Trevilor Beipackzettel und Nebenwirkungen

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Trevilor Beipackzettel

Zu Trevilor Nebenwirkungen und Wirkung – Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen

Medikament Tabeletten Bild

Anwendungsgebiete von Trevilor retard 150MG

Das PrÀparat ist ein Antidepressivum, welches zu einer Gruppe von Arzneimitteln gehört, die als Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI) bezeichnet werden. Diese Arzneimittelgruppe wird zur Behandlung von Depressionen und anderen Leiden wie Angsterkrankungen angewendet. Man geht davon aus, dass Menschen, die an Depression und/oder Angsterkrankungen leiden, niedrigere Serotonin- und Noradrenalinspiegel im Gehirn aufweisen. Es ist nicht vollstÀndig geklÀrt, auf welche Weise Antidepressiva wirken, aber sie können helfen, indem sie die Serotonin- und Noradrenalinspiegel im Gehirn erhöhen.

Das PrĂ€parat ist ein Arzneimittel fĂŒr Erwachsene, die an Depressionen leiden. Es ist auch ein Arzneimittel fĂŒr Erwachsene, die an den folgenden Angsterkrankungen leiden:
generalisierte Angststörung, soziale Angststörung (Furcht vor oder Vermeiden von sozialen Situationen) und Panikstörung (Panikattacken).
Eine angemessene Behandlung der Depression oder Angsterkrankung ist wichtig, um Ihnen dabei zu helfen, sich davon zu erholen. Wenn es nicht behandelt wird, kann Ihr Leiden anhalten, es kann ernster werden und schwieriger zu behandeln sein.

AnwendungsbeschrÀnkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von Trevilor retard 150MG

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie ĂŒberempfindlich (allergisch) gegen Venlafaxin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
  • wenn Sie außerdem Arzneimittel einnehmen oder innerhalb der letzten 14 Tage eingenommen haben, welche als irreversible Monoaminoxidase-Hemmer (MAOI) bekannt sind und zur Behandlung einer Depression oder der Parkinsonschen Erkrankung verwendet werden. Die gleichzeitige Einnahme eines irreversiblen MAOI zusammen mit dem PrĂ€parat kann schwere oder sogar lebensbedrohliche Nebenwirkungen hervorrufen. Außerdem mĂŒssen Sie nach Beendigung der Einnahme des PrĂ€parates mindestens 7 Tage warten, bevor Sie einen MAOI einnehmen.

Patientenhinweis

Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich

Wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte auf Sie zutreffen, teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt mit, bevor Sie das PrÀparat einnehmen:

  • wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, welche bei gleichzeitiger Einnahme mit dem PrĂ€parat das Risiko erhöhen könnten, ein Serotonin-Syndrom zu entwickeln,
  • wenn Sie Augenerkrankungen wie bestimmte Arten eines Glaukoms (erhöhter Augeninnendruck) haben,
  • wenn Ihre Vorgeschichte Bluthochdruck aufweist,
  • wenn Ihre Vorgeschichte Herzbeschwerden aufweist,
  • wenn Ihre Vorgeschichte AnfĂ€lle (KrĂ€mpfe) aufweist,
  • wenn Ihre Vorgeschichte niedrige Natrium-Blutwerte (HyponatriĂ€mie) aufweist,
  • wenn bei Ihnen die Neigung besteht, blaue Flecken zu entwickeln oder leicht zu bluten (Blutgerinnungsstörungen in der Vorgeschichte), oder wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die das Blutungsrisiko erhöhen können, z. B. Arzneimittel mit dem Wirkstoff Warfarin (zur Verhinderung von Blutgerinnseln),
  • wenn Ihre Vorgeschichte Manie bzw. eine bipolare Störung (GefĂŒhl, ĂŒbererregt oder euphorisch zu sein) aufweist oder jemand in Ihrer Familie daran gelitten hat,
  • wenn Ihre Vorgeschichte aggressives Verhalten aufweist.

