Tavor Beipackzettel und Nebenwirkungen

Tavor Beipackzettel Zu Tavor Nebenwirkungen und Wirkung – Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen. Anwendungsgebiete von TAVOR 1.0 Das Arzneimittel ist…

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Tavor Beipackzettel

Zu Tavor Nebenwirkungen und Wirkung – Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen.

Medikament Tabeletten Bild

Anwendungsgebiete von TAVOR 1.0

Das Arzneimittel ist ein beruhigendes und angstlösendes Arzneimittel (Tranquilizer) aus der Wirkstoffgruppe der Benzodiazepine.

Anwendungsgebiete

  • Symptomatische Kurzzeitbehandlung von Angst-, Spannungs- und Erregungszust√§nden sowie dadurch bedingten Schlafst√∂rungen.
  • Beruhigung vor diagnostischen sowie vor und nach operativen Eingriffen.

Hinweis:
Nicht alle Angst-, Spannungs- und Erregungszust√§nde oder Schlafst√∂rungen bed√ľrfen einer Behandlung mit Arzneimitteln. Oftmals sind sie Ausdruck k√∂rperlicher oder seelischer Erkrankungen und k√∂nnen durch andere Ma√ünahmen oder eine Behandlung der Grunderkrankung behoben werden.
Angst- und Spannungszust√§nde infolge von gew√∂hnlichem Alltagsstress sollten normalerweise nicht mit einem Arzneimittel wie diesem behandelt werden. Der Einsatz des Arzneimittels als Schlafmittel erscheint nur dann gerechtfertigt, wenn gleichzeitig Benzodiazepin-Wirkungen am Tag erw√ľnscht sind.

Anwendungsbeschränkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von TAVOR 1.0

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Lorazepam oder andere Benzodiazepine oder gegen einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind
  • sowie bei einer bestehenden oder zur√ľckliegenden Abh√§ngigkeitserkrankung von Arzneimitteln, Alkohol oder Drogen.

Patientenhinweis

Wann d√ľrfen Sie das Arzneimittel nur nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt einnehmen?
Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie das Arzneimittel nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwenden d√ľrfen. Befragen Sie bitte hierzu Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen fr√ľher einmal zutrafen.

Das Arzneimittel darf nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei krankhafter Muskelschw√§che (Myasthenia gravis), St√∂rungen der Bewegungskoordination (spinalen und zerebellaren Ataxien), bei akuter Vergiftung mit Alkohol oder zentral d√§mpfenden Arzneimitteln (z. B. Schlaf- oder Schmerzmitteln, Arzneimitteln zur Behandlung geistig-seelischer St√∂rungen wie Neuroleptika, Antidepressiva und Lithium) sowie bei Atemfunktionsst√∂rungen, z. B. zeitweiligem, vor√ľbergehendem Atemstillstand w√§hrend des Schlafes (Schlafapnoe-Syndrom) oder chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung.

Was ist bei Kindern und √§lteren Menschen zu ber√ľcksichtigen?

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten nicht mit dem Arzneimittel behandelt werden, au√üer bei einem dringenden Erfordernis einer Sedierung vor und nach operativen sowie vor diagnostischen Eingriffen. F√ľr Kinder unter 6 Jahren wird das Arzneimittel nicht empfohlen. Weitere Hinweise finden Sie im n√§chsten Abschnitt.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich

Bei depressiven Patienten muss mit der Möglichkeit eines Hervortretens oder einer Verstärkung der depressiven Krankheitserscheinungen gerechnet werden. Eine Behandlung mit Benzodiazepinen kann bei diesen Patienten die Gefahr eines Selbstmords erhöhen; sie sollte nicht ohne ausreichende antidepressive Therapie erfolgen.
Zu Beginn der Behandlung sollte der behandelnde Arzt das jeweilige Ansprechen des Patienten auf das Medikament kontrollieren, um m√∂gliche √úberdosierungen m√∂glichst schnell erkennen zu k√∂nnen. Dies gilt insbesondere f√ľr Kinder und f√ľr √§ltere oder geschw√§chte Patienten. Diese Patienten reagieren m√∂glicherweise empfindlicher auf die Wirkung des Arzneimittels und sollten deshalb w√§hrend der Therapie h√§ufiger kontrolliert werden.

Bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsst√∂rungen sowie bestehender Herzschw√§che (Herzinsuffizienz) und/oder erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie) ist aufgrund der h√§ufig zu beobachtenden h√∂heren Empfindlichkeit gegen√ľber der Wirkung dieser Arzneimittel Vorsicht geboten; ebenso bei √§lteren Patienten, bei denen das Risiko eines Sturzes erh√∂ht ist.
Bei der Anwendung als Schlafmittel sollte gew√§hrleistet sein, dass eine ausreichende Schlafzeit (etwa 7 – 8 Stunden) zur Verf√ľgung steht. Wenn Sie sich an diese Empfehlung halten, lassen sich Nachwirkungen am folgenden Morgen (z. B. M√ľdigkeit, Beeintr√§chtigung des Reaktionsverm√∂gens) meist vermeiden. Lassen Sie sich bitte von Ihrem Arzt unter Ber√ľcksichtigung Ihrer jeweiligen Lebenssituation (z. B. Berufst√§tigkeit) weitere genaue Verhaltensanweisungen f√ľr den Alltag geben!
Bei der Anwendung von Benzodiazepinen wurde gelegentlich √ľber das Auftreten von ‚Äěparadoxen“ Reaktionen berichtet. Mit solchen Reaktionen muss insbesondere bei Kindern und √§lteren Personen gerechnet werden. Beim Auftreten paradoxer Reaktionen sollte die Behandlung mit Lorazepam beendet werden.
Wie bei allen Benzodiazepinen, kann es bei Anwendung von Lorazepam zu einer Verschlechterung einer hepatischen Enzephalopathie (Gehirnerkrankung aufgrund eines Leberschadens) kommen. Deshalb sollte Lorazepam bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion und/oder Leberenzephalopathie mit Vorsicht angewendet werden.

Warnhinweise:

Bei Anwendung von Benzodiazepinen, einschließlich Lorazepam, kann es zu einer möglicherweise tödlich verlaufenden Atemdämpfung kommen.
Lorazepam hat eine suchtf√∂rdernde Eigenschaft (prim√§res Abh√§ngigkeitspotential). Bereits bei t√§glicher Einnahme des Arzneimittels √ľber wenige Wochen besteht die Gefahr einer psychischen und k√∂rperlichen Abh√§ngigkeitsentwicklung. Dies gilt nicht nur f√ľr den missbr√§uchlichen Gebrauch besonders hoher Dosen, sondern auch f√ľr den therapeutischen Dosisbereich. Das Risiko steigt mit der Einnahmedauer und der Dosis und ist h√∂her bei Patienten mit Alkohol- oder Arzneimittelmissbrauch in der Vorgeschichte sowie bei Patienten mit massiven Pers√∂nlichkeitsst√∂rungen. Grunds√§tzlich sollten Benzodiazepine nur f√ľr kurze Zeitr√§ume (z. B. 2 – 4 Wochen) verordnet werden. Eine fortgesetzte Anwendung sollte nur, wenn sie zwingend angezeigt ist, nach sorgf√§ltiger Abw√§gung des Behandlungsnutzens gegen das Risiko von Gew√∂hnung und Abh√§ngigkeit erfolgen. Eine Langzeitanwendung wird nicht empfohlen.
Bei der Anwendung von Benzodiazepinen wurde √ľber schwere allergische Reaktionen berichtet. Es wurden F√§lle eines Angio√∂dems (Schwellung der Haut und/oder Schleimh√§ute) mit Beteiligung von Zunge, Kehlkopf oder des stimmbildenden Kehlkopfbereichs (Glottis) nach Einnahme der ersten Dosis oder weiterer Dosen von Benzodiazepinen berichtet. Bei manchen Patienten kam es unter Einnahme von Benzodiazepinen zu weiteren Symptomen wie Kurzatmigkeit (Dyspnoe), Zuschwellen des Rachens oder √úbelkeit und Erbrechen. Manche Patienten mussten als medizinischer Notfall behandelt werden. Falls ein Angio√∂dem mit Beteiligung von Zunge, Kehlkopf (Larynx) oder des stimmbildenden Kehlkopfbereichs (Glottis) auftritt, kann ein Verschluss der Atemwege auftreten und t√∂dlich verlaufen.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen, Arbeiten ohne sicheren Halt

Auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch des Arzneimittels sollten Sie, insbesondere während der ersten Tage der Behandlung, mit Einschränkungen Ihres Reaktionsvermögens rechnen. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell genug reagieren. Fahren Sie nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine gefährlichen elektrischen Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt! Beachten Sie besonders, dass Alkohol Ihr Reaktionsvermögen noch weiter verschlechtert.
Die Entscheidung dar√ľber, inwieweit eine aktive Teilnahme am Stra√üenverkehr oder andere gefahrvolle T√§tigkeiten m√∂glich sind, trifft der behandelnde Arzt unter Ber√ľcksichtigung Ihrer individuellen Reaktion und der Dosierung.

