Tramadol Nebenwirkungen und Wirkung

Handelsname in Deutschland: Amadol, Jutadol oder Tramal, Tramal-long, Tramagit, Tramundin, Travex

Dosierung von Tramadol: 50mg, 100mg ( ohne Gewähr )

Medikament Tabletten Bild

Tramadol ist ein Opiat und für die Behandlung mäßig starker bis starker Schmerzen verwendet.

Der vollsynthetische Arzneistoff Tramadol ist in die Gruppe der Opioide einzuordnen und wird als Analgetikum bei Schmerzen verwendet. Die Substanz wurde 1977 von der Grünenthal GmbH, ein 1946 in Stolberg gegründetes Pharmaunternehmen in Familienbesitz, unter der Bezeichnung „Tramal“ erstmals auf den Markt gebracht.

Wirkung von Tramadol

Tramadol ist zentral wirksam, wirkt also im Gehirn und im Rückenmark. Es ahmt die Wirkungsweise von endogenen Opioidpeptiden (Endorphinen, Enkephalinen und Dynorphinen) nach. Dies hat zur Folge, dass zum Einen die Weiterleitung des Schmerzreizes gehemmt wird und zum Anderen das Schmerzempfinden im limbischen System und im Thalamus verändert wird. Eine weitere Wirkung von Tramadol ist die Hemmung der Noradrenalinaufnahme in das Neuron und die verstärkte Seretoninfreisetzung. Diese Wirkmechanismen haben somit eine weitere, bei der Schmerztherapie nebensächlich erwünschte Wirkung, die Antidepressive und die Anxiolytische also die Verminderung von Angstzuständen.
Die analgetische Potenz von Tramadol entspricht circa zu einem Zehntel der schmerzstillenden Wirkung von Morphin.

Verabreichungsformen, Indikationen und Kontraindikationen für Tramadol

Tramadol kann sowohl invasiv also als Lösung intravenös oder aber auch nicht invasiv als Tablette, Kapsel oder Suppositorium peroral oder rektal verabreicht werden.
Indikationen für die Verordnung von Tramadol sind mäßige bis starke akute oder mittlere chronische Schmerzen, posttraumatische oder postoperative Schmerzzustände, und schmerzhaften therapeutischen oder diagnostischen Eingriffen. Auch in der onkologischen Stufe 2 der World- Health- Organisation ist die Indikation zur Verabreichung von Tramadol gegeben.

Absolute Kontraindikationen für Tramadol sind eine bekannte Überempfindlichkeit gegen einen Wirk- oder Hilfsstoff, eine zentrale Atemdämpfung, eine erhebliche Obstruktion der Atemwege bei bspw. COPD, eine Komedikation mit MAO- Hemmern und die Stillzeit. Relative Kontraindikationen sind eine starke Einschränkung der Leberfunktion, Schädel- Hirn- Trauma sowie intrakranieller Druckanstieg, Kreislaufschock, ein akutes Abdomen bedingt durch bspw. eine Pankreatitis, eine Prostatahypertrophie, Myasthenia gravis und eine Schwangerschaft. Bei eingeschränkter Nierenfunktion muss die Dosis verringert werden.

Nebenwirkungen von Tramadol

  • TablettenSchwitzen
  • Schwindel
  • Verwirrtheit
  • Schläfrigkeit
  • allergische Reaktionen
  • Hautjucken
  • Rötungen
Auf das zentrale Nervensystem kann es sedierend bis hin zu narkotisch oder euphorisierend wirken, auch kann es eine Miosis und somit eine verschwommene Sicht auslösen. Tramadol kann eine Ureterkontraktion auslösen und zur Hemmung des Miktionsreflexes führen.


Eine Folge sämtlicher Nebenwirkungen ist das die Straßenverkehrstüchtigkeit sowie das bedienen von Maschinen eingeschränkt ist.
Eine weitere Nebenwirkung von Tramadol in seiner Eigenschaft als Opioid ist das Gewöhnungs- und Abhängigkeitspotenzial. Es sollte deshalb immer nur so wenig wie möglich und so viel wie nötig verabreicht werden.

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