Doxepin Beipackzettel und Nebenwirkungen

Doxepin Beipackzettel Zu Doxepin Nebenwirkungen und Wirkung – Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen. Anwendungsgebiete von Doxepin Das Arzneimittel ist ein…

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Doxepin Beipackzettel

Zu Doxepin Nebenwirkungen und Wirkung – Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen.

Medikament Tabeletten Bild

Anwendungsgebiete von Doxepin

Das Arzneimittel ist ein Mittel zur Behandlung depressiver Störungen (trizyklisches Antidepressivum).
Das Präparat wird angewendet bei

  • depressiven Erkrankungen,
  • krankhaften Angstzust√§nden (Angstsyndrome),
  • leichten Entzugserscheinungen bei Alkohol-, Arzneimittel- oder Drogenabh√§ngigkeit,
  • Unruhe, Angst oder Schlafst√∂rungen im Zusammenhang mit depressiven Erkrankungen oder leichten Entzugserscheinungen.

Anwendungsbeschränkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von Doxepin

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen√ľber Doxepin, verwandten Wirkstoffen (Dibenzoxepine) oder einem der sonstigen Bestandteile des Pr√§parates sind,
  • bei Vergiftung mit Arzneimitteln, die das zentrale Nervensystem d√§mpfen (z.B. mit Schlafmitteln, Schmerzmitteln oder Psychopharmaka),
  • im Zustand des Delirs (Bewusstseinstr√ľbung verbunden mit Erregung, Sinnest√§uschungen und Wahnideen),
  • bei einer bestimmten Form des unbehandelten gr√ľnen Stars (Engwinkelglaukom),
  • bei akutem Harnverhalt,
  • bei Vergr√∂√üerung der Vorsteherdr√ľse (Prostatahyperplasie) mit Restharnbildung,
  • bei Darml√§hmung (paralytischem Ileus),
  • w√§hrend der Stillzeit,
  • von Kindern unter 12 Jahren.

Patientenhinweis

Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich, wenn Sie unter einem der folgenden Zustände leiden:

  • Vergr√∂√üerung der Vorsteherdr√ľse (Prostatahyperplasie) ohne Restharnbildung,
  • schweren Lebersch√§den,
  • St√∂rungen der Blutbildung,
  • seelischen und geistigen St√∂rungen unterschiedlicher Art, die durch eine Sch√§digung des Gehirns verursacht werden (hirnorganischem Psychosyndrom),
  • erh√∂hter Krampfbereitschaft,
  • Kaliummangel,
  • verlangsamtem Herzschlag,
  • bestimmten Herzerkrankungen (angeborenes QT-Syndrom oder andere klinisch bedeutsame Herzsch√§den, insbesondere Durchblutungsst√∂rungen der Herzkranzgef√§√üe, Erregungsleitungsst√∂rungen, Herzrhythmusst√∂rungen).

Vor Beginn und w√§hrend der Behandlung sind in regelm√§√üigen Abst√§nden Kontrollen von Blutdruck, EKG, Blutbild, Leberfunktion und gegebenenfalls des EEG vorzunehmen. Bei von der Norm abweichenden Werten darf eine Behandlung mit dem Pr√§parat nur unter engmaschigen Kontrollen durchgef√ľhrt werden.
Wenn Sie unter einer Erkrankung leiden, bei der eine Senkung des Blutdrucks auf jeden Fall vermieden werden muss, d√ľrfen Sie das Pr√§parat nur unter sorgf√§ltiger Blutdruckkontrolle einnehmen.
W√§hrend die beruhigende, d√§mpfende Wirkung des Pr√§parates meist unmittelbar in den ersten Stunden einsetzt, ist die stimmungsaufhellende Wirkung in der Regel erst nach 1 bis 3 Wochen zu erwarten. Insbesondere selbstmordgef√§hrdete Patienten sollten deshalb vor allem bei Behandlungsbeginn engmaschig √ľberwacht werden.

Ein pl√∂tzliches Beenden einer l√§ngerfristigen hochdosierten Behandlung mit dem Arzneimittel sollte vermieden werden, da hier mit Absetzerscheinungen wie Unruhe, Schwei√üausbr√ľchen, √úbelkeit, Erbrechen und Schlafst√∂rungen gerechnet werden muss.

Wenn Sie bisher zur Behandlung Ihrer Erkrankung andere Arzneimittel (z.B. Benzodiazepine oder Barbiturate) erhalten haben, informieren Sie bitte dar√ľber Ihren Arzt, denn das Pr√§parat kann im Gegensatz zu diesen Mitteln die Krampfbereitschaft erh√∂hen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt √ľber die Einnahme des Arzneimittels, wenn ein Eingriff unter √∂rtlicher Bet√§ubung vorgenommen werden soll (z.B. beim Zahnarzt).
Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression / Angststörung
Wenn Sie depressiv sind oder unter Angststörungen leiden, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.

Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,

  • wenn Sie bereits fr√ľher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen,
  • wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erh√∂htes Risiko f√ľr das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.
  • Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverz√ľglich ein Krankenhaus auf,
  • wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.

Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen,
dass Sie depressiv sind oder unter einer Angstst√∂rung leiden. Bitten Sie diese Personen, diese Information zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression oder Angstzust√§nde verschlimmern oder wenn sie sich Sorgen √ľber Verhaltens√§nderungen bei Ihnen machen.

Kinder und Jugendliche

Das Pr√§parat sollte nicht zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. In Studien zur Behandlung von Depressionen in dieser Altersgruppe zeigten trizyklische Antidepressiva keinen therapeutischen Nutzen. Studien mit anderen Antidepressiva (SSRI, SNRI) haben ein erh√∂htes Risiko f√ľr das Auftreten von suizidalem Verhalten, Selbstsch√§digung und feindseligem Verhalten im Zusammenhang mit der Anwendung dieser Wirkstoffe gezeigt. Diese Risiken k√∂nnen auch f√ľr Doxepin nicht ausgeschlossen werden.
Au√üerdem ist das Arzneimittel in allen Altersgruppen mit einem Risiko f√ľr Nebenwirkungen am Herzkreislauf-System verbunden.
Dar√ľber hinaus liegen keine Daten zur Sicherheit bei Langzeitanwendung bei Kindern und Jugendlichen bez√ľglich Wachstum, Reifung sowie zur geistigen Entwicklung und Verhaltensentwicklung vor.
Bei Kindern und Jugendlichen unter 12 Jahren darf das Präparat nicht angewendet werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in besonderem Maße nach unzureichender Schlafdauer bzw. im Zusammenwirken mit Alkohol.
Daher sollten Sie das F√ľhren von Fahrzeugen, die Arbeit mit Maschinen oder das Arbeiten ohne sicheren Halt zumindest w√§hrend der ersten Tage der Behandlung unterlassen. Die Entscheidung dar√ľber trifft ihr behandelnder Arzt unter Ber√ľcksichtigung der verordneten Dosierung und Ihrer Reaktion darauf.

Schwangerschaftshinweis

Schwangerschaft

Zur Anwendung des Arzneimittels w√§hrend der Schwangerschaft liegen bislang keine ausreichenden Erfahrungen vor. Deshalb darf das Pr√§parat nur bei zwingender Notwendigkeit und nach strenger Abw√§gung von Risiko und Nutzen durch den behandelnden Arzt verordnet werden. Nach Einnahme von dem Pr√§parat oder anderen Antidepressiva vor der Geburt in h√∂heren Dosen oder √ľber einen l√§ngeren Zeitraum kann es beim Neugeborenen zu Absetz- bzw. Entzugserscheinungen kommen.

Stillzeit

Sie d√ľrfen das Pr√§parat w√§hrend der Stillzeit nicht einnehmen, da der Wirkstoff in die Muttermilch √ľbergeht und beim gestillten S√§ugling zu unerw√ľnschten Wirkungen f√ľhren kann.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Dosierung von Doxepin

Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die Dosierung und die Dauer der Behandlung sind abh√§ngig von der pers√∂nlichen Reaktionslage, dem Anwendungsgebiet und der Schwere der Erkrankung. Dabei gilt der Grundsatz, dass bei einem Ansprechen des Patienten die Dosis zwar so klein wie m√∂glich gehalten, anderenfalls aber der gesamte zur Verf√ľgung stehende Dosierungsbereich ausgenutzt werden sollte.
Die Einleitung der Therapie ist durch schrittweise Dosissteigerung und die Beendigung der Therapie durch langsame Verringerung der Dosis vorzunehmen (Verringerung um die Hälfte pro Woche).
Die Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt festgelegt.

Bei Depressionen betr√§gt die mittlere Dauer einer Behandlungsperiode bis zur Besserung des Krankheitsbildes im Allgemeinen mindestens 4 bis 6 Wochen. Anschlie√üend sollte die Behandlung noch weitere 4 bis 6 Monate fortgef√ľhrt werden, um einen R√ľckfall zu verhindern.