Schwangerschaftshinweis

In der Schwangerschaft sollte das Arzneimittel nicht eingenommen werden.
Eine w√§hrend der Behandlung mit dem Arzneimittel eintretende Schwangerschaft sollten Sie dem behandeln-den Arzt sofort mitteilen, damit er √ľber ein Absetzen der Behandlung entscheiden kann. Informieren Sie Ihren Arzt bitte auch, wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu werden.
Ein l√§ngerfristiger Gebrauch des Arzneimittels durch die Schwangere kann zu Entzugserscheinungen beim Neugeborenen f√ľhren. Wird das Arzneimittel gegen Ende der Schwangerschaft oder w√§hrend der Geburt verabreicht, k√∂nnen beim S√§ugling verminderte Aktivit√§t, herabgesetzte Muskelspannung, Abnahme der K√∂rpertemperatur und/oder des Blutdrucks (Hypothermie, Hypotonie), Atemd√§mpfung, Apnoe sowie Trinkschw√§che auftreten (sog. ‚Äěfloppy infant syndrome“).
Da der Wirkstoff des Arzneimittels in die Muttermilch √ľbergeht, sollte es nicht w√§hrend der Stillzeit eingenommen werden, es sei denn, dass der zu erwartende Nutzen das potentielle Risiko f√ľr den S√§ugling √ľbersteigt. Bei Einnahme des Arzneimittels w√§hrend der Stillzeit k√∂nnen beim S√§ugling Sedierung und Saugschw√§che auftreten. Eine √§rztliche √úberwachung des S√§uglings wird empfohlen.

Dosierung von TAVOR 1.0

Die Dosierung und Dauer der Anwendung m√ľssen an das jeweilige Ansprechen auf die Behandlung, an das Anwendungsgebiet und die Schwere der Krankheit angepasst werden. Hierbei gilt der Grundsatz, die Dosis so klein und die Dauer der Behandlung so kurz wie m√∂glich zu halten.

Dosierung

Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da das Arzneimittel sonst nicht richtig wirken kann!
Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt das Arzneimittel nicht anders verordnet:

Behandlung von Angst-, Spannungs- und Erregungszuständen sowie dadurch bedingten Schlafstörungen

Die Tagesdosis beträgt bei Erwachsenen in der Regel 1 1/2 bis 2 1/2 Tabletten (entsprechend 0,5 Р2,5 mg
Lorazepam), verteilt auf 2 bis 3 Einzelgaben oder als abendliche Einmaldosis. Im Einzelfall, speziell im Krankenhaus, kann der Arzt die Tagesdosis unter Ber√ľcksichtigung aller Vorsichtshinweise auf maximal 7,5 mg Lorazepam erh√∂hen. Daf√ľr stehen Zubereitungen mit h√∂herer Einzeldosis zur Verf√ľgung.
Stehen behandlungsbed√ľrftige Schlafst√∂rungen im Vordergrund, kann die Tagesdosis (1/2 bis 2 1/2 entsprechend 0,5 – 2,5 mg Lorazepam) als Einmalgabe etwa eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

Beruhigung vor diagnostischen sowie vor und nach operativen Eingriffen:

Bei Erwachsenen 1 bis 2 1/2 Tabletten (entsprechend 1 – 2,5 mg Lorazepam) am Vorabend und/oder 2 bis 4 Tabletten (entsprechend 2 – 4 mg Lorazepam) etwa eine bis zwei Stunden vor dem Eingriff.
Auch daf√ľr stehen Zubereitungen mit einer h√∂heren Einzeldosis zur Verf√ľgung. Nach dem Eingriff 1 bis 2 1/2 Tabletten (entsprechend 1 – 2,5 mg Lorazepam) in geeigneten Zeitabst√§nden.
Bei Kindern ist die Dosis entsprechend herabzusetzen, Einzelgaben sollten 1/2 bis 1 Tablette (0,5 – 1 mg Lorazepam bzw. 0,05 mg pro kg K√∂rpergewicht) nicht √ľberschreiten.
Bei älteren oder geschwächten Patienten sowie bei Patienten mit hirnorganischen Veränderungen sollte die anfängliche Tagesgesamtdosis um ca. 50% gesenkt werden. Die Dosis ist vom Arzt entsprechend der erforderlichen Wirkung und der Verträglichkeit im Einzelfall einzustellen.

