Valium Nebenwirkungen und Wirkung

Wirkstoff: Diazepam

Siehe auch: Diazepam

 Handelsname in Deutschland: Faustan , Gewacalm, Paceum, Psychopax, Stesolid, Valiquid, Diazepam, Valocordin-Diazepam, Diazep-CT

Dosierung von Valium: 2mg, 5mg, 10mg ( ohne Gewähr )

Medikament Tabletten Bild

Valium ist ein Psychopharmakon aus der Klasse der Benzodiazepine. Es wirkt Beruhigend und gehört zu den Beruhigungsmitteln.

Anwendungsgebiete von Valium

Diazepam gilt laut WHO als einer der unentbehrlichen Wirkstoffe und wird am häufigsten verschrieben – es gehört auch zu den ältesten Psychopharmaka, die es gibt.

Valium wirkt als sogenannter „Tranquilizer“ in erster Linie angstlindernd und beruhigend, kann also nach Verschreibung als „erste Hilfe“ bei akuten Angst- und Panikzuständen sehr wirkungsvoll eingesetzt werden. Bedrohlich erscheinende Situationen werden dann leichter verkraftet, da sie durch die Einnahme des Medikamentes unwichtiger erscheinen, Unruhe verschwindet und Angst wird durch die Einnahme des Medikamentes deutlich gemindert.

Valium wird jedoch häufig auch zur Linderung körperlicher Symptome erfolgreich angewendet wie zum Beispiel bei epileptischen Anfällen, Tetanus, Fieberkrämpfen und vor operativen Eingriffen, also bei erhöhter Muskelanspannung. Die Einnahme von Valium hat Auswirkungen auf das Gefühlsleben, Aufmerksamkeit und die Koordination von Bewegungen, sowie das Gedächtnis.

TablettenAnwendung bei:

  • Angststörungen
  •  Panikattacken
  • Psychotischen Symptomen
  • Schlafstörungen
  • Starken Erregungszuständen
  • Unruhezuständen
  • Spannungszuständen
  • epileptischen Anfällen
  • Tetanus-Krämpfen
  • Fieberkrämpfen
  • Erhöhtem Muskeltonus

Wirkungsweise von Valium

Valium mit Wirkstoff Diazepam wirkt als sogenanntes „Benzodiazepin“ dämpfend auf Rezeptoren im Gehirn – die Reizübertragung wird somit verlangsamt, sodass Ängste und Unruhe weniger werden oder verschwinden.

Zeitgleich mit der Einnahme des Medikamentes erfolgt im Normalfall parallel dazu eine psychotherapeutische Behandlung, in der die Ursprünge der Symptome wie Ängste, Panikattacken aufgedeckt und verarbeitet werden können. Die Dosierung des Medikamentes wird dann in der Regel Schritt für Schritt verringert und abgesetzt. Dies ist gerade bei Valium besonders wichtig aufgrund der möglichen Nebenwirkungen und vor allem der hohen Suchtgefahr, die bei diesem Medikament besteht.

Nebenwirkungen von Valium

Die Einnahme von Psychopharmaka ist immer mit mehr oder weniger starken Nebenwirkungen verbunden. Bei Valium (Diazepam) können folgende Nebenwirkungen relativ häufig auftreten:

  • Müdigkeit
  • Benommenheit
  • Konzentrationsstörungen
  • Niedergeschlagenheit
  • Gedächtnislücken
  • Koordintationsstörungen
  • Schwindel
  • Muskelschwäche (daher erhöhte Sturzgefahr)
  • Langsame Sprache
  • Sehstörungen
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Mundtrockenheit
  • Gesteigerter Appetit
  • Verlangsamte Atmung
  • Abfall des Blutdruck

Bei längerer Einnahme von Valium sind folgende Nebenwirkungen möglich:

  • Gang- und Bewegungsunsicherheit
  • Muskelkrämpfe
  • Doppelbilder
  • Erregungs- und Angstzustände
  • Einschlaf- und Durchschlafstörungen
  • Wutanfälle
  • Gefühlskälte         

Suchtgefahr von Valium

Der Wirkstoff Diazepam birgt eine erhöhte Suchtgefahr, da sich der Körper sehr schnell an das Medikament gewöhnt. Valium wird in der Regel wenn vom Arzt verordnet, relativ schwach dosiert, um gerade wenn eine längere Behandlung notwendig ist, eine Abhängigkeit weitestgehend zu vermeiden.

Leider passiert es immer wieder, dass Ärzte z. B. durch doppelte Verordnungen die Dosierung zu hoch angesetzt wird, oder Menschen Missbrauch des Medikamentes in Stresssituationen zu Abhängigkeiten kommt. Hier ist höchste Vorsicht geboten.

Valium darf niemals plötzlich abgesetzt werden – ein Absetzen des Medikamentes darf nur in Begleitung eines Arztes und schrittweise erfolgen.

Entzugserscheinungen können sein:

  • Angstzustände
  • Halluzinationen
  • Krampfanfälle
  • Psychosen
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Lichtempfindlichekeit
  • Übermäßiges Gefühlsleben
  • Geräuschempfindlichkeit

Nichteinnahme von Valium

Valium darf aufgrund seiner Nebenwirkungen auf keinen Fall in folgenden Situationen eingenommen werden:

  • Während der Schwangerschaft und Stillzeit
    Föten und Kleinkinder bauen Diazepam sehr langsam ab, so kann es im Mutterleib zu schweren Fehlbildungen des Kindes kommen kann wie u. A. Herzfehlbildungen, geistigen Behinderungen, Atembeschwerden
  • Führen von Fahrzeugen und Maschinen
    Diazepam mindert die Reaktionsfähigkeit und erhöht somit die Unfallgefahr erheblich
  • Bei bestimmten Erkrankungen der Atemwege und der Lunge oder Muskelschwäche
  • Gleichzeitig mit anderen sedierend wirkenden Substanzen und Medikamenten wie bestimmte Antidepressiva, Antihistaminika, Alkohol, Opiaten etc:
    Diazepam in Wechselwirkung mit oben genannten Substanzen kann die dämpfe nde Wirkung enorm erhöhen, was zu Atem- oder Herzstillstand führen kann

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Valium mit Wirkstoff Diazepam zählt zu den unentbehrlichen Medikamenten, kann in Ausnahmesituationen extrem hilfreich sein, darf aber aufgrund der starken Neben- und Wechselwirkungen nur unter strenger ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

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