Das Arzneimittel kann das GefĂŒhl der Ruhelosigkeit oder einer UnfĂ€higkeit, stillzusitzen oder stillzustehen, in den ersten Wochen der Behandlung hervorrufen. Sie sollten es Ihrem Arzt mitteilen, wenn dies bei Ihnen auftritt.

Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression oder Angststörung

Wenn Sie depressiv sind und/oder an Angststörungen leiden, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstÀrkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa 2 Wochen, manchmal auch lÀnger.

Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,

  • wenn Sie bereits frĂŒher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen,
  • wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko fĂŒr das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die an einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.

Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzĂŒglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.
Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzĂ€hlen, dass Sie depressiv sind oder an einer Angststörung leiden. Bitten Sie diese Personen, die Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie auf, Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression oder AngstzustĂ€nde verschlimmern, oder wenn sie sich Sorgen ĂŒber VerhaltensĂ€nderungen bei Ihnen machen.

Mundtrockenheit

Über Mundtrockenheit wird bei 10% der mit Venlafaxin behandelten Patienten berichtet. Dies kann das Risiko fĂŒr ZahnfĂ€ule (Karies) erhöhen. Daher sollten Sie besonders auf Ihre Zahnhygiene achten.

Diabetes

Ihr Blutzuckerspiegel kann durch das PrĂ€parat verĂ€ndert sein. Daher mĂŒssen die Dosierungen Ihrer Diabetes-Arzneimittel möglicherweise angepasst werden.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

Das Arzneimittel sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko fĂŒr Nebenwirkungen wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend AggressivitĂ€t, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren dieses Arzneimittel verschreiben, wenn er entscheidet, dass dies im bestmöglichen Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren dieses Arzneimittel verschrieben hat und Sie darĂŒber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der das PrĂ€parat einnimmt, eines der oben aufgefĂŒhrten Symptome auftritt oder sich verschlimmert. DarĂŒber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen dieses Arzneimittels in Bezug auf Wachstum, Reifung und kognitive Entwicklung sowie Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.

VerkehrstĂŒchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Setzen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs und bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen, bevor Sie nicht wissen, wie dieses Arzneimittel Sie beeinflusst.

Schwangerschaftshinweis

Schwangerschaft
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder beabsichtigen, schwanger zu werden. Sie sollten das Arzneimittel nur einnehmen, nachdem Sie den möglichen Nutzen und die möglichen Risiken fĂŒr Ihr ungeborenes Kind mit Ihrem Arzt besprochen haben.

Vergewissern Sie sich, dass Ihre Hebamme und/oder Ihr Arzt wissen, dass Sie das PrÀparat einnehmen.
Ähnliche Arzneimittel wie dieses (so genannte SSRI) können, wenn sie wĂ€hrend der Schwangerschaft (insbesondere im letzten Drittel) eingenommen werden, zu einer primĂ€ren oder persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) fĂŒhren, einer ernsthaften GesundheitsbeeintrĂ€chtigung des Neugeborenen, die sich darin zeigt, dass das Neugeborene schneller atmet und eine BlaufĂ€rbung der Haut aufweist. Diese Symptome beginnen normalerweise wĂ€hrend der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Bitte nehmen Sie in einem solchen Fall sofort mit Ihrer Hebamme und/oder Ihrem Arzt Kontakt auf.
Wenn Sie dieses Arzneimittel wĂ€hrend der Schwangerschaft einnehmen, können bei Ihrem Kind nach der Geburt weitere Beschwerden auftreten: schlechte Nahrungsaufnahme in Verbindung mit Schwierigkeiten bei der Atmung. Wenn Sie diese Beschwerden bei Ihrem Kind nach der Geburt feststellen und Sie darĂŒber besorgt sind, wenden Sie sich an Ihren Arzt und/oder Ihre Hebamme, welcher/welche Ihnen Rat geben kann.

Stillzeit

Venlafaxin geht in die Muttermilch ĂŒber. Es besteht das Risiko einer Wirkung auf das Kind.
Sie sollten daher diese Angelegenheit mit Ihrem Arzt besprechen, der dann darĂŒber entscheiden wird, ob Sie das Stillen beenden oder die Behandlung mit diesem Arzneimittel beenden sollten.