Bei depressiven Erkrankungen und krankhaften Angstzuständen:

Es wird empfohlen, die Behandlung mit 50 mg Doxepin am Abend zu beginnen. Wenn erforderlich, kann die Dosis nach 3 bis 4 Tagen auf 75 mg Doxepin), und nach 7 bis 8 Tagen auf 100 bis 150 mg Doxepin pro Tag gesteigert werden.
Bei ambulanter Behandlung sollte eine Tagesdosis von 150 mg Doxepin nicht √ľberschritten werden.
Ist eine schlafansto√üende Wirkung besonders erw√ľnscht, kann ein gr√∂√üerer Teil der Tagesdosis oder die ganze Tagesdosis zur Nacht gegeben werden.
Im Krankenhaus kann die Tagesdosis unter Beachtung der notwendigen Vorsichtsmaßnahmen bis auf 300 mg Doxepin gesteigert werden.

Bei leichten Entzugserscheinungen:

Bei der Behandlung von Entzugserscheinungen ist in den ersten 3 Tagen häufig die Gabe von 3 m mg Doxepin pro Tag notwendig. Danach kann eine langsame Dosisverringerung zur Beendigung der Behandlung vorgenommen werden.

√Ąltere Patienten:

Bei √§lteren Patienten ist das Risiko von Nebenwirkungen erh√∂ht. Da diese Patienten au√üerdem oft deutlich niedrigere Dosen ben√∂tigen und h√§ufig schon bei der H√§lfte der √ľblichen Tagesdosen einen zufriedenstellenden Behandlungseffekt zeigen, ist die Dosierung sorgf√§ltig anzupassen.

Kinder und Jugendliche:

Kinder √ľber 12 Jahre und Jugendliche, die nur im Ausnahmefall mit Doxepin behandelt werden sollten, ben√∂tigen aufgrund des geringeren K√∂rpergewichts ebenfalls deutlich niedrigere Dosen.
Kinder unter 12 Jahren d√ľrfen nicht mit dem Pr√§parat behandelt werden.
F√ľr den oberen und unteren Dosisbereich stehen auch Pr√§parate mit h√∂herem oder geringerem Wirkstoffgehalt zur Verf√ľgung.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels eingenommen haben als Sie sollten

Doxepin ist bei √úberdosierung verh√§ltnism√§√üig gef√§hrlich – insbesondere f√ľr Kinder und Kleinkinder. Aus diesem Grunde ist bei Verdacht einer √úberdosierung sofort ein Arzt zu informieren (z.B. Vergiftungsnotruf)!

√úberdosierungen mit Doxepin √§u√üern sich in Abh√§ngigkeit von der aufgenommenen Dosis durch St√∂rungen des Zentralnervensystems (Verwirrung, Erregungszust√§nde bis hin zu Krampfanf√§llen, Bewusstseinseintr√ľbung bis hin zum Koma, Atemstillstand) und des Herz-Kreislauf-Systems.

Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels vergessen haben

Holen Sie die vergessene Dosis bitte nicht nach, sondern setzen Sie die Einnahme zum nächsten Zeitpunkt, wie verordnet fort.

Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels abbrechen

Ein pl√∂tzliches Beenden einer l√§ngerfristigen oder hochdosierten Behandlung mit dem Pr√§parat sollte vermieden werden, da hier mit Absetzerscheinungen wie Unruhe, Schwei√üausbr√ľchen, √úbelkeit, Erbrechen und Schlafst√∂rungen gerechnet werden muss.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Nebenwirkungen

Psychopharmaka BildWie alle Arzneimittel kann das Pr√§parat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten m√ľssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Mögliche Nebenwirkungen (besonders zu Beginn der Behandlung):

Häufig

  • kommt es zu St√∂rungen beim Wasserlassen, innerer Unruhe, Durstgef√ľhl, allergischen Hautreaktionen und Juckreiz, sexuelle St√∂rungen (Abnahme des sexuellen Interesses, Ejakulationsst√∂rungen bzw. Potenzst√∂rungen). Bei √§lteren Patienten besteht ein erh√∂htes Risiko f√ľr das Auftreten von Verwirrtheitszust√§nden.

Gelegentlich

  • kommt es zu Kollapszust√§nden, Harnverhalten, Absonderung von Sekret aus der Brust, St√∂rungen der Erregungsleitung am Herzen. Eine bereits bestehende Herzleistungsschw√§che kann verst√§rkt werden.
    Gelegentlich kommt es au√üerdem zu Einlagerung von Fl√ľssigkeit ins Gewebe, Missempfindungen wie Kribbeln, Hitze- und K√§lteempfindungen, Ohrensausen sowie zu vermehrten Tr√§umen.

Sehr selten

  • wurde eine Vergr√∂√üerung der Brust bei M√§nnern, bei Frauen eine Vergr√∂√üerung der Brust sowie Unregelm√§√üigkeiten bei der Regelblutung beobachtet, au√üerdem St√∂rungen der Produktion eines bestimmten Hormons der Hirnanhangsdr√ľse (ADH), Haarausfall und √Ąnderungen des Blutzuckerspiegels und medikamentenabh√§ngige Leberentz√ľndung (cholestatische Hepatitis).

