teilzunehmen, Maschinen zu bedienen, Fahrrad zu fahren, zu reiten oder auf BÀume zu klettern.

Schwangerschaftshinweis

Es ist nicht bekannt, ob sich die Einnahme von Methylphenidat auf das ungeborene Kind auswirkt.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker vor der Einnahme von Methylphenidat, wenn Sie oder Ihre Tochter:
sexuell aktiv sind. Ihr Arzt wird mit Ihnen ĂŒber EmpfĂ€ngnisverhĂŒtung sprechen.
schwanger sind oder glauben, dass Sie bzw. Ihr Kind schwanger sein könnten. Ihr Arzt entscheidet dann, ob Sie bzw. Ihre Tochter Methylphenidat einnehmen sollten.
stillen oder vorhaben zu stillen. Es ist möglich, dass Methylphenidat in die Muttermilch ĂŒbergeht. Deshalb entscheidet Ihr Arzt, ob Sie oder Ihre Tochter wĂ€hrend der Einnahme von Methylphenidat stillen sollten.

Dosierung von Methylphenidat 10mg Tabletten

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Sie bzw. Ihr Kind sollten das Arzneimittel immer genau nach Anweisung des Arztes einnehmen. Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Ihr Arzt wird die Behandlung normalerweise mit einer niedrigen Dosierung beginnen und diese soweit erforderlich langsam steigern.
Die Tageshöchstdosis betrÀgt 60 mg.

Wenn Sie oder Ihr Kind sich nach einem Monat Behandlung nicht besser fĂŒhlen

Wenn Sie oder Ihr Kind sich nicht besser fĂŒhlen, informieren Sie Ihren Arzt. Er kann entscheiden, ob eine andere Behandlung notwendig ist.

Wenn das Arzneimittel nicht ordnungsgemĂ€ĂŸ eingenommen wird

Wenn das Arzneimittel nicht ordnungsgemĂ€ĂŸ eingenommen wird, kann dies zu abnormalem Verhalten fĂŒhren. Es kann auch bedeuten, dass Sie oder Ihr Kind anfangen, von dem Arzneimittel abhĂ€ngig zu werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen oder Ihrem Kind jemals ein Missbrauch oder eine AbhÀngigkeit von Alkohol, verschreibungspflichtigen Arzneimitteln oder Drogen aufgetreten ist.
Dieses Arzneimittel ist nur fĂŒr Sie bzw. Ihr Kind bestimmt. Geben Sie dieses Arzneimittel nicht an andere Personen weiter, auch wenn deren Beschwerden Ă€hnlich zu sein scheinen.

Wenn Sie bzw. Ihr Kind eine grĂ¶ĂŸere Menge eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie bzw. Ihr Kind zu viele Tabletten eingenommen haben, informieren Sie unverzĂŒglich einen Arzt bzw. rufen Sie sofort einen Krankenwagen. Geben Sie an, wie viele Tabletten eingenommen wurden.
Anzeichen einer Überdosierung sind: Übelkeit, Unruhe, Zittern, verstĂ€rkte unkontrollierte Bewegungen, Muskelzuckungen, KrampfanfĂ€lle (möglicherweise mit anschließendem Koma), extremes HochgefĂŒhl, Verwirrtheit, Sehen, FĂŒhlen oder Hören von Dingen, die nicht wirklich da sind (Halluzinationen), SchweißausbrĂŒche, Hitzewallungen, Kopfschmerzen, hohes Fieber, VerĂ€nderungen des Herzschlags (langsam, schnell oder unregelmĂ€ĂŸig), Bluthochdruck, erweiterte Pupillen sowie Nasen- und Mundtrockenheit.

Wenn Sie oder Ihr Kind die Einnahme vergessen haben

Nehmen Sie keinesfalls die doppelte Dosis ein, um eine vergessene Dosis nachzuholen. Wenn Sie oder Ihr Kind eine Dosis vergessen haben, warten Sie, bis die nÀchste Dosis fÀllig wird.

Wenn Sie oder Ihr Kind die Einnahme abbrechen
Wenn Sie oder Ihr Kind dieses Arzneimittel plötzlich absetzen, können die ADHS-Symptome zurĂŒckkehren oder es können sich unerwĂŒnschte Wirkungen wie Depression einstellen. Ihr Arzt möchte die Dosierung des Arzneimittels möglicherweise stufenweise reduzieren, bevor die Einnahme vollstĂ€ndig unterbrochen wird.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Einnahme unterbrechen.

Maßnahmen, die Ihr Arzt durchfĂŒhren wird, wenn Sie oder Ihr Kind mit diesem Arzneimittel behandelt werden

Ihr Arzt wird ein paar Untersuchungen durchfĂŒhren
bevor Sie oder Ihr Kind mit der Einnahme beginnen – um sicherzustellen, dass die Einnahme des Arzneimittels sicher ist und einen Nutzen bringt.
nachdem Sie oder Ihr Kind mit der Einnahme begonnen haben – wird er mindestens alle 6 Monate, eventuell aber auch öfter eine Untersuchung durchfĂŒhren. Dies erfolgt auch dann, wenn die Dosierung verĂ€ndert wurde.
diese Untersuchungen umfassen:

  • ÜberprĂŒfung des Appetits
  • Messen von Gewicht und GrĂ¶ĂŸe
  • Messen von Blutdruck und Herzfrequenz
  • ÜberprĂŒfung von Problemen mit der Stimmungslage, des psychiatrischen Zustands oder anderer auffĂ€lliger GefĂŒhle, bzw. ob sich diese unter der Einnahme verschlimmert haben.