Dosierung von Trevilor retard 150MG

Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die ĂŒbliche empfohlene Anfangsdosis zur Behandlung der Depression, der generalisierten Angststörung und der sozialen Angststörung betrĂ€gt 75 mg tĂ€glich. Die Dosis kann von Ihrem Arzt allmĂ€hlich und, falls erforderlich, bei Depression bis auf eine maximale Dosis von 375 mg tĂ€glich erhöht werden. Wenn Sie wegen einer Panikstörung behandelt werden, wird Ihr Arzt mit einer niedrigeren Dosis (37,5 mg) beginnen und danach die Dosis schrittweise erhöhen. Die maximale Dosis betrĂ€gt bei generalisierter Angststörung, sozialer Angststörung und Panikstörung 225 mg tĂ€glich.
Wenn bei Ihnen Leber- oder Nierenprobleme bestehen, teilen Sie dies Ihrem Arzt mit, weil eine andere Dosierung von diesem Arzneimittel erforderlich sein kann.
Brechen Sie die Einnahme dieses Arzneimittels nicht ab, ohne vorher Ihren Arzt zu konsultieren (siehe Abschnitt „Wenn Sie die Einnahme abbrechen“).

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge eingenommen haben, als Sie sollten

Konsultieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge dieses Arzneimittels eingenommen haben als von Ihrem Arzt verschrieben.
Die Symptome einer eventuellen Überdosierung können einen raschen Herzschlag, Änderungen des Wachheitsgrades (von SchlĂ€frigkeit bis Koma reichend), verschwommenes Sehen, KrĂ€mpfe oder AnfĂ€lle und Erbrechen einschließen.

Wenn Sie die Einnahme vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis versÀumt haben, nehmen Sie diese ein, sobald Ihnen dies auffÀllt.
Wenn es aber Zeit ist, Ihre nĂ€chste Dosis einzunehmen, ĂŒberspringen Sie die versĂ€umte Dosis und nehmen nur eine einzelne Dosis wie ĂŒblich ein. Nehmen Sie nicht mehr als die Ihnen verschriebene Tagesdosis des PrĂ€parates ein.

Wenn Sie die Einnahme abbrechen

Brechen Sie Ihre Behandlung nicht ab oder reduzieren Sie nicht die Dosis, ohne RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt gehalten zu haben, selbst wenn Sie sich besser fĂŒhlen. Wenn Ihr Arzt der Ansicht ist, dass Sie das PrĂ€parat nicht mehr benötigen, wird er/sie Sie möglicherweise anweisen, die Dosis langsam zu reduzieren, bevor die Behandlung ganz beendet wird. Es ist bekannt, dass Nebenwirkungen auftreten, wenn Patienten die Einnahme dieses Arzneimittels beenden, vor allem, wenn es plötzlich abgesetzt oder die Dosis zu schnell reduziert wird. Bei einigen Patienten kann es zu Beschwerden wie MĂŒdigkeit, SchwindelgefĂŒhl, Benommenheit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, AlbtrĂ€umen, Mundtrockenheit, vermindertem Appetit, Übelkeit, Durchfall, NervositĂ€t, Unruhe, Verwirrtheit, OhrgerĂ€uschen, Kribbeln oder selten auch zu stromschlagĂ€hnlichen Empfindungen, SchwĂ€chegefĂŒhl, Schwitzen, KrampfanfĂ€llen oder grippeĂ€hnlichen Symptomen kommen.
Ihr Arzt wird Sie anweisen, wie Sie die Behandlung mit dem PrĂ€parat schrittweise beenden sollten. Wenn Sie eine der aufgefĂŒhrten oder andere Nebenwirkungen bei sich bemerken, die Sie belasten, fragen Sie Ihren Arzt um weiteren Rat.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Nebenwirkungen

Psychopharmaka BildWie alle Arzneimittel kann das PrĂ€parat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.
Wenn eine der folgenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt, brechen Sie die Einnahme des Arzneimittels ab. Sprechen Sie unverzĂŒglich mit Ihrem Arzt bzw. suchen Sie die Notfallambulanz des nĂ€chstgelegenen Krankenhauses auf:

  • EngegefĂŒhl in der Brust, pfeifendes Atmen, Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen,
  • Anschwellen des Gesichts, des Rachens, der HĂ€nde oder FĂŒĂŸe,
  • NervositĂ€t oder Angst, SchwindelgefĂŒhl, pochende Empfindungen, plötzliches Erröten der Haut und/oder WĂ€rmegefĂŒhl,
  • starker Ausschlag, Jucken oder Nesselsucht (erhabene rote oder blasse Hautflecken, die oft jucken),
  • Zeichen und Symptome eines Serotonin-Syndroms, die Unruhe, Halluzinationen, Verlust der Koordination, schnellen Herzschlag, erhöhte Körpertemperatur, schnelle VerĂ€nderungen des Blutdrucks, ĂŒberaktive Reflexe, Durchfall, Koma, Übelkeit und Erbrechen umfassen können.

In seiner schwersten Form, kann ein Serotonin-Syndrom einem malignem Neuroleptika-Syndrom (MNS) Àhneln. Anzeichen und Symptome des MNS können eine Kombination sein aus Fieber, beschleunigtem Herzschlag, Schwitzen, schwerer Muskelsteifheit, Verwirrtheit und erhöhten Muskelenzymen (nachgewiesen durch eine Blutuntersuchung).

Andere Nebenwirkungen, die Sie Ihrem Arzt mitteilen sollten, umfassen:

  • Husten, Keuchen, Kurzatmigkeit und eine hohe Temperatur,
  • schwarzer Stuhl (Teerstuhl) oder Blut im Stuhl,
  • gelbe Haut oder Augen, Juckreiz oder dunkler Urin, die Symptome einer EntzĂŒndung der Leber (Hepatitis) sein können,
  • Beschwerden des Herzens, wie beschleunigte oder unregelmĂ€ĂŸige Herzfrequenz, erhöhter Blutdruck,
  • Beschwerden der Augen, wie verschwommenes Sehen, geweitete Pupillen,
  • Beschwerden des Nervensystems, wie SchwindelgefĂŒhl, Kribbeln (Ameisenlaufen), Bewegungsstörungen, KrĂ€mpfe oder AnfĂ€lle,
  • psychiatrische Beschwerden, wie HyperaktivitĂ€t und Euphorie (GefĂŒhl, ungewöhnlich ĂŒbererregt zu sein),
  • Entzugserscheinungen,
  • verlĂ€ngerte Blutungsdauer – wenn Sie sich schneiden oder verletzen, kann es etwas lĂ€nger als normal dauern, bis die Blutung gestillt ist.

Seien Sie unbesorgt, falls Sie kleine weiße Körnchen oder KĂŒgelchen nach Einnahme des PrĂ€parates in Ihrem Stuhl bemerken. In den Kapseln befinden sich SphĂ€roide bzw. kleine weiße KĂŒgelchen, die den Wirkstoff Venlafaxin enthalten. Diese SphĂ€roide werden von der Kapsel in Ihren Magen-Darm-Trakt abgegeben. WĂ€hrend die SphĂ€roide Ihren Magen-Darm-Trakt passieren, wird langsam Venlafaxin abgegeben. Das SphĂ€roid-„Gerippe“ bleibt ungelöst zurĂŒck und wird mit Ihrem Stuhl ausgeschieden. Deshalb wurde, auch wenn Sie eventuell SphĂ€roide in Ihrem Stuhl bemerken, Ihre Venlafaxin-Dosis aufgenommen.