Dauer der Behandlung

Die Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt festgelegt. Bei akuten Erkrankungen sollte die Anwendung des Arzneimittels auf Einzelgaben oder wenige Tage beschränkt werden. Bei chronischen Krankheiten richtet sich die Dauer der Anwendung nach dem Verlauf. Nach zweiwöchiger täglicher Einnahme sollte vom Arzt bei einer schrittweisen Verringerung der Dosis geklärt werden, ob eine Behandlung mit dem Arzneimittel weiterhin angezeigt ist.
Zu beachten ist, dass nach l√§ngerer Anwendungsdauer (l√§nger als 1 Woche) und pl√∂tzlichem Absetzen des Arzneimittels Schlafst√∂rungen, Angst- und Spannungszust√§nde, innere Unruhe und Erregung vor√ľbergehend verst√§rkt wieder auftreten k√∂nnen. Daher sollte die Behandlung nicht pl√∂tzlich, sondern durch schrittweise Verringerung der Dosis beendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben als Sie sollten

Wenn nach Einnahme gr√∂√üerer Arzneimittelmengen ein Verdacht auf eine Vergiftung besteht, ist umgehend ein Arzt zu benachrichtigen. Dabei sind telefonische Erste-Hilfe-Anweisungen zu beachten. Ohne ausdr√ľckliche Anweisung kein Erbrechen ausl√∂sen!
Zeichen einer Überdosierung sind: Benommenheit, Verwirrtheit, Schläfrigkeit, verminderte Atmung, Störungen des Bewegungsablaufs (der Bewegungskoordination), Teilnahmslosigkeit und in schweren Fällen Bewusstlosigkeit.

Wenn Sie die Einnahme vergessen haben

Wenn Sie einmal eine Tablette vergessen, nehmen Sie beim n√§chsten Mal das Arzneimittel wie √ľblich ein. Es ist nicht erforderlich, vergessene Tabletten nachtr√§glich einzunehmen.

Wenn Sie die Einnahme abbrechen

Sie sollten die Behandlung niemals eigenm√§chtig unterbrechen oder beenden, es sei denn, Sie vermuten eine schwerwiegende Nebenwirkung. In diesem Fall sollten Sie sofort R√ľcksprache mit Ihrem behandelnden Arzt nehmen.
Wenn Sie die Behandlung nach länger dauernder Einnahme plötzlich abbrechen, können Absetzerscheinungen auftreten. Zur Vermeidung dieser Erscheinungen wird die Behandlung durch schrittweise Verringerung der Dosis beendet.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Nebenwirkungen

Psychopharmaka BildWie alle Arzneimittel kann das Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Nebenwirkungen sind besonders zu Beginn der Behandlung, bei zu hoher Dosierung und bei speziellen Patientengruppen zu erwarten.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Allgemeine Erscheinungen:

  • H√§ufig: Muskelschw√§che, Mattigkeit
  • Ferner traten auf: √úberempfindlichkeitsreaktionen, anaphylaktische/-oide Reaktionen, Angio√∂dem (Schwellung der Haut und/oder Schleimh√§ute), unangemessene Aussch√ľttung des antidiuretischen Hormons (SIADH), erniedrigte Natriumblutspiegel (Hyponatri√§mie), Absenkung der K√∂rpertemperatur (Hypothermie)

Herz-Kreislauf-System:

  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie), leichter Blutdruckabfall

Verdauungssystem:

  • Gelegentlich: √úbelkeit
  • Au√üerdem traten auf: Verstopfung, Bilirubinanstieg, Gelbsucht, Anstieg von Leberenzymen (Transaminasen, alkalische Phosphatase)

Blut und Lymphsystem:

  • Blutbildver√§nderungen (Thrombopenie, Agranulozytose, Panzytopenie)

Nervensystem:

Benzodiazepine bewirken eine dosisabhängige zentralnervöse Dämpfung.

  • Sehr h√§ufig: Sedierung, M√ľdigkeit, Benommenheit
  • H√§ufig: Bewegungs- und Gangunsicherheit (Ataxie), Verwirrtheit, Depression, Hervortreten einer Depression, Schwindelgef√ľhl
  • Gelegentlich: √Ąnderungen des geschlechtlichen Verlangens, Impotenz, verminderter Orgasmus
  • Weiterhin traten auf: Verl√§ngerte Reaktionszeiten, St√∂rungen der Bewegungsabl√§ufe (extrapyramidale Symptome), Zittern, Schwindel, Sehst√∂rungen (Doppeltsehen, verschwommenes Sehen), Artikulationsst√∂rungen/undeutliches Sprechen, Kopfschmerzen, Krampfanf√§lle/Kr√§mpfe, Ged√§chtnisl√ľcken (Amnesie), Enthemmung, Euphorie, Koma, Suizidgedanken /-versuch, eingeschr√§nkte Aufmerksamkeit/Konzentration, Gleichgewichtsst√∂rungen; Paradoxe Reaktionen wie z. B. Angst, Erregungszust√§nde, Aufgeregtheit, aggressives Verhalten (Feindseligkeit, Aggression, Wut), Schlafst√∂rungen/Schlaflosigkeit, sexuelle Erregung, Trugbilder. Beim Auftreten derartiger Reaktionen sollte die Behandlung mit dem Arzneimittel beendet werden.