Langfristige Behandlung

Das Arzneimittel muss nicht fĂŒr immer eingenommen werden. Wenn Sie bzw. Ihr Kind es lĂ€nger als ein Jahr eingenommen haben, sollte Ihr Arzt die Einnahme mindestens einmal jĂ€hrlich fĂŒr eine kurze Weile unterbrechen. Dies kann zum Beispiel wĂ€hrend der Schulferien erfolgen. Dabei zeigt sich, ob das Arzneimittel noch benötigt wird.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Nebenwirkungen

Psychopharmaka BildWie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen. Auch wenn manche Menschen Nebenwirkungen feststellen, finden die meisten Patienten, dass Methylphenidat Ihnen hilft. Ihr Arzt wird mit Ihnen ĂŒber diese Nebenwirkungen sprechen.
Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein. Wenn Sie an einer der folgenden Nebenwirkungen leiden, begeben Sie sich sofort in Àrztliche Behandlung:

HĂ€ufig (betrifft weniger als 1 von 10 Behandelten)

  • unregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag (Palpitationen)
  • Stimmungsschwankungen oder StimmungsumschwĂŒnge bzw. VerĂ€nderung der Persönlichkeit.

Gelegentlich (betrifft weniger als 1 von 100 Behandelten)

  • Suizidgedanken oder Suizidabsichten
  • Sehen, FĂŒhlen oder Hören von Dingen, die nicht wirklich da sind; dies sind Anzeichen einer Psychose
  • unkontrolliertes Sprechen und unkontrollierbare Körperbewegungen (Tourette-Syndrom)
  • Anzeichen fĂŒr eine Allergie wie Ausschlag, Juckreiz oder Nesselsucht der Haut, Anschwellen von Gesicht, Lippen, Zunge oder anderer Körperteile, Kurzatmigkeit, Keuchen oder Atembeschwerden.

Selten (betrifft weniger als 1 von 1000 Behandelten)

  • ungewöhnliche Erregtheit, HyperaktivitĂ€t und Hemmungslosigkeit (Manie).

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10.000 Behandelten)

  • Herzinfarkt
  • AnfĂ€lle (KrĂ€mpfe, Epilepsie
  • AbschĂ€len der Haut oder purpurrote Flecken
  • Muskelzuckungen, die nicht kontrolliert werden können und z. B. die Augen, den Kopf, den Hals, den Rumpf oder das Nervensystem betreffen – diese sind auf eine vorĂŒbergehende Durchblutungsstörung des Gehirns zurĂŒckzufĂŒhren.
  • LĂ€hmungserscheinungen oder Probleme bei Bewegungen und mit dem Sehvermögen, Sprachschwierigkeiten (dies können Anzeichen fĂŒr Probleme mit den BlutgefĂ€ĂŸen des Gehirns sein)
  • verminderte Anzahl der Blutzellen (rote und weiße Blutkörperchen, BlutplĂ€ttchen), was Sie anfĂ€lliger fĂŒr Infektionen macht und zu verstĂ€rkten Blutungen bzw. Bildung von BlutergĂŒssen fĂŒhrt.
  • ein plötzlicher Anstieg der Körpertemperatur, sehr hoher Blutdruck und schwere KrĂ€mpfe (‚Malignes Neuroleptisches Syndrom‘). Es ist nicht sicher, dass diese Nebenwirkung auf die Einnahme von Methylphenidat zurĂŒckzufĂŒhren ist, oder auf andere Arzneimittel, die in Kombination mit Methylphenidat eingenommen werden können.

Nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar)

  • unerwĂŒnschte Gedanken, die immer wieder zurĂŒckkehren
  • unerklĂ€rliche Ohnmacht, Schmerzen in der Brust, Kurzatmigkeit (dies können Anzeichen fĂŒr eine Herzerkrankung sein).

Wenn Sie eine der vorgenannten Nebenwirkungen bei sich feststellen, informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.
Weitere mögliche Nebenwirkungen sind nachfolgend aufgefĂŒhrt. Wenn diese Sie stĂ€rker beeintrĂ€chtigen sollten, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker:

Sehr hÀufig (betrifft mehr als 1 von 10 Behandelten)

  • Kopfschmerzen
  • NervositĂ€t
  • Schlafstörungen.