VollstÀndige Auflistung der Nebenwirkungen

Sehr hÀufig (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10)

  • SchwindelgefĂŒhl; Kopfschmerz
  • Übelkeit; Mundtrockenheit
  • Schwitzen (einschließlich Nachtschweiß)

HĂ€ufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

  • verminderter Appetit
  • Verwirrtheit; GefĂŒhl, von sich selbst abgetrennt (oder abgehoben) zu sein; ausbleibender Orgasmus; verminderter Geschlechtstrieb; NervositĂ€t; Schlaflosigkeit; ungewöhnliche Trauminhalte
  • SchlĂ€frigkeit; Zittern; Kribbeln (Ameisenlaufen); erhöhte Muskelspannung
  • Sehstörungen einschließlich verschwommenem Sehen, erweiterten Pupillen, UnfĂ€higkeit des Auges automatisch zwischen Objekten in der Ferne und der NĂ€he scharfzustellen
  • OhrgerĂ€usche (Tinnitus)
  • Herzklopfen
  • Blutdruckanstieg; Hitzewallung
  • GĂ€hnen
  • Verstopfung; Erbrechen; Durchfall
  • erhöhte HĂ€ufigkeit des Wasserlassens; Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • UnregelmĂ€ĂŸigkeiten bei der Menstruation, z. B. verstĂ€rkte Blutung oder verstĂ€rkt unregelmĂ€ĂŸige Blutung; Ejakulations- und Orgasmusstörungen (beim Mann); erektile Dysfunktion (Impotenz)
  • Erschöpfung (Asthenie); Abgeschlagenheit; SchĂŒttelfrost
  • erhöhter Cholesterinspiegel

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1 000)

  • Trugwahrnehmungen; GefĂŒhl, von der Wirklichkeit abgetrennt (oder abgehoben) zu sein; Agitiertheit; Orgasmusstörungen (bei der Frau); Verringerung von GefĂŒhlen/Emotionen; GefĂŒhl, ĂŒbererregt oder euphorisch zu sein; ZĂ€hneknirschen
  • GefĂŒhl der Ruhelosigkeit oder UnfĂ€higkeit, stillzusitzen oder stillzustehen; OhnmachtsanfĂ€lle; unwillkĂŒrliche Bewegungen der Muskeln; EinschrĂ€nkung der Koordination und des Gleichgewichts; GeschmacksverĂ€nderung
  • schneller Herzschlag; SchwindelgefĂŒhl (vor allem beim zu schnellem Aufstehen)
  • Atemnot
  • Erbrechen von Blut; schwarzer, teerartiger Stuhl (FĂ€zes) oder Blut im Stuhl, was ein Anzeichen einer inneren Blutung sein kann
  • allgemeine Schwellung der Haut, vor allem im Gesicht, im Mund, auf der Zunge, im Rachenbereich oder an HĂ€nden und FĂŒĂŸen und/oder ein gesteigerter juckender Hautausschlag (Nesselsucht) können auftreten; Überempfindlichkeit gegenĂŒber Sonnenlicht; Hautblutungen (blaue Flecken); Hautauschlag; ungewöhnlicher Haarausfall
  • Harnverhalt
  • Gewichtszunahme; Gewichtsabnahme

Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10 000)

  • KrampfanfĂ€lle
  • UnfĂ€higkeit, die Harnentleerung zu kontrollieren (Harninkontinenz)
  • ÜberaktivitĂ€t, rasende Gedanken und vermindertes SchlafbedĂŒrfnis (Manie)

HĂ€ufigkeit nicht bekannt

  • Abnahme der Anzahl der PlĂ€ttchen in Ihrem Blut, was zu einem erhöhten Risiko fĂŒhrt, blaue Flecken zu entwickeln oder zu bluten; Erkrankungen des Blutes, wodurch das Risiko einer Infektion erhöht sein kann
  • geschwollenes Gesicht oder Zunge, Kurzatmigkeit oder Atemschwierigkeiten, oft zusammen mit HautausschlĂ€gen (dies kann eine schwere allergische Reaktion sein)
  • ĂŒbermĂ€ĂŸige Wassereinlagerung (bekannt als SIADH)
  • Verringerung der Natriumkonzentration im Blut

suizidale Gedanken und suizidales Verhalten:
Es wurden FÀlle berichtet, bei denen es wÀhrend der Venlafaxin-Therapie oder direkt nach Behandlungsende zu suizidalen Gedanken und suizidalen Verhalten gekommen ist
Orientierungslosigkeit und Verwirrtheit, oft von Trugwahrnehmungen begleitet (Delirium); Aggression
Fieber mit Muskelstarre, Verwirrtheit oder Unruhe sowie Schwitzen oder ruckartige Bewegungen Ihrer Muskeln, die Sie nicht beeinflussen können. Dies können Symptome eines ernsten Zustands sein, der als malignes neuroleptisches Syndrom bekannt ist.