Nicht bekannt:

  • Suizidale Gedanken, suizidales Verhalten*.
  • Mundtrockenheit, verstopfte oder trockene Nase, M√ľdigkeit, Benommenheit, Schwitzen, Schwindel, Blutdruckabfall, Kreislaufst√∂rungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen, Beschleunigung des Herzschlages, Herzrhythmusst√∂rungen, Zittern, Sehst√∂rungen, Verstopfung, Gewichtszunahme und meist vor√ľbergehende Anstieg der Leberwerte im Blut.

*Fälle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten während der Therapie mit dem Arzneimittel oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung sind berichtet worden.
Sogenannte „anticholinerge Nebenwirkungen“ wie Darml√§hmungen, Erh√∂hung des Augeninnendrucks und Harnverhalt sowie Nervenfunktionsst√∂rungen (z.B. Polyneuropathien und Krampfanf√§llen) sind als Nebenwirkungen von √§hnlichen Antidepressiva beschrieben worden und daher auch f√ľr das Pr√§parat nicht auszuschlie√üen.
Während der Behandlung mit dem Präparat können bestimmte Herzrhythmusstörungen auftreten (Verlängerung des QT-Intervalls im EKG, sehr selten auch die u.U. lebensbedrohlichen Torsades de pointes).

Ebenfalls sehr selten können Blutbildveränderungen (Abnahme von weißen oder roten Blutkörperchen, Abnahme der Blutplättchen) auftreten.
Dar√ľber hinaus kann es auch zu Schlafst√∂rungen kommen.
Bei Patienten mit einer vorbestehenden Gehirnerkrankung (hirnorganisches Psychosyndrom) kann durch das Präparat möglicherweise ein Verwirrtheitszustand (Delir) hervorgerufen werden.
Das Arzneimittel kann die Krampfschwelle des Gehirns erniedrigen, daher kann es bei erhöhter Anfallsbereitschaft z.B. bei Epileptikern oder nach plötzlichem Absetzen von Benzodiazepinen oder Barbituraten) vermehrt zu Krampfanfällen kommen.
Bei Patienten mit Abhängigkeit in der Krankengeschichte ist Missbrauch beobachtet worden.
Ein erh√∂htes Risiko f√ľr das Auftreten von Knochenbr√ľchen wurde bei Patienten, die mit dieser Gruppe von Arzneimitteln behandelt wurden, beobachtet.
Beim Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen, wie

  • den o.g. Herzrhythmusst√∂rungen (QT-Intervall-Verl√§ngerung, Torsade de pointes),
  • den o.g., sehr seltenen Blutver√§nderungen
  • einer krankhaften Hochstimmung (manische Verstimmung),
  • dem pl√∂tzlichen Auftreten von Trugwahrnehmungen, Sinnest√§uschungen, Wahn oder √§hnlichen Erscheinungen
  • bei der Behandlung depressiver Zust√§nde im Verlauf schizophrener Erkrankungen

sollten Sie unverz√ľglich Ihren Arzt informieren, der dann die Behandlung mit dem Pr√§parat beendet.
Bei eitriger Angina oder grippe√§hnlichen Erscheinungen, die mit Beschwerden wie hohem Fieber, Sch√ľttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Entz√ľndungen im Mund-, Nasen-, Rachen- sowie Genital- oder Analbereich einhergehen, m√ľssen Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Es ist eine Untersuchung des Blutbildes vorzunehmen, da eine bestimmte Blutbildver√§nderung (Agranulozytose) ausgeschlossen werden muss. F√ľhren Sie in diesem Fall keine Selbstbehandlung mit fiebersenkenden Arzneimitteln, Schmerzmitteln oder Antibiotika durch!
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu kl√§ren, ob eine Wechselwirkung f√ľr Sie tats√§chlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker k√∂nnen Ihre individuellen Risikofaktoren f√ľr eine Wechselwirkung absch√§tzen. Falls notwendig k√∂nnen Arzt oder Apotheker entsprechende Ma√ünahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Doxepin darf nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet werden, die folgende Wirkstoffe enthalten:

  • Apraclonidin
  • Brimonidin
  • Selegilin
  • Thioridazin

Es besteht ein gro√ües Risiko f√ľr eine schwere, eventuell sogar lebensbedrohliche Wechselwirkung.
Bitte sprechen Sie unverz√ľglich mit Ihrem Arzt.

Au√üerdem sind weitere Wechselwirkungen zwischen „Doxepin “ und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu kl√§ren, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit „Doxepin “ kommen kann.

Letzte Bearbeitung am Sonntag, 26. März 2023 Р10:55 Uhr von Alex, Webmaster psychopharmakon.de.

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