HĂ€ufig (betrifft weniger als 1 von 10 Behandelten)

  • Gelenksschmerzen
  • Mundtrockenheit
  • hohe Körpertemperatur (Fieber)
  • ungewöhnlicher Haarausfall oder dĂŒnner werdendes Haar
  • ungewöhnliche SchlĂ€frigkeit oder Benommenheit
  • Appetitverlust oder gesteigerter Appetit
  • Juckreiz, Ausschlag oder erhöhter, roter, juckender Ausschlag (Nesselsucht)
  • Husten, Halsschmerzen, Nasen- und Rachenreizungen
  • Bluthochdruck, schneller Herzschlag (Tachykardie)
  • Schwindel, unkontrollierbare Bewegungen, außergewöhnlich aktives Verhalten
  • aggressives, erregtes, Ă€ngstliches, depressives, reizbares und auffĂ€lliges Verhalten
  • Magenschmerzen, Diarrhöe, Übelkeit, MagendrĂŒcken und Erbrechen.

Gelegentlich (betrifft weniger als 1 von 100 Behandelten)

  • Verstopfung
  • Brustbeschwerden
  • Blut im Urin
  • SchĂŒtteln oder Zittern
  • Doppelt sehen oder Sehstörungen
  • Muskelschmerzen, Muskelzuckungen
  • Kurzatmigkeit oder Schmerzen in der Brust
  • erhöhte Leberenzymwerte (zeigt sich im Blutbild)
  • Zorn, Unruhe oder Weinerlichkeit, gesteigerte Wahrnehmung der Umgebung, Probleme beim Schlafen.

Selten (betrifft weniger als 1 von 1000 Behandelten)

  • VerĂ€nderung des Sexualtriebs
  • Desorientiertheit
  • erweiterte Pupillen, Sehstörungen
  • Anschwellen der BrustdrĂŒsen beim Mann
  • ĂŒbermĂ€ĂŸiges Schwitzen, Hautrötungen, erhabener roter Hautausschlag.

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10.000 Behandelten)

  • Herzinfarkt
  • plötzlicher Tod
  • MuskelkrĂ€mpfe
  • kleine rote Flecken auf der Haut
  • EntzĂŒndung oder Verschluss von Arterien im Gehirn
  • auffĂ€llige Leberfunktionswerte, einschließlich Leberversagen und Koma
  • VerĂ€nderung bei Untersuchungsergebnissen – einschließlich Leber- und Blutuntersuchungen
  • Suizidversuch (einschließlich vollendeter Suizid), abnormales Denken, fehlendes GefĂŒhlsvermögen und fehlende Emotionen, AusfĂŒhren von Dingen immer und immer wieder, von einer Sache besessen sein.
  • TaubheitsgefĂŒhl in Fingern und Zehen, Stechen und FarbĂ€nderungen (von weiß zu blau, dann rot), im kalten Zustand (‚Raynaud-PhĂ€nomen‘).

Nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar)

Weitere Nebenwirkungen (HĂ€ufigkeit des Auftretens nicht bekannt)

  • MigrĂ€ne
  • sehr hohes Fieber
  • langsamer, schneller oder zusĂ€tzlicher Herzschlag
  • ein großer epileptischer Anfall (‚Grand Mal‘)
  • Glauben von Dingen, die nicht wahr sind, Verwirrtheit
  • schwere Magenschmerzen, oft mit Übelkeit und Erbrechen
  • Probleme mit BlutgefĂ€ĂŸen des Gehirns (Schlaganfall, zerebrale Arteriitis oder zerebrale Okklusion)
  • erektile Dysfunktion
  • starker unkontrollierbarer Rededrang.
  • Beeinflussung des Wachstums

Wenn Methylphenidat lĂ€nger als ein Jahr eingenommen wird, kann dies bei manchen Kindern zu Wachstumsverzögerungen fĂŒhren. Dies betrifft weniger als 1 von 10 Kindern.
es kann zu einer verringerten Gewichtszunahme bzw. geringerem LĂ€ngenwachstum kommen.
Ihr Arzt wird Gewicht und GrĂ¶ĂŸe Ihres Kindes sorgfĂ€ltig ĂŒberwachen und darauf achten, wie gut Sie bzw. Ihr Kind essen.
wenn Sie oder Ihr Kind nicht normal wachsen oder zunehmen, kann die Behandlung mit Methylphenidat fĂŒr kurze Zeit unterbrochen werden.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die hier nicht angegeben sind.

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verÀndert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hÀngt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klĂ€ren, ob eine Wechselwirkung fĂŒr Sie tatsĂ€chlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren fĂŒr eine Wechselwirkung abschĂ€tzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Methylphenidat 10mg Tabletten darf nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet werden, die folgende Wirkstoffe enthalten:

  • Apraclonidin
  • Selegilin
  • Tranylcypromin

Es besteht ein großes Risiko fĂŒr eine schwere, eventuell sogar lebensbedrohliche Wechselwirkung.
Bitte sprechen Sie unverzĂŒglich mit Ihrem Arzt.

Außerdem sind weitere Wechselwirkungen zwischen „Methylphenidat 10mg Tabletten“ und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klĂ€ren, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit „Methylphenidat 10mg Tabletten“ kommen kann.

Letzte Bearbeitung am Sonntag, 26. MĂ€rz 2023 – 10:43 Uhr von Alex, Webmaster psychopharmakon.de.

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