Atmung:

  • Atemd√§mpfung (Ausma√ü dosisabh√§ngig), Luftnot (Apnoe), Verschlechterung einer Schlaf-Apnoe (zeitweiser Atemstillstand w√§hrend des Schlafes), Verschlechterung einer obstruktiven Lungenerkrankung
    (Atemwegsverengung)

Haut:

  • Allergische Hautreaktionen, Haarausfall.

Bereits nach einer Behandlungsdauer von wenigen Tagen mit t√§glicher Einnahme des Arzneimittels k√∂nnen nach Absetzen der Therapie, besonders wenn dieses pl√∂tzlich erfolgt, Entzugserscheinungen (z. B. Schlafst√∂rungen, vermehrtes Tr√§umen) auftreten. Angst, Spannungszust√§nde sowie Erregung und innere Unruhe k√∂nnen sich verst√§rkt wieder einstellen. Weitere Symptome, die nach Absetzen von Benzodiazepinen berichtet wurden, umfassen Kopfschmerzen, Depression, Verwirrtheit, Reizbarkeit, Schwitzen, gedr√ľckte Stimmung (Dysphorie), Schwindelgef√ľhl, Realit√§tsverlust, Verhaltensst√∂rungen, √ľbersteigerte Ger√§uschwahrnehmung, Taubheitsgef√ľhl und Kribbeln in den Gliedma√üen, √úberempfindlichkeit gegen√ľber Licht, L√§rm und Ber√ľhrung, Wahrnehmungsst√∂rungen, unwillk√ľrliche Bewegungen, √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Halluzinationen/Delirium, Krampfanf√§lle/Kr√§mpfe, Zittern, Bauchkr√§mpfe, Muskelschmerzen, Erregungszust√§nde, Herzklopfen, beschleunigter Puls, Panikattacken, Schwindel, √ľbersteigerte Reflexe, Verlust des Kurzzeitged√§chtnisses und Fieber.

Bei chronischer Anwendung des Arzneimittels bei Epilepsie-Kranken oder bei Einnahme von anderen Arzneimitteln, die die Krampfschwelle herabsetzen (z. B. Antidepressiva), kann das plötzliche Absetzen vermehrt Krampfanfälle auslösen. Die Gefahr von Entzugserscheinungen steigt mit der vorausgegangenen Einnahmedauer und Dosis. Durch eine allmähliche Dosisverringerung lassen sich diese Erscheinungen meist vermeiden.

Es gibt Hinweise f√ľr eine Toleranzentwicklung (Dosissteigerung aufgrund von Gew√∂hnung) gegen√ľber der sedierenden Wirkung von Benzodiazepinen.
Lorazepam hat ein Missbrauchspotential. Gefährdet sind insbesondere Patienten mit Arzneimittel- und/ oder Alkoholmissbrauch in der Vorgeschichte.
Welche Maßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
Viele der genannten Nebenwirkungen klingen im weiteren Verlauf der Behandlung oder bei einer Verringerung der Dosis wieder ab. Wenn Nebenwirkungen bestehen bleiben, informieren Sie bitte Ihren Arzt, der √ľber eine Beendigung der Behandlung entscheiden sollte. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn bei Ihnen nicht erkl√§rbare Hautausschl√§ge, Hautverf√§rbungen oder Schwellungen auftreten.
Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht aufgef√ľhrt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu kl√§ren, ob eine Wechselwirkung f√ľr Sie tats√§chlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker k√∂nnen Ihre individuellen Risikofaktoren f√ľr eine Wechselwirkung absch√§tzen. Falls notwendig k√∂nnen Arzt oder Apotheker entsprechende Ma√ünahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Es sind Wechselwirkungen zwischen „TAVOR 1.0“ und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu kl√§ren, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit „TAVOR 1.0“ kommen kann.

Letzte Bearbeitung am Sonntag, 26. März 2023 Р10:41 Uhr von Alex, Webmaster psychopharmakon.de.

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