euphorische Stimmung, Benommenheit, anhaltende schnelle Augenbewegungen, Unbeholfenheit, Ruhelosigkeit, GefĂŒhl der Betrunkenheit, Schwitzen oder starre Muskeln, die Symptome eines Serotonin-Syndroms sind

  • Steifigkeit, Verkrampfungen und unwillkĂŒrliche Bewegungen der Muskeln
  • starke Augenschmerzen und verschlechtertes oder verschwommenes Sehen
  • Schwindel
  • Blutdruckabfall; abnormer, schneller oder unregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag, was zur Ohnmacht fĂŒhren kann; unerklĂ€rliche Blutungen, z. B. Zahnfleischbluten, Blut im Urin oder in Erbrochenem oder das Auftreten unerklĂ€rlicher blauer Flecken oder verletzter BlutgefĂ€ĂŸe (Ader oder Vene)
  • Husten, keuchendes Atmen, Kurzatmigkeit und eine erhöhte Temperatur, die Symptome einer LungenentzĂŒndung in Verbindung mit einem Anstieg der weißen Blutkörperchen sind (pulmonale Eosinophilie)
  • starke Bauch- oder RĂŒckenschmerzen (was auf ernste Darm-, Leber- oder BauchspeicheldrĂŒsenbeschwerden hinweisen könnte)
  • Juckreiz, GelbfĂ€rbung der Haut oder der Augen, dunkel gefĂ€rbter Urin oder grippeĂ€hnliche Symptome, die Symptome einer EntzĂŒndung der Leber (Hepatitis) sind; leichte VerĂ€nderungen der Leberenzymwerte im Blut
  • Hautausschlag, der in starke Blasenbildung und HautabschĂ€lung ĂŒbergehen kann; Juckreiz; milder Ausschlag
  • unerklĂ€rliche Muskelschmerzen, -empfindlichkeit oder -schwĂ€che (Rhabdomyolyse)
  • abnorme Milchbildung

Das PrÀparat verursacht manchmal Nebenwirkungen, die Sie möglicherweise nicht erkennen, wie z. B. ein Blutdruckanstieg oder Störungen der Herzfrequenz, leichte VerÀnderungen der Werte der Leberenzyme, des Natrium- oder Cholesterinspiegels im Blut.

Seltener kann das Arzneimittel die Funktion Ihrer BlutplĂ€ttchen verringern und zu einem erhöhten Risiko fĂŒr Hautblutungen (blaue Flecken) und Blutungen fĂŒhren. Daher möchte Ihr Arzt bei Ihnen eventuell gelegentlich Blutuntersuchungen durchfĂŒhren, vor allem, wenn Sie das PrĂ€parat eine lĂ€ngere Zeit einnehmen.
Wenn eine der aufgefĂŒhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintrĂ€chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verÀndert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hÀngt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klĂ€ren, ob eine Wechselwirkung fĂŒr Sie tatsĂ€chlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren fĂŒr eine Wechselwirkung abschĂ€tzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Trevilor retard 150MG darf nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet werden, die folgende Wirkstoffe enthalten:

  • Selegilin
  • Tranylcypromin

Es besteht ein großes Risiko fĂŒr eine schwere, eventuell sogar lebensbedrohliche Wechselwirkung.
Bitte sprechen Sie unverzĂŒglich mit Ihrem Arzt.

Außerdem sind weitere Wechselwirkungen zwischen „Trevilor retard 150MG“ und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klĂ€ren, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit „Trevilor retard 150MG“ kommen kann.

Letzte Bearbeitung am Sonntag, 26. MĂ€rz 2023 – 10:41 Uhr von Alex, Webmaster psychopharmakon.de.

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